Stephan Hebel

 4 Sterne bei 3 Bewertungen

Alle Bücher von Stephan Hebel

Stephan HebelMutter Blamage und die Brandstifter
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Mutter Blamage und die Brandstifter
Mutter Blamage und die Brandstifter
 (1)
Erschienen am 03.04.2017
Stephan HebelSehr geehrter AfD-Wähler, wählen Sie sich nicht unglücklich!
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Sehr geehrter AfD-Wähler, wählen Sie sich nicht unglücklich!
Stephan HebelMutter Blamage
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Mutter Blamage
Mutter Blamage
 (1)
Erschienen am 26.02.2013
Stephan HebelDeutschland im Tiefschlaf
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Deutschland im Tiefschlaf
Deutschland im Tiefschlaf
 (0)
Erschienen am 15.09.2014
Stephan HebelMutter Blamage und die Brandstifter
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Mutter Blamage und die Brandstifter
Mutter Blamage und die Brandstifter
 (0)
Erschienen am 03.04.2017
Stephan HebelAlltag in Trümmern
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Alltag in Trümmern

Neue Rezensionen zu Stephan Hebel

Neu
Duffys avatar

Rezension zu "Mutter Blamage und die Brandstifter" von Stephan Hebel

Erhellend und wichtig!
Duffyvor 24 Tagen

Einleitend soll bemerkt werden, dass dieses Buch kurz vor der letzten Bundestagswahl erschien und die Entwicklung in diesem Jahr, insbesondere die Landtagswahl in Bayern, noch nicht berücksichtigen konnte. Aber die Prognosen am Ende des Buches scheinen ihre Bestätigung zu finden.
Auch der Titel scheint ein wenig zu plakativ, doch wenn er neugierig macht, hat er seinen Zweck erfüllt. Zudem ist der Journalist und Politikfachmann Hebel über jeden Zweifel der Polemik erhaben.
Dass dieses Land in einer ernstzunehmenden Krise steckt, wird wohl niemand ernsthaft bezweifeln. Es handelt sich nicht um eine wirtschaftliche, sondern um eine gesellschafts- und sozialpolitische Krise. Die Flüchtlingsproblematik, die sozialen Ungerechtigkeiten, die Verteilung von unten nach oben, der neue Rassismus, die Angst vor dem Terror, die Sicherheitswahrnehmung der Bevölkerung, die EU und viele andere Probleme mehr prägen unseren Alltag. Dem gegenüber steht eine Politik, die sich schon so weit vom alltäglichen Geschehen und seinen Bürgern abgekoppelt hat, dass man bei den gewählten Politikern nicht mehr von Volksvertretern reden kann. An deren Spitze steht nun mal die Bundeskanzlerin und prägt ganz entschieden das Bild dieser Republik.
Man kann sie nicht für alles verantwortlich machen, was in diesem Land schief läuft, doch sie ist nun mal das federführende Organ des Parlaments und dieser Regierung und gibt den politischen Kurs vor.
Genau hier setzt Hebel an und deckt auf, wieweit man dieser mächtigen Frau wirklich Versäumnisse und Ignoranz vorwerfen kann. Akribisch geht er zu Werk und belegt seine Ausführungen mit Fakten, deren Quellen der Leser nachprüfen kann, Was dabei herauskommt, ist irgendwie nichts Neues, Stückwerk davon liest man in Kommentaren, Kolumnen oder kann es am eigenen Leib erfahren. Doch hier, im Zusammenhang und klar und deutlich formuliert, muss man oft zugeben, wie wenig man doch mit Hintergründen vertraut ist. um festzustellen, wie oft man von der Politik und von Frau Merkel hinters Licht geführt, ja, sogar betrogen worden ist.
Es ist nicht das Porträt einer Frau. Dazu sagt Hebel nichts und das ist auch gar nicht sein Thema. Hier geht es um die Entwicklung des Landes unter der Regierung einer Kanzlerin, die ihre eigenen Interessen und die ihrer Klientel über alles, teilweise auch über das Volk stellt.
Das Buch fordert zur Reaktion heraus. Im günstigesten Fall ein Nach- im besten Fall ein Umdenken. Es wird die Hardcore-Anhänger verärgern und die Lobbyisten lässig abwinken und von einer "Hetzschrift" reden lassen. Und es wird nichts bewegen, weil so schnell bewegt den Deutschen nichts und wenn, dann ratlos und in eine unproduktive Richtung (s. Bayern).
Dabei wäre es wichtig, sich am Ende der Lektüre Hebels "Wege zum Wechsel" dreimal durchzulesen. Die Zustände in diesem Land wieder in Richtung sozialer Gerechtigkeit zu lenken und den plattfüßigen Nationalismus zur Strecke zu bringen erfordert mehr als nur einmal in vier Jahren zur Protestwahl zu gehen. Dieses Volk muss endlich begreifen, dass es mehr tun muss, wenn es seine demokratischen Rechte manifestieren will. Eine Ablösung von Frau Merkel ist dringend überfällig, aber es wäre nur ein erster Schritt.

