Stephan Pinkert Feine Herren

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Inhaltsangabe zu „Feine Herren“ von Stephan Pinkert

Zu tief ins Rotweinglas geschaut? Rechtsanwalt Martin Bellheim leidet nach einer Portugieser-Verkostung in einer Wolfenbütteler Weinhandlung Höllenqualen. Hochschuldozent Helge Wannhoff quält die Angst vor schwerer Krankheit und die Vergangenheit, die nicht vergehen will. Lena Auerswald quält noch immer der Tod ihres Vaters vor zehn Jahren. Er hätte noch leben können – die feinen Herren haben es verhindert. Nie hat sie diesen Gedanken verloren: Rache! Tabakhändler und Feinschmecker Julius Fels erkennt nach vielen geleerten Gläsern und genossenen Sterne-Menüs die moralische Verkommenheit und kriminelle Energie seiner Mitbürger. „Feine Herren“ ist ein ebenso genussreiches wie hintergründiges Sittengemälde aus der beschaulichen Kreisstadt im Niedersächsischen. Ort der Handlung: Wolfenbüttel

Genuß für jeden Weinliebhaber, bei dem der Krimi ruhig etwas in den Hintergrund rücken darf!

— Floh
Floh

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  • Leserunde zu "Feine Herren" von Stephan Pinkert

    Feine Herren
    KSB_MediaGmbH

    KSB_MediaGmbH

    Liebe Leserinnen und Leser, heute laden wir euch wieder mal ein, mit uns einen Genusskrimi zu lesen. Das Genussmitttel, um das sich jetzt alles dreht, ist der Tabak. Zum Inhalt: Zu tief ins Rotweinglas geschaut? Rechtsanwalt Martin Bellheim leidet nach einer Portugieser-Verkostung in einer Wolfenbütteler Weinhandlung Höllenqualen. Hochschuldozent Helge Wannhoff quält die Angst vor schwerer Krankheit und die Vergangenheit, die nicht vergehen will. Lena Auerswald quält noch immer der Tod ihres Vaters vor zehn Jahren. Er hätte noch leben können – die feinen Herren haben es verhindert. Nie hat sie diesen Gedanken verloren: Rache! Tabakhändler und Feinschmecker Julius Fels erkennt nach vielen geleerten Gläsern und genossenen Sterne-Menüs die moralische Verkommenheit und kriminelle Energie seiner Mitbürger. „Feine Herren“ ist ein ebenso genussreiches wie hintergründiges Sittengemälde aus der beschaulichen Kreisstadt Wolfenbüttel. http://www.genusskrimi.de/feine-herren.html Wir verlosen 10 Exemplare unter allen, die uns folgende Frage per PN beantworten können: In welchem Bundesland liegt Wolfenbüttel? Die Bewerbungsfrist für diesen Krimi endet am 28. Januar 2014 um 22 Uhr. Wir freuen uns auf euch und auf diese Leserunde! Euer KSB-Media-Team

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  • Weinleichen

    Feine Herren
    eskimo81

    eskimo81

    17. February 2014 um 09:05

    Wolfenbüttel, ein kleines, feines Dorf? Wer das dachte irrt sich gewaltig! Jeder der Protagonisten hat eine kleine Feinheit, die lieber nicht ans Tageslicht rücken sollte. Lena Auerwald, zum Beispiel, kann den Tot ihres Vaters von vor 10 Jahren nicht vergessen, sie wurde dazu mals aber auch arg getäuscht, ihr Ziel, Rache an den feinen Herren. Tabakhändler und Feinschmecker Julius Fels entdeckt sein neustes Hobby, Detektiv und führt Ermittlungen, wo es keine Ermittlungen braucht... Feine Herren, ein Genusskrimi, der viel über Wein und Zigarren verrät. Ein Krimi? Naja, die Spannung steigt erst gegen Ende und auch die Handlung ist nicht einem typischen Krimi angereiht. Nicht zu Beginn beginnt das Buch mit einem Mord sondern eher am Schluss...  Ich persönlich habe lange überlegt, wie viele Bewertungssterne das Buch verdient hat... Ich bin noch immer unsicher.  Einerseits hat das Buch ein paar Fehler, welche das Lesen erschwerten und zum anderen war das Buch kein richtiger Krimi, sprich die Spannung fehlte. Trotzdem war es ein gutes Buch. Vermutlich müsste man mit einer anderen Einstellung an das Buch herantreten, dann wäre es ein gutes, informatives Buch.  Ich sage es so, ein sehr aussergewöhnlicher Krimi den ich nicht Krimi Liebhaber (sprich Leser die die Spannung suchen) ans Herz lege sondern solchen Lesern, die mal was anderes probieren möchten. Leser, die nicht nur die Spannung sehen. Jedoch muss klar gesagt werden, wer einen Krimi, einen typischen Krimi erwartet, wird sicherlich enttäuscht. Ein informatives Buch über Wein und Zigarren, mit ein bisschen Krimi-Allüren trifft die Beschreibung wohl eher.  Der Schreibstil an und für sich hingegen ist sehr, sehr gut 

