Stephan Harbort Killerfrauen

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Inhaltsangabe zu „Killerfrauen“ von Stephan Harbort

Stephan Harbort erzählt packend beispielhafte Fälle von Serienmörderinnen, analysiert ihre Motive, Hintergründe und Persönlichkeitsprofile: Eine Krankenschwester, die im Namen Gottes Patienten ermordet. Zwei junge Frauen, die ihre Untergebenen in der Drückerkolonne mit Baseballschlägern prügeln und foltern. Eine Eis-Verkäuferin, die ihre Exmänner erschießt. Deutschlands führender Serienmordexperte gibt beklemmende Einblicke in die Abgründe der Seele. Denn Frauen töten anders.

Flirten? Kann ich. Nicht! Vor allem nicht, wenn ich in der Öffentlichkeit einen Tatsachenbericht wie "Killerfrauen" lese!

— Sidney
Sidney

Spannend und interessant, aber das Erschreckende ist, alles ist real.

— Buchdaisy
Buchdaisy

Absolutes Highlight!

— Claudia_Jacobs
Claudia_Jacobs

Ein unbedingtes Muss für Fans von True-Crime-Büchern. Für mich ein Buch, welches auch in die Psyche von Serienmörderinnen dringt

— Kruemel2512
Kruemel2512

"Killerfrauen" packt, fesselt, wühlt auf... und nach jeder Geschichte kann man sich nicht damit trösten, das alles nur ein Film war...

— Caesia
Caesia

Wer denkt, dass Frauen zu solch grausamen Taten nicht in der Lage sind, wird mit dem Buch eines Besseren belehrt.

— TinaPeitisch
TinaPeitisch

Abgründe der Menschheit

— Melody73
Melody73

Spannend, düster, erschreckend real! Dem Autor gelingt ein gut leserlicher Blickwinkel auf Serienmörderinnen.

— Buecherseele79
Buecherseele79

Spannend und interessant!

— evafl
evafl

Leichtes Buch mit viel Tiefe.

— Scooray
Scooray

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  • Killerfrauen als Eheringersatz?

    Killerfrauen
    Sidney

    Sidney

    25. June 2017 um 20:08

    Ursprünglich bin ich davon ausgegangen, dass ... ja, wovon bin ich eigentlich ausgegangen? Von einem fiktiven Thriller, mit psychoanalytischen Bestandteilen? Von einem hochspannenden Tatsachenbericht, der mich in die Abgründe der weiblichen Seele führt? Wovon ich jedoch nicht ausgegangen bin, war ein unglaublich interessantes Fachbuch, indem Harbort verschiedene Fälle von Serienmörderinnen auseinandernimmt und dem Leser einen irrwitzigen Einblick in die Psyche der wohl grausamsten Mörder der Welt zu geben - Frauen. Wenn man in den Nachrichten oder in Zeitungen von Serienmördern hört oder liest, dann sind das immer Männer. Männer, die andere Männer töteten, Männer die Frauen töteten, Männer die Kinder töteten. Diese Taten sind oft widerwärtig, niederträchtig, meistens jedoch auf absurde Weise absehbar. Bei Frauen ist das anders. Frauen töten anders, Frauen haben andere Beweggründe. Und was ihre Taten noch unvergleichlich grausamer werden lässt, ist die Abgebrühtheit, die sie an den Tag legen, wenn sie als Mütter ihre eigenen Kinder töten, die sie neun Monat in ihrem Leib getragen und genährt haben, wenn sie als Vertrauensperson alte Männer um ihr Hab und Gut bringen um sie dann zu töten oder wenn sie Patienten umbringen - aus Mitleid? Als Sterbehilfe? Oder weil ihnen selbst alles zuviel wurde? Frauen als Serienkillerinnen - Killerfrauen Das Erschreckende an diesem Buch war nicht, dass Frauen morden, sondern wie sie morden. Die Perfidität in ihren Taten haben mich mehr als einmal zusammenzucken lassen. Stephan Harbort hat sich im Vorfeld zu diesem Buch mit einigen der Frauen, die er thematisiert, in Verbindung gesetzt, hat ihre Sicht der Dinge beleuchtet - zumindest in den Fällen, in denen es möglich war. Was alle Frauen gemein haben: nach außen hin wirken die meisten von ihnen, als würden sie ihre Taten bereuen. Aber wenn man der Analyse im Nachgang der jeweiligen Geschichten Glauben schenkt, dann sind diese Frauen eiskalt. Die Taten geschahen nicht im Affekt, weil sie eifersüchtig auf eine Kontrahentin waren, weil sie überfordert waren oder aus welchem "mildernden" Grund auch immer. Sie geschahen meist mit vorhergehender Planung. Anstatt dass die Frauen nach der ersten Tat Hilfe suchten oder vor der nächsten Tat zurückzuckten, sanken ihre Hemmschwellen und sie mordeten wieder und wieder. Es ist sehr interessant, wie Harbort die Fälle beleuchtet, ohne von seiner Position als Wissenschaftler (BEOBACHTEN!) abzuweichen. Er untersucht die Fälle, bezieht aber weder Position für noch gegen die Frauen. Auch spricht er ihnen das Mensch sein nicht ab, was in meinen Augen die Taten vermutlich noch grausamer erscheinen lässt. Killerfrauen als Eheringersatz? - eine Anekdote Vor allem wir Frauen kennen das Problem zur Genüge: Da sitzt man nichts ahnenden ohne Begleitung in Bus oder Bahn und liest ein Buch. Leider gibt es dann immer wieder solche Herren der Schöpfung, die uns Damen dann gerne als Freiwild betrachten. Man kann sie ja mal anbaggern. Ich sitze also in der Bahn von Backnang zurück nach Hause. Vor einigen Minuten noch war ich beim Augenarzt gesessen und habe eine sehr schmerzhafte Untersuchung über mich ergehen lassen. Die Kopfschmerzen wurden mit jeder Station, an der die Bahn hielt, schlimmer und ich wusste, ich würde es nicht bis nach Hause schaffen, bevor die Migräne ausbrechen würde. Passende Medikamente? Fehlanzeige. Somit war meine Laune schon im Keller, als ich das Buch auspackte und mich wieder mit den psychischen Abgründen meiner Geschlechtsgenossinnen befasste. Die Sitzsituation war wie folgt: normale S-Bahn, ich saß in einem Vierer-Abteil unmittelbar vor einer Tür in Fahrtrichtung. Irgendwann fiel mir ein junger Kerl auf; er war vermutlich Anfang 20. Der junge Mann stand an der Tür und behielt mich im Blick. Das ist etwas, was ich noch nicht mal bei Mister X brauchen kann - wenn man mich beim Lesen beobachtet. Der Mann stand da also und betrachtete mich, während ich in mein Buch vertieft dasaß. Nach drei weiteren Stationen starrte er mich immer noch an. Hatte der noch nie eine Frau gesehen? Oder hatte er womöglich noch nie eine Frau mit Buch gesehen? Ich warf verstohlene Blicke durch die Bahn: Die wenigen Menschen, die mit mir den Waggon teilten, starrten in ihre Handys oder Löcher in die Luft. Ich war die Einzige mit Buch. Vermutlich hatte er tatsächlich noch nie eine Frau in der Öffentlichkeit ein Buch lesen sehen.Flirten? Kann ich. Nicht. Ich dachte mir, dass ich ja eigentlich kein schlechter Mensch sei, also könnte ich seinen Blick ja mal erwidern. Ich hob meine Augen, sah ihm entgegen und er begann über das ganze Gesicht zu strahlen. Dann deutete er auf mein Buch, reckte anerkennend beide Daumen nach oben und grinste. Offenbar fand er gut, dass ich in der Bahn saß und las. Ich konnte nicht anders und richtete mein Buch so auf, dass er den Titel lesen konnte - Killerfrauen. Er las den Titel, starrte ihn regelrecht an. Dann sah ich, wie es in ihm zu arbeiten begann. Er schluckte heftig, wurde kreidebleich und trat dann die Flucht nach vorn an. Nämlich in den vorderen Teil des Zuges. Weg war er. Flirten? Kann ich. Nicht. Fazit Das Buch fand ich super. Es war kein klassischer Pageturner, aber durchaus sehr lesenswert und informativ. Es hat Spaß gemacht zu lesen und ich war sehr fasziniert davon, welche Fälle Harbort für sein Werk gewählt hat. Von der Patientenmörderin über die Kindsmörderin bis hin zur schwarzen Witwe war alles dabei. Den Aufbau des Buches fand ich sehr gut. Zuerst der Fall, dann die Analyse. Einmal sogar mit einem textlichen Interview. Hinten im Buch gibt es dann noch Falltabellen, aus denen ersichtlich wird, welche Soziale Gruppen eher dazu neigen, zur Serienkillerin zu werden. Das war definitiv nicht der letzte Harbort, den ich gelesen habe! Killerfrauen? Eine klare Kaufempfehlung von mir!Diese Rezension erschien zuerst auf Occupatio.

