Die Knebel von Mavelon

von Steffi von Wolff 
3,8 Sterne bei190 Bewertungen
Die Knebel von Mavelon
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Positiv (120):
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Historienroman in unterhaltsam

Kritisch (25):
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Eigentlich besteht die Geschichte nur aus nörgelnden, hysterischen und notgeilen Menschen.

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Inhaltsangabe zu "Die Knebel von Mavelon"

'Ich finde die Pest zum Kotzen!'

Die junge Lilian beschäftigt sich heimlich mit Heilkräutern. Durch Zufall erfindet sie die Pille. Die Obrigkeit findet das gar nicht gut: Lilian soll brennen! In weiteren Rollen: Bertram, ein Scharfrichter, der kein Blut sehen kann, Laurentius, ein phobischer Hofnarr, Martin Luther, Robin Hood und viele andere hysterische Gestalten.

Vorsicht! Comedy-Autorin Steffi von Wolff zeigt Geschichte, wie wir sie garantiert noch nie gesehen haben.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596167012
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.03.2006

Rezensionen und Bewertungen

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    Fanny22vor 2 Jahren
    Großartig!

    Eins der besten Bücher von Steffi von Wolff! Wahnsinnig witzig und originell. Ich liebe den empfindsamen Scharfrichter Bertram!!!

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    quatsprechevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eigentlich besteht die Geschichte nur aus nörgelnden, hysterischen und notgeilen Menschen.
    Ohne Humor

    Der Roman von Steffi von Wolff erreichte mich durch puren Zufall. Da ich gerne Filme wie ‘Helden in Strumpfhosen’ oder ‘Die Ritter der Kokusnuss’ schaue, dachte ich, dass dieser Roman eben so witzig werden würde. Leider täuschte ich mich.

    Der Titel ‘Die Knebel von Mavelon’ sind eindeutig an den berühmten Buch- und Filmtitel ‘Die Nebel von Avalon‘ von Marion Zimmer Bradley angelehnt. Leider hatte der Inhalt rein gar nicht mit dem berühmten Fantasybuch zu tun. Die Autorin schmiss alle möglichen historischen und fiktiven Gestalten und Ereignisse in einen Topf, tat noch eine gute Portion Absurdität hinzu und schüttelte Kräftig. Humor und Witz ging leider dabei verloren.

    Die Protagonistin ist ein dummes und einfältiges Mädchen namens Lilian Knebel, das in Mavelon aufwächst. Sie ist eine Hexe, nutzt ihre Kräft aber nicht in dem Abenteuer/Chaos, das sie erlebt. Eigentlich besteht die Geschichte nur aus nörgelnden, hysterischen und notgeilen Menschen. Nebenbei werden Worte wie Östrogene, steroidale Saponine und Anti-Baby-Pille verwendet.

    Nicht nur die Tatsache, dass es wirklich absolut keinen Humor besitzt, ist der Erzähl’stil’ (ich will es kaum ‘Stil’ nennen) zudem noch flach und leblos. Die Charaktere haben keine Tiefe, es ist keine Veränderung erkennbar, trotz der ganzen Geschehnisse. Die geschichtlichen Ereignisse sind so dermaßen zusammenhanglos vermischt, dass es mir die Socken auszieht. Was daran lustig sein könnte, zerstört die Autorin durch pausenloses Gejammer und nicht nachvollziehbaren Reaktionen der Personen.

    Ich will dazu nicht mehr viel sagen, außer: Ich habe mich durch die 300 Seiten gequält und bin sehr enttäuscht. Aber es hat mich immerhin dazu inspiriert darüber nachzudenken selbst ein Buch zu schreiben. Besser als dieses würde es allemal werden.

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    Karin_Kehrers avatar
    Karin_Kehrervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Skurril, witzig, unverschämte Verdrehung der Geschichte, aber auch peinlich und bemühter Humor.
    Geschichte ein wenig anders ...


