Sten Nadolny

 3,9 Sterne bei 664 Bewertungen

Lebenslauf von Sten Nadolny

Bedeutende deutsche Literatur: Sten Nadolny wird 1942 in Zehdenick im heutigen Brandenburg als Sohn zweier Schriftsteller geboren. Er verbringt seine Kindheit in Oberbayern und beginnt nach dem Abitur ein Studium der Geschichte und Politikwissenschaft in Göttingen, Tübingen und Berlin. Er promoviert an der Freien Universität zu Berlin und erhält 1976 den Doktortitel. Danach schlägt er sich mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten durch das Leben. Er fährt Taxi, arbeitet vorübergehend als Strafvollzugshelfer und wird für ein Jahr Geschichtslehrer, bis er sich schließlich als Aufnahmeleiter im Filmgeschäft betätigt. 1981 veröffentlicht er mit „Netzkarte“ seinen ersten Roman. Das Buch basiert auf einem Drehbuch, welches nie vollendet wurde. Für sein Werk „Die Entdeckung der Langsamkeit“ von 1983 erhält Sten Nadolny den Ingeborg-Bachmann-Preis. Die Eigenschaft der Langsamkeit soll darin das Gefühlvolle, Menschliche und Natürliche symbolisieren, das im Gegensatz zur rationalisierten, unmenschlichen Leistungsgesellschaft steht. Sten Nadolny gewinnt zahlreiche weitere Auszeichnungen, wie 1985 den Hans-Fallada-Preis, 1995 den „Ernst-Hoferichter-Preis“ sowie 2005 den „Mainzer Stadtschreiberpreis“. Sein autobiographisches Buch „Putz- und Flickstunde - Zwei Kalte Krieger erinnern sich“ aus dem Jahr 2009, das er gemeinsam mit dem ostdeutschen Schriftsteller Jens Sparschuh geschrieben hat, erzählt die Erfahrungen beider Schriftsteller in der Bundeswehr und NVA während des kalten Krieges. Sein 2012 veröffentlichter Roman "Weitlings Sommerfrische" schafft es auf die Longlist des deutschen Buchpreises. Sten Nadolny lebt derzeit in Berlin.

Alle Bücher von Sten Nadolny

Cover des Buches Die Entdeckung der Langsamkeit (ISBN: 9783492957939)

Die Entdeckung der Langsamkeit

 (443)
Erschienen am 17.07.2012
Cover des Buches Weitlings Sommerfrische (ISBN: 9783492303071)

Weitlings Sommerfrische

 (41)
Erschienen am 14.05.2013
Cover des Buches Netzkarte (ISBN: 9783492309868)

Netzkarte

 (34)
Erschienen am 01.02.2017
Cover des Buches Selim oder Die Gabe der Rede (ISBN: 9783492957922)

Selim oder Die Gabe der Rede

 (29)
Erschienen am 17.07.2012
Cover des Buches Ein Gott der Frechheit (ISBN: 9783492957908)

Ein Gott der Frechheit

 (34)
Erschienen am 19.09.2012
Cover des Buches Das Glück des Zauberers (ISBN: 9783492313896)

Das Glück des Zauberers

 (21)
Erschienen am 04.12.2018
Cover des Buches Ullsteinroman (ISBN: 9783548269863)

Ullsteinroman

 (16)
Erschienen am 14.01.2009
Cover des Buches Er oder Ich (ISBN: 9783492301312)

Er oder Ich

 (17)
Erschienen am 10.12.2012

Neue Rezensionen zu Sten Nadolny

Cover des Buches Das Glück des Zauberers (ISBN: 9783492313896)
Jorokas avatar

Rezension zu "Das Glück des Zauberers" von Sten Nadolny

Viel Magie zwischen den Zeilen
Jorokavor 2 Monaten

Ein sehr alter Zauberer schreibt Briefe an seine gerade geborene Enkelin, die sie erst lesen soll, wenn sie volljährig geworden ist und er dann nicht mehr auf der Erde weilt. In diesen Briefen gibt er ihr Tipps zum Zaubern, da sie als einziger Nachkomme, seine Fähigkeit geerbt hat, schildert aber auch seine Geschichte und Wertegang fast durch das komplette letzte Jahrhundert….