Kommentare: 2
22
Teilen
W

Rezension zu "Sehr geehrter AfD-Wähler, wählen Sie sich nicht unglücklich!" von Stephan Hebel

Leider sehr belehrend
WinfriedStanzickvor 2 Jahren



Geschrieben im Erschrecken nach dem großen Wahlerfolg der AfD in Mecklenburg-Vorpommern für die Frankfurter Rundschau und für dieses Büchlein erweitert, versucht der nach eigenen Angaben eher politisch links einzuordnende Journalist und Publizist Stephan Hebel, der für zahlreiche linke und linksliberale Printmedien schreibt, einen gedachten AfD –Wähler anzusprechen und ihn mit vielen Argumenten, die sich hauptsächlich im Bereich von Zahlen und Statistiken bewegen, zu überzeugen, dass nicht die aktuelle Argumentation der AfD. Sondern vor allem ihr Wahlprogramm sich gegen seine ureigensten Interessen richtet. Nebenbei hofft er, mit seinem Text auch Menschen Argumente an die Hand zu geben für die Debatten mit evtll. AfD –Sympathisanten.

So weit, so löblich. Doch sein ganzer Text bewegt sich auf der rationalen Ebene. Gefühle und Ängste, die potentielle der AfD beschäftigen, Ängste vor weiterem sozialen Abstieg, Ängste, dass sie sich im eigenen Land nicht mehr zu Hause fühlen und dass man sie selbst vor lauter Engagement für Randgruppen und andere Benachteiligte schon längst vergessen hat, ja, sich sogar über sie lustig macht.
Die Wahl in den USA hat gezeigt, wie groß diese Angst ist von Menschen, die eben nicht alle ungebildet und dumm sind. Und sie hat gezeigt, was passiert, wenn ihre Stimme nicht mehr ernst genommen wird. Damit meine ich nicht die, die am 3. 10. in Dresden gepöbelt haben. Ich meine all die Menschen, denen ich fast jede Woche begegne und die sich nicht trauen, ihre wirkliche Meinung zu sagen zu bestimmten Themen.

Boris Palmer schreibt am 10.11.2016 im Blog der linksliberalen „Huffington Post“:
„Es ist zu einfach, 49 Prozent der amerikanischen Wähler für rassistische Dumpfbacken zu hakten. Dass Trump in den Umfragen so weit hinten lag und praktisch als erledigt galt, ist ein Fingerzeig.
Viele Menschen sagen bei Umfragen nicht, was sie denken, wenn sie glauben es sei gesellschaftlich unerwünscht. Das Phänomen heißt  ‚underreporting‘“.

Ich erlebe das in meiner Umgebung fast täglich. Es findet aus Angst gegen die PC zu verstoßen, kein wirklicher Diskurs mit anderen statt.
Diese Menschen in den USA und auch bei uns sehen sich aus vielerlei Gründen gegen den großstädtischen, grün-alternativ geprägten Mainstream (vgl. die Debatte in der ZEIT, nach dem Essay von Bernd Ulrich) in die innere Opposition gedrängt und machen dann an der Wahlurne ihrem Herzen Luft. Umso mehr, als ihre bis vor kurzen noch „normale“ Haltung nun offensiv als rückständig und engstirnig oder gar schlimmer gebrandmarkt wird.
Palmer schreibt dazu: „Wir haben auch in Deutschland eine öffentliche Kultur entwickelt, unerwünschte Äußerungen durch Schmähung und Ausgrenzung unterdrücken zu wollen. Das kann dazu führen, dass sich eine Mehrheit der Menschen für jemanden wie Trump entscheidet, weil ihnen da nur noch auf die Nerven geht. Wenn wir vermeiden wollen, dass wir durch eine intolerante und aggressive Verteidigung der offenen Gesellschaft irgendwann auch in rechtspopulistisch regierten Gesellschaften aufwachen, sollten wir das dringend überdenken.“
Stephan Hebels Buch belehrt. Es nimmt die wirklichen Ängste der Menschen nicht wahr, weil diese schon lange nicht mehr wirklich gefragt werden. Und über den Islam verliert er nur wenige Worte. Dabei sind viele Ängste der Menschen genau damit verbunden.




Kommentieren0
13
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 5 Bibliotheken

von 1 Lesern aktuell gelesen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks