Stephan Harbort Das Hannibal-Syndrom

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Inhaltsangabe zu „Das Hannibal-Syndrom“ von Stephan Harbort

Dank Hollywood gilt Hannibal Lecter als Inbegriff des infernalischen Serienmörders. Doch wer sind diese Täter in der Wirklichkeit? Der Kriminalexperte Stephan Harbort hat zahlreiche von ihnen in ihren Hochsicherheitszellen besucht und interviewt, um Motivation, Tathergang und Täterprofil zu erforschen. Er befasste sich mit allen 75 deutschen Serienmördern seit 1945 – eine aufschlussreiche und schockierende Dokumentation, aus der man viel über die Psyche solcher Täter erfährt.

Gruseliger als jeder Thriller. Krass was unter uns lebt ... brrr Absolut nichts für schwache Nerven.

— AberRush

Wieder genau recherchiert und analysiert, dabei jederzeit verständlich und brillant erzählt - ein Blick hinter das Phänomen Serienmörder.

— Caesia

Stephan Harbort nimmt uns mit auf eine Reise in die Abgründe düsterer Seelen - packend, spannend, sachlich und informativ zugleich.

— RalfEbersoldt

Man merkt sehr genau, das der Mann weiß worüber er schreibt, informativ und erschreckend ...

— MissNorge

Sehr unterhaltsam und spannend.

— evafl

Spannend und informativ .. keine leichte Kost

— Silke_Wendt

Ein Buch das nicht mit den Gedanken spielt sondern die Realität vorstellt. Gänsehautfaktor pur!

— Buecherseele79

Hollywood Vs. Realität

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Das Hannibal-Syndrom

    KerstinHabermann63

    10. May 2018 um 02:36

    Was ich zuvor in einer anderen Bewertung las: "Wer wirklich etwas über "Serienkiller  erfahren will, sollte unbedingt zugreifen!" Ich sehe es so: "Wer wirklich  etwas über MENSCHEN erfahren will, sollte unbedingt zugreifen!" Wenn man sich bewusst nur die im Buch beschriebenen Lebensgeschichten der Täter anschaut und liest wie sich der jeweilige Täter im späteren Gespräch mit dem Autor verhielt, würden sicher viele von uns eingestehen müssen, ein solchen Menschen zu kennen oder selbst solche Situationen zu kennen – abgesehen von den Taten. Wer die Bücher von Stephan Harbort nicht kennt, wird ggfs. hinter dem Titel "Das Hannibal Syndrom" eine Auflistung von Hannibal Lecter (Anthony Hopkins im Film "Schweigen der Lämmer") ähnlichen Tätern erwarten und dann beim Lesen enttäuscht sein, aber genau das könnte der Plan des Autors gewesen sein: eine "Ent-Täuschung". Die Vorstellung bei sog. "Bestien" handele es sich größtenteils um geistige Überflieger, die schier Übermenschliches zu leisten vermögen, scheint immer noch weit verbreitet zu sein. Zur Ent-Täuschung bietet sich ein Vergleich zwischen dem Titel-“helden“ Hannibal Lecter und den im Buch erwähnten Joachim Kroll (im Buch „Jürgen Knoll“ genannt) an.  Dabei sollte nicht vergessen werden, dass Lecter überdurchschnittlich intelligent ist und sich Krolls IQ um 80 herumbewegt. Verhaftung: Kroll konnte 20 Jahre lang wüten und wurde nur ertappt, weil er von seinem eigenen Muster abgewichen ist. Im Film wird die Flucht Lecters zwar groß in Szene gesetzt, jedoch bleibt unklar wie es gelingen konnte das Genie überhaupt zu überführen, während Kroll selbst als bereits überführter Mörder intelligenten „Experten“ (einem anderen Mörder im Knast) weiter nicht aufgefallen ist. Davon kann Lecter nur träumen. Kroll:Lecter, 1:0. Flucht vom Tatort: Krolls einfaches, aber wirkungsvolles Konzept, so schnell und unauffällig wie möglich verschwinden. Lecter tötet sein Opfer nicht nur, um diesem das Gesicht zu entfernen, sondern nimmt sich auch noch die Zeit den Toten in mehreren Metern Höhe aufzuhängen (wie auch immer ihm dies ohne fremde Hilfe gelungen ist). Ebenso unrealistisch ist, dass Lecter das Gesicht seines Opfers unbeschädigt mit einem handelsüblichen Messer entfernt, was selbst einem erfahrenen plastischen Chirurgen bestenfalls mit Skalpell und ausreichend Zeit gelingen würde. Auch wie geschickt er das Antlitz über seines legt, wäre für jeden Maskenbildner eine große Herausforderung. Und last but not least, ist Lecter ein wahrer Houdini, der mit gefesselten Händen, rücklings mit einem Stück Metall Handschellen schneller öffnet als ein Polizist mit Schlüssel. Und das alles unter Zeitdruck. Da aber beide bei mehreren Taten fliehen konnten, soll es nun Kroll:Lecter, 2:1 stehen. Reflektionsfähigkeit: Lecter, der geniale Psychoanalytiker, der in der Lage ist jeden verbal zu sezieren, schafft es im gesamten Film nicht ein einziges Mal seine Motivation zu erläutern, was bei seiner (auch) narzisstischen Art verwundert. Er könnte damit beeindrucken. Kroll hingegen hat dies wenigstens auf Nachfrage – wenn auch erfolglos – versucht. „Ich musste sie kaputtmachen“ und die Aussage, er könne dieses „komische Gefühl“ nicht erklären, drückt zumindest aus, dass er einen innerer Druck erkannte und er versuchte diesen zu ergründen. Lecter bekommt das nicht hin. 3:1 für Kroll. Ambivalentes Verhalten/ Impulskontrolle: Mal verharrt Lecter monatelang in der vollkommen leeren Zelle, was einen intelligenten Menschen wie ihn zermürben müsste. Er jedoch sitzt geduldig wartend und gepflegt in der Ecke herum. Dann jedoch flippt er bei diversen Taten völlig aus und reißt mit dem Mund große Stücke aus den Opfern, nur um sie dann in Drei-Sterne-Manier zu kochen. Kroll ist seinem Muster aber größtenteils treu geblieben. Da Kroll auf die Dauer des Zeitraums betrachtet „erfolgreicher“ war: 4:1 für Kroll. Quid pro quo: Lecter, der sein Gegenüber (Jodie Foster als Clarice) mit seiner quid-pro-quo-These beeindrucken will und auf strikter Einhaltung beharrt, weicht aber selbst davon ab. Geht man davon aus, dass quid-pro-quo auf den Austausch "gleiches mit gleichem zu belohnen" abzielt, so ist das Ergebnis für die  Kontrahenten alles andere als „gleich“. Während Lecter Clarice psychisch-verbal vergewaltigt und damit seine sadistischen Bedürfnisse befriedigt, legt Clarice regelmäßig einen Seelenstriptease hin und bekommt dafür – zwar messerscharfe - Analysen über den gesuchten Mörder, aber selbst das nutzt Lecter zur Bewässerung seines Narzissmus. Dann wiederum zeigt er sich betroffen als sein Zellennachbar Clarice mit seinem Sperma belästigt. Einem echten Psychopathen wäre das bestenfalls gleichgültig. Eher würde es ihn belustigen, da es Clarice unangenehm ist, aber wohl kaum würde es ihn empören. Dieser Austausch ist weit entfernt von quid-pro-quo. Kroll kommt aber auch zur Erfüllung seiner Wünsche. Er gibt sich damit zufrieden zu bekommen, wonach er sich immer schon sehnte. Zuwendung, Aufmerksamkeit, Gespräche ohne Vorwürfe (wenn auch nur von den Beamten vorgegaukelt). Endlich ist jemand „bei ihm“. Endlich! Somit gewinnen beide. 5:2 für Kroll.  Verhalten der Polizei (Buch vs. Film): Während die Vorgehensweise der echten Polizei - sofern im Buch korrekt dargestellt - doch recht sachlich war und auch der Autor, der auch Kriminalpolizist ist erkennen lässt, dass er sich daran ans Distanzprinzip hält, ist Clarice in "Schweigen der Lämmer" doch teilweise für den Polizeidienst ungeeignet. Zum Einen aufgrund ihrer großen Leidensbereitschaft (Gespräche mit Lecter), zum Anderen aufgrund der Risikobereitschaft (begibt sich ohne auf Verstärkung zu warten in das Haus eines Tatverdächtigen und bringt damit sich und das Entführungsopfer in Gefahr); alles zum "Wohle" des Opfers. Im Gesundheitswesen würde man das als übersteigertes Helfersyndrom bezeichnen.   Weitere Aspekte im Buch: Reiner Sturm (im Buch „Peter Windisch“ genannt) liefert einen hochinteressanten Aspekt. Auf Seite 51 des Buches berichtet der Autor kurz von einem Traum Windischs/ Sturms, indem u. a. die Begriffe: Baum, Apfel, Verfolger vorkamen. Wenn sich die Psyche und Abgründe eines Menschen irgendwo deutlich zeigen, dann in seinen Träumen. Wahrheitsgemäße Wiedergabe vorausgesetzt, bieten diese eine Spielwiese an Deutungsmöglichkeiten (die natürlich mit den vorliegenden Fakten abgeglichen werden müssen). Z. B. böten Baum und Apfel eine christliche Betrachtungsweise. Oder der Vater als doppelmoralischer Verfolger, der einerseits im echten Leben als Polizist für Gerechtigkeit steht, aber seinem Sohn gegenüber andere Regeln (Ungerechtigkeit) anwendet. Im Traum gelingt es Sturm/ Windisch dann die Umkehr der Gewalt gegen den Aggressor und zeigt damit wie Gewalt an Bedeutung gewinnt, zum Handlungskonzept wird. Träume: Ein weites Feld!   Oder der Täter (aus dem Buch), dessen Mutter ihn als Fünfjährigen an einem Bahnhof einfach aussetzte. Es gibt kaum etwas traumatischeres für ein Kind. Die genauen Motive der Mutter, einer einfachen Landarbeiterin wurden nie wirklich aufgeklärt, da sie sich Nachfragen immer entzog. Möglicherweise hat aber auch Geld eine Rolle gespielt, was sich vielleicht auch in den Taten des Sohns ausdrückt, die größtenteils im geschäftlichen Umgang mit Frauen stattfanden. Mal forderten diese zu viel, mal zahlten sie zu wenig. Das ist natürlich nur eine Theorie.   Der Autor berichtet auch kurz über eigene kleine Unsicherheiten z. B. beim Besuch von Peter Windisch (= Reiner Sturm) oder beim Erwidern eines Winkens einer Gefängnisinsassin. Das führt aber nicht dazu an der Kompetenz des Autors zu zweifeln, sondern im Gegenteil. Nur, wer in der Lage ist seine eigenen Emotionen und Affekte zu reflektieren, schafft es andere "zu öffnen" oder sich öffnen zu lassen. Vielleicht spüren die "gefühllosen Bestien" genau das und stehen ihm deshalb teilweise Rede und Antwort.   Fazit: Was das Buch vermittelt: Es wird auch die Mitverantwortung der Gesellschaft und was „Bestien“ zu „Bestien“ werden lässt kritisch hinterfragt. Eine (von sicher vielen) Antworten auf die Frage, wem die im Buch erwähnten "Bestien" wohl ähnlicher sind, Hannibal Lecter oder (vielen von) uns: Mit Lecter verbindet sie höchsten eines: das grauenvolle Ende der Opfer. Mit (vielen von) uns verbindet sie (außer den furchtbaren Taten) und möglicherweise organischen und genetischen Defekten - so zeigt das Buch - mehr. Und zwar die Erfahrung von Leid, Entbehrung, Ablehnung, fehlende Anerkennung, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Einsamkeit, das Vermissen von Menschen, die "bei ihnen" sind und sei es nur zum Skatspielen! Und was sie von uns unterscheidet: sie tun, was wir uns in unseren tiefsten Abgründen höchstens zu fantasieren wagen! Auch das macht die Faszination dieses Buches aus. Oft leugnen wir diese Abgründe in uns, um uns erhöhen zu können und sind gefesselt, wenn es einer dann doch wagt, nur um ihn (für unsere eigenen Fantasien??) bewerten zu können. Dennoch, der Vorrang der Opferrechte bleibt natürlich!

