Steffanie Holmes

 4,6 Sterne bei 45 Bewertungen

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Neue Rezensionen zu Steffanie Holmes

Wenn das Gepoppe nicht wäre ...

Die Story geht gut voran, hinterlässt dem Hörer aber einen ziemlich gemeinen Cliffhanger.


Inhalt: Mina versucht mit verschiedenen, wirklich engagierten Aktionen, den Buchladen und die Konten des Ladens auf Vordermann zu bringen, als ein erneuter Mord in der Buchhandlung mal wieder alle ihre Pläne über den Haufen wirft. – Mina ist förmlich gezwungen, den Mord aufzuklären, bevor der Laden komplett den Bach runter geht.

An diesem aktuellen Mord, hängt aber, wie sich herausstellt, ein Mord an einem jungen Mädchen von vor vielen Jahren mit dran. Und derjenige, der sich als Mörder herausstellt, konnte die Aufklärung verhindern, da er quasi an der Quelle gesessen hat und jemand anders dafür verantwortlich machen konnte, dass er seine Tat als Buch umgesetzt hat.


Mein Hörerlebnis: Band 4 der Reihe ist von der Strickweise her, genau das Gleiche, wie die anderen Bände auch. Mina, die Protagonistin, ist erstaunlich konstant in den ganzen Folgen. Sie hat nach wie vor mit ihrer Sehschwäche zu kämpfen, will sich aber nicht unterkriegen lassen und den Laden unbedingt erhalten, da sie keine andere Chance sieht, wo sie nach ihrer Erblindung arbeiten soll. – Es gefällt mir, wie sie mal an etwas in ihrem Leben festhält, etwas Gutes erhalten will und deswegen, allen Widerständen zum Trotz, ungewöhnliche und für den kleinen Ort sicherlich auch neue Wege geht.

Dass wieder ein Mord passiert, war mir von Anfang an klar. Mina braucht ja unbedingt wieder einen Fall, der sie unter Leute bringt, der den Laden in Schwierigkeiten bringt und sie am Ende sogar noch in Lebensgefahr. – Nur leider geht diese eigentliche Handlung zum Teil wieder in dieser sexuellen Geschichte unter.

Dass in diesen Büchern Spice vorkommt, daran habe ich mich inzwischen gewöhnt. Dass dieser Spice aber so viel Aufmerksamkeit bekommt, kann und will ich nicht verstehen. Die Charaktere treiben es stellenweise wie Tiere im Rudel, an den unmöglichsten Stellen und zu den wirklich blödesten Situationen. Da bringt es am Ende auch nichts, dass Mina anfängt, sich über die Zukunft und wie das weitergehen soll, Gedanken macht. Gibt der Handlung dann auch nicht mehr Tiefgang oder Sinn.

Der Fall an sich, war sehr interessant. Schade nur, dass erst ein paar Leute wirklich ihr Leben lassen müssen, bevor der eigentliche Mörder gefunden ist, der sich dann auch noch als so typisch herausstellt und am Ende eine weitaus dreckigere Vergangenheit hat, als man es sich im ersten Moment vorstellen mag.

Ich habe mir das Buch angehört und war am Ende ziemlich angepisst, dass mit dem Vampir und der Tatsache, wer Minas Vater ist, neue Komponenten ins Spiel kommen und ich jetzt doch auf dem trockenen Sitze, da es keine weiteren deutschen Übersetzungen gibt. – Klar, ich werde die Reihe erst einmal weiter im Auge behalten, aber ich glaube schon, dass sie mir früher oder später dann doch abhanden kommen wird.


Fazit: Ein durch und durch belletristisches Buch. Kein besonderes Muss auf dem Markt, aber irgendwie auch kein megamäßiger Flop. Die Sprecherin macht in jedem Fall einen recht guten Job und verleiht, ohne übertrieben zu wirken, den Charakteren jedem so seinen ganz eigenen und irgendwie unverwechselbaren Charakter.

Die Protagonistin ist erholsam konstant, kämpft konstant mit ihrem Problem, findet einiges über sich heraus und deckt am Ende doch immer wieder neue Fragen auf. – Auf diese Weise bleibt die Reihe Folge für Folge dann doch interessant, obwohl sie durchaus auch ihre unpassenden oder eben uninteressanten Komponenten hat.

Der Stil der Autorin bleibt in jedem Fall gewohnt konstant und gleichmäßig. Wobei sie in diesem Band der Reihe dem Geschnaggsel mal erfrischend wenig Aufmerksamkeit geschenkt hat. – Lieber wäre es mir, diese Komponente wäre nicht in den Büchern, aber ich bin ja nur ein Leser bzw. Hörer. 

