Steffen Radlmaier Mein Song

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Inhaltsangabe zu „Mein Song“ von Steffen Radlmaier

Was haben Elke Heidenreich, Frank Goosen, Heinz Rudolf Kunze, Udo Lindenberg, Reinhard Mey, Wolfgang Niedecken, Rafik Schami, Konstantin Wecker und Roger Willemsen gemeinsam? Richtig: die Liebe zur Musik. In ganz persönlichen Originalbeiträgen geben sie hier ihre Antwort auf die Frage, ob ein Song das Leben verändern kann. Die Texte handeln von Rettungsliedern und Lieblingssongs, von Liebes-, Trennungs- und Hassliedern – zum Beispiel von den Beatles und Bob Dylan, von den Rolling Stones und Sinead O’Connor, von Herbert Grönemeyer, Rio Reiser und von vielen anderen.
Über 70 Erzählungen und autobiographische Texte hochkarätiger Musiker und Autoren versammelt Steffen Radlmaier zu einer vielstimmigen Anthologie, die auch eine kleine Musikgeschichte ist.

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    Mein Song

    The iron butterfly

    09. March 2016 um 17:38

    100 Personen, 100 Songs – Steffen Radlmaier durchstreift mit Musikern und Autoren die Soundtracks, die das Leben zusammenstellt. Vertreten sind Songs der Beatles, von Bob Dylan, Bruce Springsteen, Steely Dan und von The Velvet Underground, aber ebenso einprägsam haben sich weniger bekannte Interpreten, wie Naked City, The Fall oder Ben Harper ins musikalische Gedächtnis eingebrannt. Berichtet wird von diesen, wie von Blitzlicht erleuchteten Momenten, wenn eine Melodie sich in dein Gehör schleicht, sich dort einnistet und nie wieder auszieht. Augenblicke, die erst durch den speziellen Sound ihre Bedeutung erhielten oder Situationen, in denen ein Lied zum Retter wurde. Es geht um Musikkassetten, die in Nacht und Nebelaktionen mit Songs aus dem Radio bespielt wurden, obwohl der Moderator ständig dazwischen quatschte, um seltene Tonbänder oder Schallplatten, die von eisern gespartem Taschengeld in der nächst größeren Stadt ergattert wurden, um danach voller Stolz wie eine Trophäe nach Hause getragen, nur um dort unter Schimpf und Gezeter von den Eltern verdammt zu werden. Erzählt wird von falsch interpretierten Liedtexten und der Sehnsucht nach Gleichgesinnten, ersten Lieben und letzten Begegnungen, dem Erwachsenwerden und dem Kindbleiben. Und natürlich den Initialzündungen für angehende Musiker, die Momente, in denen ein Wunsch entsteht und eine Bestimmung sich ihren Weg bahnt. Die Musik als Begleiter, Rückhalt und Freund teilt sich nur selten mit dem Umfeld, weil Gänsehaut nicht wie ein Gähnen ansteckend wirkt. Auch wenn es die Massen in große Konzerthallen zieht oder vor kleine Hinterhofbühnen, selten sind es dieselben Motive und Empfindungen, die man sich teilt. Ist es die einzigartige Stimme eines Interpreten oder das Wummern des Basses? Ist es der Songtext, eine Liedzeile oder der phänomenale Gitarrensound? Frag‘ hundert Leute und jeder sagt etwas anderes, aber alle sind sich einige, dass sie ohne diese Musik nicht sein können. Witzigerweise habe ich mich ganz plötzlich an die lang vergessenen top-Hefte erinnert, die Songtexte, aber auch Autogrammkarten enthielten...wo die wohl abgeblieben sind? When the music’s over, when the music’s over, turn out the lights, turn out the lights, turn out the lights…farewell Jim!

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