Missbrauchte Seelen

von Stephan Leenen 
4,7 Sterne bei16 Bewertungen
Missbrauchte Seelen
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Spannender Krimi mit interessantem Thema

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Spreenebel-Fälle...

Alle 16 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Missbrauchte Seelen"

»Unsere Vermutung war richtig. Unsere Tote ist schon das zweite Gewaltopfer aus ein und derselben Familie. Das junge Mädchen, das im letzten Herbst in Berlin ertränkt worden ist, war die Schwester der Toten aus der Spree.«

Kaum ist Kriminalhauptkommissar Ralf Ziether nach einer Auszeit wieder im Dienst, bekommt er gemeinsam mit seiner Kollegin Britt Bredehorst einen neuen Fall übertragen. In einer Art Undercover-Einsatz sollen sie ungeklärte Fälle von Menschenhandel, insbesondere dem Handel mit minderjährigen Mädchen, aufklären.

In fataler Weise erinnern sie die Umstände an ihren ersten gemeinsamen Fall, und doch ist alles ganz anders. Denn die Hintergründe reichen zurück in eine Zeit, die über einhundert Jahre lang vergangen ist. Und zu allem Überfluss scheint es auch noch einen Maulwurf in den eigenen Reihen zu geben …

Auch im zweiten »Spreenebel«-Fall gelingt es dem Autor Stephan Leenen, Fiktion und Realität in spannender Weise zu vermischen. Missbrauchte Seelen lebt besonders von der Vielschichtigkeit der Erzählebenen. Neben hochaktuellen Bezügen zu Korruption im
Spitzensport und organisierter Kriminalität unternimmt der Leser eine Reise in ein längst vergangenes Kapitel deutscher Geschichte, dessen Aufarbeitung immer noch nicht abgeschlossen ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783943650631
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:284 Seiten
Verlag:Pax et Bonum
Erscheinungsdatum:30.04.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Lesefreudevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Spannender Krimi mit interessantem Thema
    Spannender Krimi mit interessantem Thema

    Zu dem Buch fällt mir sehr viel ein, das wichtigste aber ist: spannender Schreibstil, sehr präsentes Thema und tolle Umsetzung.

    Das Cover hatte mich ja erst nicht so angesprochen (meine Freundin hat mich gefragt ob ich ein Schulbuch lese ;)), der Inhalt konnte mich aber vollends überzeugen!

    Thema Menschenhandel und Missbrauch, grade in Bezug auf Kinder, ist ja schon immer und regelmäßig ein sehr aktuelles Thema. Daher hat mich das Buch auch so angesprochen und ich wollte es lesen. 
    Ich finde die Umsetzung des Autors dazu wirklich super. Man hat gut in die Handlung reingefunden und mit den Protagonisten sympathisiert ... oder eben auch nicht.
    Die Handlungen der Personen ist auch nicht so extrem unrealistisch wie in doch vielen Krimis, sodass man auch ernst nehmen konnte was dort gerade passiert.

    Das Ende verspricht ein Fortsetzung, ich denke die werde ich mir bald kaufen :)

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    Buchdaisys avatar
    Buchdaisyvor 5 Monaten
    Tiefgehende Spannung

    Ich bin eher zufällig auf diesen Thriller gestoßen und wurde nicht enttäuscht. 
    Die Kommissare Ralf Ziether und Britt Bredehorst ermitteln im Fall eines toten Mädchens. Schnell finden sie Parallelen zu einem anderen toten Kind. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Ein Sumpf aus Menschenhandel, Kindesmissbrauch und Korruption tut sich vor ihnen auf. 
    Ein zweiter Handlungsstrang tangiert diesen Menschenhändlerring, reicht aber weit über 100 Jahre zurück in die Geschichte Südafrikas. 
    Der Plot ist sehr spannend erzählt, in der zweiten Hälfte kommt auch noch jede Menge Action hinzu. Die Kommissare geraten in Lebensgefahr.
    Mir hat das Buch gut gefallen. Trotz der verschiedenen Handlungen und Zeiten findet man sich gut zurecht. Ein kleiner Abzug geht an das Ende. Auch wenn es wohl wie im wahren Leben ist, ich hätte es mir anders gewünscht. 
    Ich vergebe dennoch 5 Sterne und lese jetzt den nächsten Fall.

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    dreamlady66s avatar
    dreamlady66vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Spreenebel-Fälle...
    Spreenebel-Fälle...

