Sten Nadolny

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Lebenslauf von Sten Nadolny

Sten Nadolny wird 1942 in Zehendick an der Havel im heutigen Brandenburg als Sohn von Burkhard und Isabella Nadolny, die beide Schriftsteller sind, geboren. Er verbringt seine Kindheit in Oberbayern und beginnt nach dem Abitur ein Studium der Geschichte und Politikwissenschaft in Göttingen, Tübingen und Berlin. Er promoviert an der Freien Universität zu Berlin und erhält 1976 den Doktortitel. Danach schlägt er sich, wie es so häufig das Schicksal von Geisteswissenschaftlern ist, mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten durch das Leben. Er fährt Taxi, arbeitet vorübergehend als Strafvollzugshelfer und wird für ein Jahr Geschichtslehrer, bis er sich schließlich als Aufnahmeleiter im Filmgeschäft betätigt. 1981 veröffentlicht er mit „Netzkarte“ seinen ersten Roman. Das Buch basiert auf einem Drehbuch, welches nie vollendet wurde. Es erzählt die Geschichte eines 30-jährigen Studienreferendars, der sich für ein Monat mit der Bundesbahn auf Reise quer durch Deutschland begibt, um zu sich selbst zu finden und sich mit dem Leben auseinanderzusetzen. Für sein Werk „Die Entdeckung der Langsamkeit“ von 1983 erhält Stan Nadolny den „Ingeborg – Bachmann – Preis“. Das Buch erzählt die Geschichte des britischen Seefahrers und Polarforschers John Franklin, der von Geburt an besonders langsam gewesen sein soll. Trotz dieser Langsamkeit, die wie eine offenkundige Behinderung wirkt, geht der Mann seinen Weg, wird Kapitän und leitet eine Polarexpedition. Die Eigenschaft der Langsamkeit soll das Gefühlvolle, Menschliche und Natürliche symbolisieren, das im Gegensatz zur rationalisierten, unmenschlichen Leistungsgesellschaft steht. Das Buch ist dabei keine authentische Biographie, sondern benutzt das Leben des Seefahrers nur als Hintergrund für die symbolträchtige Botschaft. 1990 hält Sten Nadolny eine Vortragsreihe im Rahmen der Münchner Poetikvorlesungen an der LMU München, die auch als Buch veröffentlicht wird. Im gleichen Jahr kommt sein Roman „Selim oder Die Gabe der Rede“ heraus. 1994 folgt das Buch „Der Gott der Frechheit“. Die Hauptfigur aus „Netzkarte“ taucht 1999 in dem Roman „Er oder Ich“ entsprechend gealtert wieder auf. Stan Nadolny gewinnt neben dem „Ingeborg – Bachmann – Preis“ noch weitere Auszeichnungen, wie 1985 den „Hans-Fallada-Preis“, 1986 den „Premio Vallombrosa“, 1995 den „Ernst-Hoferichter-Preis“, 2004 den „Jakob-Wassermann-Literaturpreis“, sowie 2005 den „Mainzer Stadtschreiberpreis“. Sein autobiographisches Buch „Putz- und Flickstunde. Zwei Kalte Krieger erinnern sich“ aus dem Jahr 2009, das er gemeinsam mit dem ostdeutschen Schriftsteller Jens Sparschuh geschrieben hat, erzählt die Erfahrungen beider Schriftsteller in der Bundeswehr und NVA während des kalten Krieges. 2012 veröffentlichte der Autor seinen aktuellen Roman "Weitlings Sommerfrische", der es auf die Longlist des deutschen Buchpreises schaffte. Stan Nadolny lebt derzeit in Berlin.

Bekannteste Bücher

Das Glück des Zauberers

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Netzkarte

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Er oder Ich: Roman

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Selim oder Die Gabe der Rede: Roman

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Ein Gott der Frechheit: Roman

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Weitlings Sommerfrische: Roman

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Die Entdeckung der Langsamkeit: Roman

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Weitlings Sommerfrische

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Er oder Ich

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Selim oder die Gabe der Erde

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Die Entdeckung der Langsamkeit

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Ullsteinroman

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Das große Spiel.

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Ein Gott der Frechheit

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Er oder ich

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Selim oder Die Gabe der Rede

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Die Entdeckung der Langsamkeit

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Weitling'in Yaz Tatili

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  • Rezensionen
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  • Ein Zauberer blickt auf das 20. Jahrhundert zurück

    Das Glück des Zauberers

    Nabura

    16. September 2017 um 12:15 Rezension zu "Das Glück des Zauberers" von Sten Nadolny

    Pahroc hat die 100 Jahre bereits überschritten, als für ihn ein großer Wunsch in Erfüllung geht: Seine vier Monate alte Enkelin Mathilda zeigt als erste seiner Nachkommen die Begabung fürs Zaubern, indem sie ihm mit der „langen Hand“ die Brille von der Nase fegt. Er beginnt, Briefe an sie zu schreiben, die ihr als Packen übergeben werden sollen, wenn sie erwachsen ist. Darin erteilt er ihr Ratschläge rund ums Zaubern und erzählt dabei seine eigene Lebensgeschichte. In zwölf Briefen blickt der Leser durch Pahrocs Augen auf das 20. ...

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  • historische Entschleuigung

    Die Entdeckung der Langsamkeit: Roman

    juttahammer

    02. September 2017 um 06:59 Rezension zu "Die Entdeckung der Langsamkeit: Roman" von Sten Nadolny

    Zunächst mal bin ich ein großer Freund von Romanen mit historischem Hintergrund, weil sie den Leser mitnehmen können in die Vergangenheit. Sten Nadolny nimmt den Leser mit auf die Reisen des Seefahrers John Franklin, der unberirrbar sein Lebensziel verfolgt. Die historische Figur wird durch die vom Autor hinzugedichtete Verlangsamung zu einer Art Forest Gump der Seefahrer. Ein Buch, für das man sich ein wenig Zeit nehmen sollte, um sich seiner eigenen Lebensgeschwindigkeit bewusst zu werden.

