Ein fauler Gott

von Stephan Lohse 
3,5 Sterne bei88 Bewertungen
Ein fauler Gott
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Positiv (44):
ClaraOswalds avatar

Authentisch, bewegend mit Momenten, die nachdenklich machen und kindlichem Humor..

Kritisch (13):
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Verwirrend und hat mich leider gar nicht berührt. Habe das Buch auf Seite 100 abgebrochen. Schade.

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Inhaltsangabe zu "Ein fauler Gott"

Sommer 1972. Benjamin ist vor einigen Wochen elf geworden. Im nächsten Schuljahr wird er ein Herrenrad bekommen, eine Freundin und vielleicht eine tiefe Stimme. Doch dann stirbt sein kleiner Bruder Jonas. Nachts sitzt Bens Mutter auf einer Heizdecke und weint. Ben kommt nun extra pünktlich nach Hause, er spielt ihr auf der C-Flöte vor und unterhält sich mit ihr über den Archäopteryx. An Jonas denkt er immer seltener. Ben hat mit dem Leben zu tun, er muss für das Fußballtor wachsen, sein bester Freund erklärt ihm die Eierstöcke, und sein erster Kuss schmeckt nach Regenwurm. Mit seiner neuen Armbanduhr berechnet er die Zeit.

Voller Empathie und mit anrührender Komik erzählt Stephan Lohse in seinem Debütroman vom Aufwachsen Anfang der Siebzigerjahre, von Teenagernöten und dem Trost der Freundschaft. Vor allem aber erzählt er vom Mut und dem Einfallsreichtum eines Kindes, das seine Mutter das Trauern lehrt und ihr zeigt, dass das Glück, am Leben zu sein, auch noch dem größten Schmerz standhält.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783518425879
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:Suhrkamp
Erscheinungsdatum:06.03.2017

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Rezensionen und Bewertungen

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    Yvo3vor 5 Tagen
    Ein fauler Gott

    Wir begleiten in dem Buch den 11 jährigen Ben. Vor kurzem ist sein Bruder verstorben und Ben muss mit dem Verlust klar kommen. Er kümmert sich um seine Mutter und wächst zum Teenager heran.

    Der Schreibstil hat mir gefallen, aber ich fand, dass die Gefühle und Schmerzen des Verlustes des Sohnes/ Bruders zu kurz kamen. Es wird eher berichtet, wie Bens Kindheit verläuft. Das fand ich sehr schade. Man hätte aus der Geschichte mehr heraus holen können. 

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    SomeBodyvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Die Protagonisten in diesem Buch blieben mir leider durchweg fremd während die Handlungen für mich meist gut nachvollziehbar waren.
    Rezension zu "Ein fauler Gott" von Stephan Lohse

    Mich hat das Debüt "Ein fauler Gott" von Stehan Lohse leider nicht ganz abholen können. Das sensible Thema des Romans ist zwar überwiegend in emotionalem Schreibstil erzählt und die Handlungen auch für mich meist gut nachvollziehbar aufbereitet, doch blieben Ben und seine Mutter Ruth mir durchweg irdendwie fremd. Einzig die Unterhaltungen zwischen Herrn Gäbler und dem Jungen machten für mich die zu transportierenden Gefühle greifbar.

    Fazit: Ein nicht immer ganz einfacher Roman um Verlust, Trauer und das Leben, dessen Leitgedanke mich zwar rührte, jedoch trotzdem nicht so recht erreichen wollte.

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    Josettas avatar
    Josettavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Für mich trauern Ben und seine Mutter zu einseitig. Es berührte mich nicht sonderlich.
    Einseitige Trauer trifft auf den Charme der Nostalgie

    Dieses Buch behandelt ein Thema, welches keinen Leser kalt lässt: Den Tod des 8-jährigen Jonas und die Zeit nach diesem tragischen Ereignis. Abwechselnd geschildert aus Sicht der Mutter und des 3 Jahre älteren Bruders von Jonas, Benjamin.

