Stendhal

 4 Sterne bei 163 Bewertungen
Autor von Rot und Schwarz, Die Kartause von Parma und weiteren Büchern.

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StendhalRot und Schwarz
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Rot und Schwarz
Rot und Schwarz
 (77)
Erschienen am 15.03.2004
StendhalDie Kartause von Parma
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Die Kartause von Parma
Die Kartause von Parma
 (33)
Erschienen am 15.09.2007
StendhalÜber die Liebe
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Über die Liebe
Über die Liebe
 (19)
Erschienen am 12.03.2012
StendhalArmance.
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Armance.
Armance.
 (4)
Erschienen am 01.01.1955
StendhalÜber die Liebe.
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Über die Liebe.
Über die Liebe.
 (2)
Erschienen am 01.01.1961
StendhalItalienische Chroniken
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Italienische Chroniken
Italienische Chroniken
 (2)
Erschienen am 01.01.1959
StendhalMeistererzählungen
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Meistererzählungen
Meistererzählungen
 (1)
Erschienen am 01.04.2002
StendhalReise in Italien
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Reise in Italien
Reise in Italien
 (1)
Erschienen am 01.02.1999

Neue Rezensionen zu Stendhal

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Rezension zu "Die Kartause von Parma" von Stendhal

Ein spannender Roman über Italien und die Liebe
lesestundenvor 2 Jahren

Als Bildungsroman ausgelegt, wird sehr schön die Entwicklung von Fabrizio gezeigt und ab Mitte des Buches wird auch die Suche nach der wahren Liebe ein Thema. Und ab dieser Stelle habe ich diesen Roman so richtig lieb gewonnen. Geschickt packt hier Stendhal die dicke Spannungskeule aus. Hier ist alles dabei, von spannenden Kämpfen, viele Intrigen, schmalzigen Liebesszenen, despotische Herrscher, schöne Herzoginen in ihren prunkvollen Palais, Verkleidung, Flucht, Mord, also praktisch alles was ich mir wünsche. Hier wird der Leser durch alle Höhen und Tiefen geschleift. Dabei legt Stendhal ein angenehmes Tempo vor und wählt eine einfach zu lesende, aber dem Lesefluss sehr förderliche Sprache. Es gibt keine Stelle, die langweilig ist und hier sind hundert Seite so schnell gelesen wie sonst fünfzig. Gleichzeitig leiden die Charaktere des Romans aber an der gleichen Schwäche, wie die meisten aus der Feder der oben genannten Autoren: Sie sind häufig übertrieben und völlig überzeichnet. Ist jemand verliebt, dann aber auch völlig kopf- und willenlos. Ist jemand böse, dann aber so richtig und ist jemand ein schmeichelnder Höfling, dann aber auch komplett ohne Rückgrat. Die Geschichte bringt es voran, die Spannung steigert das, aber komplett abnehmen kann man das dem Autoren dann oft nicht mehr. Diese Ausgabe vom Hanser Verlag kommt mit einem sehr gelungenen Nachwort und vielen Beilagen, wie Briefe und die Rezension von Balzac, Zeittafeln, Entwürfe für eine Neuauflage und Anmerkungen zur Übersetzung und Begriffen. Ein Buch, das ich jeden nur empfehlen kann. Auch jenen, die eher selten Klassiker lesen und gerne zu Abenteuerromane greifen.

Ausführliche Rezension: http://www.lesestunden.de/2016/05/die-kartause-von-parma-stendhal/

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SomeBodys avatar

Rezension zu "Über die Liebe" von Stendhal

Rezension zu "Über die Liebe" von Stendhal
SomeBodyvor 6 Jahren

Stendhal unternimmt mithilfe von Poesie in diesen kleinen Essays den Versuch, die (seine) Liebe zu erklären: Philosophisch, subjektiv, symptomatisch, leidenschaftlich … und so manches Mal einfach nur nüchtern ironisch.

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C

Rezension zu "Über die Liebe" von Stendhal

Rezension zu "Über die Liebe" von Stendhal
claudia_reinertvor 6 Jahren

Es war kein Buch, das ich mit wachsender Spannung gelesen habe, kein Buch, das einen hineinzieht. Wer solch einen Prolog verbricht und erst von den Misserfolgen anfängt, dann es all denjenigen ohne Liebeskummer verbietet und dann den Hauptteil damit anfängt das komplexe Phänomen Liebe ohne weitere Erklärung in vier Varianten aufzuspalten (nur vier Stück, von denen sich zwei ziemlich ähnlich sehen) - der hat heute schlechte Karten. Aber eines muss man ihm lassen: Jetzt, wo ich mich dazu aufgerafft habe, über Seite 50 hinauszukommen, habe ich bis zum Ende weitergelesen.

Kurz gesagt geht es im ersten Teil darum, wie Liebe entsteht, was sie fördert und was sie hindert (beispielsweise Schamgefühl, Stolz, Eifersucht). Der zweite Teil könnte auch eine empirische Studie über die Liebe in verschiedenen Ländern und unter verschiedenen Bedingungen (Erziehung der Frau, Ehrenkodizes) sein - wenn da mehr Empirie wäre. Kurzum: Ein essayistisches Sittengemälde des frühen 19. Jahrhunderts.

