Stephan Marks Die Würde des Menschen oder Der blinde Fleck in unserer Gesellschaft

(2)

Lovelybooks Bewertung

  • 1 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(2)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Würde des Menschen oder Der blinde Fleck in unserer Gesellschaft“ von Stephan Marks

»Scham ist die Hüterin der menschlichen Würde.« Leon Wurmser - Menschenwürde und Scham: ein überfälliges Thema - Analysen, Rahmenbedingungen und konstruktive Ausblicke; für eine menschenwürdige Gesellschaft »Die Würde des Menschen ist unantastbar« – so ist es im Artikel 1 unseres Grundgesetzes verankert. Wenn aber alte Menschen als »Schrott« bezeichnet werden, Arbeitslose als »Wohlstandsmüll«, Lehrer als »Halbtagsjobber« oder Ostdeutsche als »zurückgebliebene Ossis« – dann stimmt etwas nicht mehr in unserer Gesellschaft. Laut Stephan Marks gehört die Entwürdigung der Menschen schon so sehr zu unserem Alltag, dass dies oft gar nicht mehr wahrgenommen wird. Folge solcher »Vergiftung« ist, dass z. B. an Schulen unschätzbare Potenziale und damit künftige Lebenschancen junger Menschen zerstört werden, dass eine immer größere Anzahl von Akademikern die Bundesrepublik verlässt und auch, dass ungezählte junge Menschen in Depression, Sucht, Mobbing, Gewalt, Rechtsextremismus oder Suizid flüchten. Der Autor analysiert diese alltäglichen Entwürdigungen und weist konstruktive Wege zu einer menschenwürdigeren Gesellschaft.

Stöbern in Sachbuch

Spring in eine Pfütze

Ich muss sagen, ich war positiv überrascht und freue mich nun jeden Tag auf eine neue & kreative Aufgabe.

NeySceatcher

Alles, was mein kleiner Sohn über die Welt wissen muss

Kurzweilige, aber amüsante Lektüre über das Leben mit einem Kleinkind - auf jeden Fall lesenswert.

miah

Das große k. u. k. Mehlspeisenbuch

Das Zauner ist eine Institution in Bad Ischl, hier gibt es die Rezepte der Leckereien, die man dort findet.

Sikal

Wut ist ein Geschenk

Tolles Buch

Pat82

Gehen, um zu bleiben

Eines dieser Bücher, die etwas bedeuten; so viel, dass man bereits während des Lesens weiß, dass sie alles verändern. Dich selbst.Das Leben.

IvyBooknerd

Kleine Hände – großer Profit

Hinter vielen Grabsteinen verbergen sich traurige Geschichten - nein, ich meine nicht die der Begrabenen, sondern der Kinderarbeiter.

Ann-KathrinSpeckmann

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Die Würde des Menschen oder Der blinde Fleck in unserer Gesellschaft" von Stephan Marks

    Die Würde des Menschen oder Der blinde Fleck in unserer Gesellschaft
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    29. March 2012 um 11:53

