"Ich musste sie kaputt machen."

von Stephan Harbort 
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"Ich musste sie kaputt machen."
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Monster gibt es auch im wahren Leben

claudi-1963s avatar

Ein Buch von einem Kriminalexperten, das mich wieder einmal tief erschüttert hat.

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Inhaltsangabe zu ""Ich musste sie kaputt machen.""

Der Name Joachim Georg Kroll steht für eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Kriminalgeschichte. In mehr als zwei Jahrzehnten tötete der Serienmörder mehrere Frauen und Mädchen, bevor er von der Polizei gefasst wurde. Mit analytischer Schärfe untersucht der bekannte Kriminalist Stephan Harbort den Fall des 'Jahrhundertmörders'. Dabei entsteht das beeindruckende Psychogramm eines Mannes, der zeit seines Lebens von seinen Trieben gesteuert wurde.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548374796
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:11.10.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    Almenavor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Monster gibt es auch im wahren Leben
    Ich musste sie kaputt machen

    Klappentext:


    Der Name Joachim Georg Kroll steht für eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Kriminalgeschichte. In mehr als zwei Jahrzehnten tötete der Serienmörder mehrere Frauen und Mädchen, bevor er von der Polizei gefasst wurde. Mit analytischer Schärfe untersucht der bekannte Kriminalist Stephan Harbort den Fall des »Jahrhundertmörders«. Dabei entsteht das beeindruckende Psychogramm eines Mannes, der zeit seines Lebens von seinen Trieben gesteuert wurde.


    Meinung/Inhalt:

    Ich bin ziemlich abgehärtet. Aber das Buch war wirklich erschreckend.
    Hier wurde ein Mensch analysiert der Taten begangen hat die für jeden unvorstellbar sein sollten.
    Trotz des Täters und den schlimmen Taten zeigt uns der Autor Stephan Harbort welch ein Einfluss und welche Schuld die Gesellschaft zu solchen Taten hat.


    Fazit:

    Ich bin froh, dass man in der heutigen Zeit mehr Möglichkeiten hat einen Täter zu überführen. Harbort lässt uns in eine neue Welt 
    , eine Welt die nicht jeder kennen möchte. Sie brutal, erschreckend und trotzdem grausame Realität.

    Für jeden Horror, Thriller und Krimi-Fan eine absolute Pflichtlektüre. 

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    xotils avatar
    xotilvor 4 Monaten
    Super lektüre

    Ich musste Sie kaputt machen von Stephan Harbort

    Stephan Harbort, Kriminalist, Autor und Spezialist für Serienmörder und Täterprofile, schildert in diesem Buch den Fall der ganz Deutschland erschüttert hat Serienmörder Joachim Kroll, der im Zeitraum von 1955 – 1976 von Duisburg aus zwischen 8 und 14 Menschen vergewaltigt, ermordet und teilweise verzehrt hat.

    Das Buch startet mit der Verhaftung Krolls, danach werden seine Verbrechen chronologisch aufgezählt bzw erzählt. 
    Der Leser kan n hier gut mitverfolgen wie sich der Trieb von Kroll langsam entwickelt und steigert.

    Der Autor deutet die bestialischen Details des Mordes nur an, das Buch bleibt sachlich , informativ aber auch hochspannend.

    Dem Autor . lesenswertes Buch gelungen, das sich mit deutscher Kriminalgeschichte befasst und für alle zugänglich und verständlich macht.

    Das Buch lässt einen beim Lesen immer wieder innehalten und man muss es kurz zur Seite legen.

    Eine Lektüre die ich gerne weiterempfehle.

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    claudi-1963s avatar
    claudi-1963vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch von einem Kriminalexperten, das mich wieder einmal tief erschüttert hat.
    Wenn Ablehnung einen Menschen kaputt machen

