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Stella-Anien_Holz

vor 1 Jahr

Bewerbungen

Hallo,

für meinen ersten Jugendroman Liebe mit Bass würde ich gerne meine erste Leserunde veranstalten.
Ich werde 5 Ebooks zur Verfügung stellen. Ihr könnt mir gerne Fragen zu meinem Buch in der entsprechenden Rubrik stellen.
Lest euch einfach die Leseprobe durch, und wenn sie euch gefällt, würde ich mich freuen, wenn ihr euch für die Leserunde bewerbt. Bitte gebt auch an, in welchem Format ihr das Ebook gerne hättet.

Liebe Grüße
Stella-Anien

Autor: Stella-Anien Holz
Buch: Liebe mit Bass

Stella-Anien_Holz

vor 1 Jahr

Leseprobe

Die Handlung

Talina spielt seit ihrer Kindheit Klarinette und Kontrabass und singt außerdem im Chor, bevorzugt Soul und Balladen.
Während ihre Mutter davon überhaupt nicht begeistert ist, wird sie von ihrer Großmutter tatkräftig unterstützt.
Eines Tages lernt sie über eine Freundin Jens kennen, der viele Tattoos hat und ausschließlich Schwarz trägt. Er möchte eine Thrash Metal Band gründen und sucht dafür Mitglieder.
Als er keinen Bassisten findet, wird Talina von ihrer Freundin vorgeschlagen.
Ob sie die Band umstimmen kann, doch eher Rockballaden zu spielen?

Prolog

„Mensch: das einzige Lebewesen, das erröten kann. Es ist aber auch das einzige, was Grund dazu hat.“
Dieses Zitat von Mark Twain tanzte vor meinem inneren Auge, während mein schlechtes Gewissen sämtliche meiner Organe piesackte.
Im Moment hatte ich allen Grund, zu erröten, mich zu schämen.
Dabei hatte ich damals noch geglaubt, dass ich nicht so eine Person wäre…
Kapitel 1

