Stefanie Sargnagel In der Zukunft sind wir alle tot

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Inhaltsangabe zu „In der Zukunft sind wir alle tot“ von Stefanie Sargnagel

Lässig, derb und immer sehr alltagsweise schreibt Stefanie Sargnagel seit vielen Jahren über das einfache Leben. Mittlerweile hat die Wiener Autorin und Künstlerin mit ihren Büchern, Artikeln und Posts Kult-Status erreicht. Ungeachtet dessen nimmt sie in ihrer Kritik an jeglichem rechten Gedankengut kein Blatt vor den Mund, ätzt gegen die FPÖ, gegen Patriarchate, steht aktiv für die Flüchtlingshilfe ein. Die Wiener Zeitung lobte, wie sie inklusive Fäkalhumor und Versagensexhibitionismus die aktuelle Leistungsgesellschaft konterkariere. „Mein Lebensstil erschließt sich halt aus einer Mischung aus Unfähigkeit, Unentschlossenheit, Gleichgültigkeit und Verweigerung, ich bin die personifizierte Wohlstandsverwahrlosung“, schrieb sie in einem Vice-Artikel. „Hellsichtige Miniaturen.“ (Elisabeth Dietz, Bücher-Magazin) „Ihre Alltagsbeobachtungen, Aphorismen und Adoleszenz-Raps treffen einen Nerv.“ (taz) „Man könnte vielleicht sogar sagen, dass sie mit Ausnahme von Rainald Goetz und seinem Online-Tagebuch Abfall für alle die erste deutschsprachige Autorin ist, die im Netz die Form für sich gefunden hat, die passt, die nicht nervt, die als Literatur funktioniert.“ (Süddeutsche Zeitung)

Wunderbar, amüsant, ehrlich und derbe!

— beerenbücher

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  • "In der Zukunft sind wir alle tot" von Stefanie Sargnagel

    In der Zukunft sind wir alle tot

    beerenbücher

    25. September 2016 um 11:41

    Autor: Stefanie SargnagelTitel: In der Zukunft sind wir alle totGattung: Lustiges, Für Zwischendurch, Alternative LiteraturErschienen: 2016Gelesene Ausgabe: mikrotext, 2016ISBN: 978-3-944543-37-6Gelesen auf: DeutschGelesen im: Juli 2016                 Zum Buch:Sargnagel ist asozial, unmotiviert und faul. Und ich liebe sie dafür! Bachmann-Preis Gewinnerin studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und arbeitete nebenbei in einem Callcenter. In dieser Zeit fing sie an ihren Alltag in Facebook-Statusmeldungen zu verpacken. Sie selber bezeichnet ihren plötzlichen Erfolg als: "so wuchert mein Zeug im Laufe der Zeit wie ein Krebsgeschwür durch die Hipsterszene."[1] Damit oute ich mich zwangsläufig jetzt wohl als Hipster. Aber ich liebe jedes Wort das Stefanie schreibt. Es muss wohl Seelenverwandtschaft sein, denn abgesehen davon, dass ich nicht so schlagfertig und witzig bin scheinen wir ein ähnliches Leben aus Binge-watching und Junk-Food essen zu führen. Und das ist die wohl größte Kunst die Sargnagel beherrscht. Sie vermittelt allen Lesern nicht nur das Gefühl, die beste Freundin zu sein, sondern auch, dass Gefühl, hey ich hab mein Leben im Griff, so im Gegensatz zu ihr. Wunderbar!   Eine der LieblingsstellenZitat: "Ich liebe dieses trübe Wetter. Es macht einem keinen Druck à la sei glücklich und aktiv, benutz deine Muskeln, iss Salat im Gastgarten mit Freunden, deren Haar im Sonnenlicht jugendlich glänzt, und lach dabei ein vitales Lachen. Es sagt: Lass dir alle Haare am Körper wachsen, trink Kakao und schau den ganzen Tag fern, friss dich zum Herzinfarktrisikopatienten, sei ruhig verkatert und schuldbeladen und depressiv, deine Decke beschützt dich, die Sonne lässt dich in Ruhe leiden, es ist okay."[2] "Ok, ich probier auch mal irgendetwas zu unserer Generation zu sagen: Sie ist in dem Irrglauben aufgewachsen, man hätte die Pflicht im Leben glücklich zu sein."[3]   Stil und Sprache: Zwischen Poetisch und österreichischer Dialekt wechselnd. Teilweise grammatikalisch nicht korrekt, halbe Sätze, Gedankengänge.Zitat: "Diese ganzen kostümierten Männervereine wie Burschenschaften, katholische Kirche, Bundesheer sind einfach so offensichtlich eine extrem verkrampfte Mischung aus Daddy-Issues, Sado-masochismus, unterdrückter Homoerotik und kindisch-männlicher Selbsterhebung, einfach so pickengebliebene Dreikäsehochs mit ihren Schwertern, Zeptern und Pistolen."[4] Schlüssigkeit der Handlung: Keine wirklich zusammenhängende Handlung. I Liked: Den Humor und Stefanie Sargnagel. Disliked: Manchmal die Rechtschreibung, allerdings gehört das zu Sargnagels unbekümmerten Naturalismus. In One Sentence: Wunderbar, amüsant, ehrlich und derbe! Sterne: 4 [1] S.10[2] S.40[3] S.68[4] S.70

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  • Sterben muss man

    In der Zukunft sind wir alle tot

    taniafolaji

    06. July 2016 um 10:12

    Tragisch und komisch erzählt Stefanie Sargnagel von einer sich verändernden Welt, in der das Recht auf Glück und Wahlmöglichkeiten nicht mehr selbstverständlich sind. In ihren Call-Center-Geschichten sitzen schlecht bezahlte Menschen da und sollen freundlich am besten gestern helfen. Die Refugee-McMoments haben die Fluchtwelle aus dem Sommer 2015 zur Handlung, und das aus einer Sicht, die ich noch nicht so gelesen habe. St. Sargnagel bewältigt eigentlich triste Handlung mit Lakonie, Witz und Querdenkertum - hat mich an K. Valentin erinnert - und es war mir eine große Freude. Die vollständige Besprechung https://taniafolaji.com/2016/07/02/ja-sterben-muss-man-so-gelesen-bei-stefanie-sargnagel/

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