Stella Delaney

 4.5 Sterne bei 6 Bewertungen
Autorenbild von Stella Delaney (©)

Lebenslauf von Stella Delaney

Stella Delaney ist in einem kleinen Dorf im fränkischen Weinland aufgewachsen, lebt aber nach einem längeren Zwischenstopp in England seit einigen Jahren in der Schweiz, zusammen mit ihren drei Katzen.
Brot und Katzenfutter verdient sie als Lehrerin für Englisch, Deutsch und Allgemeinbildung an einer Berufsfachschule. Ihr Studium der Anglistik/Germanistik hat sie zuvor mit Jobs wie Kindermädchen, Kellnerin, Kinoangestellte und Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache finanziert, und nebenbei Erfahrung als Märchenerzählerin, Journalistin und Buchkritikerin gesammelt.
Sie schreibt Dystopie, Fantasy, Mystery, Suspense und Krimi, meist kombiniert mit (Queer) Romance Elementen. Ihre Kurzgeschichtensammlung „Staub und Regebogensplitter“ wurde mit dem Skoutz Award 2018 ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Stella Delaney

Cover des Buches Das Leuchten am Rande des Abgrunds (ISBN: 9783746775890)

Das Leuchten am Rande des Abgrunds

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Erschienen am 01.11.2018
Cover des Buches Staub und Regenbogensplitter (ISBN: 9783745039238)

Staub und Regenbogensplitter

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Erschienen am 01.11.2017
Cover des Buches Das Leuchten am Rande des Abgrunds (ISBN: B07K7SGJZJ)

Das Leuchten am Rande des Abgrunds

 (0)
Erschienen am 02.11.2018

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Rezension zu "Das Leuchten am Rande des Abgrunds" von Stella Delaney

Eine fesselnde Dystopie mit genialem Schreibstil, in der ich gern noch länger verweilt wäre!
Tini_Svor einem Jahr

Meine Meinung: Dass Stella Delaney schreiben kann, weiß ich nicht erst seit sie für ihr Debüt „Staub und Regenbogensplitter“ den Skoutz-Award gewonnen hat. Zurecht, kann ich nur sagen, denn auch mich (und Sandy) begeisterte diese Kurzgeschichtensammlung vor allem mit dem stimmungsvollen und treffgenauen Schreibstil. So no Doubt about that. :D Aber konnte mich „Das Leuchten am Rande des Abgrunds“ ebenso überzeugen? Schauen wir doch mal …

Was mir natürlich als Erstes auffiel, war der wundervolle Schreibstil. In der ganzen Geschichte ist kein einziger überflüssiger Satz enthalten, mit jedem Wort vermittelt Stella Delaney Emotionen oder Informationen, was sehr ausgereift und durchdacht rüber kommt. Doch ist er deshalb keineswegs zu trocken, falls ihr das befürchtet, denn auch die Poesie kommt nicht zu kurz! Hach, ich konnte einfach total darin aufgehen und mich von den schönen Worten tragen lassen …

Ein weiteres Highlight ist der Tagescountdown, der gleich zu Beginn eingeführt wird. Er erhöht die Spannung und so war ich sofort gefangen im mysteriösen Storygeflecht. Es geht auch gleich spannend los und aufgrund des Zeitfaktors hatte ich wirklich Herzrasen! Die Hintergrundinfos wurden geschickt in die Handlung eingewoben, es gab keine großen Erklärungen, aber dadurch auch keinen Infodump. Weniger ist hier mehr und ich mochte gerade das sehr gern.

Die Story ist dystopisch vor realistischen Hintergründen und damit unübersehbaren Parallelen zu unserer jetzigen Welt. Well done! Ein bisschen hatte ich leider das Gefühl, dass ein wichtiger Teil der Story fehlt. Ich hätte gern noch ein „davor“ von Sams Zeit bei den Rebellen erlebt und auch die Anfänge mit Alexis wurden nur immer kurz eingestreut. Durch die „Verknappung“ legte die Story ein hohes Tempo vor und ich musste wirklich dran bleiben – keine Lektüre für zwischendurch (und das ist auch gut so).

