Stephan Harbort

 4,3 Sterne bei 534 Bewertungen
Autor von Das Hannibal-Syndrom, Wenn Kinder töten und weiteren Büchern.
Autorenbild von Stephan Harbort (©see you)

Lebenslauf

Stephan Harbort, geboren 1964 in Düsseldorf, Diplom-Verwaltungswirt (FH), Kriminalhauptkommissar, Experte für Serienmörder und die Operative Fallanalyse. Dienststellenleiter beim Polizeipräsidium Düsseldorf. Dozent an der Brandenburgische Technische Universität Cottbus und der Kalaidos Fachhochschule in Zürich. Vortragstätigkeiten und Privatgutachter. Seit 1994 Veröffentlichungen in nationalen und internationalen Fachjournalen. Autor von kriminalistischen Bestsellern (u. a. "Das Hannibal-Syndrom"), die in mehrere Sprachen übersetzt wurden. Aktuelle Publikation: BLUT SCHWEIGT NIEMALS. Deutschlands bekanntester Profiler erzählt die spektakuläre Aufklärung von Cold Cases (Droemer). Von 1997 bis 2019 Interviews mit mehr als 70 verurteilten Gewalttätern, insbesondere Serienmördern. Entwickelte international angewandte Fahndungsmethode zur Überführung von Serientätern. Fachberater bei Kino-Filmen, TV-Dokumentationen und Krimi-Serien, beispielsweise "Tatort" (SWR, mit Heike Makatsch). Seit 1997 TV-Präsenz, unter anderem Auftritte mit Frank Elstner, Günther Jauch, Jörg Kachelmann, Johannes B. Kerner, Bettina Böttinger, Jan Hofer oder Markus Lanz. Hauptdarsteller des Kino-Dokumentarfilms „Blick in den Abgrund“ (D/A 2014) und Protagonist/Host in zahlreichen TV-Dokumentationen und Reportagen (beispielsweise "Mein Mann ist ein Mörder", Kabel 1; "MUNDO. Die Spur des Mörders", NDR und Netflix). Im September 2016 startete seine neue TV-Serie "Protokolle des Bösen" (Crime+Investigation, Sky). Seit Dezember 2018 Hauptdarsteller in den Crime-Serien-Formaten „Die Spurenleser“ (SWR/NDR) und "Erbarmungslos" (ZDF Info). Stephan Harbort ist verheiratet und lebt mit seiner Familie in Düsseldorf.

Alle Bücher von Stephan Harbort

Cover des Buches Das Hannibal-Syndrom (ISBN: 9783492958141)

Das Hannibal-Syndrom

(94)
Erschienen am 11.05.2015
Cover des Buches Wenn Kinder töten (ISBN: 9783426301869)

Wenn Kinder töten

(57)
Erschienen am 02.11.2018
Cover des Buches Killerfrauen (ISBN: 9783426788660)

Killerfrauen

(56)
Erschienen am 01.03.2017
Cover des Buches Killerinstinkt (ISBN: 9783548374772)

Killerinstinkt

(40)
Erschienen am 14.12.2012
Cover des Buches "Ich musste sie kaputt machen." (ISBN: 9783548374796)

"Ich musste sie kaputt machen."

(34)
Erschienen am 11.10.2013
Cover des Buches Blut schweigt niemals (ISBN: 9783426302385)

Blut schweigt niemals

(31)
Erschienen am 03.02.2020
Cover des Buches Ich musste sie kaputtmachen (ISBN: 9783770011742)

Ich musste sie kaputtmachen

(24)
Erschienen am 19.02.2004
Cover des Buches Der klare Blick (ISBN: 9783426787625)

Der klare Blick

(22)
Erschienen am 01.03.2016

Neue Rezensionen zu Stephan Harbort

Cover des Buches Das Hannibal-Syndrom (ISBN: 9783492958141)
Thriller_Dianas avatar

Rezension zu "Das Hannibal-Syndrom" von Stephan Harbort

Thriller_Diana
Warum töten Menschen?

𝗥𝗲𝘇𝗲𝗻𝘀𝗶𝗼𝗻 𝘇𝘂 „𝗗𝗮𝘀 𝗛𝗮𝗻𝗻𝗶𝗯𝗮𝗹-𝗦𝘆𝗻𝗱𝗿𝗼𝗺“ 𝘃𝗼𝗻 𝗦𝘁𝗲𝗽𝗵𝗮𝗻 𝗛𝗮𝗿𝗯𝗼𝗿𝘁

Warum töten Menschen? Diese zentrale Frage zieht sich wie ein roter Faden durch „Das Hannibal-Syndrom“ von Stephan Harbort. Die Motive sind dabei so vielfältig wie erschreckend: Habgier, Eifersucht, Hass auf bestimmte Menschengruppen, religiöser Wahn, der Wunsch nach Erlösung oder schlicht die Lust am Töten.

Harbort widmet sich in diesem Sachbuch deutschen Serienmördern der Nachkriegszeit und versucht, ihre Taten und ihre Psyche verständlich zu machen, ohne sie jemals zu entschuldigen.

