Sten Nadolny Die Entdeckung der Langsamkeit

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Inhaltsangabe zu „Die Entdeckung der Langsamkeit“ von Sten Nadolny

Seit seiner Kindheit träumt John Franklin davon, zur See zu fahren, obwohl er dafür denkbar ungeeignet ist, denn in allem, was er tut, ist er extrem langsam. Doch was er einmal erfaßt hat, vergißt er nicht mehr. Er geht zur Marine und erlebt den Krieg. Insgeheim aber träumt er von friedlichen Fahrten auf See und von der Entdeckung der legendären Nordwestpassage. Als Kommandant eines Schiffes begibt er sich auf die Suche … Sten Nadolnys vielfach preisgekrönter Bestseller über den englischen Nordpolfahrer John Franklin: eine Studie über die Kunst der Langsamkeit, die dem Rhythmus des Lebens Sinn gibt.

Schöne Mischung aus Biographie und fiktionaler Erzählung.

— Niggls_
Niggls_

Sehr schöne Wortwahl, die auch zur Langsamkeit anregt - für mich nur leider zu langsam.

— schickchriska
schickchriska

Eins meiner Lieblingsbücher. So toll geschrieben.

— Yomiko
Yomiko

für mich zu langsam. Zu langatmig. Leider, ich hatte mir viel mehr davon versprochen ...ich werde es nicht zu Ende lesen. Schaffe ich nicht.

— Buchstabenliebhaberin
Buchstabenliebhaberin

Wider den Zeitgeist ein Lob der Entschleunigung; Hinwendung zu Gründlichkeit und Tiefe; sprachlich elegant und sicher formuliert.

— deruhu99
deruhu99

Das Buch zwingt zum langsam lesen! Was für ein Genuss!

— Hoerchen
Hoerchen

Ein Abenteuer- und vor allem Entwicklungsroman mit einer zutiefst ermutigenden Botschaft. Ich habe dieses Buch "verschlungen".

— Charly117
Charly117

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— berka
berka

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  • Schöne Mischung aus Biographie und fiktionaler Erzählung.

    Die Entdeckung der Langsamkeit
    Niggls_

    Niggls_

    11. August 2017 um 21:29

    Mich hat das Buch sehr bewegt. Ich habe Fernweh bekommen, mich öfters zur Langsamkeit gezwungen und angefangen mich für die Seefahrt zu interessieren. Ich war auch überrascht wie gut die realen Informationen über John Franklin mit dem Buch übereingestimmt haben (bis auf die Langsamkeit natürlich). Auch fand ich es erstaunlich wie genau Nadolny auf die Details der Seefahrt eingegangen ist. Ein wirklich lesenswertes Buch, das viel zu bieten hat. 

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 18.08.2017: _Jassi                                           ---  73 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   208,5 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   81 Punkte Bellis-Perennis                          ---  564 Punkte Beust                                          ---   260 Punkte Bibliomania                               ---   184 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  350 Punkte ChattysBuecherblog                --- 210 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   103,5 Punkte Code-between-lines                ---  127 Punkte eilatan123                                 ---   46 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   109 Punkte Frenx51                                     ---  72,5 Punkte glanzente                                  ---   75 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   135 Punkte Hortensia13                             ---   113 Punkte Igelchen                                    ---   21 Punkte Igelmanu66                              ---  151 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    79 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   105 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   77 Punkte Katykate                                  ---   94 Punkte Kerdie                                      ---   190 Punkte Kleine1984                              ---   130 Punkte Kuhni77                                   ---   105 Punkte KymLuca                                  ---   100 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   211 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   190 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   82 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  52 Punkte mistellor                                   ---   149 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  115 Punkte Nelebooks                               ---  183 Punkte niknak                                       ----  268 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   180 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   93 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   48 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 57 PunkteSandkuchen                              ---   172 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   153 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   245 Punkte SomeBody                                ---   157,5 Punkte Sommerleser                           ---   168 Punkte StefanieFreigericht                  ---   190,5 Punkte tlow                                            ---   135 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   34 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   64 Punkte Wolly                                          ---   163 Punkte Yolande                                       --   150 Punkte

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  • langsam

    Die Entdeckung der Langsamkeit
    schickchriska

    schickchriska

    25. March 2016 um 12:16

    Sehr schöne Wortwahl, die auch zur Langsamkeit anregt -  für mich nur leider zu langsam.