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  • Killerfrauen

    Killerfrauen
    Claudia_Jacobs

    Claudia_Jacobs

    28. May 2017 um 14:23

    Die beiden schlimmsten und unvorstellbarsten Formen von Mord, der Mord am eigenen Kind, und der Mord an Patienten, beides absolut hilflose und vertrauende Gruppen, werden von Frauen praktiziert.Einige dieser Taten sind hier beschrieben.Kein Mensch kann sich vorstellen, einem Kind etwas anzutun, und schon garnicht dem eigenen. Also verabscheuen wir diese Menschen. Die Mütter und die Pflegerin oder Krankenschwester. Wem vertraut man mehr als der eigenen Mutter, oder muss man mehr vertrauen als der Krankenschwester? Und ausgerechnet die geliebte Mutter, die scheinbar so empathische Schwester, nehmen einem das Leben? Ich bin Mutter UND Krankenschwester. Jemandem das Leben zu nehmen, liegt mir ferner als die Sonne. Also was macht diese Frauen zu Mörderinnen, zu Serientätern? Warum tötet Jennifer ihre 3 Kinder? Warum tötet Christine mindestens 5 ihrer Patienten? Jener Teil Gehirn, der sich das vorstellen kann, scheint mir zu fehlen, und so versuche ich es anhand der Fakten und psychologischen Verstrickungen zu verstehen, die uns Stephan Harbort, in mühseliger Arbeit zusammengetragen, anbietet.Wie kann es sein, das 3 Schwangerschaften mit dem Tod des Neugeborenen enden, und der Vater nichts mitbekommt? Weder Schwangerschaft, noch Geburt, noch Tötung?Harbort räumt hier auf, mit den gängigen Thesen, das Serienmörderinnen auffällig sind. Sie sind weder besonders intelligent, noch besonders dumm, selten jung, fast nie alt, haben "normale" Berufe oder sind Hausfrauen etc. Besonders das Schlusswort mit den anschliessenden Statistiken über Täterinnen und Opfer, ist sehr aufschlussreich. Es räumt auf, mit Vorurteilen gegenüber einzelnen Bevölkerungsgruppen. Es ist nicht "die" Alkoholikerin, "die" Aussenseiterin, "die" sozial auffällige Person... nein! Es ist eine Frau wie du und ich. Keine Person wie Kroll, der durch seine auffällige Unauffälligkeit auffiel. Ich könnte es sein, genauso wie meine Mutter, meine Schwester, und würde nicht auffallen, solange die Gesellschaft ebenso uninteressiert an ihren Gegenüber bleibt, wie sie es immer mehr wird.Wieder habe ich etwas dazugelernt, und mein Verstehen wird grösser, nicht mein Verständniss, nur mein Verstehen!Und ich bin mir ziemlich sicher, das die meisten unaufgeklärten oder unentdeckten Morde, auf das Konto von Frauen gehen. Das Opfer, dem der männliche Sexualtäter die Kehle durchschnitt, wird erkannt, das Kind, dessen Geburt niemand bemerkt, wird nie vermisst. Der Mann, der aus Rache erschossen wird, wird gefunden, aber der Kranke, dem die Schwester Insulin spritzt, wird als natürlicher Tod hingenommen und unerkannt bestattet.Fazit: Diese Buch räumt auf, mit dem Glauben an die Frau, die immer nur Liebe oder Fürsorge, aber niemals Hass oder Gleichgültigkeit empfindet. Und ich weiss, was ich als begeisterter Leser als nächstes Buch auf meine Leseliste setze:"Der klare Blick" Mit dem Wissen des Profilers Lügen entlarven und richtige Entscheidungen treffen wird es sein. Harbort macht süchtig!

