Im winterlichen Flensburg wird der Vorstand des Tourismusverbandes, Gerth Roggen, von seiner Sekretärin tot in seinem Büro aufgefunden. Neben ihm ein Adventsgesteck und Weihnachtskekse, deren Duft nach Mandeln bei den gewieften Krimilesern gleich einen Verdacht aufkommen lässt: Ja, genau! Der Tote ist durch Zyankali vergiftet worden.
Auf der Suche nach dem Täter oder der Täterin hat KHK Frieder Westermann einiges zu tun, denn der Tote ist nicht nur ein Womanizer, der nichts anbrennen hat lassen, sondern auch sonst ein ziemliches Ekelpaket. Zahlreiche Frauen - von Ex-Frau über die Escort-Dame bis hin zur aktuellen Freundin - hätten ein Motiv. Nun, Frieder, such dir eine aus.
Meine Meinung:
Dieser Krimi wird als Hanseaten-Krimi beworben, doch davon habe ich wenig gespürt. Wo bleibt der trockene Humor? Die Umgebung von Flensburg sowie ein weihnachtlicher Abstecher in die Bremer Böttcherstraße wird gut beschrieben. Die Spannung ist nicht allzu hoch. Ich hatte gleich den richtigen Riecher.
Der Krimi ist sehr leicht und flott zu lesen. Er ist eher ein Roman als Krimi. Das Privatleben von Frieder Westermann nimmt einen großen Teil der Handlung ein. Frieder ist Vater von knapp einjährigen Zwillingsmädchen, die ihn und seine Frau, ebenfalls Kriminalbeamtin, ganz schön auf Trab halten. Manches ist recht unglaubwürdig. Da ist zum Beispiel die defekt Heizung, die die Familie beinahe das Leben kostet, aber nicht repariert wird, weil die passionierten Segler ihre Ersparnisse lieber in eine 340.000 Euro teure Yacht stecken. Nun ja, als Landratte kann ich diesen Zauber des Segelns nicht wirklich verstehen, auch wenn ich bei unseren Urlauben in Hamburg, Bremen oder Kiel den Segelschiffen gerne zusehe.
Fazit:
Dieser Krimi hat mich nicht so richtig vom Hocker gerissen, daher nur 2 Sterne.








