Stephan R Bellem Welt aus Staub

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Inhaltsangabe zu „Welt aus Staub“ von Stephan R Bellem

Im Jahr 2177 ist die Erde ein toter Planet. Ein Pilz hat sämtliche Vegetation vom Angesicht der Welt getilgt, und die überlebenden Menschen in die Zuflucht der Megacitys gezwungen. Einige wenige Reiche herrschen über Millionen von Mittellosen. In dieser dunkelsten Stunde der Menschheit erheben sich vier Menschen, um das Schicksal des Planeten zu verändern: Danny, ein junger Ingenieur in der einzigen Firma, die Lebensmittel herstellt; Tessa, eine Prostituierte, die sich Nacht für Nacht auf den Straßen einer der letzten Städte des Planeten durchschlägt; Elaine, eine Schmugglerin, die den sterbenden Planeten nach lebendigen Pflanzen absucht, die sie an den Meistbietenden verkaufen kann; und schließlich Sam, der an der ersten oberirdischen Plantage arbeitet, die die Menschheit vom Pilz befreien könnte. Wenn ihr Leben bis zu ihrer ersten Begegnung schon kein Zuckerschlecken war, so beginnt danach der Ärger erst richtig.

eine gute Diystopie mit erschreckendem Thema: was wäre wenn keine Pflanze mehr wachsen würde? Das Buch verdient mehr Leser!

— thiefladyXmysteriousKatha
thiefladyXmysteriousKatha

Hat mir gut gefallen, für Dystopienfans auf jeden Fall spannend und eine Empfehlung!

— KleinerVampir
KleinerVampir

Flüssiger spannender Schreibstil, Wechsel zwischen den Personen und Zusammenführung ist gut gelungen.

— shari77
shari77

Wurde zum Ende hin recht zäh.

— girlslikeponys
girlslikeponys

Spannend wie ein Thriller, eine düstere Zukunftsvision mit einem kleinen Hauch Hoffnung.

— Tallianna
Tallianna

Das Buch überzeugt durch Action, Spannung und vielschichtige Charaktere, sowie eine immer wieder für Überraschungen sorgende Story.

— LeJardinDuLivre
LeJardinDuLivre

Leider nichts Neues!

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

So stelle ich mir eine Dystopie vor! Ein Buch, dass in alle Fasetten überrascht. Ich kann es jedem der das Genre mag ans Herz legen.

— Finny
Finny

Sehr gute Urlaubslektüre, schafft den Sprung zwischen Anpruch und Kurzweiligkeit ohne in ein Extrem zu driften.

— Gwynifer
Gwynifer

eine wunderbare Dystophie, die mich sehr überzeugt hat

— Zauberzeichen
Zauberzeichen

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  • Themen
  • erstaunlich gute Dystopie in eienr Welt ohne Pflanzen

    Welt aus Staub
    thiefladyXmysteriousKatha

    thiefladyXmysteriousKatha

    07. June 2016 um 23:01

    Welt aus StaubDieses Buch habe ich im Rahmen der Aktion "Jeden Monat eine Buchempfehlung 2016" gelesen und es lange vor mir hergeschoben, da ich sehr skeptisch war, ob so ein unbekanntes Buch gut sein kann. Ich wurde sehr positiv überrascht und kann es nur weiter empfehlen. Klasse Dystopie!InhaltIm Jahr 2177 ist die Erde ein toter Planet. Ein Pilz hat sämtliche Vegetation vom Angesicht der Welt getilgt, und die überlebenden Menschen in die Zuflucht der Megacitys gezwungen. Einige wenige Reiche herrschen über Millionen von Mittellosen. In dieser dunkelsten Stunde der Menschheit erheben sich vier Menschen, um das Schicksal des Planeten zu verändern: Danny, ein junger Ingenieur in der einzigen Firma, die Lebensmittel herstellt; Tessa, eine Prostituierte, die sich Nacht für Nacht auf den Straßen einer der letzten Städte des Planeten durchschlägt; Elaine, eine Schmugglerin, die den sterbenden Planeten nach lebendigen Pflanzen absucht, die sie an den Meistbietenden verkaufen kann; und schließlich Sam, der an der ersten oberirdischen Plantage arbeitet, die die Menschheit vom Pilz befreien könnte. Wenn ihr Leben bis zu ihrer ersten Begegnung schon kein Zuckerschlecken war, so beginnt danach der Ärger erst richtig.MeinungIch hatte keine hohen Erwartungen an das Buch und muss sagen, dass es mich absolut überrascht hat. Das Szenario rund um einen sterbenden Planeten ohne Pflanzen fnad ich sehr interessant und angsteinflößend, da es sehr realistisch geschildert wird. Was würden wir wohl tun wenn es keine Pflanzen mehr geben würde? Was würden wir essen? Der Autor schafft es den Leser zum Nachdenken anzuregen. Die Figuren im Buch haben es alle nicht leicht in der Welt, wo Arm und Reich sehr unterschiedliche Leben führen und es keine Mittelschicht mehr gibt. Mich hat Tessas Geschichte am meisten berührt, da sie sich unheimlich durchkämpfen musste. Elaine wirkte auf mich wie eine zweite Lara Croft, denn sie knallt gerne wenn nötig ein paar Bösewichte ab und ist auf der Suche nach ihren besonderen Schätzen: überlebende Pflanzen. Auch Sams geschichte war spannend. Leider fand ich es etwas vorhersehbar wer Sam hinters Licht führt und daher wusste ich schon vor der auflösung worauf das ganze hinauslaufen wird. Allerdings hat mich Dannys Entdeckung sehr überrascht. Das Buch ist sehr actionreich und hier und da gibt es sehr vulgäre Ausdrücke. Wer das nicht mag, sollte besser die Finger von diesem Buch lassen. Das Ende wurde mir persönlich etwas zu schnell abgehandelt aber im Großen und Ganzen war es ein sehr spannendes Buch! Von mir gibt es 3.5-4 Sterne.

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  • Zukunftsmelodie...