    (Inhalt, übernommen)
    »Unsere Vermutung war richtig. Unsere Tote ist schon das zweite Gewaltopfer aus ein und derselben Familie. Das junge Mädchen, das im letzten Herbst in Berlin ertränkt worden ist, war die Schwester der Toten aus der Spree.«

    Kaum ist Kriminalhauptkommissar Ralf Ziether nach einer Auszeit wieder im Dienst, bekommt er gemeinsam mit seiner Kollegin Britt Bredehorst einen neuen Fall übertragen. In einer Art Undercover-Einsatz sollen sie ungeklärte Fälle von Menschenhandel, insbesondere dem Handel mit minderjährigen Mädchen, aufklären.

    In fataler Weise erinnern sie die Umstände an ihren ersten gemeinsamen Fall, und doch ist alles ganz anders. Denn die Hintergründe reichen zurück in eine Zeit, die über einhundert Jahre lang vergangen ist. Und zu allem Überfluss scheint es auch noch einen Maulwurf in den eigenen Reihen zu geben …

    Auch im zweiten »Spreenebel«-Fall gelingt es dem Autor Stephan Leenen, Fiktion und Realität in spannender Weise zu vermischen. Missbrauchte Seelen lebt besonders von der Vielschichtigkeit der Erzählebenen. Neben hochaktuellen Bezügen zu Korruption im
    Spitzensport und organisierter Kriminalität unternimmt der Leser eine Reise in ein längst vergangenes Kapitel deutscher Geschichte, dessen Aufarbeitung immer noch nicht abgeschlossen ist.

    Über den Autor:
    Stephan Leenen, Jahrgang 1958, ist Germanist und promovierter Historiker.
    Sein beruflicher Lebensweg ist wohl so vielschichtig wie seine Romane: Leiter eines Windmühlenmuseums, freiberuflicher Dozent oder Geschäftsführer einer Stadtmarketinggesellschaft.
    Das Schreiben begleitet ihn seit vielen Jahren, ein Prozess, der aus seinem Alltag nicht mehr wegzudenken ist.
    „Der Fluch des IKARUS“ ist bereits sein dritter Berlin-Krimi in der SPREENEBEL-Reihe um die beiden Berliner Mord-Ermittler Britt Bredehorst und Ralf Ziether, ein Roman, der wieder ein brisantes zeitgeschichtliches Thema mit einer spannenden Kriminalstory verknüpft. Da ihn seine beruflichen Aufgaben immer wieder mal nach Berlin führen, nutzt er zwangsläufig jede Gelegenheit zu Recherchen vor Ort.
    Mit U- und S-Bahn durch Berlin zu rattern, den Leuten aufs Maul zu schauen und nach ungewöhnlichen Ecken für seine Romanszenen zu suchen, ist ihm dabei ein besonderes Vergnügen. Stephan Leenen hat drei Kinder und lebt in Bremen.

    Schreibstil/Fazit:
    DANKE für mein Reziexemplar, welches ich endlich beenden konnte.

    Der Autor hat einen spannenden und ergreifenden Kriminalroman geschrieben.
    Ein brisantes Thema mit Menschenhandel, Korruption, Grausamkeit und Skrupellosigkeit wird dem Leser vorgeführt.
    So manche Stellen gehen unter die Haut, weil unschuldige Kinder die Leidtragenden sind.
    Alle Charaktere sind gut und authentisch beschrieben worden.
    Der Schreibstil ist flüssig und gut lesbar.

    Ingesamt gesehen eine spannende und fesselnde aber auch erschreckende Geschichte, die ich unbedingt als lesenswert empfehlen kann!

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    fredhels avatar
    fredhelvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Vielschichtiger Krimi mit interessanten Nebenschauplätzen und erfrischend normalen Kommissaren
    Kindermafia

    Der Berliner Hauptkommissar Ralf Ziether musste sich auf eigenen Wunsch nach einem besonders belastenden Fall eine Auszeit nehmen, um mit Hilfe eines Therapeuten das Geschehene zu verarbeiten. Nach einem Vierteljahr fühlt er sich wieder stark genug für einen Wiedereinstieg. Zusammen mit der sympathischen Kollegin Britt Bredehorst soll er dem systematischen Kinderhandel aus dem osteuropäischen Raum auf die Spur kommen. Brisanterweise wird ein Maulwurf in den eigenen Reihen vermutet, so dass äußerste Vorsicht geboten ist.

    Die Erzählperspektive wechselt dann laufend zu der eines verschleppten Mädchens beziehungsweise zu einem afrikanischen Sportfunktionär, der sich wegen diffuser Rachegelüste in dem kriminellen Gestrüpp verfangen hat. Auf diese Weise ergeben sich einige Nebenerzählstränge, die spannend das Wüten der deutschen Kolonialmacht in Afrika ausleuchten, oder aber auch schonungslos das entwürdigende Schachern um Stimmen bei der Ausrichtung internationaler Sportwettkämpfe anprangern.

