Steffen Janssen DIABOLOS

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Inhaltsangabe zu „DIABOLOS“ von Steffen Janssen

Sie lieben Horror-Geschichten? Dann lassen Sie sich von diesem Buch in dunkle Gefilde entführen. Von gruselig bis heftig - 13 fantastische Geschichten für Hartgesottene ab 16 Jahren.

Tolle Anthologie in toller Aufmachung!

— JanaOltersdorff
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    DIABOLOS

    JanaOltersdorff

    22. October 2013 um 13:02

    Diese Anthologie aus dem Luzifer-Verlag hat wohl eines der geilsten Cover des Jahres. Eine meisterhaft dargestellte dämonenhafte Gestalt, seelenlose Augen, die Gier ausstrahlen, ein weit aufgerissenes Maul, aus dem Geifer tropft, der mit Sicherheit tödlich giftig ist. Und dazu der Titel: Diabolos. Da weiß man doch gleich, woran man ist. Zartbesaitete werden hoffentlich davon abgehalten, dieses Horror-Machwerk auch nur zu berühren, und wahre Gourmets des Genres dürften beherzt zugreifen und sich zu Recht auf herrlich gruseligen Lesegenuss freuen. Ich will gern auf einige der Texte im Einzelnen eingehen: Gleich der erste Beitrag "Eine kurze Geschichte über den Tod und den Untod" von Vincent Voss hat den mit Abstand besten ersten Satz der gesamten Anthologie. Hätte ich die darin als Rückblick eingeschobenen Passagen nicht als etwas zäh und langatmig empfunden, wäre diese Geschichte mit Sicherheit unter meinen Top-3-Favoriten gelandet. Der Hauptplot jedenfalls ist richtig spannend und packend. "Die Verschwörung" von Dirk Alt fand ich auch ziemlich spannend und unterhaltsam zu lesen. Bis zum Schluss hadere ich als Leserin mit der Frage, wieviel von dem, was der Protagonist erlebt, Einbildung ist und wieviel Realität. Die gesellschaftskritisch angehauchte Story "Penner" von Thomas Backus hat mir ausgesprochen gut gefallen. Gerade weil der Realitätsbezug so klar war, weil die geschilderten Vorkommnisse sich so authentisch anfühlten, als könnte genau so etwas wirklich geschehen, stellte sich bei mir ein sehr "echtes" Horrorgefühl ein. Aus der Feder von Michael Dissieux stammen gleich zwei Beiträge: "Der Fluch der Hexe" und "Das dunkle Vermächtnis". Beide spielen in einem unheimlichen englischen Städtchen namens Arc's Hill, beiden haftet ein gewisser altmodischer Charme an, ein bisschen Horror der alten Schule, dennoch tragen beide die für Dissieux so typische Handschrift. Mir persönlich gefiel die Geschichte von der Hexe besser. Sie erschien mir wie eine klassische Geistergeschichte, aber mit einem verdammt hohen Gänsehautfaktor, noch dazu mit einer tragischen Beinote und einem üblen Ende. Apropos übles Ende. Ich liebe Bad Ends. Das beste hat meine Lieblingsgeschichte aus diesem Buch: "Wie die Lemminge" von Torsten Scheib. Bei dieser abgedrehten Story hatte ich am meisten Spaß. Bitterböse und mit deftigem, schwarzem Humor gewürzt. Last but not least möchte ich hier die letzte Geschichte im Buch erwähnen, die beweist, dass das Beste eben doch gern zum Schluss kommt. Rona Walter lässt hier einen dandyhaften Soziopathen in Aktion treten, der seinen eigenen Spielregeln zum Opfer fällt. Schon im ersten Absatz wird de Quincey perfekt charakterisiert. Auch hier ist wieder feiner schwarzer Humor eingearbeitet, und von Rona Walters wundervollem Stil konnte ich mich ja schon bei ihrem Buch "Gläsern" überzeugen. Die anderen Beiträge aus der Anthologie erwähne ich jetzt nicht weiter, weil sie mir entweder nicht so zugesagt haben oder mir einfach nicht so im Gedächtnis hängengeblieben sind. Aber so ist das eben bei Anthologien: Selten passiert es, dass mir jede Geschichte gleich gut gefällt oder jeder Beitrag meinen persönlichen Geschmack trifft. Anthologien sind ein bisschen wie Wundertüten - man weiß nicht genau, was drin steckt, aber das ist ja gerade das Tolle daran. So setzt sich meine persönliche Diabolos Top 3 aus diesen Geschichten zusammen: Torsten Scheib - "Wie die Lemminge" Rona Walter - "Classico" Michael Dissieux - "Der Fluch der Hexe" Gern gelesen und für Freunde des deutschsprachigen Horrors absolut empfehlenswert - erst recht für solche, die es werden wollen.

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