Steinar Bragi Hochland

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Inhaltsangabe zu „Hochland“ von Steinar Bragi

Sie hatten das Gefühl, dass jemand draußen auf sie wartete, in der Dunkelheit ihre Namen flüsterte ... Zwei junge Paare aus Reykjavík machen mit ihrem Jeep einen Ausflug in die raue, menschenfeindliche Bergwelt des isländischen Hochlands. Dichter Nebel zieht auf, sie kommen vom Weg ab und rammen ein Haus, das in der Einöde plötzlich wie aus dem Nichts vor ihnen aufragt. Notgedrungen müssen sie die Nacht dort verbringen. Ihr Amüsement über das ungeplante Abenteuer verwandelt sich schon bald in Unbehagen, denn ihre Gastgeber, ein verschrobenes altes Paar, benehmen sich sehr merkwürdig: Warum verbarrikadieren sie das Haus bei Einbruch der Dunkelheit wie eine Festung? Was lauert dort draußen in der Sandwüste? Und wieso haben sie so wenig Interesse daran, ihren Gästen zu helfen? Zunehmend panisch geraten die Städter miteinander in Streit, und ihre Versuche, den Weg zurück in die Zivilisation zu finden, werden immer verzweifelter. Gibt es ein Entrinnen? Ein verstörender Pageturner vor der einzigartigen Kulisse des isländischen Hochlands.

Verwirrspiel der Extraklasse!

— Bergbaron

Ein Horror-Thriller mit literarischem Anspruch, der mit den Genre-Erwartungen der Leser spielt.

— Ralf-Schwob

Das gesamte Buch hindurch hat man das Gefühl, das etwas absolut nicht in Ordnung ist und eine ständige Form der Beklemmung ergreift einen.

— AnjaSc

Ich konnte damit nichts anfangen. Zu Beginn total unspektakulär, dazwischen ein Rätsel und am Ende viele Fragezeichen.

— Betsy

Mich hat dieses Buch mehr als enttäuscht und eher weniger gegruselt und auch die Spannung und das Schockierende haben mir gefehlt.

— -Bookbutterfly-

Der Autor beschreibt hauptsächlich die Lebensgeschichte der vier Hauptpersonen und der "Thriller" ist fast eine Nebensache!

— irmgard13

Satz mit X

— Buchstabenschatz

Der Klappentext verspricht so viel mehr als es letztendlich gewesen ist :/

— Lesemaus-M

Aus der Idee, die diesem Buch zugrunde liegt, hätte man mehr machen können.

— NicoleP

Das Buch ist für mich mit einem Wort zusammengefasst: Verwirrend. Von vorne bis hinten. Hier und da erhofft man sich Besserung. Vergebens.

— Benni_Cullen

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  • Näher an Franz Kafka als an Stephen King

    Hochland

    Ralf-Schwob

    12. June 2017 um 14:21

    Ein Horror-Thriller mit literarischem Anspruch, das scheint, wenn ich mir die meisten Rezensionen hier so ansehe, viele Leser eher zu verwirren. Tatsächlich setzt dieses Buch voraus, dass man über die gängigen Plotmuster und Klischees hinausgeht und hinausdenkt. Der Autor verrästselt das Geschehen bis ins surreal Traumhafte, und weil er eine genretypische Auflösung verweigert, ist er im Grunde genommen näher an Franz Kafka als an Strephen King.   

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  • Beklemmendes Buch das sicherlich polarisiert

    Hochland

    AnjaSc

    21. May 2017 um 21:16

    Inhalt: Das gesamte Buch hindurch hat  man dieses unterschwellige Gefühl, das etwas absolut nicht in Ordnung ist und eine ständige Form der Beklemmung begleitet einen, während man durch die Seiten fliegt.Bragi zeichnet die vier Freunde, die eigentlich keine Freunde sind, mit aller Gewalt und Macht, die ihm zur Verfügung stehen. Das Selbstbild der 4 Protagonisten wird durch den Autor völlig zerstört, je dichter man sich dem Ende des Buches nähert.Die Männer müssen Ihre Vergangenheit verarbeiten, die beiden Frauen müssen Ihr Leben mit bzw. ohne Mutter aufarbeiten.Risse zeigen sich in den Fassaden und schnell merkt man, das vieles anders ist bei den vier Protagonisten, als es am Anfang scheint.Hier möchte ich gerne einen Buchbekannten zitieren, der für die Kolumne Nimmersatt in Nordbayern dieses Buch rezensiert hat, Björn Bischoff:"Doch nach dem Unfall sitzen sie in dem Haus fest, in das sie mit ihrem Auto gefahren sind. Ein altes Paar lebt hier, der Mann dement, die Frau merkwürdig reserviert. Das Haus verbarrikadieren die Alten in der Nacht, als hätten sie Angst, dass etwas eindringen könnte, als wenn in dieser Wüste Islands etwas Böses lauern würde. Trotzdem versuchen die vier Freunde dort durchzukommen, weiterzuziehen.Aber sie laufen im Kreis, in ihrer eigenen Hölle. Oder wie Anna es beobachtet: "Ihre Freunde wanderten durch die Sandwüste und kehrten verändert zurück – kam das nicht in den Volksmärchen vor?" Kam es. Und Steinar Bragi versteht es, diese Sagen und Gestalten für sich zu nutzen. Jeder Charakter steigt in seine eigene Biographie ab, in diese Version des Lebens, die er oder sie sich hier selbst zurechtgelegt hat, um in ihr unterzugehen. Dabei helfen Füchse und Teufel, tote Rentiere und geheime Zimmer. Daneben spielen verkorkste Biographien und auch die Finanzkrise eine Rolle, die Realität als eigener Moloch des Irrsinns. Schauerroman trifft Sage, Gegenwartsroman den Horror. Jegliche Rettung außer Reichweite."Die komplette Rezension könnt Ihr nachlesen unter:Kolumne Nimmersatt Diese Rezi sagt alles aus, was dieses Buch ausmacht und das ich definitiv nicht in Worte fassen kann. Fazit: Für mich eines der verstörendsten Horror/Thriller Bücher, das ich in den letzten Jahren gelesen habe.Das Ende lässt mich verwirrt und aufgewühlt zurück.Warnung: Wer am Ende eine klare Auflösung erwartet und denkt, man bekommt die Antworten auf einem Silbertablett serviert, der sollte die Finger von diesem Buch lassen. Ich befürchte mit einer solchen Erwartungshaltung wird das Buch definitiv ein Flop für den Leser.