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  • Genusskrimi, der für mich kein Krimi ist

    Feine Herren
    FlipFlopLady007

    FlipFlopLady007

    14. February 2014 um 21:43

    Dieser Genuss"krimi" erzählt die Geschichte der feinen Herren. Sie sind allesamt selbstständig und haben ihr eigenes Lokal, Geschäft oder Praxis in Wolfenbüttel. Sie alle sind Genussmenschen und lieben gute Weine und gutes Essen. Doch die feinen Herren haben ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit. Als es einigen der feinen Herren nach einer Weinverkostung bei Weinhändler Carsten Schramm nicht gut geht, machen sie sich zunächst keine weiteren Gedanken darüber und schieben es auf den großen Alkoholkonsum. Lena Auerswald, eine Frau, die den feinen Herren schon einmal begegnet ist, leidet immer noch unter dem Tod ihres Vaters, den sie den feinen Herren zu verdanken hat. Und Lena ist nicht eher glücklich, bis sie sich an den feinen Herren gerächt hat. Inhalt: Der Inhalt des Buches hat mir eigentlich ganz gut gefallen, jedoch finde ich, dass es eher ein Drama ist als ein Krimi. Ein Krimi ist für mich ein spannendes Buch, das mich fesselt und das konnte ich bei diesem Buch leider nicht entdecken. Dieses Buch ist eher eine Gesellschaftskritik, bei der der Genuss im Vordergrund steht. Es wird viel über Wein diskutiert und es wird viel gutes Essen gegessen. Oft wird das gesamte Menü, welches gegessen wird, im Buch abgedruckt. Dies mag ganz interessant sein, für mich war es jedoch eindeutig zu oft. Die Besprechung der Weine hingegen fand ich ganz interessant, da ich gar nicht wusste, dass es so viele verschiedene Geschmacksnoten in Wein gibt. Ich fand der Wein gehört zu diesem Buch einfach dazu und ich kann mir auch gut vorstellen, dass man dieses Buch sehr gut bei einem guten Glas Wein genießen kann. Das viele Rauchen und Trinken der Protagonisten in diesem Buch hat mich jedoch nicht gestört. Sprache: Die Sprache des Buches hat mir gut gefallen. Das Buch ließ sich sehr leicht und gut lesen. Auch die Unterteilung der Kapitel in die einzelnen Tage fand ich sehr gut, da man so die Geschehnisse sehr gut zeitlich einordnen konnte. Die Wortwahl fand ich dem Buch angemessen. Sie hat sehr gut zum beschriebenen Genuss gepasst. Auch die Sprache un der Satzbau sind sehr angemessen. Es wird keine allzu hochgestochene Sprache verwendet, die jedoch auch nicht zum Rest des Buches passen würde. Stattdessen wird die Sprache der Protagonisten verwendet, was ich sehr passend finde. Charakteren: Die Charakteren dieses Buches fand ich sehr interessant gestaltet. Sie sind alle sehr von sich selbst überzeugt und halten sich selbst, glaube ich, für unfehlbar. Gerade durch dieses Verhalten werden jedoch ihre Fehler sichtbar, was ich sehr faszinierend fand. Ansonsten fand ich das Bild, dass von diesen Leuten vermittelt wurde, sehr kritisch durchleutet, was mir gut gefallen hat. Ich finde es gut, dass die Figuren hier an den Pranger gestellt werden, auch wenn sie nicht direkt vom Autor kritisiert werden, sondern der Leser sich dieses Bild selbst machen kann. Die meisten Figuren denken nur an sich selbst und haben keine wirklichen Freunde, obwohl sie viele Bekannte haben. Keine dieser Bekanntschaften ist jedoch so tief, dass man von einer Freundschaft sprechen kann. Fast alle der feinen Herren aus Wolfenbüttel haben eine Ehe, die sie jedoch mehr zu nerven scheint, als dass sie ihre Frau zu lieben scheinen. Insgesamt finde ich jedoch die Figuren sehr passend für eine Gesellschaftskritik. Die Figuren haben mir an diesem Buch wirklich am besten gefallen. Cover: Das Cover des Buches hat mich nicht ganz überzeugt. Ich finde es sehr schlicht gehalten, aber ich denke das Buch soll so sein. Die Hand mit dem Weinglas passt sehr gut zum im Buch besprochnenen Genuss. Mich würde das Buch jedoch nicht ansprechen, wenn ich es in einer Auslage eines Buchhändlers liegen sehen würde. Aber vielleicht gehöre ich auch einfach nicht zur Zielgruppe dieses Buches. Fazit: Insgesamt ist dieses Buch ein nettes gesellschaftskritisches Drama, in dem der Genuss der Protagonisten eine wichtige Rolle spielt. Ich kann mir gut vorstellen, dass man dieses Buch bei einem guten Glas Wein ebenfalls genießen kann, denn gerade die Figuren sind wirklich gut. Es ist sehr unterhalsam, für einen Krimi fehlt ihm aber leider die nötige Spannung. Deshalb gebe ich diesem Buch 3 von 5 Sternen.

