Stefanie Sargnagel

 3.9 Sterne bei 16 Bewertungen
Autorin von Statusmeldungen, In der Zukunft sind wir alle tot und weiteren Büchern.
Stefanie Sargnagel

Lebenslauf von Stefanie Sargnagel

Stefanie Sargnagel, eigentlich Sprengnagel, wurde am 14. Januar 1986 in Wien geboren. Sie studiert in der Akademie der bildenden Künste in Wien in einer Klasse des deutschen Künstlers Daniel Richter. Davor arbeitete sie in einem Callcenter und verarbeitete die Erfahrungen in ihrem Debüt "Binge Living". Aktuell schreibt sie für das Onlinemagazin Vice, sowie für den Bayrischen Rundfunk. Sargnagel nahm am Ingeborg-Bachmann-Preis 2016 teil und gewann dort den BKS-Bank-Publikumspreis. Ihr Markenzeichen ist eine rote Baskenmütze.

Alle Bücher von Stefanie Sargnagel

Statusmeldungen

Statusmeldungen

 (6)
Erschienen am 24.07.2018
In der Zukunft sind wir alle tot

In der Zukunft sind wir alle tot

 (4)
Erschienen am 29.06.2016
Fitness

Fitness

 (3)
Erschienen am 23.10.2015
Binge Living

Binge Living

 (3)
Erschienen am 29.11.2013
Statusmeldungen

Statusmeldungen

 (0)
Erschienen am 27.07.2017

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Rezension zu "In der Zukunft sind wir alle tot" von Stefanie Sargnagel

"In der Zukunft sind wir alle tot" von Stefanie Sargnagel
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Autor: Stefanie Sargnagel
Titel: In der Zukunft sind wir alle tot
Gattung: Lustiges, Für Zwischendurch, Alternative Literatur
Erschienen: 2016
Gelesene Ausgabe: mikrotext, 2016
ISBN: 978-3-944543-37-6
Gelesen auf: Deutsch
Gelesen im: Juli 2016              

 

Zum Buch:
Sargnagel ist asozial, unmotiviert und faul. Und ich liebe sie dafür! Bachmann-Preis Gewinnerin studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und arbeitete nebenbei in einem Callcenter. In dieser Zeit fing sie an ihren Alltag in Facebook-Statusmeldungen zu verpacken. Sie selber bezeichnet ihren plötzlichen Erfolg als: "so wuchert mein Zeug im Laufe der Zeit wie ein Krebsgeschwür durch die Hipsterszene."[1] Damit oute ich mich zwangsläufig jetzt wohl als Hipster. Aber ich liebe jedes Wort das Stefanie schreibt. Es muss wohl Seelenverwandtschaft sein, denn abgesehen davon, dass ich nicht so schlagfertig und witzig bin scheinen wir ein ähnliches Leben aus Binge-watching und Junk-Food essen zu führen. Und das ist die wohl größte Kunst die Sargnagel beherrscht. Sie vermittelt allen Lesern nicht nur das Gefühl, die beste Freundin zu sein, sondern auch, dass Gefühl, hey ich hab mein Leben im Griff, so im Gegensatz zu ihr. Wunderbar!

 

Eine der Lieblingsstellen
Zitat: "Ich liebe dieses trübe Wetter. Es macht einem keinen Druck à la sei glücklich und aktiv, benutz deine Muskeln, iss Salat im Gastgarten mit Freunden, deren Haar im Sonnenlicht jugendlich glänzt, und lach dabei ein vitales Lachen. Es sagt: Lass dir alle Haare am Körper wachsen, trink Kakao und schau den ganzen Tag fern, friss dich zum Herzinfarktrisikopatienten, sei ruhig verkatert und schuldbeladen und depressiv, deine Decke beschützt dich, die Sonne lässt dich in Ruhe leiden, es ist okay."[2]

"Ok, ich probier auch mal irgendetwas zu unserer Generation zu sagen: Sie ist in dem Irrglauben aufgewachsen, man hätte die Pflicht im Leben glücklich zu sein."[3]

 

Stil und Sprache: Zwischen Poetisch und österreichischer Dialekt wechselnd. Teilweise grammatikalisch nicht korrekt, halbe Sätze, Gedankengänge.
Zitat: "Diese ganzen kostümierten Männervereine wie Burschenschaften, katholische Kirche, Bundesheer sind einfach so offensichtlich eine extrem verkrampfte Mischung aus Daddy-Issues, Sado-masochismus, unterdrückter Homoerotik und kindisch-männlicher Selbsterhebung, einfach so pickengebliebene Dreikäsehochs mit ihren Schwertern, Zeptern und Pistolen."[4]


Schlüssigkeit der Handlung: Keine wirklich zusammenhängende Handlung.

I Liked: Den Humor und Stefanie Sargnagel.

Disliked: Manchmal die Rechtschreibung, allerdings gehört das zu Sargnagels unbekümmerten Naturalismus.

In One Sentence: Wunderbar, amüsant, ehrlich und derbe!

Sterne: 4


[1] S.10
[2]
S.40
[3]
S.68
[4]
S.70

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Aliras avatar

Rezension zu "Binge Living" von Stefanie Sargnagel

Meisterin des österreichischen Schmähs
Aliravor 2 Jahren

Das Buch ist eine Sammlung von Facebuch-Einträgen, geschrieben von einer ewigen Kunststudentin, die in einem Call Center arbeitet und in den letzten Jahren so etwas wie eine Kultautorin wurde.

Die “Facebook-Poetin” hat so viel Selbstironie, dass man ihr sogar sehr böse Statements nicht nur verzeiht, sondern auch noch darüber lachen kann („Den Bettlern geben wir nichts, wir wollen sie nicht verziehen.“)

Was die “Frau mit der roten Mütze” außerdem noch auszeichnet, sind eine gute Beobachtungsgabe und originelle Wort-Neuschöpfungen.

Wer ein bisschen “schnuppern” will, ob ihm der pointierte Stil der Rampensau (= Eigendefinition) zusagt, kann das über Twitter tun.

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taniafolajis avatar

Rezension zu "In der Zukunft sind wir alle tot" von Stefanie Sargnagel

Sterben muss man
taniafolajivor 2 Jahren

Tragisch und komisch erzählt Stefanie Sargnagel von einer sich verändernden Welt, in der das Recht auf Glück und Wahlmöglichkeiten nicht mehr selbstverständlich sind. In ihren Call-Center-Geschichten sitzen schlecht bezahlte Menschen da und sollen freundlich am besten gestern helfen. Die Refugee-McMoments haben die Fluchtwelle aus dem Sommer 2015 zur Handlung, und das aus einer Sicht, die ich noch nicht so gelesen habe. St. Sargnagel bewältigt eigentlich triste Handlung mit Lakonie, Witz und Querdenkertum - hat mich an K. Valentin erinnert - und es war mir eine große Freude. Die vollständige Besprechung https://taniafolaji.com/2016/07/02/ja-sterben-muss-man-so-gelesen-bei-stefanie-sargnagel/

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Stefanie Sargnagel wurde am 14. Januar 1986 in Wien (Österreich) geboren.

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