    Dieser Krimi ist sehr vielseitig, wobei die Charaktere der beiden Ermittler erfrischend natürlich bleiben. Es werden keine Schrullen in den Vordergrund geschoben, um die Personen künstlich interessant zu machen und ihre Ermittlungsarbeit wird genauso dargestellt, wie sie wahrscheinlich in der Realität tagtäglich vonstatten geht, nämlich akribisch und in kleinsten Erfolgsschritten bis der grosse Durchbruch kommt.

    "Missbrauchte Seelen" von Stephan Leenen ist ein Krimi, der einen nicht loslässt, vor allem, weil der skrupellose Umgang der Kindermafia schonungslos beschrieben wird und mit Sicherheit nicht weit von der Realität entfernt ist.

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    Diana182s avatar
    Diana182vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Erschreckend Real- ein spanender Krimi über Kinderhandel
    Missbrauchte Seelen - ein erschreckend Real wirkender Kriminalroman

    Das Cover ist recht dunkel gehalten. Das Einzige, was auf den ersten Blick auffällt ist der eindeutige Titel in großen, roten Buchstaben. Erst beim genaueren hinsehen, kann man das Bild deutlicher erkennen, welches sich hier zeigt. Dieses passt sehr gut zur enthaltenen Geschichte.

    Somit fällt das Buch direkt auf und lässt den Krimi-Fan einen weiteren Blick auf die Buchbeschreibung werfen. Auch diese ist sehr spannend formuliert und verspricht eine mitreißend, erschreckenden Kriminalroman.

    Der Einstig in die Geschichte gelingt recht schnell: man wird hier direkt in die Erzählung geworfen und ist  gespannt, wie alles zu einander passt. Doch erst nach und nach wird deutlich, welch skrupellosen Fall die Ermittler diesmal bearbeiten müssen.

    Die einzelnen Charaktere, besonders das Ermittlerduo werden hier sehr charakterlich tief gezeichnet und wirken direkt vertraut. Man begleitet sie gespannt auf ihren Ermittlungen und kann ihnen bei den einzelnen Szenen fast schon über die Schulter schauen.

    Auch die einzelnen Gefühlsregungen werden für mich sehr authentisch gezeichnet, da auch mir beim Lesen öfters mal ein Kloß im Hals saß und ich mir daher sehr gut vorstellen kann, wie es den Ermittlern vor Ort ergangen sein muss.

    Der Autor hat eine sehr detailliere und flüssige Erzählweise, die hier gekonnt durch eine spannende Geschichte führt, die man, einmal begonnen, nicht mehr so schnell aus den Händen legen kann.

    Nichts ist vorhersehbar und wirkt somit noch erschreckender. Der Autor baut eine Vielzahl von Überraschungen ein, welche den Leser einmal mehr einen kalten Schauer über den Rücken jagen werden.

    Das Ende ist hier sehr gut gewählt und schließt die Geschichte rund ab. Es wird jedoch sicherlich nicht der letzte Fall für das sympatische Ermittlerteam bleiben und man kann gespannt sein, was sie demnächst erleben werden.

    Mein fazit:
    Eine erschreckend real wirkende Geschichte, welche den Leser direkt bannt und an das Buch fesselt. Hier kommt es zu vielen grausamen Geschehnissen, die durch aus realistisch wirken.

    Als Krimifan wurde ich sehr gut unterhalten und mitgerissen und vergebe daher sehr gerne eine Leseempfehlung! Es ist jedoch nichts für schwache Nerven und bleibt daher auch noch lange im Gedächtnis zurück!

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    Odenwaldwurms avatar
    Odenwaldwurmvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein toller Krimi über Kinderhändler und Missbrauch.
    Woher kommen die Kinder?

