Steffen Weinert Von der Kunst, die Ideen fließen zu lassen: 44 Strategien zur Erlangung von Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden

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Inhaltsangabe zu „Von der Kunst, die Ideen fließen zu lassen: 44 Strategien zur Erlangung von Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden“ von Steffen Weinert

Ein kleiner, feiner Ratgeber, der Ihnen dabei hilft, Schreibblockaden und Schreibhemmungen zu überwinden und Sie langfristig in die Lage versetzt, Worte und Ideen aus Ihnen herausfließen zu lassen, wann immer Sie das wollen.

Viel Tipps, die das Schreiben erleichtern können.

— Rheinmaingirl
Rheinmaingirl

Wedmas Rezension finde ich sehr hilfreich.

— Pooka
Pooka

Toller und kurzer Schreibratgeber! Perfekt, wenn man nicht viel Zeit zur Verfügung hat!

— Thala
Thala

Ein kleiner Ratgeber der zur Selbstreflektion aneregt und hilfreiche Gedankenanstöße gibt - eher für eine "kleine Meisterschaft" geeignet.

— Sunreading
Sunreading

Kurz und gut. Auf jeden Fall lesenswert.

— Wedma
Wedma

Leider nicht viel neues, und dass man sich selbst motivieren sollte, versteht sich für einen Autor ja von selbst.

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

Im guten Stil, kurz und prägnant sind nützliche Tipps zum Schreiben und Erfinden dargelegt. Man sollte versuchen sie auch umzusetzen.

— RinaBachmann
RinaBachmann

Leider eine Ansammlung mehr oder weniger allgemein gültiger Thesen ohne praktische Nutzungsmöglichkeiten. Schade.

— B_Mondae
B_Mondae

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  • Leserunde zu "Von der Kunst, die Ideen fließen zu lassen: 44 Strategien zur Erlangung von Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden" von Steffen Weinert

    Von der Kunst, die Ideen fließen zu lassen: 44 Strategien zur Erlangung von Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden
    Steffen1

    Steffen1

    Ich möchte Sie ganz herzlich zur Leserunde meines Schreibratgebers "Von der Kunst, die Ideen fließen zu lassen" einladen. Ein kleiner, feiner Ratgeber, der Ihnen dabei hilft, Schreibblockaden und Schreibhemmungen zu überwinden und Sie langfristig in die Lage versetzt, Worte und Ideen aus Ihnen herausfließen zu lassen, wann immer Sie das wollen. Das Buch richtet sich in erster Linie an Autoren fiktionaler Texte, ist aber auch für Journalisten und Sachbuchautoren interessant, denn der Großteil der beschriebenen Strategien beschäftigt sich damit, wie man sich das bestmögliches Umfeld für seine schriftstellerische Tätigkeit schafft. Ich stelle 30 kostenlose eBooks im mubi-Format an die ersten 30 Bewerber zur Verfügung, die sich zum Schreiben einer abschließenden Rezension verpflichten. Hier geht's zur Facebook-Seite des Buches: http://www.facebook.com/ideenfluss Und hier zu meinem Twitter-Profil: http://twitter.com/SteffenWeinert Wer möchte an der Leserunde teilnehmen?

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    • 32
  • ein wertvoller handlicher Ratgeber rund ums Schreiben und Erfinden

    Von der Kunst, die Ideen fließen zu lassen: 44 Strategien zur Erlangung von Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden
    JDaizy

    JDaizy

    „Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht – und nicht in dem Maß, wie komplex sie tatsächlich ist.“ Als ich das E-Book „Von der Kunst die Ideen fließen zu lassen - 44 Strategien zur Erlangung von Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden“ von Steffen Weinert auf mein Tablet geladen habe, war es eher die Neugier. Etwas großartig Neues zu entdecken, habe ich nicht erwartet, und wenn ich ehrlich bin, auch eher eine unsystematische Zusammenfassung bereits bekannter Tipps und Tricks. Damit habe ich dem Buch aber Unrecht getan, denn mittlerweile befindet sich auch die Taschenbuchausgabe in meinem Regal. Aber beginnen wir ganz von vorn. Steffen Weinert, der selbst als Autor tätig ist, hat in jahrelanger Recherche aus Büchern, Artikeln, Seminaren und anderen Quellen Ideen und Strategien gesammelt, die ihn beim Schreiben unterstützen und motivieren konnten. Er hat sich damit seinen eigenen „kleinen“ Werkzeugkasten geschaffen und sich später dazu entschlossen, diesen auch für andere zugängig werden zu lassen. Kritiker werden sagen: „Was für den Einen gut ist, hilft dem Anderen noch lange nicht!“. Dem würde ich auch nicht grundsätzlich widersprechen. Steffen Weinert erhebt aber auch nicht den Anspruch einer allumfassenden Hilfestellung oder – Sammlung. Den fünf Strategien: - Die Besser-Leben-Strategien - Die Besser-Schreiben-Strategien - Die Besser-Handeln-Strategien - Die Besser-Organisieren-Strategien und - Die Besser-Denken-Strategien ordnet er in kurzen, knappen Kapiteln Tipps, Tricks und Anregungen zu und gibt die Empfehlung, immer erst zu probieren, um DANACH zu entscheiden, ob es etwas gebracht hat oder nicht. Denn viel zu schnell legt man etwas zur Seite, weil es auf den ersten Blick nicht brauchbar erscheint. So findet man neben Strategien zur Bekämpfung von Schreibblockaden, Anregungen zu Dingen, die sie lieber unterlassen sollten, um möglichst kreativ arbeiten zu können. Man lernt „Energiediebe“ zu entdecken und sich klare Ziele zu setzen. Besonders gefallen haben mir dabei die „Geschichte“ über Victor Hugo und der Trick von Ernest Hemingway, den ihr unbedingt nachlesen solltet. Ich bin dem Rat des Autors gefolgt und habe das Buch erst einmal komplett gelesen. Und nach und nach werde ich nun alle Ideen einmal durchprobieren und schauen, welche Strategien für mich am praktikabelsten sind. Bei einem bin ich mir aber schon jetzt sicher … es hat mir Mut gemacht, dran zu bleiben am Schreiben; meinen Ideen Platz und Raum zu geben und mir vor allem meine Träume nicht mies reden zu lassen. An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass sie hier kein Kompendium mit umfassenden Erläuterungen zu Kreativtechniken etc. erwarten dürfen. Die Techniken sind eher kurz abgehandelt, was für mich aber den Vorteil hat, dass man einen Überblick bekommt. Danach kann jeder für sich entscheiden, welches Thema man selbst vertiefen möchte. Fazit: Ein wertvoller handlicher Ratgeber, der in keinem Schreibtisch fehlen sollten … ob sie nun Hobbyautor, Schriftsteller oder kreativer Erfinder sind.   

