Hörbuch 10:53. Gelesen von Stefanie Stappenbeck
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...manchmal muss man das Leben tanzen...
Auch im 2. Teil der Trilogie geht es a 1953 wieder sehr politisch zu. Der Aufstand 17. Juni 1953 in Berlin mit Toten + Verletzten. Der Volksaufstand mit noch mehr Toten + Verletzten in Ungarn 1956. Der kalte Krieg. Das Gängeln der Jugend in Ost-Berlin, mit Erziehungslager; Folter + Zwang, sich der FDJ anzuschließen. Der Tod von Stalin + die Folgen. Unterschied der Löhne Ost / West. Willy Brandt als Bürgermeister 1957 - 1966. Und und und.
Ich war hier lieber mehr bei Rike + Silvie.
Rike hat das Erbe ihres Opas (1,2 Mio Franken) doch noch in den Aufbau des Kaufhauses gesteckt. Durch den Druck ihres Vaters konnte sie sich ihre eigenen Wünsche nicht wirklich erfüllen. Ich wäre tatsächlich in die Schweiz abgewandert, oder in ihr Lieblingsland Italien, um mir dort etwas ganz eigenes aufzubauen. Dann kehrt ihr Bruder Oskar (nach 7 Jahren ?) aus der Gefangenschaft heim + wird ihr direkt vom Vater vor die Nase gesetzt. Oskar hat nun die Macht, liebt schnelle Autos, Alk, Glücksspiel + macht im Geschäft nur Mist. Nun ist ihr Erbe weg, Kredite laufen zudem, doch nun muss Rike am Ball bleiben.
Silvie baut sich mit einer tollen Idee eine Radiosendung auf, die sehr beliebt ist. Dem Druck der Familie kann sie sich trotzdem nicht entziehen. Ihr heimlicher Wunsch ist ein kleiner Buchladen, doch dazu kommt es nicht. Und dann ist da noch ihr unglückliches Händchen, was Männer betrifft !
Toll dagegen war die Stimmung rund um die Fußball Weltmeisterschaft 1954. (die Deutschen duften das 1. x wieder nach Kriegsende dabei sein). Das Wunder von Bern. Alle vor dem kleinen Fernseher. ;o)
2 Sachen waren für mich unwirklich : 1. die Entführung der kleinen Anna + die Geburt von Silvies 1. Kind. Das kam leider nicht realistisch rüber.
Daher gibt es von mir 4/5 Sterne.




