Stephan Harbort Killerinstinkt

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Inhaltsangabe zu „Killerinstinkt“ von Stephan Harbort

Warum wird ein unscheinbarer Familienvater zum kaltblütigen Killer? Was bringt einen Krankenpfleger dazu, seine Patienten zu töten? Stephan Harbort, Deutschlands bekanntester Serienmordexperte, hat mit unzähligen Tätern gesprochen, um ihren Motiven auf den Grund zu gehen. In seinem neusten Buch versammelt er die spektakulärsten Fälle seiner Karriere und gewährt uns einen persönlichen und exklusiven Einblick in die Arbeit mit den Tätern.

In "Killerinstinkt" erläutert Stephan Harbort anhand 5 Fällen die (Serien-)Mordmotive Habgier, Neid und Missgunst.

— RalfEbersoldt

Anhand von 5 Fällen versucht Stephan Harbort den Menschen hinter dem Verbrechen und seine Motive zu beleuchten...

— Virginy

Stephan Harbort bringt nicht nur die realen Verbrechen aufs Papier, sondern sieht auch den Menschen hinter diesen Verbrechen.

— Buecherseele79

Es geht nicht um möglichst grausame, detailreich ausgeschlachtete Fälle, es geht um den Menschen ...

— RebekkaT

Für mich bis jetzt Harborts schwächstes Werk, bis auf den ersten und dritten Fall sind die Fälle irgendwie wenig interessant. Schade!

— Queenelyza

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  • Habgier, Lügen und Manipultation können m Einklang zum >>Killerinstinkt<< werden.

