Stephan Reimertz Papiergewicht: Roman

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Inhaltsangabe zu „Papiergewicht: Roman“ von Stephan Reimertz

Ehre deinen Vater und deine Mutter. 5 Mos. 5. 16 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib. 5 Mos. 5. 21 Du sollst nicht töten. 5 Mos. 5. 17 Der zehnjährige Oliver, ein hochbegabter Junge im Westdeutschland der frühen Siebziger Jahre, wird von seinen hysterischen Mutter, seinem narzistischen Vater und der intriganten Lehrerin brutal gemobbt. Es bliebt ihm nur die Liebe zur österreichischen Nachbarin, die vollbusige Frau Blömeke, und seine Begeisterung für Muhammad Ali. Von dem amerikanischen Boxer lernt Oliver bald schon, was es heißt, Niederlagen einzustecken. Ein Familienroman als Psychothriller. Der Klassiker über die westdeutsche Oberschichtsverwahrlosung, unterschwellige Brutalität in der Familie und die Kunst, Niederlagen in Siege zu verwandeln, 2001 bei Luchterhand erschienen, jetzt endlich im eBook. »Eine überaus gelungene Geschichte voller grotesker Figuren und einem Ende, das den Atem stocken läßt.« (Max) »Die Perspektive des kindlichen Outcasts spannend zu halten, gelingt Reimertz auf beeindruckende Weise. In kurzen, trockenen Sätzen entfaltet sich die Psychologie des kleinen Helden, die es durchaus mit der Lakonie von J.D. Salingers Holden Caulfield aufnehmen kann. Es ist selten, daß moderne Romane richtigen Herzschmerz auslösen. Mit Papiergewicht stimuliert Stephan Reimertz die wehen Punkte der Kindheit, an die sich jeder Erwachsene erinnert.« (Die Welt) »Papiergewicht ist eine glänzende und zugleich beklemmende Schilderung der bundesrepublikanischen Gesellschaft Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre.« (Südhessen Woche) »Dieser sehr empfehlenswerte Roman steht in bester Tradition zu Romanen wie Salingers Fänger im Roggen. Der stets optimistische Unterton, verbunden mit der positiven Sichtweise der jungen Hauptfigur, bewirkt ein Lesevergnügen, das von Unterhaltung mit Tiefgang geprägt ist. Und Oliver lernt, daß Niederlage die Grundlage des Sieges von morgen sein kann; vorausgesetzt, man gibt nicht auf.« (Lektueretipp.de) »Das Leben des jungen Erzählers gestaltet sich wie ein Boxkampf. Kaum am Boden liegend, steht er immer wieder auf, Runde um Runde.« (Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins) »Stephan Reimertz’ Roman ist atmosphärisch dicht, und es stimmt jedes Detail. Die Geschichten, die er erzählt, sind solche, die das Leben schreibt. Mit seinem Romanerstling ist es ihm gelungen, das Lebensgefühl jener Zeit einzufangen. Ein Buch grimmiger Nostalgie.« (Kieler Nachrichten) »Mit Liebe zum Detail und voll gelungener Genrebilder vom Anfang der 70er Jahre, und angenehmer Weise ohne einem Revival-Geschwafel zu verfallen, werden das fiktionale Erleben von Oliver und die tatsächliche Zeitgeschichte verflochten.« (Titel) »Mit viel Hintersinn und dem Händchen für überraschende Wendungen erzählt.« (Siegener Zeitung) »Seine Erzählerfigur, eine gelungene Synthese aus Kevin und Oskar Matzerath, hebt sich mit ihrer altklugen, selbstironischen Haltung vom zuweilen betulichen Benennungsdrang seiner Kollegen wohltuend ab. Er ist nämlich ein kleiner Klugscheißer von zehn Jahren, der Dickens liest und selbst Romane schreibt und auf Frauen mit großen Brüsten steht. Das hat dieses Buch: eine erfrischende Freude am Widerspruch und eine witzige, verspielte Unbekümmertheit bis zum Schluß. Wer kurzweilige, freche Jugenderinnerungen lesen will, wird hier bestens bedient.« (Neue Zürcher Zeitung) »Selten ist es einem Autor so fabelhaft schlüssig und glaubwürdig gelungen, das (nicht zuletzt aus dem Glauben genährte) Standvermögen eines kleinen Jungen in unserer noch gar nicht so „alten“ Wohlstands- und beginnenden Spaßgesellschaft darzustellen.« (Literatur im Gespräch) »Mit Papiergewicht ist Stephan Reimertz ein wunderschönes Buch gelungen. Er entgeht der Gefahr einer weiteren verklärenden Reminiszenz auf die bis zur Übersättigung ausgeschlachteten 70er Jahre.« (Echo) »Literarisch schwergewichtig.« (Boxsport)

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