  • Entschleunigt …

    Die Entdeckung der Langsamkeit
    buchwanderer

    buchwanderer

    „Langsamkeit kam zu Ehren, Schnelligkeit stand zu Diensten.“ (S.193) Zum Inhalt: Als kleiner Junge in England mit dem Handicap eines langsamen Geistes aufzuwachsen war schwer. Keiner konnte das besser beurteilen als John Franklin, zumal ein langsamer Geist keineswegs einen wenig wachen Verstand bedingte. Durch all die gemeinen Stichelein und hinterhältigen Boshaftigkeiten des schulischen Alltags schon an vieles gewöhnt, verschlägt es den jungen Franklin zur Marine. Er schien glücklich, denn das Meer war stets eine fixe Größe in seinem Streben. Er erlebt die Seeschlachten von Kopenhagen und Trafalger, wobei er in seiner bedächtigen Art zu der Einsicht gelangt, dass „über die Unsinnigkeit einer Schlacht zu reden, dem Krieg selbst Sinn beimessen hieße.“ (S.155). Franklin sieht sich selbst als Entdecker, ein wenig als Erfinder, aber v.a. als ein Beobachter; getreu dem Motto: „Ich bin mir selbst ein Freund. Ich nehme ernst, was ich denke und empfinde. Die Zeit, die ich dafür brauche ist nie vertan.“ (S.209). Um zu dieser fast abgeklärten Haltung zu gelangen brauchte es einen langen, steinigen Weg, den er zu seinem Glück und nicht selten zu seiner Überraschung von treuen Freunden gesäumt sah. Die Teilnahme an Flinders´ Australienreise, der Beinahetod auf dem Gewaltmarsch durch die „Barren Grounds“, sowie der Kontakt mit der viel zu schnellen und intriganten Welt der Politik als Gouverneur von Tasmanien meißeln einen Menschen aus der Lebensgeschichte, der sich seine felsenfeste Unbeirrbarkeit erarbeiten und sie der Schnelligkeit des Lebens ringsum abtrotzen muss. Sein ungeheurer Erfahrungsschatz, die vielseitige Begabung, ein phänomenales Gedächtnis und die rechten Begleiter zur rechten Zeit bringen in Franklin die verwegensten Gedanken auch zu Themen wie Strafvollzug, Schuldbildung und Bestimmung des Individuums zur Reife. Einiges davon kann er in Australien als Gouverneur umsetzen, v.a. durch seine größte Stärke: Langsamkeit. Beharrlich ein Ziel verfolgend, um einen Weg zu erreichen (S.197). Wieder zurück in England am Zenit seines, auch für ihn überraschenden, Erfolges gelingt es ihm mit den Schiffen HMS Terror und HMS Erebus einen Traum weiterzuspinnen, der ihn nie losgelassen hatte: die Entdeckung der Nordwestpassage… Fazit: Das Gerüst des Schiffes, welches Sten Nadolny in Form seines lose biografischen Entwicklungsromans in den Gewässern der Leserfantasie auf die Reise schickt erhält mit jeder Seite ein Stück mehr seiner minutiös arrangierten Takelage. Am Ende dieser Fahrt wird John Franklin, wie ihn Sten Nadolny entworfen hat, eine jener Figuren sein, deren beharrliche Suche nach der eigenen Geschwindigkeit noch lange im Bewußtsein nachklingt, um im günstigsten – und nicht unwahrscheinlichsten Fall – Veränderungen des Sehens ins Rollen zu bringen. Nadolny weist den Leser in seinen bibliographischen Notizen (S.375), sowie dem für sich schon lesenwerten Nachwort, darauf hin, dass „sein“ Franklin konstruiert ist. Angelehnt an den historischen britischen Konteradmiral und Polarforscher gelingt es ihm die Frage nach der eigenen (Lebens-) Geschwindigkeit aufzuwerfen, ebenso wie nach der immer wiederkehrenden Frage nach der Navigation und dem Kurs des eigenen (Lebens-) Schiffes. Eines der beeindruckendsten, bewegendsten Bücher, die ich gelesen habe und vorbehaltlos zu empfehlen. Zum Buch: Für ein Buch dieses Umfanges ist der Buchblock gut verarbeitet. Typographie (gesetzt aus der Sabon) und Druck sind kontrastreich, angenehm lesbar und sauber ausgeführt. Die Umschlaggestaltung, dargestellt wird ein Ausschnitt aus „Die ›Fighting Téméraire‹ wird an ihren Ankerplatz geschleppt“ von 1839), trägt wesentlich dazu bei, der Geschichte einen ansprechenden optischen Rahmen zu geben. In Summe ein solides, haptisch ansprechendes Taschenbuch.