    Killerinstinkt

    RalfEbersoldt

    04. April 2018 um 00:02

    Rezension “Killerinstinkt“ von Stephan Harbort  Bereits im Vorwort  des Buches “Killerinstinkt aus dem Jahr 2012 gibt Stephan Harbort Aufschluss, weshalb er sich den psychologischen Profilen von Serienmördern verschrieben hat. Auf den allerersten Serienmörder trifft er bereits als 27-jähriger Student, im Rahmen eines Praktikums beim 1. Kriminalkommissariat in Duisburg, wo er für Drogendelikte, Sexualstrafen und Vermisstenfälle zuständig gewesen ist.   Heute kennt man Stephan Harbort aus diversen Fernsehsendungen, wo er gelegentlich als Gast in einer Talkrunde oder als Gastredner in Sendungen über Kriminalfällen tätig ist. Harbort ist im Jahr 1964 in Düsseldorf geboren, hat sein Studium zum Diplom-Verwaltungswirt an der Fachhochschule (FH) erfolgreich absolviert und arbeitet seither als Kriminalhauptkommissar in Düsseldorf, wo er von 1996 bis 2000 auch als Dozent an der FH gewesen ist. Von 1997 bis 2011 hat er als 50 Interviews mit Serienmördern in Justizvollzugsanstalten und psychiatrischen Kliniken geführt. Erkennt alle deutschen Serienmordfälle seit Ende des Zweiten Weltkrieges und hat den Begriff Serienmord auch international entscheidend mitgeprägt.   In seinem ersten Fall als Kriminalstudent, den er im Vorwort erläutert, geht es um zwei Mörder, die aus purer Habgier getötet haben. Der 29-jährige Maurer Jonas Brückner und sein Freund, der 27-jährige berufslose Gelegenheitsarbeiter Jürgen Broschat, haben gemeinsam den Mord an Brückners Stiefvater geplant. Wie unter den beiden abgesprochen, sollte der Mord von Broschat ausgeübt werden. Nach einem abgesprochenen Telefonat zwischen Brückner und seinem Freund hat Brückner seinem Stiefvater erzählt, ein Freund, den er, der Stiefvater, nicht kenne, sei mit einem Auto an einer Landstraße liegengeblieben und benötige Hilfe. Er selbst könne nicht helfen, ihm gehe es nicht gut. Der lebensbejahte Stiefvater hat sich überreden lassen und ist dort hingefahren. Wie ebenfalls abgesprochen hatte Brückner wenige Stunden zuvor am PKW des Stiefvaters den TÜV-Stempel mit einem Messer unkenntlich gemacht. Am Tatort hat sich Broschat mit einer Polizeijacke und einem Fahrradabstandhalter als Kelle ausgestattet. Als Verkehrskontrolle getarnt ist Broschat ausgestiegen und zum Wagen des Stiefvaters gegangen und hat auch ihn gebeten, auszusteigen. Der weitere Tatplan hat vorgesehen, den Stiefvater durch Schläge zu betäuben und ihn anschließend auf nahegelegene Bahngleise zu legen und von einem Zug überrollen zu lassen, um einen Suizid vorzutäuschen. Es ist tatsächlich gelungen, dem Stiefvater eine Verkehrskontrolle vorzugaukeln, jedoch hat es Jürgen Broschat nicht geschafft, den Stiefvater bewusstlos zu schlagen. Deshalb hat er entgegen dem ursprünglichen Plan zur Pistole gegriffen und den Mann erschossen. Brückner selbst auch seine Ex-Freundin ermordet, die mitwissentlich beim Straßenverkehrsamt einen gestohlenen PKW mit gefälschten Papieren angemeldet hat, sowie seine Stiefschwester, damit sie als weitere Erbin nicht infrage kommen sollte.   Wie Harbort auch im Buch “Killerinstinkt“ erwähnt, stoßen auch Kriminalbeamte während der Ermittlungen an ihre seelischen und geistigen Grenzen. Besonders dann, wenn, wie im Fall Brückner, der Täter besonders grausam vorgegangen ist und während der Vernehmung ohne jegliche Emotion und ohne jegliche Reue spricht. Harbort kommentiert seine Gedanken nach seinem ersten Mordfall so:   „Zum ersten Mal in meiner noch kurzen Karriere bei der Kripo hatte ich es mit einem Serienmord-Fall zu tun bekommen. Die dabei gewonnenen Eindrücke irritierten und inspirierten mich gleichermaßen. Und genau diese Widersprüchlichkeit besteuerte mein Verlangen, mich diesem Abgrund zu nähern, hineinzuschauen ins Herz der Finsternis und zu verstehen, was mir bis dahin unbegreiflich erschien. Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich nicht, dass die Erforschung dieser außergewöhnlichen und Angst einflößenden Form der Tötungskriminalität auch in den kommenden Jahrzehnten auch mein Privatleben prägen würde. Doch schon damals spürte ich, dass ein langer und beschwerlicher Weg vor mir lag, den ich aber unbedingt gehen wollte. Ich konnte gar nicht mehr anders. Bevor ich jedoch begann, meinen beruflichen Fokus auf Serienmorde und ihren Hintergrund zu lenken, schloss ich erst einmal mein Studium ab.“ Um den Tätern eine eventuelle spätere Resozialisierung zu ermöglichen, verfremdet Harbort Namen der Täter und teilweise auch Namen der Tatorte. Er möchte weniger die Täter bloßstellen als den Lesern anhand der Taten und der namentlichen Kapitel “Black Box“, “Morbus Freitag“, “ein Vater sucht einen Mörder“, “Er holt dich heut!“, und “Charakter: Verbrecher“ ein verständliches Täterprofil vermitteln. Ebenso verfremdet er Namen von Angehörigen, wobei ihm  als Kriminalist auch deren  psychologischen Profile ebenso wichtig sind, denn eine Täterschaft im späteren Lebenslauf – man wird nicht als Mörder geboren! – ist die Folge einer langen Kette aus negativen und unverarbeiteten Erlebnisse in der Vergangenheit des Täters. Im ersten Kapitel “Black Box“ schreibt er über den Zustand einer Angehörigen nach Verhaftung des Täters: „Doch es bleibt immer etwas zurück. Jemand bleibt zurück. Menschen, die übersehen und vergessen werden, weil sie keine Lobby haben und kurzerhand in Sippenhaft genommen werden: die Ehepartner der Täter. Ihnen werden bisweilen sogar von den eigenen Angehörigen Mitgefühl und Mitleid verweigert, weil sie mitverantwortlich gemacht werden für Verbrechen, die sie nicht begangen haben und von denen sie nichts gewusst haben. Die Folgen dieser sozialen Ausgrenzung sind regelmäßig dramatisch.