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  • Sehr informativ

    Das Hannibal-Syndrom

    xotil

    26. April 2018 um 11:25

    Das Hannibal-Syndrom von Stephan Harbort Stephan Harbort erfahrener Kriminalist und langjähriger Lehrbeauftragter für führende Serienmord -Experten ist der Autor dieses Werkes . Kein Buch für schwache Nerven, da in den einzelnen Kapiteln teilweise näher auf die abscheulichen Taten eingegangen wird . Der Autor stellt uns verschiedene arten von Serienmördern vor und geht auch immer wieder auf die Tat ein , auch persönliche Gespräche fanden mit den Tätern während der Forschungsarbeit statt, die wir nachlesen können . Der Autor hat 6 Jahre lang Forschungsarbeit hinter sich mit teilweise erschreckenden einblicken in Gerichtsakten und aussagen der Täter. Stephan Harbort , gibt uns Einblicke in das Wieso und warum . Es werden verschiedenen Fälle und Statistiken näher aufgeführt im Buch und auch das warum , wie haben hier als Leser einblick in seine Forschungsarbeit. Das Buch ist sehr informativ doch in keinster weise trocken , sondern lässt sich seht gut lesen ohne langweilig zu werden. Ein tolles Buch nicht nur für Kriminologen .

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  • Seitenzähler 2018

    LovelyBooks Spezial

    Nynaeve04

    Hallo zusammen! Es ist wieder soweit - ab sofort könnt ihr euch für den Seitenzähler 2018 anmelden.   Worum geht es?Im Allgemeinen geht es um die Auflistung der gelesenen Seiten pro Monat/Jahr. Ihr könnt euch dazu ein Ziel setzen wie viele Bücher und Seiten ihr im Jahr lesen möchtet. Ihr könnt aber auch einfach so ohne Ziel mitmachen. Wie funktioniert es?1. Erstellt einen Kommentar, dann kann ich euch hier verlinken. In diesem Kommentar zählt ihr eure Seiten und Bücher. Bitte zählt in jedem Monat selbst eure Gesamtzahl an gelesenen Büchern und Seiten zusammen. Dies könnt ihr bspw. nach folgendem Muster tun: Januar x Bücher - x gelesene Seiten Februar x Bücher - x gelesene Seiten usw. Gesamt: x Bücher - x gelesene Seiten 2. Wer zwei Monate lang seinen Beitrag nicht aktualisiert hat, scheidet aus. Über diesen Startbeitrag erfahrt ihr, wenn ihr gefährdet sein solltet. 3. Bitte tragt eure Aktualisierung immer bis zum 05. des neuen Monats ein. Ich werde dann in den Tagen danach die Aktualisierung im Startbeitrag vornehmen - allerdings nur einmal im Monat. Wenn ihr also erst nach dem 05. des neuen Monats euren Sammelbeitrag aktualisiert und ich bin schon fertig mit der Aktualisierung des Startbeitrags, dann werde ich euch erst bei der nächsten Aktualisierung einen Monat später berücksichtigen. Es gibt keine Rezensionspflicht! Listet bitte nicht in euren Sammelbeiträgen die Bücher auf, das wird sonst für mich zu unübersichtlich - ich will in euren Sammelbeiträgen im Prinzip nur die Zahlen pro Monat sehen. Wenn ihr euch an eure gelesenen Bücher erinnern wollt, dann könnt ihr gerne die Bücher über die Büroklammer anhängen und ihr dürft gerne, wenn ihr es wollt die Rezensionen einfach so posten - ist aber keine Pflicht! Ein Einsteigen nach dem 01.01.2018 ist jederzeit möglich. Falls ihr später einsteigt, schickt mir bitte den Link zu eurem Sammelbeitrag per PN zu, damit er hier nicht untergeht. Danke! :) Falls ihr Fragen habt, dürft ihr euch gerne an mich wenden. Ich wünsche euch viel Spaß dabei! Teilnehmer: -favbooks-, Ziel 50 Bücher/20.000 Seiten --> 3 Bücher/ 1.367 Seiten 0Soraya0, Ziel 100 Bücher/25.000 Seiten  --> 51 Bücher/12.068 Seiten AberRush, Ziel 90 Bücher/35.000 Seiten --> 19Bücher/8.437 Seiten adventurously, Ziel 40 Bücher/16.000 Seiten --> 14 Bücher/4.579 Seiten Aleetaya, Ziel 24 Bücher/12.000 Seiten --> 7 Bücher/3.278 Seiten Aleida, Ziel 70 Bücher --> 20 Bücher/9.065 Seiten AmberStClaire --> 29 Bücher/8.361 Seiten ANATAL, Ziel 55 Bücher/20.000 Seiten --> 18 Bücher/9.434 Seiten andreina, Ziel 100 Bücher/25.000 Seiten --> 34 Bücher/6.337 Seiten AnneMayaJannika, Ziel 80 Bücher/16.000 Seiten --> 26 Bücher/6.713 Seiten Annika_70, Ziel 60 Bücher --> 18 Bücher/7.482 Seiten Buchgespenst, Ziel 250 Bücher/100.000 Seiten  --> 106 Bücher/30.680 Seiten ChattysBuecherblog, Ziel 60 Bücher  --> 35 Bücher/12.943 Seiten Chrisi3006, Ziel 52 Bücher/15.600 Seiten  --> 37 Bücher/14.464 Seiten Constanze_K, Ziel 10.000 Seiten  --> 11 Bücher/3.573 Seiten Daniliesing  --> 5 Bücher/1.805 Seiten Darcy, Ziel 25 Bücher/10.000 Seiten  --> 3 Bücher/2.368 Seiten Darkmoon81, Ziel 75 Bücher  --> 24 Bücher/9.827 Seiten Denise7xy, Ziel 50 Bücher/20.000 Seiten  --> 19 Bücher/7.603 Seiten DianaE, Ziel 120 Bücher/50.000 Seiten  --> 80 Bücher/28.621 Seiten diebuchrezension, Ziel 50 Bücher/15.000 Seiten  --> 26 Bücher/7.815 Seiten dieschmitt, Ziel 52 Bücher  --> 47 Bücher/10.084 Seiten Elfeliya, Ziel 24 Bücher/3650 Seiten  --> 9 Bücher/3.077 Seiten evan, Ziel 40 Bücher  --> 23 Bücher/8.410 Seiten faanie, Ziel 80 Bücher  --> 40 Bücher/18.173 Seiten FantasyBookFreak, Ziel 60 Bücher/20.000 Seiten  --> 15 Bücher/4.737 Seiten FrauAragon, Ziel 150 Bücher/50.000 Seiten  --> 3 Bücher/1.153 Seiten Frenx51, Ziel 50 Bücher  --> 11 Bücher/3.482 Seiten glanzente, Ziel 70 Bücher/14.000 Seiten  --> 13 Bücher/4.430 Seiten Hortensia13, Ziel 100 Bücher/30.000 Seiten --> 25 Bücher/10.013 Seiten ioreth, Ziel 50 Bücher/30.000 Seiten  --> 12 Bücher/5.247 Seiten janaka, Ziel 130 Bücher/42.000 Seiten  --> 22 Bücher/6.895 Seiten Jassi1993, Ziel 80 Bücher  --> 29 Bücher/7.959 Seiten jenvo82, Ziel 80 Bücher  --> 25 Bücher9.718 Seiten Julchen77, Ziel 45 Bücher/15.000 Seiten --> 17 Bücher/5.492 Seiten Katinka17  --> 7 Bücher/2.924Seiten kattii  --> 8 Bücher/2.222 Seiten Keksisbaby, Ziel 100 Bücher   --> 37 Bücher/12.869 Seiten Kirschbluetensommer, Ziel 50 Bücher  --> 16 Bücher/8.398 Seiten kleinechaotin, Ziel 60 Bücher/15.000 Seiten  --> 19 Bücher/5.949 Seiten kleine_welle, Ziel 70 Bücher/25.000 Seiten  --> 27 Bücher/11.076 Seiten Kuhni77, Ziel 100 Bücher  --> 14 Bücher/3.836 Seiten LadySamira091062, Ziel 210 Bücher/156.000 Seiten  --> 58 Bücher/21.158 Seiten Larii-Mausi, Ziel 100 Bücher/20.000 Seiten  --> 15 Bücher/4.535 Seiten lieblingsleben, Ziel 30 Bücher  --> 12 Bücher/3.962 Seiten LindyBooks  --> 9 Bücher/3.968 Seiten littlesparrow  --> 9 Bücher/2.532 Seiten mabuerele, Ziel 300 Bücher/90.000 Seiten  --> 113 Bücher/31.012 Seiten Maddinliest, Ziel 120 Bücher/45.000 Seiten  --> 49 Bücher/16.786 Seiten Marvey, Ziel 45 Bücher  --> 19 Bücher/8.456 Seiten Meeko81, Ziel 52 Bücher/18.200 Seiten  --> 9 Bücher/3.884 Seiten MiniMixi,   --> 11 Bücher/4.521 Seiten Monice, Ziel 60 Bücher/20.000 Seiten  --> 16 Bücher/6.619 Seiten Musikpferd, Ziel 50 Bücher/10.000 Seiten --> 43 Bücher/6.308 Seiten Nannidel, Ziel 50 Bücher/10.000 Seiten --> 8 Bücher/2.314 Seiten niknak  --> 36 Bücher/11.831 Seiten Nynaeve04, Ziel 80 Bücher/35.000 Seiten  --> 35 Bücher/12.813 Seiten pinucchia, Ziel 57 Bücher/24.000 Seiten  --> 13 Bücher/4.734 Seiten QueenSize, Ziel 80 Bücher  --> 25 Bücher/8.886 Seiten Ro_Ke, Ziel 250 Bücher/80.000 Seiten   --> 148 Bücher/67.964 Seiten sansol, Ziel 150 Bücher  --> 33 Bücher/10.219 Seiten ScheckTina, Ziel 100 Bücher/16.000 Seiten  --> 61 Bücher/19.841 Seiten Steph86, Ziel 120 Bücher, 30.000 Seiten  --> 45 Bücher/9.116 Seiten SomeBody  --> 23 Bücher/8.193 Seiten Sportloewe, Ziel 50 Bücher/4.500 Seiten --> 17 Bücher/1.222 Seiten suggar, Ziel 110 Bücher/36.000 Seiten  --> 42 Bücher/13.458 Seiten sunlight, Ziel 150 Bücher/40.000 Seiten  --> 42 Bücher/11.215 Seiten Sutchy, Ziel 100 Bücher  --> 72 Bücher/21.945 Seiten Wuschel  --> 39 Bücher/13.033 Seiten Yolande, Ziel 90 Bücher/40.000 Seiten  --> 23 Bücher/11.814 Seiten zessi79  --> 14 Bücher/3.745 Seiten Gesamt: 2.012 Bücher/676.515 Seiten

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    • 236
  • Serienmörder, wie Du & Ich...