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  • Killerfrauen

    Killerfrauen
    Kruemel2512

    Kruemel2512

    07. May 2017 um 20:31

    Rezension Stephan Harbort - Killerfrauen Die harten Fakten: Autor: Stephan Harbort Er ist einer von den bekanntesten, nennen wir sie mal Profiler Deutschlands. Wenn nicht sogar der Bekannteste. Er ist Kriminalhauptkommissar und der führende Serienmordexperte der Nation. Er hat schon mehrere Real-, Truecrime- Bücher geschrieben unter anderem "Das Hannibal-Syndrom", "Ich musste sie töten", "Killerinstinkte" und noch einige mehr. Auch kann man ihn immer wieder in den Serien "Medical Detektives" und "Die spektakulärsten Kriminalfälle". Auch in diversen Zeitschriften und auch Zeitungen konnte man Artikel von ihm schon lesen. Z Zum Buch: - verlegt im Knaur- Verlag - ISBN 978-3-426-78866-0 - Preis: EUR 9,99 in Deutschland, EUR 10,30 in Österreich Klappentext: Warum Frauen anders morden Eine Krankenschwester, die im Namen Gottes kaltblütig ihre Patienten tötet. 2 junge Frauen, die auf ihre Opfer mit Baseballschlägern einprügeln und sie zu Tode foltern. Eine Eisverkäuferin, die systematisch ihre Ex-Männer ermordet. Der Kriminalist Stephan Harbort erzählt packend Fälle von Serienmörderinnen, analysiert Motive und Hintergründe der Taten und die Profile der Täterinnen. Es gibt beklemmende Einblicke in die Abgründe der weiblichen Seele. Inhaltsverzeichnis: 1. Vorwort 2. Die Schmetterlingsfrau 3. Gefangene Prinzessin 4. Die Venusfalle 5. Gemeingefährlich 6. Interview mit einer Patientenmörderin 7. Geboren, um zu sterben 8. Jutta zwei 9. Nachwort 10. Kriminologie der Serienmörderin 11. Literatur (Nachweise) So, und nun geht es endlich mit mir los. Erwartungsvoll fieberte ich dem Erhalt des Buches entgegen. Es ist das Erste von Herrn Harbort und so war ich mehr als gespannt. Und ich wurde nicht enttäuscht. Manche würden sagen, ich habe das Buch verschlungen, denn es war nach nur einem Tag geschafft. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Zu sehr fesselte es mich, was wohl auch daran liegt, das mich gerade die Psyche der Menschen sehr interessiert. Er beschreibt in seinem Buch nicht nur die Taten, die zweifelsohne wichtig sind, sondern es werden auch die Hintergründe aufgezeigt. Warum und wie wird man so. Was muss passieren, das man jemanden umbringt? Man lernt, das es nicht viel braucht. Es geht eigentlich hauptsächlich um die Hintergründe und das ist auch gut so. Denn es ist wichtig, auch die Person hinter den Taten zu erkennen und vielleicht auch zu verstehen. Sicher, das mit dem Verstehen ist schwierig, denn unser Vorstellungsvermögen will sich so etwas nicht vorstellen. Und doch müssen wir damit leben, das es solche Taten immer wieder gibt. Und zwar überall. Er beschreibt nüchtern die Taten (was ach wichtig ist, denn man darf so etwas nicht an sich ranlassen, sonst frisst es einen innerlich sicher auf) und analysiert anschließend die Täterinnen. Wie wuchs sie auf. Was passierte, damit die Frauen zu Mörderinnen wurden. Was war der ausschlaggebende Moment, der die erste Tat auslöste. Auch zeigt er, in den anschließenden Recherchen den weiteren Verlauf. Stellte sich die Täterin selbst oder wurde sie anhand einer Fahndung gesucht. Was sagt die Täterin selbst zu Ihren Taten? Ist sie sich dessen bewusst, was sehr getan hat oder leugnet sie noch immer. Das ist zum Beispiel eine Sache die ich wichtig und gut finde, da es für eine Beurteilung vor Gericht ausschlaggebend sein kann. In den Fällen lese ich auch, das es schwierig ist solche Frauen zu erkennen. Und so werde ich definitv mit offeneren Augen durchs Leben gehen. Nicht das ich jedem in meinem Umfeld nun zutraue eine Mörderin zu sein, aber sind wir doch mal ehrlich. Was wissen wir wirklich von unseren Bekannten, Freunden oder Verwandten?? Nichts, eben. Alles in allem muss ich gestehen, ein sehr lesenswertes Buch und ss wird sicher nicht das letzte sein, welches ich von Herrn Harbort gelesen habe und rezensieren werde. Prädikat: für Menschen, die sich nicht nur für Serienmörderinnen sondern generell für forensiche Psychologie (so wie ich) interessiert, unbedingt lesen!!

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  • Vergesst den Tatort, Krimis oder Thriller

    Killerfrauen
    Leseherz

    Leseherz

    02. May 2017 um 20:12

    In diesem Buch vergessen wir sämtliche Krimis, Thriller und den einen oder anderen Tatort. Wer mal hinter die Kulissen einer Serienmörderin schauen will, sollte das neue Buch von Stephan Harbort „Killerfrauen“ lesen. Es zeigt sieben schwerwiegende Fälle von Frauen, die regelrecht zu Killerinnen werden. Das erschreckende dabei ist: es ist die blanke Wahrheit. Besonders der sechste Fall wo eine, eigentliche 5-fache Mutter, drei ihrer Säuglinge tötet. Vielleicht nicht mit Absicht, aber doch nahm sie fahrlässig den Tod ihrer Babys in Kauf, geht mir persönlich als Mutter an die Nieren. Ich musste erstmals ein Buch weglegen! Aber es zeigt, wozu (kranke) Frauen fähig sind. Die Hemmschwelle ist derweil nicht mehr vorhanden. Stephan Harbort schreibt objektiv und sachlich darüber und das ist es, was mir an diesem Buch gefällt. Für viele zukünftige Autoren bestimmt eine gute Inspiration. Interessant sind die Tabellen am Ende des Buches, die zeigen wie hoch die Merkmalshäufigkeiten sind. Definitiv zu empfehlen und sage DANKE, dass ich dieses lesen und auch rezensieren durfte (und danke fürs signieren! Halte ich in Ehren!)

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  • 7 reale geschichten über die Serienmörderin mitten unter uns...