Zeitlich befindet man sich ziemlich genau zwischen dem spanischen honra-System, in dem die Ehre der Frau auf der Unantastbarkeit ihres Rufs beruht, und dem Heute . Ich muss gestehen, ich war angenehm überrascht, Stendhals feuriges Plädoyer für mehr Bildung bei den Frauen zu lesen. Das könnte man heute ähnlich nochmal schreiben, auch wenn die Ausgangsbedingungen (glücklicherweise) andere geworden sind. Da sieht man über Äußerungen wie die, dass Frauen in 19 von 20 Fällen von Liebe träumen, oder dass in der Liebe der Mann angreift und die Frau verteidigt (das erinnert schon wieder an Spanien und an den Stierkampf ...) schonmal hinweg. Auch für die Ablehnung der Liebe auf den ersten Blick, die heute so romantisch verklärt wird, ziehe ich vor dem Autor den Hut. Als ich hingegen vom "Nervenfluidum" las, das bei den Männern beim Denken, bei den Frauen vom Herz verbraucht wird ... also, wütend ist kein Ausdruck. Anfang des 19. Jahrhunderts eben - und der Autor ein Mann.

Die Liebe in den verschiedenen Nationen schien mir eher pauschalisierend, vor allem weil die Regierungsform in solch enger Korrelation zur Liebe stehen soll. Mir wäre nicht bekannt, dass mein Liebesleben von einem Regierungssystem beeinflusst worden wäre.

Summa summarum war es spannend die Detailveränderungen in den Sitten und Gewohnheiten zu sehen - wo konnte man sich schon eine recht emanzipierte Haltung erlauben, wo ist man doch noch in der Vergangenheit verwurzelt. Auch der krasse Unterschied zwischen Laclos und ihm hat mich überrascht - auch wenn ich es mir bei einer post-revolutionären Schrift hätte denken können.

Den Lesegenuss hebt der poetische Stil, der es bisweilen fast bis zur Sentenz bringt: "Ich sehe in unsern Büchern eine Art Lotterielose, sie haben wirklich nicht mehr Wert. Die Nachwelt, welche die einen vergißt und die anderen wieder druckt, wird erklären, welche Lose gewonnen haben." Ein treffendes Bild. Wenn es auch nicht ganz so oft auftritt wie in Graciáns Handorakel.

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Gespräche aus der Community

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rumble-bees avatar
Die Lovelybooks-Klassiker-Zeitreise geht in die nächste Runde! In Absprache mit dem Verlag wollen wir nunmehr bei unserer Zeitreise chronologisch vorgehen, und uns dem ältesten Buch auf unserem "Zeitstrahl" widmen: "Über die Liebe" von Stendhal.

Es ist sicher nicht das erste Buch, das einem bei der Erwähnung des Namens "Stendhal" in den Sinn kommt. Bekannt wurde er vor allem durch seine Romane, wie "Rot und Schwarz" oder "Die Kartause von Parma". Nur wenige wissen heute noch, dass er eigentlich mit eher essayistischen Texten seine Karriere begonnen hat. Dazu zählt auch dieser Band, das 1822 erschienene "Über die Liebe".  

Ich halte es für eine glückliche und spannende Idee, dass wir uns diesem Autor eher über Essays nähern, als über einen seiner Romane. Denn "Über die Liebe" ist sprachlich überraschend modern, geistreich, und sicher auch provokant. Stendhal, eigentlich Henri Beyle, war ein leidenschaftlicher Mensch, und hat sich zeit seines Lebens sehr von dieser Leidenschaft treiben lassen. Er war nie verheiratet, hatte aber (unglückliche) Liebschaften. In diesen Texten, welche die Liebe unter nahezu enzyklopädischen Gesichtspunkten "untersuchen", lernen wir einen Mann kennen, der von der Liebe, dem Leben, und vor allem den Frauen ganz bestimmte Ansichten hatte. All dies hat später Eingang in seine Romane gefunden. Informationen zu Henri Beyle, alias Stendhal, findet ihr auch hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Stendhal

Wir suchen für diese Leserunde vor allem Leser, die mit der Textgattung des geistreichen Essays etwas anfangen können, und die bereit sind, sich auf eine vertiefte inhaltliche Diskussion einzulassen. Schließlich haben sich die Vorstellungen über die "schönste Nebensache der Welt" im Laufe der Zeit doch sehr geändert. Oder doch nicht...? Genau das wollen wir in hoffentlich vielen spannenden Gesprächen mit euch herausfinden.

Um euch für diese Leserunde zu bewerben, bei der es wieder einmal 10 Freiexemplare  des Fischer-Verlages zu gewinnen gibt, beantwortet uns doch bitte folgende Frage: Welche klassischen Liebesromane kennt ihr? Welche Liebesgeschichten kommen euch als erstes in den Sinn? Und wie wird die Liebe dort beschrieben, soweit ihr euch erinnert? Die Bewerbungsfrist läuft bis einschließlich kommenden Sonntag. Am nächsten Montag werde ich dann die Gewinner bekanntgeben. Natürlich können auch Leser an der Leserunde teilnehmen, die sich das Buch selber besorgen! 

Selbstverständlich wird die Leserunde auch wieder vom Verlag begleitet. Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit, und sagen hiermit: los geht's!

Und übrigens: postet eure Bewerbung bitte unter dem richtigen Unterthema. Und schreibt dazu, ob ihr lieber eine Printausgabe oder ein E-Book haben möchtet.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Stendhal wurde am 23. Januar 1783 in Grenoble (Frankreich) geboren.

Community-Statistik

in 331 Bibliotheken

auf 48 Wunschlisten

von 15 Lesern aktuell gelesen

von 9 Lesern gefolgt

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