Stephan Roiss

 4,2 Sterne bei 40 Bewertungen
Autor von Triceratops und Gramding.

Lebenslauf von Stephan Roiss

Stephan Roiss wurde 1983 in Linz geboren. Studium (Kunstwissenschaft und Philosophie) an der KTU Linz. Lebt und arbeitet in Linz als Autor, Musiker (Bands: Fang den Berg, Äffchen & Craigs, et al.), Journalist und Radiomacher (Radio FRO).

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Stephan Roiss

Cover des Buches Triceratops (ISBN: B08BTMPMTG)

Triceratops

 (39)
Erschienen am 17.08.2020
Cover des Buches Gramding (ISBN: 9783990284124)

Gramding

 (1)
Erschienen am 21.08.2014

Neue Rezensionen zu Stephan Roiss

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Cover des Buches Triceratops (ISBN: 9783218012454)simone_richters avatar

Rezension zu "Triceratops" von Stephan Roiss

Aufwachsen in einer Borderline-Familie
simone_richtervor 25 Tagen

„Alles ist gut“, ist der rote Faden durch diesen Debütroman von Stephan Roiss, dem österreichischen Musikers, Performers und Autors. In der Wir-Form spricht ein Junge von sich selbst und sein Lieblingstier ist der dickhäutige Dinosaurier – „Triceratops“. Natürlich ist nichts gut in der Familie des Jungen. Die Mutter ist psychisch krank uns schluckt Tabletten oder weint und jammert, der Vater liest die Bibel, trinkt oder zappt sich durchs Fernsehen.
Gerade um dazuzugehören gibt der junge Mensch vor stumm zu sein. Es ist ein stummer Aufschrei des Protagonisten gegen die psychischen Störungen in seiner Familie und weil er sich schuldig fühlt. Er ist co-abhängig und will das abstreifen. Hart und bildhaft sind die Szenen beschrieben und der Junge bleibt namenlos. Er kämpft um dem Trauma zu entfliehen. So entsteht ein intensiver Roman, über den man nachdenkt. Kein feeling-good Buch, aber dadurch außergewöhnlich und zu recht auf der Longlist des Deutschen Buchrpreises 2020 gewesen. Radikal, nüchtern und gar nicht unverwundbar wie ein Triceratops.

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Cover des Buches Triceratops (ISBN: B08BTMPMTG)himbeerbels avatar

Rezension zu "Triceratops" von Stephan Roiss

Gefangen in der Einsamkeit
himbeerbelvor einem Monat

Aufmerksam wurde ich auf „Triceratops“ von Stephan Roiss, weil das Buch auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis 2020 stand. Die Leseprobe machte mich im vergangenen Jahr neugierig auf das Buch und so landete es schließlich auf meinem eReader. Und wie das manchmal so ist, drängelten sich zwischenzeitlich andere Bücher in den Vordergrund und ich vergaß gänzlich, worum es in dem Buch eigentlich geht. Als ich kürzlich beschloss es endlich zu lesen, ging ich daher völlig unbeeinflusst von Klappentext oder sonstigen Informationen an das Buch heran. Ich wusste lediglich, dass der Deutsche Buchpreis 2020 von einem anderen Buch gewonnen worden war.


Beim Lesen finde ich mich inmitten der Gedankenwelt eines Kindes in den 1980er Jahren wieder. Der Junge, der in dem kompletten Buch namenlos bleibt, beschreibt sein Erleben in der Wir-Perspektive. Aber auch anhand der Sprache merkt man als Leser schnell, dass mit diesem Jungen irgendetwas nicht stimmt. Die Erzählweise ist merkwürdig abgehackt und gefühllos. Dies zu lesen macht nicht unbedingt Freude und auch nicht die nicht lineare Erzählweise, die einen durch das Leben dieses eigenartigen Jungen springen lässt und allmählich in kurzen Kapiteln immer mehr von seinem Umfeld offenbart. Denn in einen Lesefluss gerät man dadurch nicht.


Aber dies ist auch keine Geschichte zum Zurücklehnen und Schmökern, denn der Junge wird in einer Familie mit psychischen Erkrankungen groß, die nicht die besten Voraussetzungen für ein gesundes Heranwachsen bietet. Das unglückliche Kind isst zu viel, wird übergewichtig, hat ständig Ekzeme und wird auch noch in der Schule gemobbt. Es hätte gerne die Hörner, den Nackenschild und den wehrhaften Panzer eines Triceratops, denn immer wieder kratzt er sich seine dünne verletzliche Haut auf, bis sie in blutigen Fetzen hängt.


Im zweiten Teil des Buches ändert sich glücklicherweise die Wahrnehmung des Jungen und damit auch die Sprache, die ab sofort etwas beschreibender wird. Die Grundstimmung bleibt jedoch bedrückend. Der inzwischen Jugendliche entwickelt sich und sucht nicht nur seinen Weg im Leben, sondern versucht auch mit seiner Wut fertigzuwerden. Ohne menschlichen Beistand oder die Fähigkeit zur Selbstreflexion probiert er einiges aus, gerät auf Abwege und muss mit ansehen, wie es mit seiner Familie immer weiter bergab geht.


