Stephan Russbült Dämonengold

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Inhaltsangabe zu „Dämonengold“ von Stephan Russbült

Baazlabeth ist ein uralter Kriegerdämon. Er lebt in einer Dimension weit entfernt von der Welt der Menschen. Ab und an verirrt sich ein unglücklicher Mensch dorthin, und dann quält Baazlabeth ihn zu Tode. Doch eines Tages führt ein Magier in der Stadt Brisenburg eine Beschwörung durch und reißt den Dämon aus seinem Reich. Baazlabeth will schnellstmöglich zurück, doch er darf erst wieder gehen, wenn er 5.000 Goldstücke verdient hat. Auf ehrliche Art und Weise ...

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  • Rezension zu "Dämonengold" von Stephan Russbült

    Dämonengold
    Lesestern84

    Lesestern84

    03. August 2012 um 14:52

    Der Dämon Baazlabeth erlebt seinen schlimmsten Albtraum. Er wird unerwartet aus seiner schönen Welt, in der er der Alleinherrscher ist und unerwünschten Besuch gern foltert, herausgerissen und in die Welt der Menschen geholt. Dies geschieht durch den Zauberer Nemrothar, der ihm die Aufgabe stellt mit ehrlicher Arbeit 5000 Goldstücke zu verdienen. Für den Dämon eine schwierige Aufgabe, die in der Stadt Brisenburg zu einem absoluten Chaos führt. Dabei trifft er aber auch auf Gleichgesinnte und viele interessante Charaktere. Das Buch ist sehr gut geschrieben und es lässt sich flüssig lesen. Hin und wieder sind die einzelnen Szenen etwas langatmig, doch durch den schwarzen Humor und den puren Sarkasmus des Dämons Baazlabeth wird es immer wieder aufgelockert. Trotz teilweise blutiger Szenen muss man immer wieder schmunzeln. Die dämonischen Gedanken werden wirklich sehr lustig dargestellt, obwohl diese sehr düster sind. Das Cover ist sehr gut gestaltet. Es regt dazu an, das Buch in die Hand zu nehmen und sich näher damit zu beschäftigen. Insgesamt ein sehr gelungenes Buch.

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  • Rezension zu "Dämonengold" von Stephan Russbült

    Dämonengold
    BlueNa

    BlueNa

    20. July 2011 um 20:30

    Dämonischer Kaugummi . Normalerweise foltert und tötet Baazlabeth Menschen in seinem Dämonenreich. Er zählt zur Rasse der Kriegerdämonen und ist noch dazu ziemlich von sich selbst überzeugt. Bis er eines Tages seiner Lieblingsbeschäftigung, Menschenfolter, entrissen und in eine Welt gerufen wird, um einen Auftrag zu erfüllen. Dieser lautet: Fülle eine Kiste mit 5000 ehrlich verdienten Goldmünzen. Kein Problem, denkt sich Baazlabeth, nachdem er dem Zauberer Nemrothar Rache geschworen hat, doch er muss schon sehr bald feststellen, dass er sich da gründlich getäuscht hat! . Dieses Buch zu bewerten fällt mir ziemlich schwer, denn eigentlich hab ich mich die ganze Zeit geärgert, dass ich immer nur so langsam voran kam mit Lesen. Denn die Geschichte war an sich echt nicht schlecht, doch hat sie sich gezogen wie Kaugummi! Irgendwie hat Baazlabeth mich in seinen Bann gezogen, nur der Schreibstil hat es eher geschafft, dass ich das Buch immer nach einigen Seiten entnervt zur Seite gelegt hab. Es war anstrengend zu lesen, es hatte zu wenig Action und Spannungsmomente, es hat eine Komponente gefehlt, die einen an die Seiten fesselt. . Der Schreibstil an sich war gut verständlich, aber an vielen Stellen langatmig und zäh. Es gab keinen wirklichen Spannungsbogen und oftmals war die Handlung ein vor-sich-hin-Geplätschere. Das finde ich total schade, denn so ein gruseliger und starker Dämon wie Baazlabeth hätte richtig viel Action und Spannung verdient. Erst als Lilith auf der Bildfläche erschienen ist, wurde die Geschichte ein wenig schwungvoller. Sie bringt frischen Wind in die, zu diesem Zeitpunkt, etwas festgefahrene Story. . Die Stadt Brisenburg, in die Baazlabeth gerufen wurde, ist sehr mittelalterlich geprägt und somit bleiben ihm auch nur mittelalterliche Jobs oder Methoden um sich ehrliches Geld zu verdienen. Außerdem hat er zu Beginn und auch im Laufe der Geschichte immer wieder Probleme damit, die Menschen richtig zu verstehen. Denn diese umschreiben Dinge gerne, während Baazlabeth sie lieber beim Namen nennt. Nemrothar ist ein greiser Zauberer, dem Baazlabeth seinen Auftrag verdankt. Er kommt zwar nicht so häufig vor, spielt aber dennoch eine Schlüsselrolle. Der interessanteste Charakter war, neben Baazlabeths Humunkulus aus Brotteig, die kleine Lilith, die sich vor den Menschen versteckt und ganz schön gerissen sein kann. . Die Covergestaltung ist sehr passend zum Buch gewählt worden. Hier ist verschwommen im Hintergrund ein fieser Dämon zusehen, der Goldmünzen in seiner Klauenhand hält. Der Titel und die Goldmünzen sind erhaben eingeprägt. Mir gefällt das Cover außerordentlich gut, denn es ist noch dazu schön düster! . Eigentlich habe ich von „Dämonengold“ einen spannenden Dämonenroman erwartet, der mit viel Action und Humor besticht. Leider wurden meine Erwartungen nicht so wirklich erfüllt und ich war mit der Zeit eher frustriert, weil Baazlabeth und ich einfach nicht vom Fleck kamen, uns immer wieder im Kreis gedreht und nicht so wirklich eine Richtung gefunden haben, in die sich die Geschichte entwickelt. . Mein Fazit lautet also: Sympathischer Dämon und interessante Ausgangslage, auch Humor findet man auf den Buchseiten und doch hielt die Geschichte nicht das, was sie versprach. Hier braucht man viel Geduld und Zeit um sich auf die Figuren einzulassen, trotzdem blieben sie meistens zu farblos für meinen Geschmack!