Besonders gut gefielen mir die Andeutungen zu Kunst und Kultur. Das war interessant und ich konnte noch etwas dazu lernen, interpretieren und rätseln. Man kann sicher nicht alle Hinweise entdecken, da lohnt sich sogar ein nochmaliges Lesen (oder Vorbeischauen auf der Homepage der Autorin). Man merkt einfach, dass Stella Delaney sich sehr viele Gedanken gemacht hat.

Ein wenig Luft nach oben gab es allerdings bei den Charakteren. Vor allem Alexis blieb mir zu oberflächlich und blass. Sie hätte noch mehr ausgearbeitet und gerne noch etwas „taffer“ sein können (Frauenpower und so! ^^).

Zum Ende hin gibt es einige Enthüllungen und überraschende Wendungen und alles fügt sich zu einem sinnvollen Ganzen zusammen. Hut ab dafür, das schafft nicht jeder Autor und ich weiß das sehr zu schätzen! Dementsprechend klappte ich das Buch zufrieden zu und hätte gerne noch mehr gelesen, weil mir die geschaffene Welt und ihre Hintergründe so gut gefallen hat!

Fazit: Also wenn ich eins beklagen kann, dann das: Es war zu kurz und ich hätte gern noch viel länger in der Geschichte verweilt, an der Seite der Protagonisten gelebt und überhaupt! Der Schreibstil ist so treffgenau, melancholisch, dramatisch und düster, dass er mich vollkommen gefesselt hat, ein großes Kompliment dafür!

Auch könnte ich mir „Das Leuchten am Rande des Abgrunds“ sehr gut als Kinofilm vorstellen oder auch als Anime, denn es lief ein richtiger Film in meinem Kopf ab. Von Stella Delaney darf es gerne mehr sein und länger und umfangreicher. Ich freue mich darauf und behalte die Autorin definitiv im Auge!

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Rezension zu "Das Leuchten am Rande des Abgrunds" von Stella Delaney

Wenn du nur lange genug in den Abgrund schaust…
bootedkatvor einem Jahr

...schaut der Abgrund irgendwann zurück. Sam wurde von seiner Freundin und seiner Ersatzfamilie verlassen und als wäre das nicht schon schlimm genung, erfährt er von einer Katastrophe, die unzählige Menschen das Leben kosten könnte. Während er einen Plan entwickelt, um die Katatstrophe aufzuhalten, wird er mit seiner Vergangenheit konfrontiert und muss feststellen, dass vieles, dass er für wahr gehalten hat, nicht der Wahrheit entspricht.Parallel dazu kümmert er sich um eine mysteriöse junge Frau, der er das Leben gerettet hat und die an einer seltsamen Krankheit zu leiden scheint. Alexis liebt alte Geschichten und scheint über eine Art kollektives Bewusstsein zu verfügen. Je mehr Sam über sie erfährt, desto erstaunlicher erscheint sie ihm und Sam wird immer bewusster, dass er womöglich nicht einmal sich selbst trauen kann.

Wenn man der Schöpfungsgeschichte glaubt, dann wurde die Welt in sieben Tagen erschaffen. Beziehungsweise in sechs Tagen und einem Sonntag. In "Das Leuchten am Rande des Abgrunds" kehrt Autorin Stella Delaney dieses Prinzip um. Protagonist Sam erfährt ganz zu Anfang, dass er nur sieben Tage Zeit hat, um eine Katastrophe zu verhindern, die das Ende der Welt bedeuten könnte. Die Umkehrung der Schöpfungsgeschichte wenn man so will. Darüber hinaus finden sich im Text immer wieder Anklänge von Hans Christian Andersens Kunstmärchen "Die kleine Meerjungfrau" und "Frankenstein" von Mary Shelley. Dier Kernaussagen der beiden Geschichten spielen im Laufe der Handlungsentwicklung eine nicht ganz unwichtige Rolle.

Stella Delaney verdeutlicht in ihrem dystopischen Roman, wie wichtig Hoffnung für den Mensch als Individuum ist. Der Titel "Das Leuchten am Rande des Abgrunds" beschreibt treffend das Gefühl einer falschen Hoffnung, an die man sich dennoch klammert. Neben dem Thema Hoffnung wird in der Geschichte aber auch immer wieder darauf hingewiesen, wie wichtig es ist Macht und Forschung nicht zu missbrauchen. Ein eindringlicher Roman, der sich auf einer schmalen Linie zwischen Dystopie und Science-Fiction bewegt und immer wieder die Frage nach Ethik und Moral stellt.