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    • 3
    JDaizy

    JDaizy

    13. November 2014 um 18:41
    wandablue schreibt Scheint ganz brauchbar zu sein ...kennst du evtl auch Hans Peter Roentgens kleines Büchlein, z.B Drei Seiten für ein Exposé - es gibt aber auch noch ein anderes gutes, Vier Seiten für ein Halleluja?

    Das erste kenne ich und finde es auch wirklich gut. "Vier Seiten für ein Halleluja" kenne ich aber noch nicht. Hast du es schon gelesen?

  • Tipps zum Schreiben

    Von der Kunst, die Ideen fließen zu lassen: 44 Strategien zur Erlangung von Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden
    Rheinmaingirl

    Rheinmaingirl

    27. October 2014 um 22:55

    Mir hat dieses Buch mit den vielen Tipps zum Schreiben gut gefallen. Auf ca. 300 Seiten findet man einige Theorien und Ansätze sowie Tipps, wie man optimal schreiben kann. Jeder kann dem Buch sicherlich einiges entnehmen, was Ihm selber hilft, denn sicherlich kann nicht Jeder Ratschlag für jeden Autor hilfreich sein. Mir hat gut gefallen, dass der Schreibratgeber viel kurz und knapp wieder gibt und man relativ schnell den ein oder anderen Tipp für sich entnehmen kann.  Man kommt auch schnell ein und es wird nicht lamgweilig, sondern ist sehr informativ. Manches ist einfach umzusetzen, aber leider ist das nicht nur so und das ein oder ander ist schon aufwendiger oder kennt man schon. Mir war zum Beispiel ist bewusst, dass Wasser trinken, autogenes Training, .. hilfreich sein können.

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  • Wedmas Rezension

    Von der Kunst, die Ideen fließen zu lassen: 44 Strategien zur Erlangung von Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden
    Pooka

    Pooka

    17. October 2014 um 20:49

    Wedmas Rezension finde ich sehr hilfreich.

  • Eine sehr kompakte Zusammenführung von Tipps mit Wahrheitswert

    Von der Kunst, die Ideen fließen zu lassen: 44 Strategien zur Erlangung von Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden
    Sunreading

    Sunreading

    „Von der Kunst, die Ideen fließen zu lassen“ ist ein kompakter Kurzratgeber (~2 Stunden Lesezeit), der laut Steffen Weinert als kleiner Werkzeugkasten vor allem für Autoren eingesetzt werden kann. Zum Angebot gehören unter anderem interessante Hinweise auf unsere Gehirnfunktionen, Stress, Energiediebe, Arbeitsweisen- und plätze sowie das Ideen-Management und einiges mehr. Wer hier einen ausführlichen Ratgeber für das Schreiben eines Buches erwartet, inklusive der Erleuchtung, wie eine ins Stocken geratene Story weitergehen könnte, wird hier sicherlich etwas enttäuscht. Das kleine Buch verwandelt einen blockierten Autor nicht unmittelbar in ein Schreibgenie. Aber es schenkt durchaus Ansätze, die helfen können, nicht länger den leeren oder blockierten Kopf gegen die Wand zu hauen, sondern wieder an Tempo zu gewinnen und weiterzugehen. Hierzu gehören Möglichkeiten zur Selbstreflektion und Ansätze, den eigenen Tages- und Schreibablauf zu überdenken, auch eventuell mal andere Varianten zu probieren. Ohne zu wissen, ob ich mit dieser Vermutung richtig liege, möchte ich an dieser Stelle noch anmerken, dass mir beim Lesen der Eindruck entstand, es gehe in dem Ratgeber vor allem um weitestgehend unabhängige Vollzeitautoren. Denn den Tagesablauf stark beeinflussende Themen wie Zusatzjob, Partnerschaft und vor allem Kinder, wurden in keiner Weise mit eingebunden. Und gerade Kinder verlangen viel Aufmerksamkeit und machen es mitunter unmöglich, sich einfach viele Stunden am Tag hinter verschlossene Türen zurückzuziehen und auch telefonisch nicht mehr erreichbar zu sein. An dieser Stelle ist vom Leser/von der Leserin schon viel Eigeninitiative gefordert. Nichtsdestotrotz können auch solche Menschen hier einige hilfreiche Hinweise und Tipps für sich mitnehmen! Konstruktiv kritisieren möchte ich aber den Zusatztitel „… zur Erlangung der Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden“, denn zum Bestehen einer Meisterschaft gehören für einen erfolgreichen Autor schon wesentlich mehr Punkte, als die 44 im „Werkzeugkasten“ zur Verfügung gestellten. Dazu gehören zum Beispiel Plottaufbau, Bewerben bei Verlagen und/oder Agenturen, eigene Marketingmöglichkeiten und so einiges mehr. Auf diese Punkte wird in dem Ratgeber aber überhaupt nicht eingegangen. Aufgrund dessen kann es sich hier maximal um eine "kleine erste Meisterschaft" handeln. Auch habe ich einige Zeit auf das gewählte Cover gestarrt und bin zu dem Schluss gekommen, dass es mit Sicherheit Bilder gibt, die vor allem für den Punkt Schreibarbeit etwas aussagekräftiger gewesen wären. Aber das ist Geschmackssache. Empfehlen würde ich „Von der Kunst, Ideen fließen zu lassen“ vor allem neueren Autor(inn)en, die sich hier nicht in ein gemachtes Nest setzen möchten, sondern viele kompakte Anregungen zu nutzen bereit sind, um anschließend an sich selbst zu arbeiten. Ein kleines Buch, in das sich immer mal wieder ein Blick lohnen wird.