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  • Rezension zu "Dämonengold" von Stephan Russbült

    Dämonengold
    lord-byron

    lord-byron

    17. July 2011 um 20:46

    Baazlabeth ist ein Dämon, der in einer fernen Dimension lebt. Als er gerade seinem Lieblingshobby nachgeht, dem Foltern und Essen von Menschen und anderen Lebewesen, verspürt er plötzlich einen mächtigen Ruf. Er wurde von einem Magier beschworen. Baazlabeth ist ziemlich sauer, dass ihn dieser alte Mann, der sich Magier schimpft, einfach aus seinem Reich geholt hat und jetzt auch noch Bedingungen stellt: Der Dämon darf erst wieder in sein Reich zurück, wenn er eine Kiste mit 5000 Golstücken gefüllt hat, die er auf ehrliche Weise verdienen muss. Baazlabeth ist sich sicher, dass er in ein paar Tagen zurück nach Hause kann und macht sich an die Arbeit. Aber bald stellt er fest, dass es wohl doch schwieriger wird, als er gedacht hat. Und so nimmt das Unglück seinen Lauf. Baazlabeth ist ein gewaltätiger, blutrünstiger Dämon, der sich in Menschengestalt in der Stadt Briesenburg bewegen muss, was zu allerhand Verwicklungen führt. Trotz allem ist der Dämon unheimlich von sich überzeugt. Das sorgt für einige Lacher. Aber er bleibt nicht der einzige seiner Art, in der kleinen Stadt was zu skurilen Verwicklungen und die eine oder andere Leiche führt Selten habe ich mich von einem Fantasy-Roman so gut unterhalten gefühlt. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet und haben eine gewisse Tiefe. Der Plot ist gut durchdacht und spannend. Nur das Ende kam etwas zu schnell, was aber daran liegt, dass es noch eine Fortsetzung gibt. Dafür war es aber um so überraschender. Der Wortwitz in dieser Story ist unglaublich gut. Man läuft allerdings Gefahr, dass man die ganze Zeit mit einem Dauergrinsen im Gesicht dasitzt, was doch ziemlich dämlich aussieht. Ich bin jedenfalls rundum begeistert von der Geschichte um den Dämonen Baazlabeth, der zwischendurch auch mal ganz schön Blutrünstig sein kann. Diesen Roman kann ich guten Gewissens allen Empfehlen, die spannende und lustige Unterhaltung suchen, die auch noch einen interessanten Plot hat.