    Deutschland 1534: Die junge Lilian Knebel aus der Gemarkung Mavelon wird als Hexe angeklagt, weil sie die Anti-Baby-Pille erfunden hat. 
    Zusammen mit einer Kuh, die ein Hirschgeweih trägt, einem Scharfrichter, der kein Blut sehen kann, einem von Phobien geplagten Hofnarren und ähnlichen skurrilen Gestalten flieht sie nach England, hilft mit, Heinrich VIII. vom Thron zu stürzen und wird Geliebte des berühmten Malers Sandro Botticelli. 

    Wer eine Persiflage auf „Die Nebel von Avalon“ erwartet, wie der Titel suggeriert, wird enttäuscht, obwohl das Cover mit der berühmten „Geburt der Venus“ von Botticelli, der schwarz-rote Ringelstrümpfe verpasst wurden, durchaus Schmunzeleffekt hat. 
    Die Autorin geht relativ locker mit geschichtlichen sowie literarischen Gestalten und Daten um, lässt ihre Heldin u.a. Martin Luther, Michelangelo, Kapitän Ahab und Robin Hood treffen. 
    Der Anhang „Die Wahrheit der Geschichte“ soll hier ein wenig Klarheit in das bunte Sammelsurium bringen. 
    Der Kontrast zwischen mittelalterlicher Geschichte und modernem Sprachduktus macht die Story ziemlich aberwitzig und ironisch, wirkt aber manchmal sehr verkrampft. Vor allem Lilian als einerseits naive Heldin (sie wundert sich über den Blätterfall im Herbst und faselt aber gleichzeitig von Anti-Baby-Pille und Hormonen) lässt sie oft bemüht komisch wirken. 
    Mit Humor ist das ja auch so eine Sache. Es ist nicht leicht, jedermanns Geschmack zu treffen und vor allem einen ganzen Roman lang amüsant und intelligent zu bleiben.
    Die sexbesessene Gräfin und ihre Holzdildos werden ein paar Mal zu oft als Mittel zum Lachen herangezogen. 
    Die Begegnungen mit den historischen Persönlichkeiten sind arg zurecht gebogen, auch wenn mancher Wortwitz durchaus schmunzeln lässt. 

    Fazit: Stellenweise witzig mit guten Ideen, aber zu oft sehr bemüht und peinlich.

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    Gerikevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Ich habe dieses Buch in der Bahn auf dem weg zur Uni gelesen und wurde aufgrund meines lauten Auflachens öfters schief angesehn.
    süsses Buch für zwischendurch

    Dieses Buch hat mich mehr als einmal zum lachen gebracht, was in der Bahn manchmal ein wenig peinlich wurde. Man begegnet hier bereits bekannten Charakteren die einem auf eine noch nie Dargewesene, sehr lustige und süsse Art und Weise präsentiert werden.

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    Heiresss avatar
    Heiressvor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Knebel von Mavelon" von Steffi von Wolff

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    Handlung
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    Wir schreiben das Jahr 1534 und befinden uns somit im tiefsten Mittelalter.
    In einem kleinen Ort namens Münzenberg, in der Gemarkung Mavelon, lebt die 17 jährige Lilian Knebel ein bescheidenes Leben.

    Bis sie eines Tages den Fehler macht und gemeinsam mit ihrer Freundin Cäcilie die Zusammensetzung der Antibaby-Pille entdeckt. Beide werden zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Ihre Freundin und Testobjekt Konstanze hat Glück, denn sie soll „nur“ enthauptet werden. Die drei „Hexen“ können vom Glück reden, dass Lilian eine ziemlich enge Freundschaft mit ihrem Scharfrichter Betram verbindet, denn dieser und ein depressiver Hofnarr verhelfen ihnen noch rechtzeitig zur Flucht…

    Es beginnt eine Reise quer durchs Land, auf der sich ihnen immer mehr gebeutelte Seelen anschließen. Viele von ihnen kennen wir aus der Geschichte…

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    Meine Meinung
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    Ach wo soll ich nur anfangen. Vielleicht beim Anfang? Macht Sinn.