    Welt aus Staub
    Adora

    Adora

    13. December 2014 um 21:19

    In gar nicht so ferner Zukunft hat ein Pilz auf der Erde alle Pflanzen vernichtet. Die Menschen sind in große Metropolen gezogen in denen natürlich viel Elend herrscht. Die Food Corp. hat die Vormachtstellung in dieser Metropole und möchte diese natürlich weiter ausbauen. Danny, Sam und Paul arbeiten als Ingenieure bei Food Corp. und planen Plantagen um Nahrung anzubauen. In diesen Zeiten handelt es sich dabei um Mais. Doch Danny arbeitet an einer Pflanze, die den Pilz vernichtet, vielmehr durch Verzehr von Diesem wächst. Dies ist natürlich von Food Corp. nicht gern gesehen und eines Tages wird Danny tot in seinem Appartement gefunden. Angeblich Selbstmord. Doch Sam fängt mit der Zeit an daran zu zweifeln. Er findet einen Datenstick von Danny mit den Daten der Pflanze. In der Nacht von Dannys Tod befand sich eine Prostituierte bei ihm, die flieht, da sie einen Lautstarken Streit von ihrem Freier mit einem anderen Menschen Angst bekommt. Sie nimmt das Portemonnaie und die Lederjacke von Danny mit, ohne zu wissen, was sie dadurch ins Rollen bringt. Nun beginnt ein Versteckspiel für sie, das sie leider mit dem Tod bezahlt. Auch eine sogenannte Försterin, die Pflanzen sucht um sie dann teuer zu verkaufen, wird in diese Ereignisse verwickelt. Sie wohnt neben Tessa und bietet ihr für eine Weile ein zu Hause. Auch sie schien keine Vorstellung zu haben, was für einen Samen sie da in Dannys Lederjacke gefunden haben. Ich fand dieses Buch sehr spannend geschrieben. Ich mochte die verschiedenen Handlungsstränge, da die Kapitel in kleinere Teile unterteilt wurden die immer von einer anderen Person handelten. Die dann alle irgendwie miteinander zu tun hatten und aufeinander getroffen sind. Das Buch ließ sich gut und flüssig lesen und hin und wieder konnte ich es kaum aus den Händen legen. Also für Endzeitliebhaber ein absolutes Muss.

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  • Stadt der Sünde - Intrigen, Verrat und Pflanzen für die es sich zu sterben lohnt

    Welt aus Staub
    LeJardinDuLivre

    LeJardinDuLivre

    06. August 2014 um 11:25

    Es stellt sich bei so einem tollen Cover (nur meine Meinung) ja immer die Frage, ob der Inhalt hält, was das Cover verspricht. Diesmal auf jeden Fall schon! Also, was gibt es zum Buch zusagen? Viel, aber vor allem: Spannung, Spannung und Spannung! "Stadt der Sünde"? Wenn man sich Sams und Dannys Leben anguckt ist die Stadt doch gar nicht so schlimm, oder? Mit ihrem gemeinsamen Freund Paul halten sie sich für die drei Musketiere, denn sie kennen sich seit je her, verdienen das meiste Geld, bewohnen die besten Apartements und können sich alles und jeden kaufen. Wirft man jedoch einen Blick nach unten, dann sieht man, wie die 17-jährige Prostituierte Tessa Tag um Tag an der Straße steht, um ihren Körper zu verkaufen und einen nie enden wollenden Überlebenskampf unterhalb des Exisitensminimums bestreiten. Eine schicksalhafte und gar nicht mal so zufällige Begegnung zwischen Tessa und dem erfolgreichen Danny ändert plötzlich alles. Plötzlich ist Tessa im Besitz von etwas ganz Kostbarem und gerät ins Visier von Gangstern und anderen Männern mit mehr Macht und Waffen, als Tessa gut tun. Zum Glück steht ihr Elaine, eine hartgesottene und kriminelle Schmugglerin zur Seite - mein Lieblingscharakter, denn sie ist sooo Bad Ass! Ich könnte jetzt noch weiter machen und euch vom unheimlichen Abteilungschef Carl, Gangsterboss Sid oder Barbesitzer Jack erzählen, denn sie spielen alle eine wichtige Rolle und sind vielschichtige Charaktere, aber kürzer geht es wohl, wenn ich zusammenfasse: Stephan R. Bellem erschafft in seinem Buch vielschichtige und nachvollziehbare Charaktere die gut, böse oder etwas dazwischen sind. Nur das eine vom anderen zu unterscheiden macht er dem Leser gekonnt schwer. Bis zur letzten Seite fragt der man sich: "Wem kann der Held bloß trauen? Wer ist der Mörder, der Verräter, der Drahtzieher?" Zum Glück für das Seelenheil des Lesers endet die Geschichte natürlich mit einer schlüssigen und zufriedenstellenden Auflösung! Doch seit gewarnt! Nicht umsonst vergleiche ich das Buch - wenn auch weit hergeholt - mit der Stadt der Sünde. Denn auch wenn ihr glaubt zu wissen, was passiert, wenn ihr gerade einen Charakter so richtig lieb gewonnen habt und euch darauf freut, ihn auf seinem Weg zu begleiten, dann kann es sein, dass er im nächsten Moment von einer Kugel durchlöchert wird. Ich mein ja nur, sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt! ;-) Besonders gefallen hat mir auch Bellems Erzähltechnik. Die unterschiedlichen Perspektiven von den unterschiedlichsten Personen, die jeder für sich ihre eigenen kleinen Abenteuer bestreiten und Entdeckungen machen verwebt Bellem so grandios miteinander, dass die Geschichte alleine dadurch noch spannender wird, als sie sowieso schon ist. Manchmal trifft der eine Hauptcharakter einen anderen, den er noch gar nicht kennt - nur zufällig, nur kurz -, aber daraus entstehen wieder neue Puzzlestücke, die der Leser zusammensetzen kann. Manchmal ist eine kleine Szene sogar aus zwei Perspektiven nacheinander erzählt und verrät dadurch, was man die ganze Zeit schon wissen wollte. Bellem spielt so geschickt mit den einzelnen Szenen und Perspektiven, dass jede Szene und jedes Detail im Gesamtzusammenhang eine Bedeutung hat. Die Sprache ist leicht verständlich und flüssig zu lesen. In Bevölkerungsgruppen im Buch, in denen die Sprache und das Klima etwas rauer sind, wird schonmal jede Frau "Schlampe" oder "Hure" genannt, auch mit anderen derartigen Wörtern wird nicht sparsam umgegangen. Da es im Buch aber schonmal etwas härter zur Sache geht, Kopfschüsse an der Tagesordnung stehen würde ich das Buch sowieso erst ab 16 Jahren empfehlen. Etwas hartgesotten muss man schon sein als Leser, wenn man sich Tessas Leben als Prostituierte und das Leben der "Unterschicht" allgemein so anhört. Fazit: "Welt aus Staub" ist für mich ein Buch, in dem nicht nur das große Ganze, sondern auch jedes kleine Detail stimmt! Das Buch überzeugt durch Action, Spannung und vielschichtige Charaktere, sowie eine immer wieder für Überraschungen sorgende Story. Ein Buch mit vielen Schusswechseln, überraschenden Toden, Arm und Reich und Gut und Böse auf beiden Seiten!