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  • Rezension zu "Dämonengold" von Stephan Russbült

    Dämonengold
    Belladonna

    Belladonna

    12. July 2011 um 11:52

    Beschreibung: Der alte Kriegerdämon Baazlabeth lebt weit entfernt von der Welt der Menschen in einer Dimension. Nur ab und an gelangen Menschen dorthin die Baazlabeth dann zu Tode quält. Eines Tages jedoch wird Baazlabeth von dem mächtigen Magier Nemrothar beschworen und in die Welt der Menschen gezogen. Der Kriegerdämon will schnellstmöglich zurück in sein eigenes Reich, doch erst wenn er 5.000 ehrlich verdiente Goldstücke vorweisen kann löst sich der Zauber. Für Baazlabeth gestaltet sich diese Aufgabe schwerer als gedacht, denn nun steckt auch er in einem gewöhnlichen menschlichen Körper mit all seinen Gebrechen und Empfindungen. Meine Meinung: Stephan Russbülts Fantasyroman >>Dämonengold<< spielt in dem Städtchen Brisenburg, welches einer Stadt im Mittelalter ziemlich ähnlich ist, denn auch hier gibt es Adelige, Bettler, die Inquisition und Dirnen. Die Hauptfigur spielt der Kriegerdämon Baazlabeth, der von dem mächtigen Magier Nemrothar aus seiner Welt in die Welt der Menschen beschworen wird. Ab sofort ist er an die Gestalt eines Menschen (Sil, Lis) gebunden und erst wenn er auf ehrliche Art und Weise 5.000 Goldstücke verdient ist er vom Zauber befreit und kann in seine Dimension zurückkehren. Stephan Russbült erzählt seinen Roman aus der Sicht des Kriegerdämons Baazlabeth bzw. seine menschlichen Hüllen Sil und Lis. Zuerst viel es mir trotz der einfachen Sprache und des schönen Erzählstils schwer einen Zugang zur Geschichte zu bekommen. Die Hauptfigur Baazlabeth fand ich mit seiner ironischen und eingebildeten Art und Weise von Beginn an interessant, was mir schließlich auch die Motivation gab das Buch weiterzulesen. Im weiteren Handlungsverlauf wurde es dann auch noch schön spannend und fesselnd. Im Laufe des Romans erlebt mann wie sich Baazlabeth von ganz unten in der Hirachie der Stadt bis zu einer höheren Position kämpft um sein Ziel zu erreichen. Gerade am Anfang spart Stephan Russbült etwas an den Beschreibungen von wichtigen Personen und Orten was mir den Einstieg in den Roman ziemlich schwer gemacht hat. Wenn man dann allerdings dem Handlungsverlauf aufmerksam folgt klärt sich vieles nach und nach auf und man bekommt ein rundes Bild vom ganzen Roman. Die Geschichte von >>Dämonengold<< und der unglaubliche Hauptcharakter Baazlabeth haben mir besonders gut gefallen. Den Aufbau der Erzählung fand ich leider nicht so gut gelungen, ich hätte mir für eine so chaotische Figur, wie Baazlabeth nuneinmal eine ist, mehr Tempo und noch mehr Action gewünscht. Mein Fazit: Ein düsterer Fantasyroman, der mich vor allem durch seinen schwarzen Humor und die dämonische Hauptfigur fesseln konnte. Bewertung: 3,5 Sterne

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  • Rezension zu "Dämonengold" von Stephan Russbült

    Dämonengold
    van_oyten

    van_oyten

    06. May 2011 um 18:48

    Ich will mich nicht lange mit dem Inhalt und der Story aufhalten. Ich möchte hier meine Faszination Ausdruck verleihen, dass es der Autor geschafft hat für einen bösartigen und gemeinen Dämon so etwas wie Sympathie zu empfinden. Geschafft hat dies Stephan Russbült durch die gekonnte Darstellung eines Dämonen der sich ungewollt in einer fremden Umgebung zu Recht finden muss, ohne am Anfang auf seine immensen Kräfte zurück zugreifen zu können, wie ein gemeiner Hund der einem trotzdem Leid tut! Durch diesen Umstand ist die Geschichte immer wieder durch unterhaltsam witzige Geschehnisse geschmückt und das obwohl in anderen Szenen auch wieder die unfreundliche Seite vom Baazlabeth dem Dämonen zum Vorschein kommt. Die anderen Figuren sind in der Geschichte sehr plastisch geschildert so dass man auch an diesen seine reine Freude hat. Für mich als langjähriger Fantasy Leser ist dies Buch nur zu empfehlen! Ein wirklich gelungener Roman mit viel Witz und viel Spannung.