    Nach den letzten Fall musste Ralf Ziether eine Auszeit nehmen. Kaum wieder in Dienst bekommt er und seine Kollegin Britt Bredhorst einen Spezialauftrag übertragen. Sie beide sollen ungeklärte Falle Untercover aufklären. In dem Fall geht es um Menschenhandel mit minderjährigen Mädchen. Wieder wurde ein rumänisches Mädchen tot im Wasser gefunden. Vieles erinnert Ziether an seinen ersten Fall mit seiner Kollegin und doch ist alles anders. Werden sie den Fall lösen? Warum sind die Kinderhändler immer ein Schritt der Polizei voraus? Gibt es einen Maulwurf bei der Polizei?
    Ich bin gut in die Geschichte gekommen. Der Schreibstil ist flüssig, spannend geschrieben und lässt sich gut lesen. Die Charaktere sind sehr bildlich dargestellt und man meint die Personen schon länger zu kennen. Die Geschichte ist von Anfang an spannen und der Autor kann auch die Spannung durch gehend halten.  … Zusätzlich gibt es noch eine Nebengeschichte, die aber sehr gut in die Hauptgeschichte passt. Sehr interessant finde ich die Szene als sie nach dem Maulwurf suchen. Aber auch interessant sind die Zeitsprunge in die Vergangenheit der Kolonialzeit in Afrika, obwohl sie für mich auch etwas kurzer beschrieben sein könnten. Aber durch den Rückblick wird uns vieles klaren von einem Teil der Geschichte.
    Ich kann jedem Krimi-Fan das Buch empfehlen, das noch wegen der Machenschaften des Kinderhandels interessant zu lesen ist. Dieses Buch war der zweite Fall für Ziether und Bredehorst, aber sicherlich nicht der letzte und ich werde den nächsten Fall von den beiden sicherlich sehr gerne auch wieder lesen.

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    KruemelGizmovor 2 Jahren
    Rezension zu Missbrauchte Seelen


    Nach seiner Auszeit bekommt Ralf Ziether zusammen mit seiner Kollegin Britt Bredehorst einen neuen Fall übertragen. In einer Art Undercover-Einsatz sollen sie ungeklärte Fälle von Menschenhandel, besonders den Handel mit minderjährigen Mädchen, aufklären. Vieles erinnert sie an die Umstände ihres ersten gemeinsamen Fall, und doch ist alles ganz anders...

    Missbrauchte Seelen ist der zweite Teil der Spreenebel-Reihe aus der Feder von Stephan Leenen. 

    Ralf Ziether brauchte nach dem letzten Fall eine Auszeit, nun ist er wieder zurück und bekommt zusammen mit seiner Kollegin Britt Bredehorst vom Oberstaatsanwalt einen Geheimauftrag. Sie sollen die ungeklärten Fälle des Menschenhandels, besonders des Kinderhandels, untersuchen. Bei einem Mädchen, das tot in der Spree gefunden wurde stellt sich heraus, dass sie die Schwester des ertränkten Mädchens vom letzten Herbst ist. Die Identität der beiden Mädchen bleibt unbekannt, und auch ein Maulwurf innerhalb der Polizei machen die Ermittlungen immer schwieriger. 
    In einem zweiten Erzählstrang geht es in die Vergangenheit, in die deutsche  Kolonialzeit in Afrika, dessen Auswirkungen bis heute in den Nachfahren der ausgebeuteten und untersrückten Afrikaner nachhallen. 

    Beide Erzählstränge hatten für mich eine ganz eigene Dynamik, während im Haupterzählstrang um Ziether und Bredehorst der Menschenhandel und Kinderhandel im Vordergrund stehen, liegt das Augenmerk im zweiten Erzählstrang auf Rache und Korruption. Beide Erzählstränge waren interessant erzählt und konnten mich fesseln, auch wenn der zweite Erzählstrang auf mich manchmal ein wenig zu gewollt wirkte. 
    Die Geschichte endet spannend, hinterlässt aber auch noch einige offene Fragen was mir nicht ganz so gut gefallen hat. 

    Die Thematik des Kinderhandels, deren Skrupelosigkeit und Grausamkeit ging mir schon unter die Haut und war für mich nicht immer einfach zu ertragen. 

    Die Protagonisten Ziether und Bredehorst wirkten wie schon im ersten Teil  sehr menschlich auf mich, was mir ausgesprochen gut gefallen hat. Sie schwebten bei den Ermittlungen nicht über den Dingen, sondern hatten vor allem an deren seelischen Auswirkungen doch sehr zu knabbern. Das macht sie für mich zu einem sehr sympathischen Ermittlerduo.

    Mein Fazit:
    Ein spannender zweiter Teil, der durch ein sympathisches Ermittlerduo und einer interessanten Geschichte bei mir punkten konnte. Meine Leseempfehlung geht an die Krimi-Leser!

    Kommentare: 5
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    Maddinliests avatar
    Maddinliestvor 2 Jahren
    Real und schockierend

    Ein sehr ergreifender und spannender Thriller aus Berlin.

    Kriminalhauptkommissar Ralf Ziether wird kurz nach Beendigung seiner Auszeit zu dem Fundort einer Leiche gerufen. Das Opfer ist ein minderjähriges Mädchen und sofort kehren die Erinnerungen an seinen jüngst zurückliegenden Fall zurück. Gemeinsam mit seiner Kollegin Britt Bredehorst nimmt er die Ermittlungen auf. Die Spuren führen schnell nach Osteuropa und zu einem Ring von Menschenschmugglern. Als ein weiteres osteuropäisches Mädchen vermisst gemeldet wird den Ermittlern klar, dass ein Wettlauf mit der Zeit begonnen hat, das Mädchen vor einem schlimmen Schicksal zu bewahren...