    Angefangen habe ich dieses Buch, im Wartezimmer meines Zahnarztes, was sich nach den ersten Seiten als Fehler heraus stellte, denn mich überkam ein Lachanfall nach dem anderen.

    Ich war also in einem Raum voll mit anderen Patienten, die vermutlich an nichts anderes als Bohrer und Füllungen, oder gar schlimmeres, denken konnten. Wenn dann noch jemand wie ich da sitzt und alle paar Minuten lauthals loslacht... Tja, mich hätte es nicht gewundert, wäre ich an diesem Tag auch auf dem Scheiterhaufen gelandet. Aber nun gut hier meine Eindrücke zu „Die Knebel von Mavelon“

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    Aufmachung
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    Die Venus in Ringelstrümpfen? Genial!
    Vor allem erfahren wir am Ende des Buches, was es damit auf sich hat…

    Ansonsten ist es ein normales Taschenbuch was ein paar nette Akzente hat, wie z. B. eine Landkarte von Lilians Heimat aus dem Jahre 1534.

    Darüber hinaus ist der Anfang eines jeden Kapitels durch einen mittelalterlichen Buchstaben hervorgehoben, was ich auch sehr hübsch finde.

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    Idee/Handlung
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    Die Idee zu dieser Geschichte finde ich sehr gut. Mir war von vornherein klar, dass hier z. B. auch sehr viele kirchenkritische Aspekte angesprochen werden und vor allem Dingen auch auf die Rolle der Frau zu dieser Zeit näher eingegangen wird. Zwei Punkte, die mich schon immer sehr zum Nachdenken gebracht haben.

    Alles ist gut aufeinander abgestimmt und man wird langsam ins Mittelalter katapultiert und ist am Ende traurig darüber wieder im hier und jetzt zu sein.

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    Schreibstil
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    Den Schreibstil fand ich ausreichend. Es wurde alles aus Lilians Sicht beschrieben, was eine Mischung aus pubertierendem Teenager und mittelalterlichem Vokabular gewesen ist.

    Irgendwie spannend aber auf der anderen Seite kein Schreibstil der mir besonders lange in Erinnerung bleiben wird.

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    Lesetempo
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    Für gewöhnlich wäre das ein Buch gewesen, das ich an einem Tag verschlungen hätte. War ich gerade z. B. mit der Hausarbeit beschäftigt, konnte ich es nicht abwarten, wieder zurück nach Mavelon zu gehen.

    Es ist ein Buch, das aufgrund der Charaktere und Szenen gar nicht aus der Hand gelegt werden kann, weil man einfach versessen darauf ist, was als nächstes passiert, oder wer als nächstes auftaucht. Es hätte wirklich nur noch Elvis gefehlt…

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    Unterhaltungswert
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    Bombastisch! Ich habe zum einen regelrechte Krämpfe im Gesicht bekommen vor Lachen und musste dann auf der anderen Seite auch sehr stark darüber nachdenken, wie es den Frauen und weniger „normalen“ Menschen in dieser Zeit ergangen ist. Mit Fairness hatte dies selten zu tun und auch nicht mit gesundem Menschenverstand.

    Die Situationskomik ist etwas, die mir so noch nie vor die Augen gekommen ist. Ich habe mich teilweise wirklich nicht mehr eingekriegt und dachte nur: Mehr geht nicht. Steffi von Wolff hat mich dann aber schon auf der nächsten Seite eines besseren belehrt…

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    Charaktere
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    Sehr gut! Wen ich hier nicht alles getroffen habe…
    Sei es nun ein Scharfrichter, der kein Blut sehen kann und den Job eigentlich auch nur ausübt, weil er es seinem Vati auf dem Sterbebett versprochen hat, oder aber ein Hofnarr mit Hang zur Melodramatik der an mehr Phobien leidet als sonst jemand auf dieser Erde, bis hin zu….