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  • [Wanderbuch] Welt aus Staub - Stephan R. Bellem

    Welt aus Staub
    MiraSun

    MiraSun

    Die Entscheidung im Wanderbuch Wunschlistenthread war eindeutig! Ihr wollt das Buch lesen. ^^ Ich werde es noch fertig lesen, foliieren und dann schicke ich es los! Kann aber noch etwas dauern! Hier die Regeln: jeder hat zwei Wochen Zeit, es zu lesen - falls es doch länger dauern sollte, bitte hier bescheid geben die Adresse von dem, der das Buch nach euch bekommt, erfragt ihr bitte selbständig, sodass das hier flüssig durchläuft und keine unnötigen Pausen entstehen falls das Buch verloren geht, teilen sich Absender und Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar falls einer - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr teilnehmen will, sagt er bitte rechtzeitig bescheid, damit ihn von der Liste nehmen kann jeder sagt bitte bescheid, wenn er das Buch erhalten hat und wenn er es wieder weiterschickt, sodass wir hier immer wissen, wo es sich gerade befindet Das Buch ist ein Klappenbroschur, damit es durch mehrere Hände wandern kann ohne langfristig durch genudelt auszusehen werde ich es noch foliieren (die Bibliotheksnutzer werden wissen was ich meine) und dann geht es auf die Reise! Die Teilnehmerzahl hab ich auf 20 erweitert! Teilnehmer: Nicole_L (gelesen) buchstabentraeume (gelesen) Neferati35 (gelesen) something (gelesen) xoxoJade (gelesen) Lilasan (gelesen) anika_henke (gelesen) flaschengeist1962 (gelesen) Sarius (gelesen) niniji (gelesen) kiwikind (gelesen)  celynn (gelesen)  Zauberzeichen (gelesen)  Eulenmail (gelesen)  DieBerta (gelesen) KaterBura (gelesen) tigerlove97 (gelesen) chatty68 (gelesen) Waldschrat (gelesen),  mieken <- erhalten am 21.02.2014 ->  zurück an MiraSun

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    • 214
  • Immer wieder gern genommenes Thema: Die verseuchte Erde

    Welt aus Staub
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    29. October 2013 um 12:43

    Zum Inhalt: Das Jahr 2177: ein Pilz hat die Natur der Erde vernichtet. Keine Bäume, keine Büsche, keine Pflanzen. Auch die Menschen wohnen in sogenannten Komplexen. Die Energie wird für lebenswichtige Bereiche verwendet, und die Lebensmittel werden aufgrund gesammelter Daten hergestellt, damit eine ähnliche Konsestenz oder ein ähnlicher Geschmack gewährleitet wird.   Meine Meinung: Na ja, ich weiß auch nicht so wirklich, was ich erwartet habe. Die Erde in der Zukunft - eine Seuche. All dieses ist ja mittlerweile kein unbekanntes Thema mehr. Aber vielmehr bietet die Geschichte leider auch nicht. Aufgrund des Schreibstils kann man das Buch leicht und flüssig lesen, es bietet aber auch nicht die Spannung, die man möglicherweise erwartet. Die Geschichte plätschert so dahin. Eigentlich schade, da man mit ein bisschen mehr Pepp mit Sicherheit etwas tolles, interessantes und spannendes hätte entwickeln können.

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  • Es kommt alles zurück - wenn es nicht in die falschen Hände fällt.

    Welt aus Staub
    HibiscusFlower

    HibiscusFlower

    10. October 2013 um 17:05

    Ein Pilz der einen Naturkollaps ausgelöst, jegliche Vegetation vernichtet und die Welt damit in Staub verwandelt hat. Eine Prostituierte, die zu jung ist, um so beschissen leben zu müssen. Drei Freunde seit Kindertagen, die gemeinsam als Ingenieure in einer Firma arbeiten, die als einzigste für die Versorgung der Menschheit sorgen kann. Ein Punk als Boss einer Gang, die mit allen möglichen Hehlerei betreiben. Eine Schmugglerin, die zum einen lebendige Pflanzen sammelt, um diese auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen und zeitgleich auch als Försterin arbeitet und somit an der Erhaltung der wenigen Pflanzen, die es noch gibt. Und all das ist in "Welt aus Staub" miteinander verbunden, auch wenn dies erst in der zweiten Hälfte des Buches  offensichtlich wird. Die erste Hälfte des Buches habe ich aber auch damit verbracht, mir Durchhaltevermögen einzureden. Die 4 im Klappentext erwähnten Charaktere, waren mir persönlich etwas zu oberflächlich, eindimensional dargestellt. Man erfährt nicht wirklich etwas über sie. Im Gegensatz dazu war die Beschreibung eines Kühlschrankinhaltes regelrecht ausführlich. Die Schmugglerin Elaine ist dabei noch die, die am ehesten aus den Charakteren heraussticht. Und zum Schluss hin ging alles ganz schnell. Dystopien werden ja immer in irgendeiner Art und Weise von einem Krieg bestimmt. Ich hätte mir gewünscht, dass auch "Welt aus Staub" seinen Krieg mehr zum Ausdruck gebracht hätte. Ich mag nicht sagen, dass mir das Buch nicht gefallen hat. Bei Dystopien sollte man das Gefühl haben, dass der Grundgedanke gar nicht so weit hergeholt ist. Der gute Ansatz war da, hätte auch interessant werden können, hat mich aber leider nicht überzeugt und auch mit der einen oder anderen Frage zurückgelassen. (Kein Baum, kein Strauch, kein Grashalm - wie funktioniert das mit dem Sauerstoff, den man so zum Atmen braucht ? Alternative Erzeugung wurde jedenfalls nicht angemerkt.  Null Vegetation und die Nahrung wird künstlich hergestellt - daraus schliesse ich - keine Tiere - auf diesen Aspekt wurde so gar nicht eingegangen ? Hybridauto´s gut und schön, Daumen hoch - ein alter Truck, der mit Pflanzenöl fährt - wo bekommt dieser das Öl her, wenn es keine Pflanzen gibt ? etc. - Dies mag vielleicht als Kleinigkeiten rüberkommen, die aber einfach dazu beigetragen haben, dass es nicht ganz stimmig wirkt.) Schade, dabei hatte ich mich auf das Buch gefreut. Nun tut es mir schon fast leid, dass ich die Euphorie anderer Leser(innen) nicht wirklich teilen kann.