    "Die Ablehnung dessen, was in deinem Leben ist, baut eine steinerne Mauer um dein Herz, durch die die Liebe nicht dringen kann." (Irina Rauthmann)
    Stephan Harbort langjähriger Kriminalhauptkommissar, Kriminologe und seit 2012 Dozent an der BTU Cottbus zeigt uns hier in diesem Buch eine neue Lebensgeschichte des Serienmörders Joachim Kroll auf. Ich frage mich was interessiert ihn an diesen Serienmördern? Ich denke, es ist das Ungewisse warum jemand solche Taten begeht, die den Autor immer wieder reizt, in die Köpfe dieser Menschen zu blicken. Diesmal hat er Deutschlands Jahrhundertmörder durchleuchtet, aber Joachim Kroll war nicht immer ein Mörder. Joachim Kroll geboren am 17. April 1933, er wuchs als sechster von acht Geschwistern in Hindenburg auf. Sein Vater war Bergarbeiter und die Familie musste unter sehr bescheidenen Verhältnissen in einem Bergarbeiterhaus leben. Allerdings war er schnell zu Hause aber auch in der Schule ein Außenseiter, Sündenbock und Schlusslicht, bis er immer weiter abrutschte und sitzen blieb. So blieb es auch nicht aus, das auf ihn eingeprügelt wurde, hauptsächlich durch den Vater. Er arbeitet dann an verschiedenen Stellen, aber auch dort hatte er immer wieder Anpassungsprobleme. Eigentlich wollte er immer Elektriker werden stattdessen musste er Ställe ausmisten. Doch dann kam die Pubertät und seine körperlichen Lüste, die er nirgends befriedigen konnte und sich deshalb Abhilfe suchte. Der Tod der Mutter 1955 hat ihn dann tief erschüttert, da sie sein einziger Halt war. Vielleicht war dieser aus der Auslöser für seine erste Tat oder aber die ständigen Ablehnungen bei den Frauen? Insgesamt mordete er 20 Jahre lang mehrere Frauen und Mädchen und wurde auch als "Der Kannibale vom Rhein" tituliert.

    Meine Meinung:
    Auch in diesem Buch beschäftigt sich der Autor wieder detailliert um den Täter. Anhand Akten, Protokollen und Interviews erkennt der Leser nicht nur die gestörte Kindheit des Täters, sondern auch die Problematiken der damaligen Zeit, aber auch den Fehlern vonseiten der Polizei. Der Schreibstil ist sehr gut und so tauchte ich in die Gedankenwelt eines Menschen, der sicher nicht alleine für seine Taten strafbar gemacht werden sollte. Es liegt aber auch viel an Stephan Harborts Darstellung, das man das Buch nur unschwer aus der Hand legen kann. Das Buch ist wirklich wie ein Roman geschrieben, teils auch mit Frage und Antwort Teilen, bei dem der Täter selbst interviewt wurde. Wieder bin ich hin- und hergerissen ob ich einem Täter mehr Mitgefühl einräumen soll, als den vielen Opfern die ihm in die Arme gelaufen sind. Aber ich konnte auch hier wieder einmal sehen das viele Täter nicht alleine zu Mördern werden, sondern oft zu ihnen gemacht werden. Am meisten hat mich aber das Protokoll des Grauens ab Kap. 41 entsetzt und ich fragte mich, kann eine schlechte Vergangenheit einen Menschen so prägen? Aber man merkt auch an dem Buch wie viele Fehler vonseiten der Polizei entstanden, maßgeblich auch dadurch da die Analysen, Forensik und anderes zu der Zeit noch nicht soweit war. Ich wüsste nicht, ob dies heute noch möglich wäre, das man einem Täter solange nicht auf die Spur kommt. Auch der Prozess von Joachim Kroll wird geschildert, bei dem er für 8 Morde verurteilt wurde, bis er selbst dann 1991 in der Haft an einem Herzinfarkt verstarb. Ein Buch für alle, die einmal in den Kopf eines Mörders blicken wollen, aber auch hinter die Kulissen von Ermittlungen, Vernehmungen. Ich kann das Buch nur jedem der Krimis liest und liebt empfehlen, gebe 5 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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    Vincenzo_Moisigvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Für jeden Hobby-Kriminalisten ein muss.
    Spannung pur

    Ich musste sie kaputtmachen - Schon der Buchtitel lässt nichts Gutes vermuten, auch wen man im Vorweg weiß, worum und vor allem, um wen es hier geht. Stephan Harbort (beg)leitet einen durch bzw in die Welt menschlicher Abgründe des Joachim Georg Kroll und seine über zwei Jahrzehnte andauernde Mordserie. Das Buch gliedert sich in mehre Bereiche - zum einen wird der Täter und seine Kindheit, sein “menschlicher Werdegang“ detailliert geschildert,  bei dem man manches mal geneigt ist, das “Warum“ seiner Taten (ich möchte nicht sagen, dass man diese rechtfertigen kann oder soll, aber es stellt sich die Frage, ob es beim rechtzeitigen Erkennen seines Wesens von Seiten Außenstehender, einiges hätte verhindert werden können?) nachvollziehen zu können oder zu wollen. 

    Mich persönlich haben diese Gedanken des Verstehen-wollens oder auch manchmal sowas wie - letztlich blieb ihm wohl keine andere Wahl -während ich das Buch gelesen habe, erschreckt, da seine Vorgehensweise, trotz gering gemessener Intelligenz, immer irgendwie Durchdacht erschien und auch funktioniert hat. Seine verzweifelten Versuche, eine Freundin bzw Frau zu finden, das jedoch ständige Abblitzen oder “vernarzen“, wie er es nannte, beim weiblichen Geschlecht, lassen in seinen Augen schließlich keine andere Möglichkeit mehr zu, als sich sein vermeintliches Anrecht auf Sex mit Gewalt zu holen. Ob er wirklich nach Liebe gesucht oder gewollt hat, bezweifle ich hingegen.

