Stephan Harbort Ich musste sie kaputtmachen

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Inhaltsangabe zu „Ich musste sie kaputtmachen“ von Stephan Harbort

Der Name Joachim Georg Kroll steht für das düsterste Kapitel der deutschen Kriminalgeschichte seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Nach seiner Festnahme im Juli 1976 stellte sich nach und nach heraus, wer der Kriminalpolizei damit ins Netz gegangen war. Der "Triebtäter" Kroll gestand eine Vielzahl von Morden, die er in mehr als zwei Jahrzehnten am Niederrhein und im nördlichen Ruhrgebiet begangen hatte. Die Opfer: Kinder, Frauen, Männer. Eine ganze Nation stand unter Schock. Die Gräueltaten des unscheinbaren Waschkauenwärters überforderten den Verstand, das Gefühl und die Sprache. Die Presse brandmarkte ihn als "Kannibale vom Rhein". Stephan Harbort beschreibt und analysiert dieses Kriminaldrama, dessen Hintergründe bisher nebulös geblieben sind. Er wirft einen vertiefenden Blick auf die Entstehung und Entwicklung der Ereignisse und legt dar, wie sich der "nette Nachbar" zu einem der erbarmungslosesten und grausamsten Serienmörder Deutschlands entwickeln konnte und wie es ihm gelungen ist, der Polizei immer wieder zu entkommen. Zudem erörtert der Kriminalhauptkommissar, ob in vergleichbaren Fällen eine tatsächlich lebenslang vollstreckte Freiheitsstrafe angemessen erscheint.

Ein Einblick in die Abgründe der menschlichen Seelen.

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  • Ein Einblick in die Abgründe menschlicher Grausamkeiten!

    Ich musste sie kaputtmachen
    Nanniswelt

    Nanniswelt

    21. August 2016 um 10:30

    Inhalt: Der Name Joachim Georg Kroll steht für eines der dunkelsten Kapitel der deutschen Kriminalgeschichte. In mehr als zwei Jahrzehnten tötete der Serienmörder mehrere Frauen und Mädchen, bevor er von der Polizei gefasst wurde. Mit analytischer Schärfe untersucht der bekannte Kriminalist Stephan Harbort den Fall des »Jahrhundertmörders«. Dabei entsteht das beeindruckende Psychogramm eines Mannes, der zeit seines Lebens von seinen Trieben gesteuert wurde.Stephan Harbort, Kriminalist, Autor und Spezialist für Serienmörder und Täterprofile beschreibt in seinem Buch die Chronologie um den Serienmörder Joachim Kroll, der im Zeitraum von 1955 – 1976 von Duisburg aus zwischen 8 und 14 Menschen vergewaltigt, ermordet und teilweise verzehrt hat. Der Autor schreibt dabei außerordentlich authentisch denn er nutzt als Quelle für die Rekonstruktion der Ereignisse die 781 Seiten starke Urteilsschrift des Landgerichts Duisburg (Aktenzeichen 14 Js 549/76) sowie die polizeilichen Vernehmungsprotokolle, Tatortberichte, Obduktionsprotokolle, forensische Gutachten, glaubwürdige Presseberichte und persönlich geführte Interviews. Stephan Harbort hat mit nahezu 70 Serienmördern Interviews geführt, sie analysiert und seine Erfahrungen zu Papier gebracht.Er schafft dabei eine Atmosphäre, die den Leser auch mal inne halten und überlegen lässt über den Tellerrand der gewohnten Gesellschaft hinaus zu blicken. Der Versuch, die Chronologie deutlich zu schildern und somit nahe zu bringen, WARUM ein Mensch wie Joachim Kroll zu solch grausamen Taten fähig war, gelingt dem Kriminalisten sehr gut. Er appelliert dabei keinesfalls an eine Art Verständnis für den Menschen, den die Leute gerne auch „Bestie“ oder „Monster“ nennen. Vielmehr schildert er sachlich, authentisch und mit viel Fachwissen, welche gesellschaftlichen Situationen, familiäre Dispositionen und Auslöser wie Triebe im Wesen und Charakter Joachim Krolls zu den vorgefallenen Eskalationen führten.Wer sich mit Kriminalfällen beschäftigt und sich mit der Dynamik und den psychologischen und genetischen Auslösern solcher Menschen wie dem „Kannibalen von Duisburg“ wie er auch durch die Presse genannt wurde befassen möchte, ist mit diesem Buch genau richtig. Das geführte Interview und auch die Auszüge aus den Vernehmungsprotokollen zusammen mit dem Lebenslauf Joachim Krolls, schaffen ein detailliertes Gesamtbild und bringen dem Leser auch die Abgründe der menschlichen Seele näher.Ich musste dieses Buch auch des Öfteren aus der Hand legen und mich erstmal sammeln, bevor ich den durchaus steinigen und oftmals wirren Weg Joachim Krolls weiter gegangen bin. Stephan Harbort hilft aber auch mit seiner großen empathischen Art durch dieses Buch zu führen und schenkt auch den Opfern die Aufmerksamkeit und Respekt, den sie verdient haben. Es passiert leider schnell, dass die Opfer in Vergessenheit geraten und dem Täter die ganze mediale Aufmerksamkeit zu Teil werden lässt! Auf diesen Umstand weist der Autor in seinen Büchern immer wieder hin und baut so eine standhafte Brücke zu den Opfern und auch deren Angehörigen auf, die unendliches Leid durchleben müssen. Man darf diese niemals vergessen und sollte Anteil und Mitgefühl gegenüber den Opfern und Familien aufbringen, die mit solchen Taten ihr Leben lang zu kämpfen haben.Die Bücher von Stephan Harbort kann ich euch sehr ans Herz legen wenn ihr euch für Kriminalfälle, Serienmörder und wie sie dazu werden interessiert und authentische Tatsachenberichte ohne große reißerischen Szenerien haben möchtet denn, das ist ebenfalls eine angenehme Eigenschaft des Autors – Hollywood bleibt draußen!