“ Denn jene Angehörige beschreibt ihren bereits verhafteten Ehegatten während der Vernehmungen als “Black Box“ – wie nach einem Flugzeugabsturz, wenn anhand der in der Black Box befindenden Daten und Fakten der Absturz rekonstruiert wird, und dabei meist schreckliche Details ans Tageslicht kommen, die ohne die Auswertung der Daten sonst für immer verborgen geblieben wären. Ebenso überrascht und zugleich traurig und verbittert hat Elisabeth Rawski Fakten während der polizeilichen Vernehmungen und im Gerichtssaal Fakten über ihren Mann anhören müssen, die ihr während der bisher 15 Ehejahre völlig fremd geblieben sind. Franz Rawski hat sich Jahre vor der gemeinsamen Ehe mit dem HI-Virus angesteckt. Allerdings hat er sich seit Jahren in regelmäßige ärztliche Behandlung begeben, sein Hausarzt hat gegenüber Elisabeth Rawski immer wieder bestätigt, dass er so gut eingestellt sei, dass ihm noch nicht mal mehr Spuren des Virus nachgewiesen werden konnte. Als Werbefrau hat sie monatlich mehrere tausend Euro verdient und auch einige Jahre lang sämtliche Haushaltsausgaben verwaltet. Irgendwann hat aber Franz Rawski darauf bestanden, dass er nun für die Gelder zuständig ist. Während der Gerichtsverhandlung ist offenbart worden, dass er insgesamt 24 Bankkonten eröffnet und diese hat ins Soll treiben lassen – mit Ausgaben, die er ohne ihres Wissens getätigt hat. Schließlich hat er sie um 250.000 Euro erleichtert. Außerdem ist er stolzer Besitzer eines Safe gewesen, in dem er – ihres Wissens nach, aber entgegen ihren Willen – eine Pistole für Silvester und einige Messer aufbewahrt hat. Während sie auf Liebesfilme steht, ist er besonders von Filmen angetan, in denen es ganz besonders brutal zugeht. Und wenn Krimi, dann muss zu seiner Befriedigung ein psychologischer Hintergrund vorhanden sein. Deshalb  haben beide die Fernsehabende überwiegend jeder für sich verbracht. Auch das hatte sie über Jahre geduldet. Während seiner Kurzreisen Franz Rawski viel Zeit und Geld für Clubbesuche in Lokalitäten geopfert, in denen Homo- und Bisexuelle verkehren. Auch hat er immer wieder sogenannte “Cruising Areas“ aufgesucht, ein Begriff aus der Schwulenszene, der besagt, dass dort fremde Menschen meist gleichen Geschlechts kurzfristige Kontakte suchen. Auch das hat Elisabeth Rawski überhaupt nicht wahrhaben wollen, da er ihr den Beischlaf seit Jahren verweigert hat. Zu den Gerichtsverhandlungstagen sind auch Franz Rawskis Ex-Frau  sowie ehemalig Liebschaften eingeladen worden. Auch sie haben ihn als charmanten und liebevollen Menschen beschrieben. Nachdem zwei  Männer unterschiedlichen Alters meist an Raststätten und in der Nähe von “Cruising Areas“ aus kürzerer Distanz erschossen worden sind, und außerdem ein Raubüberfall verübt wurde, und  nachdem ihr Mann Franz Rawski verhaftet worden ist, ist für sie eine Welt zusammengebrochen. Kurzschlussreaktionen während der Taten sind auszuschließen, denn der Täter hat sich an jedem Tatort länger aufgehalten, auch Zigaretten geraucht, also auch mehrere DNA-Spuren hinterlassen. Während jedem der Verhandlungstage hat sie immer wieder zu Herrn Gemahl  geschaut, hat nach Antworten gesucht, sich eingeredet, ihm habe man das Gehirn entnommen, auf der Anklagebank säße ein anderer Mensch. Er  hat zugenommen und sich, was sie ebenfalls nicht gemocht hat, einen Dreitagebart wachsen lassen. Im Verlauf hat er ihr etwas sagen wollen, jedoch so intensiv weinen müssen, dass die Verhandlung kurzzeitig unterbrochen worden ist. Nach Wiedereinlass in den Gerichtssaal hat er noch immer schluchzend wie immer mit „Mein Täubchen…“ zu ihr geredet. Während der Urteilsverkündung war sie jedoch nicht mehr dabei. Harbort beschreibt den Zustand Elisabeth Rawskis so:   „Elisabeth Rawski hat nichts von den Mordgelüsten  ihres Mannes gewusst. Und dennoch: Es gab immer wieder Anhaltspunkte dafür, dass die schöne heile Welt Risse bekommen hatte und sich hinter der Maske des liebevollen Ehemannes ein Mensch versteckte, der dem Leben und seinen eigenen überhöhten Ansprüchen nicht gewachsen war und schließlich daran zerbrach, und der sich sehenden Auges in eine Sackgassenmanövrierte und seinen niederen Instinkten nichts mehr entgegensetzen wollte. Seine Frau hat sich den ehelichen Problemen nicht gestellt, sondern stets einen Grund gefunden, ihren Mann gewähren zu lassen. Ausblenden und verdrängen ist eben bequemer als die Konfrontation mit der Wahrheit, die unbequem ist und viele Probleme und wenig Hoffnung macht. Doch die schlimmste Strafe ist für Elisabeth Rawski das Alleingelassen werden. Das Alleinsein.“   „Franz Rawski überrascht alle Anwesenden und sagt tatsächlich etwas“, schreibt Harbort, und zitiert: >>Wenn jemand hier im Saal sein sollte, heute oder an den vergangenen Verhandlungstagen<<, formuliert er mit fester Stimme, >>der annimmt, dass ich der Grund für seinen Kummer, sein Leid oder seine Nöte bin, würde mir das sehr leidtun und ich bitte um Vergebung. Wenn Menschen ihre Neigung verleugnen und sie in obskuren Subkulturen ausleben müssen, dann sind nicht die Schwulen und die Lesben pervers, sondern ihre Umwelt, in der sie leben müssen.<<“   Weil aber Franz Rawski nicht weiter in sich hinein schauen lässt und ein psychiatrisches Gutachten verweigert, kann auch der dennoch bestellte Psychiater nur anhand von Fakten vermuten. „Wer diese Morde durchgeführt hat, schwingt sich zum Herrscher über Leben und Tod. Und der ist zu weiteren schwersten Delikten fähig“, stellt dieser fest. Die Staatsanwaltschaft schließt sich dem Gutachter an und unterstellt dem Angeklagten >>Mordlust<<, er habe (Zitat) >>aus Freude an der Vernichtung eines Menschenlebens gehandelt, aus Zeitvertreib. Die Taten sind geprägt von kalter Willkür und Hinterhältigkeit, sie sind besonders ruchlos und niederträchtig.<< >>Dass er die Taten begangen hat, steht zweifelsfrei fest.<<, so das Zitat der Vorsitzenden. Franz Rawski muss deshalb lebenslang hinter Gitter, kann nicht vorzeitig entlassen werden und ist obendrein mit Sicherungsverwahrung belegt worden. Höchststrafe.   Stephan Harbor stellt zunächst das Urteil infrage. Hat die Richterin nicht lediglich gesagt, dass Franz Rawski die Taten zweifelsfrei begangen hat? „Hat er tatsächlich aus >>Mordlust<< gehandelt?“  Nachdem er sich einen kriminalhistorischen Überblick verschafft hat, spekuliert er des Weiteren über Habgier als Mordmotiv. Es spricht deshalb dafür, weil Franz Rawski zum Zeitpunkt der Taten nicht nur pleite gewesen ist, sondern beruflich wie privat gescheitert. Nur eines ist gewiss: Franz Rawski hat seine Mitmenschen für seine Zwecke manipuliert und benutzt, gebraucht – ein typisches psychopathisches Verhalten. Psychopathen sind durchaus in der Lage, sich in andere hineinzuversetzen, auch emotional, wenn es dem eigenen Zweck dient. Soziopathen ist es völlig egal, was die Opfer und die Angehörigen des Täters und die der Opfer empfinden. Sie machen ihr Ding, und fertig. Solange aber Franz Rawski sein Geheimnis für sich behält, kann auch ein noch so fachlich kompetenter Mensch nur über Rawskis Mordmotiv spekulieren. Mit diesen Worten beendet Harbort dieses Kapitel. Mit besten Empfehlungen Ralf Ebersoldt