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  • Rezension zu "Feine Herren"

    Feine Herren
    Zsadista

    Zsadista

    13. February 2014 um 18:07

    „Feine Herren“ ist mein erster Genuss Krimi gewesen. Daher hatte ich erst einmal viele Erwartungen an das Buch.   Zunächst einmal muss ich erwähnen, dass eine Warnung auf dem Buch angebracht werden müsste. Ich meine dies auch nicht aus Scherz. Durch das gesamte Buch zieht sich eine Weinflasche nach der anderen. Es wird sehr viel Alkohol getrunken und auch der ein oder andere genüssliche Griff zur Zigarette wird beschrieben. Mir macht dies nichts aus, anderen Menschen dürfte das Lesen des Buches jedoch Probleme bereiten.   Der Krimi fängt recht gut an. Die Geschichte scheint spannend und vielversprechend zu werden. Leider musste ich nach kurzer Zeit feststellen, dass die Spannung dann doch sehr schnell abgefallen ist. Irgendwie wurde ich mit der Geschichte nicht warm. Die Protagonisten wurden auch mit der Zeit nicht sehr sympathisch.   Im Endeffekt muss ich sagen, für mich war das Gesamtwerk kein Krimi, sondern eher ein Drama mit kriminellen Energien.

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  • Genusskrimi, der nicht ganz überzeugen kann

