Stephan M. Rother Der Weg nach Altamura

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Inhaltsangabe zu „Der Weg nach Altamura“ von Stephan M. Rother

Im Jahre des Herrn 1293. Magister Wasmod von dem Knesebeck reist durch ein Italien, das in banger Erwartung dem Kaiser der Endzeit entgegensieht. Auf seiner Mission, die ihn über Sirmione und Mantua auch in Dantes Florenz führt, häufen sich beunruhigende Vorkommnisse. Unter mysteriösen Umständen trifft ein junger Besucher aus Deutschland ein. Ein finsterer Fluch, den der Magister gebannt glaubte, ist zu neuem Leben erwacht. Doch auf wen beziehen sich die Prophezeiungen? Und auf welcher Seite steht die undurchschaubare Botin Oda? Bald geraten nicht nur Wasmods geheime Pläne, sondern auch sein Leben in tödliche Gefahr. Rezension: "Stephan M. Rother ist es einmal mehr gelungen, vor geschichtlichem Hintergrund ein üppiges Bild mittelalterlichen Lebens zu entwerfen. Politisches Ränkespiel und mystische Begebenheiten, Liebe, Leidenschaft und Tod - und mittendrin der feinsinnige Magister von dem Knesebeck - das ist der Stoff, aus dem Leseträume sind." Dagmar Rosenau, Bestseller & Banales, Radio ZuSA Uelzen

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  • Rezension zu "Der Weg nach Altamura" von Stephan M. Rother

    Der Weg nach Altamura
    ramgad_herbst

    ramgad_herbst

    30. December 2012 um 12:46

    Folgeband zum "Adler der Frühe". Interessant zu lesen. Viele Infos über das Leben im Mittelalter.