    Stephan Marks, der Autor des hier vorliegenden Buches, hat schon 2007 in seinem Buch „Scham - die tabuisierte Emotion“ erfolgreich versucht, etwas wieder zu beleben und mit neuer Bedeutung aufzuladen, was mit schlimmen Folgen für die Gesellschaft in den letzten Jahren verloren gegangen ist. In seinem neuen Buch widmet er sich ausführlich der im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland garantierten und festgeschriebenen Würde des Menschen, die dort als „unantastbar“ bezeichnet wird. Tatsächlich aber, so führt Marks überzeugend und erschütternd aus, wird die Würde des Menschen in unserem Land und in unserer Gesellschaft auf eine Weise angetastet und missachtet, die wir oft schon gar nicht mehr wahrnehmen, so haben wir uns schon daran gewöhnt. So werden, meist unwidersprochen, ältere Menschen als „Schrott“ bezeichnet, Arbeitslose als Faulenzer oder gar „Wohlstandsmüll“ und Ostdeutsche als „zurückgeblieben Ossis“ u.v.a.m. Die Menschenwürde ist in Gefahr , so Marks, zu einem abstrakten Ideal zu werden, das zwar jeder wichtig findet, aber in seinem eigenen Leben nicht mehr mit Inhalt füllen kann. Je weniger die Menschen in unserem Land selbst die Erfahrung gemacht haben, dass man ihre Würde achtet von Anfang an (Elternhaus, Kindengarten und vor allen Dingen in der Schule) desto weniger werden sie es selbst mit anderen tun. Marks spricht davon, den „transgenerationalen“ Teufelskreis aufzubrechen, der immer weitere Missachtungen der Würde anderer Menschen und auch der eigenen generiert. Und er plädiert dafür, die Debatte und die Praxis geübter und gelebter Menschenwürde wieder von den auch gesellschaftlich diskutierten Konfliktfällen wie Stammzellenforschung, Abtreibung und Sterbehilfe hinzulenken auf den Alltag der Menschen in der Familie, in der Schule, an den Arbeitsplätzen, im Altenheim in den Sportvereinen - überall dorthin, wo konkrete Menschen mit anderen konkreten Menschen in irgendeiner Art von Interaktion sind. Das Wichtigste an diesem Buch ist, dass der Autor die Menschenwürde als einen positiven Begriff mit richtigem Leben füllt und zeigt, wie sich Menschen würdigendes Verhalten im Alltag konstruktiv ausdrückt. Und er zeigt, wie jede und jeder Einzelne mit seinem eigenen Verhalten und Leben zu einer „Kultur der Menschenwürde“ beitragen kann. Der Rezensent ist davon überzeugt, dass dann, wenn wir eine solche Kultur entwickelt und dabei auch viele alte, vergessene und teilweise verachtete Werte wiederentdeckt haben werden, nicht nur das Lebensklima in unserem Land besser geworden sein wird, sondern auch viele der aktuellen Probleme in der Gesellschaft sich nicht mehr so dramatisch darstellen werden. Allein: die Tatsache, dass so viele Menschen in ihrer Kindheit und Jugend in ihrer Würde so missachtet wurden, macht es zu einer gigantischen Aufgabe. Doch wie heißt es in einem Lied: „Viele ‚kleine’ Menschen an vielen ‚kleinen’ Orten werden das Gesicht der Welt verändern.“

    Mehr
  • Rezension zu "Die Würde des Menschen oder Der blinde Fleck in unserer Gesellschaft" von Stephan Marks

    Die Würde des Menschen oder Der blinde Fleck in unserer Gesellschaft
    leseratte...

    leseratte...

    17. July 2011 um 21:28

    Die Würde eines Menschen kann schnell verletzt werden, z.B. durch Ausgrenzung, Verurteilung oder Missachtung des Anderen und seiner Handlungen bzw. Wünsche. An Hand vieler Beispiele, die zum größten Teil aus dem pädagogischen Bereich stammen, werden solche Verletzungen in dem Buch „Die Würde des Menschen oder Der blinde Fleck in unserer Gesellschaft“ von Stephan Marks beschrieben. Doch es werden nicht nur Missstände aufgezeigt, sondern vor allem Lösungswege oder Handlungsalternativen dargestellt und angeboten. So wird nachvollziehbar geschildert, wie v. a. Kinder Schutz und ein Gefühl der Zugehörigkeit in der Familie, Klasse oder Gruppe finden können, trotz auftretender Konflikte. Begriffe wie Scham und Würde beleuchtet der Autor von vielen Seiten und stellt diese mit Hilfe vieler Beispiele ausführlich dar. So kann z.B. Scham so viele Ursachen und Folgen für einen Mensch haben, die man ohne die Auseinandersetzung mit diesem Buch nicht erwartet hätte. Meine Mutter, die Grundschullehrerin ist und von Klasse eins bis sechs unterrichtet, ist von diesem Buch besonders beeindruckt. Sie fand viele neue Anregungen und Ratschläge, die sehr praktikabel und gut umsetzbar sind, so dass sie diese in ihrer Tätigkeit als Lehrerin umsetzen und berücksichtigen wird. „Die Würde des Menschen oder Der blinde Fleck in unserer Gesellschaft“ lässt sich sehr gut lesen und ist durch die vielen Fallbeispiele interessant. Der Schreibstil ist klar und verständlich formuliert und regt sehr zum Nachdenken und Überdenken seiner persönlichen Entscheidungen und Reaktionen an. Das Buch ist in 6 Kapitel unterteilt, die nicht in der vorgegebenen Reihenfolge gelesen werden müssen. Je nach Interesse kann man sich Kapitel heraussuchen und diese lesen, ohne dass man Zusammenhänge nicht versteht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass wir von dem Buch „Die Würde des Menschen oder Der blinde Fleck in unserer Gesellschaft“ beeindruckt sind. Der Autor beschäftigt sich sehr ausführlich und aus verschiedenen Blickwinkeln mit Würde und Scham und gibt dem Leser nützliche Beispiele, so dass man die Chance hat sein eigenes Verhalten zu überprüfen und außerdem viele Anwendungsmöglichkeiten mitnehmen kann.

    Mehr