Stephan Rossmann Engelhorn: Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend

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Inhaltsangabe zu „Engelhorn: Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend“ von Stephan Rossmann

«Mein bisheriges Dasein löste sich auf, als hätte es nie existiert. Diese unvorstellbar lange Zeit des Erwachsenwerdens war nicht nur vorbei, jegliche Erinnerung daran war verschwunden. Fortan bildeten wir ein Zwei-Mann-Sonderkommando ohne Befehlshaber, dafür mit klarer Mission. Wir schmeißen den Laden, sind tonangebend und halten die Stimmung oben. Manche bewunderten uns, vielen gingen wir auf die Eier. Unermüdlich hielten wir den Leuten einen Spiegel vors Gesicht und deckten schonungslos die Wahrheit auf.» «Sex, Drogen und böse Mädchen. Eine gefährliche Mischung, die Stephan Rossmann meistert wie kein Zweiter.»

Ein geniales Buch. Ein Schlag in die Fresse. Ein ungeheurer Spaß.

— Fritz_Nitzsch

Ich fand das Cover so schrecklich bunt, habs gelesen und ja, es ist gut. Eine Coming of Age Geschichte im Stil von Tschick.

— Suchtfactor

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  • Mein Hausarzt, Nächstenliebe und giftspuckende Vorzimmerdrachen

    Engelhorn: Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend

    stephanrossmann

    09. May 2017 um 19:45

    Hesse, Djian und Bukwowski Freunde aufgepasst:Leseprobe zu „Engelhorn – die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend“Ich war entschlossen meinen Hausarzt zu konsultieren, den Weißen unter den Göttern. Ein kleiner Umweg, mehr auch nicht, parkte ich den Admiral direkt vorm Eingang seiner Praxis in der Fußgängerzone. So viel Fürst muss sein. Ich stolzierte in seine Kathedrale, ignorierte souverän die weißgekleidete Dienerschaft und marschierte zielstrebig in den reichverzierten Thronsaal. Ein kurzes „Servus!“ musste reichen. „Das ist doch abnormal, dass ich unter der Liebe zu meinen Mitmenschen leide! Einer wie ich, der zu Höherem berufen ist!“, regte ich mich auf, machte staatsmännische Gesten und lief im Kreis. Mein Hausarzt blieb ruhig und sagte vorerst nichts. Geschickt wartete er ab. „Wer ist denn jetzt verrückt? Ich oder die? Die oder ich?“, legte ich nach. Gierig nach einer Diagnose, mit anschließender Therapie. Ich brauchte das komplette Programm. Der weiße Gott glotze interessiert, eventuell wegen meiner Aufdringlichkeit, vielleicht weil er Arzt war und schlau genug, den Ernst der Lage zu erkennen. Souverän beruhigte der Herr Doktor die giftspuckenden Vorzimmerdrachen, die im Türrahmen Position bezogen. Verwöhnte Biester, die vor Wut kochten, bereit mir einen tödlichen Cocktail zu spritzen. Ruhig und sachlich beförderte er die Aufregung nach draußen ...Weiterlesen ...

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  • Das Glaubensbekenntnis der 90er

    Engelhorn: Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend

    stephanrossmann

    07. May 2017 um 09:18

    „Was ich brauchte war ein Wunder, mehr nicht. Warum sollte auch kein Wunder geschehen? Wunder gibt es jeden Tag, überall in der Welt, selbst im dunkelsten Winkel. Warum also nicht auch für mich?“ Die große Liebe, der erste Sex, ein kleiner Joint. Rossi erzählt nicht nur die Geschichte seines Lebens, sondern auch die der verruchten und begehrenswerten Lucia. Humorvoll berichtet er von einer legendären Feier im Tal der Gesetzlosen, einem verrückten Trip nach Amsterdam, von den Schicksalsschlägen des Erwachsenwerdens. Was er auch versucht, probiert oder sein lässt mit 17 ist er weiterhin Jungfrau. Rückendeckung erhält Rossi von seinem Freund Stoffel, der für seinen unersättlichen Appetit nach Leben Verständnis zeigt, einfach weil er noch verfressener ist. Schlitzohrige Rebellen, die geschickt zwischen unbändiger Abenteuerlust, furchtlosem Mut und unstillbarer Sehnsucht balancieren. Ein durchgeknallter Coming-of-Age-Roman für Träumerinnen, Freibeuter und Hippies. Also diejenigen, die spielerisch ihre Jugend verschwenden, unerfüllten Phantasien hinterherjagen und ihr Herz an verrückte Geschichten verlieren. Das Taschenbuch ist erschien am 04. April 2017 ISBN 9781520969169 220 Seiten 9,90 € Erhältlich auf amazon: http://www.amazon.de/dp/1520969163

