Steffen Möller Vita Classica

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Inhaltsangabe zu „Vita Classica“ von Steffen Möller

Während alle anderen Supertramp oder ACDC hören, lauscht Steffen Möller schon als Jugendlicher den Klängen Brucknerscher Symphonien. Witzig und trotzig schildert er das Schicksal eines Außenseiters. Nicht die spottenden Klassenkameraden, nicht die ignoranten Eltern, ja nicht einmal die erbarmungslose Klavierlehrerin können ihn von seiner Passion abbringen. Steffen Möller hat uns mit seinem Bestseller »Viva Polonia« die kuriosen Aspekte der Deutschen und Polen nahegebracht. Hier gibt er seine intimste Seite preis, gibt launige Statements zur illustren Klassik-Szene und schenkt uns tiefe Einblicke in eine faszinierende Welt, die für viele noch zu einer echten Entdeckung werden kann.

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  • Rezension zu "Vita Classica" von Steffen Möller

    Vita Classica
    rumble-bee

    rumble-bee

    30. July 2012 um 10:04

    Diesem Buch gelingt ein eindrucksvoller Spagat. Es vereint eigentlich zwei Bücher in sich: einerseits, eine humorige Abrechnung mit einer lebenslangen Passion, der Liebe zur klassischen Musik - andererseits, eine ansprechende Biographie eine jungen Mannes, der sein Glück in Polen gesucht hat. Augerechnet. Man merkt ganz deutlich, dass sich Steffen Möller u.a. auch als Kabarettist versucht hat, bzw. noch versucht. Denn die Schilderungen insbesondere seiner Liebe zur Musik strotzt nur so von Passagen, bei denen ich herzlich lachen musste. Es ist aber kein Holzhammer-Witz, den er hier einsetzt, sondern ein Humor, der auf treffsicherer Beobachtung seiner Umgebung beruht. Sehr oft habe ich Passagen meinem Mann vorgelesen - und selbst der hat geschmunzelt, obwohl er mit Klassik wenig anfangen kann. Aber Steffen Möller hat einfach immer die treffenden Ausdrücke parat, um Eigenheiten seiner Mitmenschen aufs Korn zu nehmen. Auch die reine Biographie hat mich gefesselt. Denn Steffen Möller wuchs in Wuppertal auf, wo sein Vater Theologie-Dozent war (ist?). Ich habe auch in Wuppertal studiert, und so manche Begebenheit und Örtlichkeit habe ich wiedererkannt. Besonders die Schilderung des studentischen Milieus, sowie die Lage seiner alten Schule und der Stadthalle, habe ich gebannt verfolgt. Alles schien mir so vertraut - und die Mentalität von Studenten, egal welchen Faches, hat sich anscheinend nie geändert. Im weiteren Verlauf handelt das Buch dann zwar nicht "nur" von klassischer Musik, sondern eher vom Leben des Autors in Polen. Doch hochinteressant war das allemal. Die Gastfreundschaft der Polen, ihr Verhältnis zu Lehrern. Die politische Atmosphäre im Land. Alles stand mir so plastisch vor Augen, als wäre ich selbst da gewesen. Dennoch fand ich diese späteren Kapitel nicht überflüssig. Nein, sie waren als Hintergrund notwendig, um immer wieder Episödchen und Anekdoten rund um die Musik daran "aufzuhängen". Steffen Möller hat es außerdem geschafft, dass ich über manche Aspekte der Liebe zu klassischer Musik nachgedacht habe. Auch ich mag sie, allerdings nicht ganz so "ausschließlich" wie Steffen Möller. Er reflektiert z. B. großartig über die Rolle von Verkäufern in Klassik-Abteilungen der Kaufhäuser. Welche Rolle spielen die Medien? Wie wird klassische Musik z. B. im Kabarett behandelt? Ist Musik-Theorie überflüssig? (seiner Meinung nach ja) Welche Stimmung und Lebenshaltung will klassische Musik vermitteln, und inwiefern ähnelt sie darin z.B. moderneren Richtungen wie dem Grunge? Wie unterscheiden sich Klassik-Konzerte von Rock-Konzerten? Wer ist als Künstler ernst zu nehmen? Und so weiter. Alles durchaus tiefsinnig durchdacht. Durchsetzt ist das Buch dann von richtigen "Perlen", also lexikonartigen Einträgen, in denen kleine wissenswerte Schnipsel zur klassischen Musik verraten werden. Das würzt das Buch ungemein! Z.b. das längste Konzert, das lauteste Musikstück, die Eigenheiten berühmter Dirigenten, Details zu bestimmten Aufnahmen. Höhepunkt war für mich außerdem eine Mitschrift einer Sendung von "TV Total", in der Stefan Raab sich einen klassischen Pianisten eingeladen hatte. Sehr, sehr entlarvend, diese Stelle! Hier war jeder Kommentar unnötig. Raab hat sich wunderbar als Kulturbanause geoutet, das war unfreiwillige Comedy! Großartig! Ich hätte nur deswegen beinahe einen Stern abgezogen, weil sich das Ende des Buche ein wenig hinzieht. Der Autor meinte am Schluss, ein bemühtes Essay über "Pathos in der klassischen Musik" anfügen zu müssen - hat dabei aber übersehen, dass er fast dieselben Gedanken, über das ganze Buch verteilt, schon geäußert hatte. Nun ja. Im Zweifel für den Angeklagten- ich fand das Buch trotzdem wunderbar. Es hat mich meine eigene Begeisterung hinterfragen lassen, und es hat mir spannende Einblicke in eine fremde Kultur ermöglicht. Ich empfehle das Buch allerding nur solchen Lesern, die bereit sind, sich auf einen eher plaudernden und anekdotischen Stil einzulassen. Man sollte Zeit mitbringen für dieses Buch. Dann unterhält und informiert es fabelhaft.

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  • Rezension zu "Vita Classica" von Steffen Möller

    Vita Classica
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. October 2009 um 19:27

    Wer eine Einführung in die Klassische Musik erwartet, wird enttäuscht werden. Wer allerdings eine humoristische Sicht auf den Lebenslaufs eines Klassikhörers erwartet, kommt hier bei Steffen Möller voll auf seine Kosten. Als Sohn eines evangelischen Pfarrers ist man vermeintlich muskalisch vorbelastet, aber bei Möllers in Wuppertal gibt es, wenn überhaupt, nur Sonntags ein paar Bach Kantaten. Wie kommt es also, dass der 13jährige Steffen Symphonien und Klavierkonzerte für sich entdeckt? Was ist da falsch gelaufen? Während alle anderen in seinem Alter Rolling Stones und AC/DC hören, entdeckt Steffen Bruckner, Wagner, Brahms & Rachmaninov für sich. Später hat er im Auto immer eine Alibi-Kassette von Queen mit auf Reisen und startet im Orchester ein Karriere als Kontrabassist, weil man da ja kein Rhythmusgefühl haben muss und verspielen da nicht so auffällt. Er schneidet Live-Konzerte mit Kassettendeck aus dem Radio mit und spielt seine Lieblingsplatte nur einmal ab, eben um diese auf Kassette zu überspielen. Auf der Klassenfahrt befindet er, müssen alle im Bus mal eine Brahms Symphonie gehört haben ..... schwerer Kulturschock für seine Klassenkameraden!! Mit viel Witz und Augenzwinkern erzählt Steffen Möller Geschichten und Anekdoten aus seinem Klassik-Leben - und in manchen Geschichten erkennt man sich selbst als Klassik-Hörer/Musiker doch irgendwie wieder ...

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