Die fantastische Komponente geht hier leider etwas unter, die Sensation über die Identität des Vaters von Mina und allem, was irgendwie dran hängt, geht leider etwas unter, was irgendwie schade ist. Aber das Gesamtkonzept der kompletten Reihe ist wirklich irgendwie ansprechend.


Schade, dass die Fantasy so nach und nach immer mehr in der Versenkung verschwindet. Dabei ist es doch gerade die Komponente, die mich an der Story interessiert. 

Zu viel Sex!

Eine eigentlich interessante Story, durch Spice direkt versaut und in den Hintergrund gedrängt.


Inhalt: Es geht hoch her in Argelten, wo sich der Nevermoor Bookshop mit all seinen Geheimnissen befindet. Ein Festival von und mit Jane Austen eingerichtet. Mina und ihre Freunde und Kollegen bekommen kostenlos VIP-Tickets und zwei schöne Zimmer zur Verfügung gestellt, weil sie seinerzeit geholfen haben, den Namen des Mannes der Ausrichterin wieder rein zu waschen.

Auf dem Festival hat Mina gleich mehrere Probleme. Zum Einen ist ein neuer Charakter aus dem Buch „Stolz und Vorurteil“ aus seiner Geschichte gekommen und reibt alles alles wirklich richtig auf und bringt vieles durcheinander. Zum anderen kann sie sich zwischen den „ihren“ Jungs nicht entscheiden und treibt es kurzerhand mit allen und am Ende wird in dem Hotel, in dem sie sich befinden und eigentlich eine gute Zeit verbringen wollen, mehrfach gemordet.

Mina kann gar nicht anders und hilft, die Morde aufzuklären. – Allerdings kommt hier ein Mörder ans Tageslicht, mit dem mit Sicherheit absolut niemand gerechnet hat.


Mein Hörerlebnis: Ich habe keine Ahnung, was ich von diesem Band halten soll. Fakt ist mal, dass die erotische Komponenten hier absolut viel zu viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Eine Zeit lang sind die Charaktere wirklich nur damit beschäftigt, mit einander die wildesten Spiele im Bett zu treiben. Und das geht gleich am Anfang los, als sie das Geheimnis des Zeitreisezimmers lüften wollen und statt aufzupassen, was sich tut, werden sie von der Besitzerin der Vergangenheit dabei erwischt, wie sie einen wilden Vierer in ihrem Bett abziehen. Leider geht auf diese Weise die Tatsache, dass Mina einen Brief von ihrem Vater bekommt, fast unter und verliert seine Faszination. Nur, um im Anschluss dann fast komplett in der Vergangenheit zu verschwinden.

Die Mutter von Mina geht mir einfach nur noch auf die Ketten. So ein nerviger, ungerechter und absolut lebensunfähiger Charakter macht dem Mädchen, welches schon mit seiner Erblindung zu kämpfen hat, noch zusätzlich zu schaffen. – So schien der Streit, den Mutter und Tochter hier haben, fast schon vorprogrammiert und hat mich nicht sonderlich überrascht.

Fast nebenbei taucht ein neuer Charakter in der Buchhandlung auf. Es ist mal wieder geschehen und in diesem Fall wird ausgerechnet ein wirklich herrisches Mädchen aus dem Buch „Stolz und Vorahnung in die Buchhandlung transportiert. Dort muss sie viel lernen, bringt einiges durcheinander und hat auch mit, mit ihrer Art, so manches Mal zur Weißglut gebracht. Allerdings ist ihre Entwicklung auch niedlich dargestellt, sie sie innerhalb kürzester Zeit ihre anerzogenen Vorsätze über Bord wirft und sich mit ihrem neuen Leben zu arrangieren scheint.

Das Festival selber ist wirklich niedlich dargestellt. Ich habe die Kostüme, die ganzen Scharmützel und ganz besonders die zwei Gelehrten hier förmlich vor mir gesehen. Wie sie sich gegenseitig ankeifen, jeder auf seinem Standpunkt beharren und doch krampfhaft irgendwie darum bemüht sind, nicht das ganze Festival zu sprengen. – Leider geht das Geschehen auf dem Festival zwischen den ganzen Orgien etwas unter und ich sehe mich gezwungen, dass auch hier, wenn es schon dabei sein muss, weniger wirklich mehr gewesen wäre. Diese wirklich explizite und ausladende Beschreibung hätte es nicht gebraucht.