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Rezension zu "Das Leuchten am Rande des Abgrunds" von Stella Delaney

Das Leuchten am Rande des Abgrunds: Nachdenklich und wunderschön
mocamocavor 2 Jahren

Klappentext:

"Seit Sam von seiner Freundin verlassen wurde und kurz darauf seiner Ersatzfamilie – einer Widerstandsgruppe – den Rücken gekehrt hat, verläuft sein Leben einsam und eintönig. Doch das ändert sich, als er einer geheimnisvollen Fremden das Leben rettet und sie bei sich aufnimmt.
Alexis liebt Geschichten, weigert sich, über ihre Vergangenheit zu sprechen und zeigt Anzeichen einer mysteriösen Krankheit. Um ihretwillen nimmt Sam wieder Kontakt zu alten Bekannten auf und erfährt dabei, dass eine Katastrophe bevorsteht, die unzählige Menschenleben kosten könnte. Zögernd willigt er ein zu helfen und entwickelt einen riskanten Plan, der ihn schon bald mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Während die Zeit unbarmherzig verrinnt, muss Sam erkennen, dass er nichts und niemandem wirklich trauen kann – am allerwenigsten sich selbst."

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Zuerst einmal muss gesagt sein: Dies ist ein Buch, das seine ganze Kraft zum Ende hin entfaltet. Ich finde es großartig, dass kleine Details, die über das Buch verteilt sind, zum Schluss eine klare Lösung ergeben, die nicht aus dem Blauen kommt. Respekt dafür!
Nun zu meinem Detaileindruck:
Das Cover von „Das Leuchten am Rande des Abgrunds“ hat eine bedrückende und gleichzeitig wunderschöne Stimmung. Das sind die beiden Elemente, die sich auch im Buch wiederfinden. Hier trifft ein dunkles Endzeitszenario auf tiefe Gedanken und dramatische Szenen. Die einzelnen Kapitel sind nicht wie gewohnt mit Zahlen beschriftet, sondern mit Worten, die symbolisch für die sieben Tage bis zur Katastrophe stehen. Ein Kunstgriff, der beweist, dass die Autorin jedem Detail in ihrer Geschichte eine Bedeutung gibt.
Der Cast ist nicht klein. Wir haben Sam und Alexis, die nicht öffentlich als Paar auftreten, jedoch zusammen wohnen und sich ein gemeinsames Zuhause teilen. Dann sind da Zoe und Kayla, die stellvertretend für die Widerstandsgruppe stehen, die Sam verlassen hat und es gibt weitere Figuren, die mehr oder weniger in die Entwicklungen um Sam und Alexis verstrickt sind. Alle Figuren haben einen märchenhaften, beinahe mystischen Anklang, der sie erhaben erscheinen lässt. Sam, der die Geschichte erzählt (bis auf wenige Ich-Passagen), bin ich als Leserin besonders zugetan. Er ist in seiner Rolle als grüblerischer Einzelgänger überzeugend. Ein großes Plus, denn in vielen Romanen erlebe ich Figuren nur als Mittel zum Vorantreiben der Handlung. Hier ist das nicht so.

Fazit:
Stella Delaney ist eine Wortakrobatin, die einerseits tief berührt und andererseits zum Nachdenken anregt. Nicht jeden Textabschnitt konnte ich einfach so weglesen, aber das soll auch nicht so sein. Als Leserin erlebte ich so einige „Aha“-Momente, besonders dadurch, dass Bezüge zu anderen literarischen Werken gezogen werden, die ich selbst gelesen habe oder gut kenne. Interessant, wie man etwas Neues weben kann und das Alte dennoch im Blick behält.
Das Leuchten am Rande des Abgrunds ist ein nachdenkliches und schwermütiges Werk mit einer wunderschönen Erzählstimme. Die teils sehr poetischen Textabschnitte zeigen das Können der Autorin. Mein einziger Kritikpunkt ist: Alexis hätte mehr Raum benötigt, damit ich an ihrem Schicksal mehr teilhaben kann.
Empfehlen kann ich das Buch jedem, der gute, nachhallende Unterhaltung sucht. Hier findet sich eine Mischung aus Romantik, Gesellschaftskritik und hell strahlenden Worten.

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