Stefanie Zweig Die Kinder der Rothschildallee

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Inhaltsangabe zu „Die Kinder der Rothschildallee“ von Stefanie Zweig

Der große historische Roman der Bestsellerautorin jetzt im TaschenbuchDer Boykott der jüdischen Geschäfte im April 1933 nimmt dem Kaufmann Johann Isidor Sternberg jede Hoffnung auf eine Zukunft in Deutschland. Er, seine Frau Betsy, die Kinder und Enkel werden zu Aussätzigen in ihrer geliebten Heimatstadt Frankfurt. Die Nazis nehmen ihnen Arbeit, Sicherheit und schließlich die Heimat. Die Bedrohung ihres Lebens wird für die jüdische Familie Sternberg zur schrecklichen Normalität.

Gelungener 2. Teil... Da bin ich mal gespannt wie die anderen beiden Teile sind.

— MelanieADowns
MelanieADowns

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  • Leserunde zu "Zwei lange Unterhosen der Marke Hering" von Ariel Magnus

    Zwei lange Unterhosen der Marke Hering
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    »Ich hab doch meine Freiheit, und Freiheit ist so viel wert. Das Wort ist klein, aber der Inhalt ist riesig.« Emma ließ sich mit 22 Jahren auf der Suche nach ihrer blinden Mutter freiwillig ins Konzentrationslager Theresienstadt und später nach Auschwitz deportieren und wäre ihrer Mutter auch auf dem Weg in die Gaskammer nicht von der Seite gewichen, hätten nicht die Nazis selbst sie aufgehalten. Der argentinische Autor Ariel Magnus will diese Frau, seine Oma, näher kennenlernen und beginnt, ihr Fragen zu ihrer Vergangenheit zu stellen. Entstanden ist ein überaus humorvolles und unkonventionelles Porträt einer Holocaust-Überlebenden, die seit 50 Jahren in Brasilien lebt und die in ihrer Authentizität mit allen Klischees bricht, die ohne Bitterkeit oder Selbstmitleid zeigt, wie vielschichtig das Leben ist, auch in den dunkelsten Zeiten. Ariel Magnus und seine temperamentvolle Großmutter reisen dabei zwischen Deutschland, Brasilien und Argentinien hin und her, sie streiten, provozieren, überraschen, und so entfaltet sich vor dem Leser ein Kaleidoskop von unpathetischer Menschlichkeit, familiärer Wärme und pragmatischen Lebensentscheidungen. (Leseprobe zum Download) Mir wurde der Roman "Zwei lange Unterhosen der Marke Hering" von Ariel Magnus bereits vor einigen Monaten vom Verlag Kiepenheuer & Witsch zum Probelesen gegeben und ich war von der ersten Seite an begeistert. Selten habe ich so einen unterhaltsamen und leichten Bericht über die damalige Zeit gelesen, der trotzdem unheimlich berührend ist. Es gibt so wahnsinnig viel Lektüre und Filme über das Thema, weswegen wir oft leider schon abgestumpft sind und uns kaum mehr ein Bericht von damals die tatsächlichen Eindrücke zu vermitteln mag. Aber Ariel Magnus berichtet so normal vom Zusammensein und den Berichten seiner intelligenten und lustigen Großmutter, dass man sogleich Seite an Seite reiht und kaum mehr aufzuhören vermag diese Frau zu bewundern und ihren Lebensweg weiterzuverfolgen. Ich würde mich freuen, wenn ich Euch mit meiner Begeisterung über diesen kleinen Literaturschatz anstecken kann! Weitere Informationen zu Buch und Autor gibt es auf der Verlagswebsite.  Zusammen mit Kiepenheuer & Witsch suchen wir 25 Testleser für "Zwei lange Unterhosen der Marke Hering". Hast Du Lust mit uns das Buch zu lesen, darüber zu diskutieren und im Anschluss eine Rezension dazu zu schreiben? Hinterlasst einfach bis zum 12. September 2012 einen Kommentar, warum Euch gerade dieser Roman interessieren würde. Ich freue mich auf Eure Beiträge und die darauffolgende Diskussion! Selbstverständlich ist auch jeder, der das Buch in der kommenden Woche nicht gewinnt, herzlich einzuladen mit dabei zu sein und uns beim Lesen und dem Austausch zu begleiten! Ariel Magnus, geboren 1975 in Buenos Aires. Studium in Deutschland, schrieb für verschiedene Medien in Lateinamerika, die taz in Berlin und Spiegel Online und lebt heute als Autor und literarischer Übersetzer in Buenos Aires. Er hat bislang neun Bücher veröffentlicht. 2007 wurde er für seinen Roman »Ein Chinese auf dem Fahrrad« mit dem internationalen Literaturpreis Premio La otra Orilla ausgezeichnet. Das Buch wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und wurde ein internationaler Bestseller. "Zwei lange Unterhosen der Marke Hering" ist sein zweiter Roman, der auf Deutsch erscheint.