  • Schöne Mischung aus Biographie und fiktionaler Erzählung.

    Die Entdeckung der Langsamkeit

    Niggls_

    11. August 2017 um 21:29 Rezension zu "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny

    Mich hat das Buch sehr bewegt. Ich habe Fernweh bekommen, mich öfters zur Langsamkeit gezwungen und angefangen mich für die Seefahrt zu interessieren. Ich war auch überrascht wie gut die realen Informationen über John Franklin mit dem Buch übereingestimmt haben (bis auf die Langsamkeit natürlich). Auch fand ich es erstaunlich wie genau Nadolny auf die Details der Seefahrt eingegangen ist. Ein wirklich lesenswertes Buch, das viel zu bieten hat. 

  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    zu Buchtitel "Warum Lesen glücklich macht" von Stefan Bollmann

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden ...

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    • 2376
  • Sommerfrische mit Sturm und Besuch

    Weitlings Sommerfrische

    Bellastella

    19. July 2016 um 10:01 Rezension zu "Weitlings Sommerfrische" von Sten Nadolny

    Das Cover finde ich sehr schön. Und dann hat mich „Weitlings Sommerfrische“ zuallerest deshalb angesprochen, weil ich, wie Weitling auch, in Chieming aufgewachsen bin und mich deshalb an all den Orts- und Personenbeschreibungen und manchen bayerischen Ausdrücken erfreut habe, die im Buch vorkommen. Manche Ausdrücke , wie „arschlings“ für „rückwärts“ waren mir entfallen gewesen, und ich mußte lachen, als sie mir hier wieder begegneten. Aber insgesamt hat der junge Willy ein völlig anderes Leben geführt als ich, ich hätte ihn ...

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  • langsam

    Die Entdeckung der Langsamkeit

    schickchriska

    25. March 2016 um 12:16 Rezension zu "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny

    Sehr schöne Wortwahl, die auch zur Langsamkeit anregt -  für mich nur leider zu langsam.

  • Bootsunglück auf dem Chiemsee

    Weitlings Sommerfrische

    Minje

    10. January 2016 um 17:42 Rezension zu "Weitlings Sommerfrische" von Sten Nadolny

    "Weitlings Sommerfrische" von Sten Nadolny erschien 2012 im Piper Verlag. Inhalt Das Buch spielt am Chiemsee. Wilhelm Weitling hat dort ein Boot und möchte segeln. Er erinnert sich an früher. 1958 hatte er ein Bootsunglück. Was wird diesmal passieren? Meinung Cover ist gut gelungen und die Rückseite macht Lust auf mehr. Das erste Kapitel ist spannend, es ist gut geschrieben (Stil, Sprache) und man ist gespannt, wie sich die Geschichte entwickelt. Die Rückblende ist ziemlich lang. Der Leser wartet auf Rückführung in die Realität. ...

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  • Entschleunigt …

    Die Entdeckung der Langsamkeit

    buchwanderer

    Rezension zu "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny

    „Langsamkeit kam zu Ehren, Schnelligkeit stand zu Diensten.“ (S.193) Zum Inhalt: Als kleiner Junge in England mit dem Handicap eines langsamen Geistes aufzuwachsen war schwer. Keiner konnte das besser beurteilen als John Franklin, zumal ein langsamer Geist keineswegs einen wenig wachen Verstand bedingte. Durch all die gemeinen Stichelein und hinterhältigen Boshaftigkeiten des schulischen Alltags schon an vieles gewöhnt, verschlägt es den jungen Franklin zur Marine. Er schien glücklich, denn das Meer war stets eine fixe Größe in ...

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    BrittaRoeder

    25. November 2015 um 19:21
  • Ich schwanke zwischen "genial", "trivial" und "nervtötend-langweilig"

    Netzkarte

    Talitha

    25. November 2015 um 18:04 Rezension zu "Netzkarte" von Sten Nadolny

    Sten Nadolny kannte ich schon von seinem Roman "Die Entdeckung der Langsamkeit" her, welcher mir seinerzeit sehr gefallen hatte. Daher war ich auf dieses Buch sehr gespannt. Nun nach der Lektüre bin ich etwas enttäuscht und extrem zwiegespalten, was ich nun davon halten soll. Zu große Erwartungen aufgrund des anderen Buches meinerseits oder wirklich ein über lange Strecken eher langweiliges und nichtssagendes Werk? Zuerst mal ein grober Inhaltsabriss, der eigentlich die gesamte Handlung schon vorwegnimmt (mehr passiert wirklich ...

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  • Der Titel macht dem Buch alle Ehre

    Die Entdeckung der Langsamkeit: Roman

    AlexandraK

    Rezension zu "Die Entdeckung der Langsamkeit: Roman" von Sten Nadolny

    Ich musste dieses Buch als Schullektüre lesen, dementsprechend haben wir den Inhalt durchgekaut. Ich muss ehrlich sagen ich habe noch nie so lange gebraucht um ein Buch zu lesen und hätte ich es nicht lesen müssen, hätte ich es nicht beendet. Die Story die drin steckt finde ich gar nicht mal so schlecht. Das Leben des Protagonisten ist ein Buch wert, allerdings ist der Schreibstil absolut abschreckend und unmotiviertend. Es werden viel zu viel Details beschrieben vor allem über Segelschiffe, da kann man getrost mal ein paar ...

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