Stefanie Zweig Heimkehr in die Rothschildallee

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Inhaltsangabe zu „Heimkehr in die Rothschildallee“ von Stefanie Zweig

Was hält Menschen am Leben, die alles verloren haben? Gibt es für sie eine Heimkehr in ihr Leben vor dem Schrecken? Stefanie Zweig erzählt die Geschichte der Frankfurter Familie Sternberg von 1941 bis 1948. Mit großer Menschlichkeit und eindrucksstarken Bildern schildert sie nicht nur, wie es jenen Mitgliedern der Familie erging, die den Mördern entkommen konnten und nun in der ganzen Welt verstreut sind. Der Roman ist auch eine Hommage an die Frauen Deutschlands, die in den Ruinen vor den Trümmern des Lebens standen und doch nicht aufgaben.

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    Heimkehr in die Rothschildallee

    engineerwife

    21. July 2015 um 08:52

    Die Geschichte als solche zu bewerten ist aufgrund der traurigen Thematik schwierig. Aber ich möchte – wie auch schon bei den beiden Vorgängerbänden – den anschaulichen und sehr lebendigen Erzählstil von Frau Zweig loben. Wieder einmal hatte ich den Fehler gemacht, mir zwischen diesem und dem Vorgängerband zu viel Zeit zu lassen, so dass ich einige Zeit benötigte, um mit dem einzelnen Charakteren wieder vertraut zu werden. Doch nach und nach erinnerte ich mich wieder an die tragische Geschichte der Familie Sternberg. Es scheint jedoch, wo Schatten ist, ist auch Licht. Man freut sich, dass dieser Familie nach aller Tragik auch schöne Momente beschert werden. Die Wiedervereinigungen mit totgeglaubten Familienmitglieder grenzen an kleine Wunder und es darf wieder Hoffnung geschöpft werden.  

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  • Rezension zu "Heimkehr in die Rothschildallee" von Stefanie Zweig

    Heimkehr in die Rothschildallee

    fwieflorian

    22. November 2012 um 21:05

    Wie in fast allen deutschen Städten wurden auch in Frankfurt ab 1941 die Juden eingesammelt und zur Vernichtung in den Osten Europas deportiert. Nur wenige überlebten den Holocaust. Entweder, weil sie Menschen fanden, die mutig genug waren, sich ihrer anzunehmen und die zu verbergen, weil sie stark genug waren, die fürchterlichen Zustände, den Hungern und die Misshandlungen auszuhalten oder aber, weil sie ganz einfach Glück hatten. Das sagt sich so einfach, aber das Überleben war keineswegs von vorne herein mit Glück gleichzusetzen. Die Menschen, die mit angesehen hatten, wie ihre engsten Familienmitglieder verhungerten, erschlagen wurden oder zur Vergasung deportiert wurden, waren nicht glücklich über ihr Leben. Ungemein eindrucksvoll schildert Stefanie Zweig, wie diese überlebenden Opfer des Naziterrors zugerichtet sind, wie sie nach Antworten auf die Frage suchen: „Warum gerade ich?“ Aber in dem Buch geschehen auch kleine Wunder, finden Menschen, die der Terror und der Krieg getrennt hatten, einander wieder und das ist dann eine Antwort auf die Frage. Dass durch die Besatzungstruppen nach dem Sieg ein wenig Gerechtigkeit hergestellt wurde, dass den schäbigen Kleinbürgern, die garnicht genug Hakenkreuzfähnchen schwenken konnten, die ohne jegliches schlechte Gewissen Wohnungen der deportierten Nachbarn plünderten und sich an deren Reichtümern vergingen, nun Ausgebombte, Vertriebene und vor allem Juden in die Wohnungen gesetzt wurden, empfindet man beim Lesen als erfreulich, als richtig. Absolut gelungen sind auch die Schilderungen der ersten Monate in der Stadt Frankfurt nach dem Krieg. Als alter Frankfurter, der diese Zeit als Junge miterlebt hat, der sich gut erinnert, dass eine Scheibe Brot glücklich machen konnte, fühlte ich mich zurückversetzt, sah die Bilder aus jenen Tagen, die Trümmerberge, die Schlangen vor den Geschäften, die Frauen mit ihren Kopftüchern und die vorbeirasenden Jeeps mit den manchmal freigiebigen „Amis“. Vielleicht, weil ich diese Erinnerungen habe, bin ich von dem Buch fasziniert und möchte es allen anderen weiterempfehlen.

