Stephan Marks

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Warum folgten sie Hitler?

Warum folgten sie Hitler?

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Erschienen am 31.05.2011
Die Kunst, nicht abzustumpfen

Die Kunst, nicht abzustumpfen

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Erschienen am 21.05.2012
Scham - die tabuisierte Emotion

Scham - die tabuisierte Emotion

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Erschienen am 15.01.2018
Märchen von Krankheit und Heilung

Märchen von Krankheit und Heilung

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Erschienen am 21.03.2018
Scham - Beschämung - Anerkennung

Scham - Beschämung - Anerkennung

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Erschienen am 16.06.2011
Märchen von Männern

Märchen von Männern

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Erschienen am 01.12.2014

Neue Rezensionen zu Stephan Marks

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Rezension zu "Die Kunst, nicht abzustumpfen" von Stephan Marks

Rezension zu "Die Kunst, nicht abzustumpfen" von Stephan Marks
WinfriedStanzickvor 6 Jahren

Über die Psychologie des Nationalsozialismus, über die Scham als eine tabuisierte Emotion und über die grundlegende Würde des Menschen hat der Sozialwissenschaftler, Fortbildner und Supervisor Stephan Marks in den letzten Jahren bemerkenswerte Bücher veröffentlicht. Es sind die Themen, die sich aus seiner Tätigkeit mit Menschen ergeben, die ihn zu immer neuen Büchern motivieren. Dabei „wildert“ er nicht selten in anderen Fachbereichen, wohl aber auch deshalb, wie zu dem jeweiligen Thema von dort nicht für ihn Befriedigendes und Überzeugendes kam.

So hätte das nun vorliegende Buch mit dem Titel „Die Kunst nicht abzustumpfen. Hoffnung in Zieten der Katastrophe“ jedem christlichen Theologen gut angestanden, doch die schreiben seit langem in ihrem eigenen Sprech, der außer der Zielgruppe derer, die sich als Christen verstehen, kaum noch jemand außerhalb ansprechen kann.

Marks gelingt dies in einer bewundernswerten Weise. Er beschreibt zunächst den Zustand der Lähmung, in dem sich viele Menschen befinden angesichts eine medialen Überschüttung von Berichten über Krisen, Katastrophen negativen Meldungen. Die einen macht es zu Pessimisten, die andern (vor allem Menschen in der Politik) flüchten in einen Zweckoptimismus, der schon lange keinen mehr überzeugt.

Beide können so zu der dringend nötigen Lösung unsere gesellschaftlichen und globalen Problemen kaum etwas Sinnvolles beitragen. Wie kann man mit bedrückenden Nachrichten konstruktiv umgehen? Wie schafft man es, weder zu verharmlosen und den Kopf in den Sand zu stecken, noch in einem Pessmismus stecken zu bleiben, hinter dem ich persönlich eine der Hauptursachen des rasant um sich greifenden Burnout bei immer mehr jungen Menschen sehe?

Marks schreibt: „Auch in der Gesellschaft sehen wir überall Chaos. Wir können uns darüber beklagen und selbst entmutigen. Oder wir betrachten das Chaos als äußeres Symptom dafür, ‚dass die alte Ordnung im Zusammenruch begriffen ist und darauf wartet, auf eine höhere Ebene der Komplexität und der Ordnung gehoben zu werden.’ Auf diese Weise könnte gesellschaftlicher Wandel geschehen: als Metamorphose.“

Es ist ein Prozess der Hoffnung , den er da anstoßen will, und den am Beispiel von Moses, Jeremia, Deuterojesaja und Martin Luther King beschreibt.
Hoffnung schöpfen, Hoffnung hegen und guter Hoffnung sein – so poetisch hat er seine drei Hauptteile überschrieben, und wie er sie ausführt, das möchte ich nennen eine psychotherapeutisch-theologische Poesie der Hoffnung.

Wer wenig Zeit zum Lesen hat und sich dennoch schnell einen Überblick verschaffen möchte, dem sei das etwa dreißigseitige Schlusskapitel empfohlen, wo es um die drei Denkblockaden „Kausalitätsbrille, mathematische Brille und die Brille linearen Denkens geht, um das Vorbereiten, das Merken und das Bereitsein für den Kairos und darum wie die Ideen des Downshifting und der Occupybewegung als mögliche Auslöser und Indikatoren einer Metamorphose beschrieben werden, von der wir irgendwann einmal sagen werden, sie habe 2012 schon längst begonnen gehabt.

Das große Verdienst dieses Buches ist es, zu zeigen und nachvollziehbar zu machen, wie jeder einzelne Mensch die Hoffnung aufbringen und hegen kann, die nötig ist, wenn man selbst an dieser Metamorphose teilhaben möchte.