    Sommer 1972: Ein Badeunfall bringt den kleinen Buben ins Krankenhaus, wo er kurze Zeit später verstirbt. Er hinterlässt seine alleinerziehende Mutter Ruth und Ben, der an der Schwelle der Pubertät steht. Die beiden müssen sich mit dieser neuen, unmenschlichen Situation arrangieren und wir Leser begleiten sie auf diesem steinigen Weg.

    Ben ist so ein richtig liebenswerter Charakter. Charmante Flausen, kindgerechte Phantasiewelten, lustige Streiche, unzerstörbare Jungenfreundschaften und erste zaghafte Ausflüge in die Erwachsenenwelt zeichnen den Jungen aus.

    Ruth hingegen driftet immer tiefer in die grauschwarze Depression ab.

    Mein Fazit:
    Ich habe diesen Roman sehr gerne gelesen und ich genoss die Reise in die 70-Jahre, wo Ilja Richter noch die Mädchen zum Kreischen brachte und man Poster von Winnetou in die Kinderzimmer hängte. Diese Nostalgie, einfach perfekt.

    Nein, ich nörgle an den Hauptprotagonisten herum und wie sie mit Jonas Tod zurechtkamen.

    Ben z.B., ein ganz toller Junge. Aber ist man mit fast 13 Jahren nicht zu alt für Engel auf weißen Wolken? Erkennt man in diesem Alter nicht manchmal auch den Schmerz des Lebens? Nimmt man alles wirklich immer freundlich und geduldig hin? Ohne Rebellion, ohne Kritik, ohne Hintergedanken? Bens Welt ist so sehr in Ordnung, dass alles andere ein Stück weit verblasst.

    Ruth: Stephan Lose brummt ihr den Schmerz des Todes ganz alleine auf, während ihr Exmann sich ein neues Leben aufbaut und keinerlei Anzeichen von Trauer zeigt. Gibt man seine Kinder nach einer Scheidung einfach so ab, wie einen Mantel an einer Garderobe? Gibt es wirklich niemanden, der Ruths Seelenqualen erkennt und sie auf den Weg zurückbegleiten kann? Das kann ich mir fast nicht vorstellen.

    Nun gut, so ist es nun mal. Ich vergebe daher nur 3 von 5 Sternen in meiner Bewertung. Die Trauer gibt es nach meinem persönlichen Empfinden nicht nur in Schwarz oder Weiß, sie berührte mich in „Ein fauler Gott“ nicht glaubhaft. Ich möchte trotzdem eine Empfehlung für den Roman aussprechen. Das Buch ist gut, Punkt! 

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    miahs avatar
    miahvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Über den Umgang mit der Trauer nach dem Tod aus Sicht des Bruders und der Mutter, wobei ich die Mutter nicht ganz verstehen konnte.
    Ein fauler Gott

    Inhalt:
    Im Sommer 1972 stirbt Bens kleiner Bruder Jonas. Bei einem Schwimmbadbesuch bekommt er plötzlich Anfälle und muss ins Krankenhaus. Ben und seine Mutter Ruth versuchen den Verlust zu verarbeiten, während der Alltag weitergeht.

    Meine Meinung:
    Nach dem Tod ihres Sohnes ist Mutter Ruth wie gelähmt. Sie funktioniert nur noch und weiß nicht so recht, wie sie mit Ben umgehen soll. Ich hatte manchmal das Gefühl, sie gibt ihr Bestes, aber dann hat sie mir wieder zu schnell aufgegeben. Sie zieht sich zurück und weint heimlich in ihrem Schlafzimmer. Sie macht sich auf die Suche nach Gründen. Sie will herausfinden, was genau geschehen ist, um zu verstehen, warum Jonas plötzlich gestorben ist. Sie gibt sich selbst die Schuld. Und immer wieder hat man den Eindruck, dass sie aufgeben und ebenfalls sterben will. Wäre da nicht Ben.