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  • Mein Hausarzt, Nächstenliebe und giftspuckende Vorzimmerdrachen

    Engelhorn: Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend

    stephanrossmann

    03. May 2017 um 22:20

    Djian, Bukowski und Hesse Fans aufgepasst: Mein Hausarzt, Nächstenliebe und giftspuckende Vorzimmerdrachen Ich war entschlossen meinen Hausarzt zu konsultieren, den Weißen unter den Göttern. Ein kleiner Umweg, mehr auch nicht, parkte ich den Admiral direkt vorm Eingang seiner Praxis in der Fußgängerzone. So viel Fürst muss sein. Ich stolzierte in seine Kathedrale, ignorierte souverän die weißgekleidete Dienerschaft und marschierte zielstrebig in den reichverzierten Thronsaal. Ein kurzes „Servus!“ musste reichen. „Das ist doch abnormal, dass ich unter der Liebe zu meinen Mitmenschen leide! Einer wie ich, der zu Höherem berufen ist!“, regte ich mich auf, machte staatsmännische Gesten und lief im Kreis. Mein Hausarzt blieb ruhig und sagte vorerst nichts. Geschickt wartete er ab. „Wer ist denn jetzt verrückt? Ich oder die? Die oder ich?“, legte ich nach. Gierig nach einer Diagnose, mit anschließender Therapie. Ich brauchte das komplette Programm. Der weiße Gott glotze interessiert, eventuell wegen meiner Aufdringlichkeit, vielleicht weil er Arzt war und schlau genug, den Ernst der Lage zu erkennen. Souverän beruhigte der Herr Doktor die giftspuckenden Vorzimmerdrachen, die im Türrahmen Position bezogen. Verwöhnte Biester, die vor Wut kochten, bereit mir einen tödlichen Cocktail zu spritzen. Ruhig und sachlich beförderte er die Aufregung nach draußen. Hier gehts weiter: https://terencehorn.com/2017/04/15/leseprobe-engelhorn-sinnlosigkeit-jugend/

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  • Die Geschichte einer ganz normalen Jugend - einmal Hin und wieder Zurück

    Engelhorn: Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend

    Fritz_Nitzsch

    03. May 2017 um 12:51

    Wir begleiten Rossi. Aus einem Kaff in der Nähe von Würzburg. Er berichtet uns von einem Abschied. Dem Abschied von seiner Jugend. Die Zeit, in der man sich ausprobierte, um sich zu finden. Wegbegleiter sind vor allem seine guten Freunde Stoffel und Schnupfi, sowie seine erste große Liebe Lucia. Gemeinsam überleben sie die 90er Jahre. Sie eifern Idolen nach, werden erfasst von der 24-Stunden-Kriegsberichterstattung aus dem Ersten Golfkrieg, doch wollen sie vor allem eins: Ihr Ding durchziehen. Das gelingt auch mehr oder weniger. Dieser Roman ist eine Reise, die von sich selbst wegführt, um dann wieder, zerbrochen und aufgebaut, bei sich zu landen. Die einzelnen Kapitel stehen für sich schon als fertiges Produkt dar, haben allesamt ihren eigenen Spannungsbogen und Witz parat. Das Zusammenspiel, das tragisch endet, macht sie aber zu einem monströsen auf und ab, von Drogen, wilden Partys, Eskapaden, Ausflügen ins geheiligte Land (Amsterdam), Aufenthalten im Tal der Gesetzlosen und mittelschweren Betrügereien gekennzeichnet. Irgendwie meistert Rossi diesen Weg. Er ist Zeuge dieser „wunderbar sinnlosen Jugend“ und zugleich Zeuge all derer, die nicht mehr in der Lage sind, zu berichten, da sie die Kraft verloren haben oder gar den Kampf mit sich und der Welt. Wer sich fragt, wie eine deutsche Version von Bukowski aussehen könnte, die jedoch eigene Wege geht und die Sache von einem anderen Startpunkt aus angeht, nämlich der Nächstenliebe, hier hat er ihn. Und noch mehr. Denn: Hätten Hunter Thompson und Charles Bukowski ein Kind gezeugt, das dann mit Ken Kesey und den „Merry Pranksters“ die Coffeshops in Amsterdam unsicher macht, und daraufhin in die Wildnis Frankens aufbricht, hätte man einen Hybriden, der genau solche Geschichte vom Stapel ließe. Oder eine ganz normale Jugend.