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    • 2
  • Gute Ideensammlung

    Von der Kunst, die Ideen fließen zu lassen: 44 Strategien zur Erlangung von Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden
    ManuelaBe

    ManuelaBe

    13. October 2014 um 20:37

    Die Idee des Autors eine Sammlung von Strategien zu erstellen finde ich gut umgesetzt. Vieles hatte ich schon mal gelesen oder gehört, aber auch vieles wieder vergessen. Hier hat man nun quasi einen Leitfaden, an den man sich halten kann, mit leicht umsetzbaren Strategien. Der Autor verweist auch darauf, dass die meisten dieser Strategien nicht von ihm erdacht sind. Die Struktur des Buches ist übersichtlich, die Strategien kurz und verständlich erklärt. In meinen Augen ein hilfreicher Ratgeber für Schreibneulinge.

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  • Toller, komprimierter Schreibratgeber

    Von der Kunst, die Ideen fließen zu lassen: 44 Strategien zur Erlangung von Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden
    Thala

    Thala

    12. October 2014 um 15:40

    Wer kennt dies aus seiner Studienzeit nicht? Man hat einen 300 Seiten-Wälzer vor sich mit sicherlich tollen Theorien und Ansätzen, doch leider fehlt die Zeit und Muße, sich durch dieses Werk zu ackern. Also ackert man sich entweder durch das Werk und schreibt sich die wesentlichen Theorien auf oder man sucht nach einer guten Zusammenfassung. Ich finde Weinerts Schreibratgeber absolut gelungen, da er sich auf das Wesentliche wiedergibt. Zwar sind viele Tipps nicht neu, aber es war sehr hilfreich für mich, alles in komprimierter Form zu lesen. Dann bleibt mir mehr Zeit fürs Schreiben! Besonders hilfreich fand ich den Tipp, den inneren Monolog als tägliche Schreibübung zu Papier zu bringen. Denn Übung macht den Meister! Die Sätze sind kurz, nicht verschnörkelt und tragen eine klare Botschaft mit sich. Gerade wenn man nicht viel Zeit hat, ist dieses Buch absolut zu empfehlen!

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  • Meine Meinung zu: Von der Kunst, die Ideen fließen zu lassen... von Steffen Weinert

    Von der Kunst, die Ideen fließen zu lassen: 44 Strategien zur Erlangung von Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Da ich selbst gerade an einem Buch "bastle", hat mich der Titel sofort angesprochen. Welcher Autor oder Schriftsteller kennt die kleinen Flauten nicht? Der Ideenfluss ist gebremst, die Kreativität bleibt auf der Strecke, nichts geht mehr so richtig voran. Deshalb hatte ich an dieses ebook gewisse Hoffnung geknüpft. Hoffnung, wie man aus dieser Misere wieder in die schreibende Zunft zurückfindet. Jedoch blieb nach 83 Seiten nur das Fazit: Sie müssen konsequenter sein. Ehrlich, hilfreich war das für mich nicht. Wie soll ich konsequent sein, wenn die Ideen nicht fließen? In dem Buch findet man Kapitel wie: "Vermeiden Sie Stress" - ich habe einen Vollzeitjob und nebenbei schreibe ich. Da lässt sich Stress nicht vermeiden. "Trinken Sie" - Ich schreibe an einem historischen Roman, nicht an einem Gastroführer! "Lassen Sie Ihr Unterbewusstsein für Sie arbeiten" - Hm, wenn aber doch die Ideen nicht fließen??? Nun ja, wie man sicher aus meinen Zeilen entnehmen kann, hatte ich einfach mehr erwartet. Motiviert hat mich dieses Buch leider überhaupt nicht.  

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    • 2
  • Eine sehr hilfreiche Zusammenstellung verschiedener Strategien!