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Rezension zu "Die Würde des Menschen oder Der blinde Fleck in unserer Gesellschaft" von Stephan Marks

Rezension zu "Die Würde des Menschen oder Der blinde Fleck in unserer Gesellschaft" von Stephan Marks
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Stephan Marks, der Autor des hier vorliegenden Buches, hat schon 2007 in seinem Buch „Scham - die tabuisierte Emotion“ erfolgreich versucht, etwas wieder zu beleben und mit neuer Bedeutung aufzuladen, was mit schlimmen Folgen für die Gesellschaft in den letzten Jahren verloren gegangen ist.

In seinem neuen Buch widmet er sich ausführlich der im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantierten und festgeschriebenen Würde des Menschen, die dort als „unantastbar“ bezeichnet wird.
Tatsächlich aber, so führt Marks überzeugend und erschütternd aus, wird die Würde des Menschen in unserem Land und in unserer Gesellschaft auf eine Weise angetastet und missachtet, die wir oft schon gar nicht mehr wahrnehmen, so haben wir uns schon daran gewöhnt. So werden, meist unwidersprochen, ältere Menschen als „Schrott“ bezeichnet, Arbeitslose als Faulenzer oder gar „Wohlstandsmüll“ und Ostdeutsche als „zurückgeblieben Ossis“ u.v.a.m.

Die Menschenwürde ist in Gefahr , so Marks, zu einem abstrakten Ideal zu werden, das zwar jeder wichtig findet, aber in seinem eigenen Leben nicht mehr mit Inhalt füllen kann. Je weniger die Menschen in unserem Land selbst die Erfahrung gemacht haben, dass man ihre Würde achtet von Anfang an (Elternhaus, Kindengarten und vor allen Dingen in der Schule) desto weniger werden sie es selbst mit anderen tun. Marks spricht davon, den „transgenerationalen“ Teufelskreis aufzubrechen, der immer weitere Missachtungen der Würde anderer Menschen und auch der eigenen generiert. Und er plädiert dafür, die Debatte und die Praxis geübter und gelebter Menschenwürde wieder von den auch gesellschaftlich diskutierten Konfliktfällen wie Stammzellenforschung, Abtreibung und Sterbehilfe hinzulenken auf den Alltag der Menschen in der Familie, in der Schule, an den Arbeitsplätzen, im Altenheim in den Sportvereinen - überall dorthin, wo konkrete Menschen mit anderen konkreten Menschen in irgendeiner Art von Interaktion sind.

Das Wichtigste an diesem Buch ist, dass der Autor die Menschenwürde als einen positiven Begriff mit richtigem Leben füllt und zeigt, wie sich Menschen würdigendes Verhalten im Alltag konstruktiv ausdrückt. Und er zeigt, wie jede und jeder Einzelne mit seinem eigenen Verhalten und Leben zu einer „Kultur der Menschenwürde“ beitragen kann.

Der Rezensent ist davon überzeugt, dass dann, wenn wir eine solche Kultur entwickelt und dabei auch viele alte, vergessene und teilweise verachtete Werte wiederentdeckt haben werden, nicht nur das Lebensklima in unserem Land besser geworden sein wird, sondern auch viele der aktuellen Probleme in der Gesellschaft sich nicht mehr so dramatisch darstellen werden.

Allein: die Tatsache, dass so viele Menschen in ihrer Kindheit und Jugend in ihrer Würde so missachtet wurden, macht es zu einer gigantischen Aufgabe. Doch wie heißt es in einem Lied: „Viele ‚kleine’ Menschen an vielen ‚kleinen’ Orten werden das Gesicht der Welt verändern.“

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Rezension zu "Scham - die tabuisierte Emotion" von Stephan Marks

Rezension zu "Scham - die tabuisierte Emotion" von Stephan Marks
WinfriedStanzickvor 7 Jahren

Dieses, nun 2009 schon in der zweiten Auflage erschienene Buch geht einem Phänomen nach, das lange nur in der Ägide der Psychoanalytiker beheimatet war. Es geht um eine Emotion, die Scham, die in unserem Leben und in unserer Gesellschaft kräftiger wirkt, als wir das gemeinhin für möglich halten.

Ob am Arbeitsplatz, in der Familie oder an anderen Orten begegnen wir der Scham, einer Emotion, die uns tief verletzt und nicht selten regelrecht bedroht. Aber auch aktuelle Phänomene wie die Ehrenmorde und Selbstmordattentate beruhen auf den Mechanismen der Scham bzw. der Schamabwehr.

In einer bemerkenswerten und vor allen Dingen verständlichen Weise beschreibt der Sozialwissenschaftler Stephan Marks, der 2010 ein wichtiges Buch über „die Würde des Menschen“ vorgelegt hat, wie die Scham entsteht, wie sie sich auswirkt. Das wichtigste an diesem Buch aber ist, dass der Autor nicht nur phänomenologisch vorgeht, sondern auch an vielen Bespielen demonstriert, wie wir Menschen konstruktiv mit der Scham umgehen können und damit ihrer Tabuisierung entgegenwirken zum Nutzen unserer eigenen Lebensqualität.

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