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  • Mit dem Bösen Auge in Auge

    Killerinstinkt

    NiliBine70

    27. August 2017 um 13:12

    Inhalt: Warum Männer oder Frauen zu Mördern oder gar zu Serienmördern werden, das hat unterschiedlichste Gründe. Stephan Harbort hat mit vielen von ihnen gesprochen, sie analysiert, Hintergründe aufgedeckt und lässt den Leser nunmehr einen Blick auf eben diese Serienmörder werfen, ihm selbst über die Schulter blicken. Er zeigt Methoden seiner Arbeit auf, um hinter die Masken zu schauen, dem Bösen auf die Schliche zu kommen und eben vermeintlich unlösbare Fälle aufzuklären. Meine Meinung: Mit dem Bösen Auge in Auge Wieder einmal wage ich den Blick hinter diese Buchdeckel und folge Stephan Harbort bei seiner Arbeit. Diesmal sind es unterschiedliche Fälle, die aber alle eins gemein haben: Sie schockieren uns, sie lassen uns schaudern, den Kopf schütteln, manches Mal Unverständnis erleben. Aber durch die Erläuterungen des Autors erleben wir auch seine Arbeit von einer uns ansonsten fremden Seite, erleben die Frustration, wenn man als Ermittler vor „Wände“ läuft, obwohl man ganz genau spürt, dass da etwas faul ist. Da fliegen vermeintlich wasserdichte Alibis und Pläne auf, weil ein gieriger Mörder in seiner Überheblichkeit Fehler macht, weil er glaubt, ihm kann sowieso niemand das Wasser reichen. Leichen tauchen wieder auf, obwohl sie doch so sicher vor Entdeckung versteckt waren. Ich möchte gar nicht zu viel preisgeben von dem in „Killerinstinkt“ verarbeiteten Fällen. Es lohnt sich, wenn man daran interessiert ist, einmal etwas anderes als reine Fiktion zu lesen. Hier ist das reale Verbrechen und die von mir so oft genannten menschlichen Abgründe, die mich persönlich immer wieder sehr schockieren, abstoßen, aber auch immens faszinieren und fesseln. Und dann sind da auch Aussagen, Beschreibungen, Erlebnisse von Angehörigen der Opfer oder gar des Täters, seiner „Freunde“, die von seinem dunklen Geheimnis zum Teil nichts ahnten... Das alles im Gesamtpaket ist -wieder mal!- besser als jeder Thriller, den man sich ausdenken kann! Mich persönlich beeindruckt an dem ganzen sehr, dass Stephan Harbort mit Inbrunst seinen Job macht und nicht am Leben, an den Menschen verzweifelt ist. Wenn man sich vorstellt, dass er mit eder ein oder anderen „Bestie“ - so werden Serienmörder ja gern landläufig bezeichnet – tatsächlich an einem Tisch gesessen hat, ihm Dinge entlockt hat, Vertrauen aufgebaut hat, dann bekommt man schon eine Gänsehaut! Vermutlich wird das auch nicht mein letztes Buch vom Autor sein! Den ein oder anderen, für mich sehr interessanten Titel, hat er ja schon veröffentlicht! Fazit: Das Böse, was uns tagtäglich umgibt, lesbar aufbereitet von Stephan Harbort mit viel Insiderwissen. Lesenswert, wenn man sich mit dem Wesen der Serienmörder beschäftigen möchte und die harte Realität wirklich aushält! Bewertung: 5 von 5 Nilpferden Danke an Stephan Harbort für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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  • Weiteres lesenswertes Buch von SH :-)