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  • Rezension zu "Dämonengold" von Stephan Russbült

    Dämonengold
    jennifer0509

    jennifer0509

    28. April 2011 um 08:28

    Inhalt Baalzabeth ist ein Dämon. Er lebt mit dem Lemuren in seinem Reich. Da sich nur selten "Besucher" verirren, langweilt er sich sehr. Betritt doch ein Ahnungsloser mal sein Reich, dann hat er ausgespielt. Baalzabeth foltert diese so lange, bis diese sterben. Er ergözt sich an ihrem Leiden, Flehen und an der sterbenden Hoffnung. In allen den vielen Jahren hat es hier zu einem richtigen Talent gebracht, den Tod lange hinauszuzögern. Um dann als kleine Mahlzeit zu Enden. Gerade als Baalzabeth endlich mal wieder "Besuch" bekommen hat, ruft ihn ein Magier in eine andere Welt. Dies geschieht öfters mal. Dämonen werden dann mit unliebsamen Auftragsmorden oder der Gleichen beauftragt. Baalzabeth freut sich auf eine schöne blutige Schandtat. Doch es kam anders. Nemrothar erteilt ihm dem Auftrag in der Stadt Brisenburg 5000 Goldstücke auf ehrlich Weise zu verdienen. Baalzabeth wechselt, um nicht aufzufallen, in die Gestalt eines Menschen (Sil in Gauklerkleidung) und ist der festen Überzeugung, diese Aufgaben in einigen Stunden oder Tagen bewältigt zu haben. Doch in dem armen Städtchen ist nicht so einfach an Geld zu kommen. Gleichzeitig treibt der Fluch sein Unwesen, das bedeutet Ausgangsverbot in der Nacht. All diese Widrigkeiten lassen Baalzabeth nicht verzweifeln, doch er schwört Rache, an der Stadt und vor allem an Nemrothar, dem er solange der Auftrag nicht erfüllt ist nichts tun kann. Ein blutiges Ende plant er für Brisenburg und den alten Mann, doch es soll anders kommen ... Bewertung Die Geschichte spiel in der menschlichen Welt, aber mit anderen Wesen (Zwerge, Dämonen etc.). Brisenburg gleicht einer Stadt im Mittelalter, es gibt Adelige und arme Bettler, da leider auch hier der Adel doch eher arm ist. Intrigen gehören auch hier zum alltäglichen Stadtbild und die reuelosen Anführer besitzen mehr Geld als der Lord. Der Leser erfährt alle Geschehnisse aus Sicht von Baalzabeth (bzw. Sil, Lis). Der Erzähler beschreibt die Umgebung und die Menschen. Genauso aber auch die Gefühlswelt von Baalzabeth, aber auch nicht mehr. Man erfärt nur das was Baalzabeth sieht, erlebt und denkt. Manchmal werden die Gedanken aber nicht zu Ende geführt, so erfährt der Leser erst etwas später den Zusammenhang zwischen den Geschehnisse. Viele Dialoge und Gedankengänge von Baalzabeth ermöglichen ein angenehmes Lesen. Gleichzeitig ist der Schreibstil des Autors komplex. Damit meine ich, dass ich ein schneller Leser bin und eigentlich viele Seiten in kurzer Zeit schaffe. Bei diesem Buch sind die Sätze öfters verschachtelter, um den Inhalt dann mitzubekommen, ist ein konzentrierteres Lesen notwendig. Somit