    Von der Kunst, die Ideen fließen zu lassen: 44 Strategien zur Erlangung von Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden
    PetitaPapallona

    PetitaPapallona

    06. October 2014 um 12:42

    Ich beschäftige mich ja sehr gerne mit Theorien zum Schreiben und Kreativ leben. Zwar schreibe ich in letzter Zeit nicht mehr häufig, ausser beim Bloggen, trotzdem ist es immer noch eine Leidenschaft von mir. Dieses Buch richtet sich zwar speziell an kreative Schreiberlinge, ich kann es aber allen Menschen empfehlen, die irgendetwas mit Kreativität zu tun haben - auch Bloggern. Sehr schön finde ich zuerst mal den Aufbau des Buches. Alle Strategien sind schön geordnet und werden in einer logischen Reihenfolge nach Themen präsentiert. Man kann sich so super orientieren und auch gut einzelne Strategien aus dem Kontext heraus lesen. Wie der Autor auch sagt muss jeder für sich selbst herausfinden, welche Methode die Beste ist - Auswahl hat man auf jeden Fall genug. Auch wird betont das einige der Strategien alles andere als schnelle Helfer zwischendurch sind, sie müssen über längere Zeit angewendet werden um auf dauer effektiv zu sein. Mein einziger kleiner Kritikpunkt: einige der Tipps sind dann doch schneller gesagt als dann umgesetzt. Zum Beispiel Stress vermeiden ist natürlich je nach Lebenssituation einfach unmöglich, genau so wie sich von Energiedieben fernzuhalten. Ein Energiedieb könnte ja auch ein Mensch aus dem näheren Umfeld sein, den man sehr gerne mag und da will man sicher auf keinen Fall den Kontakt abbrechen. Am besten hat mir die Idee zum täglichen Schreiben gefallen. Ja, dieser Tipp hat man schon häuftig gehört, aber durch dieses Buch habe ich es endlich mal versucht. Es hilft mir schon sehr, auch wenn es an meiner Beständigkeit noch etwas happert.  Ein weiteres grosses Plus ist der Schreibstil: Steffen Weinert hat einen sehr motivierenden Schreibstil, der mich selbst richtig dazu aufgefordert hat, die Tipps zu probieren!

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  • Eine kurze und gute Zusammenstellung hilfreicher Tipps

    Von der Kunst, die Ideen fließen zu lassen: 44 Strategien zur Erlangung von Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden
    Wedma

    Wedma

    25. September 2014 um 08:17

    Dieser Ratgeber verdient die höchste Punktezahl. Es ist eine kurze Zusammenstellung von Techniken, genannt Strategien, die dem Autor Steffen Weinert geholfen haben zu seinen Erfolgen zu gelangen. Die Betonung liegt auf kurz. Daher wer sich eine Schachtel Pralinen holt, sollte sich nicht hinterher beschweren, dass es keine üppige Sahnetorte ist. Dass diese Techniken in einem Buch zusammengefasst sind, hat seinen Wert. Der Ratgeber besitzt dadurch die geballte Kraft, die man für sich nutzen kann und eigentlich auch sollte. Er erinnerte mich an den Werkzeugkasten, den Stephen King in seinem Buch „Das Leben und das Schreiben“ dem angehenden Autor sich anzulegen empfohlen hat. Der Titel enthält das Wort Kunst. Und das ist meines Erachtens kein Zufall. Um die hohe „Kunst die Ideen fließen zu lassen“ zu erlangen, bedarf es Übung, viel Übung. Erst dann wird man die Auswirkungen der Ratschläge auch nachvollziehen können. Der Autor weist gleich zu Anfang darauf hin, dass man sich Zeit lassen und die vorgeschlagenen Methoden ausgiebig ausprobieren sollte. Ich kann sehr gut nachvollziehen, warum. So etwas wie die Morgenseiten haben schon vielen verzweifelten Schreibbegeisterten geholfen, aber man sollte sich länger damit befassen. Erst nach einigen Wochen, wenn man mit Ernst und Fleiß dabei bleibt, sieht man die ersten positiven Veränderungen. Eine Schreibblockade kann man selten innerhalb von einigen Stunden bewältigen, i.e. nicht gerade gleich nach dem Durchlesen des Ratgebers. Wer glaubt, dass er vom bloßen Lesen bereits die hohe Kunst erlangen kann, gleicht für mich einem Kind, das über Nacht ein Meister in Karate werden möchte und fest daran glaubt, dass wenn er einen Ratgeber zum Thema durchliest, wird er es gleich auch. Wer als Anfänger von bestimmten Dingen (noch) nicht viel weiß, wird durch diesen Ratgeber darauf aufmerksam gemacht, z.B. wenn man von der inneren Wandlung einer Figur zum ersten Mal liest, dann schnappt er sich ein Buch, in welchem dieses Thema ausgiebig behandelt wird. Aber das Gute ist, man weiß, wonach man suchen soll. Wenn man von den Morgenseiten nach Julia Cameron, wie im Buch dargelegt, keinen Schimmer hat, sollte die Ohren spitzen, sich am besten ihr Buch dazu holen  und diese Technik ausprobieren. Gerade als Neuling weiß man von all diesen Dingen nichts. Dann ist es prima, dass es eine kurze Vorstellung von hilfreichen Techniken gibt: Man muss es sich nicht jahrelang mühsam zusammensuchen. Man hat nun eine Orientierung. Man kann auch durchaus die Techniken so nehmen, wie sie im Ratgeber stehen – sie sind gut  beschrieben- also es ginge auch ohne weiterführende Literatur. Wichtig ist, man soll sich das Herz fassen und anfangen damit zu arbeiten. Da liegt die größte Schwierigkeit. Es geht darum, dass man sich verändern soll, damit es funktioniert. Das Schreiben verändert den Schreibenden. Wer aber nach dem Durchlesen all die Tipps lieber schnell als Unsinn deklariert, eine vernichtende Rezension schreibt und sich beleidigt wieder in seinem Schneckenhaus verkriecht, ist selbst schuld. Er läuft bei einer Schatztruhe vorbei, sieht dort aber höchstens Kieselsteine, mit denen er nichts anzufangen weiß, da er sich doch vorab entschieden hat, dass es nichts für ihn ist. Wer sich selbst nicht helfen möchte, dem kann man nicht helfen. Ich habe viele dieser Techniken schon vor Jahren ausprobiert. Ich weiß, dass sie helfen und nicht nur mir. Und trotzdem konnte ich etwas Neues in diesem Ratgeber für mich entdecken. Gerade den Tipp mehr zu trinken finde ich gut. Das kann durchaus der Grund sein, weshalb man morgens wenig produktiv ist und kann sich höchstens zu etwas bringen, das bloß nichts mit Kreativität zu tun hat. Den letzten Tipp finde ich auch ausgesprochen gut. Der ist für denjenigen, der davon träumt, ohne viel Arbeit, vor allem an seiner eigenen Autorenpersönlichkeit, ein Bestsellerautor über Nacht zu werden. Es gibt manche Quellen, die gerne so etwas propagieren. Oft klappt es nicht, aber man zwingt sich immer weiter. Dieser Tipp hat seinen Wert schon allein dadurch, dass man sich darüber ernsthaft Gedanken machen sollte, ob das Schreiben für ihn das richtige ist. Sich Hilfe zu holen ist eine sehr gute Idee, wenn man sieht, dass man es allein nicht schafft. Und wenn einem das Schreiben keinen Spaß macht, dann sollte man versuchen, sein Geld doch mit etwas anderem, das weniger zeitaufwendig und nervenaufreibend wäre, zu verdienen. Im Wesentlichen ist es die Frage der Perspektive, weshalb man das Buch unterschiedlich bewertet. Wer eine schnelle Lösung sucht und ja nicht an sich arbeiten möchte, dem wird kaum ein Ratgeber helfen, denn man will ja nicht, dass sich etwas in der Hinsicht ändert.  