    Killerinstinkt

    Egwene

    18. August 2017 um 15:42

      Hier ein weiteres von mir rezensiertes Buch von Stephan Harbort. In diesem Werk werden fünf Verbrechen unter die Lupe genommen, die nach Aussage des Autors diesen besonders berührt haben und die er als Meilensteine im Laufe seiner Beschäftigung mit dem Thema betrachtet.   Im Vorwort wird vom ersten Seriemord berichtet, der ihm in seiner Karriere als Polizist begegnet war. Und wie er seine Neugier und das Interesse für das Thema weckte, was schließlich zur Triebfeder seines Forschens wurde und zu zahlreichen Büchern und Studien zu dem Thema führte.   1. Kapitel - Black Box   Dieses Kapitel beginnt mit dem Fund einer Leiche auf dem Fahrersitz eines Wagens, der auf einem Parkplatz mit geöffneter Tür parkt. Während die Fahndung nach dem Täter beschrieben wird, wird abwechselnd aus Sicht der Ehefrau vom Täter berichtet, was ich ein sehr interessantes Konzept finde. Man vergisst so schnell die Angehörigen, die bei so einer Sache mit drin hängen und in Sippenhaft mitgenommen werden, obwohl sie mit der Tat nichts zu tun haben. Während von den Ermittlungen und den weiteren Ermordungen des Mannes berichtet werden, berichtet die Ehefrau vom Verhalten des Täters in der Ehe - und deren zunehmende Vereinsamung, als der Täter schließlich gefasst und dessen Identität aufgedeckt wird. Man kann in dem Kapitel wieder sehr deutlich erkennen, welchen Fehler man macht, in einer Schwarz-Weiß-Sicht zu verharren und welches Doppelleben ein Täter führen kann, ohne das auch nächste Angehörige etwas von der Tat ahnen. Wahrscheinlich glaube jeder, man hätte in seinem Umfeld etwas merken müssen, aber die Lektüre von Stephans Büchern zeigen immer wieder, dass dem nicht so ist. Dass Täter oft eine perfekte Maske für ihren Alltag gebastelt haben. Zeigt sich der Täter bei den Taten mörderisch und erbarmungslos, wird er von der Ehefrau als durchaus liebevoll und aufmerksam beschrieben. Ich finde es in der Beschreibung auch glaubwürdig, dass sie nichts von den Taten wusste und die Frau tat mir beim Lesen sehr leid. Das den Autor dieser Fall berührt hat, glaube ich gern, selbst beim Lesen zog sich bei mir alles zusammen. Freunde zogen sich zurück, die Familie brach den Kontakt ab. Selbst die beste Freundin verabschiedete sich. Was ist das nur für eine Freundschaft, wenn ein Freund geht, wenn er am dringendsten gebraucht wird? Ich sehe dieses Kapitel als einen Appell, Menschen im Umfeld eines Täters nicht immer gleich mit in Sippenhaft für die Taten eines einzelnen zu nehmen, wie auch die Bücher insgesamt immer wieder darauf hinweisen, wie falsch es ist, Dinge nur schwarz-weiß zu sehen. Ein Täter ist immer auch ein Mensch und nicht nur eine Bestie. Es ist so einfach, zu urteilen, aber ein Tunnelblick hat noch nie bei der Lösung eines Problems geholfen. Ich hoffe sehr, die Frau aus diesem Kapitel hat es wieder auf die Beine geschafft und kann heute wieder Kontakte knüpfen.   2. Kapitel - Morbus Freitag   In diesem Kapitel geht es um einen Krankenpfleger, der seine Patienten getötet hat. In diesem Kapitel wird das Bild gezeichnet eines mit seinem Beruf komplett überforderten Menschen. Mit dem Beruf und dem Leben insgesamt. Hier werden auch desolate Zustände auf Krankenstationen beschrieben. Ich hatte noch aus einem anderen Buch von Stephan Harbort einen ähnlichen Fall im Kopf (In Killerfrauen) von einer Frau, die zu einer Patientenmörderin wurde. Dieser Fall ist ähnlich - und doch anders, da der beschriebene Thomas Bracht zumindest einen ganz anderen Eindruck macht als die beschriebene Krankenschwester. Er scheint offener zu sein und die Tat auch wirklich zu bereuen, aber auch bei ihm habe ich das Gefühl, er scheut sich ein wenig, letztendlich Verantwortung für seine Tat zu übernehmen. Stephan beschreibt hier sehr detailliert einen Gesprächsverlauf, und ich habe die Geduld und die Sensibilität bewundert, mit der er vorging. Ich hoffe, von dem Fall in weiteren Büchern noch zu lesen, denn er scheint mir noch nicht abgeschlossen, wie der Autor auch am Ende des Kapitels schreibt. Irgendwann wird die letzte Barriere hoffentlich durchbrochen.   