    Nein! Ich werde zu den Charakteren nichts weiter sagen. Ihr sollt sie selbst entdecken! Es ist unglaublich, wen Steffi von Wolff alles an Lilians Seite geschickt hat. Es hat mich ein wenig an die Geschichte von der „Goldenen Gans“ erinnert Wo es immer mehr Personen wurden.

    Obwohl es nach einiger Zeit wirklich viele sind, behält man als Leser den Überblick und die meisten von ihnen werden mir sehr fehlen.

    Selbst die Tiere, die unsere Helden auf ihrer Flucht begleiten, haben eine eigenständige Persönlichkeit (-störung) verpasst bekommen und obwohl sie nicht ein einziges Wort von sich geben, sind sie sehr authentisch dargestellt und haben mich sehr oft zum Lachen gebracht.

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    Setting
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    Das Setting ist auch sehr schön gestaltet.
    Gut das Wort „schön“ kann man meiner Meinung nach mit dem Mittelalter nicht in einem Atemzug nennen, aber die Autorin hat mich in eine andere Welt katapultiert und ich glaube nicht, dass man es hätte besser machen können.

    Man konnte sich die Tristesse dieser Ära bestens vor Augen führen und die Tatsache, dass sie einiges aus unserer Zeit noch mit eingebaut hat, ist einfach nur genial.

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    Überraschungen
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    Wenn man überhaupt nicht genau weiß, wohin die Reise führt, kann es von Überraschungen doch nur so wimmeln, nicht wahr?

    Ich persönlich hätte mir hier noch etwas mehr von den „Oh Gott“-Momenten herbeigewünscht und kann den Überraschungsfaktor nur als „befriedigend“ titulieren, leider.

    Natürlich gab es einige Momente, und Szenen UND VOR ALLEM PERSONEN mit denen ich nicht in einer Million Jahren gerechnet hätte aber etwas hat mir hier dennoch gefehlt.

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    Umsetzung
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    Das Buch hat gehalten, was mir versprochen wurde. Trotz meiner negativen Kritik in Bezug auf die Überraschungen hat mir dieses Buch eine sehr gute Unterhaltung geboten und Steffi von Wolff hätte es nicht besser machen können.

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    Nachdenklichkeit
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    Der Nachdenklichkeits-Faktor war ausreichend, aber mal ehrlich: Ich WOLLTE hier auch gar nicht groß nachdenken, sondern einfach nur eine an den Haaren herbeigezogene Geschichte erleben, an der vielleicht ein Funken Wahrheit hängt.

    Na klar wurde mir hier mal wieder vor Augen geführt, dass eine Frau zu dieser Zeit gleich eine Hexe war, sobald sie lesen (OH GOTT SIE KANN LESEN!!!!!!) oder logisch denken konnte – sprich eine Gefahr für das männliche Geschlecht darstellte.

    Da ist es natürlich ein leichtes zu sagen „Sie ist eine Hexe, auf den Scheiterhaufen mit ihr“ als eine Diskussion zu riskieren, wo das WEIBSBILD auch noch mit logischen, korrekten Gegenargumenten auffährt.

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    Bildungswert
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    Ich weiß jetzt, dank des Scharfrichters Bertram, dass es viele Möglichkeiten gibt, jemanden hinzurichten und das dabei auch eine Menge schief gehen kann. Für Freunde des schwarzen Humors wie mich, ein Festmahl in diesem Buche sage ich euch…

    Ansonsten kann ich zum allgemeinen Bildungswert sagen, dass man hier mit einigen Ereignissen aus der Geschichte des Mittelalters konfrontiert wird. Gut bei manchen musste ich dann doch mal googlen weil ich dachte „Moment, das kenn ich jetzt aber anders“ und musste dann feststellen, dass ich recht behielt und Steffi von Wolff dem Charakter dann einen kleinen Feinschliff verpasste.