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  • Welt aus Staub

    Welt aus Staub
    inflagrantibooks

    inflagrantibooks

    27. March 2013 um 18:27

    Über den Autor: Stephan R. Bellem wurde 1981 in Heidelberg geboren, wo er seit geraumer Zeit das pulsierende Leben der Universitätsstadt genießt. Nach dem Abitur schloss er zunächst eine Lehre als Bankkaufmann ab, kehrte der Finanzwelt dann allerdings den Rücken, um Soziologie zu studieren. Die freiere Zeiteinteilung des Studiums erlaubt es ihm, sich stärker auf das Schreiben zu konzentrieren. Zur Schriftstellerei kam er mit dreizehn Jahren - zunächst in Form von kurzen Texten für Rollenspiele oder Kurzgeschichten. Klappentext Im Jahr 2177 ist die Erde ein toter Planet. Ein Pilz hat sämtliche Vegetation vom Angesicht der Welt getilgt, und die überlebenden Menschen in die Zuflucht der Megacitys gezwungen. Einige wenige Reiche herrschen über Millionen von Mittellosen. In dieser dunkelsten Stunde der Menschheit erheben sich vier Menschen, um das Schicksal des Planeten zu verändern: Danny, ein junger Ingenieur in der einzigen Firma, die Lebensmittel herstellt; Tessa, eine Prostituierte, die sich Nacht für Nacht auf den Straßen einer der letzten Städte des Planeten durchschlägt; Elaine, eine Schmugglerin, die den sterbenden Planeten nach lebendigen Pflanzen absucht, die sie an den Meistbietenden verkaufen kann; und schließlich Sam, der an der ersten oberirdischen Plantage arbeitet, die die Menschheit vom Pilz befreien könnte. Wenn ihr Leben bis zu ihrer ersten Begegnung schon kein Zuckerschlecken war, so beginnt danach der Ärger erst richtig. Cover Zu sehen ist eine junge Frau in Militärkluft, im Hintergrund eine vertrocknete Wildnis. An sich ist das Cover eher unscheinbar, in einer Buchhandlung würde es mir sicher nicht direkt ins Auge springen. Es hat das Thema aber nicht verfehlt, denn es sind keine einzigen Pflanzen zu sehen und im ganzen lässt das Cover schon erahnen, auch ohne den Klappentext gelesen zu haben, um was es geht. Inhalt Der Klappentext verrät schon sehr viel über die Zustände am Anfang des Buches, sodass man sich als Leser am Anfang wunderbar auskennt. Die Sichten werden sehr oft zwischen den Personen getauscht. Der Autor hat sich besonders auf Sam, Tessa und Elaine konzentriert, wobei auch hin und wieder von zwei anderen erzählt wird. Die Schmugglerin, oder auch „Försterin“ Elaine befindet sich in der Wildnis, um Pflanzen zu suchen. Mit der Gewissheit, dass sie nicht lange überleben werden, packt sie die Pflanzen ein, doch bei ihrem Trip in die Einöde wird sie von einer Gang überrascht, die auch auf das kostbare Grün aus ist. Indem sie ihre beiden Wächter umbringt, kann sie jedoch wieder flüchten. Schon zu diesem Zeitpunkt ahnt sie, dass ihre Tat noch große Folgen haben wird. Sam ist ein Ingenieur bei Food Corp., der darauf brennt, befördert zu werden. Als sein Traum schließlich in Erfüllung geht, wird sein bester Freund Danny jedoch tot in seiner Wohnung gefunden. Food Corp. lässt allen im Glauben, er hätte sich selbst erhängt, dabei verbirgt sich  noch viel mehr dahinter. Die Prostituierte Tessa wuchs im unteren Delta, den Slum des Delta-Komplexes, auf und schlägt sich so durch. Eines nachts wirst sie von einem Freier in die obere Stadt geholt, doch nachdem sie die Nacht zusammen verbracht haben, taucht ein mysteriöser Mann in seiner Wohnung auf. Voller Angst flüchtet Tessa aus seiner Wohnung und nimmt dabei seine Jacke mit. Durch ein paar Zufälle trifft sie auf Elaine, die sie von ihrem Vermieter rettet und zu sich mitnimmt. In der Jacke des Freiers findet Tessa ein paar seltsame Samen, jedoch ahnt noch keiner, was sich hinter diesen unscheinbaren Samen wirklich verbirgt. Meinung Meinung zum Inhalt: Der Inhalt ist sehr leicht verständlich. In einer Welt, in der alle Pflanzen von einem giftigen Pilz zerfressen werden, horten sich die überlebenden Menschen in großen Komplexen zusammen. „Welt aus Staub“ spielt hauptsächlich im Delta-Komplex. Komplexe sind die neuen Städte, die nach griechischen Buchstaben benannt wurden, so wird zum Beispiel auch ein Beta-Komplex im Buch erwähnt. Der Autor entführt den Leser sowohl in die Oberschicht, wie auch in die arme Unterschicht. Man bekommt ein ausführliches Bild vom Leben der Leute, wie es von Food Corp. gelenkt wird. Der Inhalt ist gut strukturiert, man wird sofort in eine Handlung geworfen. Der Spannungsbogen baut sich allmählich auf und  man fiebert dem ersten Treffen der Personen immer weiter entgegen. Da ich das Buch als E-Book gelesen habe, habe ich gar nicht mitbekommen, wie die ersten hundert Seiten im Nu verflogen sind. Den Höhepunkt erreicht die Geschichte erst in den letzten fünfzig Seiten, die man dann einfach lesen muss, weil man nicht vom Buch ablassen kann. Ein spannendes Ereignis reiht sich nach dem nächsten, doch der grobe Handlungsstrang bleibt immer erhalten. Als Leser will man unbedingt wissen, wie es jetzt mit diesen seltsamen Samen weitergeht und ob es sogar im Buch noch gelingt, Pflanzen wieder auferstehen zu lassen. Der Autor versteht es, unvorhersehbare Wendungen einzubauen und gute Menschen plötzlich böse, oder aus anfangs nichtgemochten Charakteren im Grunde gute Leute werden zu lassen. Besonders gegen Schluss fällt einem die Kinnlade immer wieder herunter, so geschockt ist man von dem, was gerade geschieht. Auch finde ich die Thematik sehr ansprechend. Dystopien haben mich schon immer sehr interessiert und diese Idee, einmal einen „Virus“ auf die Pflanzen loszulassen, und nicht auf die Menschen, ist auch etwas Nichtalltägliches. Wenn man zudem noch tiefer im Inhalt gräbt, kann man die Kritik an unser Wirtschaftssystem erkennen. Die Lebensmittelhersteller Food Corp. haben die Regierung an sich gerissen und kontrolliert die Stadt. Auch schon heute kann man erkennen, wie sich die Regierung unter der Macht der Lobbyisten beugt und im Hintergrund sie die Fäden ziehen lassen. Diese Aussicht, wie sie im Buch dargestellt wird, ist also gar nicht so abwegig. Was mir gefallen hat: Besonders gut versteht es Stephan Bellem den Leser in eine Welt voller Kummer und Schmerz zu entführen. Die Schauplätze und da besonders der Delta-Komplex werden realistisch dargestellt, als Leser rutscht nie ausversehen in ein Bild der heutigen Zeit. Man hat immer die kalte Aluminium-Optik vor Augen, du vergisst nie, dass es keine Pflanzen mehr gibt. Obwohl besonders der Protagonist Sam immer wieder denkt, er sei glücklich, hat man als Leser immer im Hinterkopf, dass er es eigentlich gar nicht so meint. Du fühlst mit den Personen mit, versteht ihre Handlungen und Gefühle. Besonders gegen Schluss geht einem das Schicksal der Menschen ans Herz. Der Autor hat es gut geschafft, einem die Personen nahe zu bringen, die Bösen zu hassen und die Helden zu lieben. Was mir nicht gefallen hat: Ich selbst habe nicht viel gefunden, was es an dem Buch auszusetzen gab. Hin und wieder verwendet der Autor ungeschickte Satzanfänge, wie ein „Dann“ und „Danach“ hintereinander und reißen einem immer wieder aus dem ansonsten flüssigen Lesefluss. Mich persönlich hätte es noch interessiert, was es genauer mit diesem Pilz, der die Pflanzen auffrisst, auf sich hat. Es wird immer nur von einem Pilz gesprochen, aber wo er herkommt wurde nie genau erwähnt. Diese fehlende Information nimmt etwas von der Glaubwürdigkeit der Geschichte, denn es der Autor hätte hier sicher einiges rausholen können. Meinung zum Aufbau: Der Plot wird immer von verschiedenen Sichtweisen erzählt: -Sam; Ingenieur bei Food Corp. -Elaine; eine Schmugglerin, oder auch Försterin genannt -Tessa; eine junge Hure, die im unteren Delta lebt -Sid; ein Punk, der eine Gang anführt -Mr. Bluechips; ein geheimnisvoller Mann, dessen Identität erst am Schluss geklärt wird Diese vielen verschiedenen Sichtweisen geben dem Leser einen viel besseren Einblick auf die Geschichte und bringt einem die Lebensweisen der verschiedenen Schichten viel näher. Der Autor hat sich meiner Meinung nach genau die richtigen Personen ausgesucht, um die Verhältnisse perfekt zu erzählen. Es wird sich, wie in so vielen Büchern, nicht nur auf die arme Unterschicht konzentriert, sondern auch ein Bild der vermögenden, aber dennoch oft unzufriedenen Oberschicht gezeigt. Hier bekommt man nicht das allgemeine Gefühl vermittelt, alle Reichen in einer Dystopie wären böse, nein, es werden auch die Ausnahmen gezeigt, was der Geschichte gleich mehr Leben gibt. Lesegrund: Ich habe dieses Buch gelesen, weil mich Dystopien generell interessieren und mich besonders die bunten Charaktere, die schon im Klappentext angesprochen werden, gereizt haben. Fazit: Das Buch eignet sich hervorragend als kurzweilige Lektüre und wie so viele andere Dystopien bringt es einem zum Nachdenken. Wer also ein Buch sucht, das man schnell gelesen hat, aber dennoch einen bleibenden Eindruck hinterlässt, ist mit Stephan R. Bellems „Welt aus Staub“ gut bedient.