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    • 2
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    25. November 2015 um 19:21
  • Ein Buch zum langsamen Durchwaten

    Die Entdeckung der Langsamkeit
    Lesemanie

    Lesemanie

    26. April 2014 um 07:50

    Sten Nadolny erzählt die Geschichte des Nordpolarfahrers John Franklin (1786-1847). Daten und andere „harte“ Fakten hat er dabei auf wunderbare Art und Weise mit eigenen Gedanken und Ideen verwoben. Gekonnt hat er auch fiktive Personen in die Geschichte mit einfließen lassen. Jede dieser Figuren (ob real oder fiktiv) hat ihre Stärken und Schwächen, und diese Menschlichkeit macht es schwer, sie zu vergessen. So ist ein Buch entstanden, das man bedächtig durchwaten möchte und ein Protagonist, mit dem man so lange wie möglich verweilen will.

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  • Rezension zu "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny

    Die Entdeckung der Langsamkeit
    doktormabuse

    doktormabuse

    18. September 2012 um 13:24

    Das Buch meines Lebens - ich war immer langsamer als der 'Soll', dieser Blödsinn, mit dem man mich schon in meiner Kindheit nervte, und heute ist es immer schlimmer, immer schneller, früher fertig werden, um dann - ja, was? Sehnsucht zu haben nach Ruhe im Leben anstatt nur Geld als Ziel zu haben? 'Wer ewig fortschreitet, steht sein Leben lang nur auf einem Bein' (H. Rosendorfer). Wer ruht noch in sich selbst? Nadolny muss Schullektüre sein!

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  • Rezension zu "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny

    Die Entdeckung der Langsamkeit
    Sokrates

    Sokrates

    16. February 2012 um 14:32

    Einst Schullektüre gewesen, frage ich mich heute, wie man dieses Buch jungen Menschen mit 15 oder 16 Jahren zu lesen geben kann. - Da es sich nicht um einen bloßen "Abenteuerroman" handelt, sondern weitaus mehr Inhalt transportiert werden soll, bleibt es für einen noch jugendlichen Leser jenseits des erfassbaren, was der Roman in seiner Gänze transportieren soll. Dies tut dem Autor nicht gut, denn man wird sich so schnell nicht wieder an ein Buch von ihm herantrauen. Die Handlung ist an manchen Stellen etwas schleppend. Wer historische Romane und solche, die tatsächliche Ereignisse behandeln, mag, der wird mit diesem Roman vielleicht zufrieden sein. Mich konnte er nicht wirklich ansprechen.

