Stella Gemmell Der Moloch

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Inhaltsangabe zu „Der Moloch“ von Stella Gemmell

Ein sagenhafter Debütroman voller Spannung und Tiefe In Jahrtausenden Schicht um Schicht erbaut, ist die Stadt ein gewaltiger Moloch, der viel zu lange schon mit all seinen Nachbarvölkern im Krieg liegt. Im Herzen der Stadt residiert der Imperator. Nur wenige haben ihn je zu Gesicht bekommen, und so mancher glaubt, dass das sinnlose Kämpfen und Sterben erst dann vorüber sein wird, wenn das unnatürlich lange Leben dieses Herrschers endet. Doch nur ein einziger Mann könnte es ihm nehmen. Ein Mann, der einst der erste General des Imperators war. Der dann jedoch in Ungnade fiel und einem hartnäckigen Gerücht zufolge selbst gar nicht mehr am Leben sein soll.

Kommt langsam in die Gänge, wird aber immer besser so das ich Lust auf den 2ten Teil habe

— Kugeni
Kugeni

Gelungenes Dark-Fantasy-Debüt, für alle, die nicht so viel Wert auf Magie legen.

— Romanfresser
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  • Dekonstruktivistische Dark-Fantasy

    Der Moloch
    Romanfresser

    Romanfresser

    10. May 2014 um 09:25

    Stella Gemmell ist die Witwe des Autors David Gemmell, Der Moloch ist ihre erste Veröffentlichung. Wir befinden uns in einer Stadt. Man nennt sie die Cité. In der Cité herrscht seit geraumer Zeit Krieg, ein Kaiser, der schon seit Ewigkeiten regiert – man nennt ihn den Unsterblichen, weil er scheinbar übermenschliche Kräfte hat – lässt seine Stadt verfallen, die Stadt steht kurz vor dem Kollaps – auch wegen der Bedrohung von außen. So stellt sich unsere Welt dar. Doch wir begleiten erstmal nur ein Geschwisterpaar in der Kanalisation, später kommen weitere Charaktere dazu, die die Kanalisation eint. Nach dem Verlassen der Kanalisation gehen unsere Helden unterschiedliche Wege. Sie verstecken sich in der Stadt, sie gehen raus in die Schlacht – sie wollen jedenfalls alle ihre Vergangenheit hinter sich lassen. Doch irgendwann treffen sich alle wieder. Einige sind gefangengenommen worden, andere wurden hergelockt, um sich mehr oder weniger freiwillig einer Verschwörung anzuschließen, einer feindlichen Verschwörung, die den Kaiser der Cité stürzen möchte. Und hier beginnt der wirklich spaßige Teil des Buches, über den ich nicht zu viel verraten werde. Wobei das Ende recht offensichtlich sein sollte. Ich muss sagen, ich fand „Der Moloch“ wahnsinnig faszinierend. Diese Grundstimmung, die ich ganz am Anfang der Rezension beschrieben habe, erkennt man so wirklich erst nach über der Hälfte des Buches, man erfährt wirklich nur sehr langsam und häppchenweise etwas vom großen Ganzen – es wirkt ein bisschen dekonstruiert, wie man es vielleicht aus Medea. Stimmen von Christa Wolf kennt – natürlich dem Genre entsprechend massentauglicher aufbereitet. So wirklich als Fantasy würde ich es nicht unbedingt bezeichnen. Es spielt in einer fiktiven Welt, klar, aber das wirklich fantastische ist eigentlich nur, dass der Kaiser (& Co) mit ihrer verlängerten Lebensdauer etwas übermenschliche Kräfte haben. Eine weitere Form von Magie wird zwar an einer Stelle mal eingesetzt, aber es wird nicht weiter darauf eingegangen, was das denn jetzt war. Generell ist der Magieanteil im Moloch sehr gering. Am Anfang ist man quasi nur in der Kanalisation unterwegs. Später kommen mehr Schauplätze dazu, man behält jedoch das Gefühl, einen sehr begrenzten Blickwinkel zu haben und das Große Ganze nicht so wirklich zu durchschauen – ein cooler Kunstgriff, weil das genau der Perspektive der Protagonisten entspricht. Erst kurz vor dem Ende, als die Verschwörung schon am Laufen ist, merkt man, in was man hier eigentlich hereingeraten ist. Diese Erzähltechnik ist einerseits ziemlich genial, andererseits hat es bei mir auch dafür gesorgt, dass ich in der Mitte einen ordentlichen Durchhänger hatte. Die letzten 300 Seiten vergingen dann wieder im Fluge, aber zwischendurch war es echt zäh; gerade, wenn die Protagonisten alle auf der Flucht sind, im Gefängnis sitzen und man überhaupt keinen Durchblick hat, warum und was und wie das hier gerade passiert. Das kann bei einem 700-Seiten Roman natürlich mal passieren, aber so ein bisschen trübte es meine Stimmung schon. Es ist im überwiegenden Teil – ihr habt es sicher schon herausgelesen – sehr düster gehalten, die Bezeichnung Dark Fantasy passt eigentlich sehr gut und genau das war es auch, was der Klappentext mir suggerierte und was mich daran so gereizt hat. Es war also alles wie versprochen und mal eine schöne Abwechslung zu solchen durchgetakteten Actionknallern wie Hohlbein. Stella Gemmell kann definitiv gut schreiben und die Geschichte war von der Motivik und dem Einsatz der Stilmittel her unglaublich stark. Wenn ich böse sein wollen würde, könnte ich sagen: „Das ist ja fast schon Literatur!“ In jedem Fall bekommt man hier eine starke, eine etwas ungewöhnliche Geschichte, die zwar ihre kleinen Längen aufweist, aber zu gut angelegt ist, um sie zu verpassen. Wen es nicht stört, über hunderte Seiten im Dunklen gelassen zu werden, bekommt ein unglaublich schlüssiges und plausibles Finale geliefert, das echt nochmal Bonuspunkte sammeln kann. In der Summe würde ich dem Moloch gerne 4/5 Sternen geben, die es absolut verdient hat. Wer das Buch jetzt kaufen möchte, ist mit vergleichsweise teuren abei – ziemlich happig, dafür, dass es halt „nur“ ein Taschenbuch ist.