    Stephan Leenen gelingt es mit seiner bildreichen und teilweise nüchternen Schreibweise den Leser an das Buch zu fesseln. Er erzeugt so eine unglaubliche Authentizität, die der fiktiven Geschichte eine große Menge Realität einhaucht. Die Charaktere der beiden Ermittler sind interessant dargestellt und sie bilden ein aufopferungsvoll kämpfendes Team, welches bei mir schnell viele Sympathiepunkte sammeln konnte. Stephan Leenen schildert auch hervorragend die Gefühlswelt der beiden Kommissare, die sich bei der Auseinandersetzung mit den schrecklichen Taten offenbart. Die Spannung wird Schritt für Schritt aufgebaut und unterschiedliche Handlungsstränge finden im Verlauf des Buches zueinander. Das fulminante Finale nimmt noch einmal richtig Tempo auf und ließ mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

    Ein wirklich spannender und zugleich ergreifender Thriller mit einem ernsten Thema, welches an vielen Stellen leider sehr real erscheint. Ein tolles Buch, was ich sehr gerne weiterempfehlen möchte und mich noch einige Zeit nachdenklich zurückgelassen hat. Meine Bewertung 5 von 5 Sternen

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    mabuerelevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein spannender Krimi, der aus vielen Gründen erschütternd wirkt.
    Ein Roman, der unter die Haut geht

    „...Die Weißen stützten sich allein auf die Macht ihrer Waffen, ihrer Konzerne und des Geldes, mit dem sie das Land der Afrikaner, deren Kultur und Geist auffraßen...“

    Das Buch beginnt heftig. Ein Kind namens Felice wird entführt. Es hat Todesangst.

    Nach einer längeren Auszeit kehrt Hauptkommissar Ralf Ziether in das Polizeirevier von Berlin-Mitte zurück. Dort hat Oberstaatsanwalt Niemann den Hauptkommissar sowie Hauptkommissarin Britt Bredehorst zu sich bestellt. Sie sollen eigene Ermittlungen führen, von denen außer ihnen niemand weiß. Es geht um einen schwunghaften Mädchen- und Kinderhandel. In der Polizei wird ein Maulwurf vermutet, der die Täter rechtzeitig vor Razzien warnt. Nachdem schon im vergangenen Jahr ein totes rumänisches Mädchen gefunden wurde, wird kurz vor dem Einsetzen dieser kleinen Sonderkommission ein totes Mädchen aus der Spree gezogen. Ralf fällt auf, dass sich die Bilder der Mädchen gleichen.

    Jay Jay ist Schwarzafrikaner und Teilnehmer der Jahresversammlung des Weltverbandes des Sportes. Er hat Simon beauftragt, ihm ein weißes deutsches Mädchen zu bringen.

    Der Autor hat einen fesselnden und vielschichtigen Kriminalroman geschrieben. Obige Sätze fassen die ersten Szenen zusammen. Das Buch lässt sich zügig lesen. Das liegt daran, dass die Kapitel in kurze Unterabschiede gegliedert sind, die zu einem schnellen Wechsel von Handlungsort und Personen führen. Zwischen den Abschnitten befindet sich eine stilisierte Pistole.

    Britt und Ralf glauben, den Täter zu kennen. Doch Simon Sandowsky hat es bisher bei jeder Verhaftung geschafft, die Beweise zu widerlegen.

    Der Schriftstil des Buches ist ausgefeilt und vielschichtig. Das Besondere dabei ist, dass wie nebenbei ein Stück deutscher Kolonialgeschichte erzählt wird. Jay Jay ist Schwarzafrikaner. Seine Vorfahren stammen aus dem Volk der Herero. In seinen Träumen hat er Begegnung mit den Ahnen. Ihr Leben läuft in Bildern an ihm vorbei. Doch ihnen wurden die Wurzeln gekappt, in dem man ihnen die Ahnenstäbe weggenommen hat. Dieser Teil der Geschichte ist kursiv gedruckt. Er erzählt von Hilfe und Rettung, aber auch von Brutalität und Unterdrückung. Jay Jay ist nun auf der Spur der Nachfahren der damaligen Täter. Gleichzeitig erfahre ich als Leser durch Jay Jay und sein Handeln einiges über Korruption bei der Vergabe sportlicher Großereignisse. Es liest sich wie ein Kuhhandel. Obiges Zitat stammt von ihm.