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  • Rezension zu "Die Kinder der Rothschildallee" von Stefanie Zweig

    Die Kinder der Rothschildallee
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. February 2012 um 12:35

    Zweiter Teil der Familienchronik, die Zeit zwischen 1926 und 1937. Für die Familie Sternberg, die in "Das Haus in der Rothschildallee" noch davon träumte, als Juden gleichberechtigte Bürger im deutschen Vaterland zu sein, verwandelt sich die Hoffnung in einen Alptraum. Erwin Sternberg verliert seine Existenz, der Schwiegersohn Dr. Feuereisen, dem die Zulassung als Rechtsanwalt und Notar entzogen wird, verliert unter fadenscheinigen Gründen mit seiner jungen Familie die Wohnung. Johann Isidors Tochter Alice und seine Enkelin Claudette, werden aus dem Gymnasium geekelt. Die Nichtjüdische Tochter Anna, hat nicht den Mut aufs Standesamt zu gehen, um das Aufgebot zu bestellen. Der Boykott der jüdischen Geschäfte im April 1933 nimmt dem Kaufmann Johann Isidor jede Hoffnung auf eine Zukunft in diesem Deutschland. Die ganze Familie wird zu Aussätzigen in der eigenen Heimat. Die Bedrohung ihres Lebens wird für die jüdische Familie Sternberg zur schrecklichen Normalität. Mit Geschick, leidenschaft und feinem Empfinden für geschichtliche Details schildert Stefanie Zweig dieses Jahrzehnt zwischen 1926 und 1937. Sie beschreibt ein Familienschicksal, das ihr eigenes hätte sein können - ohne Bitterkeit. Mit eindringlichen, aber nie reißerischen Worten, lässt sie den Leser das Grauen und den Horror, der über die jüdische Bevölkerung kam, spüren und miterleben. Ein Buch, das nachdenklich und wütend macht. Vielleicht hilft es ja auch, bei genauerem Nachdenken, darauf zu achten, das so etwas nie wieder passiert.

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  • LovelyBooks Adventskalender Türchen 18: "Ein Buch für Hanna" von Mirjam Pressler

    Ein Buch für Hanna
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    LovelyBooks wünscht allen Lesern am heutigen Adventssonntag eine ruhige und besinnliche Zeit. In unserem Adventskalender wartet in Türchen Nr. 18 ein von Kritikern bereits sehr hoch gelobtes Buch auf Euch - "Ein Buch für Hanna" von Mirjam Pressler aus dem BELTZ Verlag: ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die 14-jährige Hanna Salomon hasst den Spitznamen »Püppchen«, er macht sie so klein, wie sie sich selbst oft fühlt. Als sie im Sommer 1939 Deutschland zusammen mit anderen Mädchen verlässt, heißt es: »Ihr seid die Glücklichen, die Auserwählten!« Das Ziel ist Palästina, mit Zwischenstation Dänemark. Dort, auf dem Land, bei der alten Bente, gibt es zwar keine Palmen und das Meer ist nicht so blau wie in Andersens Märchen, aber man ist sicher vor den Nazis. Was ein Irrtum ist. Zusammen mit den Mädchen Mira, Bella, Rosa, Rachel und Sarah wird Hanna nach Theresienstadt deportiert. Eine Notgemeinschaft. „Aufgeben gilt nicht“, hat Mira immer gesagt, „das Leben geht weiter.“ Hanna hat mehr Glück als andere und überlebt das Lager. Erst neun Jahre später, 1948, gelingt es ihr, nach Palästina auszuwandern, wo sie endlich ein Zuhause findet..... Pressestimmen: »Hannas Geschichte ist gnadenlos traurig und unendlich hoffnungsvoll zugleich.« Lesefrüchte im WDR 5 »Mirjam Pressler entwickelt in dieser Geschichte eine erzählerische Intensität, die der Gefühlswelt der jugendlichen Hanna entspricht. Ein gelungener Balanceakt zwischen literarischer Distanziertheit und unvermittelter Sentimentalität.« Süddeutsche Zeitung »Pressler berichtet ohne Schnörkel vom Schicksal einer ungewöhnlichen Frau. Sie mutet den jungen Lesern die Wahrheit zu.« Die Welt Leseprobe und weitere Informationen: http://www.beltz.de/de/kinder-jugendbuch/beltz-gelberg/titel/ein-buch-fuer-hanna.html ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Fünf Exemplare dieses dramatischen und dennoch poetischen Jugendbuchs verlosen wir zusammen mit dem BELTZ Verlag. Bitte postet uns dazu bis zum 31.12.2011, welche Bücher Ihr zu diesem Thema bereits kennt bzw. als besonders gut umgesetzt empfandet (wie z.B. "Das Tagebuch der Anne Frank") und warum es weiterhin so wichtig ist dieser Zeit zu gedenken und dies auch an Jugendliche zu vermitteln.