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  • Zu unübersichtlich und episodenhaft

    Der Moloch
    horrorbiene

    horrorbiene

    10. April 2014 um 07:32

    Der Name Gemmell steht für gute Fantasy. Zwei Bücher von David Gemmell habe ich bereits mit Freuden verschlungen und nun schreibt auch seine Witwe. Als ich das Buch in der Verlagsvorschau sah und auch noch der Buchhändler meines Vertrauens meinte, er hätte es nicht aus der Hand legen können, musste ich das Buch nicht nur sofort haben, sondern habe eine Ausgabe auch gleich weiter verschenkt. Die Lektüre das Buches hat sich dann bei mir allerdings ganz schön gezogen. Dies lag vor allem daran, dass das Buch in sieben Teile geteilt ist, von denen jeder Teil gerade zu Anfang einen eigenen Hauptprotagonisten hat und einen ganz eigenen Charme. So setzt sich die Geschichte einem Puzzle gleich zusammen. Da gibt es im ersten Teil die jungen Geschwister Elija und Emly, die als Kloaker in der Kanalisation der Cité hausen und Bartellus begegnen, der sich gerade erst den Kloakern angeschlossen hat. Der Leser begleitet sie bei einer ihrer Missionen und erlebt, wie der Wasserpegel rasant steigt und die Gruppe teilt. Daraufhin gehen sie ihre eigenen Wege und treffen nach und nach die anderen Charaktere, die im Buch wichtig werden. Würde ich versuchen noch mehr inhaltlich zusammenzufassen, um z.B. alle wichtigen Charaktere einmal vorzustellen, dann würde ich bereits viel zu viel von der Handlung des Buches nacherzählen. Zwischen dem ersten und dem zweiten Teil jedoch vergeht einige Zeit und der Charme des als Endstation zu betrachtenden Lebens als Kloaker mit der Schlacht der Cité gegen ihre Feinde ist ein gänzlich anderer. Die Lesefreude schwankte bei mir auch von Buchteil zu Buchteil und das Buch hatte somit seine Höhen und Tiefen. Diese Episodenhaftigkeit der Geschichte hat mir im Grunde gar nicht gefallen. Im Zentrum dieser Geschichte steht eindeutig die Cité. Eine uralte riesengroße Stadt. Die mehrmals auf den Ruinen ihres Vorgängers erbaut und und somit über eine unendlich große Kanalisation verfügt aus Gebäuden, die ehemals Paläste und große Hallen waren. Beherrscht wird sie von einem als unsterblich geltenden Kaiser, der zudem einen unendlichen langen Krieg gegen die Feinde der Cité führt, so dass innerhalb der Cité kaum noch ein unversehrter Mensch lebt, der ordentliche Arbeit zum Erhalt der Gesellschaft verrichten kann, doch das scheint den Kaiser nicht zu stören. An sich ist dieses Gebilde der Cité unheimlich faszinierend und bietet unheimlich viel Potential, jedoch hat Stella Gemmell eindeutig zu viel davon verschenkt. Zum einen ist diese Stadt unvorstellbar groß und nicht ausreichend mit Worten beschrieben – auch nicht das Umland. Da keine Karte im Buch abgedruckt ist, konnte ich mir leider rein gar nichts von ihrer Moströsität vorstellen, allein dadurch verlor das Buch an Plausibilität, Charme und Tiefe. Die Stadt und ihr Umland ist wortwörtlich unvorstellbar groß, da konnte selbst meine trainierte Phantasie nicht mithalten. Daher wurde es zunehmend anstrengender für mich das Buch zu lesen. Vor dem Hintergrund dieser