Steinunn Sigurdardóttir Sonnenscheinpferd

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Inhaltsangabe zu „Sonnenscheinpferd“ von Steinunn Sigurdardóttir

Erinnerungen unter Eis Nach fünfundzwanzig Jahren begegnet Lilla, auf Deutsch 'die Kleine', ihrem Geliebten aus Jugendtagen wieder. Er lädt sie für ein Wochenende in sein Landhaus ein, und beide hoffen, sich einander wieder annähern zu können. Ein dramatisches Ereignis hatte ihre Liebe damals absterben lassen. Das Treffen fördert nun die Schatten der Vergangenheit zutage: Erinnerungen an den kleinen Bruder, um den Lilla sich schon früh kümmern musste. An ihre Mutter, die nicht fähig war, ihre eigenen Kinder zu lieben. An das deutsche Kindermädchen Magda, das ihr so viel bedeutete – bis es die Familie verließ. Aber eines ist sicher: Lilla will endlich ein Sonnenscheinkind werden. 'Raffiniert, verschlungen und rätselhaft.' FAZ

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  • Rezension zu "Sonnenscheinpferd" von Steinunn Sigurdardottir

    Sonnenscheinpferd
    Daphne1962

    Daphne1962

    14. February 2014 um 10:33

    Die Isländer schreiben düstere Bücher oder man empfindet dieses Leben dort als düster, weil es ein halbes Jahr morgens noch düster ist und nicht richtig hell wird. Deshalb sind die Menschen dort auch düster und angeschlagen.. Fünfundzwanzig Jahre sind vergangen. Lilla, auf Deutsch «die Kleine», begegnet ihrem damaligen Geliebten aus ihrer Jugendzeit wieder. Er lädt sie für ein Wochenende in sein Landhaus ein, und beide hoffen insgeheim, sich einander wieder annähern zu können. Ein Ereignis hatte ihre Liebe damals beendet. Nun kommt die Vergangenheit zutage und Erinnerungen öffnen sich. Der kleine Bruder, um den Lilla sich schon früh kümmern musste. An ihre Mutter Ranghild, die nicht fähig war, ihre eigenen Kinder zu lieben und sich um sie zu kümmern. An die Nachbarin, deren Kind ihr genommen wurde, weil sie trank oder das deutsche Kindermädchen Magda, das ihr so viel bedeutete – bis es die Familie verließ. Ein Buch was sich auch mit dem Tod auseinander setzt. Die Todesstunde, für jeden Sterbenden eine völlig neue Erfahrung für jeden Menschen. Oder die Beziehung der Eltern zu ihren Kindern. Die Zeitsprünge in dem Buch sind manchmal schwierig zu lesen, es dauert ein wenig, bis man in der Geschichte drin ist, aber dann fiebert man auch dem Ende entgegen.Kurzweilig, lesenswert, ungewöhnlich.

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  • Rezension zu "Sonnenscheinpferd" von Steinunn Sigurdardottir

    Sonnenscheinpferd
    AnnaChi

    AnnaChi

    28. August 2012 um 10:24

    Kann es einem Menschen, der im Schatten steht, gelingen, zu einem "Sonnenscheinpferd" zu werden? Lilla wächst in einem Haushalt ohne Zuwendung , mit ständig (räumlich wie innerlich) abwesenden Eltern auf und muss, nach dem Verlust des geliebten Kindermädchens, früh Verantwortung übernehmen für den kleinen Bruder und die Pflege des Hauses. Als sie den Geliebten, den einzigen, der sie aus dieser Situation retten zu können scheint, verliert, droht sie im Laufe der Jahre in Resignation zu versinken und zu erstarren. Bis sie noch einmal eine Chance bekommt ... ein exzellent geschriebenes, poetisches und wundervoll melancholisches Buch mit dem traurigsten und schönsten Ende seit langem!