    Die Ermittlungen über die toten Kinder bringen die Kriminalisten an die Grenze ihrer psychischen Belastung. Aus Rumänien gibt es ein Amtshilfeersuchen. Es betrifft Felice. Gut herausgearbeitet werden die Emotionen von Ralf und Britt. Trauer und Wut begleiten ihre Arbeit. Ihre tiefe innere Erschütterung ist in jedem Kapitel spürbar. Im Gegensatz zu den beiden erfahre ich als Leser relativ früh, wer wie und warum dafür sorgt, dass genügend Kinder nach Deutschland kommen können. Es geht, wie meist, um Geld. Die Zustände, die dabei geschildert werden, sind für ein humanes Europa unwürdig. Die Geschichte kann einem als Leser nicht kalt lassen. Als Ralf und Britt immer tiefer in das Wespennest aus Geldgier und Machtmissbrauch stoßen, ist ihr eigenes Leben in Gefahr. Der Spannungsbogen erhöht sich gegen Ende nochmals extrem. Überraschende Wendungen und das Einspielen bitterer persönlicher Erfahrungen der Kriminalisten geben der Geschichte zusätzliche Impulse.

    Das dunkle Cover mit der roten Schrift, bei dem im Hintergrund nur wenig zu erkennen ist, passt zu der Verschleierung und dem Leben im Dunkelheit des Verbrechens, dass sich durch den Roman zieht.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Allerdings würde ich mir für die nächsten Bände eine etwas größerer Schrift wünschen. Das nimmt der Erzählung aber nichts von seiner Faszination aus historischen Fakten und den dunklen Seiten unserer gegenwärtigen Welt. Das Buch bleibt in Erinnerung, allein deshalb, weil es zeigt, wozu Menschen fähig sind, sei es im Guten oder im Bösen. Kinderhandel und Kindesmissbrauch gehören endlich unterbunden und rigoros bestraft.

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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor 2 Jahren
    Missbrauchte Seelen

    In Berlin gibt es Todesfälle, bei der junge Mädchen ertränkt wurden. Der Fall wird Ralf Ziether und Britt Bredehorst übertragen. Der Fall weckt Erinnerungen an einen anderen, ihren ersten Fall. Sie müssen dieses Mal alleine arbeiten, um die Morde quasi undercover aufzuklären. Doch das ist nicht einfach, denn scheinbar sorgt ein Maulwurf bei der Polizei für Schwierigkeiten.

    Dieses Buch behandelt den zweiten Fall der sympathischen Kommissare Ralf Ziether und Britt Bredehorst. Auch die Ermittler macht dieser Fall betroffen. Es geht um Menschenhandel und Missbrauch von Kindern. Manchmal ist es sehr hart, darüber zu lesen, was die Kindern erdulden müssen.

    Bei den Ermittlungen stellt sich heraus, dass es Zusammenhänge gibt, die bis sehr weit in die Vergangenheit reichen. Die Geschichte ist brutal, aber sehr spannend. Es ist erschreckend, wie problemlos diese Kinderhändler agieren können.

    Alle Charaktere sind sehr gut und authentisch beschrieben. Mit vielen konnte ich mich nicht identifizieren, das sie einfach nur rücksichtslose Verbrecher sind, denen ein Menschenleben nichts gilt. Da ist es gut, dass wenigstens Ralf und Britt Menschen sind wie du und ich. Die beiden harmonieren sehr gut und ich mag sie beide.

    Ein spannender und erschreckender Krimi, der einen nicht so schnell loslässt.

     

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    dreamlady66s avatar
    https://www.lovelybooks.de/autor/Stephan-Leenen/Missbrauchte-Seelen-1465642443-w/

    Hi all...
    Ein weiteres Buch (Spreenebel-Krimi) biete ich Euch während meines Urlaubs an, daher auch die lange Bewerbungszeit.
    Warum interessiert Ihr Euch hierfür?

    Freue mich auf Eure Beitrage von nicht-privaten Profilen und nur innerhalb von DE.
    Bis demnächst...
    dreamlady66s avatar
    Letzter Beitrag von  dreamlady66vor 3 Monaten
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    Stephan59s avatar

    Kaum ist Kriminalhauptkommissar Ralf Ziether nach einer Auszeit wieder im Dienst, bekommt er gemeinsam mit seiner Kollegin Britt Bredehorst einen neuen Fall übertragen. In einer Art Undercover-Einsatz sollen sie ungeklärte Fälle von Menschenhandel, insbesondere dem Handel mit minderjährigen Mädchen, aufklären.