  • Rezension zu "Der Weg nach Altamura" von Stephan M. Rother

    Der Weg nach Altamura
    Chrischan

    Chrischan

    04. July 2012 um 21:26

    Nicht erst seit der Neuverfilmung von Tolkiens „Herr der Ringe“ ist das Fantasygenre eines der beliebtesten innerhalb der Unterhaltungsbranche. Das gilt nicht nur für den multimedialen Bereich wie Film oder Computerspiele, sondern auch für die traditionellen Printmedien. Entsprechend stehen Comics und Fantasybücher gerade bei der jungen Leserschaft hoch im Kurs. Allerdings ist es hier, wie in allen anderen Bereichen: Quantität steht nicht automatisch für Qualität. Die Masse an erscheinenden Büchern im Bereich der Phantastik ist kaum der Erwähnung wert, nach einem würdigen Erbe Tolkiens schaut man sich denn auch fast immer vergebens um. Ein Autor, der sich ernsthaft anschickt in die doch recht großen Fußspuren des britischen Weltenerfinders zu treten, ist Stephan M. Rother. Bekannt unter dem Künstlernamen „Magister Rother“, tingelt er eigentlich als „Stand Up Historian“ (so betitelt ihn zumindest das Internetlexikon Wikipedia) durch die deutschen Lande. „Moderner Barde“ oder „neuzeitlicher Spielmann“ würde hier begrifflich vermutlich besser passen, denn das Erzählen ist seine Leidenschaft. Dass er diese auch schriftlich umzusetzen weiß, hat er mit seinem zweiten Roman „Der Weg nach Altamura“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Sicher, die Kritik könnte lauten, dass es schon zu viele von diesen Büchern gäbe. Wer jedoch denkt, Stephan Rother sei nur einer dieser Schreiberlinge, die Bücher zu Videospielen verfassen, der irrt gewaltig. Es ist empfehlens- und lohnenswert, diesen Autor genauer unter die Lupe zu nehmen. „Der Weg nach Altamura“ ist der erste Teil einer geplanten Trilogie. Wie es bei mehrbändigen Geschichten üblich ist, dauert es ein wenig, bis die eigentliche Handlung so richtig ins Rollen gerät. Die Seiten davor, und das erinnert nicht selten an Umberto Eco, füllt Stephan Rother mit detaillierten Beschreibungen seiner Charaktere und der Eröffnung mehrerer Handlungsstränge. Das Erfrischende daran ist, dass diese Beschreibungen niemals langweilig werden. So gelingt es dem Autor doch tatsächlich, die geistigen Fähigkeiten seiner Protagonisten dem Leser mit Hilfe der verwendeten Sprache zu vermitteln. Wie nicht anders zu erwarten ist der Legat der Kirche ein hoch gebildeter Mann mit gewählter Ausdrucksweise und einem enormen Wissensschatz. Der Adlige Galvano ist, wie im Mittelalter üblich, in seinem Denken etwas einfacher gestrickt, der Tempelritter nicht sonderlich gesprächig und der Jude Shlomo Rosenzweig stellt sich als ein gewitzter Begleiter dar, der den Leser mehr als einmal an Peter Ustinov erinnern dürfte. All das vermittelt allein das geschriebene Wort Stephan Rothers. Man sollte sich von dem Untertitel „Ein mittelalterlicher Mystery-Thriller“ nicht in die Irre führen lassen. Inhaltlich geht der Roman weit über die Historie hinaus. Zwar sind Ort und Zeit zeitlich wie räumlich geschichtlich verbürgt, doch die Handlung spielt sich darüber hinaus an Orten ab, die die Geschichte unerwähnt lässt. Gleich den mittelalterlichen Autoren höfischer Romane und Heldenepen schafft der Autor des Altamura-Romans eine „andere Welt“, in der es noch Magisches und Mythisches zwischen Himmel und Erde gibt, das sich dem rationalen Denken entzieht. Eine solche Welt gleicht der eines Chrétien de Troyes oder eines Wolfram von Eschenbach. Man sieht also: „Der Weg nach Altamura“ ist mehr als gewöhnliche Fantasy, mehr als ein schlichter mittelalterlicher Historienroman. Es ist die gekonnte und stilvolle Symbiose aus beidem, und das ist nicht das Einzige, was dem Roman seine durch und durch spannende Atmosphäre verleiht. Stephan M. Rother zeichnet keine aalglatten und völlig starren Figuren in seinem Roman, sondern Persönlichkeiten, die eine mitunter dunkle oder bewegte Vergangenheit haben und sich innerhalb der Geschichte entwickeln. Diese Entwicklung geschieht nicht linear in Richtung „gut“ oder „böse“, das wäre zu einfach. Die Personen des Romans lassen sich nicht einfach in schwarz oder weiß gruppieren, vielmehr bewegen sich alle in einer sonderbaren Grauzone. Man kann sie nicht eindeutig einordnen, denn jede der handelnden Figuren hat ihr Bündel zu tragen und verfolgt eigene Wege und Absichten und genau die liegen oftmals im Dunkeln. Bis zur letzten Seite des ersten Teils wird die Spannung aufrechterhalten und im letzten Drittel scheint der Autor über sich hinauszuwachsen. Denn hier schafft es Stephan Rother doch tatsächlich fast nahtlos an Dantes „Göttliche Komödie“ anzuknüpfen. Man möchte von einem beinahe cineastischen Erlebnis sprechen, denn was die Zeilen da in der Phantasie des Lesers hervorrufen, dürfte einem 3D-Kino mit 7.1-Surroundsound in nichts nachstehen. „Was hat das alles mit dem literarischen Erbe eines Tolkien zu tun“, dürfte an dieser Stelle der Einwand lauten. Nun, Stephan M. Rother nimmt die Welt des Mittelalters und kleidet sie in ein neues, magisch-mythisches Gewand. So wie sich Tolkien seine Inspirationen aus der keltisch-germanischen Mythologie holte, holt sich Herr Rother seine Anregungen aus der Welt der Ritter und Kreuzzüge. So wie Tolkien zauberhafte Kräfte und Wesen in die Welt setzte, setzt auch Herr Rother magische Gestalten in die Welt. Zwar schafft Stephan M. Rother dabei keine gänzlich neue Welt, sondern bleibt im Italien des ausgehenden 13. Jahrhunderts, doch die fiktive Grafschaft Altamura hat einen ähnlichen Effekt, ebenso wie die teilweise fiktiven Figuren des Romans. Seit Tolkien schaffen es kaum noch Autoren des Genres, die Leser lange genug zu fesseln und dafür zu sorgen, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Rother bildet da eine erfrischende und geistreiche Ausnahme, die weit davon entfernt ist, simples Plagiat von etwas Vorhandenem zu sein. Bleibt zu hoffen, dass sich der Autor selber treu bleibt und mit dem hoffentlich in Bälde erscheinenden zweiten Teil der Altamura-Trilogie ein ebenso furioses Werk abliefert, wie es ihm mit dem ersten Teil gelungen ist. © Christian Hesse 2006

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