    Das Hannibal-Syndrom

    Caesia

    10. October 2017 um 19:14

    In "Das Hannibalsyndrom" berichtet Stephan Harbort (Kriminalist und Deutschlands führender Serienmord - Experte, gefragter Berater für TV - Dokumentationen und Krimiserien) sehr umfassend über das Thema Serienmörder. Im Vorwort erklärt Professor Dr David Canter (Direktor des Zentrums für Ermittlungspsychologie an der Universität Liverpool) sehr interessant den "Hollywood - Effelkt", was am "Phänomen Serienmörder" fasziniert und macht bewußt, daß es augenscheinlich normale Menschen waren, die diese, oftmals grausam und unmenschlich anmutenden, Verbrechen begangen haben.Stephan Harbort hat zahlreiche Serienmörder befragt, ihre Fälle ausgewertet und macht die oft erheblichen Unterschiede deutlich, die zwischen den Tätern bestehen. Er vermeidet Klischees und liefert verschiedene Erklärungsansätze für die sehr unterschiedlichen Taten.Gleichwohl sollte der geneigte Leser bedenken, daß dieses Buch nichts für zartbesaitete Gemüter ist, denn in aller Deutlichkeit werden die, teilweise an Schlachtungen erinnernde, grausamen Tathandlungssequenzen beschrieben.Überraschend ehrlich beschreibt Stephan Harbort dabei sein eigenes Innen- und Erleben, wenn er z.B. zu einem Interview - Termin in einem Gefängnis mit einem verurteilten Mörder fährt. Auch dies mag faszinieren, macht den Autor zugleich sympathisch und deckt die menschliche Seite in dem, trotz allem zu jedem Zeitpunkt professionellen, Profiler auf. Im letzten Kapitel "Morde, die jeder begeht" macht Stephan Harbort einmal mehr deutlich, daß jeder Serienmörder in erster Linie ein Mensch, wie "Du & Ich" ist und wir die Schuldigen nicht nur moralisch verdammen und juristisch verurteilen sollten, sondern auch die Ursachen erkennen und besser noch anerkennen sollten. "Denn bevor die Serienmörder losziehen und über ihre Opfer herfallen, sind sie selbst Opfer gewesen - viele Male; überwiegend in der eigenen Familie."Erschreckend deutlich zeigt Stephan Harbort auf, daß Serienmörder gut in unsere Zeit passen und läßt uns schließlich mit der Frage zurück, ob wir daraus lernen...Wieder einmal genau recherchiert und analysiert, dabei jederzeit verständlich und brilliant erzählt - lädt Stephan Harbort dazu ein, einen Blick hinter das Phänomen Serienmörder zu werfen. 

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  • Auch Serienmörder sind Menschen. Nur eben keine "normale Menschen" wie wir.