Die intensive Recherche Harborts ist in jeder Zeile spürbar. Stephan Harbort stand in direktem Kontakt mit den Tätern, schrieb ihnen Briefe und besuchte sie im Gefängnis. Er suchte den persönlichen Austausch, um Antworten auf die Frage nach dem „Warum“ zu finden – ein Vorgehen, das nicht nur außergewöhnlich, sondern auch nicht ungefährlich war. Diese Nähe zu den Tätern verleiht dem Buch eine beklemmende Authentizität.

Eindrucksvoll ist auch, wie detailliert Harbort die Lebensläufe der Täter und Täterinnen nachzeichnet. Er beleuchtet ihre sozialen Hintergründe, familiären Strukturen, gesellschaftlichen Stände und psychischen Auffälligkeiten. Dabei wird deutlich, dass es selten nur einen einzigen Auslöser gibt, sondern meist ein Zusammenspiel aus persönlichen, sozialen und psychischen Faktoren, die letztlich in den Mord führen.

Erschreckend ist auch die Darstellung, wie manipulativ einige Serienmörder vorgingen. Harbort zeigt auf, wie gezielt sie Therapeuten, Gutachter und das Justizsystem täuschten, um als ungefährlich eingestuft zu werden. Diese Einblicke machen deutlich, wie schwer es ist, echte Reue von gespielter Anpassung zu unterscheiden.

Trotz seines sachlichen Charakters liest sich „Das Hannibal-Syndrom“ stellenweise wie ein Thriller. Harbort schreibt klar, direkt und fesselnd, ohne sensationslüstern zu wirken oder die Taten zu verherrlichen. Gerade diese nüchterne Darstellung macht viele Passagen umso beklemmender.

Für True-Crime-Fans ist dieses Buch eine klare Empfehlung. Leser mit schwachen Nerven sollten jedoch vorsichtig sein, denn einige Schilderungen sind äußerst heftig und lassen einen nicht so schnell los.


Cover des Buches Blut schweigt niemals (ISBN: 9783426302385)
ReadAndTravels avatar

Rezension zu "Blut schweigt niemals" von Stephan Harbort

ReadAndTravel
Super fesselnd!

Wenn keine Spur zum Täter führt, wenn nichts mehr geht, wenn die Ermittlungen eingestellt werden müssen, dann spricht man von einem „Cold Case". Die Gerichtsakten der „kalten Fälle" vergilben in den Archiven der Ermittlungsbehörden, dicke, prall gefüllte Stehordner voller grausiger Details, mit Bildern blutbesudelter Leichen, zertrümmerter Schädel oder abgetrennter Körperteile. Und auf der letzten Seite findet sich stets der obligatorische Vermerk des Staatsanwalts: „Ein Täter konnte nicht ermittelt werden. Das Verfahren wird vorläufig eingestellt." 

Ein ganzes Buch voller spannender Cold Cases! Ein Muss für alle True-Crime Fans! Es war super spannend, von der ersten bis zu letztes Seite. Die meisten der Fälle, die in diesem Buch besprochen werden, kannte ich noch nicht. Ich finde es richtig gut, dass es sich hier um ausschließlich deutsche Fälle handelt, da im Raum True-Crime, gerade wenn man an Youtube und Netflix denkt, selten deutsche Fälle behandelt werden. Ich werde definitiv noch mehr von Harbort lesen. Dieses Buch bekommt 5/5 Sterne!

Cover des Buches Wenn Kinder töten (ISBN: 9783426301869)
KarenAydins avatar

Rezension zu "Wenn Kinder töten" von Stephan Harbort

KarenAydin
War für mich hochspannend zu lesen

Morde, die von Kindern, d.h. Personen unter 14 Jahren ausgeübt werden, nehme ich in den Medien äußerst selten wahr (eigentlich nur in Zusammenhang mit Schulmassakern). Nun habe ich neulich im Rahmen einer Recherche gesehen, dass es pro Jahr in Deutschland etwa 11-13 Fälle sind. 

Harbort stellt in diesem Buch sieben Fälle aus unterschiedlichen Ländern (Deutschland, USA; Kanada) vor. Er beleuchtet die Tat, beschreibt Vorgeschichte und Aussagen der Täter und am Schluss gibt er eine höchst spannende Zusammenfassung jenseits von "ach die Armen, die sind doch selbst Opfer" und "sperrt sie bloß weg, diese Bestien". 

Ich habe das Buch als fundiert, sehr gut recherchiert empfunden, dabei spannend geschrieben, ohne irgendwie komisch sentimental oder melodramatisch zu werden. Sehr spannend für mich zu lesen war, dass Kinder oft ohne Grund töten, es eigentlich nicht wissen, nichts empfinden, ihnen fehlt Einsicht. Harbort beschreibt dies als Zwischenwelt, die Angst macht. Da hat er recht. Mir machen mordende Kinder Angst. Das ist ein Fazit, ein weiteres ist, dass ich nun gern noch nach weiteren Büchern von Harbort Ausschau halten möchte. 

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Zusätzliche Informationen

Stephan Harbort wurde am 22. April 1964 in Düsseldorf (Deutschland) geboren.

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