Stella Gemmell

 3.2 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Der Moloch, Die Stadt des Unsterblichen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Stella Gemmell

Der Moloch

Der Moloch

 (13)
Erschienen am 17.02.2014
Die Stadt des Unsterblichen

Die Stadt des Unsterblichen

 (2)
Erschienen am 21.08.2017
The City

The City

 (0)
Erschienen am 25.04.2013
The Immortal Throne (City 2)

The Immortal Throne (City 2)

 (0)
Erschienen am 23.02.2017
La città perduta d'avorio e d'argento

La città perduta d'avorio e d'argento

 (0)
Erschienen am 01.08.2014

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Rezension zu "Die Stadt des Unsterblichen" von Stella Gemmell

[Rezension] Die Stadt des Unsterblichen von Stella Gemmell
HappySteffivor einem Jahr

Taschenbuch: 768 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Erscheinungstermin: 21. August 2017
ISBN-10: 3734160219


Klappentext

Der Kaiser ist tot – lang lebe die Kaiserin!

Nach dem Ende des Krieges gegen die Blauhäute können die Einwohner der Kaiserstadt Cité endlich auf eine Ära voller Frieden und Freiheit hoffen. Doch die frisch gekrönte Kaiserin Archange, die nun auf dem Thron sitzt, kennt keine Gnade mit ihrem Volk und versucht erbittert, all ihre Gegner ausfindig zu machen. Als die Stadt erneut angegriffen wird, kehrt die Angst zurück und die blutige Schlacht geht weiter. Denn der Anführer der Belagerer hat hunderte Jahre auf seine Rache gewartet und will alle Bewohner der Cité endgültig auslöschen.

Autor
Stella Gemmell hält Abschlüsse in Politikwissenschaften und Journalismus. Sie ist die Witwe des international sehr erfolgreichen Fantasyautors David Gemmell. Gemeinsam arbeiteten sie an der Troja-Trilogie, deren letzten Band die Autorin nach David Gemmells Tod im Jahre 2006 zu Ende schrieb. Stella Gemmell lebt und arbeitet in einem alten Pfarrhaus in East Sussex.

Cover

Beim Betrachten des eisigen Covers bekommt man richtiges Wintergefühl. Ein Reiter mit Flagge und rotem Umhang steht vor den Mauern einer Stadt. Bis auf Flagge und Umhang ist das komplette Cover in kühlen Tönen gehalten, denn sowohl die Stadt als auch der Untergrund sehen Schnee- und Eisbedeckt aus. Die Schrift des Titels spiegelt sich ein wenig im Boden, was den Effekt der spiegelglatten, kalten Oberfläche hier nur verstärkt.

Meinung
Gleich vorweg kann ich sagen, das ich mich bei der Bewertung des Buches sehr schwer getan habe. Es gab einiges, was ich wirklich gut gelungen fand und dann wiederum anderes, was mir fast die Lust aufs weiterlesen zerschlagen hätte. So treffe ich mich in der Mitte von „absolut genial“ und „fürchterlich“.

Man startet direkt im Geschehen eines Krieges ins Buch. An sich mag ich es ohne großes Vorgeplänkel direkt drin zu sein, jedoch hätte mir hier ein wenig mehr Input gut gefallen, um ein wirkliches Bild vor Augen zu haben und die Situation gut einschätzen zu können.
Dem Schauplatz wird im Gegensatz zum eigentlichen Kampf wenig Aufmerksamkeit geschenkt, so das man von der Umgebung so kaum eine Vorstellung bekommt.
Auch im Verlauf des Buches kommt es zu Kampfszenen, die durch ihre detaillierte Darstellung viel Raum einnehmen. Man muss schon eine Vorliebe dafür haben, um hier wirklich schätzen zu können, was Gemmell hier zu Papier gebracht hat.