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  • Hochland

    Hochland

    Webbee

    05. May 2017 um 11:39

    Zwei befreundete Pärchen brechen zu einem Wochenendtrip ins isländische Hochland auf. Sie wollen in der Stille der steinigen Wüste dem alltäglichen Trott entfliehen, zu sich selbst finden, Außergewöhnliches erleben.Doch dann krachen sie bei Nacht und Nebel mit ihrem Wagen in die Wand des einzigen Hauses im Umkreis von hunderten Kilometern und stranden in der Einöde. Sie sind angewiesen auf die Gastfreundschaft der Hausbesitzer, eines schrulligen alten Paares. Alle Versuche, die Zivilisation zu erreichen, scheitern an mangelhaftem Equipment oder am Wetter. Erschwerend kommt hinzu, dass mit ihren Gastgebern etwas nicht zu stimmen scheint. Der Mann benimmt sich wie ein Geistesgestörter, die Frau hat krankhafte Angst vor der Dunkelheit. Das Haus sichert sie allabendlich wie eine Festung. Diese Situation führt nicht nur  zu allgemeinem Unmut unter den Freunden, sondern bringt auch immer mehr zutage, wie problematisch deren teils langjährige Beziehungen zueinander sind. Am Ende lauert nicht nur draußen in der Einöde eine unbekannte Bedrohung, auch sie selbst werden für sich zur Gefahr.Mit Hochland gelingt es dem Autor, gleichermaßen  Horror- als auch Psychothriller-Liebhaber anzusprechen. Er schafft eine beklemmende Atmosphäre aus Misstrauen, unterdrückter Wut, Verzweiflung und ständiger Bedrohung. Das lauernde Unbekannte in der Einöde, immer evidenter werdende Verdachtsmomente und eine wachsende Ahnung, worum es sich bei jenem Unbekannten handeln könnte, sorgen für Nervenkitzel. Trotz wenig Action und vielen Rückblicken in die Vergangenheit der Protagonisten fehlt es dem Roman nicht an Spannung. Die Auflösung des Ganzen geschieht dann jedoch leider etwas zu abrupt und wenig originell, sodass erfahrene Horror- bzw. Thriller-Fans am Ende u.U. enttäuscht zurück bleiben.

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  • „Hochland: Thriller“ von Steinar Bragi aus dem DVA Verlag

    Hochland

    -Bookbutterfly-

    17. February 2017 um 20:08

    Ein neuer Horror-Thriller der im hohen Norden Islands spielt. Vier junge Menschen, die sich in der isländischen Einöde verirren und gegen mysteriöse Erscheinungen kämpfen müssen. In diesem Buch kommen alle Elemente des Horrors vor, was aber leider nichts Gutes für dieses Buch tut. Mich hat dieses Buch beim Lesen sehr verwirrt und so richtig enttäuscht. Ich hatte so viel Gutes über dieses Buch gehört und wurde so richtig enttäuscht. Ich hatte mir eine spannende Handlung mit Nervenkitzel gewünscht, wo ich jedoch enttäuscht wurde. Die zwei Paare die sich im Hochland verwirren, kommen von der Bahn ab und rammen im Nebel mit ihrem Jeep gegen ein einsam stehendes Haus. Weil der Wagen nicht mehr fahrbereit ist, müssen die Vier die Nacht im Haus der zwei seltsamen und wortkargen Alten verbringen. Die Alten legen sehr viel Wert darauf, dass niemand nachts vor die Tür geht. Bis hier hin hört sich das Ganze noch spannend und nach einem wirklich guten Buch an, aber leider geht es nicht so weiter. Als sich drei der Vier Personen auf den Weg machen um Hilfe zu holen, stoßen sie auf ein verlassenes Tal, in dem jeder ganz plötzlich aggressive Gedanken bekommt. Im weiteren Verlauf gibt es die klassischen Ekel-Elemente, die es in jedem mittelguten Horrorfilmen auch gibt. Jedoch bringt der Autor beim Lesen nicht diese Spannung rüber, die man aus guten Horrorfilmen kennt. Es zieht sich eher hin und ich persönlich habe mich beim Lesen sehr gelangweilt. Es gibt auch immer wieder Rückblenden in die Vergangenheit der vier Hauptpersonen, jedoch waren diese nicht nützlich für die Situation und hatten keine wirklichen Bezug auf die Situation im Hochland. Ich für meinen Teil hätte sehr gerne auf diese Rückblenden verzichten können. Ich hatte bis zur letzten Seite gehofft, dass der Autor mich noch mitreißen könnte, aber auch am Ende des Buches hatte ich nur Fragezeichen in meinem Kopf. Fazit Mich hat dieses Buch mehr als enttäuscht und eher weniger gegruselt und auch die Spannung und das Schockierende haben mir gefehlt. Bewertung  2 von 5 Schmetterlingen

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  • Satz mit X

    Hochland

    Buchstabenschatz

    23. January 2017 um 13:49

    zum Inhalt Vier junge Leute machen sich auf im isländischen Hochland zu campen um mal dem ganzen Trubel zu entfliehen. Sie sind gezwungen in einem alten, entlegenen Haus, bei lustigen alten Leutchen zu übernachten, nachdem sie Ihren Jeep im Nebel vor einen Baum gesetzt haben. Nur.... sind die lustigen alten Leute gar nicht so lustig.... meine Meinung Tja, der Klappentext verspricht so viel...aber leider ist das alles heiße Luft. Die Grundstory ist die, wie man sie in Millionen Horrorfilmen wieder findet..... 4 Leute, Ausflug in die Einöde und das Böse lauert schon. Für mich war das Ganze ein völliges Wirrwarr von langatmigen Passagen. Auch wenn hier und da etwas Spannung aufkam und man doch gerne wissen will, wie der ganze Quatsch sich jetzt auflöst, denkt man am Ende... Zeitverschwendung. Der Schreibstil ist ganz ok, auch wenn ich dieses typische skandinavische überhaupt nicht leiden kann. Die Charaktere sind dafür unterirdisch. Alle nervig und irgendwie unrealistisch. Die Covergestaltung ist dafür sehr gelungen. mehr als 1 ★  ist hier nicht drin

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  • Hält nicht, was der Klappentext verspricht...