3. Kapitel - Ein Vater sucht einen Mörder   Dieses Kapitel war sehr berührend und hat es auch geschafft, dass ich am Ende des Kapitels geweint habe. So viel Verzweiflung. Hier wird wieder gezeigt, was für ein Rattenschwanz an einer Tat hängt. Das man nicht nur ein Leben zerstört, sondern auch viele Leben der Angehörigen eines Opfers. Ein 13-jähriger Junge wurde aus einem Internat entführt und ermordet. Sein Vater sucht verzweifelt den Mörder und stellt auch, von der Polizei, eigene Ermittlungen an. Immer wieder spürt man beim Lesen die Verzweiflung und der schreckliche, schreckliche Verlust, den der Vater hier erlitten hat, der einem aus jeder Zeile entgegen schreit. Das muss die Hölle sein, ich glaube, man kann sich das als Außenstehender nicht mal ansatzweise vorstellen, wie schrecklich es sein muss, ein Kind zu verlieren. Aber beim Lesen des Kapitels bekommt man vielleicht eine Ahnung. Fast zwanzig Jahre dauert die Suche, in der die Ehe leidet und der Vater kaum noch einen Gedanken an etwas anderes hat als die Frage, was in der Nacht mit seinem Kind passiert ist. Und dennoch kein Happy End, denn ein Happy End kann es nicht geben, denn auch die Bestrafung des Täters bringt das Kind nicht zurück. Nach diesem Kapitel musste ich das Buch erst mal beiseite lesen und mich sammeln, bevor ich weiter lesen konnte. Ein sehr bewegendes Kapitel.   4. Kapitel - "Er holt dich heute"   Dieses Kapitel findet wieder eher aus der Sicht des Täters statt. Es fängt damit an, wie eine Frau an der Grenze von Grenzbeamten überredet wird, einen Tramper mitzunehmen. Dieser ist angeblich von seiner Frau sitzen gelassen worden und müsse nach Deutschland zurück. Was natürlich nicht stimmt. Es handelt sich um einen Mörder, der schon mehrere Frauen getötet hat, wo nun die Taten beschrieben werden, mit abwechselnden Kommentaren des Täters und seiner Sicht darin. Ebenso wird beschrieben, wie er gefasst wurde und anschließend das Gespräch mit Stephan Harbort wieder gegeben. Dieses Kapitel zeigt wieder, wie wichtig es ist, den Menschen und nicht nur den Mörder zu sehen, als beschrieben wird, wie eine Frau aus der Situation entkommt, weil sie nicht auf den Mörder, sondern auf den Menschen reagiert hat und ihn in ein Gespräch verwickelt hat. Wovon der Täter überfordert war. Insgesamt erscheint mir der Täter sehr schnell überfordert zu sein. Ich dachte beim Lesen öfter "armes Würstchen". Ein hoch verunsicherter Mensch, der sein Leben nicht im Griff hat und es an anderen auslässt.   5. Kapitel - Charakter: Verbrecher   Das letzte Kapitel handelt von einem Serienmörder, der neben seinen Morden auch mehrere versucht Vergewaltigungen auf dem Kerbholz hatte. Der sich, wie die Überschrift schon vermittelte, selbst als Verbrecher charakterisierte und identifizierte und auch von einem Leben außerhalb des Gefängnisses überfordert war. Dieses Kapitel gab mir zu denken, was man nach dem Gefängnisaufenthalt tun kann und tun müsste, um Menschen die Wiedereingliederung zu erleichtern. Er zeigt sich allerdings auch sehr widersprüchlich. Er schämt sich, auf das Amt zu gehen und um Geld zu "betteln", aber Leute bestehlen ist in Ordnung. Mir stellte sich an der Stelle die Frage, gibt es wirklich zu wenig Hilfe oder liegt das Versagen außerhalb des Gefängnisses eher daran, dass er sich weigerte, die angebotene Hilfe anzunehmen? Als Vorbestrafter ist es sicher kein Zuckerschlecken, aber ich glaube, keine Maßnahme der Welt wird leisten können, dass es völlig eben abläuft. Maßnahmen können nur unterstützen, und auch nur, wenn sie angenommen werden. Der Täter machte auf mich den Eindruck von jemandem, der erwartet, dass ihm die Welt auf halbem Wege entgegen kommt und der sich weigert, auch nur ansatzweise die Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. Mit so einer Einstellung fährt man natürlich auch als nicht-Vorbestrafter gegen die Wand. Dann erfolgt ein Sprung und man sieht ein weiteres Interview, das ungefähr zehn Jahre später stattfindet. Und es scheint tatsächlich ein Wandel stattgefunden zu haben, da der Täter nun eher den Eindruck macht, die Verantwortung für seine Taten zu übernehmen, die er vorher vehement verdrängt hatte. Vielleicht sollte man doch Menschen nicht zu früh aufgeben. Beim ersten Teil des Kapitels hätte ich gedacht, dass bei dem Kerl Hopfen und Malz verloren ist und sich schon deswegen nichts ändert, weil er gar nicht bereit ist, etwas zu ändern. Aber siehe da, Therapie kann doch etwas bewirken, der Eindruck ist auf jeden Fall ein anderer.   Nachwort   Hier treffen wir einen guten alten Bekannten, den Leser des "Hannibal-Syndroms" wieder erkennen dürften, da nur unter dem Namen Peter Windisch. Eine der ersten Serienmörder, die er persönlich interviewt hat und gleich so ein harter Brocken. Ich hatte beim Lesen Mitleid mit Stephan, musste aber ehrlich gesagt zwischendrin auch fast lachen - dieses aufgeblasene Gehabe war oft einfach zu lächerlich. Ein Mann, der nichts erreicht hat und nichts gebacken kriegt und an allen Ecken und Enden versucht, Bestätigung zu erzwingen. Ich bewundere Stephan ja, dass er diese Situation sieben Stunden ausgehalten hat, Wahnsinn. Ich hätte wahrscheinlich viel früher die Geduld verloren, aber deswegen ist er ja der Experte und ich nicht ;-)    

