Steinunn Sigurdardóttir Der Zeitdieb

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Inhaltsangabe zu „Der Zeitdieb“ von Steinunn Sigurdardóttir

Alda aus Rejkjavik ist eine kluge und selbstbewusste Frau. Sie hat schon viele Herzen gebrochen, als sie in Anton schließlich ihren Meister findet. Nach einer kurzen und heißen Affäre lässt er sie fallen, und Alda weiß mit einem Mal: So ist das, wenn der andere geht, aber die Liebe bleibt - "Der Zeitdieb" ist eine Geschichte über die Krankheit Liebe, federleicht erzählt, aber mit einer Intensität, die den Leser nicht loslässt.

STIMMEN ZUM BUCH: Der Zeitdieb ist schlichtweg vollkommen, und man muß schon ein ziemlicher Unmensch sein, um die 180 Seiten nicht in einer Nacht zu verschlingen. (Welt) Die intellektuelle und sprachliche Brillanz des Romans machen ihn zu einem Lesevergnügen, das man sich nicht entgehen lassen sollte. (HR)

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Mich hat das Buch auch nicht gerade gefesselt. Nervig auch die Anrede in der 3.Person...wird ständig gewechselt.

— rondane
rondane

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  • Rezension zu "Der Zeitdieb" von Steinunn Sigurdardottir

    Der Zeitdieb
    wiebeke

    wiebeke

    09. January 2012 um 18:01

    Ein brilliant geschriebenes Buch in bildhafter Sprache. Die verschiedenen Stilrichtungen als Ausdrucksmittel sind großartig. Egomanin Alda intelligent und mit Selbstironie. St. S. findet immer neue Zustandsbeschreibungen für Aldas Schmerz, ihre Wut, ihre Liebe, ihre Angst und ihre Sehnsucht - erstaunlich und für mich zu ausgedehnt. Für mich leider ein unbefriedigender Schluss - das Ende bleibt offen, oder? Wunderschöne Landschaftsbeschreibungen! Höchstes Lob an die Übersetzerin

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  • Rezension zu "Der Zeitdieb" von Steinunn Sigurdardottir