    Killerfrauen
    Caesia

    Caesia

    19. April 2017 um 18:01

    Klingt der Titel "Killerfrauen" ein wenig provokant und reißerisch, berichtet Stephan Harbort jedoch sehr nüchtern und sachlich über Fakten, ungünstige Einflüsse und Entwicklungen, verheerende Umstände und Konflikte oder Probleme, die den Grundstein legen oder den Stein in´s Rollen bringen, was letztendlich zu Taten oder Szenarien führt, die ein gesunder Menschenverstand sich nicht vorzustellen vermag. Man erfährt aus dem Leben der Serienmörderinnen. Über ihre Kindheit, ihr Familienleben, ihre Persönlichkeitsmerkmale und wird so an die ungünstigen Faktoren herangeführt (fehlende Sozialkompetenz, mangelndes Selbstwertgefühl, Konfliktunfähigkeit, die Unfähigkeit zur Problembewältigung), die dann für die Täterinnen nur noch in einen Ausweg führen - den Serienmord.Wer sich gern mit Tabu - Themen und der Frage "Warum" beschäftigt, dabei aber gern auf Schlagzeilen und BILD - Zeitungsniveau verzichtet, ist bei diesem Buch genau richtig.Sachlich und emotionslos, aber dennoch packend und spannend, werden von Stephan Harbort die Lebens- und Tatumstände der Serienmörderinnen erzählt. Man bekommt sehr verständlich Analysen, Ausführungen und Erklärungen.Die Ausnahme gestaltete sich für mich (gelernte Krankenschwester) in der Geschichte von Christine Brückner (ebenfalls Krankenschwester), die mehrfach Patienten tötete. Die Geschichte wühlte mich unvermutet so sehr auf, daß ich das Buch immer wieder zur Seite legen mußte. Ich glaube ihr ihre Aussagen und ihre Sicht der Dinge nicht. Auch ihre berufliche Professionalität spreche ich ihr ab. Denn wenn sie diese gehabt hätte, wäre sie in der Lage gewesen, sich zeitgerecht selbst "aus dem Verkehr zu ziehen". Außerdem wundert mich, das niemand den Kollegen und Vorgesetzten eine Mitschuld anlastet (so geschehen bei dem Fall des Krankenpflegers in Delmenhorst / Oldenburg). Denn spätestens, als diese bei Christine Brückner ein inakzeptables Verhalten (beleidigend, ruppig, aggressiv, rabiat, ...) gegenüber den Patienten feststellten, hätte sie gestoppt werden müssen! Egal, wie man zu jeder einzelnen dieser Geschichten steht... das Buch wühlt auf, fesselt und regt zum Nachdenken an.

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  • Unbedingt empfehlenswert!

    Killerfrauen
    TinaPeitisch

    TinaPeitisch

    19. April 2017 um 11:38

    In seinem neuesten Werk nimmt Stephan Harbort sieben echte Fälle weiblicher Serienmörderinnen unter die Lupe. Jeder widmet er ein eigenes Kapitel. Aufgeteilt sind diese in eine Zusammenfassung, in gut lesbaren Stil, und Schlussfolgerungen zur jeweiligen Täterin. Stephan Harbort ist es mit diesem Buch wieder einmal gelungen, uns die menschlichen Abgründe vor Augen zu führen und diese nicht nur in der männlichen Seele schlummern. Trotz, dass es sich um ein Fachbuch handelt, strotzt es nicht vor Fachbegriffen. Ganz im Gegenteil, es liest sich fast wie ein guter Roman. Im Anhang kommen Zahlenfans auf ihre Kosten in Form der bei der Recherche entstandenen Tabellen. Natürlich fehlt auch nicht das Literaturverzeichnis, für Fachbücher unabdingbar.Also, wer Frauen von einer ganz anderen Seite kennenlernen will, sollte dieses Buch unbedingt in seinem Regal haben!!!

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  • Das Phänomen Serienkillerin

    Killerfrauen
    Krimine

    Krimine

    10. April 2017 um 20:40

    Eine Krankenschwester, die Patienten tötet, eine Mutter, die ihre Babys umbringt und eine Frau, die aus Habgier zur Mörderin wird. Verbrechen, die zwar selten sind, dafür aber umso mehr schockieren. Doch warum geschieht es, dass Frauen Gewalt anwenden und anstatt fremde Leben zu achten, diese zerstören? Eine Frage, der Kriminalhauptkommissar Stephan Harbort in seinem Buch “Killerfrauen“ nachgeht und dabei die Verbrechen von sieben Frauen beleuchtet, die in der jüngeren Vergangenheit im deutschsprachigen Raum begangen wurden.Wer kennt es nicht das Sprichwort, das besagt: „Die schönsten Geschichten schreibt das Leben selbst.“ Aber leider schreibt das Leben nicht nur die schönsten Geschichten, sondern auch die grausamsten. So berichtet der Serienmordexperte Stephan Harbort, der mit mehr als 50 Serienmördern und Serienmörderinnen gesprochen hat von einer Frau, deren schweren Persönlichkeitsstörung dazu führte, dass sie Lust am Töten und Erschrecken empfand. Ihre Opfer sind drei Frauen, die sie wahllos wählte und niederstach, weil sie diese für schwach und verachtenswert hielt. Hinzu kommen mehr als 40 Brandstiftungen, die sie in der Schweiz beging und das alles ohne Reue zu empfinden. Eine hochgefährliche Frau, die bereits mit 18 Jahren zur Mörderin wurde.Mit einem Schreibstil, der nüchtern und sachlich ist, präsentiert Stephan Harbort dem Leser die notwendigen Fakten, erzählt von der Kindheit und Jugend der Mörderinnen, von ihren Wünschen und Träumen und von ihrem Leben, das nicht so verlaufen ist, wie sie es wollten. Dazu wirft er einen prüfenden Blick in ihre Familien, rollt ungünstige Einflüsse und Entwicklungen auf und benennt verheerende Umstände, die zum Aufbau von unbeherrschbaren Konflikten führten. Und dabei wird allmählich klar. Eine fehlende soziale Kompetenz, ein schwach ausgeprägtes Selbstwertgefühl und die Unfähigkeit, mit Problemen umzugehen, bilden den Grundstein für die Taten der an sich unscheinbaren „Killerfrauen“.Fazit:“Killerfrauen“ ist ein Buch, das sich mit den Taten von sieben Serienmörderinnen beschäftigt, mit Hintergründen und Motiven, mit Persönlichkeitsprofilen und Lebensumständen und mit wissenswerten Details, die am Ende des Buches tabellarisch zusammengefasst worden sind. Eine ernüchternde und erschreckende Lektüre weitab von medienträchtiger Effekthascherei.