Gemeinsam mit Sarah, meiner besten Freundin, schlenderte ich in der Fußgängerzone an den Geschäften vorbei. Ab und zu blieben wir stehen und sahen uns die Schaufenster genauer an.
Für den achtzigsten Geburtstag meiner Großmutter Theudelinde brauchte ich noch ein schönes Kleid. Welche Farbe es haben sollte, wusste ich bereits; es musste unbedingt orange sein, denn das war meine Lieblingsfarbe. Überhaupt mochte ich es bunt; eine Welt ohne Farben konnte ich mir gar nicht vorstellen.
Plötzlich sichtete ich mein Traumkleid, von dem ich magisch angezogen wurde. Ohne auf Sarah, die gerade eine Freundin von ihr entdeckt hatte und ihr eifrig zuwinkte, zu achten, betrat ich den Laden und steuerte zielstrebig auf das Kleidungsstück zu.
„Kann ich Ihnen behilflich sein?“, sprach mich eine Verkäuferin an.
„Ja, ich hätte gerne das schöne Kleid in Orange, das im Schaufenster ausgestellt ist“, antwortete ich, in freudiger Erwartung, es endlich am Körper zu tragen.
„Ich vermute, Sie tragen Größe 38“, meinte die Verkäuferin, was ich mit einem zaghaften Nicken quittierte.
Sie versprach, im Lager nach meiner Größe zu suchen, während ich meinen Blick durch das Geschäft schweifen ließ. Als ich mich selbst in einem Spiegel sah, schaute ich genauer hin, und ein gewisser Stolz strömte durch meine Adern. Noch vor einem Jahr hatte ich Kleidergröße 44 getragen und mich nicht sehr wohl gefühlt, weshalb ich mich bei einem Zumba-Kurs angemeldet und meine Ernährung umgestellt hatte. Seitdem waren die Pfunde gepurzelt, und ich hatte inzwischen mein Wohlfühlgewicht erreicht.
„Talina, hier bist du. Ich habe mich nur eben kurz mit Daniela unterhalten, und plötzlich warst du verschwunden.“ Sarah stürmte gehetzt auf mich zu, die Wangen gerötet, was bei ihr immer der Fall war, wenn sie sich aufregte.
„Sarah, ich habe das ideale Kleid für Omas Geburtstag gefunden. Es ist knielang, im 50er-Jahre-Stil geschnitten, orange, einfach perfekt, ein Traum“, schwärmte ich ihr vor.
„Schön, du hättest trotzdem Bescheid sagen können.“ Schnaufend verschränkte sie die Arme vor der Brust – typisch für sie; Sarah war schnell beleidigt, blieb jedoch nicht lange wütend.
„Es tut mir leid“, entschuldigte ich mich hastig, als die Verkäuferin mit dem Kleid zurückkam.
„Bitteschön, ein Kleid haben wir noch in Ihrer Größe.“
Überglücklich nahm ich es entgegen und machte mich voller Euphorie auf den Weg zu den Umkleidekabinen.
Das Kleid schmiegte sich perfekt an meinen Körper, und ich fühlte mich sofort wohl darin. Ich zog den Vorhang zur Seite und trat hervor, um mich Sarah zu zeigen.
„Es ist wie gemacht für dich.“ Meine beste Freundin klatschte begeistert in die Hände.
„Ja, am liebsten würde ich es gleich anbehalten“, erwiderte ich und drehte mich schwungvoll im Kreis. „Ich kaufe es auf jeden Fall.“
Nachdem ich wieder meine Alltagskleidung trug, ging ich zur Kasse und kramte meinen Geldbeutel aus meiner Tasche.
„Das macht dann 119,90 €“, sagte die Verkäuferin, wodurch ich tief Luft holen musste; auf den Preis hatte ich überhaupt nicht geachtet.
So viel Geld hatte ich nicht dabei; meine Mutter hatte mir einhundert Euro mitgegeben. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, maximal die Hälfte für ein Kleid auszugeben und den Rest zu sparen.
„Kann man da vielleicht noch etwas am Preis machen?“, versuchte ich, zu handeln.
„Einen Moment, bitte.“ Sie rief nach einer Frau Blume, die kurz darauf erschien.
„Guten Tag“, begrüßte sie mich, und ich schilderte ihr die Situation.
„Wir können den Preis auf 109,90 € senken“, teilte mir Frau Blume mit.
Enttäuscht erklärte ich, dass ich leider nicht genug dabeihatte. Sarah bot an, mir das restliche Geld zu leihen, wofür ich sie dankbar umarmte.
Meine Augen strahlten, als mir die Tüte mit dem Kleid überreicht wurde.
„Danke, Sarah, du hast meinen Tag gerettet“, seufzte ich, als wir den Laden verließen.
„Schon in Ordnung, das habe ich doch gerne gemacht.“
„Ich werde dir das Geld schnellstmöglich zurückzahlen“, versprach ich ihr. „Ach, Sarah, das wird so toll am Samstag; wir werden jede Menge Spaß auf dem Geburtstag haben.“
Ein Schatten huschte über Sarahs Gesicht, und sie wandte den Kopf ab. „Ähm, also, ich kann am Samstag leider nicht.“
„Was?“ Geschockt sah ich sie an, doch sie traute sich nicht, mit mir Blickkontakt aufzunehmen.
„Davids Band hat am Samstag einen Auftritt; ich soll ihn dabei unterstützen“, erzählte sie; ihr Gesicht hatte die Farbe einer vollreifen Tomate angenommen.
„Das glaube ich nicht. Warum hast du mir das nicht gesagt?“, regte ich mich auf.
„Talina, es tut mir leid. Der Auftritt sollte eigentlich am Freitag stattfinden. Daniela hat mir gerade erzählt, dass er auf Samstag verschoben worden ist. Ich hatte bis eben selbst keine Ahnung; David hat es mir auch nicht gesagt“, versuchte sie, mich zu beschwichtigen.
Meine Enttäuschung, dass sie nicht auf den Geburtstag meiner Großmutter kam, versuchte ich, so gut ich konnte, zu verbergen.
David war Sarahs Freund; die beiden waren bereits seit zwei Jahren ein Paar. Genau wie Danielas Freund Robin war er in einer Hard Rock-Band; David spielte Gitarre und Robin Bass.
Sarah hatte mich schon einige Male zu überreden versucht, dass ich sie doch einmal zu einem der Auftritte begleiten sollte. Allerdings war Hard Rock überhaupt nichts für mich; ich bevorzugte die leisen Töne und hörte am liebsten Balladen und Soul. Instrumente konnte ich auch spielen, Klarinette und Kontrabass. Seit ich sieben Jahre alt war, sang ich außerdem im Chor, jedoch nur als Backgroundsängerin. Ich war keine Person, die gerne im Mittelpunkt, und schon gar nicht im Rampenlicht, stand. Deswegen käme es auch nie für mich in Frage, in einer Band zu spielen, erst recht nicht in einer Hard Rock-Band. Für mich war das keine Musik, sondern einfach nur Krach.