    In fataler Weise erinnern sie die Umstände an ihren ersten gemeinsamen Fall, und doch ist alles ganz anders. Denn die Hintergründe reichen zurück in eine Zeit, die über einhundert Jahre lang vergangen ist. Und zu allem Überfluss scheint es auch noch einen Maulwurf in den eigenen Reihen zu geben …

     Auch im zweiten »Spreenebel«-Fall gelingt es dem Autor Stephan Leenen, Fiktion und Realität in spannender Weise zu vermischen. Missbrauchte Seelen lebt besonders von der Vielschichtigkeit der Erzählebenen. Neben hochaktuellen Bezügen zu Korruption im Spitzensport und organisierter Kriminalität unternimmt der Leser eine Reise in ein längst vergangenes Kapitel deutscher Geschichte, dessen Aufarbeitung immer noch nicht abgeschlossen ist.

    Hier eine kleine Leseprobe…

    Etwas berührte ihr Gesicht. Sie wollte schreien, aber aus ihrem vertrockneten Hals drang kein Laut. Dann strichen kleine Hände über ihre Wangen. »Schschscht!«, zischte es. Die Hände wanderten jetzt über ihren Oberkörper. Felice machte sich ganz steif, bog den schmerzenden Rücken durch und konnte doch nicht weiter ausweichen. Die fremden Hände nestelten an dem Seil herum und zogen die Schlinge über ihrer Brust auf. Felice stöhnte, als sie ihren Brustkorb wieder weiten konnte. Es roch nach Schokolade, nein, nach Kokosmilch, beruhigend menschlich. Ihre Panik legte sich. Wenn jemand so gut roch, dann war er gut, oder nicht?

    Dieser Jemand zog langsam ihre von den Fesseln abgeschnürten Hände auf ihren Körper, hob ihren Kopf an und schob ein Kissen darunter. Beruhigende Geräusche, freundlich menschlicher Geruch. Schmale Finger begannen, ihre tauben Hände und Handgelenke zu massieren. Mit unglaublich stechendem Schmerz kehrte das Leben in ihre Gliedmaßen zurück. Felice stöhnte auf. Die Tränen liefen ihr in breiten Bahnen übers Gesicht. Sie schnappte nach Luft und laut brach das verkratzte Heulen eines Tieres aus ihr heraus, fiel ab in ein haltloses, erschöpftes Wimmern. Dünne Arme umfassten sie. Ein kleiner kantiger Körper legte sich neben sie. Stille.

    An die Gewinner geht ein von mir handsigniertes Buch!

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    Keine Angst wir spammen vom Shop auch nicht.

    Wer gewinnen möchte, trägt sich bitte unter dem Punkt: Ich möchte mitlesen ein.

    Nur wer da eingetragen ist, kann bei der Verlosung berücksichtigt werden.
    Danke.

    Leseprobe:

    Über das Buch:

    »Unsere Vermutung war richtig. Unsere Tote ist schon das zweite Gewaltopfer aus ein und derselben Familie. Das junge Mädchen, das im letzten Herbst in Berlin ertränkt worden ist, war die Schwester der Toten aus der Spree.« Kaum ist Kriminalhauptkommissar Ralf Ziether nach einer Auszeit wieder im Dienst, bekommt er gemeinsam mit seiner Kollegin Britt Bredehorst einen neuen Fall übertragen. In einer Art Undercover-Einsatz sollen sie ungeklärte Fälle von Menschenhandel, insbesondere dem Handel mit minderjährigen Mädchen, aufklären. In fataler Weise erinnern sie die Umstände an ihren ersten gemeinsamen Fall, und doch ist alles ganz anders. Denn die Hintergründe reichen zurück in eine Zeit, die über einhundert Jahre lang vergangen ist. Und zu allem Überfluss scheint es auch noch einen Maulwurf in den eigenen Reihen zu geben … Auch im zweiten »Spreenebel«-Fall gelingt es dem Autor Stephan Leenen, Fiktion und Realität in spannender Weise zu vermischen. Missbrauchte Seelen lebt besonders von der Vielschichtigkeit der Erzählebenen. Neben hochaktuellen Bezügen zu Korruption im Spitzensport und organisierter Kriminalität unternimmt der Leser eine Reise in ein längst vergangenes Kapitel deutscher Geschichte, dessen Aufarbeitung immer noch nicht abgeschlossen ist.