    Ebenfalls werden seine Taten genau unter die Lupe genommen, so manches grausame Detail lässt einen fassungslos zurück bzw musste ich des öfteren das Buch einfach mal zur Seite legen und meine Gedanken sammeln und neu ordnen, mit “in einem Rutsch durchlesen“ war es mir nicht möglich.

    Jemand wie Kroll, der kurze Phasen ohne “dieses komische Gefühl“ hatte und ansonsten ständig im Jagdmodus gewesen ist, kontinuierlich irgendwie durch seine verschrobene Art in seinem doch recht übersichtlichen Umfeld wahr genommen wurde, konnte sich lange ungehindert auf die Lauer legen, Frauen abfangen und, wenn er nicht durch andere Umstände gestört wurde, seiner kranken Phantasie hingeben, ausleben und die mindestens 8 Morde vollziehen. 

    Auf die Schliche kam man ihm schließlich, da das  Entsorgen einiger Körperteile seines letzten Opfers schlampig vonstatten ging - für die Polizei hingegen eröffnete Kroll ein Kapitel eines schier unmenschlichen Horrorkabinets. Schon während dieser brutalen Mordserie werden die, zur damaligen Zeit üblichen, Polizeitaktiken und nach seiner Festnahme, die zahlreichen, sehr zäh verlaufenden Vernehmungen, sehr genau geschildert. 
    Man kann sich gut in den herrschenden Druck seitens der Bevölkerung, aber auch der Polizei selbst, hineinversetzen. 
    Alles in allem bleibt selbst nach der Festnahme des Täters ein flaues Gefühl zurück - nicht wenige Menschen litten bzw leiden noch heute unter den Verlusten, Unschuldige wurden inhaftiert, da das Profil zu passen schien oder  Anschuldigungen im Raum standen. 

    Als Leser bzw Nichtfachmann von Polizei- und Psychologenarbeit bleibt man teilweise ratlos zurück, immer wieder fragt man sich, warum und wann sich so etwas wiederholen kann/wird.
    Das Buch ist einerseits sachlich und Informativ geschriebenen, anderseits versteht es Stephan Harbort, eine gewisse Spannung einzubauen, die schon Krimi-Charakter hat. 
    Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Buch, wenn man gute Nerven hat und sich auch für die Hintergründe der menschlichen Seele, deren Abgründe und die Arbeit der Polizei, Psychologen und vor allem, der Kriminalisten, interessiert.

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    Caesias avatar
    Caesiavor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Wenn man im Bus sitzen bleiben und weiter lesen möchte, obwohl die Zielhaltestelle naht - dann ist es ein Buch von Stephan Harbort!
    Das Leben eines Jahrhundert - Mörders...

    "Ich musste sie kaputt machen" von Stephan Harbort (Kriminalhauptkommissar und Deutschlands bekanntester Serienmord - Experte) handelt in erster Linie vom Leben des Joachim Georg Kroll, der in mehr als zwei Jahrzehnten eine Vielzahl an Morden beging und angesichts seiner Gräueltaten von der Presse als "Kannibale vom Rhein" bezeichnet wurde. Rundherum bekommt man aber auch interessante Einblicke in die Arbeit der verschiedenen Abteilungen der Polizei und deren Fahndungs- und Ermittlungsmethoden, erfährt von Menschen, die sich der Polizei stellen und Morde gestehen, die sie gar nicht begangen haben und das eine nicht unerhebliche Zahl von Menschen verurteilt werden und Strafen absitzen, für Taten, die sie gar nicht begangen haben.
    Mit der Geschichte von Joachim Kroll erfährt man nicht nur über seine zum Teil unfassbaren Taten, man erhält Einblicke in die Gefühls- und Erlebniswelt von einem Menschen, mit dem es das Leben von Beginn an nicht besonders gut meinte... Ob in der Familie, Schule oder späteren Arbeitsstellen - Joachim Kroll erfährt keine Liebe oder Zuneigung. Im Gegenteil... er ist oft Gegenstand von Hohn und Spott. Er ist immer der Unauffällige, Außenseiter, Versager und Nichtsnutz. Dies setzt sich in nahezu selbsterfüllender Prophezeiung in seinem Leben immer weiter fort, so dass das Auffälligste an ihm ein Leben in völliger Unauffälligkeit wird - und trotzdem schafft es ein minderbegabter... ein untalentierter und ungebildeter... der sich primitiver Hilfsmittel bediente und eine sehr simple Strategie verfolgte, die Kriminalpolizei über zwei Jahrzehnte zum Narren zu halten und große Teile der Bundesrepublik dauerhaft in Angst und Schrecken zu versetzen!
    Dies ist das dritte buch, das ich von Stephan Harbort gelesen habe und ich dachte, nach "Das Hannibal - Syndrom" kann es keine Steigerung mehr geben... Aber mit der Geschichte über Joachim Kroll legt er nochmal "eine Schippe drauf"! Unfassbar spannend erzählt... (ich saß beim Lesen des öfteren im Bus und dachte nicht nur einmal darüber nach, einfach sitzen zu bleiben und weiter zu lesen, obwohl meine Zielhaltestelle kam!) brillant analysiert und dabei stets verständlich und nachvollziehbar erklärt!
    Auch in diesem Buch ist für mich das Vor- und Nachwort wieder ein wichtiger Bestandteil. Stephan Harbort erklärt darin, dass er Denkanstöße und Perspektiven liefern möchte, die weiter sehen lassen, als die landläufige Meinung "Serienmörder gehören weggesperrt und damit ist der Gesellschaft genüge getan!". Er gibt zu bedenken, dass hinter jedem "Monster" ein Mensch steckt und die Strafen, die wir verhängen und vollstrecken, nicht nur etwas über die Gesinnung und das Wesen der Täter aussagen...
    In meinem Fall ist ihm das sehr gut gelungen!