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  • Die - leider - verpasste Chance

    Von der Kunst, die Ideen fließen zu lassen: 44 Strategien zur Erlangung von Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden
    B_Mondae

    B_Mondae

    13. September 2014 um 17:17

    Ich erhielt vom Autor Steffen Weinert ein kostenloses Rezensionsexemplar mit der Bitte, sich mit dem Buch eingehend zu beschäftigen. Das Werk „Von der Kunst die Ideen fließen zu lassen“ trägt den Untertitel „44 Ideen zur Erlangung von Meisterschaft beim Schreiben und Erfinden“. Für mich ist er zweifach problematisch. Einerseits halte ich die Formulierung „44 Ideen zur Erlangung der Meisterschaft im Schreiben und Erfinden“ für stilistisch besser, andererseits gefallen mir Superlative nicht. Es wimmelt von Büchern der Art „X Wege um Y zu erreichen“, seien es Diäten, ein athletischer Körper, Verabredungen mit hübschen Frauen oder die erste Million Euro. Marktschreierische Schlagzeilen findet man häufig, doch meiner Erfahrung nach sind es eher die stillen Titel, welche den größten Nutzen bringen. Natürlich führt ein Schreibratgeber, der seinen Lesern vollmundig die „Meisterschaft“!! im Schreiben verspricht auch dazu, dass der Rezensent das Buch besonders kritisch betrachtet. Der Untertitel „Schreiben und Erfinden“ verspricht eine Verknüpfung von Schreiben und Erfinden. Auf Nachfrage gab Herr Weinert an, dass sich sein Ratgeber an Autoren richtet, die "Fiktion" schreiben und deshalb Geschichten "erfinden" müssen. Der Begriff "Kreativität" passt meiner Ansicht nach besser. Betrachten wir das Inhaltsverzeichnis: I. Besser-Leben-Strategien 1. Lernen Sie Ihre Gefühle positiv zu beeinflussen! 2. Vermeiden Sie Stress! 3. Entspannen Sie sich! 4. Bewegen Sie sich! 5. Trinken Sie! 6. Halten Sie sich von Energiedieben fern! 7. Erhöhen Sie Ihre Frustrationstoleranz! 8. Vergrößern Sie Ihre Komfortzone! 9. Treffen Sie Entscheidungen schnell! 10. Suchen Sie sich Vorbilder! 11. Suchen Sie sich Gleichgesinnte! II. Besser-Schreiben-Strategien 12. Schreiben Sie Ihren Kopf frei! 13. Üben Sie täglich! 14. Überlegen Sie auf dem Papier! 15. Lernen Sie andere Kreativtechniken kennen! 16. Seien Sie beharrlich! 17. Definieren Sie Ihr Problem! 18. Schreiben Sie eine erste Fassung so schnell wie möglich! 19. Beginnen Sie mittendrin! 20. Finden Sie Ihre besten Schreiborte! 21. Finden Sie Ihre eigenen Rituale! 22. Finden Sie Ihren eigenen Rhythmus! 23. Überlisten Sie sich! III. Besser-Handeln-Strategien 24. Identifizieren Sie Ihre Vermeidungshandlungen! 25. Vermeiden Sie Unterbrechungen! 26. Vermeiden Sie Multitasking! 27. Reden Sie über das, was Sie schreiben! 28. Wechseln Sie die Perspektive! 29. Schützen Sie Ihr Baby! 30. Recherchieren Sie nicht, bevor Sie nicht angefangen haben zu schreiben! 31. Identifizieren Sie Ihre negativen Glaubenssätze! 32. Nutzen Sie die Kraft von Affirmationen! IV. Besser-Organisieren-Strategien 33. Setzen Sie sich klare Ziele! 34. Setzen Sie sich ehrgeizige Fristen! 35. Notieren Sie Ideen sofort! 36. Bauen Sie sich Ihre eigene Ideendatenbank! 37. Strukturieren Sie Ihren Text! 38. Strukturieren Sie Ihren Tag! V. Besser-Denken-Strategien 39. Lernen Sie den kreativen Prozess verstehen! 40. Lassen Sie Ihr Unterbewusstsein für Sie arbeiten! 41. Trennen Sie die Ideenphase von der Bewertungsphase! 42. Verschaffen Sie sich Kontrolle über Ihre Gedanken! 43. Messen Sie Ihren Erfolg an Ihrer Entwicklung und nicht durch den Vergleich mit anderen! 44. Seien Sie ehrlich zu sich selbst! Die Strategien 1 bis 11 beschäftigen sich mit der Schaffung einer allgemeinen Wohlfühlzone. Man soll Stress vermeiden, jeden Tag beim Aufstehen Mineralwasser trinken und daran denken, dass Sport auch Kopfarbeitern wie Autoren hilft. Okay, alles schön und gut. Preisfrage: Wer hat es vorher nicht gewusst? Für wen sind Sätze wie diese eine neue Information: Strategie Nr. 2: "Vermeiden Sie Stress": "Es gilt also die für Sie richtige Balance zwischen Anforderung und dem, was Sie leisten können zu finden. Wenn Sie negativen Stress empfinden und die oben beschriebenen negativen Anzeichen bei sich wahrnehmen, identifizieren Sie den Auslöser und tun