lese ich langsamer. Dies ist nicht negativ zu bewerten, muss man aber wissen, um nicht enttäuscht zu sein. Aber der Autor nutzt auch eine sehr bildhafte (beschreibende) schreibweise. Manchmal auch wirklich urkomisch. Seine Muskeln waren erschlafft und blieben dort hängen, wo der Gürtel ihnen Einhalt gebot. (Beschreibung eines Wirtes) Baalzabeth als Person ... pardon ... Dämon lebt vom schwarzen Humor. Er ist brutal (eben ein Dämon), sarkastisch, ironisch, hochmütig und eingebildet. Von den Menschen hält er nicht viel, er bezeichnet sie als "streitsüchtig, besserwisserisch, übel gelaunt, ängstlich und verletztlich". Dämonen werden gerne als dumm angesehen, aber das ist er nicht. Baalzabeth ist intelligent und verschafft sich so eine gute Position in der Stadt. Das Tier hatte sich in einem Anfall von ungeahnter Zuneigung an sein Bein gepresst und begonnen, jämmerlich zu schnurren. Baalzabeth hatte es als seine Pflicht betrachtet, dass Fellknäuel mit einem Fußtritt auf seinem Irrtum hinzuweisen. Die Katze klaschte gegen eine Wand, an der sie sich erfolgslos versuchte festzukrallen. Anschließend suchte sie humpelnd und fauchend das Weite. Der Autor beschreibt Personen, Orte und Geschehnisse gerne nur soweit wie nötig. Der Leser soll erst im Laufe der Geschicht erfahren was er wissen muss. Dadruch besteht die erste Hälfte des Buches nicht nur aus Beschreibungen, sondern auch konkreten Handlungen, es passiert halt schon was. Dies hatte für mich den Nachteil, das ich mich Anfangs nur schwer in die Geschichte hineinfinden konnte. Personen und Orte waren fremd und wurden nicht näher beschrieben. Mit der Zeit und der wachsenende Seitenzahl wurde das natürlich besser. Dies hat natürlich den Einstieg erschwert. Leider hat diese Art bei mir auch dazu geführt, dass ich nicht immer alle Zusammenhänge erkannt habe und somit noch ein paar mehr Fragen offen gelieben sind, als ich angenehm finde. Ich hoffe der Folgeroman liefert dann noch Antworten. Schön waren immer die kurzen Sätze zu Beginn eines Kapitels. Diese haben in "kryptischer" Form, die Moral des Kapitels zusammen gefasst. Über diese Zeilen musste ich manchmal auch etwas länger nachdenken, aber sie sind sehr schön geschrieben. Als man zu Boden ging, das Gesicht in Dreck und Erde gepresst. Denn nur aus dieser Lage heraus erkannte man die Dinge, die einem sonst verborgen gelieben wären. oder Nach einem geruhsamen Schlaf, als man feststellte, dass die Welt auch ohne eigenes Zutun weiterlief - wenn auch nicht so, wie man es sich erhofft oder erträumt hatte. Fazit Ein Fantasyroman mit viel schwarzen Humor und brutalen Momenten. Mit einem sympatischen, aber dämonischen Protagonisten. Liebelein und "gute Böse" wird man hier nicht finden. Für mich mal eine andere Art von Fantasyroman, aber durchaus spannend und fesselnd.