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  • Rezension zu "Welt aus Staub" von Stephan R Bellem

    Welt aus Staub
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. February 2013 um 22:55

    Mehr Rezensionen von mir findet ihr auf meinem Blog: anima-libri.de Meinung: “Welt aus Staub” ist das zweite Buch von Bellem, an das ich mich heranwage. Meine erste Begegnung mit ihm war eher katastrophal, sein Roman “Blutwelten” konnte mich so absolut nicht begeistern. Dass ich mich trotzdem an dieses Buch heran gewagt habe, ist vor allem einer sehr “nachdrücklichen” Buchempfehlung einer Freundin zu verdanken. Und ich muss zugeben, so schlecht wie ich nach “Blutwelten” dachte, finde ich Bellem dann doch nicht. Ich mag seinen Schreibstil immer noch nicht wirklich und ich glaube auch nicht, dass sich das noch großartig ändern wird, weshalb er es sicherlich nie unter meine Lieblingsautoren schaffen wird. Aber eins muss man ihm lassen: Die Geschichte, die er in “Welt aus Staub” gesponnen hat, ist wirklich wahnsinnig gut. Es hat eine Weile gedauert bis ich mit der Geschichte warm geworden bin. Das lag zum einen an den für mich anfangs recht verwirrenden und unzusammenhängenden Handlungsträngen und zum anderen daran, dass mir die wenigsten Charaktere auf Anhieb sympatisch waren. Genau genommen mochte ich eigentlich nur Elaine, mit den restlichen Charakteren konnte ich eher wenig anfangen, auch wenn sie durchaus gut und realistisch konzipiert sind. Der Weltenaufbau allerdings ist wirklich klasse. Ich konnte mich ohne jegliche Schwierigkeiten in diese Welt hineindenken, wodurch auch die Handlung sehr intensiv war. Es gab einige kleinere Stellen, die mir nicht so gefallen haben, ich finde es oft störend, wenn man durch wechselnde Perspektiven Dinge weiß, bei denen einer der Charaktere noch kapitellang auf dem Schlauch steht, das wirkt auf mich dann oft sehr heraus gezögert. Und auch das Ende war, im Vergleich zu der vorher sehr dichten, sehr eindringlichen und vor allem sehr schnellen Handlung, für meinen Geschmack zu schwammig und offen und driftete vor allem etwas sehr ins poetische ab. “Welt aus Staub” ist übrigens, auch wenn es als Jugendbuch erschienen ist, nicht unbedingt eine “All-Age-Dystopie”. Auch wenn das Buch laut Bellem extra “entschärft” wurde, um es als Jugendbuch herausbringen zu können, enthält es immer noch eine Reihe recht gewaltvoller und sexueller Szenen, ist also wahrscheinlich eher etwas für Leser ab 16 Jahren aufwärts. Fazit: Insgesamt fand ich das Buch wirklich überraschend gut. Für Dystopiebegeisterte, vor allem für die etwas älteren, ist es auf jeden Fall einen Versuch wert. Das Cover: Das Cover passt wirklich gut zum Buch und es ist vor allem wirklich gut gemacht.

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  • Rezension zu "Welt aus Staub" von Stephan R Bellem

    Welt aus Staub
    flaschengeist1962

    flaschengeist1962

    18. January 2013 um 15:26

    Dieses Buch hat mich doch positiv überrascht. Nach langer Zeit habe ich mal wieder ein SiFi Buch gelesen und es gefiel mir gleich von Anfang an. Eine dunkle Story über unsere Zukunft. Alles künstlich und die Jagd nach Pflanzen und der Schmuggel damit. Dann die unterschiedlichen Klassen und wie wieder eine große Firma ihre Finger mit in der Politik hat und die Menschen damit in Schach hält und ihre Macht ausbaut. Die Menschen werden unterdrückt und haben kaum Freiheiten und auch mit Lebensmitteln wird gespart. Dann die ganze künstliche Natur. Wie schlimm muß sowas sein, wenn man sich das vorstellt und trotz allem sind ein paar Menschen da, die die Zukunft, zum Positiven, verändern. Tolle Story, wenn auch düster.:)

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  • Rezension zu "Welt aus Staub" von Stephan R Bellem