Sie das, was nötig ist, um ihn zu beseitigen." Strategie Nr. 4: "Wie bereits beschrieben trägt Sport zu Ihrer allgemeinen Entspannung bei. Bewegung hat nicht nur positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit, sondern auch auf Ihre Kreativität. Das hat einerseits damit zu tun, dass durch Sport Stresshormone abgebaut werden, die für die Blockierung der kreativen Teile unseres Gehirns verantwortlich sind, und andererseits erhöht sich durch Bewegung der Puls und die Atemfrequenz und somit die Sauerstoffaufnahme des Körpers und damit auch die des Gehirns. [...]Probieren Sie es einfach nur mal aus. Eine halbe Stunde Joggen, Fahrrad fahren oder auch nur ein Spaziergang ist dafür völlig ausreichend. Sie werden sehen, dass Sie die Energie, die Sie morgens zur Überwindung aufbringen müssen, um eine Vielfaches zurück bekommen werden." Strategie Nr. 5: "Trinken Sie jeden Morgen sofort nach dem Aufstehen mindestens einen halben Liter Wasser, am besten mehr. Nach acht Stunden Schlaf ist Ihr Körper dehydriert. Und dazu zählt auch das Gehirn. Dieser Flüssigkeitsmangel wirkt sich negativ auf die Denkleistung aus." Also? Für wen ist das Neuland? Kommen wir zu den Strategien für besseres Schreiben. Nr. 12 fordert, täglich drei Seiten auf dem Papier zu schreiben, nicht am PC. Nr. 13 verlangt tägliches Üben. Nr. 14 dreht sich um Probleme des Outlining, z.B. den Entwicklungsschritten der Hauptfigur. Lapidar wird gefordert, sich Ziele dafür zu setzen. „In spätestens einer halben Stunde habe ich mindestens zwei Entwicklungsschritte definiert und die dazugehörigen Szenen grob umrissen.“  Für das Lösen von Problemen gibt Nr. 14 folgenden Vorschlag: „Definieren Sie zuerst Ihr Problem und stellen Sie sich dann die Frage, die zu dessen Lösung führen kann, z.B.: Was sind die Entwicklungsschritte der inneren Wandlung meiner Hauptfigur? Und dann schreiben Sie einfach los. Am besten wieder ohne eine Pause zu machen und ohne den Stift abzusetzen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass sich ein Geistesblitz einstellt, freuen Sie sich, unterstreichen Sie die Stelle und machen Sie weiter. Sie werden erstaunt sein, wie schnell Sie durch diese Technik zumindest zu Teillösungen kommen werden.“ Vorausgesetzt wird also das Wissen, was eine innere Wandlung einer Hauptfigur ist und wie man diese Wandlung als Autor exakt beschreibt. Wer das nicht weiß, steht vor einem Problem, denn die gezeigte Lösung besteht ja nur aus „Losschreiben“. Man gewinnt den Eindruck, dass das Buch als Zielgruppe Profiautoren hat, die evtl. manchmal unter Schreibblockaden leiden. Nr. 15 fordert, andere Kreativtechniken kennenzulernen, wobei viele davon dem industriellen Sektor zuzuordnen sind.  Auf Nachfrage gab Herr Weinert an, dass diese Techniken verwendet werden, wenn mehrere Autoren an einem Projekt, z.B. einem Drehbuch schreiben. Nr. 16 beschäftigt sich mit dem Problem der Beharrlichkeit, Nr. 17 damit, ein Problem zu definieren, die Nr. 18 bis 24 ordne ich unter der Überschrift „Vermeidung von Schreibblockaden“ ein. 25 bis 29 beschäftigen sich überwiegend mit Fragen der Selbstorganisation. Mit der Nr. 30 stehe ich persönlich auf Kriegsfuß. Herr Weinert fordert: Recherchieren Sie nicht, bevor Sie nicht angefangen haben zu schreiben! Herr Weinert sieht das so und betrachtet eine Recherche erst nach Fertigstellung der Erstfassung als notwendig. Ich sehe dies äußerst kritisch, denn eine Recherche beginnt für mich spätestens bei der Outline. Das erspart zeitaufwendiges Umschreiben. Man muss wissen, worüber man schreibt bevor man schreibt. Wer seine Helden im Wilden Westen des Jahres 1830 ansiedelt, ihnen aber Waffentypen in die Hand gibt, die nicht vor 1865 erfunden wurden, verliert als Autor an Glaubwürdigkeit. Ebenso falsch ist es, Kaiser Nero im Kolosseum sitzen zu lassen, denn es wurde erst von Nachfolgern erbaut. Ob man den Fehler als Autor dann in der Erstfassung überhaupt erkennt, ist für mich fraglich. Im Zweifel wird vorher veröffentlicht. Es gibt immer mindestens einen Leser, der sich gut auskennt und genau der schreibt dann eine vernichtende Rezension. Bei Amazon findet man z.B. einen berühmt-berüchtigten „Roman“: „HAARP- Der Aurora Effekt“. Liest man die Rezis dann begreift man, was mangelnde Recherche anrichtet. Ein warnendes Beispiel! Etwas tiefer gehe ich ein auf die Nr. 37, der Story-Strukturierung. Ich zitiere folgenden Satz: „Bevor Sie mit einem größeren Werk beginnen, ist es sehr ratsam sich einige Zeit damit zu beschäftigen, wie die grobe Struktur auszusehen hat.