    Feine Herren
    coala_books

    coala_books

    12. February 2014 um 21:29

    Die feinen Herren, eine lockere Runde eher wohlhabender Männer aus Wolfenbüttel, bestehend aus Rechtanwalt, Arzt, Notar, Hochschuldozent usw., trifft sich regelmäßig zur Weinverkostung beim gemeinsamen Weinhändler Schramm. Dabei genießen sie Wein sowie auch gerne Tabak ausufernd und maßlos. Kater am nächsten Morgen sind deshalb kein seltener Gast und in der Regel auch kein Grund zur Beunruhigung. Als jedoch eines Tages nach einer Weinprobe plötzlich alle Männer offensichtliche Beschwerden aufweisen, wird schnell klar, dass etwas nicht in Ordnung ist. Eine interessante Betrachtung des Themas Wein verknüpft mit Gesellschaftskritik. Jedoch werden eher die negativen Seiten des Weingenusses dargestellt und nach dem Lesen bleibt ein kritischer Beigeschmack zum Thema Wein. Die Gesellschaftskritik ist dazu jedoch nicht zu dominant, sondern wurde eher am Rande eingebaut. Leider kommt die Spannung erst nach ziemlich der Hälfte des Buches so richtig in Schwung. Zu Anfang plätschert die Handlung eher so dahin, ehe das Motiv und der Täter in den Fokus rücken. Die Figuren sind in der Regel zu überspitzt dargestellt und bleiben trotzdem zu blass. So eine richtige Bindung will nicht aufkommen, dies wird zudem durch die große Anzahl an Charakteren erschwert. Der Genuss-Krimi bietet an sich ein schönes Konzept, den Kriminalfall um das Thema Wein aufzubauen. Einige interessante Fakten werden in der Geschichte an sich präsentiert und durch Zusatzinformationen wie eine Weingut-Liste am Ende des Buches ergänzt. Leider bleibt die Spannung jedoch zu lange auf der Strecke und die Bindung zu den Charakteren will nur schwer aufkommen. Weinliebhaber können sich bestimmt trotzdem für das Buch begeistern.

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  • Feine Herren

    Feine Herren
    nataliea

    nataliea

    12. February 2014 um 11:00

    "Feine Herren" ist eine Kombination aus Krimi und Genuss. Der Kriminalfall und auch die Genussware Tabak und Wein stehen hier hoch im Kurs. Zum Inhalt: Bei einem Weinverkostungsabend in Wolfenbüttel genießen einige feine Herren, darunter Rechtsanwalt, Arzt und Co., etliche exquisite Weine und wundern sich anschließend nicht über den Kater am nächsten Morgen. Nachdem allerdings einer der Herren Blut im Stuhl vorfindet und vermutet an Darmkrebs erkrankt zu sein, stellt sich heraus, dass der harmlos erscheinende Weinabend den Herren nach dem Leben trachtet... Der Schreibstil des Autors ist eher sachlich und nüchtern. Dennoch merkt man das Fachwissen des Autors bzw. der Genussmittel. Der Autor legt sehr viel Wert auf Wein und Tabak und die Spannung und der aufkeimenden Krimi geraten dadurch leider etwas in Vergessenheit. Allerdings nimmt die Spannung im zweiten Teil des Krimis wieder Fahrt auf und versöhnt des Leser dadurch etwas. Auch die anhängende Liste der Weingüter ist recht informativ. Die Charaktere werden durch ein Personenregister aufgelistet und der Leser erhält dadurch einen guten Überblick. Dennoch könnten die einzelnen Personen noch besser ausgebaut werden. Auch blieben mir zu Ende hin viel zu viele Fragen offen. Leider enthielt der Genusskrimi mehr Genuss als Krimi und konnte mich daher nicht vollends überzeugen. Jedoch für Weinliebhaber genau das Richtige.

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  • Für Weinliebhaber ein Genuß, für Krimi-Fans kein unbedibgtes Muss