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  • Engelhorn -Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend

    Engelhorn: Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend

    stephanrossmann

    27. April 2017 um 15:49

    „Was ich brauchte war ein Wunder, mehr nicht. Warum sollte auch kein Wunder geschehen? Wunder gibt es jeden Tag, überall in der Welt, selbst im dunkelsten Winkel. Warum also nicht auch für mich?“ Die große Liebe, der erste Sex, ein kleiner Joint. Rossi erzählt nicht nur die Geschichte seines Lebens, sondern auch die der verruchten und begehrenswerten Lucia. Humorvoll berichtet er von einer legendären Feier im Tal der Gesetzlosen, einem verrückten Trip nach Amsterdam, von den Schicksalsschlägen des Erwachsenwerdens. Was er auch versucht, probiert oder sein lässt mit 17 ist er weiterhin Jungfrau. Rückendeckung erhält Rossi von seinem Freund Stoffel, der für seinen unersättlichen Appetit nach Leben Verständnis zeigt, einfach weil er noch verfressener ist. Schlitzohrige Rebellen, die geschickt zwischen unbändiger Abenteuerlust, furchtlosem Mut und unstillbarer Sehnsucht balancieren. «Mein bisheriges Dasein löste sich auf, als hätte es nie existiert. Diese unvorstellbar lange Zeit des Erwachsenwerdens war nicht nur vorbei, jegliche Erinnerung daran war verschwunden. Fortan bildeten wir ein Zwei-Mann-Sonderkommando ohne Befehlshaber, dafür mit klarer Mission. Wir schmeißen den Laden, sind tonangebend und halten die Stimmung oben. Manche bewunderten uns, vielen gingen wir auf die Eier. Unermüdlich hielten wir den Leuten einen Spiegel vors Gesicht und deckten schonungslos die Wahrheit auf.» „Ein Muss für jeden, der beim Lesen gerne lacht und weint!“ Ein durchgeknallter Coming-of-Age-Roman für Träumerinnen, Freibeuter und Hippies. Also diejenigen, die spielerisch ihre Jugend verschwenden, unerfüllten Phantasien hinterherjagen und ihr Herz an verrückte Geschichten verlieren. https://terencehorn.com/2017/04/05/engelhorn-roman-autor-schriftsteller/

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  • Leseprobe zu „Engelhorn – die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend“

    Engelhorn: Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend

    stephanrossmann

    26. April 2017 um 12:09

    Bukowski Freunde aufgepasst: Mein Hausarzt, Nächstenliebe und giftspuckende Vorzimmerdrachen Ich war entschlossen meinen Hausarzt zu konsultieren, den Weißen unter den Göttern. Ein kleiner Umweg, mehr auch nicht, parkte ich den Admiral direkt vorm Eingang seiner Praxis in der Fußgängerzone. So viel Fürst muss sein. Ich stolzierte in seine Kathedrale, ignorierte souverän die weißgekleidete Dienerschaft und marschierte zielstrebig in den reichverzierten Thronsaal. Ein kurzes „Servus!“ musste reichen. „Das ist doch abnormal, dass ich unter der Liebe zu meinen Mitmenschen leide! Einer wie ich, der zu Höherem berufen ist!“, regte ich mich auf, machte staatsmännische Gesten und lief im Kreis. Mein Hausarzt blieb ruhig und sagte vorerst nichts. Geschickt wartete er ab. „Wer ist denn jetzt verrückt? Ich oder die? Die oder ich?“, legte ich nach. Gierig nach einer Diagnose, mit anschließender Therapie. Ich brauchte das komplette Programm. Der weiße Gott glotze interessiert, eventuell wegen meiner Aufdringlichkeit, vielleicht weil er Arzt war und schlau genug, den Ernst der Lage zu erkennen. Souverän beruhigte der Herr Doktor die giftspuckenden Vorzimmerdrachen, die im Türrahmen Position bezogen. Verwöhnte Biester, die vor Wut kochten, bereit mir einen tödlichen Cocktail zu spritzen. Ruhig und sachlich beförderte er die Aufregung nach draußen ... Hier gehts weiter ...

