Stefanie M. Adrian

 3 Sterne bei 3 Bewertungen

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Mimeth: Der Tag der Verschmelzung

Mimeth: Der Tag der Verschmelzung

 (3)
Erschienen am 12.10.2014

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Rezension zu "Mimeth: Der Tag der Verschmelzung" von Stefanie M. Adrian

Mit Potential
Litisvor 4 Jahren

Das Cover
Das Cover zeigt eine Holzwand oder einen Baum, an dem sich eine Efeu-Ranke hinaufschlängelt. Mittig platziert ist ein Schmetterling. Die Schrift ist etwas verschnörkelt und erinnert an Märchen-Schrift. Das Cover ist zwar ganz hübsch gestaltet, allerdings finde ich hier keinerlei Parallele zum Buch.

Die Story
3 Freundinnen landen in einer für sie völlig fremden Welt und haben, neben all den Andersartigkeiten, mit denen sie konfrontiert werden, zu allem Überfluss auch noch die Aufgabe, unsere und die fremde Welt namens "Mimeth" zu retten.
Geschichten, in denen Menschen in andere Welten katapultiert werden, gibt es ja zuhauf. Von daher ist es natürlich schwer, als Autor bei der Flut an Ideen mitzuhalten. Man muss schon etwas völlig Neues präsentieren, um langfristig beim Leser im Gedächtnis zu bleiben.
Neben den Gefahren, Irrungen und Wirrungen, mit denen die Mädchen konfrontiert werden, gibt es natürlich auch die ein oder andere Lovestory darunter. Anfangs waren sie nicht nach meinem Geschmack, da sie zu klischeehaft anmuteten. Nach und nach änderte sich das aber, so dass ich die Liebeleien sogar ertragen konnte. ;-)

Die Charaktere
Wir lernen 3 Mädchen kennen, die sehr eng miteinander befreundet sind. In Mimeth werden sie voneinander getrennt und sind auf sich allein gestellt.
Jede von ihnen hat ihre eigenen Stärken und Schwächen, Frau Adrian konnte die unterschiedlichen Wesenszüge der 3 Mädchen gut darstellen. Trotzdem fehlte es mir bei den Charakteren leider etwas an Tiefgang, so dass ich nur mit Dana etwas warm geworden bin. Bei Marie Ann und Anika fühlte sich alles distanzierter an.
Hilfe bei der Rettung beider Welten erfahren die 3 Mädchen von den Einwohnern Mimeths, so dass man hier eine breite Palette an unterschiedlichen Wesen kennenlernt. Hierbei bedient sich die Autorin sowohl bereits bekannter mystischer Wesen, als auch neuer Ideen.

Der Schreibstil
Der Schreibstil ist insgesamt flüssig und leicht zu verstehen. Zusammengefasst gibt es hier aber einige Mängel, die leider in meine Bewertung mit einfließen.
Zum einen finden sich trotz einiger Test-Leser noch immer viele Rechtschreibfehler in dem Buch wieder. Das störte leider oftmals meinen Lesefluss. Es sei hierbei noch angemerkt, dass man sich als Selfpublisher nicht unbedingt ein Lektorat leisten kann und logischerweise auf Test-Leser angewiesen ist. Dennoch hätte ich etwas weniger Fehler erwartet, da vor mir ja bereits einige Leser am Werke waren.
Zum anderen war mir ab und an die Sprache (und damit meine ich nicht die wörtliche Rede) zu umgangssprachlich und dadurch änderte sich abrupt der Erzählstil. Ich habe nichts gegen die Umgangssprache, aber es sollte schon einheitlich sein.
Auch der Satzbau war stellenweise nicht ganz korrekt und die alte Schul-Weisheit "Subjekt - Prädikat - Objekt" wurde nicht 100% eingehalten.
Weiterhin ist mir aufgefallen, dass sich mitten in einem Kapitel stellenweise der Erzähler ändert. Beginnen wir z.B. mit Marie Ann, springen wir mittendrin plötzlich zu Dana. Vielleicht ist dies ja so von der Autorin gewollt, aber etwas ungewöhnlich fand ich es schon.
Alles in allem natürlich Dinge, die den Lesegenuss schmälern.

Das Ende
Mimeth ist als Reihe ausgelegt und endet daher zwar in sich abgeschlossen, aber insgesamt gesehen offen. Einige Fragen bleiben unbeantwortet und bei ein paar davon hatte ich mir eine Antwort erhofft. Aber man kann ja nicht alles haben. :)

Fazit
Die Ideen haben Potential und die noch recht frische Autorin befindet sich auf einem guten Weg. Hier und da müssen meiner Meinung nach aber noch Verbesserungen erfolgen.

Mein Dank geht an Stefanie M. Adrian, die mir das Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

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