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    Jokeashleys avatar
    Jokeashleyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Gelungene Biografie ohne großes Tam-Tam
    Ich musste sie kaputt machen!

    „Ich musste Sie kaputt machen“ - Anatomie eines Jahrhundert-Mörders

    Stephan Harbort

    Ullstein Verlag

    2015 (zweite Auflage)

    978-3-548-37479-6

    384 Seiten

    ab 18 Jahren (Empfehlung des Rezensenten)



    Wen der nette Nachbar zum Mörder wird...


    Der Name Joachim Georg Kroll steht für eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Kriminalgeschichte. In mehr als zwei Jahrzehnten tötete der Serienmörder mehrere Frauen und Mädchen, bevor er von der Polizei gefasst wurde. Mit analytischer Schärfe untersucht der bekannte Kriminalist Stephan Harbort den Fall des Jahrhundertmörders. Dabei entsteht das beeindruckende Psychogramm eines Mannes, der zeit seines Lebens von seinen Trieben gesteuert wurde.



    Die Grundidee des Buches


    Schon als Junge und Jugendlicher, war Joachim Kroll „anders“ als seine Geschwister oder Mitschüler. Ein steter Einzelgänger, der es vermied oder nicht schaffte Kontakte zu knüpfen, teilweise vernachlässigt von seinen Eltern und hart erzogen, entwickelt Kroll merkwürdige Fantasien und Ideen, die sich im Laufe seiner Entwicklung manifestieren und nach außen getragen werden wollen. Schon bald kann Kroll den Druck nicht standhalten und so startet er seine ersten „Beutezüge“ nach Frauen und jungen Mädchen, die er schließlich auch ermordet. Trotz seiner etwas „verschrobenen“ Art, gelingt es ihn als unauffälliger und uninteressanter Zeitgenosse in der Gesellschaft eher ungesehen zu leben und auch die Polizei kommt den Täter einfach nicht auf die Spur. Nur durch ein Zufall, gelingt die Polizei Kroll habhaft zu werden, unwissentlich, wem sie da eigentlich verhaften.


    Mit einem roten faden, der sich durch das gesamte Werk von Stephan Harbort zieht, berichtet er über den Mehrfachmörder Joachim Kroll. Dabei zieht er mögliche Ursachen aus der Kindheit und der Pubertät in Betracht, sowie strenge Erziehung und fehlgeleitete Erziehungsmaßnahmen. Sachlich und ohne Wertung porträtiert er den „Werdegang“ eines Mannes, der zum Mörder wird, zurückgreifend auf zahlreichen Berichten aus der Presse, sowie anderen schriftlichen Aussagen von Prozessbeteiligten usw.



    Figuren und Stil


    Stephan Harbort skizziert detailliert die möglichen diversen Auslöser, die einen vielleicht schon kranken Geist, erst so richtig aufleben lassen. Von den Jahren seiner Kindheit bis über die Jugend von Joachim Kroll und schließlich zu seinen entsetzlichen Taten im erwachsenen Alter, analysiert der Autor den eigentlich unscheinbaren Mann, der gewissenlos wirkend, einen Mord nach dem anderen begeht, um sich selbst zu befriedigen. Dabei geht er auf sexuelle Aversionen und krankhafte Fantasien ein, die im Laufe der Jahre in dem Mann herangereift sind.