    Hochland

    Creed

    25. December 2016 um 15:12

    Mein erster Thriller aus Island, und gleich ein Schlag ins Wasser. Bragis Roman ist als Thriller deklariert, wird dieser Bezeichnung über weite Strecken allerdings (in meinen Augen) nicht gerecht, mischt am Schluß noch (völlig überflüssige) Horror-Elemente dazu und heraus kommt ein Buch, das nicht Fisch und nicht Fleisch ist. Vier Freunde (zwei Männer, zwei Frauen) machen eine Tour durchs isländische Hochland und krachen bei Nebel in das Haus eines alten Ehepaars, welches sich später als ziemlich durchgeknallt entpuppt. Alle Versuche der Freunde, von dort wegzukommen, scheitern, und die ganze Situation wird immer merkwürdiger... Vom Plot her wirklich vielversprechend, macht Steinar Bragi leider mehrere Fehler...zum einen schiebt er jedesmal, wenn er gerade eine recht unheimliche Atmosphäre aufgebaut hat, einen ellenlangen (und meistens uninteressanten) Rückblick auf die Vergangenheit einer der Hauptpersonen ein; zwar werden dadurch die (nicht wirklich sympathischen) Charaktere plastischer und tiefgründiger, andererseits torpedieren diese schlecht platzierten Einschübe jedesmal die Atmosphäre und das Fortschreiten der Handlung, was irgendwann tierisch nervt. Nach recht belanglosen 200 Seiten nimmt die Story endlich Fahrt auf, wird allerdings von Augenblick zu Augenblick grotesker und absurder; dutzende Fragen und mysteriöse Situationen entstehen und werden nicht beantwortet...das Finale wiederum ist aus vielen anderen Romanen und Filmen bekannt und wirkte auf mich zusätzlich ärgerlich, weil sich der Autor durch einen solchen Kniff schön einfach aus der Affäre zieht und seine angesammelten Fragen des Buches nicht zu beantworten braucht. Besonders traurig an der Lektüre dieses Romans ist die Tatsache, dass Steinar Bragi durchaus Schreibtalent und einen soliden Sprachstil besitzt. Diese Fähigkeiten verpuffen allerdings an der wirren Story und dem spannungstötenden Plotaufbau. Fazit: Von mir leider nicht zu empfehlen, sprachlich gut, aber die ganze Geschichte kommt übertrieben mysteriös, unaufregend und mit enttäuschendem Finale daher. Schade, ich hatte mir mehr versprochen.

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  • Grundidee gut aber die Umsetzung leider nicht

    Hochland

    Lesemaus-M

    02. November 2016 um 18:54

    Klappentext/Inhalt: Sie hatten das Gefühl, dass jemand draußen auf sie wartete, in der Dunkelheit ihre Namen flüsterte ... Zwei junge Paare aus Reykjavík machen mit ihrem Jeep einen Ausflug in die raue, menschenfeindliche Bergwelt des isländischen Hochlands. Dichter Nebel zieht auf, sie kommen vom Weg ab und rammen ein Haus, das in der Einöde plötzlich wie aus dem Nichts vor ihnen aufragt. Notgedrungen müssen sie die Nacht dort verbringen. Ihr Amüsement über das ungeplante Abenteuer verwandelt sich schon bald in Unbehagen, denn ihre Gastgeber, ein verschrobenes altes Paar, benehmen sich sehr merkwürdig: Warum verbarrikadieren sie das Haus bei Einbruch der Dunkelheit wie eine Festung? Was lauert dort draußen in der Sandwüste? Und wieso haben sie so wenig Interesse daran, ihren Gästen zu helfen? Zunehmend panisch geraten die Städter miteinander in Streit, und ihre Versuche, den Weg zurück in die Zivilisation zu finden, werden immer verzweifelter. Gibt es ein Entrinnen? Meine Meinung: Dieses Buch habe ich vom Verlag erhalten und wollte mich hiermit nochmals bedanken. Als ich die Verlagsvorschauen gesehen habe, ist mir dieses Buch sofort aufgefallen. Der Klappentext hört sich richtig gut an und man erhofft sich eine spannende Geschichte. Leider habe ich diese aber nicht erhalten. Zwei Paare, die auch gut befreundet sind machen sich auf den Weg ins Hochland. Sie möchten der Großstadt entfliehen und einfach die Natur genießen. Als sie eines abends auf dem Heimweg sind und kommen vom Weg ab. Plötzlich gibt es eine heftige Erschütterung. Sie sind mit dem Wagen gegen etwas gefahren und dieses Etwas ist ein Haus. Sie stehen alle unter Schock und sind auch total müde. Die Bewohner des Hauses bieten ihre Hilfe an aber so wirklich wohl fühlt sich keiner. Als dann auch noch kuriose Sachen passieren, weiß keiner mehr, wem er eigentlich noch vertrauen kann. Die beiden Paare Hrafn und Vidgís sowie Anna und Egill haben sich ein paar Tage abseits der Stadt gewünscht, da ist das Hochland genau richtig für. Als dieser schreckliche Unfall passiert, merken alle sehr schnell, dass hier etwas nicht stimmt. Die Hausbewohner sind total wortkarg und vor allem behaupten diese Dinge, die gar nicht sein können. Die vier möchten so schnell wie möglich dort weg und machen sich auf den Weg. Dabei geht nicht alles gut und. Letztendlich wollen sie das Geheimnis der Bewohner lüften und endlich wieder nach Hause. Dann kommt alles ganz anders und sie wissen nicht mehr was sie machen sollen. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich auf eine spannende und gruselige Geschichte gefasst gemacht habe aber leider habe ich diese nicht bekommen. Zum einen hatte ich echt so meine Probleme mit den Charakteren und ich kann gar nicht so richtig ihre Eigenschaften benennen. Wir erhalten in dem Buch immer wieder Rückblicke, was sie so gemacht haben und wie ihr Leben aussah aber für mich war das wirklich sehr langatmig. Des Weiteren fand ich die Geschichte zu kurios und vor allem das Ende hat mich wirklich sehr enttäuscht. Fazit: Mit den Charakteren kam ich nicht gut klar und ich kann nicht mal ihre Charaktermerkmale richtig bestimmen. Die Geschichte fand ich auch total verwirrend und kurios. Außerdem bin ich immer noch so ein wenig sprachlos über das Ende. Die Grundidee ist wirklich toll aber ich finde die Umsetzung ist leider überhaupt nicht gelungen. Bewertung: Cover: 4/5 Klappentext: 4/5 Inhalt: 2/5 Schreibstil: 1,5/5 Gesamtpaket: 2/5 2 von 5 Sterne