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  • Rezension zu "Dämonengold" von Stephan Russbült

    Dämonengold
    wunky

    wunky

    19. March 2011 um 17:50

    Kann ein Dämon ehrliche Arbeit verrichten, was denken Sie? Unvorstellbar? Oder sind Sie sich nicht sicher? Dann sollten Sie unbedingt „Dämongold“, den vierten Fantasyroman des deutschen Schriftstellers Stephan Russbült, lesen. Denn hier lernen Sie Baazlabeth, einen Kriegerdämon, kennen, der vor genau dieser Aufgabe steht. Schuld daran ist der Magier Nemrothar. Eines Tages ruft er Baazlabeth mithilfe eines Beschwörungszaubers in seine Welt, genauer gesagt in die Stadt Brisenburg und erteilt ihm dort den Auftrag, 5000 Goldstücke auf ehrliche Art und Weise zu verdienen. Bevor dieser Auftrag nicht erledigt ist, kann Baazlabeth nicht in seine eigene Welt zurückkehren. Was der Dämon sich am Anfang einfach vorstellte, erweist sich schon bald als eine Aufgabe, die kaum zu bewältigen scheint. So nimmt ein rasantes Abenteuer seinen Lauf, in dessen Verlauf Baazlabeth versucht, sein Ziel mithilfe einiger Helfer (wie seinem Diener, einem Homunkulus und Dumpf, dem Wirt in Baazlabeths vorübergehender Unterkunft, dem „Einsamen Wanderer“) doch noch zu erreichen. Getarnt als junger, gutaussehender Mann namens Sil malt er sich schon gute Chancen aus. Aber die Bewohner Brisenburgs machen es dem Dämon nicht leicht: neben Ärger mit der Stadtwache und dem Verdacht, er könne mit dem „Fluch“ zusammenhängen, von dem Brisenburg seit einiger Zeit belegt ist, muss Baazlabeth sich schon bald mit den Inquisitoren, der Finstergilde und einigen sehr zwielichtigen Bewohnern Brisenburgs herumschlagen… Wer „Dämonengold“ liest und über die Vielschichtigkeit der Geschichte, die rasante Handlung ohne zuviel Schnickschnack und die Fülle an Fantasie, die in diesem Werk steckt, staunt, wird sich kaum wundern zu hören, dass Russbült das „Pen-and-Paper-Rollenspiel“ zu einem seiner größten Hobbies zählt. Die jahrelange Erfahrung im „Erfinden“ von Geschichten kommt der Geschichte eindeutig zugute. Während andere Werke von weiten Ausschweifungen und (mitunter zu) ausführlichen Beschreibungen gespickt sind, reiht sich bei „Dämonengold“ ein Ereignis ans andere. Spannung ist so vorprogrammiert. Bei der Beschreibung von Schauplätzen beschränkt Russbült sich auf das Wesentliche, ohne dabei zu oberflächlich zu sein. So lässt er auf S. 61/62 einen Marktplatz vor dem Inneren Auge auferstehen, ohne bei der Darstellung zu weit auszuholen und so für Langeweile beim Leser zu sorgen. Ebenso geht er bei der Beschreibung von Charakteren vor: Von den meisten Personen erfährt man nur die nötigsten Dinge – oder besser gesagt nur die wenigen Dinge, die Baazlabeth als Protagonist selber weiß. So wissen wir von Nemrothar beispielsweise nicht viel mehr, als dass er ein mächtiger, alter Zauberer ist (S. 28) und dass er schwer zu durchschauen ist (S. 449, „…entweder ist er senil oder überaus gerissen“). Die einzige „Person“, die in allen Details beschrieben wird, ist Baazlabeth selbst. Hier allerdings lässt Russbült wirklich nichts aus. Von der Beschreibung seiner eigenen, von ihm regierten Welt (S. 13-15) über das äußere Erscheinungsbild (S. 17) bis hin zur Anzahl seiner Zähne erfahren wir alles über den 1000 Jahre alten Kriegerdämon. Am interessantesten ist jedoch Baazlabeths Charakter: Schon auf Seite 23 wird klar, wie eingenommen und überzeugt der Dämon von sich selbst ist („Niemand war ihm ebenbürtig“). Er hält sich und seinen Körper für perfekt und unbesiegbar. Mit Befehlen oder der Lenkung durch andere kann er nicht umgehen – eine Tatsache, die ihn im Laufe der Handlung in einige brenzlige Situationen bringt – sehr zur Unterhaltung des Lesers. Weiterhin ist Baazlabeth – wie es sich für einen Dämon gehört – durch und durch böse und vor allem chaotisch, was es dem Leser nicht immer einfach macht, sich in den Dämon hineinzuversetzen. Gerade dies verleiht dem Buch meines Erachtens einen besonderen Charme. Russbült hat es geschafft, mit Baazlabeth einen Protagonisten zu liefern, mit dem man nicht immer übereinstimmt, dessen Handeln einem mitunter unverständlich oder zuwider ist, der einem aber dennoch sympathisch ist. Durch den Sarkasmus und die Ironie, mit der Baazlabeth sein Schicksal trägt und sein Ziel zu erreichen versucht, fiebert man trotz der ein oder anderen Bösartigkeit immer mit dem Dämon mit und schließt ihn sogar in sein Herz. Wer muss beispielsweise nicht schmunzeln, wenn er liest, wie Baazlabeth sich ein paar Goldstücke durch Holzhacken verdienen will und sich selbst die Arbeit schmackhaft macht, in dem er sich vorstellt, die Holzscheite wären Feinde (S. 75)? Ein Detail, was mir außerdem positiv aufgefallen ist, ist, dass Russbült nicht nur beim eigentlichen Text Kreativität und Ideenreichtum zeigt, sondern auch die Kapitelüberschriften etwas Besonderes sind. Meist greift er hier bekannte Sprichwörter auf (z. B. "Je später der Abend, desto schöner die Gäste") und wandelt sie passend um ("Je später der Abend, desto böser die Gäste"). So kann man sich häufig schon bei den Überschriften ein Lächeln nicht verkneifen und stellt erste Mutmaßungen an, was wohl passieren wird. Alles in allem kann ich „Dämonengold“ allen Fantasyfans ans Herz legen, die eine gute Prise schwarzen Humor zu schätzen wissen und die es interessiert, die Welt einmal durch die Augen des Bösen zu sehen. Eine spannende, innovative Abwechslung, welche schon jetzt die Vorfreude auf einen Teil 2 schürt. Vielen Dank, dass ich dieses Buch im Rahmen einer Leserunde bei Bastei Lübbe vorab lesen und bewerten durfte.