    Für eine der Personen freut es mich denn in Wahrheit wurde sie stehend enthauptet…

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    ♥ FAZIT ♥
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    Es gibt hier viele negativen Bemerkungen zum Buch. Das wundert mich aber nicht, denn ich denke mal, dass einige viel zu verbissen an dieses Buch herangegangen sind und ständig die Fakten der Geschichte mit dem Wort von Frau von Wolff verglichen haben. Habe ich am Anfange ja auch. (s.o.) Das sollte man jedoch nicht tun und ich bin froh, dass ich das schnell gemerkt habe.

    Schon auf den ersten Seiten habe ich gedacht „Wenn Du das Buch zu ernst nimmst, wirst Du es nicht mögen“ und als mir das bewusst wurde fing ich an die Geschichte zu lieben. Es ist banal, übertrieben, böse und so gut, dass ich mir dieses Buch auch für meine Bibliothek zuhause anschaffen werde nur damit ich in ein paar Jahren zurück zu Bertram, Laurentius (depressiver Hofnarr), Luzifer (ein ehemaliger Mönch) und zu Lilien „Die Knebel von Mavelon“ ins Jahr 1534 reisen kann.

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    Kirsten1896s avatar
    Kirsten1896vor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Knebel von Mavelon" von Steffi von Wolff

    wie immer bei steffi von wolff eine völlig abgefahrene und chaotische geschichte.
    das 16. lässt sich so mal ganz anders erleben und besonders über das auftauchen alter bekannter freut man sich immer wieder. tolles und lustiges buch!

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    christin_rottes avatar
    christin_rottevor 6 Jahren
    Rezension zu "Die Knebel von Mavelon" von Steffi von Wolff

    Lilian Knebel lebt in Mavelon und findet dort alles zum kotzen.. Die Pest, die Kirche, Hinrichtungen und den Grafen. Im 16. Jahrhundert sollte man aber solche Gedanken lieber für sich behalten, doch dies gelingt ihr nicht. Eines Tages erfindet Lilian die Anti-Baby-Pille, so kommt es das sie der Hexerei beschuldigt wird und beschließt aus Mavelon zu fliehen, mit ihrer neuen Freundin der Kräuterfrau Cäcilie. Es gibt noch eine Vielzahl anderer Protagonisten, die sie während dieser Reise begleiten. Bertram der Schafrichter der kein Blut sehen kann, Laurentius der psychisch labiler nicht sein könnte und Martin Luther, um hier nur einige zu nennen.

    Eigentlich hatte ich eine Parodie von Marion Zimmer Bradleys "Die Nebel von Avalon" erwartet, meine Erwartungen wurden jedoch total übertroffen. Dieser Roman war so überzogen und vollgepackt mit Absurditäten, das ich zwischenzeitlich überlegen musste ob ich es wirklich bis zu Ende lese, aber ich habe mich 1 Woche durchgequält um diese Rezension zu verfassen. Von Steffi von Wolff habe ich einfach einen witzigen historischen Roman erwartet, leider musste ich nicht einmal lachen. Es war einfach zu viel des Guten.. Die Erfindung der Pille, Martin Luther, Robin Hood, eine Kuh die am liebsten ein Hirschgeweih trägt, die Dschungelbuch Helden Shir Khan, Baghira und Balou wurden zu Sklaven gemacht, ein Michelangelo der mit einer notgeilen Gräfin Holzdildos schnitzt, treffen auf Kapitän Ahab und Moby Dick.

    Der Schreibstil war flach und abgedroschen und ich fand nicht sehr überzeugend.
    Ich war froh mir dieses Buch nicht gekauft zu haben und es wieder in die Bücherei zurück bringen zu dürfen. Aus meiner tollen Lesenacht wurde eine sich lang hinziehende Lesewoche und das hat bei mir schon recht viel Aussagekraft.