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  • Geschmackssache

    Hochland

    NicoleP

    24. October 2016 um 12:34

    Vier Menschen wollen in der einsamen und kargen Landschaft des isländischen Hochlandes campen. Hrafn, Anna, Egilt und Vigdís begeben sich mit einer Menge Alkohol und Drogen auf ihre Reise. Als dichter Nebel aufzieht, kommen sie von der Straße ab und verlieren am Ende ganz die Orientierung. Wie aus dem Nichts taucht plötzlich eine Wand auf, und der Fahrer kann nicht mehr rechtzeitig bremsen.Die Wand gehört zu einem einsam gelegenen Haus, dessen Bewohner vom Lärm aufgeschreckt nach draußen eilen. Die Reisenden dürfen bei dem seltsamen alten Paar übernachten. Doch aus einer Nacht sollen viele werden. Alle Versuche, zurück in die Zivilisation zu gelangen, scheitern.Das alte Paar bleibt in der Geschichte im Hintergrund und taucht in der Geschichte eher selten auf. Was schade ist, denn die beiden sind interessante Figuren. Die Freunde können in ihrem Haus übernachten und sich frei bewegen, so als gäbe es die alten Herrschaften gar nicht. Dabei werden gerade diese von vielen Geheimnissen umgeben.Das Buch ist in mehrere Abschnitte gegliedert. Obwohl die Handlung in der dritten Person geschrieben ist, wechselt die Sicht der Geschehnisse zwischen den vier Protagonisten. Jeder von ihnen erinnert sich an Begebenheiten aus seiner Vergangenheit und wie diese mit den anderen Personen verbunden ist. Leider schweifen diese Erinnerungen dermaßen ab, dass die eigentliche Handlung, nämlich das Stranden in der Einöde und die Versuche, von dort zu entkommen, in den Hintergrund gerät.Im Klappentext lautet der Kommentar von Kristof Magnusson „ein faszinierendes Buch voller Schrecken, das sich aus unserer Realität speist und auf sie zurückverweist … beklemmend und hochspannend.“ Auf der Rückseite verspricht Gomorron Sverige „Dieser Mann beherrscht alle Schattierungen des Horrors … furchteinflößend“. Als ein Buch voller Schrecken oder Horror würde ich dieses Buch jedoch nicht beschreiben.Die Geschichte dehnt sich wie Kaugummi, ist oft nur flach erzählt, und die Versuchung, das Buch abzubrechen, war enorm groß. Am Ende bin ich aber froh, doch durchgehalten zu haben. Somit habe ich das Geheimnis um das Haus und die einsame Gegend erfahren. Jedoch können diese paar Seiten am Ende des Buches nicht wieder gut machen, was Anfang und Mittelteil an Spannung fehlte. Auch der Schluss ist nicht das große „Aha-Erlebnis“. Auch hätte ich gerne mehr über die beiden Bewohner des Hauses erfahren. Die beiden Figuren kamen eindeutig zu kurz.Aus der Idee, die diesem Buch zugrunde liegt, hätte man mehr machen können. Vielleicht haben die Kommentare auch falsche Erwartungen bei mir geweckt. Meiner Meinung nach ist dieses Buch eindeutig Geschmackssache.Ich danke dem Bloggerportal und dem DVA Belletristik Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplares.

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  • ´Das Ende hat alles versaut

    Hochland

    lord-byron

    12. October 2016 um 12:58

    Zwei junge Paare aus Reykjavík machen mit ihrem Jeep einen Ausflug in die raue, menschenfeindliche Bergwelt des isländischen Hochlands. Dichter Nebel zieht auf, sie kommen vom Weg ab und rammen ein Haus, das in der Einöde plötzlich wie aus dem Nichts vor ihnen aufragt. Notgedrungen müssen sie die Nacht dort verbringen. Ihr Amüsement über das ungeplante Abenteuer verwandelt sich schon bald in Unbehagen, denn ihre Gastgeber, ein verschrobenes altes Paar, benehmen sich sehr merkwürdig: Warum verbarrikadieren sie das Haus bei Einbruch der Dunkelheit wie eine Festung? Was lauert dort draußen in der Sandwüste? Und wieso haben sie so wenig Interesse daran, ihren Gästen zu helfen? Zunehmend panisch geraten die Städter miteinander in Streit, und ihre Versuche, den Weg zurück in die Zivilisation zu finden, werden immer verzweifelter. Gibt es ein Entrinnen? Es ist schon eine Weile her, seit ich dieses Buch gelesen habe, denn leider kamen diverse Krankheiten dazwischen. Aber ich kann mich noch sehr gut daran erinnern,wie genervt ich von den Charakteren war. Da war wirklich niemand dabei, der mir als Leser sympathisch gewesen wäre. Aber gerade diese Bücher finde ich ja sehr gut, um mich abzulenken. Ich war ständig am Schimpfen.  Handlung und Schreibstil fand ich recht spannend und gut gelungen bis.... ja bis auf das Ende. Das hat leider das ganze Buch inklusive Bewertung versaut. Ohne dieses schreckliche Ende hätte das Buch von mir 4 Byrons bekommen, aber da es wirklich die ganze Geschichte versaut, kann ich jetzt leider nur noch 2 - 3 von 5 Byrons vergeben und habe wirklich lange über die Bewertung nachgedacht. Aber da mir ja 3/4 des Buches gefallen haben, habe ich mich für 3 Byrons entschieden. Man kann das vielleicht so erklären: Das ganze Buch handelt von Rotkäppchen und dann wird plötzlich das Ende von Dornröschen erzählt. Es hat absolut nicht gepasst und alles in Frage gestellt, was man vorher gelesen hatte. Aber auf so eine idiotische Art und Weise, dass man sich als Leser echt verarscht vorkam.   Dabei fand ich die Atmosphäre des Buches so richtig gelungen. Auch die ganzen Andeutungen, die letztendlich nie aufgelöst wurden. Oder auch die Rückblenden, die dem Leser die Charaktere näher gebracht haben und vieles von ihrem Verhalten erklärten.  Ich denke, das Buch wird seine Fans haben, mich hat es leider auf den letzten 30 Seiten verloren. Schade.   © Beate Senft                             