Mina selber bekommt immer mehr Probleme mit ihren Augen, wobei auch das Problem irgendwie verdrängt und runter gespielt wird. Gerade jetzt hatte ich das Gefühl, dass die Autorin am Ende nichts weiter als gefährliches Halbwissen hatte, dieses unbedingt in die Story einbauen wollte, dann aber nicht genug über die Krankheit gewusst hat, um dieser in der Handlung mehr Bedeutung beimessen zu können. – Schade eigentlich. Denn gerade dieses drohende Damoklesschwert hätte einen wirklich spannenden Handlungszweig abgegeben.


Fazit: Zu wirklich einhundert Prozent konnte mich dieses Buch nicht überzeugen. Die Handlung selber, war wirklich gut, die Parallelen zu einem Buch aus der klassischen Literatur sind ein geschickter Schachzug und bedingen nicht einmal, dass man „Stolz und Vorurteil“ zwingend kennen muss. Aber die Spice-Szenen haben mir in diesem Band eindeutig zu viel Aufmerksamkeit bekommen und passen nach wie vor nicht so wirklich in die Handlung. Ich möchte sogar behaupten, dass genau diese Szenen die eigentliche Handlung verdrängen und verharmlosen und der ganzen Reihe nicht gut tun.

Ich habe zahlreiche Charaktere aus den vorangegangenen Bänden wiedergetroffen und etwas mehr aus ihrem Leben erfahren und einige sind so ein wenig runder und bekannter für mich geworden. Ein Charakter allerdings, hat am Ende einen Schachzug gemacht den ich nicht wirklich verstehe. Das war dann wirklich ein fieser Cliffhanger, den ich so schnell wohl nicht verdauen werde.

Von der Beschreibung her, habe ich wirklich herrliche Bilder vor meinem geistigen Auge gesehen. Leider auch bei den Bettszenen, wo ich mir die Bilder wirklich gern erspart hätte. – Aber der ganze Rest war wirklich sehr unterhaltsam.


Die Reihe an sich hat etwas. Aber ich kann sie trotzdem nicht uneingeschränkt empfehlen, weil der Spice gerade hier unheimlich viel Aufmerksamkeit und Platz bekommen hat und dadurch die eigentliche Handlung in den Hintergrund geschoben wurde.

Ein Buchladen als Tatort die zweite

Gewohnt gutes Setting, angenehm konstante Charaktere und überflüssiger Spice.


Inhalt: Mina will nach dem Mordfall im Bookshop zu einem normalen Leben zurückkehren, ihren Job machen und sich mit ihrer Situation arrangieren. Das wird jedoch von mehreren Dingen erschwert, bzw. verhindert. Zum Einen kann sie sich beim besten Willen nicht für einen der alle auf ihre Art interessanten Männer entscheiden und zum anderen ist der Buchladen schon wieder Schauplatz eines Todes.

Der „Club der verbotenen Bücher“ bekommt von Mina im Buchladen Unterschlupf und direkt das erste Treffen im Laden wird von einem Vergiftungsfall überschattet. – Mina ist zwar hier nicht als Verdächtige dabei, jedoch hat sie das Interesse, den Mord aufzuklären, um zu verhindern, dass unschuldige Menschen für etwas büßen müssen, was sie nicht getan haben.

Doch Mina bekommt ein weiteres Problem. – Ihre Augenkrankheit schreitet wohl schneller fort, als sie es ursprünglich gesagt bekommen hat.


Mein Hörerlebnis: Die Story hatte noch nicht richtig begonnen, da fühlte ich mich im Buchladen direkt schon heimisch. Die Charaktere haben alle ihre eigenartigen Eigenarten behalten und sind schrullig und liebenswert zugleich. – Die Story geht im Prinzip da weiter, wo der erste Band aufgehört hat. Mit dem Unterschied, dass man den ersten Band, meiner Meinung nach, unbedingt gehört haben sollte, will man einiges aus dem zweiten Band gut nachvollziehen können.

Zunächst scheint es das Natürlichste der Welt zu sein, dass so ein Buchclub, der seinen Vereinsraum verloren hat, seine Treffen in einem Buchladen abhalten will. Wenn man den Buchladen dann noch kennt und so seine gewissen Vorstellungen von den Räumlichkeiten hat, wird es noch einmal besonders gemütlich da. – Weniger gemütlich war dann allerdings der Mordfall, der direkt mal geschehen ist und schon wieder eine Leiche in den Buchladen befördert hat.