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  • Leserunde zu "Zwei lange Unterhosen der Marke Hering" von Ariel Magnus

    Zwei lange Unterhosen der Marke Hering

    DieBuchkolumnistin

    »Ich hab doch meine Freiheit, und Freiheit ist so viel wert. Das Wort ist klein, aber der Inhalt ist riesig.« Emma ließ sich mit 22 Jahren auf der Suche nach ihrer blinden Mutter freiwillig ins Konzentrationslager Theresienstadt und später nach Auschwitz deportieren und wäre ihrer Mutter auch auf dem Weg in die Gaskammer nicht von der Seite gewichen, hätten nicht die Nazis selbst sie aufgehalten. Der argentinische Autor Ariel Magnus will diese Frau, seine Oma, näher kennenlernen und beginnt, ihr Fragen zu ihrer Vergangenheit zu stellen. Entstanden ist ein überaus humorvolles und unkonventionelles Porträt einer Holocaust-Überlebenden, die seit 50 Jahren in Brasilien lebt und die in ihrer Authentizität mit allen Klischees bricht, die ohne Bitterkeit oder Selbstmitleid zeigt, wie vielschichtig das Leben ist, auch in den dunkelsten Zeiten. Ariel Magnus und seine temperamentvolle Großmutter reisen dabei zwischen Deutschland, Brasilien und Argentinien hin und her, sie streiten, provozieren, überraschen, und so entfaltet sich vor dem Leser ein Kaleidoskop von unpathetischer Menschlichkeit, familiärer Wärme und pragmatischen Lebensentscheidungen. (Leseprobe zum Download) Mir wurde der Roman "Zwei lange Unterhosen der Marke Hering" von Ariel Magnus bereits vor einigen Monaten vom Verlag Kiepenheuer & Witsch zum Probelesen gegeben und ich war von der ersten Seite an begeistert. Selten habe ich so einen unterhaltsamen und leichten Bericht über die damalige Zeit gelesen, der trotzdem unheimlich berührend ist. Es gibt so wahnsinnig viel Lektüre und Filme über das Thema, weswegen wir oft leider schon abgestumpft sind und uns kaum mehr ein Bericht von damals die tatsächlichen Eindrücke zu vermitteln mag. Aber Ariel Magnus berichtet so normal vom Zusammensein und den Berichten seiner intelligenten und lustigen Großmutter, dass man sogleich Seite an Seite reiht und kaum mehr aufzuhören vermag diese Frau zu bewundern und ihren Lebensweg weiterzuverfolgen. Ich würde mich freuen, wenn ich Euch mit meiner Begeisterung über diesen kleinen Literaturschatz anstecken kann! Weitere Informationen zu Buch und Autor gibt es auf der Verlagswebsite.  Zusammen mit Kiepenheuer & Witsch suchen wir 25 Testleser für "Zwei lange Unterhosen der Marke Hering". Hast Du Lust mit uns das Buch zu lesen, darüber zu diskutieren und im Anschluss eine Rezension dazu zu schreiben? Hinterlasst einfach bis zum 12. September 2012 einen Kommentar, warum Euch gerade dieser Roman interessieren würde. Ich freue mich auf Eure Beiträge und die darauffolgende Diskussion! Selbstverständlich ist auch jeder, der das Buch in der kommenden Woche nicht gewinnt, herzlich einzuladen mit dabei zu sein und uns beim Lesen und dem Austausch zu begleiten! Ariel Magnus, geboren 1975 in Buenos Aires. Studium in Deutschland, schrieb für verschiedene Medien in Lateinamerika, die taz in Berlin und Spiegel Online und lebt heute als Autor und literarischer Übersetzer in Buenos Aires. Er hat bislang neun Bücher veröffentlicht. 2007 wurde er für seinen Roman »Ein Chinese auf dem Fahrrad« mit dem internationalen Literaturpreis Premio La otra Orilla ausgezeichnet. Das Buch wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt und wurde ein internationaler Bestseller. "Zwei lange Unterhosen der Marke Hering" ist sein zweiter Roman, der auf Deutsch erscheint.

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  • Rezension zu "Heimkehr in die Rothschildallee" von Stefanie Zweig

    Heimkehr in die Rothschildallee

    mabuerele

    17. August 2012 um 20:30

    Es handelt sich um den dritten Band über das Leben der jüdischen Familie Sternberg. Am 19. Oktober 1941 werden alle Frankfurter Juden zu der Großmarkthalle getrieben. Auf sie wartet der Transport gen Osten. Isidor Sternbergs unehelicher Tochter Anna, die eine arische Mutter hatte und mit dem Deutschen Hans Dietz verheiratet ist, gelingt es, ihre Nichte Fanny auf dem Weg aus der Menge zu holen. Im Jahre 1944 kommt der Krieg nach Frankfurt. Bombenangriffe legen die Stadt in Schutt und Asche. Hans und seine Familie bleiben verschont. Mit den Amerikanern kehren jüdische Frauen und Männer aus dem Konzentrationslager nach Frankfurt zurück. Unter ihnen ist Betsy Sternberg. Sie hat Mann, Tochter und Enkelsohn sterben sehen - und überlebt. Und dann erhält Fanny eines Tages ein Paket. Absender ist ihr Vater, der sich vor den Nazis in Holland versteckt hatte. Die Autorin zeichnet ein realistisches Bild der letzten Kriegsjahre, aber vor allem Dingen der ersten Jahre nach dem Krieg. Plötzlich hat niemand etwas von Deportation und Judenhass gewusst. Jeder versucht, sich reinzuwaschen. Für Betsy und ihre Familie beginnt ein Neuanfang. Doch die Verletzungen der Vergangenheit bleiben. Das zeigt sich insbesondere dann, wenn man sich scheut, über die Toten zu reden. Doch das Leben geht weiter. Schwarzmarkt und Tauschhandel blüht. In Frankfurt grassiert der Hunger. Die Frauen sind gezwungen, aus nichts etwas zu machen. Das betrifft sowohl Nahrung, als auch Kleidung. Das Buch ist in großen Teilen sachlich gehalten. Trotzdem sind Wut und Trauer, Freude und Angst spürbar. Für mich, die diese Zeit nicht erlebt hat, beschreibt das Buch ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte. Vor allem die Ausreden und Beschwichtigungen, die sich die zurückkehrenden Juden anhören müssen, machen betroffen. Warum es nicht möglich war, ihnen ohne Wenn und Aber ihr Eigentum zurückzugeben, habe ich nicht verstanden. Sie hatten Häuser und Geschäfte nicht freiwillig verlassen. Meiner Meinung nach ist es ein wichtiges Buch gegen das Vergessen. Es zeigt aber auch den Überlebenswillen und Einfallsreichtum vor allem der Frauen in schwieriger Zeit.