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  • Verwirrender Thriller, der den Leser mit vielen Fragezeichen zurücklässt

    Hochland

    Benni_Cullen

    12. October 2016 um 08:47

    Als ich das Cover zum Buch sah, war ich total interessiert, wirkte es doch sehr mysteriös und durch die rote Farbe des Wortes "Land" dachte ich sofort, es wird ein blutiger Thriller, der unter die Haut geht. Auch der Klappentext schien diesen Eindruck zu bestätigen, weshalb ich mich sehr freute, als per Verlagspost das Buch bei mir zuhause eintrudelte. Ich fing quasi sofort mit der Geschichte an und brauchte ein wenig Zeit, um mich in dieser zurecht zu finden. Es gibt keinen Prolog, der Leser wird damit sofort in die Geschichte hineingeworfen und braucht erstmal ein wenig Zeit, um sich zu orientieren. Dies gilt sowohl für die Geschichte, die Charaktere als auch den Schreibstil, denn der Autor schreibt sehr sachlich und lässt große Gefühle außen vor. Das ist sehr schade, fällt es einem dadurch dann doch etwas schwer, mit den Figuren warm zu werden.Die Geschichte ist an sich sehr gut geschrieben und lässt sich dadurch leicht lesen. Das Buch weist kurze Kapitel vor, die verständlich verfasst sind und ab und zu auch eine Überschrift haben, die das Geschehen zusammenfasst. Dies machte es mir leicht, den Thriller zu lesen, auch wenn inhaltlich einige Probleme auf mich zukamen.So hatte ich von Anfang an Probleme mit den vier Protagonisten: Diese wirken nämlich ziemlich unnahbar, gefühlslos und eher oberflächlich. Jeder von ihnen kann den anderen eigentlich nicht leiden und ist total mit sich selbst beschäftigt - obwohl sie eigentlich gemeinsam an einer Lösung suchen sollten, aus dem Hochland zu entfliehen. Stattdessen denken sie über ihre Vergangenheit nach, trinken Alkohol, nehmen Drogen und besprechen nur nebenbei, wie es weitergehen soll. Die Figuren entwickeln sich nicht über sich hinaus, sondern bleiben eher an der selben Stelle stehen. Das alles wirkte auf mich sehr unsympathisch und löste deshalb bei mir auch kein Zusammenhörigkeitsgefühl aus. Viel mehr betrachtete ich alles von außen, ohne großartig mitzufühlen und beschwerte mich später auch nicht mehr, wenn die Gruppe auf Probleme stieß."Hochland" plätscherte also größtenteils vor sich hin, es gibt viele Rückblenden in die Vergangenheit, dabei gerät allerdings die eigentlich Situation (nämlich die völlige Isolation im Hochland) total in den Hintergrund und die ganze Zeit habe ich mich gefragt, was diese Rückblenden zur eigentlichen Geschichte beitragen. Die Antwort? Leider nichts. Bis zur letzten Seite erhoffte ich mir, dass die gelesenen Geschichten der vier Protagonisten irgendwie zum Ausweg beisteuerten, nur um letztendlich mit einem großen Fragezeichen im Gesicht zurückgelassen zu werden. Ich bin mir bis jetzt nicht darüber im Klaren, was der Autor mir mit den letzten Worten sagen möchte.Mein Fazit:Somit war das Buch für mich eine konfus erzählte Story, bei der ich mir nicht sicher war, was ich davon halten sollte. Ich würde auch nicht wirklich sagen, dass es ein Thriller- oder Horror-Buch war. Ich hatte mehr das Gefühl eine Polizei- oder Patientenakte aus der Psychiatrie zu lesen, die sachlich über einen Vorfall berichtet, ohne auf Emotionen oder Gedanken zu achten. Nach den ersten 150 Seiten hatte ich mich wirklich an den konfusen Part gewohnt und dachte mir, dass man erstmal vielleicht etwas enttäuscht ist, weil man nicht die Story erhält, die man aufgrund des Klapptentexts erwartet. Ich bemühte mich dann deshalb nicht alles schwarz zu sehen und gab dem Buch bis zur letzten Seite eine Chance. Leider vergeblich. Hätte der Autor ein grandioses Finale beschrieben, welches alle Antworten zu meinen Fragen geliefert hätte, wären es 3 Punkte geworden. So, kann ich aber nur 2/5 Punkten geben.