Charaktere bekommen diesen Luxus ehr weniger zugeteilt. Es gibt viele Charaktere, von denen zwar im Laufe des Buches die Hauptcharaktere ein wenig Dimension erhalten, Nebencharaktere bleiben hingegen nahezu komplett blass. Nicht selten erscheinen sie genauso schnell, wie sie auch wieder verschwunden sind.

Wo ich nach ca 150 Seiten das Gefühl hatte, langsam der Handlung folgen zu können war ich kurz darauf schon wieder verwirrt. Die Autorin springt zwischen Handlungen und Charakteren, meist ohne Einführung und schaffte bei mir an einigen Stellen Frust. Verschiedene Handlungen werden parallel geführt und ergeben zumindest im ersten Moment keinen roten Faden.

Zum Ende bündelt sich vieles allerdings wieder. Handlungsstränge laufen zusammen und die Geschichte lies mich letzten Endes doch zufrieden zurück.
„Die Stadt des Unsterblichen“ ist einfach mal ein anderes Buch mit Schwerpunkt auf detailreiche Schlachten zeigt es das, was in vielen anderen Büchern unter geht.

Gemmell hat hier kein Buch geschrieben, das man zwischen Tür und Angel lesen kann. Man braucht Durchhaltevermögen und ein Faible für epische Schlachten, wird damit aber bestimmt viel Spaß an der Geschichte haben.

Fazit
Mit diesem Buch habe ich mich ein wenig schwer getan und würde es daher auch nicht jedem uneingeschränkt empfehlen. Doch wer auf epische Schlachten, detaillierte Beschreibungen dieser und hohes Charakteraufkommen steht, findet hier vielleicht ein paar tolle Lesestunden. 

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Flaventuss avatar

Rezension zu "Die Stadt des Unsterblichen" von Stella Gemmell

Kriege, Täuschungen, Tücke, Lügen und nochmal Kriege
Flaventusvor einem Jahr

Es heißt, in einem Krieg, in dem Mann gegen Mann gekämpft wird, verlieren die Krieger oftmals schnell die Orientierung und kämpfen mitunter gegeneinander. Ich bin mir nicht recht sicher, ob es Absicht von Gemmell war, dass der Leser oftmals ebenso orientierungslos innerhalb dieses Werks umherwandelt.

Unübersichtlich

Diese Orientierungslosigkeit gründet in verschiedenen Aspekten der Geschichte. Gemmell nimmt sich auf der einen Seite überhaupt keine Zeit, um neue Charaktere einzuführen. Personen erscheinen einfach auf der Bildfläche und erst nach und nach erfährt der Leser ein bisschen mehr über die betreffenden Personen. Bei Nebenfiguren verzichtet sie allerdings oftmals darauf, was diese verblassen lässt.

Auf der anderen Seite fehlt eine Beschreibung der Umgebung. Die Cité oder die Stadt, die im Zentrum des Geschehens steht, bleibt sehr im Dunkeln. Es bleibt dem Leser überlassen, diese Stadt irgendwie in den Kontext der Handlung auszumalen. Wie groß die Stadt schlussendlich ist, vermag ich nicht zu sagen. Ähnlich verhält es sich mit der Zeit, denn oftmals springt Gamell in der Zeit und es fällt schwer diese Sprünge nachzuvollziehen.

Die Welt ist voll von Magie. Diese bleibt aber ebenso im Dunkeln, wie so viele andere Geschehnisse. Die Magie wird gewirkt und existiert, aber ein abgerundetes Bild von der Welt, in der diese Geschichte angesiedelt ist, entsteht so leider nicht.

Kriege

Am Anfang des Buchs wird der Leser direkt in einen Krieg geworfen. Ist das Buch eine Fortsetzung? Im englischen Original trägt das Buch den Untertitel „City 2“. In einer englischsprachigen Rezension ist von einem „Prequel“ die Rede. So recht wissen, tu ich es bis heute nicht, ob ich weniger im Buch verloren gewesen wäre, wenn ich den „ersten“ Band „Der Moloch“ (Amazon-Link) gelesen hätte.