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  • Menschliche Abgründe und die Geschichten dahinter

    Killerfrauen
    Melody73

    Melody73

    09. April 2017 um 16:22

    Klappentext:Stephan Harbort erzählt packend beispielhafte Fälle von Serienmörderinnen, analysiert ihre Motive, Hintergründe und Persönlichkeitsprofile: Eine Krankenschwester, die im Namen Gottes Patienten ermordet. Zwei junge Frauen, die ihre Untergebenen in der Drückerkolonne mit Baseballschlägern prügeln und foltern. Eine Eis-Verkäuferin, die ihre Exmänner erschießt. Deutschlands führender Serienmordexperte gibt beklemmende Einblicke in die Abgründe der Seele. Denn Frauen töten andersDer KHK Stephan Habort schreibt in seinem authentischen Buch das mit 240 Seiten im Knaur Verlag erschienen ist über Serienmörderinnen und was sie zu dieser Tat bewogen hat.Mein Fazit:Da mich der Titel des Buches angesprochen hat hab ich mich auf für mich neues Terrain was das Genre angeht begeben. Den Autor selbst hab ich vorher nicht gekannt aber nach kurzen persönlichen Sätzen kommt er sehr sympathisch rüber. Auf diesem Weg vielen Dank für das Buch :-)Die Geschichten, wenn man es so nennen kann, beruhen auf realen Fällen die Stephan Harbort als KHK recherchiert und aufgeschrieben hat. Schon im Vorwort wird klar mit welchen Schwierigkeiten er seitens des Staates teilweise zu kämpfen hatte. Umso erleichterter bin ich dass er es doch geschafft hat dieses Buch mithilfe der Täterinnen zu vollenden.Die Hintergründe der Taten sind erschreckend und teilweise muss ich gestehen hab ich mich in manchen Gedankengängen wiedererkannt. Was aber bringt einen Menschen dazu so zu handeln? Wie tief muss der Abgrund sein dass man nur noch den Weg des Tötens sieht?.In Fall Nr. 1 der Kindstötungen wurde mir mal wieder klar wie allein sich manche Menschen fühlen bzw wie sie denken ihr Leben oder Beziehungen zu retten. Ichhatte zeitweise echt Tränen in den Augen und das wieterlesen fiel etwas schwer.Im Fall Nr. 5 war mir die Täterin sogar auf unheimliche Weise sympathisch.Dass ich mich auf dieses Buch eingelassen habe war eine sehr gute Entscheidung. Für mich absolut empfehlenswert, wenn man  authetische Geschichten mag. Ich persönlich finde die Psyche des menschen sowieso interessant und dann eben die Frage was treibt einen Menschen zu bestimmten Taten.Was mich am meisten, auch im realen Leben  erschreckt ist die Tatsache dass die Menschen nur ihren Vorteil bzw. Weg sehen. Nur ihrer ist der richtige und sie lassen keinen anderen zu oder versuchen einen anderen zu finden. Dass das meist mit mangelndem Selbstbewußtsein zusammenhängt lass ich mal so dahingestellt.Tatsache ist und bleibt dass jeder von uns in so eine Situation als Opfer kommen kann und somit der Willkür des Täters ausgesetzt ist. Schrecklicher Gedanke.Wer das Buch gelesen hat wird (ich zumindest) sein Umfeld vlt. noch etwas mehr beachten.Ein Satz der mit auch nach Beendigung des Buches im Ohr klingelt und an den ich mit Sicherheit noch lange lange denken werde ist dieser:" sie habe aus Intoleranz gegenüber dem Tod gehand elt und gottgleich über Würde, Wert und Unwert des Lebens anderer entschieden."

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  • Auch Frauen töten

    Killerfrauen
    Buecherseele79

    Buecherseele79

    06. April 2017 um 18:10

    Auch in der heutigen Zeit ist es ein Schock, ein Kopfschütteln, ein schockiertes Aufschreien, Unverständnis wenn aus einem gedachten Serienmörder eine tatsächliche Serienmörderin wird.Warum töten Frauen?Können Frauen wirklich so kaltblütig sein und anderen Schmerzen zufügen, geschweige denn den Tod?Ja sie können und Stephan Harbort beschreibt dies sehr genau, leicht leserlich in seinem Buch "Killerfrauen".Frauen die Männer wegen Habgier umbringen, sie von ihrem Leid erlösen wollen, die Schwangerschaften plus Geburt weiterhin vertuschen wollen- um nur einige Beispiele zu nennen.Ebenso wie bei den männlichen Tätern erschreckt auch hier das Bild was die Frauen zu einem Mord bzw. Morden antreibt, wie sie ihr Weltbild sehen, wie sie sich selbst in der Gesellschaft erleben/sehen und was sie antreibt.Wie sie über diesen letzten, schwarzen Schatten springen um den ersten Mord begehen zu können.Namen, Orte und andere Begebenheiten wurden wissentlich abgeändert und doch weiss man dass man den ein oder anderen Mord in den Medien verfolgt hat, kopfschüttelnd und fassungslos.Auch wie die Gesellschaft sich erstmal weigert(für mich perfekt dargestellt bei dem Fall aus der Schweiz) dass es auch eine Frau gewesen sein könnte!Das Buch ist weder langweilig noch mit irgendwelchen, reinen wissenschaftlichen Daten zugeblättert sondern leicht und verständlich zu lesen, was die Frauen zur Tat antrieb, wie sie sich sehen, wie sie ihre Taten sehen, wie die Gesellschaft reagiert aber auch wo die Probleme bei Frauen liegen die zu Serienmörderinnen werden.Denn eines wird in diesem Buch klar- Frauen morden aus anderen Motiven als Männer, sie gehen eher "weichere" Wege und kommen doch oft mit dem sozialen Stellenwert in der Gesellschaft nicht klar.Für mich ein Buch welches aufzeigt wie Serienmörderinnen denken aber auch dass es sie gibt dass sie keinenfalls zu unterschätzen sind.Ohne Effekhascherei, mit klaren Aussagen gefriert einem oft das Blut in den Adern und man fragt sich dann selbst als Frau- wie sieht meine Seite aus die im Dunklen liegt?Ein Buch welches mit nachdenklich zurücklässt aber ich für jedermann und jederfrau eine klare Leseempfehlung aussprechen kann.