    Für Ben ist es ebenfalls schwierig. Natürlich vermisst er seinen Bruder und auch er macht sich seine Gedanken. Er versucht, ein besserer Sohn für seine Mutter zu sein und gibt sich sehr viel Mühe. Aber sein Leben geht anders weiter als das der Mutter. Er geht zur Schule, in der sein toter Bruder keine Rolle spielt. Seine Freunde behandeln ihn wie immer. Ben kommt in die Pubertät, beginnt sich für Mädchen zu interessieren. Er hat ein schlechtes Gewissen, wenn er mal fröhlich ist und nicht um Jonas trauert.

    Der Vater spielt nur eine Nebenrolle, denn er zieht sich scheinbar völlig zurück. Erst gegen Ende des Buches, als schon fast ein Jahr vergangen ist, sucht er den Kontakt zu Ben. Doch er scheint von der Situation überfordert, weil er nicht weiß, wie er mit seinem Sohn umgehen soll.

    In einem Nachbarn findet Ben einen erwachsenen Freund. Er hatte ihn kennen gelernt, da war Jonas noch am Leben. In seinem Garten steht ein Autowrack. Der Nachbar erklärt Ben, wie man Autofährt und sie unternehmen Fantasiereisen. Er hilft Ben sehr, findet genau die richtigen Worte, um über die Trauer zu sprechen oder hört einfach nur zu. Er wird zu einer Stütze für Ben. Was seine Mutter manchmal eben einfach nicht ist.

    Die Entwicklung der Mutter dauert sehr lange. Über weite Teile wirkt sie einfach nur hilflos. Erst ganz zum Schluss erkennt sie, dass das Leben weiterhin lebenswert ist, weil Ben es ihr zeigt. Es ist interessant zu lesen, wie unterschiedlich Ben und seine Mutter mit der Trauer um Jonas umgehen. Zwischendrin gibt es aber einige Längen. Der Sinn mancher Episode hat sich mir nicht immer erschlossen, aber ich denke, dass einfach gezeigt werden sollte, dass Bens Leben weitergeht und er vom Alltag abgelenkt wird.

    Der Sprachstil ist angenehm zu lesen (die kleinen Fehler im Französischen übersehe ich einfach mal), leicht verständlich, kindlich, aber auch immer wieder sehr poetisch. Es gibt lustige und traurige Momente, unverständliche und nachvollziehbare Handlungen. Ich bin ein bisschen hin- und hergerissen, ob ich das Buch gut oder schlecht finden soll, aber alles in allem zeigt es eben, wie Ben und seine Mutter mit der Trauer umgehen, um letztendlich das Leben wieder lebenswert zu finden, auch ohne Jonas.

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    ClaraOswalds avatar
    ClaraOswaldvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Authentisch, bewegend mit Momenten, die nachdenklich machen und kindlichem Humor..
    Ein fauler Gott.

    Ein Engel auf Jonas Sarg, „‘Er soll uns daran erinnern, dass der liebe Gott einen Engel gebraucht hat. Und dafür hat er sich Jonas ausgesucht.‘
    Fauler Gott. Fauler Kackgott.“

    Sommer 1972. Benjamin ist vor einigen Wochen elf geworden. Im nächsten Schuljahr wird er ein Herrenrad bekommen, eine Freundin und vielleicht eine tiefe Stimme. Doch dann stirbt sein kleiner Bruder Jonas. Nachts sitzt Bens Mutter auf einer Heizdecke und weint.

    Der Roman handelt also von einem Jungen, der seinen 8-jährigen Bruder durch dessen plötzlichen Tod verliert und davon wie er und seine Mutter damit leben müssen. Ben ist verwirrt, er denkt oft an Jonas, dann weniger, denn das Leben ist für die Lebenden. Sein Sportlehrer sagt ihm, dass ein toter Bruder nicht länger als Ausrede zählt. Der Mutter wird gesagt, dass „[wir] den eigenen Tod sterben […], den Tod unserer Kinder müssen wir leben.“ Und dafür möchte sie dem Arzt ins Gesicht schlagen. Zu Recht.