Und dann geht es mit den Kriegen weiter. Und die schon erwähnte Unübersichtlichkeit erhält wieder Einzug. Wer kämpft eigentlich mit wem? Und warum? Viel Zeit zum erklären der Hintergründe nimmt sich Gammell nicht. Diese verwendet sie viel eher, um die Kriegsgeschehen explizit zu beschreiben, so dass es immer wieder zu detaillierten Beschreibungen von Kampfszenen kommt. Gefühlt scheint das Buch eh zur Hälfte aus Kriegs- und Kampfhandlungen zu bestehen.

Episoden

In dieser Geschichte erhalten unzählige Charaktere Einzug. Sie erzählen ihre Geschichte und verschwinden dann auch wieder. Nicht selten sterben auch Hauptprotagonisten, so dass sich der Leser in keiner Situation sicher sein kann, dass die Geschichte gut ausgeht. So wie in vielen anderen Geschichten, in denen man einfach weiß, dass die Hauptprotagonisten überleben. Dadurch entstehen aber recht viele Handlungsstränge, die entweder in der Geschichte versickern und erst ganz weit im letzten Viertel des Buchs einen Sinn ergeben.

Dadurch entstehen Episoden, die scheinbar nicht zusammenhängen. Vor allem in der Mitte des Buchs sank meine Lesemotivation auf einen Tiefpunkt und es war recht mühsam, sich durch das Gewirr von Handlungen und Personen zu wühlen. Hier rate ich aber, durchzuhalten. Die Geschichte wird wieder anziehen und viele Ereignisse werden zum Ende hin aufgelöst.

Fazit

Ich finde, dass bei einem solchen Werk, das Ende eine sehr entscheidende Rolle spielt. Ist es offen oder wird die erzählte Geschichte abgeschlossen? Dadurch, dass letzteres der Fall ist, vermute ich, dass es nicht zwingend notwendig ist, „Der Moloch“ gelesen zu haben, ohne es aber mit Gewissheit sagen zu können. Es gibt zwar einige offene Fragen, aber die eigentliche Geschichte findet ein Ende.

Dieses Buch richtet sich an alle Freunde des Fantasy, die große epische Schlachten und verschachtelte Handlungsstränge lieben. Sie werden wissen, worauf sie sich einlassen und dass die ein oder andere Durststrecke unvermeidlich ist. Dafür werden sie mit einer abwechslungsreichen Handlung belohnt, die immer wieder für eine Überraschung gut ist.


Diese Rezension findet sich auch auf meinem Bücherblog.

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Romanfressers avatar

Rezension zu "Der Moloch" von Stella Gemmell

Dekonstruktivistische Dark-Fantasy
Romanfresservor 5 Jahren

Stella Gemmell ist die Witwe des Autors David Gemmell, Der Moloch ist ihre erste Veröffentlichung.

Wir befinden uns in einer Stadt. Man nennt sie die Cité. In der Cité herrscht seit geraumer Zeit Krieg, ein Kaiser, der schon seit Ewigkeiten regiert – man nennt ihn den Unsterblichen, weil er scheinbar übermenschliche Kräfte hat – lässt seine Stadt verfallen, die Stadt steht kurz vor dem Kollaps – auch wegen der Bedrohung von außen. So stellt sich unsere Welt dar. Doch wir begleiten erstmal nur ein Geschwisterpaar in der Kanalisation, später kommen weitere Charaktere dazu, die die Kanalisation eint. Nach dem Verlassen der Kanalisation gehen unsere Helden unterschiedliche Wege. Sie verstecken sich in der Stadt, sie gehen raus in die Schlacht – sie wollen jedenfalls alle ihre Vergangenheit hinter sich lassen. Doch irgendwann treffen sich alle wieder. Einige sind gefangengenommen worden, andere wurden hergelockt, um sich mehr oder weniger freiwillig einer Verschwörung anzuschließen, einer feindlichen Verschwörung, die den Kaiser der Cité stürzen möchte. Und hier beginnt der wirklich spaßige Teil des Buches, über den ich nicht zu viel verraten werde. Wobei das Ende recht offensichtlich sein sollte.