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  • Coming- of-Age Roman "Engelhorn - Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend"

    TerenceHorn

    25. April 2017 um 10:42

    Engelhorn - die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend„Was ich brauchte war ein Wunder, mehr nicht. Warum sollte auch kein Wunder geschehen? Wunder gibt es jeden Tag, überall in der Welt, selbst im dunkelsten Winkel. Warum also nicht auch für mich?“Die große Liebe, der erste Sex, ein kleiner Joint. Rossi erzählt nicht nur die Geschichte seines Lebens, sondern auch die der verruchten und begehrenswerten Lucia. Humorvoll berichtet er von einer legendären Feier im Tal der Gesetzlosen, einem verrückten Trip nach Amsterdam, von den Schicksalsschlägen des Erwachsenwerdens. Was er auch versucht, probiert oder sein lässt mit 17 ist er weiterhin Jungfrau. Rückendeckung erhält Rossi von seinem Freund Stoffel, der für seinen unersättlichen Appetit nach Leben Verständnis zeigt, einfach weil er noch verfressener ist. Schlitzohrige Rebellen, die geschickt zwischen unbändiger Abenteuerlust, furchtlosem Mut und unstillbarer Sehnsucht balancieren.«Mein bisheriges Dasein löste sich auf, als hätte es nie existiert. Diese unvorstellbar lange Zeit des Erwachsenwerdens war nicht nur vorbei, jegliche Erinnerung daran war verschwunden. Fortan bildeten wir ein Zwei-Mann-Sonderkommando ohne Befehlshaber, dafür mit klarer Mission. Wir schmeißen den Laden, sind tonangebend und halten die Stimmung oben. Manche bewunderten uns, vielen gingen wir auf die Eier. Unermüdlich hielten wir den Leuten einen Spiegel vors Gesicht und deckten schonungslos die Wahrheit auf.»Ein durchgeknallter Coming-of-Age-Roman für Träumerinnen, Freibeuter und Hippies. Also diejenigen, die spielerisch ihre Jugend verschwenden, unerfüllten Phantasien hinterherjagen und ihr Herz an verrückte Geschichten verlieren.Gerne mal bei der E-Book Kennenlernaktion für 0,99 € vorbeischauen...

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  • Ja, klar!

    Engelhorn: Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend

    Suchtfactor

    22. April 2017 um 09:41

    Rossi, der Protagonist ist ein absoluter Sympathieträger und man fiebert bei seinen Abenteuer rund ums Erwachsenwerden richtig mit. Es geht um das erste Mal, was da alles schief läuft, um erste Drogen und Freundschaft. Die ist Rossi nämlich besonders wichtig.

    Bis auf ein paar Durchhänger in der Mitte bin ich von dem Buch restlos überzeugt und  werde es auf jeden Fall nochmal lesen.