    Das Hannibal-Syndrom

    RalfEbersoldt

    29. September 2017 um 07:28

    Wir alle kennen die fiktive Filmfigur Dr. Hannibal Lecter , die viele fasziniert. Auch die Rolle der FBI-Agentin im Film fasziniert viele. Wenn Medien einen Artikel über einen gefassten Serienmörder veröffentlichen, steht zum Beispiel im Artikel “Er galt als höflich, freundlich, und umgänglich“ oder auch “Seine Nachbarn beschreiben ihn als häufig ungepflegt, und er hatte wenige bis keine soziale Kontakte“. Manche der Festgenommenen sind Gelegenheitsjobber, manch andere sind gebildet, Familienväter, gut situiert, haben einen guten Ruf, und arbeiten seit Jahren im selben Betrieb. Wie auch bei den Opfern sind auch die Berufe der Serienmörder in allen Breiten und Graden vertreten: vom einfachen Arbeiter bis hin zum Krankenpfleger, Polizeibeamte oder Mediziner – jede Berufsgruppe war schon mal dabei. Man fragt sich, wie man ein Buch über Serienmörder schreiben könnte?! Schreibt man eventuell einen Roman, in dem der Serienmörder aus verschmähter Liebe den Verstand verliert und deshalb zum Serienmörder wird? Oder schreibt man einen Ratgeber à la “Vor diesen und solchen Menschen sollte man sich schützen“? oder etwa – im Sinne des modernen Immer-Einfacher-Werdens – einen Ratgeber namens “Soziopathie für Dummies“? Letztere beide Möglichkeiten würden meiner Ansicht nach sowohl Täter als auch Opfer als auch Angehörige jeglicher Art verspotten, dafür ist die Thematik zu ernst.   Stephan Harbort, 1964 in Düsseldorf geboren, ist deutscher Kriminalist und international anerkannter Fallanalytiker, der die Bezeichnung Serienmörder entscheidend mitgeprägt hat. Man kennt ihn auch als Fall-Kommentator diverser Fernsehsendungen. Für seine Bücher hat er insgesamt mehr als 35.000 Seiten an Tatortbefund- und Obduktionsberichte, Vernehmungsprotokolle, psychologische und psychiatrische Gutachten, Anklageschriften, Gerichtsurteile ausgewertet sowie hunderte Interviews mit deutschen Serienmördern geführt. In seinem Buch “Das HANNIBAL-Syndrom“ lässt er die Leser nicht lange zappeln, sondern beginnt mit Fakten.   Zwei Zitate aus dem Vorwort:   "Aus diesem Hollywood-Effekt - subjektiven Eindrücken und deren dramatischer Ausgestaltung wird unangebracht Gültigkeit zugeschrieben - ist eine Vielzahl von Aussagen über Serienmörder hervorgegangen, von denen wenige näherer wissenschaftlicher Betrachtung standhalten. So sollen Serienmörder zum Beispiel deutlich intelligent sein, und es soll sich bei ihnen niemals um Amerikaner afrikanischer Abstammung handeln." "Serienmörder greifen, so wird behauptet, nur solche Opfer an, die dieselbe ethnische Zugehörigkeit haben wie sie selbst, und in ihren Taten glaubt man stets das Vorhandensein einer starken sexuellen Komponente zu erkennen." (Zitatende)   Gleich das erste Kapitel beginnt der mit Protokollen des Falls Gerhard Bold, der während der 1970er Jahre binnen neun Wochen eine 15-jährige und weiter drei Frauen zwischen 24 und 52 Jahren zu Tode gewürgt hatte. Eine Verurteilung wegen vierfachen Mordes war im sicher. Dem Motiv des Frauenhasses und der sadistischen Freude am Töten wollte das Schwurgericht im Jahr 1973 allerdings nicht zustimmen. Begründung (Zitat): “Gerhard Bold hat nicht schuldhaft gehandelt. Seine Persönlichkeit ist infolge des frühkindlichen Hirnschadens und der fehlgeleitenden Sozialisation hochgradig gestört. Seine charakterliche Abnormität hat in den Belastungssituationen, die jeweils unmittelbar vor den Taten aufgetreten waren, bei ihm zu Zuständen geführt, die einer krankhaften Störung der Geistestätigkeit gleichzusetzen sind. (…) Die aus dem Angeklagten herauszubrechende Aggressivität, der Sturm des Vernichtungswillens überrannten gleichsam sein nur rudimentär vorhandenes Gewissen. Er war nicht mehr in der Lage, diese eruptiven Ausbrüche zu kontrollieren. (…) Er musste deshalb wegen fehlender Schuld freigesprochen werden. (…) Die Unterbringung des Angeklagten in einer Heil- und Pflegeanstalt wird angeordnet.“ (Zitatende) >>Wenn man mich raus lässt, bin ich sicher, dass ich wieder eine Frau töten würde.<<, so Bold während des Interviews. Nach 15 Jahren Unterbringung in psychiatrischen Einrichtungen hatten insgesamt 17 Therapeuten mit ihm und an ihm gearbeitet. Und er mit ihnen: im April 1988 war ihm zum wiederholten Male Urlaub bewilligt worden, diesmal sogar ohne Begleitung. In der Begründung galt er als höflich, diszipliniert, kontaktfähig, intelligent, und es habe eine erfolgreiche Therapie stattgefunden mit Stärkung des Selbstwertgefühls, Verbesserung der Impulskontrolle, Fortschritten im wahrnehmen und Äußern von Gefühlen, Abbau aggressiver Tendenzen gegenüber Frauen, realitätsadäquater Einstellung gegenüber seiner Person und seiner Situation. Noch im April 1988 wollte Bold seine Eltern besuchen. Früh morgens stieg er mit zwei Koffern ausgestattet den Zug, in einem der Koffer hatte er ein Bowie-Messer. Im Zug lauerte er einer 46-jährigen Frau auf. Als sie gerade aus der Toilette kam, ging er auf sie zu, drängte sie zurück in den Waschraum und stach mehrfach auf sie ein. Andere Reisende hörten den Vorfall. Die Frau wurde blutüberströmt in ein Abteil gebracht und versorgt, während die Polizei verständigt und Bold verhaftet wurde. Nach Harbort sind am Verlauf einer mörderischen Karriere viele Menschen beteiligt  – auf die eine oder andere Weise. (Zitat): “Auf die moralische Anklagebank gehört auch das soziale Umfeld der Täter. Solange wir Ursache und Wirkung dieses Gewaltphänomens nicht verstehen wollen, wir uns weigern, auf menschliche Unzulänglichkeiten rechtzeitig und folgerichtig zu reagieren, bringen wir uns in Gefahr – in tödliche Gefahr. Ganz nebenbei begehen wir auch noch moralisches Harakiri. Auch der grausamste Verbrecher hat ein Recht darauf, dass Menschen da sind, die versuchen, ihn zu verstehen. Um solche Menschen zu begreifen, müssen wir in die dunkelsten Gefilde der menschlichen Seele vorstoßen. Das bedeutet emotionale Schwerstarbeit. Das kann nicht jeder, das möchte nicht jeder. Versuchen wir uns dennoch diesen Menschen zu nähern, ihre Taten zu deuten.“ (Zitatende) Stephan Harbort unterscheidet Serienmörder in verschiedene Kategorien: Vom Serienraubmörder bis hin zum Seriensexualmörder. Auch ist seiner Ansicht nach jeder Serienmörder unterschiedlich einzustufen, weil das jeweilige Motiv ebenso unterschiedlich ist – wenngleich sich die Kindheitserfahrungen der Täter oft ähneln.  