    Die Mutter Ruth ist sehr in ihrer Trauer gefangen, sie funktioniert nur noch. Sie hält es kaum aus, dass ein Kind tot und das andere lebendig ist. Sie würde sich selbst das Leben nehmen, wenn Ben nicht da wäre. Es gibt einige Stellen im Buch, Details, die das deutlich machen. Als die Mutter Wochen nach Jonas Tod einen Handabdruck von ihm an der Fensterscheibe findet, während sie ihre Taten und Aufgaben zählt, sie dann vom Schmerz überwältig wird und sie zählt weiter „am Leben bleiben, zwanzig.“
    Ruth gestattet es sich nur, auf ihrer Heizdecke, auf Stufe drei, zu weinen. Sie versucht den Tod ihres Sohnes zu verstehen, forscht nach, was zu seinem Tod geführt haben könnte, ob es Anzeichen gab und ob sie ihn hätte verhindern können. Sie bricht kurz aus ihrer Höflichkeit, flucht, und lacht manchmal mit Ben. Sie möchte ihn um alles in der Welt beschützen und denkt über erweiterten Suizid nach.
    Ben hat einen älteren Herrn als Freund, den er zusammen mit Jonas kennenlernte. Dieser hilft ihm dabei, Trauer zu verstehen und mit Schmerz umzugehen. In der Schule ist Jonas Tod kaum ein Thema, Bens Schulfreunde behandeln ihn wie immer, er selbst wird sogar selbstbewusster. Einen neuen Freund namens Chrisse gewinnt er auch, dieser erklärt ihm, wie das Leben funktioniert und ist Bens Halt. Und Chrisses Schwester Francoise ist Bens erste heimliche Liebe. Wenn sie spricht, sind ihre Worte „wie in Parfum getaucht“. Romantisch, für einen Elfjährigen. Ben ist sehr poetisch, authentisch und kindlich humorvoll, manchmal unfreiwillig komisch – ganz wunderbar zu lesen. Man fühlt mit ihm, lacht und weint.
    Bens Vater hingegen scheint zu flüchten, er hält sehr an seinem neuen Leben mit neuer Frau und baldigem Baby fest. Er schafft es nicht, eine Verbindung mit seinem Sohn Ben zu bekommen und zu halten. Er erzählt ihm zwar, dass er ihn vermisst, doch Ben findet, dass sei nicht nötig.

    Ich mochte den Schreibstil des Autors. Er hat Ben, als auch seine Mutter gut gezeichnet. Auch andere Charaktere waren gut ausgearbeitet. Das Thema ist schwierig, besonders aus der Sicht eines Kindes und einer alleinerziehenden Mutter, die niemanden hat, an den sie sich wenden kann.
    Der Unterschied ist groß. Ruth wirkt allein mit ihrer Trauer, flüchtet in religiöse Details und Ben, Atheist, hat seine Trauer und gleichzeitig erlebt er so viele Dinge zum ersten Mal, dass er so vieles Positives und Negatives zeitgleich zu verarbeiten hat.
    Es gibt sehr emotionale Momente, der Freude und Trauer. Und den Versuch von Ruth und Ben, ein schönes Leben zu führen.