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  • Rezension zu "Sonnenscheinpferd" von Steinunn Sigurdardottir

    Sonnenscheinpferd
    Svensche

    Svensche

    Lilla, stirbt auf dem Weg zu ihrer großen Liebe. Ein Buch ohne großes Happy End. Lilla trifft nach 25 Jahren ihre Große Liebe wieder. Doch dieses Treffen weckt Erinnerungen. Man wird in die Kindheit von Lilla entführt und erfährt einiges über die Eltern die am meisten mit sich selbst beschäftigt sind, die Alkoholabhängige Tessa, das deutesche Kindermädchen Magda und Lillas Stütze im Leben ihr Bruder Mummi. Das Buch ist sicher sehr schön, jedoch kann ich mich nicht mit der schreibweise der Autorin anfreunden. Das Buch hatte für mich keinerlei Spannung und manchmal hätte ich es gerne weggelegt, naja das ist sicherlich geschmackssache und allen lesern wünsche ich viel Spaß

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  • Rezension zu "Sonnenscheinpferd" von Steinunn Sigurdardottir

    Sonnenscheinpferd
    vielleichtsagerin

    vielleichtsagerin

    "Das Sonnenscheinpferd" wanderte bereits vor einer Weile auf den Stapel gelesener Bücher. Sofort darüber schreiben, das konnte ich nicht. Ich brauchte Zeit, um über die Verwirrung nachzudenken, die dieser überschwenglich rezipierte Roman in meinem Kopf angerichtet hatte. Hin und hergerissen zwischen Enttäuschung und Begeisterung komme ich nun zu dem Schluss: Handwerklich sehr gelungen, inhaltlich leider unbefriedigend. Nach 25 Jahren trifft Lilla ihre erste und einzige Liebe wieder. Der Mann, der ihr Farbe und Kontur verlieh ("Bis zu dir war ich ein Nebelkind das in der Dreihundertsechzigquadratmeterlandschaft der Sjafnargata herumirrte."), ist aus Italien zurückgekehrt. Auch er geschieden - und bereit für "die neue Zeit", einen Wiederanfang. Nach dem obligatorischen Kaffee folgt die Einladung, ihn doch mal in seinem Wochenendhaus zu besuchen. "Das Treffen [im Café] fördert nun die Schatten der Vergangenheit zutage: Erinnerungen an den kleinen Bruder, um den Lilla sich schon früh kümmern musste. An ihre Mutter, die nicht fähig war, ihre eigenen Kinder zu lieben. An das deutsche Kindermädchen Magda, das ihr so viel bedeutete - bis es die Familie verließ." Diese Kausalkette rollt Sigurdardottir aber unglücklicherweise von hinten auf. Bis zu diesem schicksalhaften Treffen auf eine Tasse Kaffe vergehen etwa 100 Seiten, auf denen Lilla episodenhaft ihre von Traumata zersetzte Kindheit Revue passieren lässt und von nachlässigen Eltern berichtet, beide in Blasen der eigenen Liebesvergangenheit gefangen und unfähig, einander selbst emotional zu berühren. Als Leser muss man ganz viel Vetrauen in den Klappentext haben, anders ist - oder besser: war für mich - die Richtungslosigkeit des Geschilderten kaum zu ertragen. Aber diese Spraaache ... Lillas Erinnerungen sind rührend und wurden von der isländischen Autorin in eine meisterhafte Form gebracht. Für sich genommen sind alle Episoden stark, unterhaltsam, bewegend, lesenswert, manche von ihnen sogar witzig (siehe rechts). Was mir persönlich jedoch fehlt, ist Relevanz (Grice: Sei relevant!). Ein Plan, der die erinnerten Puzzlestücke eines Lebens in einander greifen lässt und zum Kern des Romans führt. Mit dem Ereignis von Seite 141 gewinnen Lillas zum Teil sehr intimen Bekenntnisse endlich so etwas wie einen Kontext. Innerhalb einer Handvoll Zeilen verwandeln sich die weinerlichen Erinnerungen einer vom Leben enttäuschten Frau in die Gefühls- und Lebensbeichte einer 43-Jährigen, die unterwegs zu ihrem Geliebten tödlich verunfallt und aus der - zugegeben eher unwahrscheinlichen - Perspektive einer Verstorbenen gnadenlos ehrlich zurückblickt. Diese unerwartete Wendung verschlägt einem den Atem und entschädigt fast schon für das Verwirrspiel. Aber nur fast. Fazit: Das Buch hat zu mir nicht gesprochen und dementsprechend schwer ist es mir gefallen, über das Buch zu sprechen. Sprachlich anspruchsvoll und meisterhaft gestaltet, doch inhaltlich bis zum Schluss fremd geblieben. Wie ein schöner ausländischer Film über die Liebe und den Tod, leider ohne Untertitel.

