Sten Nadolny

 3.9 Sterne bei 618 Bewertungen

Lebenslauf von Sten Nadolny

Bedeutende deutsche Literatur: Sten Nadolny wird 1942 in Zehdenick im heutigen Brandenburg als Sohn zweier Schriftsteller geboren. Er verbringt seine Kindheit in Oberbayern und beginnt nach dem Abitur ein Studium der Geschichte und Politikwissenschaft in Göttingen, Tübingen und Berlin. Er promoviert an der Freien Universität zu Berlin und erhält 1976 den Doktortitel. Danach schlägt er sich mit den unterschiedlichsten Tätigkeiten durch das Leben. Er fährt Taxi, arbeitet vorübergehend als Strafvollzugshelfer und wird für ein Jahr Geschichtslehrer, bis er sich schließlich als Aufnahmeleiter im Filmgeschäft betätigt. 1981 veröffentlicht er mit „Netzkarte“ seinen ersten Roman. Das Buch basiert auf einem Drehbuch, welches nie vollendet wurde. Für sein Werk „Die Entdeckung der Langsamkeit“ von 1983 erhält Sten Nadolny den Ingeborg-Bachmann-Preis. Die Eigenschaft der Langsamkeit soll darin das Gefühlvolle, Menschliche und Natürliche symbolisieren, das im Gegensatz zur rationalisierten, unmenschlichen Leistungsgesellschaft steht. Sten Nadolny gewinnt zahlreiche weitere Auszeichnungen, wie 1985 den Hans-Fallada-Preis, 1995 den „Ernst-Hoferichter-Preis“ sowie 2005 den „Mainzer Stadtschreiberpreis“. Sein autobiographisches Buch „Putz- und Flickstunde - Zwei Kalte Krieger erinnern sich“ aus dem Jahr 2009, das er gemeinsam mit dem ostdeutschen Schriftsteller Jens Sparschuh geschrieben hat, erzählt die Erfahrungen beider Schriftsteller in der Bundeswehr und NVA während des kalten Krieges. Sein 2012 veröffentlichter Roman "Weitlings Sommerfrische" schafft es auf die Longlist des deutschen Buchpreises. Sten Nadolny lebt derzeit in Berlin.

Alle Bücher von Sten Nadolny

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Die Entdeckung der Langsamkeit

Die Entdeckung der Langsamkeit

 (413)
Erschienen am 14.09.2010
Weitlings Sommerfrische

Weitlings Sommerfrische

 (40)
Erschienen am 14.05.2013
Netzkarte

Netzkarte

 (33)
Erschienen am 01.02.2017
Selim oder Die Gabe der Rede

Selim oder Die Gabe der Rede

 (28)
Erschienen am 01.02.1992
Ein Gott der Frechheit

Ein Gott der Frechheit

 (34)
Erschienen am 01.04.1996
Ullsteinroman

Ullsteinroman

 (15)
Erschienen am 14.01.2009
Er oder Ich

Er oder Ich

 (17)
Erschienen am 10.12.2012
Das Glück des Zauberers

Das Glück des Zauberers

 (12)
Erschienen am 04.12.2018

Neue Rezensionen zu Sten Nadolny

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Rezension zu "Das Glück des Zauberers" von Sten Nadolny

Ein ungewöhnlicher Stilmix- Fantasy-Roman-Historie
Buchraettinvor 3 Monaten

Das war eine ungewöhnliche Mischung für ein Buch. Ein wenig Magie, aber keine Fantasy. Eine Art historischer Roman, aber eigentlich auch nicht. Ein anspruchsvoller Roman, aber auch nicht nur.
Geschrieben wird dieses Buch in Form von Briefen. Der erste Brief, der einen anderen Autor hat, als die nachfolgenden des Zauberers, in dem es im Buch geht, erzählt ein wenig von diesem Briefeschreiber.
Für mich war das ein sehr intensives und durchaus auch ungewöhnliches Lesen dieses Buches. Mir hat mir sehr gut gefallen, dass der reale Autor des Buches, Sten Nadolny, seinen Figuren mit dieser Art der Briefe in denen die Geschichte erzählt wird, Leben eingehaucht hat.
Ich habe während des Lesens ein Gefühl bekommen, als spreche aus dem Text wirklich die jeweilige Person. Als lese ich heimlich die Briefe, die dieser Mann eigentlich an seine Enkelin schreibt- die sie lesen soll, wenn sie so ca. 2030 alt genug wäre.
Ich denke, dieses so reale Gefühl kam auch durch die Verwendung des Datums zu Stande. 2012 beginnt der erste Brief. Martha ist hier noch ein Baby. Pahroc ihr Großvater berichtet in diesen Briefen davon, was es für die bedeuten wird, wenn auch in ihr die Magie, die Fähigkeit zu zaubern erwachen wird.
Aber er berichtet auch von seinem langen Leben. Der Faszination an der Technik, den Veränderungen im Laufe der Zeit, die Kriege, die Veränderungen, die er mitgemacht hat und auch immer wieder Szenen mit der Zauberei.
Es ist für mich dennoch kein reiner Fantasyroman. Auch wenn hier immer wieder Aspekte erwähnt werden, wie er Magie anwendet, Zauberei.
Es ist auch eine Art Lebensgeschichte, Beobachtungen des erlebten Lebens. Die Sprache durchaus anspruchsvoll insofern, dass der Text Aufmerksamkeit des Lesers möchte und nicht zum Schnell-Verschlingen geeignet ist. Ich fand, es war durchaus ein Buch, das Zeit braucht und die ich jedem Leser empfehle würde sich hierfür durchaus zu nehmen.
Gelungen fand ich auch die Abrundung des Buches. Ein letzter, erklärender Brief, zu dem ich nicht zu viel verraten möchte, datiert auf eine Zeit in der Zukunft 2032. Hier blickt der Verfasser auch auf die Jahre 2018 /2019 zurück in denen wir uns gerade befinden und macht den Leser ein wenig nachdenklich. Vielleicht gibt es in dieser Welt ja doch mehr als wir ahnen- oder sollte es nur zwischen den Blättern und Seiten der Bücher versteckt sein?
Ein ungewöhnlicher Stilmix- Fantasy-Roman-Historie- ein ungewöhnliches, aufmerksamkeitswollendes Buch mit lebendigen Figuren- ungewöhnlich gut.