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  • Kriminologie der Serienmörderin

    Killerfrauen
    evafl

    evafl

    06. April 2017 um 09:25

    Im Buch schildert Stephan Harbort die unterschiedlichsten Fälle von Serienmörderinnen, analysiert Motive und Hintergründe der Taten und die Profile der Täterinnen. Dabei gibt er beklemmende Einblicke in die Abgründe der weiblichen Seele, es ist wirklich erschreckend zu sehen zu welchen Taten hier Frauen fähig waren. So gibt es den Fall einer Krankenschwester, die im Namen Gottes ihre Patienten kaltblütig tötete. Mal wieder von Fällen aus dem echten Leben lesen, ja, ich hab mich echt drauf gefreut, wenngleich das Thema Serienmörderinnen natürlich auch heftig ist, keine Frage. Dennoch interessiert mich das Thema sehr und vor allem die Schilderungen tatsächlich passierter Tötungen und deren Hintergründe. Der Schreibstil gefällt mir recht gut, es kommen natürlich hin und wieder mal gewisse Fachbegriffe vor bzw. es ist keine einfache, leichte Sprache, aber das geht bei diesem Thema auch nicht unbedingt. Wobei die Fachbegriffe meiner Ansicht nach auch keine sind, es ist eher so, dass es sich oftmals um Beschreibungen handelt bzw. eben tiefer in die menschliche Psyche geht, wo man eben viel um- und beschreiben kann. Es ist eben keine Lektüre für so „nebenbei“, man sollte da schon Aufmerksamkeit schenken. Dennoch liest es sich recht gut und auch schnell, wie ich finde. Natürlich wurden hier Namen und Orte immer wieder etwas „verfälscht“, damit man nicht direkt weiß um welchen Fall es sich hier konkret handelt. Macht man sich jedoch im Internet ein bißchen auf die Suche so kommt man auf die Spur der „Eislady“ (so nennt „Die Welt“ sie) bzw. der „Eis-Killerin“ (Bild-Zeitung). Hier war es für mich so, dass ich den Fall noch weiter verfolgen wollte, was ich dann durch das Internet eben auch konnte – und den erstgenannten Artikel. Sowas finde ich dann auch immer wieder einfach spannend. Dennoch hat mir das Buch auch gut gefallen, lediglich bei der ausführlicheren Beleuchtung der Hintergründe der Tat war es mir manchmal ein bißchen zu langwierig. Ich bin dann vielleicht einfach nicht so der Fan davon, alles noch ganz genau aus psychologischer Sicht auseinander zu nehmen und zu erfahren, aber das war auch nicht bei jeder Fallschilderung so. Was dann aber noch wirklich interessant war, war die statistische Auflistung hinten im Buch über das Lebensalter bei der ersten Tat, den jeweiligen Familienstand, Sozialverhalten, Ausbildung sowie Vorstrafen etc. Beides jeweils in verschiedene „Gruppen“ eingeteilt (Altersgruppen, versch. Familienstände aufgeführt) und daneben mit Prozentangaben eingeteilt. Diese Statistiken werden hier für die Täterinnen und die Opfer aufgeführt. Fand ich zum Abschluß des Buches nochmal sehr interessant. Alles in allem war es spannend mal etwas von Stephan Harbort zu lesen, von diesem Autor hatte ich bislang noch kein Buch gelesen – und ich lese ja doch hin und wieder Bücher aus diesem Genre. Das Buch und die Schilderungen haben mir gut gefallen, es war unterhaltsam, wenngleich hinsichtlich der Taten natürlich auch grausam. Hinsichtlich der weiteren psychologischen Erläuterungen war es mir teilweise einfach ein bißchen zu ausführlich, manchmal weiß ich lieber nicht so viel über die Hintergründe bzw. manches Sozialverhalten etc. Das ist aber auch mein einziger Kritikpunkt. Von mir gibt es für dieses Buch eine Empfehlung und 4 von 5 Sternen. 

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  • Leichtes Buch mit viel Tiefe

    Killerfrauen
    Scooray

    Scooray

    03. April 2017 um 11:28

    Als ich den Umschlag, in dem das Rezensionsexemplar KILLERFRAUEN von Stephan Harbort stecken sollte, in den Händen hielt, war ich zugegebener Maßen etwas irritiert. Er war so leicht. Steckt darin wirklich ein Buch?, fragte ich mich und öffnete neugierig den Umschlag. Tatsächlich! Ich nahm das Buch heraus, befühlte es, wog es in der Hand und war immer noch erstaunt und gleichzeitig unschlüssig, ob das ein gutes oder schlechtes Zeichen war, dass das Gewicht weit unter dem Normalgewicht eines Buches mit 239 Seiten lag. Auch das Cover rundherum fühlte sich anders an, als ich es von diversen anderen Büchern gewohnt war, aber das sagte natürlich nichts über die Qualität des Inhaltes aus. Stephan Harbort hat es wieder einmal geschafft, mich mit seiner Schreibe bis zur letzten Seite zu fesseln. Er durchleuchtet jedes Detail der Aussagen, beschreibt die Hergänge so, dass man keine Schwierigkeiten hat, sich selbst als Beobachter zu fühlen und man ab und an sogar den Wunsch verspürt, in die Handlung eingreifen zu können. Mich faszinierte immer wieder der professionelle Abstand, den er trotz aller aufkommenden Emotionen für sich bewahrt. Das Nachvollziehen bestimmter Verhaltensumstände erfordert immerhin ein enormes Maß an Einfühlungsvermögen, welches ihn jedoch, im Umgang mit Straftätern dieser Art, nicht belasten darf. Hinter jedem Fall stecken Menschen, dessen Persönlichkeits- und Lebensumstände dafür verantwortlich sind, dass Sie anderen Leid zufügten. Besonders interessant dabei fand ich die psychologischen und sozialen Aspekte, die einerseits tiefes Mitgefühl, aber andererseits auch großes Kopfschütteln bei mir verursachten. Wirklich gelungen finde ich zudem die kleinen Zitate, die vor jedem Fall für die notwendige Tiefe sorgen, in die der Autor seine Leser mitnimmt. Mein Urteil zum Buch: Ich habe es sehr gerne gelesen, weil es wirklich alles andere als trocken geschrieben ist und dadurch zu keinem Zeitpunkt das Gefühl aufkam, einen langweiligen Erlebnisbericht in den Händen zu halten. Zwischendurch musste ich sogar manchmal schmunzeln, weil man  die Gedankengänge des Autors herauslesen konnte. Im Nachhinein stellte sich die Leichtigkeit des Buches sogar als sehr nützlich heraus, denn ich lese sehr gerne unterwegs oder wenn ich längere Bus oder Bahnfahrten vor mir habe.

