Sten Nadolny Weitlings Sommerfrische

(4)

Lovelybooks Bewertung

  • 4 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(2)
(1)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Weitlings Sommerfrische“ von Sten Nadolny

Wie wäre es, in die eigene Vergangenheit zu reisen? Sten Nadolny versetzt seinen verblüfften Helden zurück in dessen Jugend - und öffnet ihm nicht nur die Augen über sich selbst, sondern greift auch in den scheinbar vorgezeichneten Lebenslauf ein. Sten Nadolny entführt uns auf eine philosophische Zeitreise, die seinen scharf beobachtenden Helden zu unverhofften Erkenntnissen führt.

Stöbern in Romane

Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands

Eine Reise bei der Michele sein eigenes "Ich" wiederfindet. Ein sehr schönes Hörbuch

Kuhni77

Dann schlaf auch du

Spannend, schockierend und furchtbar traurig. Ein sprachgewaltiges Buch, dass sich so richtig keinem Genre zuordnen lässt. Lesenswert!

Seehase1977

Drei Tage und ein Leben

Ein beinahe poetisch anmutendes Psychodrama

Bellis-Perennis

Und es schmilzt

Selten so ein langweiliges Buch gelesen. 22 Euro hätten besser angelegt werden können. Leider.

Das_Blumen_Kind

Underground Railroad

Tief bedrückendes Portrait einer Gesellschaft! Das Buch war nicht immer schön, aber immer lesenswert.

Linatost

Als der Teufel aus dem Badezimmer kam

Improvisation pur... kein Tiefgang, kein gar nichts... Schade!

herrzett

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Zeitreise einmal ganz anders!

    Weitlings Sommerfrische
    wandablue

    wandablue

    Mit einem genialen Kunstgriff taucht Nadolny mit seinem Leser, der sich gerade noch wohlig in der Gegenwart räkelt, ins kalte Nass ab und in den 50er Jahren, Nähe Chiemsee, Traunstein, Chieming wieder auf. Geistreich, tiefsinnig, hintergründig, weise und spannend wird am Zipf (Bootssteg/ Landzunge) ein Zipfel deutscher Geschichte zelebriert. Zeitreise einmal ganz anders. Dieser Roman trägt stark autobiographische Züge, denn der Autor ist in der beschriebenen Gegend aufgewachsen, beide Elternteile, Isabelle und Burkhard Nadolny haben sich der Schriftstellerei gewidmet, Isabelle Nadolny ist heute noch ein Begriff, Vorbilder, denen Sten eigentlich nicht nacheifern wollte, und sein Großvater, Alexander Peltzer, war ein begabter Maler. Vom Vater Weitlings, des Protagonisten, schreibt der Autor deshalb: „Ich bin Richter geworden, um anders zu sein als mein Vater, jetzt gebe ich ihm jeden Tag mehr Recht, manchmal dürfte ich ihm sogar ähneln“, von der Mutter: „Hinnehmbar schien mir zu fast allen Zeiten, das sie mich geboren hat.“ Laut wiki ist Sten Nadolny eine Zeitlang in Berlin als Geschichtslehrer tätig gewesen. Glücklich alle, die seine Lehrstunden genießen durften. Sprachwitz, Erzählkunst, eben Können in jedem Wort und Satz, zeichnen Autor und Buch aus. Richter ist er jedoch nie gewesen, aber wie es sich damit verhält, erfährt man in der kurzweiligen Geschichte. Fazit: „Weitlings Sommerfrische“ ist eine Expedition in die Vergangenheit ohne je den Bezug zur Gegenwart zu verlieren, von Gert Heidenreich meisterhaft interpretiert. Ein Juwel der Gegenwartsliteratur!

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Weitlings Sommerfrische" von Sten Nadolny

    Weitlings Sommerfrische
    Daphne1962

    Daphne1962

    Sten Nadolny, Weitlings Sommerfrische, gelesen von Gert Heidenreich Wilhelm Weitling ist in seiner alten Heimat am Chiemsee und macht eine Tour mit seinem kleinen Segelboot. Den nächsten Tag erwartet er seine Frau Astrid aus Berlin, wo sie beide leben. Früher, als erwartet kommt ein schlimmer Sturm und er sendet noch einen Notruf ab. Dann passiert das Unerwartete. Er sieht plötzlich alle Menschen aus seiner Kindheit wieder. Ist er womöglich tot? Er sieht seinen alten Großvater, den er sehr geliebt hatte wieder, die Eltern, Lehrer und Schüler seiner Klasse. Er weiß von vielen, wie lange sie noch gelebt haben oder was mit ihnen geschah im Laufe des langen Lebens. Was für Berufe seine Mitschüler ergriffen haben. Er merkt das er ein Geist in der Vergangenheit ist, Er kann sich frei mit den Gedanken bewegen. Allerdings merkt er, das seine Erinnerung oftmals eine andere Erinnerung war. Täuscht das oder verändert sich die Vergangenheit? Kann Willi Weitling in das Geschehen eingreifen und den Verlauf der Zukunft verändern. Kann er seine Gedanken dem Kind Willi weitergeben? Eine interessante Variante. Es gibt so einiges, wofür er sich immer noch schämt. Einen Lehrer, den die Schüler ständig drangsaliert haben, oder die Aufmerksamkeit einem Menschen, der es verdient hätte, nicht ausreichend gegeben zu haben. Interessant ist auch die Wahrnehmung des alten Willi Weitling. Er ist ja reifer und weiser geworden und sein Beruf war Richter, also eine juristische Laufbahn hat er eingeschlagen. Sein Großvater war Kunstmaler, sein Vater Schriftsteller, aber plötzlich hat ein Buch seiner Mutter einen großen Erfolg, obwohl sie nicht wirklich geschrieben hat. Wie soll er jetzt wieder in die Gegenwart zurück? Das ist nicht so einfach. Was erwartet ihn? Ist er ertrunken bei dem Sturm, als das Boot kenterte? Er erlebt eine gewaltige Überraschung. Ein intelligentes Buch, ich war begeistert von der Idee. Es geht da auch viel um den Glauben an Gott, ob er existiert oder nicht. Es regt doch sehr zum Nachdenken an. Ich kann jedem dieses Hörbuch empfehlen, dem sprachgewandte Literatur gefällt.

    Mehr
    • 2
    Bellami

    Bellami

    27. February 2013 um 13:11