  • Leseprobe zu „Engelhorn – die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend“

    Engelhorn: Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend

    stephanrossmann

    15. April 2017 um 10:02

    Mein Hausarzt, Nächstenliebe und giftspuckende Vorzimmerdrachen Ich war entschlossen meinen Hausarzt zu konsultieren, den Weißen unter den Göttern. Ein kleiner Umweg, mehr auch nicht, parkte ich den Admiral direkt vorm Eingang seiner Praxis in der Fußgängerzone. So viel Fürst muss sein. Ich stolzierte in seine Kathedrale, ignorierte souverän die weißgekleidete Dienerschaft und marschierte zielstrebig in den reichverzierten Thronsaal. Ein kurzes „Servus!“ musste reichen. „Das ist doch abnormal, dass ich unter der Liebe zu meinen Mitmenschen leide! Einer wie ich, der zu Höherem berufen ist!“, regte ich mich auf, machte staatsmännische Gesten und lief im Kreis. Mein Hausarzt blieb ruhig und sagte vorerst nichts. Geschickt wartete er ab. „Wer ist denn jetzt verrückt? Ich oder die? Die oder ich?“, legte ich nach. Gierig nach einer Diagnose, mit anschließender Therapie. Ich brauchte das komplette Programm. Der weiße Gott glotze interessiert, eventuell wegen meiner Aufdringlichkeit, vielleicht weil er Arzt war und schlau genug, den Ernst der Lage zu erkennen. Souverän beruhigte der Herr Doktor die giftspuckenden Vorzimmerdrachen, die im Türrahmen Position bezogen. Verwöhnte Biester, die vor Wut kochten, bereit mir einen tödlichen Cocktail zu spritzen. Ruhig und sachlich beförderte er die Aufregung nach draußen.„Alles in Ordnung!“, versicherte er dem aufgebrachten Personal mit beschwichtigenden Gesten. Nachdem dies geklärt war, widmete er seine Aufmerksamkeit der Beantwortung meiner Fragen. „Rossi! Ich muss dir sagen, so was ist durchaus üblich.“ Mit genau der überheblichen Fresse, die ich so an ihm schätzte, begann er seinen Vortrag. „Verdammt, die nutzen meine Liebe aus. Sowas ist doch pervers! Oder etwa nicht? Wer autorisiert so was?“, unterbrach ich den weißen Gott. Mein Arzt blieb ganz der Alte. Sobald die Lage kompliziert wurde, veranstaltete er nichtssagende Gesten und starrte zu einem imaginären Punkt, irgendwo hinter meinem Rücken. „Nächstenliebe!“, kam aus seinem verfaulten Maul gefallen. Ein Schlagwort, ausnahmsweise nicht Latein und der Laie soll wissen, um was es geht. Musste ich mich mit Krankheiten auskennen? „Was ist das jetzt wieder für ein Rotz - Nächstenliebe?“ Ich benötigte Hilfe und der kam mit seiner Ich-weiß-was-was-du-nicht-weißt-Fassade, die ihm irgendwann das Genick bricht. Einer der Mordwerkzeuge offen rumliegen lässt, sollte vorsichtiger hantieren und sich weniger in Selbstzufriedenheit suhlen. So oder so kostete mich sein Getue schier unmenschliche Überwindung. Liebend gern hätte ich ihm eine der Spitzen direkt ins Auge gejagt. Da hatte ich irgendwie Bock drauf. „Du leidest unter Nächstenliebe!“, antwortete er, knapp vor der Hinrichtung. „Aha“, sagte ich. „Nächstenliebe wurde dir in die Wiege gelegt. Dafür gibt es kein Medikament, Therapie oder Kur, die ich verschreiben könnte. In diesem speziellen Fall musst du dir selbst helfen. Du glaubst … Nein! Du bist der festen Überzeugung, du hättest eine Verpflichtung gegenüber jedem, der sich in dein Leben drängt. Du hilfst diesen Menschen und tust alles für sie. Du opferst dich, so gut du kannst, bis sie dich verlassen, wenn sie selbst stark genug sind. Kraft saugend, leben sie von deiner Energie, bis nur noch ein ausgedrückter Schwamm übrigbleibt“, sagte der Onkel Doktor, mit einer ungewohnt besorgten und väterlichen Stimme. Der alte Mann glotzte mich an, als wäre er mein Vater. „Du leidest an Nächstenliebe! Eine ernüchternde Diagnose, aber so verhält sich diese Krankheit. Anfangs versuchst du den Schwachen zu helfen, verschwendest irrsinnig viel Zeit und Energie, nur um festzustellen, dass du selbst zum Schwächling wurdest. Ein Teufelskreis, aus dem sich nur die wenigsten befreien.“ Schlimme Diagnose und wahrscheinlich meinte es der Mann nur gut mit mir. „Verdammt nochmal! Was kann ich machen?“, bat ich um Rat, den er großzügig verteilte. „Ruhe! Du brauchst Ruhe! Ich schreib dich vier Wochen krank.“ Weiterlesen ...