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  • Killerfrauen

    Killerfrauen
    Karin_Zahl

    Karin_Zahl

    31. March 2017 um 18:38

    Der Serienmord-Experte Stephan Harbort erzählt in seinem hochspannenden neuesten Buch "Killerfrauen" packend beispielhafte Fälle von Serien-Mörderinnen. Harbort analysiert die Motive, Hintergründe und Persönlichkeitsprofile von Mörderinnen: Eine Krankenschwester, die im Namen Gottes Patienten ermordet. Zwei junge Frauen, die ihre Untergebenen in der Drückerkolonne mit Baseballschlägern prügeln und foltern. Eine Eis-Verkäuferin, die ihre Exmänner erschießt. Deutschlands führender Serienmord-Experte Stephan Harbort gibt beklemmende Einblicke in die Abgründe der Seele. Denn Frauen töten anders.Aus persönlichkeitsrechtlichen Gründen wurden die Namen der Mörderinnen ,sowie örtliche Angaben und zeitliche Geschehen verfremdet. Das hatte keine Auswirkungen auf die Spannung des Buches Die hier erwähnten Fälle, lassen einen zutiefst erschüttert und nachdenklich zurück. Unvorstellbar wie Frauen,dazu fähig sind,soviele Morde zu vollbringen.Aus was für Beweggründen,die Frauen morden,wird uns hier in verschiedenen Mordfällen erläutert.Erstaunlich,wie hoch hierbei ,der Anteil der Killerfrauen,sich im eigenen Umfeld der Familie bewegt.Bisher habe ich noch kein Buch von Stephan Harbot gelesen.Es packt einen von Anfang an,auch wenn sich mir die Nackenhaare sträuben und ich,immer mehr über die Killerfrauen erfahren möchte.Interessant was die Beschuldigten während einer Verhörung zu sagen hatten.Ein sehr interessantes Buch,was ich nur empfehlen kann.Viele Täterinnen scheinen kein Unrecht in ihren Taten zu sehen,viele Fälle davon sind schon ziemlich brutal gewesen.Unvorstellbar das überall das Grauen lauert.Mit welcher Raffinesse und Abgebrütheit diese vielen Frauen morden konnten.Ein Buch das mich bewegt und sicher lange im Kopf bleiben wird. 

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  • Killerfrauen - das neue Buch von Stephan Harbort

    Killerfrauen
    Heeper1970

    Heeper1970

    21. March 2017 um 12:12

    KILLERFRAUEN – Das neue Buch von Stephan Harbort (Besprechung von Jürgen Ludwig)   Stephan Harbort, Kriminalhauptkommissar beim Polizeipräsidium Düsseldorf, gilt nicht nur als einer der Spitzenexperten für Serienmörder und Fallanalyse (Profiling) in Deutschland. Nachdem er in der Fachzeitschrift Kriminalistik, die bereits 1926 gegründet wurde, diverse Fachartikel veröffentlichte (u. a. „Empirische Täterprofile“ 1997), erschien 2001 sein Buch „Das Hannibal-Syndrom“. Es folgten diverse populärwissenschaftliche Publikationen und TV-Auftritte, sodass Stephan Harbort verdientermaßen einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht hat. „KILLERFRAUEN“ ist das neue Buch von Harbort, das Serienmörderinnen der „jüngeren Vergangenheit im deutschsprachigen Raum“ (Harbort) zum Thema hat.   Sieben authentische Fälle hat Harbort ausgewählt, die er in seiner bekannt sachlichen Herangehensweise vorstellt. Sieben Fälle, die einen Meilenstein in der Analyse des Phänomens „Serienmörderinnen“ darstellen. Wie Stephan Harbort in seinem Vorwort trefflich formuliert, verbindet man mit Serienmördern eher das männliche Geschlecht. Und die Statistik, so weist der Verfasser hin, spricht eine klare Sprache: Gerade einmal 12 Prozent der Tatverdächtigen in Bezug auf die vorgenannten Verbrechen sind weiblich. Bleibt die Frage, wie kommt es dazu, dass aus Frauen Serientäterinnen werden? Stephan Harbort gibt mit diesem Buch Aufschluss über eine Thematik, die bisher  in der Kriminalistik wohl unzureichend behandelt wurde. Mit seiner Methodik des empirischen Täterprofils, gepaart mit Erfahrung, kriminalistischem Sachverstand und persönlichem Kontakt zu den Täterinnen kann Stephan Harbort die Frage beantworten, die sich die Leserschaft stellt: Wie konnte es zu diesen Taten kommen? Der geneigten Leserschaft wird es wie mir ergehen: Sind diese Frauen noch Menschen oder Ungeheuer? Wie kaltblütig, wie gefühllos, muss man sein, um solche Taten zu begehen? Wie kann man solche Verbrechen begreifen? Haben die Stammtischler nicht recht, die formulieren: „Wegschließen und Schlüssel wegwerfen?“ Vielleicht sogar wieder die Forderung:  „Rübe ab“? Der Ruf nach staatlich verordneter Rache, die Dämonisierung und Gier der Boulevardpresse stehen dem entgegen, was Stephan Harbort aufzeigt: Seine Herangehensweise mit professioneller Distanz, die ihre Quelle wohl in seiner Charakterstärke, Disziplin und Fachkompetenz hat. Der Autor gibt Antworten auf viele dieser elementaren Fragen, indem er die Beweggründe ausführlich erforscht und einordnet, die Abläufe strukturiert darstellt und jeden Fall für sich abschließend analysiert. Die Tatsache, dass Stephan Harbort dankenswerter Weise auf Effekthascherei verzichtet, bedeutet aber nicht, dass beim Lesen dieser Lektüre einem nicht das Blut in den Adern gefriert. Im Gegensatz zu einem noch so blutrünstigen Krimi, der reine Fiktion ist, erleben wir hier die Realität. Die Opfer und die Täterinnen sind real, genau wie deren Angehörige. Wenn man die Lebensläufe der Serienmörderinnen betrachtet, die Harbort in KILLERFRAUEN beschreibt, bleiben der Leserschaft nur folgende  Fragen offen: Wo ist meine andere, dunkle Seite der Nacht? Was hält mich davon ab, den Schritt in den Abgrund zu tun? Oder um es mit den Worten von Stephan Harbort (Schlusswort zu Geboren, um zu sterben)  auszudrücken:  Dieser  Mensch könnte ich selbst sein! Stefan Harbort unterscheidet sich herzerfrischend von Profilern, die eine Mischung aus Kriminalfällen und Autobiographien zur Selbstdarstellung nutzen und zu narzisstischen Selbstbetrachtungen neigen. Er zieht es vor, durch populär wissenschaftliche Herangehensweise Serienmörder wie Profiling zu entmystifizieren. Nicht der Kriminalist und Fallanalytiker Harbort steht im Vordergrund, sondern das tatsächliche Geschehen. Wie auch schon in seinen vorherigen Publikationen beeindruckt die Tatsache, dass Harbort auf Selbstherrlichkeit und Schönfärberei verzichtet.   Mit „KILLERFRAUEN“ knüpft der Autor nahtlos an seine bisherigen hervorragenden Veröffentlichungen an. Sein eindrucksvoller Schreibstil, pragmatisch, prägnant und wohl strukturiert, sind ein Markenzeichen von Stephan Harbort. Im Anschluss an sein Nachwort fügt er die Ergebnisse seiner umfangreichen und tiefgreifenden Studien in tabellarischer Form an (Kriminologie der Serienmörderin in Deutschland 1945 – 2015). Bleibt mir nur noch, mein Prädikat zu vergeben: Besonders lesenswert!   Stephan Harbort  -  KILLERFRAUEN ISBN 978 3 426 78866 0   Knaur Verlag 2017 239 Seiten                              € 9,99