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  • Rezension zu "Heimkehr in die Rothschildallee" von Stefanie Zweig

    Heimkehr in die Rothschildallee

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. February 2012 um 13:35

    3. Teil der Familienchronik, der Frankfurter Familie Sternberg von 1941 bis 1948 Was hält Menschen am Leben, die alles verloren haben? Gibt es für sie eine Heimkehr in ihr Leben vor dem Schrecken? Stefanie Zweig schildert mit großer Menschlichkeit und eindrucksstarken Bildern nicht nur, wie es jenen Mitgliedern der Familie erging, die den Mördern entkommen konnten, und nun in der ganzen Welt verstreut sind. Der Roman ist auch eine Hommage an die Frauen Deutschlands, die in den Ruinen vor den Trümmern des Lebens standen und die doch nicht aufgaben. Alleine die Beschreibung, wie die zehnjährige Fanny von der mutigen Anna in letzter Minute vor der Deportation gerettet wird, hat mir Gänsehaut beschert. Wie es Stefanie Zweig gelingt, in einfachen eindringlichen Worten, die mir Tränen beschert haben, zu beschreiben, wie Menschen durch die Stadt getrieben werden, schlimmer als Vieh behandelt werden, um sie zum Sammelplatz für die Deportation zu schaffen. Der Marsch durch die Frankfurter Innenstadt, lässt mich dann wieder zweifeln, ob denn wirklich alle, die von nichts wussten, an solchen Tagen blind und taub waren. Auch die Beschreibung des Blockwarts und seiner Frau, die in einer Zeit der Hochkonjunktur für das Denunziantentum ihrem Führer alle Ehre machten, lässt mich als Leser nur den Kopf schütteln. Betsy Sternberg überlebt Theresienstadt, verliert Mann, Tochter und Enkelsohn und stellt sich doch dem Leben - zwei Wunder aus einer Zeit, in der Tragödie und Hoffnung, Trauer und Freude in Deutschland so dicht beieinanderlagen, wie nie zuvor. Stefanie Zweig schildert die Zeit von 1941 bis 1948 und verwebt die privaten Geschehnisse der Familie Sternberg mit den politischen Ereignissen und dem schreckensvollen Alltag im Nachkriegsdeutschland. Hunger und Verlust bestimmen die Zeit ebenso, wie ein eiserner Überlebenswille, der die Menschen in den Trümmern der zerbombten Städte eine Zukunft erahnen lässt. In der Not werden aus Vorhängen Kleider genäht, Naturalien als Zahlungsmittel eingefordert und die Hausfrauen sind notgedrungen erfinderisch, um aus Steckrüben Kaffee, Tabak und Bonbons herzustellen. Das Leben hält noch Überraschungen für die Familie Sternberg bereit....

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  • Rezension zu "Heimkehr in die Rothschildallee" von Stefanie Zweig

    Heimkehr in die Rothschildallee

    hanna_lorelei

    08. January 2012 um 17:25

    im letzten buch der rothschildallee wird die situation nach dem 2. wk beschrieben, mit ihren schrecken und jeglichen schlechten seiten, aber auch mit den hoffnungen und wunder, die nur diese zeit aufweisen konnte. natürlich steht wieder die familie sternberg im mittelpunkt - mit all ihren erlebnisseb im krieg sowohl als versteckte, als flüchtlinge oder in den Kz's un wie sich die verstreute familie langsam wiederfindet. an sich ist das buch ein "normales" buch dieser zeit mit dem thema von familien/juden nach dem krieg. durch die vorhergehenden bücher hat man aber einen ganz anderen bezug zur familie, und damit bekommt es seine besonderheit beim lesen. das mitfiebern, wer hat überlebt - und auch das betrübtsein bei schlechten nachrichten - ist durch die zwei ersten bände noch größer als bei werken mit gleicher thematik. ich habe das buch die ganze mit spannung gelesen, obwohl die handlung relativ vorhersehbar ist und keine riesigen überraschungen auf einen warten, will man wissen, wie die verschiedenen familienmiglieder den krieg überstanden haben und wie sie sich widerfinden

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