Steffen Geyer Rauschzeichen

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Rauschzeichen“ von Steffen Geyer

Legalize it? Das große Cannabis-Aufklärungsbuch Der Konsum wird verfolgt, der Verkauf verboten. Dennoch konsumieren Millionen Menschen Cannabis. Welche Gefahren liegen im Konsum dieser sanften Droge, welche Chancen und welcher Nutzen? Die Autoren haben es sich zum Ziel gesetzt, umfassend, anschaulich und lebensnah über Cannabis zu informieren – jenseits von Sorglosigkeit und Alarmismus. Sie erklären genau, welche Wirkungen und Nebenwirkungen es gibt und zu welchen langfristigen Folgen der Konsum führen kann. An authentischen Beispielen aus dem Alltag von Kiffern und deren Angehörigen wird gezeigt, wie Abhängigkeit beginnt und wie man Risiken frühzeitig erkennen kann. Sie beschreiben, welche Bedeutung Rauschmittel in unserer Kultur einnehmen, welche Geschichte der Cannabiskonsum hat, wie Cannabis in der Medizin eingesetzt werden kann, welche Rolle es als Rohstoff spielt und wie andere Länder mit der Königsfrage umgehen: Soll Cannabis legalisiert werden?  

Die gelungene Analyse und Beschreibung eines zu himmelschreienden Unrechts verdammten Kraut

— bibliophilist1985
bibliophilist1985

Stöbern in Sachbuch

Der Egochrist

ein zeitgemäßes Werk voller Authentizität, Introspektion und Kritik

slm

Nur wenn du allein kommst

Sehr lesenswerter Bericht, der informiert, nachdenklich macht und um gegenseitiges Verständnis wirbt.

Igelmanu66

It's Market Day

Ein gelungenes Kochbuch mit tollen Rezepten und eine Reise zu den angesagtesten Märkten Europas

isabellepf

Was das Herz begehrt

In einer lockeren, einfachen Art das wichtige Organ Herz näher gebracht!

KleineLulu

Die Stadt des Affengottes

Spannende Reise ins Herz Südamerikas

Sabine_Hartmann

Green Bonanza

Inspirierend, lecker und mit der Illusion, mal etwas richtig gesundes auf den Tisch zu stellen

once-upon-a-time

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Rauschzeichen" von Steffen Geyer

    Rauschzeichen
    bibliophilist1985

    bibliophilist1985

    02. November 2014 um 21:33

    Der Versuch von Objektivität ehrt die Autoren, allerdings kann man als Hanfparadenmitorganisator bezüglich der eigentlichen Präferenz kein Blatt vor den Mund nehmen. Nur im Gegensatz zur staatlichen Opposition gegen die Meinung der Autoren bemühen sich diese um eine sachliche, fundierte und nachvollziehbare Schilderung der Kultur- und Verbotsgeschichte einer im Bier in Form von Hopfen gern gesehenen, ansonsten aber ignoranterweise verdammten Nutzpflanze. Als ein Jahrtausende altes Kultur- und Handelsgut, Rohstoff mit vielerlei Anwendungsmöglichkeiten und medizinischer Tausendsassa gebührte Cannabis bis über die Mitte des 20. Jahrhunderts ein Ehrenplatz auf der Liste der überaus vielfältigen Pflanzen. Bis zur ignoranten und profitgetriebenen weltweiten Diffamierung und Verbannung durch dieselben neoliberalen und menschenverachtenden Dogmatiker, denen wir das heutige Antlitz des Planeten, voll Hunger, Ungerechtigkeit, Krieg und Gewalt verdanken. Für Pharmakonzerne stellten die vielfältigen, kostengünstig selbst in Eigenregie daheim, herstellbaren und überaus wirksamen Inhaltsstoffe eine ernste Gewinnbedrohung dar. Auch die Holzindustrie war von einem viel schneller als Bäume nachwachsenden Rohstoff für die Papierherstellung in keiner Weise begeistert. Und am allerwenigsten konnte sich die Petrochemiebranche mit den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten anfreunden. Was lag also näher, als eine rassistische, eingerauchte Afroamerikaner als mordende Vergewaltiger weißer Frauen darstellende, Kampagne ins Leben zu rufen, um nebenher Alkohol als die grandiose Droge überlegener Weißer darstellen zu können. Und die Isolierung der Cannabispflanze ins Eck der gefährlichen, nur von Asozialen, Latinos, Farbigen und Gesindel konsumierten Mörderdroge gipfelte schließlich in ihrer weltweiten Verbannung. Seitdem wurden Milliarden an Steuergeldern für Exekutive, Inhaftierung von Tätern, Präventionsmaßnahmen und Drogenkriege verschleudert, anstatt als Alternative selbige Milliarden mittels einer bei Legalisierung möglichen Cannabissteuer als Gewinn für die Allgemeinheit einzunehmen. Millionen Existenzen Unschuldiger, die aufgrund eines lächerlichen Verbots vorbestraft und in ihrem beruflichen Werdegang eingeschränkt oder gar inhaftiert werden, säumen den Weg der geistigen Armut, auf dem speziell Entscheidungsträger scheinbar gerne wandeln. Die Studien, medizinischen Gutachten, Langzeitbeobachtungen und Expertenaussagen von Beginn des unseligen Kreuzzugs zur Ausmerzung des Krauts bis heute strotzen vor Kunstkniffen propagandistischer Uminterpretationen und Lügen. Wäre es nicht so traurig, könnte man aufgrund bis zum heutigen Tag felsenfest vertretener Standpunkte aller großen etablierten Parteien herzhaft lachen. Zur Veranschaulichung der Armseligkeit fälschlicherweise sogenannter politischer und wirtschaftlicher Eliten bietet sich der Reigen legaler und damit bedenkenlos dem Konsum preisgegebener Produkte an. Alkohol, Nikotin, Medikamente mit der immer wieder spannenden Option etlicher Neben- und Kreuzwirkungen, Plastik in sämtlichen Facetten und Anwendungsmöglichkeiten samt Toxizität, Karzinogenität und Mutagenität für Mensch und Umwelt. Im Gegensatz dazu, wie so oft, eine pflanzliche, nachwachsende, unendlich verfügbare, billige und für jeden erschwingliche Alternative zu vielen künstlichen oder hochverarbeiteten Stoffen. Dankenswerterweise wird der Bevölkerung von einer degenerierten, unfähigen und korrupten Interessensvertretung eine Entscheidung für eine der beiden Optionen abgenommen. Kritischen Konsum wird es aufgrund psychisch labiler oder traumatisierter Zeitgenossen immer geben, aber Bier, Wein und Schnaps quasi als immaterielles Kulturerbe zu definieren und einen der schlimmsten menschlichen Dämonen gleichermaßen zu verherrlichen wie auch zu verharmlosen, während man über biologische Produkte herzieht, ist derart grenzdebil, dass es jeglicher Beschreibung spottet. Ein lustiges Bild zur Konterkarierung der traurigen, momentanen Situation böte sich anhand des Szenarios einer wieder eingeführten Prohibition bei gleichzeitiger Legalisierung von Marihuana. Heimlich treffen sich verwahrlost aussehende Gestalten in dunklen Seitenstraßen um nervös um sich blickend hastig Züge aus einer Flasche Fusel zu nehmen, während ein paar Straßen weiter beim fröhlichen Volksfest die Besucher die Qual der Wahl haben zwischen den Dutzenden verschiedenen Keksen, Rauchmischungen, Wasserpfeifen und Vaporizern samt Hunderten feinster, in ihrer Wirkung immens vielfältiger, ungestreckter Marihuanasorten.

    Mehr