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  • Hast du Eier, du Weichei?

    Engelhorn: Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend

    stephanrossmann

    13. April 2017 um 12:58

    99 Cent Osterspezial zu „Engelhorn – Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend“ Bis Ostermontag hab ihr die Möglichkeit den Roman „Engelhorn – Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend“ für gerade mal 99 Cent zu erwerben. „Wann denkst du dir den Scheiß eigentlich aus? Wahrscheinlich abends, so kurz vorm Einschlafen, wenn sich anständige Leute einen runterholen.“ https://terencehorn.com/2017/04/12/hast-du-eier-du-weichei/

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    • 2
  • 99 Cent Kennenlern-Osteraktion

    TerenceHorn

    12. April 2017 um 11:36

    Servus und Hallo,zu meinem Roman „Engelhorn- die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend“ läuft bis Ostermontag eine 99 Cent Kennenlern-Osteraktion. Also gerne mal vorbeischauen und ins Buch reinschnuppern. https://terencehorn.com/2017/04/09/osterspezial-e-book-fuer-099-e/"Was ich brauchte, war ein Wunder, mehr nicht. Warum sollte auch kein Wunder geschehen? Wunder gibt es jeden Tag, überall in der Welt, selbst im abgelegensten Winkel, warum also nicht auch für mich?"GrußTerence

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  • 99 Cent Osteraktion für "Engelhorn - Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend"

    TerenceHorn

    10. April 2017 um 15:19

    Bis Ostermontag besteht die Möglichkeit "Engelhorn - Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend" für 99 Cent bei amazon zu beziehen.

    "Was ich brauchte, war ein Wunder, mehr nicht. Warum sollte auch kein Wunder geschehen? Wunder gibt es jeden Tag, überall in der Welt, selbst im abgelegensten Winkel, warum also nicht auch für mich?"

  • Engelhorn -Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend

    TerenceHorn

    06. April 2017 um 08:32

    Servus,möchte euch den Roman "Engelhorn -Die wunderbare Sinnlosigkeit der Jugend" vorstellen. Inhalt: Der sensible, aber auch smarte Rossi scheitert hartnäckig an der letzten Hürde vorm ersten Sex. Was er auch versucht, probiert oder sein lässt mit 17 ist er weiterhin Jungfrau. Unterstützung erhält Rossi von seinem Freund Stoffel, der für seinen unersättlichen Appetit nach Leben Verständnis zeigt, einfach weil er noch verfressener ist. Irakkrieg, Fall der Mauer, erste Liebe und die Feier des Jahres. Geschickt wandeln die beiden Freunde zwischen Proletariat, Bourgeoisie und Gosse, wobei die unterste Niveaugrenze ganz klar die Dorfdisco Engelhorn markiert. Klappentext: «Mein bisheriges Dasein löste sich auf, als hätte es nie existiert. Diese unvorstellbar lange Zeit des Erwachsenwerdens war nicht nur vorbei, jegliche Erinnerung daran war verschwunden. Fortan bildeten wir ein Zwei-Mann-Sonderkommando ohne Befehlshaber, dafür mit klarer Mission. Wir schmeißen den Laden, sind tonangebend und halten die Stimmung oben. Manche bewunderten uns, vielen gingen wir auf die Eier. Unermüdlich hielten wir den Leuten einen Spiegel vors Gesicht und deckten schonungslos die Wahrheit auf.» «Sex, Drogen und böse Mädchen. Eine gefährliche Mischung, die Stephan Rossmann meistert wie kein Zweiter.» Taschenbuch: ISBN 9781520969169 220 Seiten, 9,90 € Erhältlich auf amazon: http://www.amazon.de/dp/1520969163 E-Book: ASIN: B06Y1VPRZ9 3,49€ Erhältlich auf amazon: http://www.amazon.de/dp/B06Y1VPRZ9

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