Zunächst hatte ich doch gewisse Anlaufschwierigkeiten, konnte dann ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Als der Zauberer mehr von seinem Leben erzählt und die Brief quasi in Beschreibungen der Vergangenheit münden, entstand ein Sog, dem ich mich nicht mehr entziehen konnte. Sten Nadolny verfolgt einen tollen Schreibstil, der dennoch einfach zu lesen ist. Sehr gut gefallen hat mir auch der historische Bezug des Handlungsverlaufes.

Eine Geschichte mit viel Dramatik, Stellen zum Lachen und Weinen und der Möglichkeit zur Erweiterung meines persönlichen Horizontes.

Fazit: Das Buch hat mich einfach verzaubert. Sten Nadolny versteht sein Fach; schon mein 3. Roman von ihm, der mir sehr gut gefallen hat.


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Cover des Buches Die Entdeckung der Langsamkeit (ISBN: 9783492259750)
C

Rezension zu "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny

Wohlfühlbuch
caro_linvor 9 Monaten

Die ersten 50 Seiten habe ich überlegt es wegzulegen. Ich bin froh, dass ich es nicht getan habe! Als ich einmal drin war, habe ich es geliebt. Die Tage und Wochen, die ich die Entdeckung der Langsamkeit gelesen habe war dieses Buch mein Rückzugs- und Wohlfühlort. Und das, obwohl es inhaltlich oft alles andere als schön zugeht, es geht stellenweise um Krieg, Hunger, Tod und menschliche Abgründe. Dann aber wieder um die Schönheit unserer Welt und der Dinge die uns Menschen voneinander unterscheiden. 


Eigentlich wollte ich 4 Sterne geben, da es phasenweise dann doch auch wieder etwas zäh wird. Aber die Gefühle, die dieses Buch in mir ausgelöst hat, sind besonders und darum vergebe ich 5 Sterne.

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Cover des Buches Die Entdeckung der Langsamkeit (ISBN: 9783492259750)
Federfees avatar

Rezension zu "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny

Wie ein extrem langsamer Mensch trotzdem erfolgreich war
Federfeevor einem Jahr

Es ist die teils fiktive, teils realistische Lebensgeschichte des John Franklin (1786 – 1847), Seefahrer und Nordpolarforscher, der mit einer Besonderheit zu kämpfen hat: er ist extrem langsam und wird deshalb schon in seiner Kindheit und Jugend gehänselt. Er lässt sich aber nicht beirren und entwickelt Techniken, nicht nur, um im Leben zurechtzukommen, sondern sogar Karriere zu machen. Am Ende überträgt man ihm als Schiffskommandant sogar Forschungsaufgaben im Nordpolarmeer.

Manche Abschnitte haben mir sehr gut gefallen: wie Nadolny den Leser in die verlangsamte Gedankenwelt des Kindes und jungen Mannes mitnimmt, wie er bestimmte Gefahrensituationen beschreibt, wie Franklin sich Gedanken um die Unsinnigkeit von Kriegen macht, wie überlegt er vorgeht.

Und dann doch nur 3 Sterne? ? Leider hat mich der Roman gelangweilt: für eine Biografie zu romanhaft, für einen Roman zu viele inhaltliche Höhepunkte. Es geht ständig auf und ab. Weniger wäre vielleicht mehr gewesen, da es ja immerhin ein fiktionales Werk ist.

Allerdings hat dieser Roman vielen gut gefallen, auch namhaften Kritikern (Ortheil). Ich fand ihn nicht schlecht, hätte ihn aber nicht lesen müssen.

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Zusätzliche Informationen

Sten Nadolny wurde am 29. Juli 1942 in Zehdenick (Deutschland) geboren.

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