    Welt aus Staub
    chaosbaerchen

    chaosbaerchen

    03. December 2012 um 20:32

    Welt aus Staub ist der siebte Roman von Stephan R. Bellem und seine erste Dystopie mit postapokalytischem Touch. Der Autor (Jahrgang 1981) hat sich zuvor in erster Linie dem Genre der Fantasy-Romane gewidmet. So wurde auch der hier besprochene Roman in das Genre „Urban Fantasy“ einsortiert, wobei mir dazu die phantastischen Elemente eindeutig fehlen. Die Welt des Romans ~~~~~~~~~~~~~~~~~~ Die Geschichte versetzt den Leser knapp 200 Jahre in die Zukunft in eine „Welt aus Staub“. Die Erde ist ein toter Planet, auf dem kaum eine Pflanze länger als ein paar Tage überlebt. Ein Pilz hat das Pflanzenreich befallen und in der Folge das komplette Ökosystem zerstört. Die Menschheit wurde auf eine Gesamtbevölkerung von 10 Millionen dezimiert, die sich in weltweit 100 Ballungszentren bzw. Megastädte – sogenannte Komplexe – geflüchtet haben, um zu überleben. Hier gibt es eine streng bewachte Grenze zwischen „oben“ (die Reichen) und „unten“ (die Armen, d.h. Arbeiter und Mittellose). Es gibt nur einen einzigen Nahrungsmittelhersteller, die Food Corp., der entsprechend mächtig ist. Die wenigen noch auf der Erde existierenden Pflanzen gehören alle diesem Konzern und werden mit aufwendigen Luftfilteranlagen unterirdisch in Gewächshäusern gezüchtet. Die Lebensmittelauswahl beschränkt sich im Großen und Ganzen auf Huhn, Soja und Mais. Alles weitere wird künstlich durch Zusatzstoffe adaptiert. Ähnlich verhält es sich mit der Natur. Auch sie wird künstlich nachempfunden, sei es durch Plastikverkleidungen und Holzimitationen oder durch künstliche Geräusche und Gerüche. Nichts ist mehr so, wie es war. Je reicher man ist, umso mehr kann man es sich leisten, in die Illusion zu fliehen, alles sei beim alten. Der Inhalt ~~~~~~~~ Vier idealistische Menschen, zwei Männer und zwei Frauen, wollen ihr eigenes und das Schicksal der Menschheit nicht einfach so hinnehmen und nehmen den Kampf auf, wobei ihre Lebenswege sich über kurz oder lang kreuzen, was den Kampf nicht unbedingt erleichtert und nicht ohne Verluste gelingt. Danny (Daniel Holden) ist Ingenieur bei Food Corp. und beschäftigt sich mit der Züchtung einer pilzresistenten Pflanze, die die Natur zurück bringen soll. Sam (Samuel Konrad) ist Daniels bester Freund seit Schulzeiten und ebenfalls Mitarbeiter von Food Corp. Er ist für die Entwicklung der Luftfilteranlagen zur Minimierung der Sporenbelastung zuständig und plant oberirdische Plantagen zur Erforschung der Pilzeigenschaften. Tessa (Clara Lucas) ist 17 Jahre alt und Prostituierte im unteren Teil des Deltakomplexes. Wenn sie sich bei Freiern „oben“ aufhält, träumt sie nur allzu gerne davon, alles sei in Ordnung. Tatsächlich ist ihr Leben ein einziger Kampf ums Überleben. Elaine (Sandra Parker) ist eine Pflanzenschmugglerin und als solche sehr gewieft und stets bewaffnet. Sie bringt die kleinen Pflanzentriebe, die im Ödland sprießen und zum Tode verurteilt sind, auf den illegalen, aber unter den Leuten von „oben“ doch sehr beliebten Schwarzmarkt. Beurteilung ~~~~~~~~~~ Eine künstliche Welt, in der es kein natürliches und funktionierendes Ökosystem mehr gibt, ist schwer vorstellbar. Dennoch ist es dem Autor gelungen, ein durchaus plausibles Szenario zu schaffen, in das der Leser sich nicht zuletzt durch die flüssige Sprache und den fesselnden Schreibstil sehr schnell einfindet. Zentrales Thema ist die strikte Trennung zwischen den Schichten, die die Reichen in eine gesicherte Zone separiert und dafür sorgt, dass der Rest der Bevölkerung in völliger Abhängigkeit lebt und ums Überleben kämpft. Jeder denkt nur an sich, vertraut niemandem und tötet, um nicht getötet zu werden. Brutalität und rohe Gewalt sind an der Tagesordnung. Da macht es kaum einen Unterschied, ob man einen Job und ein Dach über den Kopf hat oder nicht. Geld ist nur wichtig, wenn man viel davon hat, denn Essen kann man nicht kaufen, es wird einem je nach Status zugeteilt. Wenn man keinen geregelten schlecht bezahlten Job hat, ist man entweder verloren oder man endet als Prostituierte oder Schmuggler. Da die Verknüpfung der Handlungsstränge um die vier Protagonisten und die Verwicklungen insgesamt nur peu à peu gelüftet werden, wird die Spannung bis zuletzt aufrecht erhalten. Durch den Wechsel der Perspektiven hat der Leser einen umfassenden Überblick als die vier, dennoch ist er nicht allwissend – eine meiner Meinung nach sehr gelungene Mischung. Ob das Ende plausibel oder nicht doch ein wenig zu illusorisch ist, sei mal dahingestellt. Fazit ~~~~ „Welt aus Staub“ ist kein Jugendbuch, dagegen spricht schon alleine die Vielzahl an brutalen Szenen. Das eiskalte und rücksichtslose Töten mit diversen Schusswaffen hat mich ziemlich abgestoßen. Manchmal ist weniger mehr und ich hätte die Botschaft auch ohne die detaillierten Schilderungen verstanden. Ansonsten ist das Buch aber eine ausgesprochen gelungene Dystopie und als solche wirklich empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Welt aus Staub" von Stephan R Bellem