    Der Zeitdieb
    Siiri

    Siiri

    12. August 2011 um 13:11

    Inhalt: Alda ist eine 37-jährige, begehrenswerte und sehr von sich selbst überzeugte Lehrerin aus Reykjavik. Ihr Liebesleben ist unstet, sie hat zahlreiche Affären hinter sich und gedenkt nicht, sich auf ewig zu binden. Finanzielle Probleme sind ihr fremd, denn sie hat von ihren gut situierten Eltern ein Vermögen und einige Häuser geerbt. In einem dieser Häuser lebt sie zusammen mit ihrer Schwester Alma und deren Tochter Sigga, ganz nahe am Meer. Doch eines Tages geschieht es – Alda verliebt sich rettungslos in Anton, einen jüngeren, verheirateten Lehrerkollegen. Mit diesem verbringt sie eine wunderschöne Zeit, die jedoch nur einhundert Tage lang währt. Denn dann wird sie vom Geliebten verlassen und muss ihr Leben fortan in Sehnsucht nach ihm verbringen… Meine Meinung: „Der Zeitdieb“ ist ein berührendes Buch über eine verlorene Liebe und darüber, was das Verlassenwerden in einem Menschen auslösen kann. Alda fungiert hier als Ich-Erzählerin und ihre Geschichte erzählt sie uns in der Gegenwartsform. Der Roman ist in relativ kurze Kapitel eingeteilt, die mit jeweils passenden Überschriften versehen sind, welche Neugier auf das Kommende wecken. Alda ist in der Männerwelt heiß begehrt und wird sowohl im Lehrerkollegium als auch unter den Schülern angehimmelt. Sie ist kein Kind der Traurigkeit, und so stürzt sie sich in eine Affäre nach der anderen, aber niemals sind Gefühle mit im Spiel. Folglich bleibt es nicht aus, dass sie unzählige Männerherzen bricht. Alda ist eine oberflächliche und etwas selbstverliebte Frau. Ein Leben im Luxus ist ihr sehr wichtig und sie verreist häufig und gerne. Als der neue Geschichtslehrer Anton in ihr Leben tritt, will sie sich zunächst gar nicht eingestehen, dass sie sich Hals über Kopf verliebt hat. Und doch kann sie bald an nichts anderes mehr denken und verfällt ihm schließlich. Die beiden Kollegen stürzen sich in eine Affäre, die für Alda jedoch ganz anders ist als diejenigen davor. Zum ersten Mal empfindet sie Liebe für einen Mann, sie hat den Wunsch, ihr Leben mit ihm zu verbringen. Nach einhundert Tagen jedoch verlässt Anton sie, was ihr schier das Herz zerbricht. Ihre Liebe zu Anton lässt sie nicht mehr los. Der Roman hat relativ wenig an Handlung zu bieten. Vielmehr legt die Autorin den Fokus auf die Beschreibung von Aldas Gefühlen und Gedanken zu dieser verlorenen Liebe. „Der Zeitdieb“ ist durchzogen von tiefgründigen Gedanken über die Liebe, die Partnerschaft, über Familie, das Älterwerden und das Leben an sich. So überträgt sich Aldas Weltschmerz auf den Leser und es fiel mir nicht schwer, mit ihr zu fühlen. Dennoch vermochte ich nur schwer mit der Hauptfigur warm zu werden, war sie mir doch etwas zu sehr von sich selbst überzeugt und zuweilen erscheint sie mir auch sehr herzlos. Als Sympathieträgerin würde ich sie jedenfalls nicht bezeichnen. Die Nebencharaktere bleiben blass und erscheinen nur in Konturen, was vermutlich von der Autorin so beabsichtigt ist, da einzig Aldas Gefühlswelt im Mittelpunkt stehen soll. Ein wichtiger Aspekt des Buches ist die Geschichte von Aldas Familie. Ihr Vater und ihre Mutter sind längst verstorben, jedoch ist die Einrichtung in ihrem Elternhaus seit ihrer Kindheit unverändert. Weder Alda noch ihre Schwester Alma haben das Haus ihrer Eltern seit deren Tod verlassen, sie wohnen seither zusammen, allerdings in verschiedenen Stockwerken. Später im Buch trifft die Schwestern ein weiterer schwerer Schicksalsschlag. Ein anderes zentrales Thema des Buches ist das Älterwerden, die Einsamkeit im Alter und die Angst davor. Alda richtet ihr ganzes Leben auf diesen Mann, auf ihre verlorene Liebe aus und so ziehen die Jahre an ihr vorbei, indem sie ihm nachtrauert und sich nach ihm verzerrt. In ihrer eindringlichen, intensiven und poetischen Sprache schildert die Autorin Aldas Leiden und ihre fortwährenden Gedanken an ihren verflossenen Geliebten. Dabei bedient sie sich verschiedenster Stilmittel. So finden sich in diesem Roman Passagen in lyrischer Form, Briefe an Anton, die Alda an ihn verfasst und nicht absendet, ein Dialog in Dramaform und nicht zuletzt natürlich viele Bilder und Metaphern. Diese abwechslungsreiche Gestaltung sorgt für eine unglaublich dichte Atmosphäre, die Emotionen der Protagonistin werden dem Leser sehr überzeugend und glaubwürdig vermittelt. Das Buch verlangt es, aufmerksam gelesen werden, denn die Autorin bedient sich gerne längerer und teils auch verschachtelter Sätze. Aber auch Ellipsen scheint sie zu mögen. Etwas erschwert wird die Lektüre durch das Fehlen von Anführungszeichen, so dass sich Dialoge nicht immer problemlos erkennen lassen. Interessant fand ich auch, dass Alda manchmal von sich selbst in der dritten Person spricht. Dies hat sicherlich eine bestimmte Bedeutung, die mir aber noch nicht klar geworden ist. Das Buch spielt in Island und bietet einen schönen Einblick in die faszinierende Kultur und die Lebensweise der Isländer. Oft tauchen stilvolle Naturbeschreibungen und –metaphern auf, welche versuchen, dem Leser die Schönheit der Natur in dem nordischen Land zu vermitteln. Im Grunde strahlt das ganze Buch die Kälte, aber auch den Zauber Islands aus. Einige isländische Begriffe sind (zumindest in der deutschen Übersetzung) in kurzen Fußnoten erklärt, wofür ich recht dankbar war. Fazit: „Der Zeitdieb“ ist ein ruhiges und nachdenkliches Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Zwar bietet es wenig Handlung, dafür aber eine ausgefeilte und kunstvolle Sprache und faszinierende Gedankenspiele einer Frau mit gebrochenem Herzen. Ich würde es jedem, der tiefgründige Bücher mag, empfehlen.