Außerdem ist nicht jeder Serienmörder ist gleichzeitig auch ein Sexualmörder. Im Zusammenhang der Definition eines Serienmörders aus der Ansicht des FBI berichtigt Harbort, dass tatsächlich in Deutschland nach Ende des Zweiten Weltkriegs lediglich durch 25 Serientäter (40,1 Prozent aller verurteilten Täter) Sexualmorde verübt wurden. “Davon entsprachen sogar nur 22,9 Prozent dem stereotypischen Persönlichkeits- und Verhaltensprofil des >>echten<< Triebtäters.“ (Zitatende).  Gerne ein paar weitere Fakten in Form von Zahlen aus dem Buch. “Während das National Center oft he Analysis of Violent Crime (NCAVC) für den Zeitraum von Januar 1977 bis April 1992 insgesamt 331 Serienmörder zählte, was in den USA etwa 1 bis 2 Prozent aller Tötungsdelikte ausmacht, wurden in Deutschland (ausgenommen DDR) zwischen 1945 und 2000 67 Männer und acht Frauen verurteilt, die für 421 Tötungsdelikte verantwortlich gemacht werden konnten. Mindestens 22 Mordserien (83 Opfer) blieben ungeklärt, in diesen Fällen konnte kein Tatverdächtigter ausfindig gemacht werden oder es erfolgte keine Verurteilung. Darüber hinaus standen mindestens 20 Männer unter dem dringenden Tatverdacht, mindestens 3 Opfer getötet zu haben, konnten aber lediglich wegen höchstens zweier Morde verurteilt werden.  Nicht übersehen werden dürfen weitere 91 Täter, die wegen zweifachen Raub- und/oder Sexualmords und weiterer versuchter Tötungsdelikte abgeurteilt wurden und aufgrund ihrer vielfach pathologischen Motivations- und Persönlichkeitsstruktur, ihrer speziellen Opferauswahl (regelmäßig keine Vorbeziehung) und der gerichtlicherseits angenommenen >>erheblichen Rückfallgefahr<< als potentielle beziehungsweise verhinderte Serienmörder einzustufen sind. Zudem ließ das mörderische Credo der Täter keine Zweifel aufkommen: >>Ich hätte weitergemacht<<, >>Das wäre eine Lawine geworden.<< Oder: >>Lasst mich bloß nicht raus!<<“ (Zitatende) Im Falle der Darlegung wissenschaftlicher Fakten gebraucht Harbort zum Teil auch Fachausdrücke, die vielleicht nicht jeder versteht (könnte man aber nachlesen!). Im Zusammenhang mit Interviews mit Serientätern unterschiedlichster Art schreibt er jedoch einfach und verständlich, also menschlich, und lässt uns sogar an seinem Gefühlsleben und an seinen Gedanken teilhaben. Auch einem erfahrenen Kriminalisten wie Stephan Harbort fällt es nicht immer leicht, in diese dunkelsten Winkel verrotteter Seelen einzudringen. Es hat ihm – wie es selbst schreibt – auch missfallen, diese Berichte der teils ekelhaften Taten zu lesen, manchmal ist er beim Lesen auch wütend geworden. Insbesondere hat ihn mitgenommen, wenn die Mordopfer entweder sehr jung waren (bei 3 Monaten jung angefangen) bis hin zur 91-jährigen Dame. Auch die Geschichten der Hinterbliebenen wie Eltern, Ehepartner, Freunde, Bekannte und Verwandte sind nicht spurlos an ihm vorbeigegangen. Denn wie jeder “ normale Mensch“ sind auch Kriminalbeamte Menschen, und Menschen fühlen nicht nur, sie fühlen mit anderen mit, sie können sich gedanklich wie emotional in andere reinversetzen. Man nennt das auch Empathie.  Bei Serienmördern ist das Entscheiden nach Moral und Ethik eben nicht möglich, sie sind unterentwickelt. Manche sind geistig “normal“, wie jeder von uns, aber alle Serienmörder sind emotional unterentwickelt. Ein Absatz, der mich persönlich ebenfalls beeindruckt hat: “Möglicherweise unternahm (…, Name eines Serienmörders im Hochsicherheitstrakt, im Interview genannt) aber auch den Versuch, seine Taten auf diese Weise vor sich selbst zu rechtfertigen. Auch unter diesem Aspekt ist vielen Serienmördern eines gemein: Sie können ihre Taten lediglich beschreiben, aber nicht erklären.“ (Zitatende) Die Frage >>Was hast du dir dabei nur gedacht?!<< wird von manchen Kindern mit einem Schulterzucken oder von manchen Erwachsenen mit einem “Keine Ahnung…?!“ beantwortet. Kommt bekannt vor? Nicht weiter tragisch, wenn es um belanglose Entscheidungen geht, finde ich. Manchmal entscheidet man eben nach dem Kopfkino, manchmal widerum nach dem Bauchgefühl. Spätestens aber bei Entscheidungen, die andere eventuell beeinträchtigen könn(t)en, egal in welcher Form, sollte doch jeder “normal entwickelte Mensch“ (mit Verlaub: jeder Mensch in seiner Weise individuell) in der Lage sein, nach bestem Gewissen und nach Moral und Ethik gehandelt zu haben. Tief in uns drin steckt allerdings immer noch ein Tier, das auch jederzeit abgerufen werden könnte – bei dem einen minder, beim anderen leichter, also kann jeder Mensch zum Töten animiert werden, Ergo: zum Mörder werden, wenngleich nicht automatisch zum Serienmörder. Soziopathen können zwar emotional nicht oder nur eingeschränkt nachempfinden, was ihre Opfer fühlen. Allerdings ge- und missbrauchen sie die Gefühle der Opfer als Mittel zum eigenen Zweck, um Lücken zu finden, um ihnen Schaden zuzufügen, sie haben also ihre Opfer “studiert“. Deshalb werden manche Soziopathen als “sehr freundlich und charmant“ beschrieben, handeln aber auch manipulativ und können sehr gut lügen. Außerdem zeigen sie irgendwann im Verlauf ihrer Taten absichtlich auch Änderungen auf, um zum Beispiel der Justiz, den Medien und der Gesellschaft aufzuzeigen, dass andere viel dümmer sind als sie selbst. Psychopathen interessieren sich gar nicht erst für die Emotionen anderer, machen im wahrsten Sinne des Wortes “ihr eigenes Ding“ – und (ge-)brauchen lediglich den Körper des Opfers/der Opfer, den sie widerum als Spiegelbild ihrer Seele missbrauchen (zum Beispiel bei der Form des Tötens und/oder darin, was danach “geschieht“). Zum Beispiel durch das Ausweiden eines toten Körpers (und anderen Abartigkeiten) reden Psychopathen sich ein, etwas “ganz Besonderes“ getan zu haben, was zuvor noch niemand getan hat, was ja – so gesehen(!) – auch stimmt. An ihrer Argumentation erkennt man die einfache und rationale Denkweise, zum Beispiel in Aussagen wie >>Ich bin nicht krank, habe ja keinen Schnupfen, oder sowas.<< Reflexion ist also nicht möglich, nicht machbar, weil entweder während der Kindheit verlernt oder erst gar nicht beigebracht bekommen, weil sie selber – auf unterschiedliche Weise – missbraucht worden sind.   Wer “Das HANNIBAL-Syndrom“ gelesen hat, wird endgültig verstehen.     Mit besten Empfehlungen Ralf Ebersoldt