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  • Ich hatte mehr erwartet

    Hochland

    SillyT

    09. October 2016 um 18:06

    Zwei Pärchen sind mit ihrem Wagen auf Tour durch die Einöden Islands, doch der Fahrer kommt vom Weg ab und sie prallen gegen eine Wand. Ein Haus, mitten in der Ödnis und bewohnt von einem alten Ehepaar. Diese sind so freundlich und lassen die Vier bei ihnen übernachten und leihen ihnen ihr Auto, um am nächsten Morgen in den nächsten Ort zu gelangen. Doch auch mit diesem Auto haben sie kein Glück und bleiben unterwegs liegen. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als zu dem Haus der alten Leute zurückzukehren. Diese sind schon sehr schrullig, aber auch die Umgebung ist durchweg unheimlich und so beschließen drei von ihnen am nächsten Tag zu Fuß fortzukommen. Doch irgendetwas scheint nicht zu wollen, dass sie die Ödnis verlassen, denn auch hierbei passieren viele merkwürdige Dinge. Meine Meinung: Soweit so gut, bis hierhin klingt es ja eigentlich recht spannend, zwar gibt es dieses Grundgerüst bestimmt schonmal für einen Thriller, der in Richtung Horror driften soll, doch wenn dieses atmosphärisch dicht und fesselnd beschrieben wird, kann es einfach eine gute Geschichte werden. Doch leider ist es dem Autor nur sehr selten gelungen, wirklich Gänsehautatmosphäre zu erschaffen. Dabei liegt es noch nicht einmal am Schreibstil, den ich durchaus als angenehm empfunden habe und auch sprachlich gibt es nichts auszusetzen. Nur leider war der Inhalt für mich weder spannend noch unheimlich, leider noch nicht einmal richtig interessant. Die Geschichte beginnt zunächst noch recht spannend, wir lernen die vier Charaktere kennen und mit ihnen auch ein paar Hintergrundinformationen. Dies hätte mir auch zu den Charakteren bei einem Horrorthriller durchaus gereicht, aber immer wieder, wenn es spannend werden könnte, driftet die Erzählung ab in Rückblicke auf das bisherige Leben der einzelnen Charaktere. Für mich persönlich muss das gar nicht so weit ausgeholt werde, mir wäre es in diesem Genre viel lieber gewesen, wenn die Beschreibungen der doch sehr unheimlich anmutenden Gegend ausgebaut worden wäre. So plätschert die Spannung über die ersten 150 Seiten nur so leicht vor sich hin, man erfährt zwar hier und da ein paar Details, die grausig sein könnten, doch diese werden schnell wieder durch Rückblicke abgelöst. Auch später wird es eher skurril und wirr als spannend, vielleicht habe ich da auch irgendwas nicht ganz verstanden, aber so richtig Sinn hat das für mich nicht gemacht. Der Autor legt Spuren und Pfade aus, die sich dann im Nachhinein im Sande verlaufen und ich fragte mich, warum kam das jetzt überhaupt aufs Tapet. So wurde es zwar durchaus blutig, aber den wirklichen Sinn dahinter wurde mir nicht klar. Auch die Charaktere waren für mich keine Sympathieträger, dadurch, dass ich sehr viele Details aus ihrem Leben kennengelernt habe, wurden sie zwar durchaus glaubhafter und nicht so oberflächlich, wie es sonst schonmal gerne in diesem Genre zu finden ist, aber die Spannung litt einfach zu sehr darunter. Da sind Anna und Egill und Vigdis und Hrafn - zwei Paare, die in ihren Beziehungen schon sehr viele Probleme mit sich herumschleppen und unter denen es mehr Stress als Zusammenhalt gibt. Ich habe mich schon gefragt, wieso diese Personen überhaupt auf die Idee kamen, zusammen in den Urlaub zu fahren. Na ja, letzten Endes hat es schon recht gut zum Buch gepasst. Erzählt wird die ganze Geschichte dann aus abwechselnden Perspektiven zwischen allen vier Charakteren und so konnte oder musste ich dann auch über jeden Einzelnen noch viel aus der Vergangenheit erfahren.  Mein Fazit: Bei einem Horrorthriller erwarte ich gar nicht viel psychologische Einblicke in die einzelnen Charaktere, auch die Rückblenden hätten für mich nicht sein gemusst. Ja, die Figuren sind dadurch schon glaubhafter, aber die Story wirkt dabei schlicht und ergreifend langweilig. Leider, denn nach dem Klappentext habe ich adrenalinträchtige Spannung mit Gänsehautatmosphäre erwartet. Dieser Mann beherrscht alle Nuancen und Schattierungen des Horrors - so wurde über den Thriller berichtet, aber für mich persönlich galt das nicht, denn wirklichen Horror hatte ich nicht. Schade!

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  • STEINAR BRAGI - Hochland