Kapitel 2

Auf dem Nachhauseweg überfiel mich das schlechte Gewissen; immerhin hatte das Kleid ein Drittel meines monatlichen Azubi-Gehaltes gekostet. Als Steuerfachangestellte im ersten Ausbildungsjahr verdiente ich nicht gerade viel, um nicht zu sagen, kaum etwas. So gerne würde ich endlich in eine eigene Wohnung ziehen, doch leider konnte ich es mir einfach nicht leisten.
Mein Handy klingelte und zeigte eine eingegangene SMS an; sie war von Vanessa, die von allen jedoch bloß Nessi genannt wurde.

Talina, wo bleibst du denn? Deine Stunde läuft schon seit zwanzig Minuten.

Hektisch warf ich einen Blick auf die Uhr; tatsächlich war ich zu spät für die Musikstunde. Nessis Mutter war Musiklehrerin und gab mir Klarinetten- und Kontrabass-Unterricht. Ihr Vater leitete den Chor. Damals hatte er mich zu einer Probestunde eingeladen, was mir so Spaß bereitet hatte, dass ich seitdem so gut wie keine Stunde verpasst hatte.
Meine Mutter war davon nicht gerade begeistert; mit Musik wollte sie nichts zu tun haben. Dabei war mein Vater sogar Mitglied einer Band, doch er hatte uns verlassen, als ich gerade vier Jahre alt gewesen war, weil er auf den großen Durchbruch gehofft hatte, und wir für ihn ein Klotz am Bein gewesen waren. Auf den großen Durchbruch hoffte er immer noch.
Meiner Großmutter hatte ich es zu verdanken, dass ich Instrumente spielen und singen durfte, denn sie unterstützte mich, so gut sie konnte.
Während des Gehens tippte ich schnell eine Antwort ein.

Tut mir leid, ich musste noch ein Kleid für Omas Geburtstag kaufen. Ich komme jetzt sofort zu euch.