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  • Rezension zu "Die Kinder der Rothschildallee" von Stefanie Zweig

    Die Kinder der Rothschildallee
    mabuerele

    mabuerele

    14. June 2011 um 18:55

    Zehn Jahre sind vergangen seit Anna, die uneheliche Tochter des Johann Isidor Sternberg, in die Familie Sternberg aufgenommen wurde. Sie wird gehalten wie die eigenen Töchter, doch wurde sie nie adoptiert. Das sollte sich bald als Segen erweisen. Während die anderen Kinder ihren Illusionen nachhingen, zeichnete sich Anna durch Optimismus, Freundlichkeit und Lebensklugheit aus. Erwin, der einzige Sohn, lebte in Berlin mehr schlecht als recht in der Hoffnung, ein berühmter Maler zu werden. Clara, seine Zwillingsschwester, lebte mit ihrer unehelichen Tochter im Elternhaus. Den Vater hatte sie verschwiegen. Victoria, die sich zu einer Schönheit entwickelt hat, träumte von einer Karriere als Schauspielerin, obwohl ihr schon mehrmals Talentlosigkeit bestätigt wurde. Doch ausgerechnet sie sollte die Familie wieder zusammenführen. Mit einem jungen Mann 1928 heimlich auf den Weg nach Berlin gefahren, verlor sie nicht nur ihre Unschuld, sondern auch ein Großteil des Geldes. Erwin brachte sie zurück und blieb in Frankfurt. Er erhielt eine Stelle in der Akademie. Victoria gab ihre Träume auf und heiratete den Rechtsanwalt Friedrich Feuereisen. Johann Isidor Sternbach hatte nach dem Tod seines ältesten Sohnes im ersten Weltkrieg und der Judenzählung alle Illusion verloren, jemals in Deutschland als Gleicher unter Gleichem anerkannt zu werden. doch der schnelle Erfolg der Nationalsozialisten in Frankfurt kam auch für ihn überraschend. Die Kinder verloren die Arbeit, Friedrich Feuereisen die Wohnung und Johann Isidor musste Stück um Stück seinen Besitz für einen Schleuderpreis verkaufen, um überleben zu können… Die Autorin hat die Stimmung in Deutschland zwischen 1928 und 1937 sehr gut eingefangen und wiedergegeben. Es ist erschütternd zu lesen, wie man versucht hat, den Juden nach und nach ihren Besitz und ihre Würde zu nehmen. Auch wie geschickt das Ausland über die wirklichen Verhältnisse getäuscht wurde, klingt an. Speziell die Olympischen Spiele waren Mittel zum Zweck. Das Buch macht betroffen, insbesondere an den Stellen, wo mir als Leser vermittelt wird, wie Freundschaften zerbrechen und aus Hinwendung Ablehnung wird. Familie Sternberg gehörte zu den vermögenden Familien. Wie mag es erst denjenigen gegangen sein, die keine Reserven hatten? Das Buch arbeitet auf sensible Weise anhand des Lebens einer Familie eines der dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte auf. Es ist für mich unverständlich, dass dieses Gedankengut, welches so viel Leid gebracht hat, immer wieder aufflammt. Das Buch ist ein wichtiges und lesenswertes Buch, gerade deshalb, weil es ohne erhobenen Zeigefinger, einfach durch die sachliche Beschreibung des Lebens die Folgen brauner Diktatur aufarbeitet. Dabei kommt auch die Vielschichtigkeit der Bevölkerung zum Tragen. Nicht jeder hat sich gebeugt. Manch kleine Geste war ein Zeichen der Achtung. Und nicht jeder hat die Situation ausgenutzt. Es ist ein Buch, dass zum Nachdenken zwingt über die eigene Sichtweise, über Werte und Menschenwürde.

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