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  • Das Buch hinterlässt eine Gänsehaut

    Killerinstinkt

    bibiii

    17. August 2017 um 18:07

    Ich lese total gerne Thriller oder Krimis,aber Killer Instinkt,ist keine Fiktion.  Es ist bittere Wahrheit.Man liest das Buch und ist nicht einfach nur Leser,sondern hat das Gefühl man sei selbst vor Ort,könne über die Schulter schauen.Der Autor spricht mit Angehörigen,den Opfern und den Tätern selbst.  Es gibt einem die Möglichkeit zu verstehen was in einem solchen Menschen vorgeht. Ich kenne bereits ein paar Bücher des Autors und doch verschaffen mir seine Bücher jedes mal aufs neue Gänsehaut.Dieses Buch ist nicht nur was für Stephan Ich Fans,sondern alle die sich für Menschliche Abgründe und deren Taten und vor allem  folgen interessieren...

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  • Was macht Menschen zu Mördern?

    Killerinstinkt

    Virginy

    10. August 2017 um 22:16

    Für Killerinstinkt hat Stephan Harbort diesmal 5 Fälle ausgewählt, beleuchtet die Verbrechen und trifft sich mit den Mördern, um hinter das Geheimnis ihrer Taten zu kommen, einige geben bereitwillig Auskunft, andere hüllen sich in Schweigen.Im Vordergrund steht nicht unbedingt das Verbrechen an sich, sondern der Weg des Täters bis zu diesem Punkt und natürlich viele weitere Fragen.Wann und warum wurden seine Weichen in genau diese Richtung gestellt, was war der Auslöser?Natürlich werden nicht alle Fragen beantwortet, aber man kann zumindest teilweise an den Gedankengängen eines Frauenmörders teilhaben oder die "Karriere" eines Kindermörders verfolgen, dabei geht es jedoch nie um die blutigen Details... Auch dieses Buch habe ich wieder mit großem Interesse verschlungen und so bekommt Stephan Harborts "Killerinstinkt" von mir 4 von 5 Sternen und eine unbedingte Leseempfehlung für alle, die sich für reale Kriminalfälle interessieren.

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  • Der Mensch hinter dem Verbrechen

    Killerinstinkt

    Buecherseele79

    17. July 2017 um 16:44

    Wie werden Menschen zu Mördern?Wie können Menschen von einem Moment auf dem anderen "austicken" und eigene Familienmitglieder umbringen?In seinem Buch "Killerinstinkt" geht der Autor Stephan Harbort diesem "Phänomen" auf die Spur.Er schaut ganz genau hin und vorallem auch hinter die Kulissen was dieses Buch so erschreckend aber auch unglaublich interessant macht.In diesem Buch erzählt der Autor von 3 sehr grausamen Verbrechen und auch wie lange es brauchen kann bis diese wirklich aufgeklärt werden.Wie Familien von ermordeten Kindern endlich Gewissheit haben möchten, sich selbst auf die Suche nach dem Täter begeben, wie ein Mann wohl aus reiner Lust Menschen umbrachte, warum ein Krankenpfleger plötzlich entschliesst die Menschen von ihrem Leiden zu erlösen....bei all diesen Verbrechen schaut Kriminalhauptkommissar Stephan Harbort genau hin.Warum er diese Schiene der Ermittlung eingschlagen hat, was der Ausschlag dafür gab- auch dies erklärt der Autor in diesem Buch.Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen, es ist eher ein ruhiges Buch ohne gross aufreißerisch zu wirken, reiner Profit zu schlagen bzw. Angst auszulösen.Was ich an den Büchern des Autors so spannend und ja, interessant finde- er setzt nicht nur die Opfer ins Licht, gibt ihnen die Stimme, die Ansichten aus ihrer Perspektive sondern er lässt auch die Täter zu Wort kommen, auch in diesem Buch.Keineswegs nimmt er die Täter in Schutz, aber er sieht hinter den Tätern nicht das reine Böse, die Monster sondern Menschen die von jetzt auf nachher schreckliche Verbrechen begangen hatten und er möchte wissen warum.Um dies näher in Erfahrung zu bringen nimmt der Autor immer Kontakt mit den Tätern auf um mit ihnen über diese Taten zu sprechen, um von ihrer Vergangenheit zu hören, was in ihrem Leben schief gegangen ist.Ein Buch was mich von Beginn an wieder fesseln konnte, ich kann diesen Autor wirklich jedem ans Herz legen.Auch möchte ich dem Autor für das Rezensionsexemplar und die Widmung danken!

