Sten Nadolny Netzkarte

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Inhaltsangabe zu „Netzkarte“ von Sten Nadolny

Die »Netzkarte« ist Sten Nadolnys früher, hinreißend leichthändiger Roman um den Taugenichts Ole Reuter, einen jungen Mann, der getrieben von romantischen Sehnsüchten mit der Bahn durch Deutschland reist. Erst als er eine Frau trifft, mit der sich eine mehr als flüchtige Verbindung ergibt, beginnt alles komplizierter zu werden.

Wundervolles Buch aus der Zeit ohne Internet und Mobiltelefon.

— Spinelldete

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  • Ich schwanke zwischen "genial", "trivial" und "nervtötend-langweilig"

    Netzkarte

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. November 2015 um 18:04

    Sten Nadolny kannte ich schon von seinem Roman "Die Entdeckung der Langsamkeit" her, welcher mir seinerzeit sehr gefallen hatte. Daher war ich auf dieses Buch sehr gespannt. Nun nach der Lektüre bin ich etwas enttäuscht und extrem zwiegespalten, was ich nun davon halten soll. Zu große Erwartungen aufgrund des anderen Buches meinerseits oder wirklich ein über lange Strecken eher langweiliges und nichtssagendes Werk? Zuerst mal ein grober Inhaltsabriss, der eigentlich die gesamte Handlung schon vorwegnimmt (mehr passiert wirklich nicht!): Der Unternehmersohn Ole Reuter, ein fiktiver Charakter, gibt dem Autor seinen Reisebericht zur Ausarbeitung, in welchem er seine Bahnreise quer durch die BRD schildert. Ole genießt die letzte Möglichkeit "in Freiheit" vor seinem Lehrerberuf, mit dem er eine Hassliebe verbindet, philosophiert über interessante Themen und Lebensfragen, aber auch ganz alltägliche Dinge bis zu ganz platten hormonellen Notlagen, wenn er in die Nähe einer Frau gerät... Vor allem Letzteres soll vermutlich so eine Art Running Gag sein, nervte mich als Leserin aber sehr und zerstörte für mich den Lesegenuss. Die Hauptfigur wurde dadurch immer unsympathischer und uninteressanter für mich. Auch die vielen vielen kleinen Dörfer mit ihren Namen, kleinen Absonderlichkeiten und die Uhrzeiten der Fahrpläne fand ich sehr langweilig mit der Zeit. Die Handlung versank in Wiederholungen und Alltäglichkeiten. Und zwischendrin immer wieder die vollbusigen jungen schlanken oder schwabbeligen Frauen, die Mütter mit Kindern, die Ole wie Wesen vom anderen Stern anstarrt, anquatscht und teilweise auch stalkt bis hin zur sexuellen Nötigung. Witziger und teilweise genial waren dagegen die historischen und literarischen Anspielungen, auch die rhetorischen Mittel, mit denen diese prästentiert wurden. So bleibe ich als Leserin zwiegespalten und etwas unentschlossen zurück, was ich nun von diesem Buch halten soll. So wirklich empfehlen kann ich es nicht, aber auch nicht komplett verreißen. Mein Fazit: Seltsames Buch, mit dem ich nicht so recht warmgeworden bin, obwohl es seine Stärken hatte, aber auch viele Schwächen und Belanglosigkeiten. Schade.

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  • Rezension zu "Netzkarte" von Sten Nadolny

    Netzkarte

    Christa_Schyboll

    31. December 2012 um 18:03

    Hier bekam ich keinen rechten Zugang, der Inhalt langweilte mich doch ein wenig - was nicht heißen soll, dass der Autor nun langweilig geschrieben hat. Aber da vermochte mich nichts zu fesseln und ich kann die sehr guten Bewertungen in diesem Fall nicht wirklich nachvollziehen. Ob man dafür in einer eigentümlichen Fahrstimmung sein muss oder ich zuvor zuviele psychogramme von Stefan Zweig noch zu frisch im Hinterkopf mit all den Dramen hatte? Solche Einflüsse können bei Viellesern durchaus dann auch aufs nächste Buch überschlagen, ohne dass damit der Autor diskreditiert wird.

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  • Frage zu "Ich hau erstmal ab!" von Johanna Nilsson

    Ich hau erstmal ab!

    Meersalz

    Hallöchen an alle Buchfreunde :)
    Ich suche Bücher, die ähnlich wie "Ich hau erstmal ab" vom Reisen und der Freiheit erzählen.
    Ich weiß, das ist nicht sehr präzise, aber vielleicht kennt ihr ja ein paar solcher Bücher. Am besten für Jugendliche oder junge Erwachsene.
    Danke für eure Hilfe! (:

    • 5
  • Rezension zu "Netzkarte" von Sten Nadolny

    Netzkarte

    Thaila

    29. June 2010 um 14:18

    Ole Breuer steht kurz vor dem Staatsexamen zum Leher, verspürt aber wenig Lust in diesem Beruf zu arbeiten. Also kauft er sich eine Netzkarte für die deutsche Eisenbahn und reist kreuz und quer durch Westdeutschland. Seine Reisen haben dabei wenig System, er lässt sich von interessanten Ortsnamen und der Aussicht auf Frauenbekanntschaften leiten. Ein "Road Movie auf Schienen" nennt der Piper-Verlag das kleine Büchlein von Nadolny und das trifft es tatsächlich. Das Buch lebt vor allem von den kuriosen Alltags- und Reisebeobachtungen des Protagonisten. Ihn interessieren eher das Abseitige als die bekannten touristischen Stätten. Der Autor schöpft aus einer solchen Überfülle von Annekdoten und kleinen Beobachtungen, dass man fast denken mag, er selber habe diese Reisen unternommen. Da Nadolny über einen ganz großartigen, beiläufigen Humor verfügt, macht dieses Buch wirklich Spaß und - nicht zuletzt- Lust zu Reisen, Lust einfach ins Blaue aufzubrechen und die Welt zu entdecken!

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  • Rezension zu "Netzkarte" von Sten Nadolny

    Netzkarte

    Duffy

    06. June 2010 um 14:30

    Klappentext: "Die 'Netzkarte' ist Sten Nadolnys früher, hinreißend leichthändiger Roman um den Taugenichts Ole Reuter, einen jungen Mann, der getrieben von romantischen Sehnsüchten und dem flüchtigen Abenteuer mit der Bahn quer durch Deutschland reist. Erst als er eine Frau trifft, mit der sich eine Verbindung über den Augenblick ergibt, beginnt alles komplizierter zu werden..." Diesem hervorragenden Klappentext ist nichts hinzuzufügen außer dass das Buch außergewöhnlich großartig ist. Bemerkung vom Schreiber für Schreiber: Hier ist alles enthalten, was man in irgendwelchen Seminaren an Handwerk vermitteln kann. Meisterwerk!

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  • Rezension zu "Netzkarte" von Sten Nadolny

    Netzkarte

    Geisterhoernchen

    14. October 2008 um 18:53

    Ein ganz großes Buch!!

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