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  • Rezension zu "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny

    Die Entdeckung der Langsamkeit
    sabatayn76

    sabatayn76

    16. December 2011 um 15:47

    'Das Unglück steckt in seinen eigenen Schuhen' Inhalt: Bereits im Alter von 10 Jahren ist John Franklin außergewöhnlich langsam, geduldig und ausdauernd und träumt davon, zur See zu fahren. Er geht zur Marine und zieht in den Krieg - doch eigentlich will er die Nordwestpassage entdecken und nicht des Krieges wegen mit dem Schiff unterwegs sein. Schließlich wird sein Traum war, und er macht sich als Kommandant eines Schiffes auf die Reise und auf die Suche nach der Passage. Mein Eindruck: Das Buch macht meiner Meinung nach dem Titel alle Ehre, denn es kommt nur gemächlich in Fahrt, verlangt vom Leser eine Menge Geduld und ist dabei sehr detailreich, so dass man sich beim Lesen fast ein wenig wie der Protagonist John Franklin fühlt. Dies ist dem Autor sehr gut gelungen, obwohl es für meine Begriffe ein bisschen zu langsam war, und ich bei der Lektüre eher ungeduldig wurde. Gefallen hat mir, dass man beim Lesen einiges über das Meer und über die Seefahrt lernen kann, wenngleich man sich als Laie anfangs ein wenig durch die nautischen Fachbegriffe kämpfen muss. Mein Resümee: Obwohl ich mich sehr für Seefahrt und Entdeckungsreisen interessiere, ist der Funke bei mir nicht ganz übergesprungen, und ich konnte mich für 'Die Entdeckung der Langsamkeit' nicht recht begeistern. Meiner Meinung nach ein Buch für geduldigere Leser.

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  • Rezension zu "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny

    Die Entdeckung der Langsamkeit
    Vane

    Vane

    13. September 2011 um 12:36

    Was wäre wenn... - von diesem Gedankenspiel lebt die erzählende Literatur. Der Autor Nadolny hat den im 19. Jahrhundert berühmten englischen Nordpolfahrer John Franklin mit historisch nicht verbürgten Körper- und Charaktereigenschaften ausgestattet und lässt ihn auf große Fahrt gehen. John Franklin - keine Erinnnerung, diesen Namen jemals gehört zu haben. Seine Schiffsfahrten zum Nordpol? - Ja, schon mal was darüber aufgeschnappt. Das Buch kommt mit in den diesjährigen Sommerurlaub. Es sollte etwas mit "Meer" und "Abenteuer" sein. Im letzten Jahr begleitete mich Moby Dick - eine große Überraschung als Lektüre und es handelte natürlich auch vom Meer. Jetzt also "Die Entdeckung der Langsamkeit". Seltsam dieser John Franklin. Er sieht sich selbst als Uhr, die immer nachgeht. In seiner Kindheit ist er unfähig, Lauf-, Fang- und Wurfspiele zu machen. Er reagiert einfach zu langsam. Also hält er den anderen die Schnur bei ihren Ballspielen. Hält und hält, wie ein Denkmal, und nutzt die Zeit zum Denken. John ist anders als die anderen, das ist ihm klar. Kann ihm trotzdem im Leben etwas gelingen? Er kann zur Schule gehen. Auch sein großer Kindheitstraum, auf dem Meer zu segeln, erfüllt sich. Er heuert auf einem Schiff an, erlebt Seeschlachten gegen Frankreich, wird traumatisiert, bewährt sich, weil er sich Zeit zum Denken und Planen nimmt. Seine Genauigkeit führt dazu, dass ihm Schiff und Mannschaft anvertraut wird und er zu einer Erkundungsfahrt zum Nordpol aufbricht. Hier beginnt eine außerordentliche Abenteuergeschichte, die sich im Großen und Ganzen historisch tatsächlich zugetragen hat. Spannend! - Richtig spannend! Leider endet die Fahrt für die meisten Besatzungsmitglieder tödlich. Dennoch kann Franklin ein zweitesmal ein Expeditionsschiff führen. Er verwertet die Erfahrungen der ersten Reise und erlebt diesesmal einen grandiosen Erfolg, da er Schiff und Mannschaft unversehrt zurückbringt. Zwar kann Franklin aufgrund seines langsamen Denkens mit langen Sätzen über die Welt nichts anfangen, doch er hat verinnerlicht, was ihm ein Lehrer einmal über das Lernen der Menschheit über die Zusammenhänge der Welt sagte:" Es liegt daran, dass die Tüchtigen ständig versuchen, das wenige von der Welt zu verändern, was sie kennen. Eines Tages werden sie die Welt entdecken, statt sie zu verbessern. Und nicht mehr vergessen, was sie schon entdeckt haben." Franklin wurde zu einem großartigen Entdecker - auch wenn seine letzte Expedition scheiterte und er mit der gesamten Schiffsmannschaft den Tod fand.

