Stephan Kulle

 4.2 Sterne bei 26 Bewertungen
Autor von Riss im Glück, 40 Tage im Kloster des Dalai Lama und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Stephan Kulle

Riss im Glück

Riss im Glück

 (11)
Erschienen am 01.12.2010
40 Tage im Kloster des Dalai Lama

40 Tage im Kloster des Dalai Lama

 (7)
Erschienen am 01.12.2010
Papa Benedikt

Papa Benedikt

 (4)
Erschienen am 01.04.2007
Warum wir wieder glauben wollen

Warum wir wieder glauben wollen

 (2)
Erschienen am 01.03.2008
Karmapa

Karmapa

 (1)
Erschienen am 08.03.2012
Karmapa: Der neue Stern von Tibet

Karmapa: Der neue Stern von Tibet

 (0)
Erschienen am 08.03.2012

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Rezension zu "Karmapa" von Stephan Kulle

Ausweichmanöver wird Buchprojekt
rumble-beevor einem Jahr




Mein drittes Buch von Stephan Kulle – und noch immer bin ich nicht begeistert.  In diesem Leben wird das wohl nichts mehr mit einer engen Freundschaft zwischen uns beiden. Doch immerhin gestehe  ich dem Autor zu, sich weiterentwickelt zu haben und fundierter geworden zu sein. 


Im hinteren Klappentext heißt es, der Autor habe in letzter Zeit zum Ziel , den „Glauben der Weltreligionen“ zu ergründen. Dazu scheint er ja auch durchaus befähigt;  er hat Theologie studiert  (katholische) , und als Journalist und Fernsehmoderator gearbeitet. Zudem ist er ausgewiesener Vatikan -Kenner;  und dieses Buch nun ist meines Wissens nach das vierte,  das sich in irgendeinem Sinne mit Religion befasst. (Das zweite über Buddhismus.)


Sein erstes erschien 2008 – „40 Tage im Kloster des Dalai Lama“. Auch dieses habe ich gelesen, und war teilweise bestürzt ob der Plattitüden, haltlosen  Allerweltsvergleiche  und Halbwahrheiten. In der Einleitung zu „Karmapa“ schreibt er nun, die Idee zum Buch sei ihm schon damals gekommen, als ein Interviewtermin mit dem Dalai Lama aufgrund einer plötzlichen Erkrankung desselben ausfallen musste. Er habe von anderen Touristen von der besonderen Ausstrahlung des Karmapa erfahren, und so habe er eben stattdessen um eine Audienz bei ihm gebeten. (Der Karmapa ist nach dem Dalai Lama der ranghöchste Lama in Tibet, und gleichzeitig Oberhaupt der Kagyü -Linie.)


Mich befremdet eine solche Begründung für eine Buchidee – wäre ich es gewesen, hätte ich es zumindest nicht so offen zugegeben. Aber immerhin, im Laufe des Buches schildert Kulle glaubwürdig, wie er der Faszination des charismatischen jungen Mannes erliegt, und sich Stück für Stück in die Geschichte seiner Linie und seiner Inthronisation einarbeitet.


Aber was ist nun das Buch?  Eine Biographie eines religiösen Würdenträgers?  Eine historische Abhandlung über eine der vier Linien des tibetischen Buddhismus?  Eine Schilderung einer Reihe von Interviews?  Oder eine Reflexion über Buddhismus und Weltreligionen?  Von allem ein wenig , und nichts richtig. 


Für mich ist diese Unentschlossenheit, dieses Umherschlängeln des Buches, ein Hauptkritikpunkt. Dazu noch der teils weitschweifige, teils simplifizierende  Schreibstil Kulles, und die Verwirrung war perfekt.


Immer wieder wechselt der Autor den Takt. Ein Abschnitt über  das Leben des Karmapa, dann wieder seitenlange Ausführungen über politische Intrigen in Tibet, mittendrin ein beinahe spannendes Kapitel über die Flucht des Karmapa ins indische Exil. Alles munter vermischt  und gewürzt mit tatsächlichen Beschreibungen von Interviewterminen, oder Reflexionen über den (tibetischen) Buddhismus. Ich habe mich teilweise durch das Buch gequält, weil ich einfach nicht herausgefunden habe, worauf es hinaus will.


Gutes lässt sich natürlich auch sagen. Anders als noch im ersten Buch über den Dalai Lama, ist der Autor hier deutlich informierter ins Rennen gegangen. Er schildert den Karmapa vorrangig als Menschen, und als verantwortungsbewussten Linienhalter. So ganz kann er aber die typisch westliche Geisteshaltung noch nicht ablegen, zum Beispiel wenn er sich über Komplikationen in der indischen oder tibetischen Bürokratie ereifert, oder sich wundert,  warum ein Tibeter nicht gerne über gewisse Dinge spricht  (wie Erleuchtung oder das Verhältnis zu den eigenen Eltern).


Ich gebe zu, ich bin als Rezensentin dieses Buches nicht leicht zufrieden zu stellen, da ich sowohl praktizierende Buddhistin als auch langjährige Sachbuchleserin bin. Beide Aspekte kommen hier zu kurz. Kulle ist mir bei weitem noch zu plaudernd, staunend, und voreilige Schlüsse ziehend. Aber  - würde er ein drittes Buch über Buddhismus schreiben, würde ich ihm eine Chance geben. 