    Feine Herren
    Floh

    Floh

    10. February 2014 um 05:57

    Aus dem Hause KSB dürfen wir einen neuen Genußkrimi erwarten. "Feine Herren" auch hier geht es um die Gaumenfreuden und einem Kriminalfall. Beide Themen hängen nah beieinander und bieten dem Leser Krimi und Genuß zu gleich. Wird dieser Roman beidem gerecht? Zum Inhalt: "Zu tief ins Rotweinglas geschaut? Rechtsanwalt Martin Bellheim leidet nach einer Portugieser-Verkostung in einer Wolfenbütteler Weinhandlung Höllenqualen. Hochschuldozent Helge Wannhoff quält die Angst vor schwerer Krankheit und die Vergangenheit, die nicht vergehen will. Lena Auerswald quält noch immer der Tod ihres Vaters vor zehn Jahren. Er hätte noch leben können die feinen Herren haben es verhindert. Nie hat sie diesen Gedanken verloren: Rache! Tabakhändler und Feinschmecker Julius Fels erkennt nach vielen geleerten Gläsern und genossenen Sterne-Menüs die moralische Verkommenheit und kriminelle Energie seiner Mitbürger. Feine Herren ist ein ebenso genussreiches wie hintergründiges Sittengemälde aus der beschaulichen Kreisstadt im Niedersächsischen. Ort der Handlung: Wolfenbüttel" Autor: "Stephan Pinkert, Jahrgang 1966, Studium der Soziologie, Politik- und Rechtswissenschaften, Referent in einer Bundesoberbehörde, Redakteur des Wein-Informationsdienstes wein-post.de, Kellermeister der Weinbruderschaft Wolfenbüttel e. V. Zahlreiche (Buch-)Veröffentlichungen, Zeitungskolumnen und Hörfunkinterviews zu den Themen Wein und Kulinarik , vieljähriger Mitarbeiter des Deutschen Weinbau-Jahrbuchs, regelmäßige Vortragsveranstaltungen und Seminare rund um den Wein. Sein letztes Buch Reiner Wein? erschien ebenfalls bei KSB-Media. Feine Herren ist sein erster Roman." Schreibstil: Der klassische Krimi ist es nicht, aber wie man es aus dem Verlagsprogramm schon kennt, steht hier neben dem Krimi der Genuß ganz vorne. Der Autor geizt nicht mit seinem Wissen, er lässt den Leser teilhaben und schafft so eine Atmosphäre, als sei man mitten dabei. er hat eine anspruchsvolle Ausdrucksweise und kann den Leser begeistern und entsetzen. Der Krimi kommt leider etwas schleppend in Fahrt. Man merkt den Fokus der Weinkunde und vermisst etwas die Spannung und die Ermittlungen. Charaktere: Die Auswahl der Charaktere ist mit Bedacht gewählt. Zu Beginn etwas verwirrend und undurchsichtig, aber hierfür gibt es ein tolles Namensregister. Wir treffen die "Feinen Herren", wir erleben Lena, wir verzweifeln mit Bennedigt und hadern mit Caro und Franziska. Starke Persönlichkeiten mit vielen überraschenden Eigenschaften. Meinung: Ein Regionalkrimi, mit besonderen Zügen. Für meinen Geschmack etwas zu viel Alkohol, Wein und Tabak. Ich genieße lieber Krimis mit starken Handlungssträngen, aktiven Ermittlungen und zahlreichen Verdächtigen. Sehr gut gefällt mir die Darstellung der Protagonisten und Nebenrollen, leider bin ich etwas enttäuscht über die vielen Fragen, die zum Ende immer noch ungeklärt bleiben. Ein netter Krimi, der mich jedoch als Krimi nicht so sehr begeistert hat. Die vielen Informationen zur Weinkunde und Konsum haben mich abgelenkt, aber auch sehr interessiert. Fazit: Als Krimi etwas fade, als Genußlektüre sicherlich für Weinliebhaber genau das Richtige. Drei Sterne +.