Ich muss sagen, ich fand „Der Moloch“ wahnsinnig faszinierend. Diese Grundstimmung, die ich ganz am Anfang der Rezension beschrieben habe, erkennt man so wirklich erst nach über der Hälfte des Buches, man erfährt wirklich nur sehr langsam und häppchenweise etwas vom großen Ganzen – es wirkt ein bisschen dekonstruiert, wie man es vielleicht aus Medea. Stimmen von Christa Wolf kennt – natürlich dem Genre entsprechend massentauglicher aufbereitet.

So wirklich als Fantasy würde ich es nicht unbedingt bezeichnen. Es spielt in einer fiktiven Welt, klar, aber das wirklich fantastische ist eigentlich nur, dass der Kaiser (& Co) mit ihrer verlängerten Lebensdauer etwas übermenschliche Kräfte haben. Eine weitere Form von Magie wird zwar an einer Stelle mal eingesetzt, aber es wird nicht weiter darauf eingegangen, was das denn jetzt war. Generell ist der Magieanteil im Moloch sehr gering.

Am Anfang ist man quasi nur in der Kanalisation unterwegs. Später kommen mehr Schauplätze dazu, man behält jedoch das Gefühl, einen sehr begrenzten Blickwinkel zu haben und das Große Ganze nicht so wirklich zu durchschauen – ein cooler Kunstgriff, weil das genau der Perspektive der Protagonisten entspricht. Erst kurz vor dem Ende, als die Verschwörung schon am Laufen ist, merkt man, in was man hier eigentlich hereingeraten ist.

Diese Erzähltechnik ist einerseits ziemlich genial, andererseits hat es bei mir auch dafür gesorgt, dass ich in der Mitte einen ordentlichen Durchhänger hatte. Die letzten 300 Seiten vergingen dann wieder im Fluge, aber zwischendurch war es echt zäh; gerade, wenn die Protagonisten alle auf der Flucht sind, im Gefängnis sitzen und man überhaupt keinen Durchblick hat, warum und was und wie das hier gerade passiert. Das kann bei einem 700-Seiten Roman natürlich mal passieren, aber so ein bisschen trübte es meine Stimmung schon.

Es ist im überwiegenden Teil – ihr habt es sicher schon herausgelesen – sehr düster gehalten, die Bezeichnung Dark Fantasy passt eigentlich sehr gut und genau das war es auch, was der Klappentext mir suggerierte und was mich daran so gereizt hat. Es war also alles wie versprochen und mal eine schöne Abwechslung zu solchen durchgetakteten Actionknallern wie Hohlbein. Stella Gemmell kann definitiv gut schreiben und die Geschichte war von der Motivik und dem Einsatz der Stilmittel her unglaublich stark. Wenn ich böse sein wollen würde, könnte ich sagen: „Das ist ja fast schon Literatur!“ In jedem Fall bekommt man hier eine starke, eine etwas ungewöhnliche Geschichte, die zwar ihre kleinen Längen aufweist, aber zu gut angelegt ist, um sie zu verpassen. Wen es nicht stört, über hunderte Seiten im Dunklen gelassen zu werden, bekommt ein unglaublich schlüssiges und plausibles Finale geliefert, das echt nochmal Bonuspunkte sammeln kann. In der Summe würde ich dem Moloch gerne 4/5 Sternen geben, die es absolut verdient hat. Wer das Buch jetzt kaufen möchte, ist mit vergleichsweise teuren abei – ziemlich happig, dafür, dass es halt „nur“ ein Taschenbuch ist.

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