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  • hannibal

    Das Hannibal-Syndrom

    wildfire

    07. September 2017 um 16:56

    nach anfänglichen startschwierigkeiten beim lesen wg der vielen Fachbegriffe,hat sich das buch zu einem spannenden Lesestoff entwickelt. mit dem buch werden die verschiedensten serienmordtäter beschrieben und deren Werdegang bis zum ersten delikt analysiert. ein kapitel (das 12) hat bei mir allerdings einen Reflex hervorgerufen den ich hier nicht beschreiben möchte. um was es in diesem kapitel geht,muß jeder Leser für sich herausfinden. auch sollte man sich das nicht übertitelte schlußwort auf seite 329-335 durchlesen und sich seine eigenen Gedanken darüber machen.

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  • Erschreckend, aber wahr

    Das Hannibal-Syndrom

    MissNorge

    05. August 2017 um 09:54

    Kurz zum Inhalt(lt. Verlagsseite)Dank Hollywood gilt Hannibal Lecter als Inbegriff des infernalischen Serienmörders. Doch wer sind diese Täter in der Wirklichkeit? Der Kriminalexperte Stephan Harbort hat zahlreiche von ihnen in ihren Hochsicherheitszellen besucht und interviewt, um Motivation, Tathergang und Täterprofil zu erforschen. Er befasste sich mit allen 75 deutschen Serienmördern seit 1945 – eine aufschlussreiche und schockierende Dokumentation, aus der man viel über die Psyche solcher Täter erfährt.Meine MeinungWer sich für das Phänomen "Serienkiller" interessiert sollte sich dieses Buch, von Deutschlands bekanntestem Serienkiller-Experten Stephan Harbort, nicht entgehen lassen.Wieder einmal beweist er, das sich keiner so genau und detailliert mit den Fällen und den Personen dahinter befassen kann wie er. Nicht übertrieben, sondern mit einem knallharten, sachlich spannenden und realistischen Blick. Verständlich und ohne viele Fachbegriffe kann man die 15 Kapitel lesen und erlebt dabei immer wieder das man fassungslos den Kopf schüttelt, wie es jemals mit einem Menschen soweit kommen konnte, um diese Taten zu begehen? Man bekommt Einblicke in die Vergangenheit und die Schicksale des Täters und erahnt in etwa welche Punkte in seinem Leben die Auslöser gewesen sein könnten. Eine informative, glaubwürdige und schockierende Doku über das Phänomen Serienkiller. Man merkt auf jeder Seite des Buches, das Stephan Harbort haargenau weiß, worüber er hier schreibt. FazitAls LeserIn bleibt man, nach der letzten Seite des Buches, mit einem Gefühl zurück das Trauer, Wut und Fassungslosigkeit vereint. Wie kann ein Mensch einem Anderen so etwas schreckliches antun? Diese Frage wird wohl ein Leben lang immer wieder gestellt werden.

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  • Das Hannibal-Syndrom: Phänomen Serienmord

    Das Hannibal-Syndrom

    Shorty2017

    17. July 2017 um 14:49

    Das Buch ist lesenswert, kann ich nur empfehlen. Wenn man einmal anfängt kann man nicht mehr aufhören. Dieses Buch ist ein Muß für jeden, der sich für die Thematik "Serienmörder" interessiert.

     

     

     

     

  • Sachlich und erschreckend zugleich

    Das Hannibal-Syndrom

    SimoneWeber

    03. July 2017 um 14:50

    Ein Buch für jeden, der an dem Thema Serienmörder interessiert ist. Es behandelt nicht nur trockene Zahlen ab, sondern gewährt auch Einblicke in die Hintergründe der Täter und deren Lebensgeschichten.