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  • Killerinstinkt

    Killerinstinkt

    RebekkaT

    11. September 2015 um 19:42

    Ich bin und bleibe ein großer Fan von Stephan Harbort! Auch "Killerinstinkt" ist sehr gut recherchiert, spannend und vor allem nicht nur reißerisch! Das muss nämlich nicht sein, wenn man den Menschen - egal, ob Serienmörder, Serienvergewaltiger oder Serieneinbrecher - sieht. Denn um diesen geht es: den einzelnen Täter, diese Menschen zu verstehen. Zu verstehen, warum sie so geworden sind, um irgendwann einmal Prävention zu betreiben, um Serienmorde zu verhindern. Cover: Stephan Harbort! Er reicht auch vollkommen. Schreibstil: Zwischen eingenem Handeln und eigenen Gedanken gibt es immer in einer anderen Schrift, in wörtlicher Rede, Passagen/Aussagen vom Täter, überlebenden Opfern und Hinterbliebenen. Flüssig, leicht und nicht zu sehr ins Detail gehend, eben wie Stephan Harbort immer schreibt, einfach KLASSE! Auch dieses Buch kann ich wärmstens und uneingeschränkt empfehlen. Auf das wichtigste reduziert, wenn man bedenkt, wie umfangreich die Aktenberge einer Anklageschrift sind, berichtet Stephan Harbort mit Wissen und Respekt den Opfern gegenüber, von Tätern und wie sie gefasst wurden. Immer auch, um den Opfern eine Stimme zu geben, um diese niemals zu vergessen!

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  • Rezension zu "Killerinstinkt" von Stephan harbort

    Killerinstinkt

    Danny

    19. December 2014 um 10:48

    Stephan Harbort: Killersinstinkt Stephan Harbort ist ein bekannter deutscher Kriminalhauptkomissar und Spezialist für Serienmörder, der bereits eine ganze Reihe von Büchern veröffentlicht hat. Sehr interessant, detailliert und genau berichtet er von mehreren teils sehr bekannten Mordfällen durch Serienmörder. Dabei lässt er auch die Täter zu Wort kommen und dies gibt einen erschreckenden Einblick in die Gedankenwelt der Serientäter. Lesenswert und sicher nicht mein letztes Buch von Harbort!

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  • Nicht ganz, was ich erwartet habe...

    Killerinstinkt

    Zroyas_Papiergefluester

    19. August 2014 um 15:04

    Das Buch „Killerinstinkt“ von Stephan Harbort hatte ich irgendwann mal auf einem anderen Blog gesehen, war direkt von der Rezension angetan und notierte das Buch gleich auf meinem Wunschzettel. Dort stand es dann lange, lange Zeit – bis vorgestern. „Killer Instinkt – Serienmördern auf der Spur“, beim dem Titel kriegen eingefleischte Criminal Minds Fans wie ich ja direkt erst mal ein bisschen Schnappatmung. Hätte ich aber gar nicht kriegen müssen, denn insgesamt hat mich das Buch nicht mal im Ansatz so sehr mitgerissen, wie es die damalige Rezensionen und meine daraufhin entwickelte Vorstellung haben vermuten lassen. „Was macht Menschen zu Mördern? Warum wird en fürsorglicher Ehemann zum kaltblütigen Killer? Was bringt einen Krankenpfleger dazu, seine Patienten zu töten? Stephan Harbort, Deutschlands bekanntester Serienmordexperte, hat mit vielen Tätern gesprochen, um ihren Motiven auf den Grund zu gehen. In Killerinstinkt versammelt er spektakuläre Mordfälle und gewährt uns einen persönlichen und exklusiven Einblick in die Arbeit mit Tätern, Opfern und Angehörigen.“ (Rückentext) Ich habe erwartet, dass tatsächlich anhand von Beispielen hergeleitet wird, welche Gründe es für die gewalttätigen Veranlagungen von Serienmördern gibt. Aber das war nur ansatzweise der Fall. Das Buch besteht aus mehreren Fällen, also Mordserien. Das Buch zählt die einzelnen Bestandteile der Taten auf, sprich, die einzelnen Morde, Vergewaltigungen oder anderen Angriffe. Unterstützt wird dies durch Aussagen der Mörder selbst, von Opfern oder auch Angehörigen. Der Autor, der im Buch auch beschreibt, wie er sich mit einzelnen Tätern getroffen und diese interviewt hat, versucht stets, Motive für die Taten der Serienmörder zu finden. Ich bin mir nicht sicher, was genau ich erwartet habe, trotzdem war ich von dem Buch enttäuscht. Ich hatte mehr erwartet, psychologische Untersuchungen, keine reinen Beschreibungen der Tatabläufe sondern… Ach, ich weiß auch nicht. Dafür, dass der Buchrücken mir einen Blick in die Seele des Täters versprach, gab es zu wenig Einblicke in den Täter und vielmehr Einblicke in Polizeiakten und Ermittlungsarbeiten. Alles in allem ein Buch, dass sich gut, flüssig und einfach verständlich las – aber kein Pageturner, der mich nicht mehr wissen ließ, wohin mit meiner Begeisterung. Solide, aber nicht außergewöhnlich

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