Stephan Günzel Bild

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Inhaltsangabe zu „Bild“ von Stephan Günzel

Vom Tafelbild über den Film bis zum 3D-Bild. Bilder überfluten uns in allen Bereichen der Gesellschaft, der Umgang mit digitalen Bildern wird immer wichtiger. Seit dem Pictorial oder Iconic Turn haben sich auch die Kulturwissenschaften des Themas angenommen und eine Wissenschaft vom Bild und der Bildwahrnehmung begründet. Das Handbuch gibt erstmals einen umfassenden Überblick, erläutert Grundlagen wie Semiotik, Phänomenologie und Ikonologie, analysiert verschiedene Einzelmedien und sich anschließende Bilddiskurse. Ein abschließender Teil beleuchtet die Bildtheorien verschiedener Disziplinen, und wie sich diese als Bildwissenschaft verstehen.

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  • Umfassende interdisziplinäre Darstellung

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    michael_lehmann-pape

    26. November 2014 um 13:22

    Umfassende interdisziplinäre Darstellung Im Aufbau folgt dieser neue Band der interdisziplinären Reihe des J.B.Metzler Verlages der bewährten Struktur seiner vorhergehenden Themenbände. In einem breiten, interdisziplinären Blick wird das Thema „Bild“ von vielfachen Seiten her strukturiert bearbeitet, im Anhang jedes einzelnen Themas findet der Leser vielfache Hinweise auf die weiterführende Literatur als Möglichkeit der Vertiefung des einzelnen Aspektes. So bietet auch dieser Band, wie in der Reihe üblich, in bester Weise dem Leser auch die Gelegenheit, sich direkt vielleicht besonders interessierenden Themen im Buch zuzuwenden und dort eine in sich stimmige Darlegung zu finden, ohne dabei notwendigerweise alle Teile des Buches wahrgenommen zu haben. Von den Grundlagen des Begriffes über die Methoden und Grundlagen der Bildtheorie hin zu einer ausführlichen Darstellung der Geschichte der Bildmedien (von Kultbildern über optische Apparate, von der Kartographie über Stereoskopie hin zur Holografie, von der einfachen Fotografie zur Digitalisierung findet sich hier umfassend auch der Blick auf die verschiedensten Formen der Bilddarstellung) reichen die ersten drei Hauptteile des Werkes dabei. Ein Überblick über die Themen, Begriffe und Elemente des „Bildes“ und der explizit interdisziplinäre Blick auf die Bildwissenschaften füllen den vierten und fünften Hauptteil. Sehr detailliert und fundiert werden dabei die wesentlichen „Bildverarbeitungen und Bildnutzungen“ der Archäologie, der Kriminalistik, der Theologie, Mathematik, Medizin und vieler anderer Fachbereiche mehr dargelegt. Wobei auch Randbereiche wie kuratorische Studien und die Blickbewegungsforschung oder die Studien zur visuellen Kultur hier ihren Platz finden und sich in das Gesamtbild eines elementaren Bereiches der menschlichen Kultur einfügen. So öffnet dieses Buch auch dem vielleicht nicht ganz sich im Thema befindlichen Leser trotz der anspruchsvollen Sprache einen treffenden Eindruck von der existenziellen Bedeutung und der vorfindlichen Weite des „Bildes“ innerhalb der Kultur und damit auch der Kulturwissenschaften. „Die Bildforschung….gehört zu den dynamischsten und innovativsten wissenschaftlichen Arbeitsfeldern. Sie hat sich inzwischen zu einer fast unüberschaubaren Forschungslandschaft ausdifferenziert“. Dem wird dieses Werk übersichtlich gerecht. Es gelingt den diversen Autoren, die vielfachen Richtungen der Forschung und Entwicklung der Bildtheorie soweit möglich fassbar und überschaubar vor Augen zu führen. Beginnend bei der kulturwissenschaftlichen „Wende zum Bild“ und unter Herausarbeitung der begrifflichen und sachlichen Grundlinien, auf deren Basis die vielfachen Ausdifferenzierungen bis zur Gegenwart hin beruhen. „Tatsächlich gehört das Bild neben der Schrift, der Erzeugung von Tönen und dem Operieren mit Zahlen zu den basalen Kulturtechniken“. Dem korrespondiert in logischer Folge eben jene weite, existenzielle Verbreitung der Nutzung des Bildes und der Erforschung und Diskussion der hinter dieser Nutzung liegenden Motive und Gesetzmäßigkeiten. Das Kapitel „Reverenz – Symbol – Konvention“ von Steinbrenner bietet zu dieser grundlegenden Verankerung als ein „basales“ Element eine wichtige grundlegende Betrachtung der verschiedenen Einordnungen und Begriffsbestimmungen bis hin zu „gegenstandslosen Bildern und ihrer Beschreibung“. So wie in diesem Kapitel finden sich im gesamten Buch ein klares und prägnantes Nachvollziehen des aktuellen Standes der Diskussion und der Entwicklungen, die zu diesem Stand geführt haben. Im Blick auf die Vielfalt der Methoden, die Geschichte der Bildmedien, die zentralen Begrifflichkeiten und der sortierte Blick auf die Einzeldisziplinen (mitsamt dem Verweis auf die interdisziplinären „Teilmengen“. Eine hochwertige, nicht einfache, aber lohnenswerte Lektüre zu einer der existenziell verankerten Ausdrucksformen menschlichen Seins.

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