    „Mami lebt. Sie war zu gleichen Teilen seine und Jonas' Mutter. Was mit Jonas' Teil geschieht, ist unklar. Vielleicht bekommt Ben ihn. Vielleicht nicht.“

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    LadyIceTeas avatar
    LadyIceTeavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Verwirrend und hat mich leider gar nicht berührt. Habe das Buch auf Seite 100 abgebrochen. Schade.
    Verwirrend und ohne Gefühl – abgebrochen

    Sommer 1972. Benjamin ist vor einigen Wochen elf geworden. Im nächsten Schuljahr wird er ein Herrenrad bekommen, eine Freundin und vielleicht eine tiefe Stimme. Doch dann stirbt sein kleiner Bruder Jonas. Nachts sitzt Bens Mutter auf einer Heizdecke und weint. Ben kommt nun extra pünktlich nach Hause, er spielt ihr auf der C-Flöte vor und unterhält sich mit ihr über den Archäopteryx. An Jonas denkt er immer seltener. Ben hat mit dem Leben zu tun, er muss für das Fußballtor wachsen, sein bester Freund erklärt ihm die Eierstöcke, und sein erster Kuss schmeckt nach Regenwurm. Mit seiner neuen Armbanduhr berechnet er die Zeit.

    Nach dem ich viele positive Worte über „Ein fauler Gott“ gehört habe und dieses Buch von einigen Seiten grade zu angepriesen wurde, habe ich es mir gekauft und begonnen es zu lesen. Nun, ich bereue es nicht grade aber froh bin ich darüber auch nicht.
    Leider trifft der Debütroman von Stephan Lohse so gar nicht meinen Geschmack.
    Die ersten Seiten haben mir noch gefallen. Der Schreibstil etwas außergewöhnlich, etwas komische Figuren und eine eigene Art der Erzählweise. Und ich gebe gerne zu, dass dort einige gute Formulierungen dabei sind, durch die ich verstehen kann, warum andere dieses Buch so gut finden.
    Leider habe ich es nicht weiter als Seite 100 geschafft. Das ist meine Schmerzgrenze, wenn mich ein Buch nicht packt. Es gibt Stellen, da habe ich gerne Ben in seinem Leben verfolgt aber leider gibt es zu viele Stellen, die ich langatmig und zäh empfinde und die mich leider nicht im Geringsten berührt haben.
    Durch diese Erzählform wirkt die ganze Geschichte einfach, als hätte jemand Bens Leben beobachtet und es auf kindliche Art und Weise wiedergegeben. Einerseits von den Formulierungen und andererseits durch die vielen Gedankensprünge.
    Wo zu Beginn noch ein roter Faden vorhanden war, war auf Seite 100 nur noch ein blasses, fransiges Ding zu finden, welches zwar irgendwie bei der Hauptgeschichte blieb aber in viel zu viele unwichtige Bereiche abdriftete.
    Irgendwie würde es mich schon noch interessieren, wie sich Bens Leben weiterentwickelt aber noch über 200 Seiten Verwirrung und Langatmigkeit, sind mir wirklich verschenkte Lesezeit.
    Schade, aber man kann ja nicht immer seinen Geschmack treffen.

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    lenicool11s avatar
    lenicool11vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Nicht so ganz meins. Vor allem Mutter in den Buch nicht nachvollziehbar.
    Nicht ganz mein.

    Inhalt
    Sommer 1972. Benjamin ist vor einigen Wochen elf geworden. Im nächsten Schuljahr wird er ein Herrenrad bekommen, eine Freundin und vielleicht eine tiefe Stimme. Doch dann stirbt sein kleiner Bruder Jonas. Nachts sitzt Bens Mutter auf einer Heizdecke und weint. Ben kommt nun extra pünktlich nach Hause, er spielt ihr auf der C-Flöte vor und unterhält sich mit ihr über den Archäopteryx. An Jonas denkt er immer seltener. Ben hat mit dem Leben zu tun, er muss für das Fußballtor wachsen, sein bester Freund erklärt ihm die Eierstöcke, und sein erster Kuss schmeckt nach Regenwurm. Mit seiner neuen Armbanduhr berechnet er die Zeit.



    Meine Meinung
    Stephan Lose hat einen netten Schreibstil aber seine beiden Protagonisten Ben und sein Mutter sind sehr spezielle Charaktere die man mögen muss. Aber der Junge ist 12 und hat schon Penis-Erlebnisse. Die Trauer bewältigung wird für meinen Geschmack sehr seltsam behandelt.


