Stephan M. Rother

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Interview mit Stephan M. Rother

Wie lange schreibst Du schon und wie und wann kam es zur Veröffentlichung Deines ersten Buches?

Das Geschichten-Erzählen habe ich mit dreizehn, vierzehn Jahren begonnen. Drei Jahre später war das erste Manuskript fertig, das zum Glück nie veröffentlicht wurde. Hans-Georg Noack hat mir damals eine sehr mitfühlende Absage geschickt, mich aber gleichzeitig ermuntert, weiterzuschreiben. Das habe ich dann auch getan. Ende der 1990er bin ich mit meinem Manuskript zum Roman „Der Adler der Frühe“ an einen kleinen Verlag herangetreten, der sich auf mittelalterliche Themen spezialisiert hatte. Wir haben uns dann rasch geeinigt, das Projekt gemeinsam anzugehen. Mit den großen Verlagen arbeiten wir seit 2007/2008, wobei der Verlagskontakt über meinen Agenten läuft.

Welcher Autor inspiriert und beeindruckt Dich selbst?

Beeindruckt: Thomas Mann. Kein Mensch kann solche Sätze bauen. Inspiration sind eher historische oder mythologische Stoffe, also nicht im eigentlichen Sinne Belletristik.

Woher bekommst Du die Ideen für Deine Bücher?

Ich bin davon überzeugt, dass jeder Autor im Grunde über sich selbst schreibt, freiwillig oder unfreiwillig. Wenn ich zum Beispiel an einem Jugendbuch arbeite, schwingt da viel von der Atmosphäre meiner eigenen Teenagerzeit mit. In den Romanen, die eine historische Komponente aufweisen, steht oft ein „Was wäre, wenn …?“ am Anfang: Was wäre, wenn Jesus homosexuell gewesen wäre? – Daraus ergibt sich dann eine Geschichte. Oft sind auch kleine Erlebnisse der Auslöser, sowohl eigene, als auch Begebenheiten, Ereignisse, die ich en passant aufgeschnappt habe. Momente, die ein bestimmtes Gefühl auslösen: Hey, da steckt eine Geschichte drin!

Wie hältst Du Kontakt zu Deinen Lesern?

Ich bemühe mich, die Leser über mein Blog und die Homepage auf dem Laufenden zu halten. Selbstverständlich antworte ich nach Kräften auf Fragen – künftig natürlich auch hier. Allerdings müssen die Leser auch akzeptieren, dass es einzelne Fragen gibt, auf die ein Autor nicht antworten möchte. Ein Buch ist ein Stück weit ein Wesen für sich. Ein starkes Buch kann für sich selbst sprechen, und alles Wichtige ist zwischen den Buchdeckeln gesagt.

Wann und was liest Du selbst?

Vorwiegend nachts, es sei denn, ich gönne mir ganz bewusst eine Auszeit. Privat lese ich eher Sachbücher und den Literaturkanon von Wolfram von Eschenbach bis Thomas Mann. Als Jugendlicher habe ich viel Fantasy konsumiert. Unter den aktuellen Publikumstiteln haben es mir zur Zeit die Skandinavier angetan, Mankell, Hakan Nesser, Lindquist, Adler Olsen. Grundsätzlich versuche ich, mir jedes Jahr zwei, drei Titel von der aktuellen Bestsellerliste vorzunehmen.

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