Stephan Harbort Aus reiner Mordlust

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Inhaltsangabe zu „Aus reiner Mordlust“ von Stephan Harbort

Es gibt Menschen, die den Drang dazu verspüren zu töten – ohne Motiv, ohne Auftrag. Doch was geht wirklich in den Köpfen dieser Thrill-Killer vor? Stephan Harbort ist Experte für Serienmorde und befasst sich nun als Erster grundlegend mit dem Phänomen der Mordlust. Er schildert die Taten, die Ermittlungen und gibt Einblick in die psychologischen Hintergründe dieser Fälle.

beklemmend, wichtig, hart!

— Buecherspiegel

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  • Wie ticken die Täter?

    Aus reiner Mordlust

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    11. February 2015 um 08:28

    Es gibt Morde und es gibt Morde. Keiner gleicht dem anderen. Raubmorde, Morde im Affekt, Mord aus Eifersucht, aus Liebe, aus Hass und noch viele weitere könnte man aufzählen. All diese Morde haben gemeinsam, dass sie ein Motiv haben, einen Grund, warum jemand ermordet wurde. In diesem Buch vom Experten für Serienmorde Stephan Harbort geht es um Morde, die um ihrer selbst willen verübt werden. Man kann es als Normalbürger nicht nachvollziehen, dass jemand Menschen umbringt, um zu sehen, ob es geht und wie man sich dabei fühlt. Einfach nur ums Töten selbst geht es, den Kick erleben, jemanden umgebracht zu haben. Anhand von 8 Fallbeispielen lässt der Autor den Leser an furchtbaren Morden teilhaben. Aus einer Gruppe von Jugendlichen, die gemeinsam zusammen abhängen, wird einer ermordet. Die Täter haben sich den Schwulen ausgesucht, weil man auf ihn am ehesten verzichten konnte. Als Leser ist man dabei, wenn man Ausschnitte aus den Vernehmungsprotokollen liest. Die Täter in dem Fall sind völlig emotionslos und fühlen kein Unrecht. Ja, sie hätten eine Tat begangen, aber dass es Unrecht ist, können sie nicht nachvollziehen. Sie wollten nur den Kick verspüren, vor anderen prahlen, was für tolle Männer sie doch sind. Ein anderer überfällt eine Frau, schlägt sie ins Gesicht, um sie gefügig zu machen, vergewaltigt sie und ertränkt sie anschließend. Selbst die Leiche der Frau wird noch geschändet. Auch hier keine Reue, kein Mitleid dem Opfer gegenüber, grenzenlose Gewalt und letztendlich ein Mord. Ein angeführtes Beispiel ist so schlimm und grausam wie das nächste. Unfassbar liest man die Morde und kann fast nicht glauben, was man liest. Was geht in einem Menschen vor sich, der zu so etwas fähig ist? Was ist an ihm anders als an einem normalen Menschen, der diesen Drang zum Morden nicht verspürt. Der Autor versucht auch, die Hintergründe, das Umfeld der Täter zu beleuchten. Wie wurde dieser Mensch zu einem Täter? Das Elternhaus, das soziale Umfeld, Schule, Beruf und viele andere Dinge spielen eine entscheidene Rolle, auch kann es krankhaft bedingt sein. Es wird aber auch klargestellt, dass andere Menschen, die eine ebenso schwere Kindheit oder ein schweres Leben hatten, nicht zum Täter werden. Was also sind die Gründe für solche schweren Vergehen. In den Fallbeispielen wird das alles mit aufgezählt und hinterfragt, was aber die letzte Schwelle überwinden lässt, kann wohl niemand sagen. Sicher spielen auch da einige Faktoren eine Rolle, die Psyche ebenso wie die Entwicklung des Menschen. In seinem Nachwort beschreibt der Autor, dass es tatsächlich Anzeichen gibt, die typisch sind für mordlüsterne Täter und er zählt viele davon auf. Im Anhang findet man Tabellen von Auswertungen über Täter zu vorliegenden Fällen. Dort sind beispielsweise prozentual aufgelistet, wie die schulischen Leistungen waren, der Familienstand der Täter, Beruf, Intelligenz und Nationalität sind ebenso berücksichtigt wie Drogen- und Alkoholkonsum.  Man hält ein Buch in den Händen, in dem von grausamen Morden die Rede ist, deren Aufklärung und Hintergründe. Der Autor vermag es, den Leser zu fesseln, selbst wenn man sprach- und fassungslos die einzelnen Fälle liest. Für Leser, die gern mal in die tiefen Abgründe gucken wollen, möchte ich dieses Buch zum Lesen empfehlen.