„Sarah, ich muss mich beeilen; ich habe die Musikstunde komplett vergessen“, entschuldigte ich mich bei meiner besten Freundin.
„Anscheinend bin ich nicht die Einzige, die vergesslich ist. Talina, schon in Ordnung. Geh!“ Sarah lächelte mich aufmunternd an; ihre dunkelbraunen Augen sahen mich freundlich an und zeigten mir, dass sie nicht wütend auf mich war.
Zum Abschied umarmte ich sie, winkte ihr noch einmal zu und rannte zur U-Bahn-Station.
Völlig außer Atem erreichte ich schließlich Nessis Haus, wo ich erst einmal durchschnaufen musste.
„Hallo Talina, da bist du ja“, begrüßte mich Frau Rose, Nessis Mutter.
„Es tut mir so leid; ich habe es vergessen.“ Das schlechte Gewissen konnte man mir deutlich ansehen; es war mir ins Gesicht geschrieben.
„Schon in Ordnung, Talina. Komm doch herein!“
Fast schon schüchtern trat ich ein und folgte ihr in den schallisolierten Raum, in dem der Unterricht stattfand.
Die Instrumente, die ich spielte, gehörten Frau Rose; eine eigene Klarinette oder ein eigener Kontrabass war mir einfach zu teuer. Da meine Mutter meine Hobbys nicht guthieß, konnte ich von ihr hierfür keinen Zuschuss erwarten; meine Großmutter hätte mir sofort ein Instrument gekauft, doch das fand ich zu viel. Schließlich finanzierte sie mir bereits den Unterricht; da wollte ich ihr nicht noch mehr auf der Tasche liegen.
Heute war ich nicht ganz bei der Sache, was Frau Rose nicht unbemerkt blieb.
„Stimmt irgendetwas nicht, Talina?“, fragte sie besorgt nach.
„Es ist alles in Ordnung, Frau Rose“, antwortete ich, wobei ich selbst nicht wusste, ob das stimmte.
Vermutlich war es die Enttäuschung darüber, dass mich Sarah nicht auf den Geburtstag begleitete. Natürlich konnte ich sie verstehen, dass sie lieber den Auftritt ihres Freundes besuchen wollte, als mit achtzigjährigen Rentnern den Samstag zu verbringen.
„Na ja, ich glaube, das macht keinen Sinn mehr. Machen wir also Schluss für heute. Wir sehen uns dann nächste Woche.“ Frau Rose erhob sich und streckte mir ihre Hand entgegen, die ich zögerlich ergriff.
Normalerweise übte ich jeweils fünfundvierzig Minuten pro Instrument mit ihr.
„Es tut mir leid, dass ich Ihre Zeit verschwendet habe.“
„Du hast doch nicht meine Zeit verschwendet. Ich merke bloß, dass du heute nicht so fit bist.“
Ich hätte mich selbst ohrfeigen können. Erst erschien ich viel zu spät zur Stunde; dann verspielte ich mich andauernd. Wenn es Frau Rose ärgerte, so zeigte sie es jedenfalls nicht.
Müde und niedergeschlagen schlurfte ich nach Hause. „Mama, ich bin da.“
„Hast du ein schönes Kleid gefunden?“, rief mir meine Mutter zu, deren Stimme aus dem Wohnzimmer drang.
Die Tüte mit dem Kleid fest in der Hand, stiefelte ich zu ihr und zeigte ihr meinen Kauf. „Ist es nicht schön?“
„Orange“, war die einzige Reaktion meiner Mutter.
Zustimmend nickte ich. „Ja, es ist eben meine Lieblingsfarbe.“
„Konntest du nicht ein Kleid in einer etwas unauffälligeren Farbe aussuchen? Es ist Oma Theudis achtzigster Geburtstag. Du wirst damit auffallen wie ein bunter Hund.“
„Vielleicht möchte ich ja auffallen wie ein bunter Hund“, konterte ich und packte das Kleid wieder in die Tüte, als es an der Haustür klingelte.
„Hast du jemanden eingeladen?“, wollte sie von mir wissen.
„Nein, habe ich nicht“, erwiderte ich schulterzuckend und eilte zur Tür, um zu öffnen.
Der Besuch, oder besser gesagt, die Besucherin, war meine Großmutter, die mich stürmisch umarmte. „Talina, meine Große.“
„Oma, schön, dich zu sehen.“ Schlagartig änderte sich meine Laune, und ein Lächeln stahl sich auf meine Lippen.
„Ich habe großartige Neuigkeiten für dich. Darf ich denn hereinkommen?“
„Klar, Oma. Ich habe endlich ein schönes Kleid für deinen Geburtstag gefunden“, berichtete ich ihr und zog sie mit mir ins Wohnzimmer.
„120 Euro für ein Kleid? Talina, bist du denn noch bei Trost?“ Vorwurfsvoll schaute mich meine Mutter, die das Preisschild entdeckt hatte, an.
„Mama, lass mich erklären! Ich habe mich unsterblich in dieses Kleid verliebt“, versuchte ich, sie zu besänftigen.
„Kerstin, reg dich doch nicht so auf!“
„Mutter, misch dich da nicht ein! Voller Vertrauen habe ich deiner Enkelin einhundert Euro mitgegeben, und sie missbraucht dieses Vertrauen, indem sie ein schreckliches Kleid für 120 Euro kauft.“ Vor lauter Aufregung hatte meine Mutter rote Flecken im Gesicht.
Wenn ich jetzt anmerken würde, dass es nur 110 Euro gekostet hatte, würde sie komplett ausrasten.
„Warum siehst du darin einen Vertrauensmissbrauch? Das ist unlogisch“, meinte meine Großmutter dazu, womit sie recht hatte.
Was meine Mutter da eben gesagt hatte, machte überhaupt keinen Sinn.
„Sieh dir das Kleid doch an! Es ist abscheulich.“
Enttäuscht senkte ich den Blick. Ich hatte mir schon gedacht, dass sie nicht in Jubelgesänge über das Kleid ausbrechen würde. Dass sie aber so gemein wurde, damit hatte ich nicht gerechnet.
Meine Großmutter, die für ihr Alter noch erstaunlich fit war, betrachtete das Kleid genauer. „Mir gefällt es sehr gut. Talina, du siehst bestimmt wunderschön in diesem Kleid aus.“
„Trotzdem finde ich es viel zu teuer; wenn das Kleid wenigstens schön wäre.“ Meine Mutter schien sich nicht zu beruhigen.
„Weißt du was, Kerstin? Ich werde das Kleid bezahlen; dann hast du auch keinen Grund mehr, dich aufzuregen.“ Meine Großmutter zückte bereits ihren Geldbeutel, als meine Mutter abwehrend ihre Hände hob.
„Oh nein, Mutter, das wirst du nicht. Du verwöhnst Talina sowieso schon genug, bezahlst ihr diese unnützen Musikstunden.“
„Sie sind nicht unnütz, sie machen mir Spaß“, rechtfertigte ich mich, und meine Großmutter stimmte mir nickend zu.
„Talina hat recht. Ihr macht die Musik Spaß. Du solltest sie unterstützen, statt ihr Vorwürfe zu machen.“
„Denkst du, ich möchte, dass sie so wie ihr Vater enden wird? Er hatte diesen verrückten Traum, von der Musik leben zu können, und dafür seine Familie verlassen. Gebracht hat es ihm rein gar nichts.“
„Ich glaube es nicht, dass du nach all den Jahren immer noch nicht über Florian hinweg bist. Nur weil er dich verlassen hat, um mit seiner Band durchzustarten, verbietest du deiner Tochter die Musik. Das ändert nichts an der Situation, und dadurch kommt er auch nicht zu dir zurück.“
„Er hat nicht nur mich verlassen, sondern auch seine erst vierjährige Tochter.“
„Ich weiß; trotzdem solltest du ihr nicht etwas verbieten, das sie wirklich mag.“
Da ich ahnte, dass diese Diskussion noch ein wenig dauern konnte, wechselte ich schnell das Thema. „Oma, du hast doch von großartigen Neuigkeiten gesprochen.“
„Ach ja, stimmt. Also, du hast mir doch erzählt, dass du gerne ausziehen würdest“, begann meine Großmutter, wurde von meiner Mutter jedoch sofort unterbrochen.
„Was soll das heißen? Talina will doch nicht ausziehen.“
„Nun ja“, druckste ich herum, weil ich meine Mutter nicht verletzen wollte.
„Doch, Talina möchte ausziehen, und ich habe eine Wohnung für sie.“
„Mutter, du wirst ihr doch nicht etwa die Miete für eine Wohnung zahlen?“
„Keine Sorge, meine Tochter, das kann Talina ganz allein.“ Meine Großmutter lächelte mich freundlich an, während ich nur geschockt den Kopf schüttelte.
„Oma, ich kann mir bestimmt keine Miete leisten.“
„Doch, du wirst nämlich in eine WG einziehen.“
„Eine WG?“, erwiderten meine Mutter und ich wie aus einem Mund.
„Die Enkeltochter meiner besten Freundin Gertrude wohnt in einer WG. Gerade ist dort ein Mädchen ausgezogen, und sie suchen dringend eine Nachmieterin“, erzählte meine Großmutter.
„Wo ist denn die WG?“, hakte ich nach.
„In der Hafenstraße; dann kannst du auch zu Fuß zur Arbeit gehen. Da in der WG noch drei weitere Mädchen wohnen, beträgt dein Anteil an der Miete nur ein Viertel.“
Das klang zu schön, um wahr zu sein. Überglücklich fiel ich ihr um den Hals, doch als ich den Ausdruck im Gesicht meiner Mutter erkannte, wurde meine Freude etwas getrübt.
„Du verlässt mich also“, murmelte sie und die Enttäuschung war deutlich aus ihrer Stimme herauszuhören.
Manchmal schien sie zu vergessen, dass ich bereits achtzehn und kein kleines Kind mehr war.
„Mama, ich ziehe bloß aus; das bedeutet doch nicht, dass ich dich verlasse. Ich werde dich oft besuchen; das verspreche ich dir.“