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  • Rezension zu "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny

    Die Entdeckung der Langsamkeit
    Nicki81

    Nicki81

    05. July 2011 um 14:54

    Die Entdeckung der Langsamkeit - Ein Buch, das mit Geduld gelesen und mit Bedacht erfasst werden möchte. Voll von Gedanken und Worten, die zum Denken anregen. John Franklin war anders. Er war langsam. Langsamer als jeder andere, den er kannte. Diese Langsamkeit sollte sein ganzes Leben lenken, doch in seiner Kindheit machte sie ihn zum Außenseiter. John war ein nachdenklicher Junge, der dringend Hoffnung brauchte und diese in seinem großen Traum fand. Mit dem Meer hatte er den Ort gefunden, der zu ihm gehörte. Das Meer war ein Freund, das spürte er sofort. Er hatte seine Berufung gefunden. John Franklin wollte zur See fahren. Und endlich war er glücklich. Ihm war bewusst, dass ihm dafür jede Menge abverlangt werden würde, denn auf einem Schiff muss man klettern können und vieles auswendig lernen. Doch er war überzeugt davon, dass man an jedem Ort der Welt etwas fürs Leben lernen konnte. So überstand er mit viel Geduld und Übung die schwierige Schulzeit. Da er auf einem Schiff auch mit der Mannschaft auskommen müsste, übte er täglich seine Lektionen. Er lernte Redewendungen auswendig, um Gespräche führen zu können und übte sich darin, die Ungeduld der anderen auszuhalten. Über Hindernisse, die er nicht besiegen konnte, sah er hinweg. Meistens wusste er sich aber zu helfen. Sein ganzes Handeln wurde genährt von der Hoffnung eines Riesen. Mit großer Ausdauer und Willensstärke kam er seinem Ziel immer näher. Er wurde Seefahrer, ein großartiger und verlässlicher Navigator und letztendlich Kapitän. Sein Traum wurde Wirklichkeit. Durch seinen unermüdlichen Ehrgeiz gewann er im Laufe seines Lebens treue Freunde und wurde letztendlich zum gefeierten großen Entdecker. Auch wenn er die Erfüllung seines letztens Wunsches nicht mehr mit erlebte, so denke ich, hat auch er zu guter Letzt „die Gegenwart gefunden“. Sten Nadolny schildert in seinem Roman, wie wichtig es ist, sich auch mal Zeit zu nehmen – für sich selbst und für die Dinge, die uns wichtig sind im Leben. Es ist von großem Wert klare Ziele zu haben, diese mit viel Arbeit und Anstand zu verfolgen - und alles mit Bedächtigkeit.