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  • Rezension zu "Der Zeitdieb" von Steinunn Sigurdardottir

    Der Zeitdieb
    Milagro

    Milagro

    11. March 2009 um 20:45

    Alda ist Lehrerin in Reykjavik, eine gebildete, moderne Frau. Wieviel näher als sie stand mir ihre Schwester Alma während der gesamten Geschichte, doch trotz aller Details, die ich aus Almas Leben erfuhr, blieb sie ein wenig blass, vielleicht war Alda einfach zu gewaltig neben ihr. Während ich zu Beginn der nur ca. 180 Seiten hoffte, mich mit Alda anfreunden zu können, selbst noch in dem Moment, da sie sich herzlos von einem weiteren Liebhaber trennte - ohne jegliches Gefühl für diesen Menschen -, hatte ich sodann nur noch den Wunsch, sie möge endlich Ruhe geben und die Geschichte möge so schnell wie möglich zu Ende gehen. Egoistisch wie sie ist bleibt sie. Die Trennung, die ein Mann sich wagt vorzunehmen, verkraftet sie nicht - der Leser muss ihren Unmut ertragen. Nie war mir in meinem langen Leben als Leserin eine Figur so unsymphatisch, hegte ich solchen Groll bis zum Ende. Ein Zeitdieb, dieses Buch, ich hätte auf den Titel achten sollen.

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  • Rezension zu "Der Zeitdieb" von Steinunn Sigurdardottir

    Der Zeitdieb
    Thora

    Thora

    14. December 2008 um 00:17

    Ich habe endlich mein erstes Buch von Steinunn gelesen und hoffentlich nicht das letzte! Die Autorin mag ich sehr gerne und habe vor ihren Werken viel Respekt. Vor allem, weil sie so poetisch schreibt. Ich liebe Bücher über alles aber Poesie ist nicht wirklich mein Ding. Ich meide eigentlich alles, was mit Poesie zu tun bis auf Wisława Szymborska. Deswegen habe ich wahrscheinlich so lange gewartet, bis ich Steinunn durch ihre Werke kennen gelernt habe. "Der Zeitdieb" ist sehr poetisch. Es ist mehr eine Studie als ein Roman. Studie einer unglücklicher Liebe und deren Einflusses auf das Leben von Alda - der Hauptprotagonistin. Alda ist eine selbstbewusste Frau - sie kennt ihren Wert, sie handelt entschieden und spielt mit den Männern. Sie stammt aus einer adeligen Familie, ist sehr hübsch, kennt einige Fremdsprachen und unterrichtet auf dem Gymnasium. Eines Tages lernt sie Anton, den Lehrer für Geschichte, kennen und verliebt sich. Anton ist bereits verheiratet und beendet den Flirt mit Alda nach ein Hundert Tagen. Alda wird nie mehr aufhören Anton zu lieben. Der ganze Roman umfasst etwas über ein hundert Seiten und konzentriert sich darauf, Aldas Zustand zu beschreiben. Steinunn nutzt viele literarischen Möglichkeiten, um Aldas Liebe zu zeigen: immer wieder schreibt sie Gedichte, formt Aldas Gedanken in Briefe, die sie an den ehemaligen Liebhaber schreibt. Steinunns Sätze sind sehr kurz, fast abgebrochen, die Unterteilung in Kapitel sehr ungewöhnlich. Jeder Satz ist randvoll mit Inhalt. Jeder Satz bringt einen neuen Gedanken mit sich. Das Buch muss man geniessen, langsam schmecken, immer wieder ein paar Seiten zurück blättern, sich erinnern, vergleichen und einsaugen. Fast jeder Satz beinhaltet eine kleine Wahrheit über Leben, Lieben und Existieren. Ich muss es gleich sagen, dass Steinunn Gedanken mir oft über den Kopf wuschen, mich überwältigten und lähmten. Ich war jedoch vor den verschiedenen Stilen und literarischen Formen begeistert - die Schriftstellerin schein sich in allen gut zu fühlen. Ich bin sehr auf die anderen Romane von Steinunn neugierig! Ich muss noch ein paar Worte über die Übersetzerin schreiben - ich bin von ihrer Arbeit absolut beeindruckt. Ich bin begeistert wie gut sie sich zwischen den verschiedenen Formen bewegt. Ich kenne sie bereits durch die Übersetzungen anderer isländischen Autoren und bewundere, wie gut sie sich dem jeweiligen Stil anpassen kann.

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  • Rezension zu "Der Zeitdieb" von Steinunn Sigurdardottir

    Der Zeitdieb
    Samaire

    Samaire

    02. December 2007 um 16:14

    Selten hat mich ein Buch so gelangweilt! Das ständige Selbstmittleid der Protagonistin geht spätestens nach 20 Seiten massiv auf die Nerven. Einzig die Kulisse Islands hat mich ansatzweise begeistern können.