    Hochland

    Janko-Unchained

    05. October 2016 um 12:06

    STEINAR BRAGI - Hochland (DVA) Dass sich der isländische Autor Steinar Bragi mit seinem eher unkonventionellen Plot nicht nur Freunde, sondern auch Feinde innerhalb der Lesergemeinde machen würde, war von vornherein abzusehen. Sein neuestes Werk „Hochland“ ist schwer einzukategorisieren, denn es ist nicht leicht zu greifen und irgendwie weder Fisch noch Fleisch. Ist es nun subtiler Horror, ein Psycho Thriller, ein surreales Psychogramm oder etwas aus der Reihe Phantastik? Die Richtung, des 302 Seiten starken Romans ist nicht eindeutig definiert und irgendwie ist er alles und gleichzeitig nichts davon. Die Sprache ist zu Beginn etwas holprig, was durchaus an der Übersetzung liegen mag, der Spannungsbogen ist langatmig gestaltet, es wird wenig Lokalkolorit eingestreut und erst ganz am Schluss nimmt der Plot so richtig Fahrt auf. Dann wirft die Geschichte allerdings mehr Fragen auf, als sie beantwortet, was auch der Grund für die vielen negativen Meinungen sein dürfte, die ich allerdings nicht ganz teilen mag. Die angedeuteten Geschehnisse sind zum Teil Metaphern auf die wirklichen Hintergründe und den verrückt gewordenen Geist, der dieser Geschichte innewohnt. Am Anfang macht sich ein typischer Horror Thriller Plot nach amerikanischem Vorbild breit, taucht im Laufe der Erzählung aber in eine eigentümliche, fremdartige Symbiose aus den vorgenannten Stilen ab. Zwei junge, urlaubsreife Pärchen fahren gemeinsam mit ihrem Hund Tryggur (was so viel wie "treu" bedeutet) durch Islands menschenleeres Hochland, welches zugleich Europas größte Wüste darstellst. Durch Unachtsamkeit kommen die jungen Leute bei Nacht und Nebel von der Straße ab. Verzweifelt versuchen Hrafn, Vigdís, Anna und Egill die Straße wiederzufinden und verfahren sich immer weiter in den windgepeitschten Sandflächen. Als sie den Wagen schlussendlich gegen eine Hauswand lenken, findet ihre Fahrt ein jähes Ende. Zum Glück nur leicht verletzt, finden Sie Unterschlupf bei den alten, verschrobenen Bewohner des Hauses, welche selbiges nach außen hin wie eine Festung verbarrikadieren, denn merkwürdige Dinge geschehen dort draußen. Was sich zu einem tödlichen Trip durch die Sand- und Felswüste Islands auswächst, ist eine surreale Exkursion in menschliche Abgründe, der ein klein wenig mehr Seele sicherlich gut getan hätte. Man meint recht früh zu ahnen, in welche Richtung der Plot marschiert, aber es bleibt vieles offen und der Fantasie des Leser überlassen, was im Prinzip gar nicht so verkehrt ist, denn ein Buch, auch wenn es wie in diesem Fall nicht das tiefgründigste ist, soll doch in erster Linie unterhalten und in zweiter Linie zum Nachdenken anregen und das tut es ganz offensichtlich. Die Gruppe wird zum Teil richtig philosophisch, agiert aber das ein oder andere Mal etwas „strange“. Die jungen Leute scheinen des Weiteren ein arges Alkoholproblem zu haben. Leider schleichen sich auch immer mal wieder ein paar plumpe Bemerkungen zu den Vorkommnissen ein, die das Lesevergnügen ein wenig schmälern. Zwischendurch wird immer mal wieder die Vergangenheit der vier Protagonisten beleuchtet, welche alles andere als sympathisch gezeichnet sind, was ein gewisses Empathieempfinden des Lesers, mit der misslichen Lage in der sich die jungen Isländer befinden, erschwert. Ihnen allen lastet eine angeschlagene Psyche an und sie fechten permanent Kämpfe mit ihren inneren Dämonen aus. Merkwürdige Geschehnisse, sonderbare Verhaltensweisen, kleine Nicklichkeiten untereinander. Sie sind sich untereinander auch nicht grün und nutzen nahezu jede Gelegenheit die sich bietet, das jeweilige Gegenüber zu denunzieren. Das Hochland scheint Spannungen hervorrufen und die Verhaltensweisen der jungen Leute nachhaltig zu beeinträchtigen. Sie werden im Laufe der Geschichte immer schizophrener und fangen allmählich an durchzudrehen. Nichts ist wirklich, nichts ist fassbar, nichts ist evident.  Bragi baut eine immer subtilere Spannung auf. Es dauert allerdings eine halbe Ewigkeit, bis etwas nennenswertes passiert. Man hätte das Ganze in seiner surrealistischen Dramaturgie gerne mehr in die Breite ziehen dürfen, den Plot tiefgründiger gestalten, dem Kausalismus ein weitergehendes Augenmerk schenken und der morbiden Diversität einen größeren Handlungsspielraum einräumen sollen. „Hochland“ ist ein surrealer, atypischer Horror Roman geworden, der mich von seiner Grundstimmung her ein wenig an den Film „Lost Highway“ von David Lynch erinnerte. Meine Wertung: 79/100 Mein Blog: www.lackoflies.jimdo.com

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  • Ansprechendes Cover, schlechter Inhalt

    Hochland

    Marabu

    01. October 2016 um 21:54

    Ich lese gerne Thriller, aber das ist definitv keiner. Auch kein Krimi, denn es fehlt die Spannung. Eher ist es ein Buch, in dem langatmig und verwirrend die Lebensgeschichte zweier Pärchen erzählt wird, die sich auf einem Abenteuertrip befinden, obwohl sie ungleicher gar nicht sein können. Warum dieses Buch Preise eingeheimst hat, kann ich nicht verstehen. Entweder liegt es an der Übersetzung, das die Spannung fehlt oder die Norden haben eine andere Auffassung von Spannung. Auch wenn der Klappentext nach Spannung klingt, der Inhalt ist absolut nichtsagend und unspektakulär. Eine Verbindung zu Stephen King kann ich nicht erkennen, da dessen Novellen zwar auch oft langatmig sind (dafür ist er ja bekannt) aber trotzdem fesselnd geschrieben sind. Ein Buch, das man echt nur für die Liebhaber der nordischen Literatur empfehlen kann.

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  • Hat mich nicht überzeugt

    Hochland

    WinfriedStanzick

    26. September 2016 um 10:58

    Ich war durch die Buchbeschreibung und die Verlagsankündigungen auf dieses Buch sehr gespannt, zumal ich normalerweise kaum Thriller lese, dem Lektorat von DVA aber eine sichere Hand zutraue bei der Auswahl der Bücher, die es in sein üblicherweise anspruchsvolles Programm nimmt. Ich habe das Buch auch tapfer bis zum Ende gelesen, weil es ihm zumindest gelingt eine Form von Spannung aufzubauen und man dann doch wissen möchte, was da wirklich los ist draußen in der menschenfeindlichen Berg- und Wüstenwelt des isländischen Hochlandes. Dorthin sind zwei Paare mit einem Hund aufgebrochen. Alle vier haben ihre je eigene ziemlich gestörte Lebensgeschichte. Eingeflochten in die Handlung des Buches erzählt Bragi von diesen Lebensschicksalen und den vergeblichen Versuchen, sie hinter sich zu lassen. Diese Passagen habe ich gerne und mit Gewinn gelesen, während mich die fortlaufende Geschichte zunehmend mehr irritiert und verwirrt hat.Diese vier jungen Menschen geraten auf ihrer Fahrt im Nebel vom Weg ab, und fahren mit ihrem Jeep in ein Haus hinein. Das wird bewohnt von zwei alten Leuten, ein  ziemlich verschrobenes altes Paar, das ihr Haus wie eine Festung verbarrikadiert. Vor was haben sie Angst, fragen sich die vier Gestrandeten, die zunächst dort unterkommen?  Was ist da draußen in der Sandwüste?  Die beiden Paare, deren Verhältnis zueinander völlig ungeklärt ist, was in dieser Ausnahmesituation sofort aufbricht, geraten mehr und mehr in Streit und versuchen  panisch ihre Rückkehr zu organisieren. Da geschehen unerklärlich Dinge, seltsame Wesen streifen nachts vor dem Haus umher. Aber leider ist das weder schlüssig erzählt, noch gruselt es einen.Lange nachdem ich das Buch ausgelesen aus der Hand gelegt habe, habe ich mich gefragt, wieso „Hochland“ von der Kritik in Nordeuropa gefeiert wurde und man Bragi schon mit Stephen King vergleicht. Vielleicht würde, so dachte ich, der erzählte, mich verwirrende Stoff in einer filmischen Bearbeitung mehr zur Geltung kommen.Als Buch jedenfalls, als angeblicher Thriller, hat „Hochland“ mich sehr enttäuscht und ich kann es nicht weiter empfehlen. Oder, natürlich auch möglich:  ich habe den ganzen Ansatz nicht verstanden.