    Welt aus Staub
    Sarah_O

    Sarah_O

    03. October 2012 um 10:08

    "Welt aus Staub" ist eine dystopische Science-Fiction des deutschen Autors Stephan R. Bellem und konnte mich weitestgehend überzeugen. Zum Inhalt: Im Jahr 2177 leben die Menschen in riesigen Städten, in denen die Kluft zwischen Arm und Reich enorm ist. Ein Unternehmen, Food Corp., beherrscht alles, da nur sie unter großem Aufwand Lebensmittel herstellen können, die streng rationiert an die Bevölkerung verteilt werden. Denn ein Pilz, dessen Sporen immer noch überall in der Luft sind, hat die Pflanzen auf der ganzen Welt zerstört und nur auf riesigen unterirdischen Plantagen, ausgestattet mit Luftfiltern, können sie noch wachsen. Der Besitz von Pflanzen ist jedem anderen Menschen verboten und so wurden sie zu begehrter Schwarzmarkt-Ware. Damit verdient Elaine ihren Lebensunterhalt: Sie schmuggelt Pflanzen, die sie außerhalb der Stadt findet, hinein und verkauft sie. Durch einen Zufall kreuzen sich ihre Wege mit denen der jungen Prostituierten Tessa und dem Food-Crop.-Ingenieur Sam und gemeinsam kommen sie einer großen Verschwörung auf die Schliche... "Welt aus Staub" ist eine interessante Zukunftsvision, die spannend und oft mit hohem Tempo erzählt wird. Eine Welt ohne Pflanzen entpuppt sich als eine gelungene Grundidee, die sich besonders durch das gefährliche Leben der Protagonisten in den ärmeren Gebieten der Stadt und einem scheinbar übermächtigen Gegner zu einer überzeugenden Dystopie mit bedrohlicher, düsterer Atmosphäre entwickelt. Die Charaktere, die sich zu Beginn der Geschichte noch nicht kennen, treffen durch viele Zufälle aufeinander und während der Autor ihre Schicksale gekonnt miteinander verbindet, verfolgt der Leser den Ablauf der Geschichte aus mehreren Perspektiven, wodurch sich die Handlung abwechslungsreich gestaltete und für viele Überraschungen sorgte. Zwischenzeitlich fehlte mir einzig ein wenig Tiefe bei den ansonsten gelungenen Charakteren, die zwar allein durch ihre Zahl eine gewissen Vielseitigkeit aufweisen, in ihrer Entwicklung aber jeder für sich recht eindimensional bleiben. Der Schreibstil des Autors ist gut und sorgt für ein flüssiges Lesen, wobei eine durchgehend hohen Spannung dafür sorgt, dass das Buch kaum aus der Hand zu legen ist. Trotz eines etwas vorhersehbaren Endes bietet "Welt aus Staub" einige überraschende Wendungen, während sich die verschiedenen Perspektiven miteinander verbinden und sich die Handlung zu einer actiongeladenen Jagd entwickelt. Fazit: Eine Dystopie, die sowohl mit der Grundidee als auch in der spannenden und actionreichen Umsetzung überzeugt und sich durch viele Perspektiven abwechslungsreich liest. 4 von 5 Sternen

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  • Rezension zu "Welt aus Staub" von Stephan R Bellem

    Welt aus Staub
    MiraSun

    MiraSun

    26. September 2012 um 16:32

    Harte Fakten: Autor: Stephan R. Bellem Titel: Welt aus Staub Verlag: Ueberreuter : Wien Jahr: 2012 Seiten: 397 ISBN: 978-3-8000-9553-7 Klappentext: Im Jahr 2177 ist die Erde ein toter Planet. Ein Pilz hat sämtliche Vegetation vom Angesicht der Welt getilgt und die überlebenden Menschen in die Zuflucht der Megacitys gezwungen. Einige wenige Reiche herrschen über Millionen von Mittellosen. In dieser dunkelsten Stunde der Menschheit erheben sich vier Menschen, um das Schicksal des Planeten zu verändern: Danny, ein junger Ingenieur in der einzigen Firma, die Lebensmittel herstellt, Tessa, eine Prostituierte, die sich Nacht für Nacht auf den Straßen einer der letzten Städte des Planeten durchschlägt, Elaine, eine Schmugglerin, die den sterbenden Planeten nach lebendigen Pflanzen absucht, die sie an den Meistbietenden verkaufen kann, und schließlich Sam, der an der ersten oberirdischen Plantage arbeitet, die die Menschheit vom Pilz befreien könnte. Wenn ihr Leben bis zu ihrer ersten Begegnung schon kein Zuckerschlecken war, so beginnt danach der Ärger erst richtig. Über den Autor: Stephan Bellem wurde 1981 in Heidelberg geboren. Nach dem Abitur schloss er zunächst eine Lehre als Bankkaufmann ab, kehrte der Finanzwelt dann allerdings den Rücken, um Soziologie zu studieren. Zur Schriftstellerei kam er mit dreizehn Jahren – zunächst in Form von kurzen Texten für Rollenspiele oder Kurzgeschichten. Sein Roman „Tharador“ wurde beim Deutschen Phantastik Preis 2008 mit dem zweiten Platz in der Kategorie „Bester deutschsprachiger Roman“ ausgezeichnet. Meinung: Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen. Ich bin schon mit dem ersten Buch großer Fan von Stephan Bellem geworden. Deswegen wird euch die sehr gute Bewertung nicht wundern, aber ich möchte sie trotzdem etwas begründen und vielleicht noch ein paar Fans für Stephan finden! Ich begann das Buch und mochte sofort das Setting. Es ist etwas kryptisch, das nie genau darauf eingegangen wird wo es spielt. Es ist eine neue Welt und die alten Namen nimmt niemand mehr in den Mund. Es könnte Deutschland sein, es könnte aber auch USA, China oder Australien sein. Jeder der es liest könnte wohl sein eigenes Land finden. Es fordert die Vorstellungskraft heraus und so etwas mag ich. Man bekommt einen Rahmen und den Rest mal der Geist. Was ich bis jetzt bei Bellem mochte, sind seine Protagonisten. Gerade Elaine fand ich sehr sympathisch. Sie ist tough, hat etwas erlebt und lässt sich nicht auf der Nase herum tanzen, aber sie ist auch gutmütig und nimmt an den anderen Anteil. Ich finde Elaine ist ein sehr gut ausgearbeitet Charakter. An sich mag ich an Bellems Büchern, das er tolle weibliche Charaktere schreibt und ihnen ein Platz an der Sonne, also in der Hauptgeschichte lässt, ihnen sogar die Hauptrolle gibt. Die meisten männlichen Autoren, die ich kenne, nutzen eher männliche Charaktere als Hauptrolle. Bellem schreibt aber auch nicht zu soft und sensibel. Er tötet schon so manchen Charakter mehr als andere Autoren das machen würden. Weder der Böse, noch der Gute haben die Generallizenz zu überleben. Irgendwie ist es auch keine normale Dystropie, kein Jugendbuch, sondern etwas für Erwachsene. Es ist ein Thriller zum Nägel kauen mit fiebern und hoffen. Als die Story im Rollen war, konnte ich das Buch nur noch schwer weg legen. Ich wäre s o manches Mal fast mit meinem Zug zu weit gefahren nur um noch eine Seite mehr zu lesen und am Ende war die Stimmung so gut und die Situation so schön gelöst und beendet, das ich nicht enttäuscht von diesem Buch war. Ich fand es sogar so gut, das ich es gleich bei lovelybooks als Wanderbuch durch die Nation schicken musste! Fazit: Erwachsene Dystropie mit sehr viel Spannung und auch etwas Humor. Man lernt einige Aspekte der alten Welt zu schätzen, begleitet einen tollen Charakter und verlebt eine schöne Zeit.