    Sehr ausführlich und für den Leser sicherlich erschreckend, beschreibt Harbort – wenn auch sehr nüchtern – die Streifzüge des Mörders durch Wälder und Parks, wobei der Kern des Beschreibens meist auf Joachim Kroll liegt. Hin und wieder werden auch kleinere Abschnitte aus der Sicht von Familienangehörigen der Opfer eingefügt, oder kleinere Passagen, in denen der Weg des vermeintlichen Opfers nachvollzogen wird.


    Da das Buch eher einen Bericht oder ausführlichem Portrait über Joachim Kroll gleicht, ist es schwer, Figuren näher zu beleuchten, oder mögliche Beziehungsgeflechte zu forcieren. Stephan Harbort konzentriert sich zu 90% auf Kroll und einige – wenn auch wichtige – Protagonisten wie Polizisten, Verwandte oder Zeugen, werden passabel in dem Bericht mit eingefügt. Die Wahl des Autors, sein Buch so aufzubauen, unterstützt den Lesefluss ungemein, da emotionale Wertungen und stimmungs-geladene Phrasendrescherei im Prinzip vermieden werden. Sicherlich gibt es einige Auszüge, die den Leser mitfühlen lassen, etwa wenn von dem Tod eines Kindes berichtet wird, allerdings verzichtet Harbort gekonnt und vermutlich auch gewollt auf großes emotionales „Drama“, um den Stil eines Berichtes beizubehalten.


    Ein weiterer Aspekt der sehr gut gelungen ist, ist die Beleuchtung der Kriminalisten und der Presse. Harbort zeigt auf, wie unter falschen Annahmen von gängigen Täterprofilen und anderen zu derzeit teils wissenschaftlich mehr oder weniger bestätigten Maßnahmen, Polizei und Ermittler falsche Täter ins Auge fassten und Profile erstellten, aus den Kroll einfach hinaus rutschte. Ebenso geht er gekonnt distanziert aber durchaus mit leicht ermahnenden Ton verschiedene Pressemitteilungen, Titelblatt-Aufhänger und andere Zeitungsartikel an den kragen, die die vermeintliche Sensationslust des Lesers anfeuern sollten und natürlich auch den Verkauf der jeweiligen Zeitung.


    Auch am Ende porträtiert Harbort den Weg des verhafteten Mörders bis hin zu seiner Gerichtsverhandlung, die sich noch einmal zu einem kleinen Schauspiel entpuppt, als der Angeklagte merkt, was ihm bevorsteht. Harbort liefert ein sachlich gut recherchierten Bericht in Buch-Form, der nicht nur Kriminal-Fans und Genre-Liebhaber gefallen dürfte.


    Aufmachung des Buches


    Das Buch erscheint im 384 Seiten Taschenbuch-Format des Ullstein Verlages. Das Titelbild zeigt das halbe Gesicht des Täters Joachim Kroll, dessen gesamte Ausstrahlung die These des Buches unterstützt, das es undenkbar ist, dass – rein optisch – dieser Mensch solche Taten begehen kann. Mittig steht in schwarzen etwas dickeren Lettern der Name des Autors und darunter in einem roten Balken und in weißer Schrift der Titel des Buches, welcher gleichzeitig eine Aussage von Kroll ist.


    Die Rückseite ist komplett in weiß gehalten und zeigt neben einen auf roten Grund geschriebenen Einleitungssatz, den ausführlichen Buchrückentext, der einen ersten Einblick auf das Buch verrät. Zu Beginn gibt es noch eine kleine Niederschrift über das Buch und den Autor, sowie ein Vorwort von Stephan Harbort. Am Ende gibt der Autor alle Quellen an, die für das Buch zu Rate gezogen wurden.



    Fazit


    Sachlich, detailliert und gut recherchiert, führt uns Stephan Harbort phasenweise durch das Leben eines Serienmörders. Gekonnt wird auf allzu große Emotionen verzichtet, so dass der Leser sich auf einen nüchternen, dennoch spannenden Bericht einlassen kann. 5 von 5 Sterne

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    Igelmanu66s avatar
    Igelmanu66vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schockierend und hochinteressant zugleich. Es zeigt sich mal wieder: Mit der Realität kann kein Thriller mithalten.
    Schockierend und hochinteressant zugleich

    »Es geht um das vermisste Mädchen, die Tanja Bracht. … Ich hab‘ mit meiner Frau lange drüber geredet. Wir sind uns nicht ganz sicher, komisch ist das aber schon…« Der Kriminalbeamte hörte aufmerksam zu, stellte Fragen, machte sich eifrig Notizen. Es ging um ein verstopftes Abflussrohr und einen unbescholtenen Nachbarn, der »etwas Merkwürdiges« in einer Mülltonne versteckt haben sollte.