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  • Feine Herren

    Feine Herren
    Curin

    Curin

    08. February 2014 um 16:36

    Im beschaulichen Wolfenbüttel werden nach einem Weinver-kostungsabend mehrere Männer von schmerzhaften Beschwerden heimgesucht. Franziska und ihr Mann haben sich schon längst ausei-nander gelebt und auch sonst geht es nicht sehr sittlich, aber mit viel Wein und Tabak unter den Leuten zu. Nachdem ich mich an die vielen Figuren gwöhnt hatte und mich einlesen konnte, wurde es richtig spannend und interessant. Das Erzähltempo war zwar etwas langsam, aber zum Ende hin war das ganz gut so, da man hier kein Detail überlesen sollte. Mir hat auch gefallen, dass während des Wein trinkens auch immer wieder ein wenig Gesellschaftkritik zur Sprache kam, den so hat der Kriminalroman an Aktualität gewonnen. Manchmal war mir jedoch die Ausdrucksweise und die penibel genaue Beschreibung der Krämpfe und Ausscheidungen der Herren zu viel. Gerade als Frau ist es zwar interessant einen Einblick in die Männerwelt zu bekommen, aber einige Dinge wollte ich gar nicht wissen.Leider blieben auch am Ende einige Fragen bei mir offen. Ansonsten ist es kein typischer Krimi mit Mord und Ermittlung, sondern eher ein geheimes Vorgehen des Täters, dass kaum bemerkt wird. Zu erwähnen ist auch die Personenliste am Anfang des Buches, die es mir sehr erleichtert hat, mich bei den vielen Figuren zurecht zu finden. Auch gibt es am Ende eine Liste mit den Adressen der Hotels und Weingüter, die im Geschehen vorkommen. Insgesamt ist ,, Feine Herren`` ein spannender Genusskrimi, der langsam aber sicher an Fahrt aufnimmt und kontinuierlich die Motive Wein und Tabak immer wieder aufgreift.

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  • Als Genusskrimi nicht überzeugend, Spannung kommt erst ab der Mitte auf, Figuren zu flach

    Feine Herren
    Talitha

    Talitha

    01. February 2014 um 21:09

    Der gehobene Mittelstand von Wolfenbüttel, darunter Rechtsanwalt, Notar, Arzt, Kaufmann für Tabakwaren, Uni-Dozent und höherer Beamter, trifft sich zur Weinprobe beim Weinhändler Schramm und lässt es gewaltig krachen. Am nächsten Morgen wundert sich daher Rechtsanwalt und Notar Maibach nicht, dass er über der Kloschüssel hängt. Wenig später gerät der Dozent für Sozialwissenschaften in Panik, da er aufgrund von Blut im Stuhl Darmkrebs vermutet... Die "feinen Herren", die sich nach und nach eher als fette alte notgeile Snobs herausstellen, befinden sich in Lebensgefahr... Der Schreibstil ist überwiegend sachlich und unpersönlich gehalten, jedoch mit einigen befremdenden Ausrutschern ins Schwülstige und Wertende. Letzteres wäre in einem anderen Erzählstil völlig okay, hier wirkt es jedoch eher merkwürdig.  Die Figuren sind keine ausgebauten Charaktere, sondern eher Stereotypen, die die klassischen Motivationen Gier und Macht vertreten. Sympatische Identifikationsfiguren gibt es nicht. Man ist schnell genervt von den "feinen Herren", die sich selbstherrlich feiern. Die Frauen werden aus vorurteilsbehafteter Männersicht dargestellt: Frauen sind nett anzuschauen und umsatzsteigernd als Bedienung im Geschäft oder begehrtes williges Sexobjekt. Für Leserinnen ist das sehr schwierig zu verdauen. Die Dialoge erinnerten mich sehr an die typische Seifenopern-Welt oder ZDF-Liebesfilm-Platitüden und sind nicht sehr hilfreich, um mehr Tiefe in die Figuren zu bringen. So bleiben die Figuren sehr oberflächlich und wenig überzeugend. Ab der Hälfte steigert sich die Handlung und es ist spannender als am Anfang. Das ist ziemlich tragisch, da ein Leser außerhalb einer Leserunde diesem Buch vielleicht bis dahin nicht mehr die Treue gehalten hätte. Der Täter, das Motiv und seine Taten kommen einfach zu spät und sind dann auch leider in ihrer Umsetzung nicht sehr realitätsnah.  Zum Motto "Genusskrimi": Dies ist nicht mein erster Genusskrimi. Ich habe auch schon den "Schokoladenkrimi" gelesen und dort war eine gute Mischung aus Schokoladenleidenschaft und sozialkritischen Anteilen zu finden (z. B. über die Herstellung von Schokolade und ihre Folgen für die Dritte Welt). Hier in den "Feinen Herren" gibt ebenfalls beide Anteile:  Zum einen den Anteil Genuss, dieser wird jedoch nicht positiv dargestellt. Dadurch, dass die Figuren so schrecklich sind und es in ihrem "Genuss" maßlos übertreiben, darunter leiden und teilweise auch sterben, bleibt einem der Schluck Wein eher in der Kehle stecken als dass man dazu animiert wird, sich mithilfe der Weingut-Liste im Anhang wirklich mehr mit dem Thema zu beschäftigen. Auch der Anteil Sozialkritik ist eher verfehlt, denn er taucht nur am Rande auf und betrifft die "feinen Herren" außer den Dozenten für Sozialwissenschaften, dessen Beruf es ja ist, nicht wirklich. Es wirkt dadurch zu aufgesetzt und stört die Handlung eher noch, da es das Erzähltempo verlangsamt.  Dieser "Genusskrimi" ist daher meiner Meinung nach nicht so gut gelungen wie die anderen. Er wirkt leider zu aufgesetzt. Zu "gewollt" werden Essensorgien, Saufgelage, Zigarrenqualmerei etc. aneinandergereiht. Die Idee ist gut, aber an der Umsetzung hat es leider gehapert, was ich wirklich schade finde, da ich die Reihe ansonsten gut finde.