“  Stimmt, doch wer das nicht weiß, bevor er den ersten Satz zu Papier bringt, sollte vom Bücher schreiben die Finger lassen! Für den, der das schon weiß und Hilfe bei der Strukturierung sucht, gibt es keinerlei Tipps. Der Ratschlag klingt so wie: „Bevor Sie mit dem Auto eine längere Strecke fahren, ist es sehr ratsam zu prüfen, ob genügend Benzin im Tank ist.“ Man gewinnt den Eindruck, dass das Buch doch eher für Anfänger geschrieben ist. Doch wie sollen die wissen, wie (siehe Nr. 14) eine Hauptfigur sich innerlich wandelt und wie man das als Autor beschreibt? Nr. 37 liefert zusätzlich den Hinweis: „Die innere Entwicklung einer Figur ist das Rückgrat einer jeden Geschichte. Der Zuschauer identifiziert sich mit der Hauptfigur, durchlebt die gleichen Gefühlszustände und fiebert im Idealfall mit ihr mit.“  Ja, das stimmt natürlich, doch eine äußerst wichtige Frage bleibt offen: Wie erzeuge ich als Autor diesen Idealfall? Davon steht bei Nr. 37 nichts außer dem Hinweis, dass es Bücher über Dramaturgie gibt, z.B. die vielzitierte „Poetik“ von Aristoteles. Etwas mager, die Sache! Richtet sich das Buch also doch an Profiautoren, die alles wissen über die innere Entwicklung der Hauptfigur? Doch brauchen solche Profis einen Tipp wie Nr. 37?  „Ist das (die Dramaturgie) nicht sauber geplant, wird keine Spannung entstehen, sondern andere Gefühle, wie Langeweile und Enttäuschung.“  Erneut eine banale Feststellung. Wie genau plant man als Autor die Dramaturgie? Welche – konkreten, in die Tiefe gehenden - Tipps bietet das Buch an zur Lösung des Problems? Leider keine. Der Leser wird im Regen stehen gelassen. Man erfährt, dass man die Dramaturgie sauber planen soll – eine Binsenweisheit! In Analogie zum Straßenverkehr nützt einem Fahrschüler der Hinweis: „Wer sich nicht an die StVO hält, bekommt Ärger“ nichts ohne Details über die StVO. Ein routinierter Fahrer hat hingegen für den Tipp nur ein müdes Lächeln übrig. Für wen ist das Buch also geschrieben? Anfänger? Fortgeschrittene? Vergleichen wir die Einleitung mit dem Schlusswort: „Kommen wir gleich zur Sache: Dieses Buch ist eine Sammlung von Strategien, die mir über die Jahre hinweg geholfen haben, als Autor besser zu werden.“ Also geht es in dem Buch darum, als Autor besser zu werden, d.h. eine höhere Qualität abzuliefern? Ist es demzufolge ein Ratgeber mit praktischen Tipps zum Schreiben, der Verbesserung der Dramaturgie, der Romanstrukturierung, der inneren Entwicklung einer Romanfigur? Wird gezeigt, wie man die Leser zum Mitfiebern bringt, wie sie sich besser mit dem Protagonisten identifizieren? Das Schlusswort sagt wieder etwas anderes: „Falls Sie die Strategien über einen längeren Zeitraum in Ihren Tagesablauf implementiert haben, aber dennoch keinerlei Verbesserung feststellen können, liegt die Ursache Ihrer Schreibblockade vielleicht etwas tiefer, als dass man sie mit einem Buch dieser Art angehen könnte.“ Doch kein Ratgeber zur Verbesserung des Schreibens, sondern nur zum Lösen von Schreibblockaden? Ein Widerspruch zur Einleitung! Was genau ist das Ziel des Buches? Herr Weinert möchte als Ziel seiner Strategien die Gestaltung des Umfeldes verstanden wissen. Jedenfalls größtenteils.  