     

    Duisburg, 1976. Ein vierjähriges Mädchen wird vermisst. Nach dem Hinweis eines Nachbarn klingeln Polizeibeamte an der Tür von Georg Kroll. Sie ahnen bereits Böses, sind trotzdem nicht auf das vorbereitet, was sie in der Wohnung finden werden. Und schon gar nicht rechnen sie damit, dass der Verhaftete für eine Vielzahl von Morden am Niederrhein und im nördlichen Ruhrgebiet verantwortlich ist, dass sie im Rahmen der Vernehmungen eine Mordserie aufklären werden, die sich über mehr als 20 Jahre erstreckte…

     

    Stephan Harbort ist einer der führenden Experten in Sachen Serienmord. Für das vorliegende Buch hat er umfangreich recherchiert, hat als Quellen die Urteilsschrift des Landgerichts Duisburg, polizeiliche Vernehmungsprotokolle, Tatortbefundberichte, Obduktionsprotokolle, forensische Gutachten, glaubwürdige Presseberichte und persönlich geführte Interviews herangezogen und darüber hinaus alle Ereignisorte aufgesucht, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

     

    Das Buch startet mit der Verhaftung Krolls, um im Anschluss sein Leben und seine Verbrechen chronologisch zu erzählen. Der Leser verfolgt mit, wie sich der unheilvolle Trieb Krolls entwickelte, wie ihn das überkam, was er selbst stets als „das komische Gefühl“ bezeichnete. Die ihn vernehmenden Beamten haben es perfekt verstanden, sich so auf Kroll einzustellen, dass er bereit war, ihnen selbst die persönlichsten Details zu erzählen. Man ist dadurch sehr nah dran an den Gedanken und Empfindungen des Täters. Als Gegenpol dazu werden die Fakten berichtet, die Verbrechen aus Sicht der Opfer und ihrer Angehörigen geschildert. Eine gute Mischung, die durch die Empfindungen der Ermittler vervollständigt wird.

     

    »Die haben mich doch immer nur vernatzt. Ich wollt‘ se doch nur liebhaben oder poppen. Und dann haben se mich nur vernatzt. Nur vernatzt.«

     

    Krolls Persönlichkeit war sicher eine beängstigende, psychologisch aber auch eine hochinteressante. Man muss sich alleine mal klarmachen, dass er es schaffte, über 20 Jahre lang zu morden, manchmal im Abstand von nur wenigen Tagen, ohne jemals aufzufallen. Für einen seiner Morde war sogar ein Unschuldiger verurteilt worden! Und das, obwohl Kroll ein Mann von nur recht bescheidener Intelligenz war. Bei seinen Befragungen berichtete er freimütig, wie vorsichtig und sorgfältig er bei seinen Taten agierte. Ich kann mir gut vorstellen, dass künftige Ermittler daraus einige Lehren ziehen konnten.

     

    Das Gelesene schockiert. Vieles ist schlicht unfassbar, man wünscht sich Erklärungen, muss aber akzeptieren, dass nicht alles aufgeklärt werden kann. Bequem zurücklehnen und alles als Taten eines Monsters abtun, kann man sich auch nicht, denn Stephan Harbort betont die gesellschaftliche Verantwortung, die jeden Einzelnen von uns auffordern sollte, zumindest genauer hinzusehen. Bei so manchem, was ich über Krolls Kindheit und Jugend gelesen habe, konnte ich nur den Kopf schütteln. Natürlich wird – zum Glück – nicht jeder, der einen schlimmen Start hatte, ein Serienmörder. Aber dass an einigen Stellen wirklich niemand bemerkt haben soll, dass da jemand auf dem Weg war, in eine völlig falsche Richtung abzubiegen, will mir einfach nicht in den Kopf. Etwas mehr Aufmerksamkeit und so manches Mädchen hätte vielleicht die Chance gehabt, heute noch zu leben.

     

    Fazit: Schockierend und hochinteressant zugleich. Es zeigt sich mal wieder: Mit der Realität kann kein Thriller mithalten.

     

    »Aber es hilft nicht wirklich weiter, diese verlorenen Seelen nur unter Paragraphen zu begraben und hinter hohen Gefängnismauern verschwinden zu lassen. Wird der eine hinter Gitter gebracht, beginnt ein anderer sein todbringendes Handwerk. … Wenn wir unsere kollektive moralische, soziale und erzieherische Verantwortung weiterhin verharmlosen oder leugnen, den Tätern die alleinige Schuld zuweisen und sie lediglich auf den gesellschaftlichen Müllhalden entsorgen, droht tödliche Gefahr. Denn: Die angehenden Mörder können sich nicht selbst heilen oder reparieren, ihnen muss geholfen werden, und das rechtzeitig. Und dazu sind wir aufgerufen und verpflichtet, jeder von uns! Solange wir glauben, »Triebtäter« seien rational denkende und pragmatisch entscheidende Verbrecher, die anders handeln könnten, wenn sie denn nur wollten, flüchten wir uns in die falsche Richtung.«

