Stephan Lössl Jäger im Zwielicht: Magische Schriften

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Inhaltsangabe zu „Jäger im Zwielicht: Magische Schriften“ von Stephan Lössl

»Der Gejagte an den Jäger gebunden, spendet Leben, auch wenn es verschwunden«, sagte der sonderbare Leibarzt. Dann schloss er die Augen, stimmte einen merkwürdigen Singsang an. Anfangs war es nur ein leises Summen, doch rasch steigerte sich dieses, wurde lauter und kräftiger. Dann sang er in fremden Worten, die er immer wieder so heftig ausstieß, dass es fast wie ein Peitschenknall klang. Cassandra bekam eine Gänsehaut, ein Kribbeln breitete sich auf ihrer Kopfhaut aus. Plötzlich machte Cascadine eine rasche Handbewegung – und schlagartig verlosch das Licht der Kerzen. Julia fliegt nach England. In ihrem Zimmer findet sie ein Büchlein mit dem Titel Legenden aus Südengland. Die Geschichte von Herne, dem Jäger von Richard II., fasziniert sie. Nach einer tödlichen Verletzung rettete Cascadine Herne das Leben, doch der Preis dafür war hoch. Nur Cassandra, Hernes Geliebte, kann ihn von dem Bann befreien. Doch was hat Julia mit all dem zu tun?

Eine schöne, kurzweilige Geschichte für lange Winterabende !

— JanaBabsi
JanaBabsi
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  • Der Gejagte an den Jäger gebunden, spendet Leben, auch wenn es verschwunden .....

    Jäger im Zwielicht: Magische Schriften
    JanaBabsi

    JanaBabsi

    10. January 2015 um 12:26

    Julia ist auf Oaktree Manor eingetroffen. Auf diesem Reiterhof wird sie in nächster Zeit wohnen und nachdem sie sich in ihrem neuen Zuhause eingerichtet hat und noch etwas ausruhen möchte, findet sie auf ihrem Nachtschrank ein Büchlein „Legenden aus Südengland“. Die Geschichte um Herne, den Jäger, zieht sie sofort in ihren Bann. Nach einer kurzen Einführung zu Julia und ihrem zukünftigen neues Zuhause, taucht der Leser gleich in die Geschichte um Herne, den Jäger, ein. Herne ist der höchste Jäger des Königs Richard II und Cassandra, seine Geliebte, ist ein einfaches Mädchen aus dem Dorf. Bislang mussten sie ihre Liebe geheim halten. Bei einem Jagdunfall bei dem Herne schwer verletzt wird offenbart Cassandra jedoch ihre Verbindung und durch Cascadin, den Heiler des Königs, wird Herne gerettet. Anschließend steht er unter einem Bann. Hätte Herne auch so gewählt wenn er selbst die Entscheidung hätte treffen müssen zu leben oder zu sterben? Nur Cassandra ist jetzt noch in der Lage ihren Geliebten von diesem Bann zu befreien. Dazu muss sie jedoch die Quelle der Fünf Wasser im Kreis der Fünf Steine finden. „Jäger im Zwielicht“ ist eine Novelle von geplanten 10 des UlrichBurger-Verlag. Das Büchlein umfasst 150 Seiten und Stephan Lössl versteht es diese Seiten so zu füllen, daß sie sich angenehm und flüssig lesen lassen. In der Kürze des Buches ist es aber leider nicht möglich alle Informationen zu geben die der Leser vielleicht haben möchte. So wird die Person Julia am Anfang nur ganz kurz am Rande beschrieben, sie hat aber mit der Geschichte mehr zu tun als es auf den ersten Eindruck scheint. Cassandra und Herne sind mir auf Anhieb sympathisch, genau so wie mir Richard II und sein Heiler Cascadine unsympathisch sind. Welche Rolle spielt aber nun Julia in dieser Geschichte um Cassandra und Herne, dem Jäger? Eine größere als der Leser am Anfang glauben mag, dies offenbart sich jedoch erst zum Ende des Büchleins. Eine schöne, kurzweilige Geschichte für lange Winterabende !

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  • Wie ein wunderbares Märchen

    Jäger im Zwielicht: Magische Schriften
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    08. January 2015 um 15:24

    Julia fliegt von München nach Heathrow, um zukünftig auf einem Reitergut bei Windsor zu arbeiten. Kaum in ihrem neuen Zimmer angekommen, entdeckt sie ein Büchlein mit der Geschichte von Herne, dem Jäger des Königs: während der königlichen Jagd wird Herne durch einen Hirsch schwer verletzt. Seine Geliebte Cassandra bekommt durch den unheimlichen Arzt Cascadine die Möglichkeit, Herne mit einem alten Zauber zu retten, doch der Preis ist hoch. Mir hat diese wunderbare Geschichte, dieses Märchen aus Mythen und Legenden sehr gut gefallen und sie hätte auch das Potential zu einen Roman gehabt. Einige Dinge bleiben ungelöst bzw. ungeklärt, was aber dem Umstand geschuldet ist, daß es sich hier um eine Novelle handelt. Daher nimmt auch die Handlung um Julia nicht viel Raum ein. Cassandras Suche, um Hernes Bann aufzuheben, hat mir besonders gut gefallen, da sich hier viele zauberhafte und mythische Elemente wiederfinden. Es wird nicht alles bis ins Detail erklärt, so daß daß sich der Leser seine eigenen Gedanken dazu machen kann. Wer oder was Cascadine ist, wird nicht explizit aufgelöst und bietet damit ebenfalls Spielraum für eigene Interpretationen des Lesers. Allerdings hatte ich einen Verdacht, der durch den Autor bestätigt wurde (ich habe die Novelle innerhalb einer autorenbegleiteten Leserunde gelesen).