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  • Rezension zu "Sonnenscheinpferd" von Steinunn Sigurdardottir

    Sonnenscheinpferd
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    "Der Tod kommt nie zur rechten Zeit, und dahinter steckt Methode." Lillas Liebster ist zurück. Zurück aus Italien. Sie muss feststellen: Sie liebt ihn noch immer. 25 Jahre hat sie ihn nicht gesehen. Er lädt sie ein, ihn in seinem Sommerhaus zu besuchen – und diese Einladung löst eine wahre Erinnerungsflut aus. Lilla und ihr Bruder Mummi wachsen in einer ganz eigenen Welt auf. Ihre Eltern, die sie nur beim Namen – Harald und Ragnhild – oder wenn sie unter sich sind „Das Ehepaar“ nennen, sind eine Einheit für sich. Eine Mauer, hinter der sie sich verstecken – eine hohe Mauer. Beide sind erfolgreiche Ärzte, die sich nicht um ihre Kinder und deren Erziehung kümmern. Also erziehen die sich selbst – mit Hilfe ihres deutschen Kindermädchens Magda, der Trinkerin Nelli und der Milchverkäuferin Halla. Letztendlich sind sie doch auf sich alleingestellt, denn Magda geht und Nelli stirbt. Wie ihre Eltern ziehen sich Lilla und Mummi von der Welt zurück. Ihr Rückzugsort ist der Dachboden - in dieser Welt spielen sie Tod-Sein; und Alles-zweimal-machen-müssen und Zopfdiebstahl werden zu Hauptsünden. So werden sie groß – irgendwie. Steinunn Sigurðardóttirs Roman über eine ungewöhnliche Kindheit besticht vor allem durch die klare und präzise Sprache, die der Geschichte jede Art von Hektik nimmt. Es ist eine langsame Geschichte, behäbig, voller Wendungen zwischen Lachen und Weinen. Sie lässt uns die Welt durch die Augen von Lilla betrachten, einen anderen Blickwinkel auf die Welt der Erwachsenen erfahren – und das alles in der Erinnerung der mittlerweile erwachsenen Lilla. Lilla ist eine merkwürdige Protagonistin, ich finde sie erstaunlich beziehungslos, sehr allein, trotz der Gegenwart ihres Bruders, den ich auch mehr als einen Teil von ihr denn als eigenständige Persönlichkeit empfinde. Ich kann sie nicht greifen – und so bleiben mir von ihr zum Schluss doch nur ihre Worte. „Die Skulpturen hätten aber viel zu sagen gehabt, wenn sie hätten reden wollen, denn sie bewahrten die Geschichte von uns beiden auf, jedes Wort und viele Küsse in diesem Garten.“

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  • Rezension zu "Sonnenscheinpferd" von Steinunn Sigurdardottir

    Sonnenscheinpferd
    Gruenente

    Gruenente

    09. July 2010 um 08:58

    Lilla, begegnet nach 25 Jahren ihrer grossen Liebe wieder. Aus diesem Anlass läßt sie ihr leben Revue passieren. Wie sie sich alleine um die Familie nd den haushalt kümmert, als das Kindermädchen verschwand. Die Eltern, beide Ärzte waren etwas weltfremd. Der kleinere Bruder wurde von Lilla erzogen. Dann war da noch das Trauma mit der von ihr gefundenen Selbstmörderin. Das Buch ist laut FAZ "raffiniert, verschlungen, rätselhaft". Dem kann ich mich nur anschliessen. Es springt munter in den Zeiten hin und her. Immer wenn ich mich in einem Erzählfluss zurechtfand wechselte wieder irgendetwas. Vieles bleibt rätselhaft und wird nicht aufgeklärt. Eher so als ob man wirklich den Gedanken von Lilla folgt als iner stringent erzählten Geschichte. Aber toll geschrieben: humorvoll, romantisch und sehr tragisch.