    Kommentare: 7
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    bibiiis avatar
    bibiiivor einem Jahr
    Wirklich kein leichtes Buch

    Stephan Harbort kennen wohl die meisten aus Medical Detektives. Er ist nicht nur Kriminalhauptkomissar und Profiler sondern auch Autor.
    Ein Autor der keine Romanzen schreibt sondern dem Leser ehrlich und wahrscheinlich ungeschönt die dunkelsten Seiten eines Menschen zeigt.
    "Ich musste sie kaputt machen " ist mein zweites Buch des Autors und ich bin einiges gewohnt doch dieses mal hat er mich erneut zum Schlucken und nachdenken gebracht.
    Zum Glück gibt es Menschen wie Stephan Harbort die sich zur Aufgabe gemacht haben solche Menschen hinter Gittern zu bringen.
    Die Bücher sind auch für Laien wirklich sehr gut verständlich. Und wer sich für die Arbeit eines Profiler oder auch für Serienmörder etc interessiert ist bei Stephan Harbort genau richtig.
    Leider kann ich nur 5 * vergeben aber die sind es allemal wert.!

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    Egwenevor einem Jahr
    Keine leichte Kost, aber lesenswert

    Das Buch stand schon lange auf meiner Liste und nun habe ich es endlich gelesen. Es geht hier um einen Serienmörder, der mehr als zwei Jahrzehnte gemordet hat, bis er endlich gefasst werden konnte. Anders als in den meisten anderen Büchern von Stephan Harbort geht es hier also nur um einen einzigen Fall. Der hat es aber in sich. Es wird chronologisch erzählt, wie der Täter aufwuchs über seine ersten Morde bis hin zu seiner Verurteilung. Stephan Harbort nähert sich einer unfassbaren Tat ohne Schwarz-Weiß-Malerei oder reißerischem Gebahren. Was ein Grund ist, warum ich die Bücher so mag, reißerische Aufmachung a la Bild mag ich gar nicht. Dabei schafft es das Buch allerdings, an keiner Stelle langweilig zu sein, es liest sich flüssig und spannend. Das Buch beginnt mit einer kurzen Beschreibung der letzten Tat, bevor wir einen großen Sprung zurück in die Kindheit des Täters machen und sehen, wie er aufwuchs. Hatte ich am Anfang noch ein wenig Mitgefühl mit ihm, war das sehr schnell verschwunden, als die ersten Taten beschrieben wurden. Ich sehe gerne Horrorfilme und habe viele Bücher gelesen und dachte, mich kann so leicht nichts mehr erschüttern, aber das Buch hat es geschafft, dass ich zwischendrin absetzen musste. Dabei war es weniger eine Beschreibung der Morde, die mich schockiert hat, sondern die unglaubliche Gleichgültigkeit und der Egoismus des Täters. Dieser Nebenbei-Faktor, den die Taten oft hatten. Beispielsweise wurde erzählt, wie der Täter um 12.30 in einen Waldweg einbog und dann, wie er um 12.51 auf den Bus wartete, und ich dachte noch: Oh gut, er hat sie nicht erwischt. Hat er aber doch. 21 Minuten reichen anscheinend, ein Opfer auszugucken, die Lage abzuchecken, das Opfer zu erdrosseln und dann wieder pünktlich an der Bushaltestelle zu sein, um wieder nach Hause zu fahren. Kroll erscheint mir als Mensch mit einer unglaublich flachen Denkweise. Zuerst mal zählen für den Menschen nur die eigenen Bedürfnisse. Ich, ich, ich, außer es geht um das Thema, wer schuld ist, das sein Leben nicht läuft: Die anderen, die anderen, die anderen. Er hat soziale Probleme und sicher verdient es keiner, gemobbt zu werden, ich denke aber dennoch, wenn man immer aneckt und sich mehr soziale Kontakte wünscht, dass man auch selbst an seinen sozialen Fertigkeiten arbeiten muss, statt immer nur zu erwarten, dass einem die anderen auf halbem Weg entgegen kommen. Wenn es überhaupt nur der halbe Weg ist. Er beschreibt, er fühle sich einsam, aber andererseits bedeutet ihm Freundschaft auch gar nichts und er findet auch nichts dabei, das Kind eines Freundes zu missbrauchen oder mit seiner Frau fremd zu gehen. Dabei scheint ihm das oft noch nicht mal bewusst zu sein, dass oder ob er was falsch macht, sondern ist oft basserstaunt, dass er eine Ablehnung bekommt, wenn er einfach so bei der Frau eines Bekannten reinschneit und einfach eröffnet, sie solle den "Bekloppten" verlassen (der Betreffende ist schizophren) und doch ihn nehmen dafür. Stephan Harbort beschreibt an einer Stelle, der Täter sei nicht dumm, aber "primitiv". Primitiv trifft es ganz gut, obwohl ich ihn auch nicht für sonderlich schlau halte. Irgendwo stand mal (allerdings nicht im Buch, sondern bei google) das er einen IQ von 76 oder so hatte, und das entspricht auch dem Eindruck, den er hinterlässt. Das Konzept, ein Bedürfnis aufzuschieben, scheint ihm völlig fremd zu sein. Er hat einen Impuls und scheint nicht mal auf die Idee zu kommen, den auch unterdrücken zu können. Er scheint auch nicht in der Lage zu sein, Konsequenzen abzusehen - oder überhaupt bereit zu sein, die Verantwortung für solche zu ertragen. Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte, als ihm aufging, dass er nun lebenslänglich bekommen würde und versuchte, sich mit der Geschichte aus der Affäre zu ziehen, dass er das Kind, dessen Kopf in seiner Gefriertruhe und dessen Gliedmaße in seinem Kochtopf gefunden wurden, schon tot gefunden und dann aus Nervosität zerschnitten hätte. Insgesamt sind solche Details eher spärlich im Buch vertreten, was ich gut finde. In dem Fall fand ich es okay, weil es einfach die Lächerlichkeit aufzeigte, wie er versuchte, obwohl alles gegen ihn sprach, sich aus der Affäre zu ziehen. Traurig war hierbei auch, wie viele Menschen unschuldig für seine Taten ins Gefängnis wanderten. Elf Stück. Daran sollte man vielleicht auch mal denken, wenn mal wieder eine reißerische Überschrift auf eine "Bestie" hinweist und der Mob zum "kreuziget ihn" aufgehetzt wird. Es wird beschrieben, wie ganze Existenzen zugrunde gingen, selbst wenn die Unschuld bewiesen wurde, weil das Umfeld dennoch hartnäckig an die Schuld glaubte.