    Fazit
    Unsympatische Protagonisten mit einer ziehenden Geschichte.

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    evafls avatar
    evaflvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch, beeindruckend.
    Schlimme Sachen gehen vorbei, wenn man heiratet. Windpocken und so.

    Sommer 1972. Benjamin, genannt Ben, ist gerade einmal elf Jahre alt, als sein jüngerer Bruder Jonas stirbt. Dabei waren die drei doch ein eingespieltes Team, seit der Vater aus- und nach Frankfurt gezogen ist. Nun müssen die beiden ihren Alltag gemeinsam meistern und die Lücke versuchen zu akzeptieren, die ihnen seit Jonas‘ Tod geblieben ist. Vor allem Ben versucht hier immer wieder auf seine ganz eigene Art und Weise die Mutter abzulenken bzw. gar aufzuheitern.

    Die Thematik des Buches hat mich sehr angesprochen, weshalb ich es unbedingt lesen wollte. Eine durchaus heftige Thematik, die der Autor aber so wunderbar im Buch bespricht, schildert und gar fast so etwas wie verharmlost. (Was nicht böse gemeint ist, er lenkt einfach so wunderbar ab und schildert das ganze so gut, dass es nicht so dermaßen dramatisch ausfällt, wie es das bei einem anderen Autor womöglich der Fall wäre.)

    Die Sprache und Schreibweise des Buches hat mir recht gut gefallen. Eine angenehm zu lesende Sprache, gut verständlich, aber dennoch nicht einfach. Was man an Worten wie „phototropen Gläser“ oder Um- bzw. Beschreibungen wie der des Kummers merkt. (Seite 224 – für mich toll erklärt)

    Generell hat es mir in dieser Hinsicht gut gefallen, keine großartig verschachtelten Sätze, also wirklich schön zu lesen. Teilweise fast ein wenig poetisch geschrieben. Man merkt die Zeit der 70er Jahre, in der das Buch spielt, durchaus – anhand der Spiele, die die Kinder so spielen (Baader-Meinhof-Bande), anhand der Gegenstände, die man damals so im täglichen Gebrauch hatte, all solche Sachen eben. Eingeteilt ist das Buch in vierzehn Kapitel unterschiedlicher Länge.

    Die Art und Weise wie der Autor mit dem Thema umgeht hat mir gut gefallen. So dramatisch das alles ist, so schildert er immer wieder nur mal Details „der Sache“, wie das mit Jonas passiert ist. Dennoch alles voller Empathie mit der Familie, allen voran Ben und seiner Mutter. (Sie wirkte manchmal regelrecht hilflos in ihrem Tun.)  Im Nachhinein wünscht man der Mutter, dass sie mehr Hilfe bekommen hätte, wobei das für die damalige Zeit ja vielleicht noch nicht üblich war bzw. auch einfach mein Empfinden dazu war. Es ist interessant zu lesen, wie hier die beiden unterschiedlich mit ihrer Trauer umgehen, quasi Einblicke dorthinein geben. Ebenso war es einfach schön zu lesen, wie Ben alles mit seinem doch durchaus (noch) kindlichen Blick auf die Dinge angeht.

    Alles in allem ein emotionaler Roman, der aber durchaus auch immer wieder lustige Szenen hat. Interessant zu sehen, wie Ben mit all dem umgeht, der ja dann ein Teenager wird. Ein Buch, das kein einfaches Thema behandelt, das man nicht einfach mal so eben lesen sollte, sondern dem man Zeit geben sollte. Für mich ein absolut gelungenes Erstlingswerk des Autoren, mir hat das Buch gut gefallen. Von mir gibt es entsprechend 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung. 