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  • Rezension zu "Sonnenscheinpferd" von Steinunn Sigurdardottir

    Sonnenscheinpferd
    Capricorna

    Capricorna

    26. May 2010 um 13:19

    Hm... Die Protagonistin ist genau die Sorte versponnene Frau, mit der ich normalerweise nix anfangen kann. Ich kämpfe mich mal weiter durch...

  • Rezension zu "Sonnenscheinpferd" von Steinunn Sigurdardottir

    Sonnenscheinpferd
    RudeLady

    RudeLady

    03. April 2010 um 00:16

    Klappentext: "Lilla, auf Deutsch "Die Kleine", begegnet nach 25 Jahren ihrer großen Jugendliebe wieder, einem Mann, der lange in Italien lebte. Bei einem Kaffee wird sie eingeladen, den inzwischen gutaussehend grauhaarigen und welterfahrenen Ex-Lover übers Wochenende in seinem Landhaus außerhalb von Reykjavik zu besuchen. Lilla hat ihn einst sehr geliebt, ein dramatisches Ereignis in ihrer Jugend hat ihr jedoch den Zugang zu ihm verschlossen und die Liebe absterben lassen. Die bevorstehende aufwühlende Begegnung lässt sie nun zurückdenken an ihre Kindheit, eine Zeit, die sie gern als heimelig empfinden möchte. Doch je mehr sie darüber nachsinnt, desto klaffender die Lücken in ihrem harmonischen Bild von der Mutter, die eine erfolgreiche Kinderärztin war, aber "schwerhörig", wie die Kinder treffend ihre Gefühlskälte umschreiben. Früh hat Lilla Verantwortung für sich und ihren kleinen Bruder übernehmen müssen, und wäre da nicht ihr deutsches Kindermädchen gewesen oder Halla, die Verkäuferin im Milchgeschäft, oder gar Nelli, die Säuferin, die in einem Schuppen hauste, wer weiß, was aus den Kindern geworden wäre..." Ein unfassbar einfühlsam geschriebenes Buch! Und es ist auch egal, dass es nur 170 Seiten hat, denn in diesen steckt so viel Gefühl, dass das einzig negative an der Seitenzahl ist, dass das Buch danach zu Ende ist... Die Geschichte hat sehr viele liebevolle Details, die Sprache ist wunderbar und brillant. Jedoch ist die Geschichte überhaupt nicht schnulzig, aber durch und durch von den Sehnsüchten der Protagonistin Lilla geprägt. Sie durchlebte eine lieblose Kindheit, in der sie früh viel Verantwortung tragen musste und es gelangte erst ein wenig Farbe in ihr Leben, als sie ihrem "Liebsten" begegnete. Jedoch verlor sie ihn wieder und lebte ihr trostloses Leben weiter. Bis ihr Glück am Ende zum Greifen nah ist... Die Geschichte ist wahnsinnig traurig und gleichzeitig unfassbar schön. Es geht um Liebe und wie schnell man sie wieder verlieren kann. Um Gleichgültigkeit und wie sehr Menschen darunter leiden können. Der Stil der Autorin ist sehr geradlinig - dabei gleichzeitig mittendrin und doch distanziert. Noch nie zuvor habe ich ein Buch mit einem derartigen Stil gelesen. Die Sprache ist nahezu poetisch. Es ist kein Buch, was man so schnell vergisst, denn in den 170 Seiten steckt mehr Geschichte als in manchen 1000-Seiten-Schinken. Mich hat die Geschichte sehr berührt, von Anfang bis zum Ende! Und es wundert mich gar nicht, das Steinunn Sigurdardóttir zu den bekanntesten Autorinnen Islands gehört.

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