Ich wurde genötigt, dieses Buch zu lesen – und habe es als Realist mit Widerwillen getan. Stephan Berndt versammelt hier eine bunte Mischung aus Prophezeiungen, Endzeitvisionen und kosmischen Eingriffen, die angeblich kurz vor einem Dritten Weltkrieg eintreten sollen. Die „3-tägige Finsternis“ wird als universales Ereignis beschrieben, das von Sehern aus allen Kulturen vorhergesagt wurde – ohne ein konkretes Datum, aber mit viel Pathos.
Statt Fakten gibt es Spekulationen, statt Quellenkritik eine fast ehrfürchtige Sammlung von Aussagen, die zwischen religiösem Eifer und Science-Fiction schwanken. Für jemanden, der an Logik, Wissenschaft und überprüfbare Informationen glaubt, ist das Buch eine Herausforderung – oder ein unfreiwilliger Selbsttest in Geduld.
Wer sich für apokalyptische Szenarien interessiert und gerne in düstere Visionen eintaucht, wird hier fündig. Für alle anderen: Drei Tage Dunkelheit sind leichter zu ertragen als drei Stunden mit diesem Buch.