Er schrieb mir: "Die erweiterte Zielgruppe sind alle, die Texte schreiben, denn Sie werden bei der Lektüre meines Buches feststellen, dass die von mir beschriebenen Strategien hauptsächlich darauf abzielen, wie man das Umfeld gestaltet. Nur einige wenige Strategien beschäftigen sich mit dem eigentlichen Schreibvorgang." Das mag das Ziel gewesen sein, doch dann ist für mich der Begriff "Schreibratgeber" für das Werk falsch. Diese Art von Büchern beschäftigt sich mit dem Vorgang "Schreiben" und den damit verbundenen Detailproblemen an sich. Ratgeber für positive Lebensenergie, der Gestaltung eines behaglichen Umfeldes gibt es viele am Markt. Doch steigen die qualitativ hochwertigen davon auch tiefer ein. Die Vermischung von Strategien der Gestaltung des persönlichen Umfeldes mit denen zum eigentlichen Schreibvorgang macht aus dem Buch des Herrn Weinert leider einen ziemlichen Gemischtwarenhandel, der von beiden Warengruppen etwas, aber zu wenig in die Tiefe gehende Auswahl anbietet. Für den Anfänger wird zu viel Wissen vorausgesetzt, ein Profi schmunzelt nur über die Tipps. Provokant ist meiner Ansicht nach die Aussage bei Strategie 44: „Falls Sie die Strategien über einen längeren Zeitraum in Ihren Tagesablauf implementiert haben, aber dennoch keinerlei Verbesserung feststellen können, liegt die Ursache Ihrer Schreibblockade vielleicht etwas tiefer, als dass man sie mit einem Buch dieser Art angehen könnte. Vielleicht haben Sie psychische Probleme, die Sie alleine nicht lösen können. Depressionen oder verdrängte persönliche Probleme können auch eine mögliche Ursache sein. Holen Sie sich in diesen Fällen Hilfe von einem Arzt oder Psychologen.“ (Markierungen nicht im Original enthalten, sondern von mir eingefügt) Eine andere Lösung wäre: Das Buch hilft nicht, weil es selbst nicht weiß, was es will. Liebe Leser, streichen Sie den Termin beim Arzt, gehen Sie lieber spazieren. Nebenbei bemerkt: Finde nur ich es komisch, dem Leser durch die Blume zu sagen: „Wenn dir mein Buch nicht hilft bist du reif für den Arzt"? Ich finde es außerordentlich schade, dass ein Drehbuchautor wie Steffen Weinert, der bereits Preise gewann, nicht mehr aus dem Buch gemacht hat. Wie wäre es mit Plauderei aus dem Nähkästchen? Auf welche dramaturgischen Probleme traf er bei seiner Arbeit? Wie hat er sie gelöst? Wie haben andere Autoren Probleme gelöst? Könnte man nicht Beispiele aus bekannten Filmen besprechen, aufzeigen wie die großen Autoren in Hollywood einen Blockbuster erzeugten, welche dramaturgischen Mittel sie verwendeten? Warum die Leser nicht teilhaben lassen an einem großen Erfahrungsschatz? Es gibt am Markt bekannte und absatzstarke Bücher von Autoren, die so verfuhren: Mara Laue „Von der Idee zum fertigen Text“; Roy Peter Clarke „50 Werkzeuge für gutes Schreiben“; Sol Stein „How to grow a novel“; Elisabeth George „Wort für Wort – oder die Kunst ein gutes Buch zu schreiben“; Patricia Highsmith "Suspense: oder Wie man einen Thriller schreibt." Von einem Preisträger wie Steffen Weinert hätte ich mehr erwartet als die Zusammenstellung von 44 banalen Thesen wie „Schreiben Sie Ihren Kopf frei“ oder „Üben Sie täglich“. Wenn man das befolgt, fließen also die Ideen und man erlangt Meisterschaft !! beim Schreiben? Wird man Fußballmeister mit „Der Ball ist rund“ oder „Ein Spiel dauert 90 Minuten"? Was soll man von einem Fußballtrainer halten, der einem sagt: „Wenn unser Spiel nicht sauber geplant ist, dann entsteht keine Spannung beim Zuschauer, sondern Langeweile und Enttäuschung.“ Okay Trainer, ich stimme zu. Und wie sollen wir nun vorgehen? Wie planen wir das Spiel, damit das nicht passiert? Antwort: Schweigen! So ist das Buch von Herrn Weiner leider. Es ist eine Ansammlung mehr oder weniger allgemein gültiger Weisheiten ohne praktischen Nutzen. Es geht nie ins Detail, gibt nie Tipps zur Story-Strukturierung, zum inneren Konflikt des Protagonisten, zum Aufbau von Spannung. Es ist, besonders wenn man es mit den oben genannten Schreibratgebern vergleicht, einfach nur eine Ansammlung von Thesen. Erwartet man von einem Ratgeber denn nicht Hinweise der Art „ Wie gehe ich vor bei der Planung von Anfang, Mittelteil und Schluss?“ „Wie schaffe ich es, dass der Leser sich mit meiner Hauptfigur identifiziert?“ Dazu sagt das Buch eines: NICHTS! Mit diesem NICHTS wird man also Meister im Schreiben? Echt jetzt? Mit der vollmundigen Ankündigung, dass sein Ratgeber dem Leser zur MEISTERSCHAFT im Schreiben und Erfinden verhilft, lehnte sich der Autor sehr weit aus dem Fenster. Wie erwartet, verlor er das Gleichgewicht und fiel. Angesichts seiner Vita hätte man von Herrn Weinert mehr erwarten können als dieses dünne Buch von 83 Seiten. Ich sehe es deshalb als eine verpasste Chance an. Schade.

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