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  • Jäger im Zwielicht - Stephan Lössl

    Jäger im Zwielicht: Magische Schriften
    nef

    nef

    07. January 2015 um 18:54

    Inhalt: Julia sitzt im Flieger Richtung London. Sie wird die nächste Zeit auf einem Reiterhof verbringen und ist schon sehr gespannt. Nach einer Landung in London geht es mit dem Bus weiter nach Ascot, wo sie von einem quirligen Mädchen empfangen wird, das sie mit zum Reiterhof nimmt. Dort angekommen zeigt ihr Carry ihr Zimmer für die nächste Zeit und bittet sie darum pünktlich zu 18 Uhr fertig zu sein um mit dem Gutsbesitzern zum Abend zu essen. Julia freut sich schon darauf das Ehepaar kennenzulernen und macht sich schnell von ihrer Reise frisch. Als sie sich aufs Bett legt um ein wenig zu entspannen, entdeckt sie ein kleines Büchlein auf ihrem Nachttisch. Darin geht es um Südenglische Mythen und Legenden und weil sie gerade nichts besseres vor hat, blättert sie darin herum. Die Geschichte von Herne dem Jäger zieht ihre Aufmerksamkeit auf sich und so beginnt sie zu lesen. Cassandra ist ein junges Ding und über beide Ohren verliebt. Sie ist den Jägern des Königs in die Quere gekommen und hat so den Jäger Herne kennengelernt. Niemand darf von ihrer Liebelei wissen und so treffen sie sich immer heimlich. Meist im Windsor Forest. Auch an diesem Morgen ist sie auf dem Weg um sich mit ihrem Geliebten zu treffen. Einige Stunden stehlen sie sich von ihrer eigentlichen Arbeit und ihrer Heimat fort um liebe Worte und scheue Küsse auszutauschen. Als sich Herne von ihr verabschiedet, läuft sie auf dem Heimweg einem kleinen Mann beinahe in die Arme. Sie hat diesen Mann noch nie hier gesehen und ist von seinem Äußeren abgeschreckt. Ein kleines knochiges Männchen mit spitzer Nase, krummen Rücken und einem listigen Grinsen im Gesicht. Schnell macht sie, das sie davon kommt, aber schon bald sieht sie sich ihm gegenüber. Bereits am Abend reiten die Männer samt König Richard II. in ihr Dorf um sich vor der Jagd zu stärken. Der kleine Mann ist bei ihnen und ihre Blicke treffen sich. Auch Herne ist bei den Jägern dabei und kann sich einen Augenblick davon stehlen. Cassandra fragt ihn nach diesem unheimlichen Mann und erfährt so, dass es sich bei ihm um den neuen Leibarzt des Königs handelt. Auch Herne kann ihn nicht sonderlich leiden, aber die Entscheidungen des Königs hinterfragt niemand ungestraft. Nach dem Gelage reiten die Männer in den Windsor Forest um ihr Glück zu versuchen. Hierbei kommt es zu einem Unfall und Herne wird schwer verletzt. Sie bringen ihn ins Dorf zurück und es besteht kaum Hoffnung für sein Leben. Da unterbreitet der Leibarzt einen merkwürdigen Vorschlag um das Leben des Jägers zu retten. Cassandra ist bereit alles zu versuchen und willigt in den dunklen Zauber ein. Jedoch hat alles seinen Preis und nicht nur Cassandra muss diesen zahlen. Wird sie Hernes Leben dafür retten können? Oder ist ihr Geliebter für immer verloren?Meinung: 'Jäger im Zwielicht' von Stephan Lössl ist eine sehr nette kleine Lektüre für den gemütlichen Abend auf der Couch. Das Büchlein umfasst 150 Seiten, die der Geschichte nicht gerecht werden. Das erste Kapitel bringt dem Leser Julia näher, allerdings auch nur sehr kurz angerissen. Über ihre Beweggründe und ihr personelles Feedback erfährt er nichts. Das finde ich sehr schade. Zwei Seiten mehr hätten hier viel ausgemacht. Der Wechsel zwischen dem Hier und Jetzt von Julia und der Geschichte des Jägers ist abrupt. Ich weiß nicht ob man das eleganter hätte lösen können bei einer Novelle. So brauchte ich ein wenig um mich auf die neue Situation umzustellen und die neuen Charaktere kennen zu lernen. Cassandra ist eine typische Buchheldin. Sie hat ihren eigenen Kopf und lässt das auch gern alle wissen. Sie ist eine sympathische Person und auch Herne macht einiges her. Als das Schicksal dann seinen Lauf nimmt, fiebert man auf den folgenden Seiten mit den beiden Liebenden. Zwischendurch war ich immer wieder im Wechsel - kriegen sie sich, kriegen sie sich nicht? Ob sie sich kriegen verrate ich euch natürlich nicht ^^ So viel Spaß müsst ihr noch selbst haben dürfen. Dies ist nun mein erstes Buch in diesem Jahr und ich muss sagen - das Lesejahr fängt gut an. Bis auf einige Stellen hat mir das Buch gut gefallen, so dass ich nur ein kleines bisschen zu meckern habe. Das ist vor allem die knappe Abhandlung mit Julia. Auch war ich mit dem Schluss nicht so ganz glücklich. Ging mir auch etwas fix ^^ Ansonsten fand ich es auf alle Fälle lesenswert. Es ist das erste Buch des Autors, welches ich gelesen habe - aber ich werde ihn im Auge behalten ;o)

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