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  • Diese Herren sind alles andere als fein...

    Feine Herren
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    01. February 2014 um 19:14

    Stephan Pinkerts "Feine Herren" war der erste "Genuss-Krimi", den ich gelesen hab. Bei den namensgebenden "feinen Herren" handelt es sich um Männer aus der wohlhabenderen Bevölkerungsschicht: Anwalt, Notar, Arzt, Apotheker, Hochschuldozent, usw. Leider ist das Verhalten einiger dieser Herren alles andere als fein: eine gemeinsame Schuld aus der Vergangenheit holt sie wieder ein. Eine junge Frau hat ihnen Rache geschworen für den Tod ihres Vaters. Nach gemeinsamen Weinverkostungen werden die Herren von mysteriösen Symptomen geplagt: blutiger Durchfall, Übelkeit. Der Arzt rät zur Einschränkung des Alkoholkonsums, doch wird das ihre Probleme lösen? Natürlich spielen auch einige Frauen eine Rolle in diesem Krimi: die Frau des Anwalts zum Beispiel, die aus schierer Langeweile und Trotz einen Job als Kellnerin in einer eher nicht so feinen Braustube annimmt. "Feine Herren" empfand ich persönlich als ein absolutes Männer-Buch. Der Genussfaktor kam bei mir nicht so wirklich an, was vielleicht auch an den Charakteren liegen mochte: es war oft eher Dekadenz als Genuss. Man kann in diesem Buch so ziemlich jede der sieben Todsünden finden: Völlerei, Wollust, Zorn, usw. Es werden für meinen Geschmack einfach zu viele Zigarren, Wein und anderer Alkohol erwähnt, dazu noch diverse Affären, Besuche bei Prostituierten und andere menschliche (männliche) Ausschweifungen. Die Kriminalgeschichte an sich nahm erst so ab der Mitte des Buches richtig Fahrt auf, dann war auch Spannung vorhanden. Überraschende Wendungen und Entscheidungen der Protagonisten sorgten zusätzlich für den nötigen Krimigenuss. Das Ende kam dann für mich leider etwas abrupt und es blieben einige Fragen offen. Die Charaktere und Schauplätze wurden gut beschrieben, alles wirkte lebendig und durchaus real. Der Schreibstil ist toll, durch viele eingestreute Einblicke in die Gedankenwelt der Personen erhalten die Geschehnisse mehr Tiefe. Für Wein- und Tabakliebhaber und Kenner der Materie findet sich sicher die ein oder andere tolle Anregung in diesem Buch. Weine wurden eindrucksvoll beschrieben, man konnte sie beinahe schmecken beim Lesen. Auch die Menüs, die beschrieben werden, sind nicht gerade diätförderlich, aber sicher eine Sünde wert. Am Ende des Buches findet man sehr viele gut recherchierte Tipps zu Hotels, Restaurants und Weingütern. Fazit: Für genussliebende Männer sicher ein tolles Buch. Als Frau (die sich weder mit Wein, noch mit Tabak auskennt) war dieser Genuss-Krimi eher weniger geeignet. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

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