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  • wieder ein tolles Buch von Stephan Harbort

    Killerfrauen
    Steffi_Horstmann

    Steffi_Horstmann

    21. March 2017 um 10:17

    Dass Frauen durchaus sehr sadistisch veranlagt sein können, wissen wir spätestens seit Irma Grese, einer KZ Aufseherin, die ihren Beinamen “Hyäne von Auschwitz” mit Stolz trug und sich auch nach Ihrem Prozess keiner Schuld bewusst war. Ob sie ihre Schuld irgendwann erkannt hätte kann dahingestellt bleiben, denn die Todesstrafe wurde kurz nach der Urteilsverkündung ausgeführt.Die “Killerfrauen”, über die der Kriminalist und Serienmordexperte Stephan Harbort in seinem neuen Buch mit gleichnamigen Titel schreibt, haben in der jüngeren Vergangenheit gemordet und konnten demnach nicht mit dem Tod bestraft werden, so dass man mehr über die  Personen hinter den Taten erfährt (...als einem zum Teil lieb ist) und deren Motive.Einmal mehr ist Stephan Harbort der Spagat gelungen unfassbare Taten zu schildern, ohne die Person dahinter, bzw. ihren “Werdegang” aus den Augen zu verlieren. Die Schilderung erfolgt zu jederzeit sachlich. Weder werden die Täterinnen zu einem Monster zu stilisiert oder deren Taten aufgrund einer unschönen Kindheit romantisiert. Sieben reale Kriminalfälle, natürlich zum Schutz der Identitäten mit  Veränderungen der Beteiligten, werden im Buch beschrieben. Frauen die Ihre Männer oder gar ihre Kinder töten. Eine Krankenschwester die über das Leben …und den Tod ihrer Patienten gebietet und auch Frauen die einfach das entscheidende Maß an Bösartigkeit oder Habgier in sich tragen, um sich durch das Töten an Menschen zu rächen, deren “Vergehen” in keinem Verhältnis zum anschließenden Mord stehen.Lediglich 12% weibliche Tatverdächtige weist die aktuelle polizeiliche Kriminalstatistik aus und lediglich 18 % von 212 aufgeklärten Mordserien sind weiblichen Täterinnen zuzuordnen.Insbesondere bezogen auf Taten im familiären Umfeld frage ich mich, wie viele Kinder deren Existenz niemand ahnte von Ihren Müttern “entsorgt” wurden, wie viele Fälle plötzlichen Kindstodes eigentlich auf äußere Gewalteinwirkung zurückzuführen sind ohne, dass die Tat je aufgedeckt wird und ob nicht so mancher Ehemann, dem ein plötzlicher Tod durch Herzversagen attestiert wird, eine gedemütigte, frustrierte Angetraute an seiner Seite hatte, der nicht eingefallen ist, dass auch Scheidung ein probates Mittel sein kann jemanden los zu werden. Mir hat auch dieses Buch von Stephan Harbort wieder sehr gut gefallen. Man erkennt die sorgfältige Recherche hinter den einzelnen Fällen. Die Tatsache, dass der Autor in aller Regel mindestens schriftlichen Kontakt zu den Täterinnen hatte, trägt zu einer sehr authentischen Darstellung bei. Es fällt einem nicht gerade leicht sich das Interview mit der Patientenmörderin durchzulesen ohne, dass es einem mehrfach unbehaglich kalt den Rücken herunter läuft. Jedem der an sachlicher Beschreibung authentischer Kriminalfälle interessiert ist und sich auch für gedanklichen Abgründe der Täterinnen interessiert, kann ich dieses Buch empfehlen.

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  • Serienmörderinnen auf der Spur...

    Killerfrauen
    sueorange

    sueorange

    20. March 2017 um 17:13

    Der Kriminalist Stephan Harbort gibt in seinem Buch "Killerfrauen" Einblick in ausgewählte Fälle, bei denen Frauen mehrfach töteten. Er deckt dabei die Hintergründe der Taten auf und geht auf die Persönlichkeitsprofile der Frauen und ihre Tatmotive ein. Es handelt sich dabei um authentische Fälle, die er namentlich pseudonymisiert hat. Auch biographische Angaben und örtliche und zeitliche Bezüge wurden verfremdet.Anhand von sieben Fallbeispielen lernt man so die dunkle Seite der vorgestellten Täterinnen kennen und man erfährt etwas über ihre Entwicklung, über ihr Sozial- und Beziehungsverhalten und ihre Verbrechen. Auch die jeweiligen Lebensverläufe werden beleuchtet. Abschließend erfährt man zumeist wie das Gericht in den einzelnen Fällen urteilte. Sehr interessant fand ich das Interview mit einer Patientenmörderin. Die Analyse des Verbrechens und der psychologische Hintergrund runden das Bild ab. Man merkt den Fallbeschreibungen an, dass eine intensive Recherche dem Schreiben vorausgegangen ist, persönliche Interviews oder Briefwechsel und das Studium von Gerichtsakten und Gutachten dienten unter anderem als Grundlage, die sehr lange Literaturliste im Anhang verdeutlicht zusätzlich die intensive Auseinandersetzung mit der Materie. Am Ende des Buches findet man auch Kriminal- Statistiken der Bundesrepublik Deutschland von 1945- 2015, die "Kriminologie der Serienmörderin".Die Fallbeispiele, die Stephan Harbort ausgewählt hat, sollen in der näheren Vergangenheit stattgefunden haben. Harbort beschreibt nüchtern und sachlich, dennoch ist das Buch spannend zu lesen, vor allem, wenn man sich für kriminalpsychologische und soziologische Hintergründe interessiert. Das Buch ist flüssig zu lesen, es hilft jedoch auch, wenn einem gewisse Begriffe aus der Sozialmedizin, Kriminologie, Psychologie usw. nicht allzu fremd sind.Sehr zu empfehlen, für alle, die gerne einmal einem Serienmordexperten über die Schulter blicken möchten und erfahren möchten, was Frauen antreibt zu morden...

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