  • Der Mittagsmörder von Nürnberg

    Das Hannibal-Syndrom

    evafl

    03. July 2017 um 13:22

    Serienmörder – ein großes Wort, doch was steckt genau dahinter, wer sind die Täter und wie sind sie? Im Buch schreibt Stephan Harbort über alle 75 deutschen Serienmörder seit 1945 und erläutert, was die Motivation für die verschiedenen Taten war, den Tathergang und über den Täter.Über Kriminalfälle lese ich ja immer wieder „gerne“ etwas. Das Thema generell finde ich interessant, vor allem eben die Einblicke, die man hier manchmal auch erhält, wenn es um die näheren Umstände des Todes geht.Vom Phänomen des Serienmord hatte ich auch hin und wieder schon etwas gehört, jedoch fand ich es nun spannend das Thema mal etwas zu vertiefen. Im Buch wird über die verschiedensten Fälle berichtet, da gibt es Mörder, die im Wald mit der Pistole schießen, sich durchaus willkürlich ihr Opfer suchen, dann aber auch Täter, die aus reinem persönlichen Frust handeln. Im Buch werden die unterschiedlichsten Fälle erläutert und auch aus psychologischer Sicht näher betrachtet und erklärt.Die Schilderungen waren für mich gut verständlich, die Sprache ist nicht großartig kompliziert, es ist aber auf keinen Fall ein Buch, das man einfach mal eben so liest. Man sollte sich hier schon Zeit dafür nehmen, eine leichte Lektüre sieht anders aus. Oftmals kommen auch Fachbegriffe zum Einsatz, wobei diese nachvollziehbar sind.Nicht so gut gefallen hat mir teilweise die Art und Weise wie hier manches erläutert wird. Für mich war es einfach zu tiefgehend, ich bin dann wohl eher der Fan einer nur oberflächlichen Antwort bzw. muss nicht alles genau hinterfragt wissen. Mir war hier manche Schilderung einfach ein wenig zu ausführlich, zu langwierig.Alles in allem ist „Das Hannibal-Syndrom“ ein wirklich spannendes und informatives Buch über die verschiedenen Serienmörder, das fachlich super gut recherchiert ist, man merkt hier, wie man sich definitiv Zeit genommen und Mühe gemacht hat. Die Fälle sind soweit verständlich geschildert und geschrieben, jedoch ist es nicht unbedingt eine Lektüre, die man mal eben so verschlingen sollte, man sollte dem ganzen schon Aufmerksamkeit widmen. Ich habe das Buch manchmal für ein bißchen zu ausführlich empfunden, es geht mir manchmal zu sehr in die Tiefe, psychologisches Wissen, das ich nicht unbedingt für mich als nötig ansehe. Ansonsten wurde ich aber wirklich spannend unterhalten.Von mir gibt es 4 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

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  • Keine leichte Kost

    Das Hannibal-Syndrom

    Silke_Wendt

    17. May 2017 um 01:50

    Dieses Buch beschert ein Gefühlschaos, was man sich nicht entgehen lassen sollte,wenn man sich für die Thematik Serienmörder interessiert, man schon immer hinter die Kulissen von Kriminalisten schauen wollte, ohne den reißerischen Hollywood Glamour und wenn man mehr als nur den Mörder und seine Taten sehen möchte.Ich wollte schon immer verstehen, warum ein Mörder mordet, was treibt ihn an, gibt es aus medizinischer Sicht Hinweise, wie ist er zu dem geworden, was er nun ist und vor allem, was sagt er selbst von sich nach seinen Taten, welche Rechtfertigung hat er ?Diese und viele andere Fragen gingen mir so oft nach Nachrichtensendung, nach Fernsehserien wie zum Beispiel „Medical Detectives“, „Autopsie – Mysteriöse Todesfälle“ usw. durch den Kopf.Das Buch „Das Hannibal-Syndrom“ von Stephan Harbort, löste bei mir nicht nur Faszination, furchtbares Entsetzen, Spannung und Traurigkeit aus, dieses Buch kam meinen gesuchten Antworten ein sehr großes Stück näher.Stephan Harbort ist ein sehr erfahrener Kriminalist und führender Serienmord-Experte. Er nimmt uns Leser in seinem Buch mit auf die Reise, in die tiefen Abgründe der deutschen Serienmörder. Fasziniert war ich vom schnörkellosen Schreibstil, sachlich, spannend und auch gut verständlich für Laien, erzählt Stephan Harbort von seiner Arbeit. Aus der Ich-Perspektive lässt er uns teilhaben an den Geschehnissen und Analysen, die in keiner Serie, in keinen Nachrichtensendungen erörtert werden. Er nimmt uns Leser nicht nur zu Interviews mit den Tätern mit, sondern lässt uns durch die Psychologische Aufarbeitung in die Köpfe der Serienmörder schauen. Stephan Harbort beleuchtet das ganze Leben, sieht den Serienmörder als Mensch und erwischte mich dadurch oftmals eiskalt, nicht nur, als ich die detailgetreuen Erläuterungen vom Täter selbst erzählt bekam, sondern auch als das Leben, der Weg, erörtert wurde, den so manch ein Täter von klein an gehen musste.Ich hätte nie gedacht, wie vielschichtig das Thema Serienmörder ist, was es für zahlreich Unterschiede auch zwischen den Tätern gibt und wie viele verschiedene Motive tatsächlich vorhanden sind.Ich muss zugeben, dass mir ab und zu nicht nur die Opfer furchtbar leid tun, oftmals lässt mich auch das gesamte Schicksal eines Mörders, traurig und ratlos zurück. Ich vermute, dass dies auch etwas ist, was Stephan Harbort mit seinem Buch erreichen möchte, dass wir Leser nicht nur die Serienmörder sehen, sondern auch den Menschen hinter seinen grausamen Taten. Ich finde, das ist Stephan Harbort exzellent gelungen, ein großes Dankeschön, auch für das signierte Exemplar, was mich ganz besonders freut !!!Ich werde dieses Buch wohl nie vergessen können, was ich vielleicht auch gar nicht will, da es wahnsinnig spannend und komplex ist und mich sehr tief in eine Welt hat schauen lassen, die ich sonst nur von ganz weit weg kenne .. Gott sei Dank !!!

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  • Hier schreibt die Realität!

    Das Hannibal-Syndrom

    Buecherseele79

    16. May 2017 um 16:52

    Serienmörder- man liest und sieht sie überall, egal ob man ihnen Serien widmet, Kinofilme und Krimis im Fernseh, Büchern, Fachzeitschriften und auch wenn sie grausame, bestialische Monster für uns sind, so ziehen sie uns magisch an.Wie wird man zum Serienmörder, woran kann man sie "erkennen"?Kann man sie überhaupt "erkennen"?Gibt es medizinische Merkmale die man als "Leitfaden" nutzen kann?Wie sieht die Zeit nach der Verurteilung aus?Wie sehen sich Serienmörder selbst- als schuldig oder unschuldig?Setzen sie sich mit ihren Taten auseinander?Wie konnte es soweit kommen dass Menschen, hauptsächlich Männer, "austicken" und grausame Morde begehen?In diesem Buch setzt sich der Autor Stephan Harbort mit den grössten Serienmördern der deutschen Nachkriegszeit auseinander und es ist manchmal schwer vorstellbar dass die Realität sich so zugetragen hat.Für zarte Seelen ist dieses Buch auf keinen Fall etwas, auch wenn man sich den Spiegel vorsetzen muss- diese Taten haben sich wirklich so zugetragen und es bleibt ein erschreckendes Gänsehautgefühl zurück.Stephan Harbort setzt sich gekonnt mit den Verbrechen auseinander aber beleuchtet auch die Umstände die diesen Täter zum Mörder werden ließ.Wie wichtig ist eine liebevolle Kindheit mit verständnisvollen Eltern?Wie kann man junge Erwachsene in das Berufsleben hereinnehmen damit sie sich den Aufgaben gewachsen fühlen?Wie können wir als Gesellschaft damit umgehen?Haben Polizei, Ermittler, Mitmenschen, Gerichte und Analytiker immer richtig reagiert?Zu all diesen Fragen und Themen  hat der Autor seine Sichtweisen zusammengetragen, sich auch mit den Mördern getroffen um sie zu verstehen, selbst kennenzulernen, ihnen gegenüber zu sitzen.Kein Buch was mit erhobenen Zeigefinger auf alle zeigt und jeden verurteilt falsch gehandelt zu haben, aber doch viele Ansätze bietet dass sich in gewissen Dingen etwas ändern muss.Auch wenn es grausame Mörder sind, so gehören sie doch zur Gesellschaft und schon in der Nachkriegszeit ging die Gesellschaft egoistische Wege, was sich in der heutigen Zeit kaum gebessert hat.Die Taten jedes einzelnen Serientäters sind, für "normal Denkende" nicht nachvollziehbar, grausam, kalt, gefühlslos und oft auch ekelerregend(gerade wenn es um Kinder geht die getötet, vergewaltigt oder gegessen werden..) aber es gab/gibt sie wirklich, all diese Taten von all diesen Mördern begangen.Für mich auch hier wieder ein sehr gelungenes Buch welches sich einfach mit der Realität befasst und einen nach dem Gelesenen erstmal fassungslos und ja, fast angeekelt zurücklässt.Ich spreche eine ganz klare Leseempfehlung aus da der Autor durch seine Ausbildung/Erfahrung Fakten vorlegt die sich keinesfalls langweilig lesen und die Spannung eines Psychothrillers haben.Ich bedanke mich bei dem Autor ganz herzlich für das Rezensionsexemplar!