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Rezension zu "Das Glück des Zauberers" von Sten Nadolny

Einfach wundervoll
Frau-Aragornvor 3 Monaten

Ich habe alles an diesem Buch geliebt. Ein absolut beeindruckendes Highlight dieses Jahres. 

Ein Buch, dessen Eindruck mir ganz schwer fällt in Worte zu fassen,weil es einfach direkt ins Herz geht.  versucht hab ich es dennoch. 
Die ausführliche Rezension findet ihr bei uns auf www.buchszene.de
https://buchszene.de/das-glueck-des-zauberers-sten-nadolny-rezension/

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Rezension zu "Das Glück des Zauberers" von Sten Nadolny

Zauberhafte Abenteuer im 20. Jahrhundert
Schuggavor 6 Monaten

Pahroc hat in seinem langen Leben viel erlebt – mehr, als so manch einer glauben möchte. Denn Pahroc gehört zu den besonderen Menschen,  die mit der Fähigkeit des Zauberns geboren wurden. Eine Fähigkeit, die natürlich geheim gehalten werden muss, um nicht unnötig in Schwierigkeiten zu geraten. Als er im Alter von 106 Jahren die ersten Anzeichen dieser Gabe bei seiner neugeborenen Enkelin Mathilda entdeckt, beginnt er, Briefe an sie zu schreiben, welche sie als Erwachsene erhalten soll und in denen er von seinem bisherigen, aufregenden Leben und den verschiedenen Fähigkeiten der Zauberkunst berichtet.

„Das Glück des Zauberers“ ist eine wunderschöne Reise durch das 20. Jahrhundert. Pahroc erzählt von seinen Erlebnissen, welche teilweise von großen Ereignissen der Geschichte überschattet oder gar mit diesen kombiniert wurden. Wie er nach und nach neue Zaubertricks erlernte (durch Wände gehen, sich verwandeln, die „Lange Hand“ machen), welche manchmal erst ab einem bestimmten Alter möglich wurden. Wie seine geheime Gabe ihm manchmal durchs Leben half, insbesondere zu Kriegszeiten. Aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz. Und natürlich hat Sten Nadolny, inspiriert von Kurt Kusenbergs Roman „Zwist unter Zauberern“, Pahroc einen Zauberer als Gegner kreiert, welcher ihm immer wieder das Leben unnötig schwer machte.

Die Erzählungen sind eine bunte Mischung aus spannenden, schönen, aufregenden, amüsanten, aber auch gefährlichen Momenten. Jeder seiner Briefe hat zudem einen Zaubertrick als Thema, welchen er im beschrieben Zeitraum erlernte, und warnt hier und da vor Fehlern, welche Mathilda beim Zaubern vermeiden sollte. Dass er ein sympathischer Mensch mit Humor ist, wird einem beim Lesen der Briefe schnell klar.Und so war es für mich ein regelrechter Genuss, mit Pahroc durch das 20. Jahrhundert zu reisen, die vergangene Zeit mit einem philosophischen ebenso wie mit einem humorvollen Auge zu betrachten und Abenteuer eines Zauberers zu erleben, die natürlich stets im Geheimen abliefen.

Nachdem ich das Buch bei einer Lesung des Autos kennenlernte, in welcher Sten Nadolny Auszüge von Pahrocs Briefen vorlas, war mir schnell klar, dass ich mir die Briefe von Zauberer Pahroc vorlesen lassen möchte, um sie besser auf mich wirken zu lassen. So griff ich zum Hörbuch, welches in der ungekürzten Fassung wirklich hervorragend gesprochen wird und somit zum regelrechten Hörgenuss wurde, welchen ich jedem uneingeschränkt ans Herz legen möchte.

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Sten Nadolny wurde am 29. Juli 1942 in Zehdenick (Deutschland) geboren.

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