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  • Vier Freunde in Island ...

    Hochland

    Unzertrennlich

    20. September 2016 um 09:00

    Schreibstil Auf "Hochland" habe ich mich besonders gefreut, denn das Buch sollte mein erster "Island"-Thriller werden und besonders die Aussage auf dem Klappentext, dass der Autor "alle Schattierungen des Horrors beherrscht" hat mich mit großen Erwartungen an dieses Buch herangehen lassen. Leider hat der Autor aber diese Schattierungen in diesem Buch nicht gezeigt und auch sonst ist das Wort "Horror" oder "Thriller" absolut nicht passend für dieses sehr ruhige und leider teilweise auch extrem langatmige Buch. Kommen wir aber erst einmal zum Positiven. Das "Island"- Feeling war auf jeden Fall gegeben. Mit den Beschreibungen der Umgebung und der ganzen Atmosphäre hat sich Steinar Bragi große Mühe gegeben, aber leider hat das alles nicht ausgereicht! Das Buch ist vielmehr eine Charakterstudie mit sehr schwachem Ende, das aus zig Büchern bereits bekannt ist! Der Schreibstil von Steinar Bragi hat mir leider überhaupt nicht zugesagt. Immer wieder triftet er über mehrere Seiten in die Vergangenheit seiner Charaktere ab und die eigentliche Geschichte stagniert einfach. Hätte es sich bei diesem Buch nicht um ein Rezensionsexemplar gehandelt, so hätte ich es höchstwahrscheinlich schon nach 100 Seiten abgebrochen. Charaktere - Hrafn, Anna, Egill, Vigdis - Da sind sie also unsere vier Freunde, die Urlaub in Island machen wollen. Natürlich gibt es auch jede Menge Stress zwischen den beiden Paaren, denn Anna und Egills Beziehung steht schon lange unter keinem guten Stern mehr und auch Vigdis und Hrafn haben mit einigen Problemen zu kämpfen. Ich mag Charakterstudien prinzipiell sehr gerne - wenn sie denn glaubhaft gemacht sind und wenigstens einen Sympathieträger oder aber wirklich vielschichtige Eigenschaften haben. In "Hochland" war mir alles zu konstruiert. Wir haben den Typen, der auf die Freundin seines besten Freundes steht, die Frau, die in ihrer Beziehung viel erdulden muss und jede Menge unausgesprochene Lügen. Könnte ja eigentlich ganz spannend sein, oder? Ist es aber leider nicht. Der  Autor verliert sich leider immer wieder in der Vergangenheit seiner Charaktere. Immer wieder gibt es Rückblenden, die sich über mehrere Seiten erstrecken und die Charaktere beleuchten sollen. Einziges Problem: Es hat mich immer wieder komplett aus der Geschichte geworfen. Plötzlich wird die ganze Lebensgeschichte aufgetischt und Island ist vergessen. Wozu frage ich mich? Das Buch ist weder Psychothriller, noch Horrorroman. Nicht einmal die Bezeichnung "Thriller" wird diesem Werk gerecht! Meine Meinung Ich habe mich immer wieder zum Weiterlesen zwingen müssen, in der Hoffnung, dass das Buch irgendwann anfängt. auf gut 200 Seiten (von 300!) passiert nämlich nicht viel, außer kleine, aber leider sehr langweilige Nachforschungen und Versuche, das Haus und diese Umgebung endlich zu verlassen. Auch die versprochenen "Schattierungen des Horrors" fehlten komplett. Vielleicht hat der Autor diese ja wirklich drauf, in diesem Buch ist davon aber nicht viel davon zu spüren. Auf den letzten 50 Seiten versucht er sich teilweise noch mit recht plumpen Horror zu retten, aber Spannung hat mir leider das gesamte Buch über gefehlt. Das Buch fängt recht mysteriös an und es werden viele Fragen aufgeworfen. Den Plot zu Beginn der Geschichte fand ich eigentlich nicht schlecht. Da sind 4 Freunde, die Urlaub machen wollen und plötzlich einen Unfall haben und gegen ein Haus mit seltsamen Bewohnern fahren. Doch dann gibt es leider kaum Entwicklungen und Steinar Bragi versucht das Buch mit Nebensächlichkeiten zu strecken. So fand ich, wie bereits erwähnt, besonders die Einwürfe des gesamten Lebens der einzelnen Charaktere unpassend.  Es fällt mir wirklich schwer, das Buch hier zu bewerten und vor allem meine Leseeindrücke wiederzugeben, denn "Hochland" hat sich leider bis zum Ende gezogen. Es hatte kaum Spannung, nach jedem Kapitel musste ich mich zwingen, weiterzulesen, da ich all das Handeln einfach nicht nachvollziehbar fand. Die Ideen, die der Autor beschreibt, sind zwar ganz nett, aber letztendlich zu wirr. Steinar Bragi schreibt und schreibt und doch hatte ich das Gefühl, kaum Handlung zu haben. Er lässt seine Charaktere zwar agieren, aber erzeugt dabei keinerlei Spannung! Und das Ende fand ich leider wieder mal wirklich enttäuschend! Nein, mehr als enttäuschend, es hat mich wütend gemacht, weil sowas schon tausendmal in Filmen und Büchern behandelt wurde! Fazit "Hochland" war für mich weder Thriller, noch Horrorroman und auch keine Charakterstudie. Es war zäh und zu gewollt! Schade!

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