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  • Spannend und gut geschrieben

    Aus reiner Mordlust

    GrikaGrinsekatze

    21. September 2014 um 23:39

    Inhalt von Aus reiner Mordlust: Im zuletzt erschienen Buch von Stephan Harbort, geht es ausschließlich um Thrill-Killer, das heißt Mörder, die ohne jegliches Motiv oder Grund einen Menschen einfach um des Tötens willen niedermetzeln, meist auf recht grausame Art und Weise. Meinung zu Aus reiner Mordlust: Dies ist mein zweites Buch von Stephan Harbort, das erste war "Begegnung mit dem Serienmörder", und wieder konnte er mich überzeugen und fesseln. Er wählt als Erzählstil eine sehr lebensnahe Beschreibung der jeweiligen Taten und lässt dazwischen Ausschnitte aus Geständnissen oder Gedankengängen des Täters mit einfliessen, was zu sehr lebendigen Bildern führt - angesichts der unmenschlichen Verbrechen ist das nicht immer angenehm. Im weiteren Verlauf wird die Ermittlungsarbeit etwas beschrieben um zu erklären wie der oder die Täter überführt werden konnten. Anschließend erstellt Harbort ein kurzes Täterprofil und psychologische Hintergründe, die zu einer solchen Persönlichkeitsstörung führen könnten. Die Fälle selbst waren durchgehen spannend und abwechslungsreich gewählt und ab und zu wegen ihrer Brutalität nicht leicht zu verkraften. Harbort beschreibt die Tathergänge erstaunlich bildhaft und fließend, immer verständlich, ohne ins Fachkauderwelsch abzurutschen und wenn doch einmal wird es hervorragend erklärt. Allerdings wird manchmal doch ein wenig zu viel ausgeschmückt und aufgebauscht, ein prägnanter Stil hätte die Längen, die trotz der spannenden Thematik aufkommen, vielleicht verhindern können. Im Nachwort gibt Herr Harbort noch einen Überblick über das Täterprofil vieler Thrill-Killer - das mögliche Alter, die hohe Wahrscheinlichkeit einer zerrütteten Kindheit, bestimmte Verhaltensauffälligkeiten. Auch dieser Harbort war sehr spannend und interessant, flüssig und angenehm geschrieben und ließ mich bei so manchem heftigen Massaker doch schlucken. Allerdings hat es sich stellenweise doch recht gezogen, wenn etwas mehr gekürzt worden wäre, hätte es mich vielleicht noch mehr gefesselt.

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  • beklemment, wichtig, hart!