Die Ermittlungen gehen ihren üblichen Gang, wobei die Polizei des kleinen Ortes hier nicht gerade gut wegkommt dabei. Irgendwie scheinen die Herrschaften so absolut nicht um die Ecke denken zu können. Sie machen Dienst nach Vorschrift, ohne auch nur im Ansatz in Betracht zu ziehen, dass sie eventuell falschliegen mit dem, was sie annehmen. – Mina mischt sich, auf Bitten ihrer alten Lehrerin und heute fast schon guten Freundin, in die Ermittlungen ein. Dabei geht sie sehr behutsam vor und kann am Ende mehr herausfinden, als es die Polizei tut.

In diesem zweiten Band nimmt der Spice um einiges mehr zu, als es im ersten Band der Reihe der Fall war. Für mich wirkten die wirklich stellenweise ausführlich und lang beschriebenen Sexszenen hier störend. Es passt nach wie vor nicht wirklich in die Handlung selber und das Setting. – Der Spice hat hier zu viel Aufmerksamkeit bekommen, die Geheimnisse des Buchladens dafür um so weniger, was für mich den Hörgenuss schon geschmälert hat.

Mina ihre Mutter gewinn in diesem Band ein wenig mehr an Bedeutung für den Charakter von Mina. – Ein Abendessen bei Mina zu Hause wird fast zur Katastrophe, als der Hörer mal genau mitbekommt, wie schlecht diese Frau kocht und es als gute Küche verkaufen will. Wie ungebildet sie eigentlich ist und sich doch irgendwie durchs Leben kämpfen will. – Ich habe keine Ahnung, ob ich mit so einer Mutter auch nur im Ansatz klar gekommen wäre.

Als bei Mina weitere Symptome ihrer bereits bekannten Krankheit auftauchen, habe ich wirklich mit ihr gelitten. Es wird aus dem Text klar, dass sie der Meinung war, dass es nicht so schnell gehen würde. Und alles sieht danach aus, als wenn sie jetzt wirklich langsam erblinden würde. – Ich bin gespannt, wie sich das in den noch mindestens zwei Folgebänden weiter entwickeln wird und ob sie vielleicht noch innerhalb dieser Bücher vollständig erblinden wird und wie es dann mit ihr und dem Buchladen weiter gehen wird.


Fazit: Die Welt ist vertraut, die Charaktere sind vertraut und machen so weiter, wie man es aus dem ersten Band gewohnt ist. Eine gute Konstante, auf der man eine Reihe aufbauen kann. Zumal es mit den Eigenarten der doch fiktiven Personen definitiv nicht langweilig werden wird.

Der Schreibstil ist so, wie man es gewohnt ist, wobei mir hier der Spice etwas zu sehr Überhand genommen hat, was für mich einen Stern Abzug bedeutet. Ansonsten sind Setting und Handlung aber auch irgendwie herzallerliebst und typisch Dorf oder Kleinstadt. Dass alles in England spielt, merkt man daran, dass immer wieder Tee gekocht wird. Quasi bei jeder sich bietenden Gelegenheit.

Ich hatte beim Hören stellenweise ein sehr interessantes Kopfkino vor meinem geistigen Auge und musste mir, da ich auf Arbeit stand, schon den einen oder anderen Lacher verkneifen, wenn man wieder eine schrullige Art aufgetaucht und ausgelebt worden ist.

Der Mordfall in diesem Band war sehr interessant und ausgefallen. Glaubhaft dargestellt wird klar, dass hier eine größere Sache am Laufen ist, als nur der Hass auf eine einzelne Person. Und als sich dann am Ende alles aufdröselt wird klar, dass es in dieser kleinen Stadt zwar rein äußerlich sehr beschaulich und englisch gesittet zugeht, aber auch dieses Wasser im Grunde rabenschwarz und sehr tief ist.


Ich habe keine Ahnung, wem genau ich dieses Buch, bzw. diese Reihe empfehlen soll. Gerade die expliziten Szenen sind jetzt nicht unbedingt etwas für jeden. Ich fand sie zum Beispiel unpassend und überflüssig. Aber allein das Setting mit Fantasy und Krimi fasziniert schon so sehr, dass ich den Spice eben in Kauf nehme, weil ich wissen möchte, wo das alles noch hinführen wird.

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Letzter Beitrag von  moona_liest

Ich habe es heute endlich beendet und es war guuuuut. 😊

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