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  • Rezension zu "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny

    Die Entdeckung der Langsamkeit
    Duffy

    Duffy

    13. February 2011 um 10:39

    John Franklins Weg vom Kind bis zum erfolgreichen Seefahrer und Gouverneur von Tasmanien, dessen vordergründiges Handicap in einer Behinderung liegt, nämlich der Unfähigkeit, in einem normalen Tempo wahrzunehmen, zu sprechen und zu reagieren. Im Laufe seiner Entwicklung (und der der Geschichte) kommt es jedoch zu Erkenntnissen, dass diese Langsamkeit ihre Vorteile hat. Die Entdeckung der Langsamkeit führt zur intensiveren Auseinandersetzung mit Problemen und beeinflusst Entscheidungen und Entwürfe dahingehend, dass sie tragfähiger sind. Trotz einer letzten gescheiterten Entdeckungsfahrt zum Polarmeer wird klar, dass Franklin unter dem Strich ein Gewinner ist. Aufgrund seiner Langsamkeit und der dazu antrainierten Verhaltens- und Denkweisen kann er die großen Zusammenhänge besser verstehen. Das, was am Anfang seines Lebens ein Handicap war, stellt sich als Segen heraus. Nadolny zeichnet ein sensibles und vor allem nachdenkenswertes Bild der Langsamkeit als Freund. Ein ursprünglich nicht gewolltes Zeitverschwenden als Zeitgewinnen. John Franklin war eine reale Person und Nadolny vermischt seine Biografie mit Fiktion, um diese Geschichte in dieser Form mit Nachdruck zu erzählen. Beim Lesen ertappt man sich, wie man unwillkürlich den einen oder anderen Gedanken für sich selbst weiterverfolgt oder neugierig auf sich einwirken lässt. Die höchste Wertung gibt es hier nicht für das Handwerk, das wie immer bei Nadolny keinen Anlass zur Kritik gibt, sondern für die großartige Idee und die konsequente Ausführung.

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  • Rezension zu "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny

    Die Entdeckung der Langsamkeit
    sumsidie

    sumsidie

    Meine Entdeckung der Langsamkeit: ein gutes Buch hat es verdient langsam gelesen zu werden. Demenstprechend schlecht fühlte ich mich heute morgen nach einer durchlesenen Nacht, die ich mit Sten Nadolny verbracht hatte. Dieses Buch hat viele schöne Seiten, die man nur würdigen kann, wenn man sie nicht in einem Durchmarsch liest. Ein Junge, der so langsam ist, dass er nicht einmal einen Ball fangen kann wird mit großer Ausdauer und Willenskraft ein großer Seefahrer und Entdecker. Ein Buch, dass sogar Manager studieren könnten um zu sehen wie man eine große Persönlichkeit wird. Mit klaren Zielen, viel Arbeit und Anstand.

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    • 2
    michella propella

    michella propella

    10. February 2011 um 01:18
  • Rezension zu "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny

    Die Entdeckung der Langsamkeit
    BlurOasis

    BlurOasis

    Das B uch ist schon okay,keine Frage,aber nichts besonderes.
    Das Genre "Abenteuer-Roman mit beschädigtem Hauptcharakter" ist nicht gerade etwas neues,die Bücher von Jack London gefallen mir hier um Längen besser.Außerdem wird das Buch meiner Meinung nach durch die Anzahl der Expedtionen künstlich verlängert und damit langweilig.

    • 3
  • Rezension zu "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny

    Die Entdeckung der Langsamkeit
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. July 2010 um 18:24

    Ein Engländer der alles immer sehr langsam wahrnimmt, der keinen Ball fangen kann, der aber lernt sich zu helfen und der mit seinem Willen ein tüchtiger Seefahrer wird.

  • Rezension zu "Die Entdeckung der Langsamkeit" von Sten Nadolny

    Die Entdeckung der Langsamkeit
    moni_angekommen

    moni_angekommen

    31. March 2010 um 11:32

    Ein schönes Buch, auch wenn ich es sehr schwer fand rein zu kommen. Für mich waren die Segel- und Schiffsbegriffe ein wenig zu langatmig beschrieben und erklärt. Aber als Erzählung über die Entwicklung John Franklins - der etwas anders ist als seine schnellere Umwelt - ein lesenswertes Buch.

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