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    Cleo15s avatar
    Cleo15vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderschöne und starke Intention, aber leider auch einige Längen.
    Wie der Tod das Leben verändert


    Wenn ich so darüber nachdenke, gefällt mir der Titel des Buches immer besser. Er ist wirklich grandios gewählt und passt wie die Faust aufs Auge. Aber erst einmal zum Inhalt von "Der faule Gott" von Stephan Lohse:


    Bens Bruder Jonas stirbt nach einem plötzlichen Anfall im Krankenhaus. Während der elfjährige Ben lernt, mit seiner Trauer umzugehen, zerbricht seine Mutter immer mehr an dem Verlust. 


    Charaktere:
    Ben ist elf Jahre alt, spielt gern Fußball, hat eine blühende Fantasie und will am liebsten nur mit seinen Freunden unterwegs sein. Er ist ein ganz normales Kind, bis sein kleiner Bruder plötzlich stirbt. Seine Mutter zieht sich immer weiter zurück. Sein Vater ist dabei, weit weg eine neue Familie zu gründen. Doch er verzweifelt nicht, sondern lebt das Leben mit seinen Tiefen und vor allem seinen Höhen weiter. Er trifft sich weiter mit seinen Freunden und versucht auch seiner Mutter über ihre Trauer hinwegzuhelfen. Er erzählt den Hauptteil der Geschichte, weswegen die Sprache und die Gedanken auch die eines elfjährigen Jungen sind. Da ich selbst noch keine Kinder habe, konnte ich seine Gedankengänge mitunter nicht so richtig nachvollziehen. Und die Handlung hatte einige Längen, zum Bsp. wenn mehrere Seiten lang über Fußball debattiert wird. Da schaltet mein Gehirn leider automatisch ab. Trotzdem hat er mich fasziniert, da er immer wieder versucht, seine Mutter glücklich zu machen.


    Seine Mutter ist in ihrer Trauer gefangen. Der Alltag fällt ihr zunehmend schwerer. Sie unternimmt kleine Versuche, aus dem Loch zu entkommen, doch gehen sie alle schief. Irgendwann gibt sie auf und ich hatte schon wirklich Angst um die beiden, bis sie doch noch die Freude in ihrem lebenden Sohn entdeckt. Ihr Charakter hat mir besser gefallen als der von Ben. Das liegt zum einen daran, dass ich ihre Handlungen und ihre Intention eher nachvollziehen konnte und zum anderen habe ich ihre Verletztheit, ihren Kummer wirklich gespürt, was bei Ben nicht der Fall war. Auch bei ihm wurden solche Gefühle beschrieben, doch konnte ich ihm das nicht wirklich abnehmen.


    Fazit:
    Ich vergebe für "Der faule Gott" drei Sterne. Die Geschichte hatte mir zu viele Längen und ich bin mit Ben als Erzähler mitunter nicht ganz klar gekommen. Aber die Intention der Geschichte, dass man trotz solch eines enormen Verlustes noch weiterleben kann, ist sehr gut herausgearbeitet und umgesetzt.

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    DebbieS1887vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider hat mich das Buch nicht angesprochen. Dennoch war es gut zu gut zu erfahren aufvwelche Art man trauern kann.
    Leider kein Buch für mich

    Inhalt: In dem Buch „Ein fauler Gott“ von Stephan Lose geht es um den elfjährigen Benjamin, der mit seiner Mutter und seinem Bruder Jonas in Hamburg lebt. Wir schreiben das Jahr 1972 als im Sommer Jonas im Schwimmbad einen Unfall hat. Wenige Zeit später nach diesem Unfall stirb Jonas im Krankenhaus. Stephan Lose beschreibt die Zeit der Trauer von Benjamin und seiner Mutter. Meinung: Ich fand das Buch sehr gut zu lesen, da der Schreibstil von Stephan Lose sehr einfach war. Es gab lustige und traurige Szenen. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Fazit: Ich fand das Buch okay, aber es hat mich leider nicht so sehr angesprochen. Ich konnte das Verhalten von der Mutter teilweise verstehen, da es nicht leicht ist sein Kind zu verlieren. Das Verhalten von Benjamin konnte ich nur teilweise verstehen. Aber jeder geht anders mit Trauer um. Das Thema „Trauer“ ist auch nicht einfach zu beschreiben.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar

    "Heute Morgen schämt er sich. Er findet sich nicht traurig genug."