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  • Sehr authentisch und gut recherchiert!

    Das Hannibal-Syndrom

    UnsereBuecherwelt

    10. May 2017 um 22:05

    Meine MeinungDieses Buch war mein erster Tatsachenbericht, sogar mein erstes freiwillig gelesenes Sachbuch überhaupt!Ich fand den Gedanken toll, hinter die Fassade all dieser psychisch durchgedrehten Menschen zu blicken, von denen ich in meinen geliebten Thrillern so oft und gern lese.Diesen Einblick habe ich dank Stephan Harbort definitiv erhalten! Sogar mehr als mir lieb ist! Ich habe es unterschätzt, dass es einem ganz schön unter die Haut gehen kann, wenn einem bewusst wird, dass es sich hierbei ja um wirkliche Studien von absolut realen Menschen handelt und die Erzählungen in dem Fall echter nicht sein könnten! Sicherlich könnten die Geschichten in den Psychothrillern, die ich lese auch alle genau so geschehen sein, sie könnten real sein und dessen bin ich mir auch bewusst, aber man schiebt in seinem „Inneren Ich“ immer noch jedes mal den Vorhang vor, wo drauf steht: „Du hast jetzt nur ein Buch gelesen – eine fiktive Geschichte und alles ist gut!“ Nach Stepahan Harborts sehr tiefen und teils intimen Einblicken in die Psyche der Menschen, die so viel Grauen, Angst und Abscheu in der Welt verbreiten, bleibe ich nun aufgewühlt und leicht schockiert zurück … zu welch Gedanken und Taten ein Mensch wirklich fähig ist, es schwarz auf weiß in Form eines Interviews z.B. zu lesen, macht es realer, als man sich selbst eingestehen will.Trotz alledem habe ich stellenweise sogar so etwas wie Mitleid mit den Tätern empfunden …Ein eindeutiges Indiz dafür, wie detailgetreu, fesselnd und authentisch uns der Autor in die Welt der Serienmörder blicken lässt. Stephan Harbort verflechtet sehr gekonnt seine beruflich gemachten Erfahrungen in Form von Statistiken, Täterprofilen, vielen Beispielen und Täter-Interviews miteinander, so dass sich das Buch verständlich und vor allem durchweg interessant lesen lässt!Nicht zuletzt liegt das sicher daran, dass der Autor in der Ich-Perspektive schreibt und seine eigenen Gefühle und Gedanken mit den wissenschaftlichen Fakten kombiniert!Mir war es alles in allem etwas zu viel Text, weniger ist manchmal mehr, das Ganze bei viel zu kleiner Schrift. Das hat das Lesen hin und wieder etwas erschwert.Nichtsdestotrotz glaube ich, dass ich zukünftig meine fiktiven Psychothriller mit etwas anderen Augen lesen werde … weniger naiv und sie werden noch realer auf mich wirken.Vielen Dank für das Rezensionsexemplar!FazitFür all diejenigen unter euch, die schon immer mal in die Seele eines Mörders blicken wollten und gut recherchierte Hintergrundinformationen zu den Täterprofilen erhalten möchten, bitte sehr, dieses Buch gibt euch einen tollen Einblick!

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  • eine gelungene Abrechnung mit den Hollywood Klischees..

    Das Hannibal-Syndrom

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. May 2017 um 21:24

     

  • Hannibal Syndrom

    Das Hannibal-Syndrom

    Claudia_Jacobs

    27. April 2017 um 12:59

    Mit fesselnden Worten erreicht Stephan Harbort das scheinbar unmögliche. Er lehrt uns, in die Seele eines Serientäters zu schauen und diese verstörende Welt zu verstehen. Schön sicher daheim, in den Sessel gekuschelt, mit runtergelassenen Rollos und verschlossenen Türen, erreichen uns Grusel und Fakten gleichermassen. Vermutlich gehören mehr Frauen zu den Lesern, denn Männer. Frauen (ich rede aus Erfahrung), machen sich ihre Bilder lieber im eigenen Hirn, statt sie sich fertig auf Leinwand servieren zu lassen. Nicht umsonst gabs nach dem "Schweigen der Lämmer" sehr vieleFrauen, die Profiler beim FBI werden wollten.Die Möglichkeit mit dem Verstand den realen Grusel zu kontrollieren, erschuf ein neues Berufsfeld für Frauen in den USA.Harbort bringt uns der Realität allerdings noch näher, denn seine Fälle sind wirklich passiert, und passieren noch. Auch ist das Buch keine Grusellektüre.Es ist vielmehr ein Wegweiser durch die Welten der Serienmörder, der gründlich aufräumt mit sogenannten Fakten aus fiktiven Serien.Organisierte und nichtorganisierte Täter, lange und kurze "Abkühlphasen, erst Brandstifter, dann Tiermetzeleien, dann Serienmörder... unsere durch Criminal Minds "erworbenen" Kenntnisse, werden ausgetauscht gegen reale Beobachtungen und Tatsachen.Was mich persönlich sehr beeindruckte war, das Stephan Harbort seine persönliche Sichtweise, seine Ängste, seine Empathie mit einbrachte. Das konnte man besonders an Fall des Peter Windisch sehr gut nachvollziehen. Seine Schilderung der Aussichtsosigkeit von Herrn Windisch in Bezug auf sein weiteres Leben, hat mich stark beeindruckt, und erinnerte mich an die Szene in "Der Idiot" als Fürst Myschkin seine Gefühle schilderte, die er hatte, als er den Weg eines Mannes auf dem Weg zur Guillotine beschrieb.Harbort beschrieb die wahrscheinlichen Gefühle angesichts dieser ewig währenden Strafe im Hochsicherheitstrakt einzusitzen, den er nie mehr verlassen würde, und das Wissen darum, das es nicht anders geht. Hier Bestie, da Mensch.Gefühlsverirrt, gefühlsreduziert bis hin zur Gefühllosigkeit, aber eben immer noch ein Mensch. Einer der nebenan wohnen könnte, einer der ein Freund ist, ein nach aussen hin möglicherweise ganz unauffälliger Mensch bis hin zu dem, von dem man "das immer schon geahnt hat", sind alle vertreten.Ebenso vielfältig schildert er aber auch mögliche Ursachen, die diese Morde ermöglichten. Von der Hausschlachtung bis zu Hirnanomalien ist alles dabei. Auch die Mitschuld der Sozialgemeinschaft, von denen einige wissend waren, und trotzdem nichts sagten. Ein Buch, das einen nicht so schnell loslässt, einen zum nachdenken zwingt, und vielleicht auch dazu, sich Aussenseiter mal genauer anzuschauen, um nicht irgendwann einmal sagen zu müssen, das man selber auch mitschuldig wurde, durch Unterlassung und Desinteresse an den Mitmenschen. Serienmörder sind auch Opfer, auch wenn es so garnicht danach aussieht. Dieses Buch ist besonders geeignet, für Menschen, die erstmalig diese Welt betreten, das sehr viele, verschiedene Individuen beschrieben werden. Mein Fazit, es ist ein sehr spannendes Sachbuch, oder auch ein sachliches Werk mit spannenden Kurzgeschichten, und für jeden geeignet. Es macht Appetit auf mehr!

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