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  • Rezension zu "Ich musste sie kaputtmachen" von Stephan Harbort

    Ich musste sie kaputtmachen
    Marie78

    Marie78

    01. September 2008 um 08:57

    Ein sehr spannendes Buch, das nicht nur an der Oberfläche bleibt, sondern authentisch und nachvollziehbar erzählt und erklärt, wie ein unscheinbarer Typ wie Kroll zu einem der schlimmsten Serienmörder Deutschlands werden konnte. Absolut zu empfehlen!

  • Rezension zu "Ich musste sie kaputtmachen" von Stephan Harbort

    Ich musste sie kaputtmachen
    Tweetywoman76

    Tweetywoman76

    12. April 2008 um 11:44

    Stephan Harbort hat mich mit seinem Bericht über den Serienmörder Joachim Kroll sehr beeindruckt. Die Darstellungen sind sachlich, ohne zu be- oder verurteilen. Erschüttert war ich darüber, wie lange Kroll sein Unwesen treiben konnte. Sicherlich lag dies z.T. auch darin begründet, dass die damaligen kriminaltechnischen Ermittlungsmethoden noch nicht so weit fortgeschritten waren - zwar konnte seine Blutgruppe an einigen Tatorten sichergestellt werden, doch die DNS als Fingerabdruck spielte damals noch keine Rolle. Den damals ermittelnden Beamten gebührt mein Respekt: sie versuchten im Sinne der Ermittlungen ein, nach außen hin, freundschaftliches Verhältnis zu Kroll aufzubauen, um ihn zum Sprechen zu bringen. Wie viel Überwindung muss dies gekostet haben!? Es war erschreckend, zu lesen, wie Kroll die ermittelnden Beamten an die Tatorte führte, wie nüchtern er die Taten schilderte und dabei keinerlei Reue zeigte. Ich weiß nicht, ob man dies wirklich auf seinen IQ und seine Entwicklung zurückführen kann...

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