    Aus reiner Mordlust

    Buecherspiegel

    20. February 2014 um 22:24

    Es gibt so viele Krimiserien wie selten im Fernsehen, die alle Facetten der Wirklichkeit abzubilden versuchen.Selbst aus der Sicht von Serienmördern werden viele Staffeln abgedreht und haben ihre Fanclubs. Liest man aber über wahre Fälle, so überkommt einem immer wieder auch das Grauen, wenn es heißt, dass wieder einmal eine Leiche aufgefunden wurde. Was bedeutet es für die Kriminalbeamten, die Leichenbeschauer, die Zeugen? Und, was geht eigentlich in dem Kopf der Täter oder des Täters vor, um etwas so gewalttätiges zu vollbringen? Vor allem, wenn es ohne erkennbaren Grund vollbracht wurde? Das zu ergründen ist eines der Aufgaben des Autors Stephan Harbort, ein führender Serienmordexperte in Deutschland, der uns mit dem Buch „Aus reiner Mordlust“ an dieses Thema heranführt. Er erzählt aus ausgewählten Fällen zuerst im Erzählstil, teils mit Rückblenden, aus Verhören, der Gedankenwelt der Täter und einzelnen Phasen, die zur Tat führten. Niemand wird von jetzt auf gleich zum Mörder, vor allem nicht zum Mörder aus reiner Lust am Töten. Wie kommt es dazu? Was muss passieren, dass ein Mensch allein oder in einer Gruppe zum Täter wird? Beginnt es in der Kindheit? Hätte man hier schon verhindern können, mit entsprechenden Therapien, was anschließend passiert? Diese Fragen können nicht wirklich beantwortet werden. Ob es aus einer Gruppe heraus zu Tötungsabsichten kommen kann, oder ein Täter alleine handelt, welche gruppendynamische Zwänge die Personen agieren lassen und wann, welche Fehlentwicklungen dazu führen zum Mörder zu werden, das versucht uns der Autor in diesen Beispielfällen zu erläutern. Allerdings gefällt mir der Erzählstil nicht so sehr, da dieser mich an fiktive Geschichten erinnert und nicht an wahre Begebenheiten; sonst ist die sachliche Ebene bei den Analysen der Fälle ausgesprochen gut. Nur bei dem letzten Fall kann ich Herrn Harbort nicht ganz folgen. Eine Person, die das Persönlichkeitsmerkmal „Alexithymie“ besitzt, ist nicht gefühlstaub, sondern gefühlsblind. Sie kann nicht fühlen, was da passiert ist, will es vielleicht er-spüren und vollbringt deshalb die Tat? Ob das auf die Person im Buch nun zutrifft oder nicht werden wir nicht erfahren. Alexithyme Menschen provozieren unbewusst immer wieder Andere, um sich Gefühle vorführen zu lassen, damit sie sie spiegeln können. Wirklich nachfühlen können sie sie wahrscheinlich nicht. Dieses Persönlichkeitsmerkmal kann angeboren sein oder durch ein traumatisches Erlebnis ausgelöst werden. So sicher ist sich die Wissenschaft wohl noch nicht.Wer näheres erfahren möchte, kann sich zum Beispiel beim ZDF die 37°-Folge „Herz aus Eis“ anschauen, oder auch auf die Internetseite www.alexithymie.com informieren. Am Ende des Buches werden mehrere Tabellen aufgelistet die Täter und Opfer in verschiedene Merkmalskategorien einteilen, wobei die geringe Anzahl und die lange Zeitspanne jedem Leser bewusst sein sollte. Hier fehlt mir ein Vergleich zu anderen Staaten.

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  • Harte Kost

    Aus reiner Mordlust

    Rebel_Heart

    09. December 2013 um 21:34

    Für mich war es das erste Buch des Autors, da meine beste Freundin der Meinung war, ich müsse es unbedingt lesen. Also habe ich es mir prompt von ihr geliehen und auf dem Weg von Bremen zurück nach Hause und im Laufe des gestrigen Tages gelesen. Stephan Harbort ist Experte für Serienmorde und dieses ist beileibe nicht sein erstes Buch, auch wenn es das erste ist, was ich - wie erwähnt - gelesen habe. Der Autor beschreibt in diesem Buch Fälle, die - wie der Titel bereits sagt - aus reiner Mordlust geschehen, ohne jegliches Motiv, einfach nur.. weil die Täter einfach mal herausfinden wollten, wie es ist, jemanden zu töten. Dabei blickt Stephan Harbort auch hinter die Kulissen, gewährt Einblicke in die Psyche, in die Gedanken der Mörder und sorgt dabei nicht nur einmal für Gänsehautmomente. Ich hatte keinerlei Probleme, in das Buch hineinzufinden, der Schreibstil hat mich sofort bestärkt, weiter zu lesen, auch wenn ich ehrlich gestehen muss, dass ich aufgrund der Fälle, die dort zur Sprache kommen, das Buch das eine oder andere Mal an die Seite legen musste, um das Gelesene sacken zu lassen. Diese Art von Büchern sind sicherlich nicht für jedermann gedacht, zumal Stephan Harbort dabei anschaulich und doch sachlich die einzelnen Fälle schildert.  Es ist ein Buch, welches einen auch nach dem Lesen so schnell nicht loslässt und darüber nachdenken lässt, warum es Menschen gibt, die aus reiner Mordlust töten, was in denen vorgeht. Einige der Fragen konnte der Autor beanworten und daher bekommt dieses durchaus gelungene Buch - welches sicherlich nicht mein letztes von Stephan Harbort sein wird - 4 von 5 Herbstblätter von mir.

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