    Tine

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    Hanna86vor 7 Jahren
    Rezension zu "Die Knebel von Mavelon" von Steffi von Wolff

    Meine Meinung:
    Also bevor man dieses Buch liest, muss man sich auf die Kloschüssel hinsetzen, sonst macht man sich vor lachen in die Hose :D Und es ist nicht empfehlenswert, das Buch in der Bahn oder sonst wo in der Öffentlichkeit zu lesen, weil sonst die Leute einen so schief angucken, wenn man laut los lacht ^^, so erspart man sich einige peinliche Momente (ich spreche aus Erfahrung ^^)!

    Kurz zum Inhalt: Im Jahr 1534 lebt die junge Lilian. Durch Zufall stellt sie die Pille her und verteilt sie im Dorf unter den Frauen, die keine Kinder mehr haben wollen. Ein lukratives Geschäft, hätte nur nicht das Kirchenoberhaupt davon Wind bekommen.

    Nun muss Lilian um ihr leben rennen und die wilde Jagd beginnt. Denn das Kirchenoberhaupt möchte Lilian tot sehen und dieses ketzerische Mittel (die Pille) aus der Welt schaffen, dass verhindert, das Frauen keine Kinder mehr kriegen. Er schreckt auch nicht davor die Inquisition mit der Aufgabe zu beauftragen.

    Auf der Flucht lernt sie so einige Personen kennen, die ihr weiter helfen die Pille zu verbreiten oder sie auch nur nerven und sich ihrer Reisegruppe anschließen, wie z. B. die Sexbesessene Herzogin Valerie, die gerne Dildos herstellt (aus Holz geschnitzt) und auch später verkaufen will! Den Scharfrichter Betram, der kein Blut sehen kann, der Hofnarr Laurentius, der vor jedem Pubs angst hat und dazu noch Anne Boleyn, die zweite Ehefrau von König Heinrichs VIII. von England, Robin Hood, Martin Luther uvm...

    Ein buntgemischter Haufen, teils aus fiktiven und teils aus historischen Personen webt die Autorin zu einer urkomischen Geschichte und hinterlässt dem Leser ein fettes Grinsen im Gesicht :D
    Ein Buch für zwischendurch ^^, falls man mal keine Lust hat etwas schweres zu lesen ;)

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    Huebners avatar
    Huebnervor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Knebel von Mavelon" von Steffi von Wolff