    Gegen einen großen Schmerz hilft nur... leben!
    Ben hat keine Zeit zum Trauern. Der Tod seines kleinen Bruders ändert sein Leben und das seiner Mutter, und trotzdem macht er intuitiv das Beste daraus. Wie? Das erzählt Stephan Lohse in seinem berührenden Debütroman "Ein fauler Gott".
    Habt ihr Lust auf eine originelle und warmherzige Geschichte aus der Perspektive eines 11-Jährigen? Der junge Held Ben wird eine Achterbahn der Gefühle in euch auslösen - er wird euch zum Lachen, aber auch zum Weinen bringen, und vor allem: Mit seinem Charisma wird er euch in seinen Bann ziehen!

    Mehr zum Inhalt
    Sommer 1972. Benjamin ist vor einigen Wochen elf geworden. Im nächsten Schuljahr wird er ein Herrenrad bekommen, eine Freundin und vielleicht eine tiefe Stimme. Doch dann stirbt sein kleiner Bruder Jonas. Nachts sitzt Bens Mutter auf einer Heizdecke und weint. Ben kommt nun extra pünktlich nach Hause, er spielt ihr auf der C-Flöte vor und unterhält sich mit ihr über den Archäopteryx. An Jonas denkt er immer seltener. Ben hat mit dem Leben zu tun, er muss für das Fußballtor wachsen, sein bester Freund erklärt ihm die Eierstöcke, und sein erster Kuss schmeckt nach Regenwurm. Mit seiner neuen Armbanduhr berechnet er die Zeit.
    Voller Empathie und mit anrührender Komik erzählt Stephan Lohse in seinem Debütroman vom Aufwachsen Anfang der Siebzigerjahre, von Teenagernöten und dem Trost der Freundschaft. Vor allem aber erzählt er vom Mut und dem Einfallsreichtum eines Kindes, das seine Mutter das Trauern lehrt und ihr zeigt, dass das Glück, am Leben zu sein, auch noch dem größten Schmerz standhält.


    Hier liest Stephan Lohse einen Auszug aus seinem Roman:

    ###YOUTUBE-ID=ki2BsssQRbY###

    Hier geht es zur Leseprobe!

    Zum Autor
    Stephan Lohse wurde 1964 in Hamburg geboren und lebt heute in Berlin. Nach einem Studium der Schauspielerei am Max-Reinhardt-Seminar in Wien arbeitete er an verschiedenen Theatern in Deutschland und Österreich. "Ein fauler Gott" ist sein Debütroman und erscheint im März 2017.

    Ihr könnt Ben und seine Mutter im Rahmen einer Leserunde kennenlernen! Zusammen mit Suhrkamp verlosen wir 30 Exemplare von "Ein fauler Gott" unter allen, die erleben möchten, wie Ben mit dieser schwierigen Situation umgeht. Bewerbt euch* bis zum 12.03. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button, indem ihr auf folgende Frage antwortet:

    Ben hat seinen Bruder verloren, seine Mama ihren Sohn. Beide trauern unterschiedlich.
    Wie, glaubt ihr, kann es einem Menschen am besten gelingen, den großen Schmerz zu bewältigen, der nach dem Tod einer geliebten Person entsteht?


    Wir sind gespannt auf eure Antworten und wünschen euch viel Glück!

    Im Rahmen des LovelyBooks Literatursalons könnt ihr in dieser Leserunde ein weiteres Literatursalon-Lesezeichen erlesen! Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier.

    * Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.
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    Letzter Beitrag von  DamlaBulutvor 10 Monaten
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