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  • Rezension zu "Dämonengold" von Stephan Russbült

    Dämonengold
    Erinnye

    Erinnye

    17. March 2011 um 23:34

    Der Dämon Baazlabeth lebt einigermaßen ungestört in seinem dunklen Reich. Hin und wieder verschlägt es zufällig Menschen dort hinein, die der brutale aber liebenswerte Sarkastiker dann genüßlich quält und verspeist. Ganz normaler Dämonen-Alltag könnte man meinen. Dann jedoch verändert sich schlagartig Alles, als Baazlabeth von einem Magier beschworen und somit aus seinem Reich hinaus in die Welt der Menschen gerissen wird. Unfähig, sich jener Beschwörung zu entziehen, muss der Dämon ausführen, was immer ihm der Magier Nemrothar befiehlt. Und dies ist wahrlich kein normaler Befehl: Baazlabeth soll wie ein Mensch durch eigene harte und ehrliche Arbeit 5.000 Goldstücke sammeln. Erst dann darf er in sein Reich zurück. Dazu verdammt muss Baazlabeth lernen, in menschlicher Gestalt durch Brisenburg zu wandern und Arbeit zu finden. Natürlich fällt einem ehemals metergroßen und bärenstarken Dämon das nicht leicht. Nach einigen Startschwierigkeiten und halbherzigen Versuchen, das Gold auch tatsächlich auf ehrliche Weise zu verdienen plant Baazlabeth dann einen ganz großen Coup - und erhält Hilfe von unerwarteter Seite. Diese Geschichte war absolut hervorragend zu lesen und nimmt bei mir einen besonders großen Stellenwert ein, da ich durch die Leserunde außergewöhnlich viel Zeit mit Baazlabeth und Co. verbracht habe. Schwarzer Humor und intelligente Wortkonstellationen, sowie raffinierter Wortwitz und allerlei Situationskomik lassen einen während dem Lesen mehr als nur einmal schmunzeln. Nachdem man Baazlabeth am Anfang skeptisch gegenüberstand und seine teilweise brutalen Phantasien eher übertrieben und etwas abstoßend fand, so bemerkte ich mit der Zeit, dass ich Verständnis für diese Art zu denken entwickelte und mir Baazlabeth immer sympathischer wurde und ich richtig mitfieberte. Auch viele Brisenburger Bürger waren spürbar aufwendig erdacht, konzipiert und detailiert in Szene gesetzt. Das führte dazu, dass man sich in Brisenburg wohl fühlte und das Lesen einfach nur Spaß machte. Einige kleine Minuspunkte: an einigen Stellen fand ich sarkastische Bemerkungen wirklich übertrieben dargestellt, beinahe zu bemüht um es glauben zu können. Auch eine nähere Bekannte von Baazlabeth konnte keine Sympathien bei mir erwerben und ich wünschte mir eigentlich nur, dass jene Figur wieder verschwinden möge. Das wäre natürlich alles kein Problem, da es ja im Ermessen des Autors liegt und schon im Hinblick auf die Natur eines Dämons Vieles nun mal eben okay ist.. ABER.. für mich persönlich das Schlimmste an der Story: DAS ENDE! Hunderte von Seiten fiebert man mit Baazlabeth mit und dann.. naja.. zu kurz.. kein wirklicher Erfolg.. weder Bad End noch Happy End - unbefriedigend! Da behalte ich viel lieber die größeren und kleineren Kämpfe Baazlabeths im Gedächtnis, wobei ich besonders an einen denke (Stichwort: Seraphim). Fazit: ein absolut empfehlenswertes Buch, welches ich auch immer wieder gerne lesen und empfehlen werde, da es einfach nur sehr humorvoll, intelligent und mit viel Liebe zum Detail geschrieben wurde. Es enthält sowohl brutale als auch witzige Seiten, weiß und traut sich, diese zu mischen und das Lesen macht einfach nur Spaß.