    Eine Persiflage auf alle Historische Romane ... aber so richtig fühlt man sich als Historische-Romane-Autorin nicht angesprochen, weder aufs Korn genommen noch kritisch angestupst.
    Aber von vorn: worum geht es bei Lilian, der "Knebel von Mavelon?"
    Steffi von Wolff versucht mit viel Witz alles in einen Topf zu werfen, was sich so um 1530 in Norddeutschland zugetragen haben könnte und das im Befugnisbereich einer jungen, na klar hübschen, Kräuter-Hexe, Lilian Knebel, die mithilfe von Stutenpipi und Yamswurzel zufällig die Anti-Baby-Pillle erfindet. Und diese, also die Pille, ist sozusagen der rote Faden, der den Leser durch den Schmöker führt.
    Lilians Verbündete ist die junge Cäcilie, auch eine Kräuterkundige. An der Bäuerin Konstanze wird die Anti-Baby-Pille erprobt und leider von ihrem Mann entdeckt. Der Kräuterzauber nimmt ein jähes Ende und die drei Frauen werden in den Kerker zu Münzenberg verfrachtet, wo sie von Bertram, dem Scharfrichter mit Profilneurose, Laurentius, dem hypochondrischen Schwulen, der sich noch nicht geoutet hat und Brabantus, dem Fresssüchtigen gerettet werden.
    Dann geht die Reise gen Norden los. Und nicht nur, dass ihnen ein vom rechten Pfade abgekommener Priester (und Allergiker statt Kleriker), Luzifer (!) über den Weg läuft, nein auch Martin Luther höchstselbst begiebt sich mit den Damen gemeinsam auf den (Feld-)Zug gegen den Katholizismus. Das reicht aber noch nicht, denn die Gräfin von Münzenberg, wie sich herausstellt sexsüchtig, nimmt von zu Haus reißaus und schließt sich dem eigenartigen Grüppchen an. Sie legt alles flach, was ihr zwischen die Schenkel kommt, auch Luzifer, und verdient so die lebensnotwendigen Taler. Die heulende Konstanze, die karrieristische Cäcilie, der neurotische Bertram, der phobitische Lautentius, der niesende Luzifer, die notgeile Valeria, der rachelüsterne Luther teffen dann weiter auf Robin Hood und Anne Boleyn.
    Nicht nur zu Land, sondern auch zu Wasser reist die Gruppe, die kein rechtes Ziel hatte, bevor Anne Boleyn über "die Heinrich" (den VIII) geschimpft hatte und trifft - natürlich, wie konnte es anders sein - auf Michelangelo und Sandro Boticelli - siehe Covergestaltung, welche ich sehr sehr trefflich und sehr witzig hergeleitet finde, denn in Ermangelung von Wind, wird dem Model künstlich Wind gepustet. Wir wissen nun endlich, wen Boticelli als "Venus" zum Vorbild genommen hat: Lilian Knebel und die Allegorie des Windes sind der Schwule und der Verfressene. (Und weil es Lilian so kalt ist, malt ihr Boticelli rot-schwarz-gekringelte Strümpfe!) Damit aber noch nicht genug. Lilian Knebel verliebt sich in Boticelli, sie erleben heiße Liebesnächte auf dem Kutter mitten in der Nordsee. Angetrieben wird das Schiff übrigens - weil ja kaum Wind weht - von rudernden Sklaven, die habens aber nicht so eilig, denn "probier´s mal mit Gemütlichkeit ..." Dann wird das Schiff von keinem Geringerem als Klaus Störtebecker geentert und die heulende Konstanze verliebt sich sofort in das Raubein.
    Ahab, der mit Moby Dick kämpft, findet auch noch seinen passenden Auftritt, Valeria und Luzifer üben sich im "flotten Dreier" mit Michelangelo und dann irgendwann kommt die Gruppe endlich nach England, wo man "die Heinrich" die Leviten lesen wird. Heinricht ist gestürzt und enthauptet, Anne Boleyn übernimmt alle Regierungsgeschäfte und die Deutschen kehren nach Hause zurück. Schluss.
    Puh.
    Jetzt fragt man sich, wozu dieses Buch gut ist?
    Eine Persiflage allein kann es nicht sein, das hätte sich auch viel lakonischer und sarkastischer anstellen lassen können. Vielleicht hatte Frau von Wolff keine Lust mehr auf "Fremd küssen" und "Glitzerbarbie" in der Gegenwart und wollte Beziehungskisten einfach vor einer ganz anderen Kulisse zeigen.
    Die einzige Lust, die mit "Knebel von Mavelon" befriedigt wird, ist die Lust, Unmögliches zu entdecken. Die Figurenkonstellationen und Erfindung von Begebenheiten sind oftmals urkomisch überraschend, aber auf keinen Fall als Lektüre mit Bildungsanspruch an den Geschichte-Nachhilfe-Unterricht zu empfehlen. Höchstens in der Kunst des Schnitzen von Dildos (Dildetta Robusta) wird der Leser aufgeklärt, da scheint sich die Autorin bestens auszukennen. (Aber die Gefahr, sich Schiefer einzujagen, macht denHolzdildo doch wenig überzeugend.)
    Ach ja... und Lilian kann auf dem Besen in echt reiten!

    I.Hübner

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    Emily_Byrons avatar
    Emily_Byronvor 8 Jahren
    Rezension zu "Die Knebel von Mavelon" von Steffi von Wolff

    Witzige Idee, sehr kurzweilig zu lesen, absolut unorthodox - nur gegen Ende hin wird es etwas flach, deshalb ein Stern Abzug. Strengt nicht an, eignet sich bestens als Strandlektüre.

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