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Rezension zu "Riss im Glück" von Stephan Kulle

Riss im Glück
Diezwinkerlingevor 2 Jahren

Meine Meinung

Ich als gelernte Pferdewirtin und auch Auszubildende zur Ergotherapeutin war sehr gespannt auf das Buch, als ich von diesem erfuhr. Ich hatte mir erst etwas anderes darunter vorgestellt. Ich hatte gehofft, ein Stück Anleitung zur Umsetzung einer solchen Therapie zu erhalten, aber darauf wartet man vergebens. Das Buch ist trotz alledem sehr schön zu lesen und gibt Anreize. Auch gut zu lesen für Personen die kein Grundwissen rund ums Pferd haben. Vor allem macht das Buch Lust auf mehr und bestärkt mich, die Ausbildung zur Reittherapeutin zu absolvieren.  Ich bin ein sehr pragmatischer Mensch ohne irgendeine Glaubensrichtung, schon gar nicht bin ich für Telepathie. Das ein oder andere Kapitel ist spirituell und telepathisch angehaucht, aber auch das in Maßen, also auch für Leute wie mich noch gut zu lesen. Als gelernte Pferdewirtin der klassischen Reitausbildung gibt es auch die ein oder andere Szene im Buch, in der ein jener der die klassische Ausbildung absolviert hat, ein Schmunzeln auf die Lippen bekommt. Sie beschreibt auch Ihren Weg, welchen sie gegangen ist. Ihr Weg macht Mut um an seinen Traum zu glauben und nicht alles bis ins kleinste Detail abzuwegen, sondern was zu riskieren und ihn versuchen umzusetzen. Ganz nach dem Motto einfach mal machen und los legen. Ihre Erfahrungen und Geschichten, welche Sie in Ihrem Buch darstellt sind sehr faszinierend, fesselnd und hoch interessant. Auch interessant für Ärzte und Therapeuten, die noch keine Verbindung zum Thema - das Pferd als Therapeut- haben.

Allem in allem ein sehr schönes Buch, was ich nur empfehlen kann. Für Jedermann zu verstehen.


Die komplette Rezension findet ihr auf unserem Blog:

http://www.zwinkerlingsbibliothek.de/2015/05/jules-tipps-stephan-kulle-riss-im-gluck.html

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W

Rezension zu "Riss im Glück" von Stephan Kulle

Vom Tetraplegiker auf die eigenen Füße zurück
Waschbaerinvor 3 Jahren

Der junge Theologiestudent Stefan Kulle bleibt nach einem Auffahrunfall von der Halswirbelsäule an gelähmt. Fortan liegt er auf dem Rücken, kann lediglich noch etwas die Schultern und den Kopf bewegen. Sein Blick geht nur noch zur Decke.

Doch er hat Glück im Unglück. Er trifft auf Menschen die ihm helfen, immer etwas mehr tun, als sie müssten. Zuerst die richtige Klinik mit dem Arzt, dazu die Physiotherapeuten/innen.

So wie es beschrieben ist, liest es sich ganz locker und man muss teilweise darüber sogar schmunzeln, wie zwei junge Therapeutinnen auf diesem hübschen jungen Mann sitzen, der nur mit einer Unterhose bekleidet auf dem Tisch liegt. Die jungen Damen  machen mit dem Patienten spezielle Übungen, die seine Beweglichkeit dienen sollen.

Nach vielen Wochen kann er endlich wieder seine Arme bewegen und irgendwann ist Stefan Kulle rollstuhlfähig. So wie er schreibt, endet hier vielfach die Therapie, doch er ist eisern, will auf seine eigenen Beine zurück.

Als Rollstuhlfahrer beendet er sein Studium, wird am Ende aber kein Priester, entscheidet sich anders. Stefan Kulle kommt als Nachrichtensprecher  zum ZDF. Es ist sein Lächeln, dass ihn nie verlassen hat.

Nur wenige Nervenbahnen sind geblieben, aber die reichen, dass er durch enorme Energie und unter Mithilfe von Krücken wieder auf die Füße kommt.  Er ist inzwischen Fachmann seiner eigenen Erkrankung.

Später wird er Moderator bei Phönix. Berichtet als Fachjournalist von den Papstwahlen in Rom, vom Weltjugendtag in Köln usw.

Was sich jetzt so kurz liest, ist ein Prozess über viele Jahre. Es klingt wie ein Wunder, aber inzwischen kann er wieder ohne Krücken gehen, jedoch nicht mehr laufen oder springen.    

Obwohl es sich um ein Buch über ein erstes Thema handelt, lässt es sich teilweise sehr locker lessen. Man muss sogar lachen, z. B. Plattfuß eines Rollstuhls im Vatikan.

Ein äußerst lesenswertes Buch, das Mut macht nicht verzagt inne zu halten sondern sein Leben in seine eigenen Hände zu nehmen.

Sehr zu empfehlen.

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