So richtig nah komme ich diesem Protagonisten beim Lesen jedoch nicht und auch stilistisch konnte mich das Buch nicht fesseln. Aber dennoch war mein Interesse so weit geweckt, dass ich erfahren wollte, wie diese Geschichte endet und was sie mir eigentlich vermitteln möchte. Denn vieles wird in diesem Roman nur angedeutet und manches klischeehaft abgearbeitet. Letztlich ließ mich das Ende im wahrsten Sinne des Wortes gespalten und mit dem Eindruck zurück, dass man aus dieser Geschichte mehr hätte machen können.

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Cover des Buches Triceratops (ISBN: 9783218012454)JayLaFleurs avatar

Rezension zu "Triceratops" von Stephan Roiss

Triceratops
JayLaFleurvor einem Monat

Okay, an dieser Stelle kann man mir gerne meinen Literaturgeschmack absprechen, aber dieses Buch war so absolut nichtssagend und völlig frei von Emotionen. Es langweilte mich regelrecht…

 

„Triceratops“ wird aus der Sicht des namenlosen Jungen erzählt, der aus irgendwelchen Gründen immer nur von Wir spricht. Der Zugang zur Geschichte fiel mir unglaublich schwer und auch jetzt nachdem ich die Buchdeckel wieder zugeklappt habe, kann ich es immer noch nicht einordnen. Wo sollte diese Geschichte hinführen? Für mich ist es ein Buch, was bereits nach dem Lesen wieder in Vergessenheit geraten ist.

 

Durch die episodenhafte Erzählung war es für mich alles viel zu zusammenhanglos, die Geschichte hatte so unglaublich viele Lücken. Es war schon ein merkwürdiger (wenn auch noch recht vielversprechender) Einstieg, aber die Mitte und das Ende konnten mich mit dem Wir auch nicht versöhnen.

 

Von der Tragödie, die im Klappentext angesprochen wird, merkte ich fast nichts. Es wurde so belanglos und völlig emotionslos von den Sachen gesprochen, die in und um diese dysfunktionale Familie geschehen… Kaum auszuhalten für mich! Die Geschichte und die angesprochenen Themen wie mentale Gesundheit oder der Tod eines geliebten Menschen wurden nur oberflächlich angekratzt. Es hätte so viel mehr daraus gemacht werden können.

 

Mir hat „Triceratops“ nichts gegeben, für mich bleibt die Geschichte nichtssagend. Zu den Figuren konnte ich keine Beziehung aufbauen, nicht mal freundschaftlich. Sie blieben mir alle zu blass, viel zu verschwommen. Der namenlose Wir-Erzähler tat mir einfach nur leid, auch wenn er sich in seine grenzenlose Fantasie zurückziehen konnte.

 

 

Fazit

Ich konnte in „Triceratops“ nichts Poetisches, nichts Großartiges entdecken. Für mich war das leider nichts… 1 Stern.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches TriceratopsVerlag_Kremayr-Scheriaus avatar

Das Romandebüt von Stephan Roiss, nominiert für den Deutschen Buchpreis!

Ein kleiner Junge malt Monster in seine Schulhefte und spricht von sich selbst als Wir. Seine Mutter schluckt Neuroleptika, sein bibeltreuer Vater kocht nur Frankfurter und seine Schwester bewegt sich wie ein Geist durchs Haus.

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DAS BUCH:

"Das beste Buch, das ich in diesem Jahr gelesen habe. Das Buch einer Krankheit und einer Kindheit unter Krankheit. Da Buch einer Bewältigung und dem ständigen Überwältigtsein. 'Morgen früh, wenn Gott will, wirst du wieder geweckt.'"'
- Saša Stanišić

Ein kleiner Junge malt Monster in seine Schulhefte und spricht von sich selbst als Wir. Seine Mutter schluckt in der geschlossenen Anstalt Neuroleptika mit ungesüßtem Früchtetee hinunter. Der bibeltreue Vater kocht nur Frankfurter und die Schwester bewegt sich wie ein Geist durch das Haus. Die einzigen Vertrauten des Jungen sind die Aschbach-Großmutter und später die blauhaarige Helix, die auf ihrem Snakeboard in sein Leben fährt. Eines Tages ereignet sich eine Tragödie, die das Wir und die ganze Familie von Grund auf erschüttert.

In harten Schnitten und bildhaften Szenen erzählt Stephan Roiss die Geschichte seines namenlosen Protagonisten, der dem Trauma und der Einsamkeit zu entfliehen versucht. Ein intensiver Roman, der lange nachhallt


DER AUTOR:

Stephan Roiss, 1983 in Linz geboren, lebt als freier Autor und Musiker („Äffchen & Craigs“, „Fang den Berg“) in Ottensheim und Graz. Er absolvierte den Masterstudiengang am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und schreibt Prosa, Lyrik, Texte für Graphic Novels sowie szenisch-performative Texte. Seine Hörspiele wurden u. a. via SWR, MDR und Deutschlandradio Kultur ausgestrahlt. „Triceratops“ ist sein erster Roman, für den er das Start-Stipendium des Bundeskanzleramts Österreich und das Jubiläumsfondsstipendium der Literar Mechana erhielt. Auszüge daraus wurden bereits mit dem Förderpreis Floriana 2016 und dem Förderpreis der Wuppertaler Literaturbiennale 2018 ausgezeichnet. Stephanroiss.at


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