LesesternchenMilly

vor 1 Jahr

Sonstiges

Hi,
ich habe bereits das Buch und nehme deshalb nicht an der Verlosung teil. Ich finde es aber eine schöne Möglichkeit, mich mit anderen auszutauschen. Bisher habe ich noch nicht an einer Leserunde teilgenommen. Ich finde es interessant.
Milly

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DerGartenzwerg

vor 1 Jahr

Fazit

Es hat mir Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Schöne Abwechslung zu den Thrillern, die ich sonst lese. Ich hoffe, Teil 2 entwickelt sich nicht zu einer Dreiecksgeschichte

DerGartenzwerg

vor 1 Jahr

Interesse an Leserunde zu Teil 2?

Ich möchte wissen, wie es weitergeht. Falls es eine Leserunde gibt, bin ich dabei.

Stella-Anien_Holz

vor 1 Jahr

Kapitel 31-35
@DerGartenzwerg

Ja, Oma Theudi ist eine ganz liebe Person. :-)

Stella-Anien_Holz

vor 1 Jahr

Kapitel 36-40
@DerGartenzwerg

Genau. Es soll alles jugendfrei bleiben. ;-)

Stella-Anien_Holz

vor 1 Jahr

Kapitel 41-44
@DerGartenzwerg

Das verrät normalerweise zu viel: Aber keine Angst, gibt es nicht. :-)

Stella-Anien_Holz

vor 1 Jahr

Fazit
@DerGartenzwerg

Danke, ich freue mich, wenn du bei der Leserunde zu Teil 2 wieder dabei bist.

Stella-Anien_Holz

vor 1 Jahr

Interesse an Leserunde zu Teil 2?
@DerGartenzwerg

Das freut mich. :-)

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