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  • Rezension zu "Welt aus Staub" von Stephan R Bellem

    Welt aus Staub
    Nefertari35

    Nefertari35

    21. September 2012 um 06:50

    Welt aus Staub - Stephan R Bellem Leseeindruck (keine Rezi) Diese Dystopie beschreibt eine recht düstere Form der zukünftigen Welt, die gar nicht so abwegig ist, wie ich meine. Es scheint keine Hoffnung für ein normales Leben zu geben und trotzdem gibt es eine Handvoll Menschen, die sich die Vision einer besseren Welt bewahrt haben und dafür kämpfen. Der Schreibstil ist flüssig und sehr spannend. Ich fand das Buch klasse und möchte gerne noch mehr von dem Autor lesen.

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  • Rezension zu "Welt aus Staub" von Stephan R Bellem

    Welt aus Staub
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. August 2012 um 18:39

    Inhalt Wir schreiben das Jahr 2177. Die Welt, wie wir sie kennen existiert nicht mehr. Nahezu alles Grün ist vom Planeten verschwunden, zerstört durch einen Pilz, und die Menschen sind in riesigen Städten zusammengepfercht, wo hauptsächlich Armut und Gewalt regieren. Die einzige Firma, die die Lebensmittel herstellt und die Abgabe kontrolliert, hat nahezu alle Fäden in der Hand um das Leben der Menschen auf dem fast toten Planeten zu lenken. Ein junger Ingenieur der Fima, Danny, entdeckt die unglaublichen Machenschaften der Firma und muss dafür mit dem Leben bezahlen. Sein Freund Sam, die Pflanzenschmugglerin Elaine und die Prostituierte Tessa, deren Leben durch zufällige Begegnungen miteinander verknüpft sind, versuchen den Geheimnissen der dubiosen Firma auf die Schliche zu kommen und begeben sich in große Gefahr. Meine Meinung Als ich den Klappentext las, war ich gespannt wie ein Flitzebogen. Das Thema klingt so interessant, da es ja in unserer heutigen Welt mit Klimakatastrophen, Polkappenschmelzen und Ozonloch nicht von der Hand zu weisen ist, dass unser Planet oder zumindest die Vegetation zerstört wird. Im Klappentext heißt es: "In dieser dunkelsten Stunde der Menschheit erheben sich vier Menschen, um das Schicksal des Planeten zu verändern"(Quelle: http://www.amazon.de). Darauf habe ich leider die ganze Zeit warten müssen. Das Buch war ganz prima zu lesen, es war auch recht interessant, aber es hat mich letzendlich irgendwie nicht so gepackt wie ich es erwartet hatte. Ich habe während des Lesens immer auf des "Erheben" der vier Menschen gewartet, stattdessen stolpern die Protagonisten durch Zufall von einem Ereignis ins nächste, und sind eigentlich doch "nur" auf der Flucht. Bei mir bleiben da noch einige Fragen offen, zum einen was die Protagonisten betrifft, da man nicht wirklich viel über sie erfährt und zum anderen über das Setting. Ich hätte doch gern erklärt bekommen, wie die Menschen überleben können. Da es doch nur vereinzelt ein wenig Grün auf dem Planeten gibt, wo kommt denn dann der überlebenswichtige Sauerstoff ohne Pflanzen her? Fazit: Die Story gefällt mir vom Gedanken her und der Autor hat auch einen schönen Schreibstil. Das Buch ließ sich gut lesen und hat mich auch für einige Zeit gut unterhalten aber der letzte Pfiff hat mir gefehlt.

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  • Rezension zu "Welt aus Staub" von Stephan R Bellem

    Welt aus Staub
    Chrischan

    Chrischan

    14. July 2012 um 22:21

    Die Welt, wie wir sie kennen ist zerstört. Ein Pilz befällt sämtliche Pflanzen und lässt sie innerhalb weniger Tag eingehen. Die Menschheit lebt zusammengedrängt in Megastädten, die man nur noch "Komplexe" nennt. In diesen Komplexen herrschen wenige Reiche über Millionen Mittellose, die in Ruinen hausen und jeden Tag um ihr kümmerliches Leben kämpfen müssen. Über allem thronen die Lebensmittelkonzerne, denn ihnen obliegt die Versorgung der Reichen wie auch der Armen. Das schafft Abhängigkeit und wer andere von sich abhängig macht, erlangt ungeheure Macht. Danny und Sam arbeiten für einen dieser Konzerne und gehören zur Oberschicht. Ihr Leben ist angenehm, wenn auch anstrengend. Sie sind die Ingenieure, die immer neue unterirdische Plantagen anlegen, um so die Versorgung der Menschen sicher zu stellen. Und Sam ist ehrgeizig, er hat es zusammen mit Danny geschafft, eine Plantage zu entwerfen, die oberirdisch gebaut werden soll und dennoch dem Pilz widerstehen könnte. Doch es gibt Personen, die etwas dagegen zu haben scheinen. Pflanzen haben auf dem Planeten Seltenheitswert, vor allem jene, die kaum vom Pilz infiziert sind. Die Regierungen der Komplexe haben erlassen, dass alle Pflanzen, die gefunden werden, unverzüglich abzugeben seien. Dieser Umstand macht jegliches Grünzeug so wertvoll wie Edelmetall und Elaine nutzt das für sich aus. Sie ist Schmugglerin, hält sich viel in der Welt außerhalb der Komplexe auf und sucht nach Pflanzen, die sie zu hohen Preisen auf dem Schwarzmarkt verkaufen kann. Bei einem ihrer Streifzüge gerät sie in die Fänge zwielichtiger Gestalten. Dystopien sind in den letzten Jahren wieder stark im Kommen. Leider präsentieren sich die meisten lediglich als bloße Hülle, um letztlich immer wieder eine Liebesgeschichte zu transportieren. Das ist auf Dauer langweilig. Auch die Tatsache, dass es immer wieder Mehrteiler sein müssen, verleidet einem die Lust am Genre. Wie herrlich erfrischend oder besser gesagt: Wie herrlich traditionell ist doch da das Buch von Stephan R. Bellem. Erfrischend "kurz" und pointiert skizziert er eine zukünftige Welt, die Selbstzweck der Erzählung ist. Es geht schlicht um diese Welt und das Leben in ihr. Frei von Liebesgeplänkel und übertriebenen emotionalen Schnörkeln präsentiert Bellem Menschen, die trotz aller Sympathie und Wichtigkeit auch sterben können und so aus der Erzählung ein Erlebnis machen, das den Leser mitreißt und ihn durch eben jene düstere, tote Welt führt. Lassen Sie sich keinesfalls von der Kürze der Geschichte irritieren, den in der liegt ja bekanntlich die Würze. Die Geschichte hat Tiefgang, ist nicht immer vorhersehbar und lässt einen mit dem mulmigen Gefühl zurück, diese Zukunft nicht erleben zu wollen. ©Christian Hesse Juli 2012

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