riesigen Stadt wurden leider die Charaktere des Buches klein und unbedeutend. Sicher, sie sind es, die dort handeln und eigentlich sind es auch gar nich mal so viele Charaktere, um die es geht, dennoch wirken sie nichtssagen und bedeutugslos. Gemmell ist es nicht gelungen ihnen Tiefe zu verleihen,  obwohl sie ihnen eigentlich genug Zeit und Raum gelassen hat und sie auch nicht unsympathisch waren. Auch der Kaiser ist als Figur erstaunlich unbedeutend geblieben. Sicher ist er derjenige der die Macht besitzt, nur ist dies nicht deutlich geworden. Als Tyrann, Macht- und Befehlshaber ist er niemals aufgetreten und war für mich daher auch niemals der Feind, der am Ende umgebracht werden soll, damit das Morden ein Ende hat. Noch mehr verschenktes Potential. Am schlimmsten war jedoch das Finale und nicht, weil es mir nicht gefallen hat, wie es ausging, nein, es ist schlichtweg so, dass ich mich nicht mehr recht daran erinnere. Ich musste mich so durch das Buch quälen, dass ich zunächst keine Lust hatte es zu rezensieren und nun, da ich es tue, sind mir bereits sehr viele Details entfallen. Das spricht alles andere als für das Buch, denn an ein gutes Buch kann ich mich nach kurzer Zeit immer erinnern. Hier weiß ich nur, dass gerade als es galt, die Geheimnisse spannungsbringend aufzulösen, ich ziemlich viele Dinge schlichtweg nicht verstanden habe oder den Zusammenhang nicht erkennen konnte – vor allem im Zusammenhang mit dem Kaiser. Alles wurde unübersichtlich und oberflächlich. Das einzig gute an dem Finale war, dass es abgeschlossen war und es – so wirkte es zumindest auf mich – keine Fortsetzung geben wird. Schade, ich habe von diesem Buch, viel, viel mehr erwartet. Fazit: Der Moloch konnte mich leider gar nicht überzeugen. Durch die – besonders zu Beginn – sehr episodenlastig geschilderte Handlung, gab es zu viele Höhen und Tiefen, dafür aber keinen roten Faden. Das Buch zog sich dahin, da auch die Charaktere eher blass blieben. Als es dann im Finale derartig übersichtilich wurde und ich nichts verstand, weder von der Hanldung noch von den Auflösungen der Geheimnisse und Hintergründe, ist das Buch endgültig bei mir durchgefallen. Die Autorin hat es einfach nicht geschafft aus ihrer stimmungsvollen und guten Idee dieser riesigen Statd, etwas zu machen, dass atmopshärisch ist, da die Stadt einach zu groß und unübersichtlich geraten ist.  Schade, da ich so viel erwartet habe.

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  • Der Moloch

    Der Moloch
    ulrike-92

    ulrike-92

    21. March 2014 um 21:02

    loch, der viel zu lange schon mit all seinen Nachbarvölkern im Krieg liegt. Im Herzen der Stadt residiert der Imperator. Nur wenige haben ihn je zu Gesicht bekommen, und so mancher glaubt, dass das sinnlose Kämpfen und Sterben erst dann vorüber sein wird, wenn das unnatürlich lange Leben dieses Herrschers endet. Doch nur ein einziger Mann könnte es ihm nehmen. Ein Mann, der einst der erste General des Imperators war. Der dann jedoch in Ungnade fiel und einem hartnäckigen Gerücht zufolge selbst gar nicht mehr am Leben sein soll ...

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