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    sueoranges avatar
    sueorangevor einem Jahr
    Das Psychogramm eines Jahrhundertmörders


    Joachim Georg Kroll wurde 1976 gefasst, nachdem er ein vierjähriges Mädchen aus der direkten Nachbarschaft entführt und ermordet hatte. Erst bei seiner Vernehmung wurde der Polizei bewusst, wer ihnen da ins Netz gegangen war. Sie fanden heraus, dass dieser Mord nur die Spitze eines Eisberges darstellte, denn Kroll hatte in mehr als zwei Jahrzehnten eine Vielzahl an Morden am Niederrhein und im nördlichen Ruhrgebiet begangen. Seine Opfer waren mit einer männlichen Ausnahme, Kinder und Frauen.


    Stephan Harbort, Kriminalhauptkommissar und ein bekannter Serienmordexperte, rekonstruiert anhand von Akten (Urteilsschrift, polizeiliche Vernehmungsprotokolle, Tatortbefundberichte, Obduktionsprotokolle, forensische Gutachten, Presseberichte) und persönlich geführten Interviews, den jeweiligen Tathergang und die Lebensumstände von Joachim Georg Kroll. Dabei entsteht ein Psychogramm eines Mannes, der von seinen Trieben gesteuert wurde und dem es dennoch gelang, seine Impulse soweit zu kontrollieren, um sich Orte für seine Vergehen auszusuchen, die ihn nicht sofort verdächtig machten.


    Man erfährt, wie sich dieser Mensch zum Mörder entwickelt hat. Die Kriminalistikmethoden, die damals noch nicht so weit entwickelt waren wie heute, spielten ihm auch in die Hände. 


    Stephan Harbort beleuchtet die Geschehnisse von damals aus verschiedenen Blickwinkeln. Man erfährt etwas über die unterschiedlichen Perspektiven, die des Täters, mancher Opfer, des Umfelds. Er beleuchtet die Polizeiarbeit von damals und ordnet das Ganze zeitgeschichtlich ein. Sein Blick bleibt dabei immer respektvoll, nüchtern und sachlich. Dennoch kommt man nicht umhin, dass es einem beim Lesen kalt den Rücken hinunter läuft. Joachim Georg Kroll war durch seine Unscheinbarkeit quasi unsichtbar, der etwas seltsame Nachbar oder Arbeitskollege… ein Wolf im Schafspelz.


    “Ich musste sie kaputt machen”- Anatomie eines Jahrhundertmörders- ein interessantes Buch für alle, die sich für Psychologie, Kriminalistik und Menschen interessieren und sich nicht davor scheuen, auch in deren Abgründe zu blicken. 

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