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  • Rezension zu "Dämonengold" von Stephan Russbült

    Dämonengold
    Catherine Oertel

    Catherine Oertel

    08. March 2011 um 18:01

    Mysteriöse Morde geschehen in dem beschaulichen Städtchen Brisenburg. Eine rätselhafte Prophezeiung wartet auf ihre Erfüllung und ein Dämonenfürst wünscht sich nichts mehr, als in sein Reich heimzukehren. Mit viel Witz und schwarzem Humor erzählt der Autor die Geschichte des Dämons Baaszlabeth - Herr der Verwüstung und Zerstörer von Welten – welcher eines Tages von dem alten Zauberer Nemrothar heraufbeschworen wird. Gebunden durch die Macht der Magie muss Baaszlabeth dem Ruf des Zauberers folgen und ihm zu Diensten sein. Nemrothar weiß, ist des Dämons Auftrag erfüllt, ist sein eigenes Leben verwirkt, denn einen Dämon zu beschwören hat seinen Preis. Deshalb stellt er Baaszlabeth eine ganz besondere Aufgabe. Er soll 5000 Goldstücke auf ehrliche Art und Weise verdienen. Erst dann ist er erlöst und es steht ihm frei in seine Welt zurückzukehren. Ausgestattet mit einer magischen Holztruhe macht der Dämon sich - in Menschengestalt - daran die Aufgabe zu erfüllen. Doch so einfach wie er sich das vorgestellt hat, ist es bei weitem nicht. Denn sind die Goldstücke nicht redlich verdient, füllen sie die Truhe nicht, sondern lösen sich vor seinen Augen in Luft auf. Als Dämon unter Menschen hat Baaszlabeth es wahrlich nicht leicht. Nichts ist in der Menschenwelt so wie es erscheint. Selbst ganz banale Dinge wie die Bestellung des Abendmahls gestalten sich schwierig. Ihn dürstet nach knusprig gebratenem Menschlein am Spieß. Er ahnt, das „Strammer Hans“ und „Bauernpfanne“ die auf der Speisekarte angepriesen werden, nicht das enthalten was ihr Name verspricht und so entscheidet er sich ganz spontan für „Artischockenherzen“. Diese und andere Kleinigkeiten machen Baaszlabeth äußerst sympathisch. Es ist herrlich wie er von einem Schlamassel ins andere tappt, dabei stets bemüht die ihm gestellte Aufgabe zu erfüllen, alle Regeln einzuhalten und keine oder besser gesagt möglichst keine Menschen zu töten. Witzige Dialoge und gut ausgearbeitete Nebencharaktere vervollständigen das Bild und machen diesen Roman zu einem wahren Lesevergnügen. Fazit: Hier mixt sich Fantasy mit schwarzem Humor. Daumen hoch! - Für einen spannenden, abwechslungsreichen, dabei sehr amüsant und erfrischend anders geschriebenen Roman. © Catherine Oertel

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  • Rezension zu "Dämonengold" von Stephan Russbült

    Dämonengold
    evilein

    evilein

    19. February 2011 um 16:01

    Es geht einiges daneben, bei Baazlabeth, dem kriegerischen, brutalen Dämonen. Gerade hat er sich den Magier Ingvarr eingefangen, dessen Versuch mittels eines Zaubers zu entfliehen fehlgeschlagen ist, als er selbst von einem Magier gerufen wird , und nur nach Lösung einer ihm gestellten Aufgabe in seine Heimat und zu seinem Opfer zurückkehren kann. Kein leichtes Unterfangen, denn die Aufgabe ist etwas Hochanständiges und somit für einen Dämonen nur schwer lösbar. So darf man nun Baazlabeths verzweifelte Versuche verfolgen , in Mennschengestalt ehrbar Geld zu verdienen , was etwa alle drei Seiten zu schallendem Lachen inspiriert. So richtig wohl fühlt sich Baazlabeth nicht in seiner Menschenhaut , und seine Auslegungen von ehrlich verdientem Geld stimmen auch nur sehr weitläufig mit denen seines Auftraggebers überein. Die Geschichte hat Spannung, aber selbst bei brutalsten Ereignissen musste man eigentlich immer grinsen um spätestens, wenn man Baazlabeths „Gedanken“ dazu liest , in breites Lachen zu fallen. Der Schluss ist für mich ebenso unerwartet wie genial. Das die Story sich anders entwickelte als ich vermutet habe schreit genauso wie der Wunsch, all die lustigen und doch so bösen Gestalten wiederzutreffen,nach einer Fortsetzung ! Erfrischend anders und dämonisch gut.

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