    Über den Autor:


    Stephan Leenen, Jahrgang 1958, ist Germanist und promovierter Historiker. Sein beruflicher Lebensweg ist wohl so vielschichtig wie sein Roman: Leiter eines Windmühlenmuseums, freiberuflicher Dozent oder Geschäftsführer einer Stadtmarketinggesellschaft. Sein geisteswissenschaftliches Studium schloss er mit einer Magisterarbeit über das Liedgut der SA ab und promovierte in Bremen über die Untergrundarbeit der KPD in der Weimarer Schutzpolizei. Die dafür erforderlichen Quellenstudien führten ihn just in der Wendezeit nach Berlin, wo er täglich zwischen einer Kreuzberger WG, die ihn aufgenommen hatte, und Berlin-Ost pendelte, da sämtliche Akten zur Geschichte der KPD im Institut für Marxismus-Leninismus beim Zentralkomitee der SED am Rosa-Luxemburg-Platz zusammengetragen waren. Damals muss seine Liebe zu Berlin geweckt worden sein, zu einer Stadt, die sich in ihren Umbrüchen wohl immer wieder neu erfindet. Heute stellt er sich den vielfältigen Herausforderungen bei der Erarbeitung und Umsetzung von Konzepten im Sektor der »freiwilligen Leistungen« in einer Kleinstadt in Norddeutschland. Das Schreiben begleitet ihn seit zehn Jahren, ein Prozess, der aus seinem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Mit »Blutroter Wahn« hebt er erstmals eins seiner Bücher aus dem Kreis privater und halböffentlicher Lesungen heraus. »Blutroter Wahn« ist der erste Band, der in der neuen Krimireihe »Spreenebel – Krimis entlang des Blauen Bandes« im Pax et Bonum Verlag erscheint. Da ihn seine beruflichen Aufgaben immer wieder mal nach Berlin führen, nutzt er zwangsläufig jede Gelegenheit zu Recherchen vor Ort. Mit U- und S-Bahn durch Berlin zu rattern, den Leuten aufs Maul zu schauen und nach ungewöhnlichen Ecken für seine Romanszenen zu suchen, ist ihm dabei ein besonderes Vergnügen. Stephan Leenen ist glücklich verheiratet und hat drei Kinder. Er lebt mit seiner Familie in Bremen.

    Über die Reihe:

    Krimireihe »Spreenebel« KRIMIS ENTLANG DES BLAUEN BANDES

    »Wenn die Seele etwas spürt, was für sie und ihren Leib ungünstig ist, zieht sie das Herz, die Leber und die Gefäße zusammen. So bildet sich in der Herzgegend gleichsam ein Nebel und hüllt das Herz in Dunkel.«


    Hildegard von Bingen (1098 - 1179), Äbtissin und Naturwissenschaftlerin

    Fälschlicherweise wird Nebel zumeist britischen Kriminalromanen zugeschrieben, wohl eher aus meteorologischen Gründen. Und natürlich der Spannung halber – denn Nebel verschluckt das Sichtbare und eröffnet der Phantasie großen Raum. Aber nicht nur auf der britischen Insel ist das so; auch an den Gestaden der Spree kann sich Nebel ebenso schützend über ein Verbrechen legen wie er, sich langsam lichtend, den Blick letztlich doch auf Tat und Täter freigibt und auf diese Weise die unermüdliche Arbeit einer Mordkommission belohnt.

    Die »Spreenebel«-Kriminalromane von Stephan Leenen zielen direkt auf die Seele des Lesers und sorgen mit ihren fiktiven, aber doch realitätsnahen Settings für jenes »ungute« Gefühl in der Magengegend, das es schwer macht, das Buch vor seinem Ende zur Seite zu legen. Geschickt versteht es der Autor, spannende Fälle mit aktuellen oder historischen Kontexten zu verweben und so Motiven, Beweggründen und Verhaltensweisen der Protagonisten einen realistischen Anspruch zu verleihen. Während der Leser in Leenens Geschichten eintaucht, kann er sich niemals sicher sein, ob er nun ein Buch oder eine tagesaktuelle Zeitung vor sich hat.

    Die Fälle spielen entlang des blauen Bandes der Spree, die an drei Punkten im Oberlausitzer Bergland entspringt und fast 400 Kilometer lang die Bundesländer Sachsen, Brandenburg und Berlin durchmisst, bevor sie im westlichsten Bezirk der Hauptstadt, in Spandau, in die Havel einmündet. Die Internationalität des Flusses, die sich in den »Spreenebel«-Kriminalromanen widerspiegelt, zeigt sich auch durch den teilweisen Verlauf an der deutsch-tschechischen Grenze zwischen Neugersdorf und Ebersbach.

    Bereits der erste Fall, »Blutroter Wahn«, führt das Ermittlerteam – KHK Ralf Ziether, KHK Britt Bredehorst und Piet Wieczorek, den Leiter der Kriminaltechnik – durch die ungewöhnliche Brutalität an seine Grenzen. Doch anstatt mit der Gewalt des Holzhammers spielt Stephan Leenen subtil mit dem Unterbewusstsein und sorgt auf diese Weise dafür, dass sich in der Brust ein Nebel bildet, der das Herz verdunkelt ...

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